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Behalten und Vergessen

Other, 2000, 4 Pages
Author: Anja Lorenz
Subject: Psychology - Learning Psychology, Intelligence Research

Details

Category: Other
Year: 2000
Pages: 4
Language: German
Archive No.: V99297
ISBN (E-book): 978-3-638-97741-8

File size: 56 KB


Fulltext (computer-generated)

Behalten und Vergessen

 

Behalten bedeutet, daß man eine verarbeitete Information im Langzeitgedächtnis gespeichert
hat und bei Bedarf abrufen kann.
Vergessen heißt, daß eine Information nicht mehr aus dem Gedächtnis abgerufen werden kann.

- Bei einfachen Lerntätigkeiten _ anfangs schnelles Lernen, dann langsamer
- Bei schweren Aufgaben_ erst langsames Lernen, später schneller
= Lernen durch Einsicht (,,Aha-Effekt")
- Lernprozess auch in Schüben möglich ( z.B. bei Ablenkung)

Behalten und vergessen ist abhängig von:
- Prozess der Informationsspeicherung
(Wiederholung, Kodierung, Elaboratikon, Organisation)
- Methode des Lernens
(Gedächtnishemmung, Gedächtnisstrategien)
- Lernstoff
(einsichtig, sinnvoll, gegliedert, strukturiert, abhebend, anschaulich...)
- Psychische und physische Verfassung
(Gefühle, Ängste, Schock)
- Motivation
(persönliches Interesse)
- Arbeitsumgebung

Lern- und Gedächtnishemmungen

Gedächtnishemmungen sind Bedingungen, die das Speichern und Behalten von Informationen be-
bzw. verhindern.

- Proaktive Hemmung: Erinnerungen gerade gelerntes beeinflusst negativ das darauffolgende Lernen eines
neuen Sachverhaltes
- Retroaktive Hemmung: zweiter gelernter Sachverhalt beeinflusst negativ den zuvor gelernten Sachverhalt
- Ähnlichkeitshemmung: Elemente zweier ähnlicher Sachverhalte vermischen sich
_ retro- und proaktive Hemmung verstärkt
- Erinnerungshemmung: kurz vor der Wiedergabe eines Sachverhaltes wird ein neuer Sachverhalt gelernt
_ erster Sachverhalt gehemmt
- Gleichzeitigkeitshemmung: gleichzeitige Aktivitäten verhindern Konzentration
- Affektive Hemmung: starke Gefühle verhindern das Lernen

Lern- und Studiertechniken

Gedächtnisstrategien sind zielführende Maßnahmen zur Verbesserung von Gedächtnisleitungen.
Lerntechniken sind zielführende Maßnahmen zur Verbesserung des Wissenserwerbs.

Selbstmotivierung und -verstärkung:
- Motivation = Grundvoraussetzung für jedes Lernen

Aufbau von Seelobstmotivation:


1. Sich selbst realistische aber anspruchsvolle Ziele setzen.
2. Seine eigenen Stärken und Schwächen kennen.
3. Selbstvertrauen in die Wirksamkeit seines eigenen Handelns haben.
4. Konkrete Verhaltensweisen bestimmen, mit denen man seine Ziele erreichen kann.
5. Rückmeldungen einholen, ob man sein Ziel erreicht hat.
6. Selbstverantwortlichkeit für die eigenen Handlungen und deren Folgen übernehmen.

Konsequenzen aus den Lern-, Gedächtnis- und Vergessensverläufen:

Positive Beeinflussung des Lernens durch:
- Markierte Informationen
- Anfangs- oder Endposition des Sachverhaltes
- Langfristiges Lernen
- Lernstoff verstehen

Konsequenzen aus den Lernhemmungen:

Vermeiden der Lernhemmungen durch:
- Aufteilung des Lernpensums in kleine Etappen
- Pausen
- Auseinanderhalten von ähnlichen Sachverhalten
- Vermeiden v. kurzfristigem Lernen
- Vermeiden v. anderen gleichzeitigen Aktivitäten
- Vermeiden v. starken Gefühlen während des Lernens

Zeitplanung und Pausen:

Richtige Zeitplanung bedeutet:
- Sich einen Überblick über die Aufgaben zu verschaffen
- Sich rechtzeitig vorzubereiten
- Sich realistische Ziele zu setzen
- Seinen Lernprozess durch einfache Aufgaben in Gang zu bringen
- Seine persönlichen täglichen Leistungshochs zu nutzen

Richtige Pausenplanung bedeutet:
- Rechtzeitig pausen einzulegen
- Die Pausenlänge entsprechend der Arbeitszeit zu wählen
- In Pausen etwas ganz anderes zu tun

Pausenplanung:

Pausenart
Arbeitsdauer
Pausendauer
Pausentätigkeit
Minipause
20-30 Minuten
2-5 Minuten
Fenster öffnen...
Maxipause
1,5-2 Stunden
15-20 Minuten
Tee trinken...
Erholungspause
3 Stunden
1-2,5 Stunden
spazieren gehen...


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