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Termpaper, 1995, 17 Pages
Author: Cevat Kara
Subject: Politics - International Politics - Topic: Globalisation, Political Economics
Details
Institution/College: LMU Munich (FB Politik)
Tags: Weltwirtschaftssystem, Bretton-Woods-System, Internationale, Politik, IMF, IWF, Weltbank;, Keynes;, Internationaler Währungsfond, International Monetary Fund, Goldstandard
Year: 1995
Pages: 17
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-10615-3
ISBN (Book): 978-3-640-36453-4
File size: 76 KB
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Abstract
Aufgrund der Weltwirschafts- und Weltwährungskrise zwischen 1929- 32 brach der nach dem 1. Weltkrieg entwickelte Gold- Devisen Standard, wonach die umlau¬fende Geldmenge einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Verhältnis zu den Gold- und Devisenreserven dieses Landes gestellt war, zusammen. Der Grund dafür war der folgende Aspekt: Die einzelnen Staaten versuchten durch eine Abwertung ihrer Währung die internationale Konkurrenzfähigkeit ihrer Exportwirtschaft zu steigern und somit ihr Auslandsdefizit zu verringern. Dies gelang verständlicher weise nur so lange, wie ein Land schneller und stärker abwertete als die übrigen. Die Folge war ein internationaler Abwertungswettlauf , der wie bekannt zu Massen¬arbeitslosigkeit, Zusammenbruch von Banken und Unternehmen und Hyperinfla¬tionen in den einzelnen Staaten führte.
Excerpt (computer-generated)
Sommersemester 1995
HAUSARBEIT
Kurs: Einführung in die Internationale Politik
Verfasser: Cevat Kara
Thema: Das Weltwirtschaftssystem - Das Bretton- Woods- System
Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung (Seite 3 )
2. Die Entwicklung des Bretton- Woods- Systems (Seite 3 )
2.1 Der Wunsch nach einem internationalen Wirtschaftssystem (Seite 3 )
2.2 Die Konferenz von Bretton Woods (Seite 4 )
2.3 Die Dominanz der USA in den Bretton- Woods- Institutionen (Seite 4 )
3. Der Internationale Währungsfonds- IWF (Seite 5 )
3.1 Die Wechselkursregelungen des IWF (Seite 5 )
3.2 Die finanzielle Hilfe des IWF bei Zahlungsbilanzstörungen (Seite 6 )
3.3 Die Bedeutung der Finanzierung aus IWF- Mitteln (Seite 7 )
3.4 Die Organisation des IWF (Seite 9 )
4. Die Bank für Wiederaufbau und Entwicklung- IBRD (Seite 9 )
4.1 Die Ziele der Weltbank (Seite 9 )
4.2 Die Organisation der Weltbank (Seite 10 )
5. Die Reaktionen der Bretton- Woods- Institutionen auf wirtschaftliche- und politische Entwicklungen in der Welt (Seite 10 )
5.1 Der Einfluß der Dekolonialisierung auf die Bretton- Woods- Institutionen (Seite 10 )
5.2 Die Internationale Finanzkooperation- IFC (Seite 11 )
5.3 Die Internationale Entwicklungsorganisation- IDA (Seite 11 )
5.4 Die Einführung von Sonderziehungsrechten (Seite 11 )
5.5 Die Krise des Bretton- Woods- Systems (Seite 12 )
6. Die aktuelle Situation der Bretton- Woods- Institutionen (Seite 14 )
6.1 Die aktuelle Situation des IWF (Seite 14 )
6.2 Die aktuelle Situation der Weltbank (Seite 14 )
Literaturverzeichnis (Seite 16 )
Das Bretton- Woods- System
1. Einleitung
Aufgrund der Weltwirschafts- und Weltwährungskrise zwischen 1929- 32 brach der nach dem 1. Weltkrieg entwickelte Gold- Devisen Standard, wonach die umlaufende Geldmenge einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Verhältnis zu den Gold- und Devisenreserven dieses Landes gestellt war, zusammen. Der Grund dafür war der folgende Aspekt: Die einzelnen Staaten versuchten durch eine Abwertung ihrer Währung die internationale Konkurrenzfähigkeit ihrer Exportwirtschaft zu steigern und somit ihr Auslandsdefizit zu verringern. Dies gelang verständlicher weise nur so lange, wie ein Land schneller und stärker abwertete als die übrigen. Die Folge war ein internationaler Abwertungswettlauf1, der wie bekannt zu Massenarbeitslosigkeit, Zusammenbruch von Banken und Unternehmen2 und Hyperinflationen in den einzelnen Staaten führte.
2. Die Entwicklung des Bretton- Woods- Systems
2.1 Der Wunsch nach einem internationalen Wirtschaftssystem
Um die Fehler der zwanziger und dreißiger Jahre, welche zu dem oben erwähnten Abwertungswettlauf und damit zur Weltwirtschaftskrise aufgrund des Nichtvorhandenseins von internationalen Organisationen im Bereich der Währungs- und Handelspolitik geführt haben, nicht zu wiederholen, hat man bereits im Verlauf des 2. Weltkrieges erste Versuche unternommen, internationale Institutionen zu bilden, die die wirtschaftlichen Strukturen in diesen Ländern aufbauen und absichern sollten. Ziel war es, ein Weltwirtschaftssystem aufzubauen. Verfechter dieser Idee waren vor allem die USA und Großbritannien. Diese Länder waren davon überzeugt, daß es zwischen politischer Sicherheit und wirtschaftlicher Ordnung, also zwischen Frieden und dem Handel einen engen Zusammenhang gibt. Der Frieden wurde als Folge einer internationalen Zusammenarbeit und einem freien Welthandel gesehen. Dabei waren führende US-Politiker und Ökonomen davon überzeugt, daß so ein Vorhaben nur nach dem System der USA funktionieren kann3.
Im Gegensatz dazu wurde der berühmte britische Ökonom Keynes von der britischen Regierung aufgefordert, Forschungen und Untersuchungen in dieser Richtung zu betreiben und ein mögliches Weltwirtschaftssystem zu entwickeln.
Als Ergebnis dieser Arbeit wurde durch Keynes ein Plan vorbereitet, welcher vorsah, drei Institutionen mit drei unterschiedlichen Aufgabenbereichen zu bilden. Diese Aufgabenbereiche waren4:
- der Wiederaufbau des vom Krieg zerstörten Europas
- Währungsfragen
- Handel
Erste Schritte in dieser Richtung wurden 1941 durch die britische- und die US-Regierung in der Atlantik- Charta5 unternommen.
[...]
1 Bayr. Vereinsbank (Hrsg.), Oft verwendet- kurz erklärt, München, 1989, S. 215
2 Michael Olsson u. Dirk Piekenbrock, Kompakt- Lexikon: Umwelt- u. Wirtschaftspolitik, Bonn, 1993, S. 378
3 Peter Czada u. a., Internationale Währungsprobleme, Opladen, 1988, S. 55f
4 Dietmar Herz, Das System von Bretton- Woods, in: Die Vereinten Nationen, München, 1995, S. 75f
5 Vgl. Dietmar Herz, S. 78-79
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