Anderes, 1999, 3 Seiten
Autor: Glanz, Reinhard
Fach: Design (Industrie, Grafik, Mode)
Details
Jahr: 1999
Seiten: 3
Note: 2
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-97754-8
Dateigröße: 122 KB
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Druckgrafik
Bei der Druckgrafik werden verschiedene Druckverfahren angewendet:
Der Bogendruck findet in der Herstellung von Kleindrucksachen, Prospekten,
Katalogen, Büchern, Zeitschriften im Ein- Mehrfarbendruck.
Druck mit Rundstereoplatten auf Buckdruck-Rotationsmaschinen. Verwendet
wird der Rotationsdruck bei der Herstellung von Zeitungen und Katalogen in
hoher Auflage.
Bei diesem Druckverfahren besteht die Druckform meist aus Holz. Dieses
Druckverfahren wird aber nur beim Tapetendruck angewandt.
Prägedruck:
Als Druckformen dienen Stahlstiche zur Herstellung von Geschäftskarten,
Briefbogen und anderes. Dieses Druckverfahren wird auch angewandt, beim
Herstellen von Bucheinbanddecken auf Prägepressen. Das Prinzip: Der Druck
erfolgt von einer chemisch vorbereiteten Platte, deren druckende und
nichtdruckende Teile in einer Ebene liegen. Die druckenden Stellen
übernehmen Farbe, die nichtdruckenden stoßen Farbe ab.
Der Lackdruck ist ein gewöhnlicher Druck, der einzige Unterschied liegt darin,
dass beim Lackdruck statt Druckfarbe ein Klebstoff verwendet wird. Dieser
Klebstoff wird anschließend mit der gewünschten Farbe bestreut.
Danach wird das bedruckte Objekt unter eine Bestrahlungslampe gehalten und
unter Hitze gehärtet. Der Lackdruck ist das Gegenteil vom Prägedruck, da beim
Lackdruck die Buchstaben aus der Fläche herausragen und beim Prägedruck
hineingeprägt sind.
Druckformen sind Lithographisteine, auf die mit fetthaltiger Kreide oder
Tusche gezeichnet wird. Durch Ätzung wird die Zeichnung auf die Steine
fixiert. Steine werden nach dem Einwalzen mit Farbe bei Druck ständig feucht
gehalten. Dies ist ein älteres Verfahren für Farbdrucke, besonders bei
Landkarten oder Plakaten. Der Steindruck ist der Vorgänger vom modernen
Offsetdrucks.
Beim Siebdruck wird zuerst eine Schablone durch schneiden oder ätzen
hergestellt. Diese wird in ein Sieb eingelegt. Dann wird die Farbe über die
Schablone gestrichen und auf den Druckträger durchgedrückt.
Mit dem Siebdruck werden hauptsächlich Plakate mit niedriger Auflage,
Bucheinbandstoffe, farblich kräftige Buchumschläge hergestellt.
Druckgrafik Reinhard Glanz
Die Druckformen beim Lichtdruck sind Glasplatten mit einer
lichtempfindlichen Chromgeltineschicht. Bei Belichtung des Negativs werden
die belichteten Stellen der Schicht gehärtet und nach Auswaschen der Schicht
Druckträger. Zur hochwertigen Wiedergabe von Gemälden, Kunstblättern,
Postkarten auf Flachform-Schnellpressen.
Beim Linolschnitt wird aus einer Linolplatte händisch das negativ des Motivs
herausgeritzt. Anschließend wird die Linolplatte mit Farbe bestrichen, wobei
meist Schwarz verwendet wird. Danach wird die bestrichene Druckplatte auf
Papier gelegt und gedruckt so wie es bei einem Hochdruck üblich ist. Hier ein
Beispiel:
Fachausdrücke: Abzug = Einzelnes, durch einen Druckprozess entstandenes Blatt.
Auflage = Gesamtzahl der Abzüge, die von einer Druckplatte
gemacht werden.
Nummerierung = meist am linken Blattrand angegebene
Zahlenkombination, welche den Abzug und die Auflage
angibt z.B.: 9/30 = neunter Abzug von dreißig Stück
E.d.A. = Abzug für die Künstler
fec. = fecit bezeichnet den Stecher oder Drucker.
imp. = impressit gibt die Druckwerkstätte an.
Pdr. = Probedruck
Signatur = der Künster bezeichnet die Drucke nach dem Druck
Druckgrafik Reinhard Glanz
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