Wie schreibe ich eine Hausarbeit?

Wie schreibe ich eine Hausarbeit?

Während des Studiums ist man immer wieder mit dem Verfassen von Referaten, Seminararbeiten und Abschlussarbeiten konfrontiert. Im Gegensatz zu einer Klausur reicht es hier nicht, gelerntes Wissen einfach wiederzugeben. Die Erkenntnisse müssen dem Leser logisch strukturiert und nachvollziehbar vermittelt werden.

 

Wie also schreibt man eine gute Arbeit?
 

1. Arbeitsplanung

Um eine erfolgreiche Hausarbeit zu schreiben, ist die Planung essentiell. Denn eine gute Arbeit schreibt sich nicht von selbst und nur selten innerhalb weniger Tage.

Viel Stress und Ärger lässt sich vermeiden, indem man sich so früh wie möglich mit den Vorgaben vertraut macht, die für die Hausarbeit gelten:

  • Wann ist der Abgabetermin?
  • Gibt es weitere Termine, z.B. für den Themenvorschlag oder ersten Entwurf?
  • Wie viele Seiten oder Wörter soll die Arbeit umfassen?
  • Gibt es Themenvorschläge vom Kursleiter oder darfst du dir selbst ein Thema suchen?
  • Gibt es konkrete formale Vorgaben? (Zum Beispiel Angaben über Seitenränder, Schriftart, Schriftgröße oder Zeilenabstand; Formatvorlagen; Zitierweise; Vorlagen für Deckblatt oder Eidesstattliche Erklärung)

Vergiss nicht: Nimm die Hilfe, die du von der Uni bekommst (z.B. Fachschaften), in Anspruch und tausche dich auch mit deinen Mitstudenten aus, denn die sitzen im selben Boot wie du!

Sind die äußeren Bedingungen geklärt, solltest du dir ein Umfeld schaffen, in dem du konzentriert arbeiten kannst und nicht abgelenkt wirst. Probiere aus, was für dich am besten funktioniert!

In jedem Fall sollte deine Aufmerksamkeit aber voll und ganz der Arbeit gelten.

Am Computer geht das am besten, indem du bestimmte Websites aus deinem Browser „verbannst“. Es gibt dafür spezielle Add-ons, wie z.B. LeechBlock, bei denen du genau einstellen kannst, welche Websites zu welchen Zeiten gesperrt sein sollen.

Für das Handy gilt, auch wenn es schwer fällt: Schalte es aus und packe es weg. Smartphones sind der Produktivitätskiller Nr. 1.

Teile als nächstes den Arbeitsaufwand in mehrere Schritte auf und grenze diese zeitlich ein. Normalerweise gehören zum Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit folgende Schritte:

  • Themenfindung: Zu Beginn steht das richtige Thema. Du solltest genügend Zeit investieren, um die Problemstellung angemessen abzugrenzen. Hier beginnt bereits die Arbeit mit (grundlegender) Lektüre.
  • Literatursuche: Lies relevante Texte und schreibe die gefundenen Informationen und deine eigenen Gedanken auf. Versuche auch, die Informationen dabei bereits in eine Struktur zu bringen (Gliederung).
  • Schreiben: Erst im letzten Schritt erstellst du den eigentlichen Text der Arbeit. Ob du dabei mit einem groben Entwurf beginnst und diesen später überarbeitest, oder ob du Seite für Seite die Endfassung schreibst, bleibt dir überlassen.
Zu oft scheitert eine Hausarbeit nicht am Erstellen des Zeitplans, sondern an dessen Einhalten. Ein bis zweimal mag das Verfassen der Hausarbeit unter hohem Zeitdruck funktionieren, dauerhaft bleibt man jedoch unter seinen Leistungen und vergisst das Gelernte schneller wieder. Gegen die Prokrastination, also das Aufschieben von Aufgaben mit hoher Priorität, kann man auf verschiedene Weisen vorgehen.

Setze dir konkrete und realistische Ziele. Um Motivation aufrechtzuerhalten, solltest du dir regelmäßig genau formulierte Teilziele setzen. So sind die Ziele greifbarer und du setzt sie eher um.

  • Achte auf deinen Biorhythmus. Finde heraus, zu welcher Tageszeit du am produktivsten arbeitest und setze dich zu diesen Zeiten an die Hausarbeit.
  • Plane deine Pausen. Lege auch die Zeiten fest, in denen du Pause machst und nicht arbeiten darfst. Auf die Weise hast du nicht nur jedes Mal vor der Pause den „Druck“ des Fertig-werden-Müssens, sondern du kannst die Pausen auch voll genießen.
  • Sage „Stopp“, wenn du kurz davor bist, die Hausarbeit für etwas Unwichtiges aufzuschieben.

Willst du mehr zu diesem Thema wissen? Hier geht’s zu unserem Ratgeber Wie schreibe ich eine Hausarbeit?

2. Themenfindung

Manchmal fällt auch nach langem Überlegen kein gutes Hausarbeitsthema ein. Hier zeigen wir dir daher, wie du in einfachen Schritten zu einer tollen Fragestellung findest.

Zunächst grenzt dein Kurs die Auswahl an möglichen Bereichen bereits ein und gibt dir gleichzeitig ein paar gute Startpunkte:

  1. Welche Themen wurden besprochen?
  2. Welcher Bereich hat dich am meisten interessiert? Hast du persönliche Interessen, die ein Thema des Seminars genau treffen?
  3. Gab es Referate, die du besonders spannend fandest?
  4. Gab es vielleicht schon eine bestimmte These, die du genauer prüfen wolltest?

Die Antworten auf diese Fragen liefern dir schon einmal einen groben Grundriss für dein Thema. Achte aber unbedingt darauf, dass die verschiedenen Teile wie Themenschwerpunkte, Theorien und Methoden zusammen passen!

Wenn du dir anschauen möchtest, welche Aspekte andere Studenten bei einem bestimmten Thema untersucht haben, können dir auch unsere vielen unterschiedlichen Arbeiten hier auf www.hausarbeiten.de und auf www.grin.com als Inspirationsquelle dienen.

Jetzt musst du dir darüber klar werden, was für einen Typ Arbeit du schreiben möchtest. Soll es eine Literaturarbeit oder eine empirische Arbeit werden? Untersuchst du einen Sachverhalt qualitativ oder quantitativ?

Bei der Literaturarbeit suchst du dir hauptsächlich unterschiedliche Fachliteratur zu deinem Thema. Du wertest aus, welche Standpunkte und Fragestellungen in der Wissenschaft auftauchen und untersuchst sie im Hinblick auf die von dir erstellte These. Du musst dich kritisch mit dem Gelesenen auseinandersetzen, Vergleiche verschiedener Ansätze anstellen und/oder die Ursache für widersprüchliche Meinungen erörtern.

Bei einer empirischen Arbeit forscht du selbst. Du sammelst also Daten, wertest sie aus und beantwortest somit deine anfänglich gestellte Fragestellung bzw. überprüfst deine aufgestellte These. Dies bedeutet einen deutlich höheren Arbeitsaufwand, dafür kannst du dich aber oft mit einem Thema beschäftigen, das genau deinen Interessen entspricht. Wichtig ist auch, dass du auf keinen Fall die aktuelle Literatur vernachlässigst. Du solltest am Anfang unbedingt einen Überblick über die derzeitigen Forschungsmeinungen und Diskussionen liefern, bevor du mit deiner eigenen Forschung beginnst. Hier kannst du auch deutlich machen, wo bei der bisherigen Forschung noch Lücken sind und wie deine Arbeit diese Lücken schließt.

Wenn du dich für eine empirische Arbeit entschieden hast, überlege dir, ob das von dir ausgesuchte Thema bereits eine bestimmte Forschungsmethode verlangt und welche Möglichkeiten dir zur Verfügung stehen, deine Forschung durchzuführen.

Bei der qualitativen Analyse suchst du dir eher wenige, dafür spezifische Daten. Als Beispiele wären Interviews zu nennen, Einzelfallanalysen, etc. Hier will man keine Daten sammeln, die einen generellen Rückschluss zu einem bestimmten Sachverhalt ermöglichen.

Bei der quantitativen Analyse sammelst du hingegen eine große Menge an Daten, die einen allgemeingültigen Rückschluss zulassen, z.B. Fragebögen mit festgelegten Antwortmöglichkeiten. Hier geht es darum, Daten zu erhalten, die in irgendeiner Form statistisch ausgewertet werden können.

Falls du dir unsicher bist, welche Art von Arbeit für dich die passende ist, halte am besten Rücksprache mit deinem Dozenten. Eine Mischung aus beiden Arbeitsweisen ist natürlich auch möglich, allerdings ist dies sehr zeitaufwendig und übersteigt schnell den Rahmen einer normalen Hausarbeit.

Willst du mehr zu diesem Thema wissen? Hier geht’s zu unserem Ratgeber Wie schreibe ich eine Hausarbeit?

3. Literaturrecherche

Um das Thema deiner Hausarbeit gründlich zu bearbeiten, brauchst du in der Regel Literatur, die dir dabei hilft, einen Überblick über deinen Forschungsgegenstand zu gewinnen. Dabei kommt es ganz auf deine Arbeitsweise und auch auf dein Thema an sich an, wie sehr du dich beim Verfassen deiner Hausarbeit auf die Ergebnisse anderer Forscher stützt, und wie sehr du eigenständig zu neuen Erkenntnissen kommst.

Achtung: Alle Quellen, die du in deiner Hausarbeit verwendest, müssen zitiert werden!

In einigen Bibliotheken gibt es einen Präsenzbestand. Das bedeutet, dass die Bücher nicht mitgenommen werden dürfen. Zudem gibt es die Auswärtsleihe, durch die es möglich ist, den Text zum Lesen mitzunehmen. Neben dem Präsenzbestand gibt es in der Regel ein Magazin der Bibliothek, in dem die restlichen Bestände aufbewahrt werden. Diese Titel müssen normalerweise einen Tag vorher bestellt werden und können nicht direkt ausgeliehen werden.

Sollte deine Bibliothek einen speziellen Titel gar nicht anbieten, gibt es zum Glück noch die Möglichkeit der Fernleihe. So kannst du die Bücher anfordern, wobei es mehre Tage oder Wochen dauern kann, bis du sie abholen kannst. Und es können Gebühren anfallen!

Während du über die reguläre Fernleihe das gesamte Buch erhältst, ist es außerdem möglich, Aufsätze direkt als Kopie zu bestellen. Auch hier fallen, je nach Seitenzahl, Kosten an.

Um den Bibliotheksbestand den Wünschen und Bedürfnissen der Studenten entsprechend erweitern zu können, haben Universitätsbibliotheken generell die Option, ein Buch per Anschaffungswunsch anzuschaffen.

Das Internet hat heutzutage natürlich immer mehr zu bieten. Einerseits sind da die Online-Datenbanken, die Aufsätze zum Teil sogar als Open Access zur Verfügung stellen, andererseits gibt es eine ganze Menge Enzyklopädien, Blogeinträge und andere Webseiten, die Information anbieten.

Spezialisiert auf die Veröffentlichung akademischer E-Books und Bücher ist natürlich auch der GRIN Verlag (www.grin.com) im Zuge der Literaturrecherche immer eine gute Anlaufstelle.

Hausarbeiten sind normalerweise Prüfungsleistungen, die nach oder während dem Ablauf eines Seminars geschrieben werden und als schriftliche Prüfungsleistung zählen. Oft gibt es zu Beginn des Seminars eine Literaturliste, die die Pflichtlektüre ergänzt und einen guten Ausgangspunkt für deine Literaturrecherche bietet.

Tipp: In der Regel ist es nicht nötig, das gesamte Werk oder den gesamten Text zu lesen. Für eine erste Orientierung reicht oft schon ein Blick in das Inhaltsverzeichnis, um die relevanten Kapitel zu sichten.

Der Hausarbeit sollte mindestens ein Gespräch mit deinem Dozenten voranstehen. Ein solches Gespräch kann auch dazu dienen, deinen Dozenten nach Literatur-Tipps zu fragen – vor allem, wenn es keine Literaturliste zum Seminar gibt. Zumindest Hinweise zu allgemeinen Texten, wie Einführungen in bestimmte Themen, sollte dein Dozent für dich parat haben.

Allgemeine Literatur und Grundsatzwerke solltest du allerdings auch ohne Schwierigkeiten selbst finden. Sie helfen dir dabei, einen Überblick über das Forschungsgebiet zu bekommen und können außerdem nützlich sein, um Ideen und Inspiration für die Fragestellung deiner Hausarbeit zu finden.

Je nach Thema ist es mehr oder weniger wichtig, aktuelle Literatur zu nutzen, allerdings ist es immer gut, die Sekundärliteratur zeitlich einordnen zu können und so auch sicherzustellen, dass du auf dem neusten Forschungsstand bist.

Dein Thema ist mit deinem Dozent abgeklärt und du bist bereit, dich in die Literaturrecherche zu stürzen. Hier die gängigsten Methoden:

  • Bibliothekskatalog
    Ein Bibliothekskatalog verzeichnet alle Werke, die in der jeweiligen Bibliothek vorhanden sind.
  • Internetrecherche
    Über Suchmaschinen wie Google, Bing und Co. lässt sich so einiges aufspüren, was zur gesuchten Thematik passen könnte. Die vielen spannenden Arbeiten hier auf www.hausarbeiten.de und auf www.grin.com können dir ebenfalls Inspirationen für deine eigene Arbeit liefern oder dich auf interessante Literatur stoßen.
  • Zeitungsarchiv
  • Schneeballsystem
    Beim sogenannten Schneeballsystem sucht man in den Fußnoten oder im Literaturverzeichnis eines Buches zum Arbeitsthema nach weiteren Autoren, die sich dazu geäußert haben.
  • Kostenlose Literaturlisten
    Oft geben Interessenorganisationen themenspezifische, kostenlose Literaturlisten heraus.
  • Schriftenverzeichnisse
    Viele Universitäten geben Schriftenverzeichnisse heraus, die neu angeschaffte Werke beinhalten.
  • Datenbanken Im Internet findest du verschiedene Datenbanken wie Google Scholar, WorldCat oder die Elektronische Zeitschriftenbibliothek EZB, die Aufsätze, Studien etc. enthalten.

Es gibt viele verschiedene Arten von Literaturquellen. Damit du nicht den Überblick verlierst, haben wir dir nachfolgend eine kurze Übersicht zusammengestellt.

Zunächst ist es wichtig, zu wissen, welche Arten von Literatur für deine Hausarbeit von Bedeutung sind:

Unter Primärliteratur versteht man alle Quellen, die Gegenstand deiner wissenschaftlichen Untersuchung sind. Das kann ein Forschungsbericht sein, eine wissenschaftliche Abhandlung oder das literarische Werk eines Autors, das du analysierst.

Bei Sekundärliteratur handelt es sich um Bibliographien über Primärliteratur, z.B. die Interpretation eines literarischen Werks oder die Diskussion einer These.

Einige verschiedene Arten der Sekundärliteratur:

  • Monographien
  • Sammelbände
  • Lexika
  • Aufsätze
  • Online-Quellen wie Blog-Einträge, Webseiten, Tweets…

Mit der Ausnahme von Essays oder ähnlich kurzen essayistischen Arbeiten benötigt deine Hausarbeit immer Quellen, die auch im Fließtext gekennzeichnet werden müssen. Zitate können entweder direkt oder indirekt in den Text eingebaut werden und sollten in beiden Fällen mit Literaturangaben versehen werden. Dies gilt übrigens auch für Tabellen und Abbildungen: Auch wenn du diese selbst gestaltest, darf die Quelle des eigentlichen Inhaltes nicht fehlen. Werden Grafiken nur teilweise übernommen und abgeändert, so solltest du auch dies entsprechend kennzeichnen, z.B. Quelle: eigene Darstellung, nach Maier 1999, 26.

Wörtliche ZitateIndirekte Zitate

Von wörtlichen oder direkten Zitaten spricht man, wenn Textstellen Wort für Wort aus einer anderen Quelle übernommen werden. Hierbei solltest du, wenn möglich, die Primärquelle verwenden, es also vermeiden, Zitate aus Sekundärtexten zu übernehmen.

Wörtliche Zitate werden durch Anführungszeichen hervorgehoben. Sie sind in der Originalsprache aufzuführen, einschließlich eventueller Druckfehler und anderer (veralteter) Schreibweisen. Veränderungen und Eingriffe müssen immer gekennzeichnet werden. Auch Auslassungen werden gekennzeichnet. In der Regel nutzt man dafür eckige Klammern.

Sinngemäßes oder indirektes Zitieren bedeutet die sinngemäße (nichtwörtliche) Übernahme von fremden Aussagen. Diese wird durch indirekte Rede oder einen entsprechenden Zusatz, also z.B.: nach/vgl. Müller 2015 gekennzeichnet.

Wichtig ist, auch bei indirekten Zitaten immer einen Quellenbeleg einzufügen, denn auch wenn du Argumente und Gedankengänge aus der Sekundärliteratur mit eigenen Worten umschreibst oder zusammenfasst, kann dies ohne Quellenangabe als Plagiat gelten.

Es gibt viele unterschiedliche Arten, deine Quellen zu belegen. In den meisten Fällen ist auch dies von deiner Fakultät, bzw. deinen Dozenten festgelegt. Solltest du dennoch selbst die Wahl haben, so ist es wichtig, dass die Zitierweise einheitlich bleibt.

Kurzbeleg im TextFuß- oder EndnotenNumerisches System
Hier nennst du den Namen des Verfassers, das Erscheinungsjahr des Beitrags und optional auch die Seitenzahl direkt hinter dem Zitat im Text. Man spricht entweder vom Autor-Datum-System oder Autor-Seiten-System. Ein ausführliches Literaturverzeichnis steht am Ende der Arbeit. Fußnoten werden nur für weiterführende Themen genutzt.Werden Fuß- oder Endnoten als Quellenbelege verwendet, so gibt es auch dafür zwei Varianten.
Der Kurzbeleg in der Fußnote enthält grundsätzlich die gleichen Informationen wie der Kurzbeleg im Fließtext: Autor, Jahr und – je nach Zitierstil – auch die Seitenzahl.
Von einem Vollbeleg spricht man, wenn sämtliche Literaturangaben, also auch Herausgeber, Verfasser und Ort in der Fußnote aufgelistet werden. Gängig ist hier, dass dies nur einmal geschieht – folgende Verweise auf den gleichen Text verwenden nur noch eine Kurzversion, die entweder so aufgebaut ist, wie der Kurzbeleg, oder ein Kürzel für den Titel des Textes verwendet.
In diesem System werden die Quellen im Literaturverzeichnis durchnummeriert. Quellenbelege im Text sind dann nur noch die jeweiligen Zahlen in eckigen Klammern.

Verschiedene Fachbereiche haben in der Regel verschiedene Zitierstile.

Achtung: Denk daran, deinen Dozenten zu fragen, oder gegebenenfalls auch auf der Website deiner Fakultät nachzusehen, welcher Zitierstil von dir erwartet wird. Einige häufig verwendete Zitierstile:

Wirtschaftswissenschaften 
HarvardAutor-Datum-System
Geisteswissenschaften 
Chicago Manual of StyleFuß- oder Endnotensystem, Autor-Datum-System
MLA (Modern Language Association), vor allem Sprach- und LiteratuwissenschaftenAutor-Seiten-System
TurabianFuß- oder Endnoten-System
Naturwissenschaften 
CSE (Council of Science Editors)Fuß- oder Endnoten-System, Autor-Datum-System
IEEE (Institute for Electrical and Electronic Engineers)Numerisches System

Willst du mehr zu diesem Thema wissen? Hier geht’s zu unserem Ratgeber Wie schreibe ich eine Hausarbeit?

4. Inhalt der Arbeit

Wissenschaftliches Schreiben und Argumentieren

Grundstein einer jeden wissenschaftlichen Arbeit ist die schlüssige und verständliche Begründung der in ihr aufgestellten Thesen und Argumente.

  • Die Fragestellung sollte sich wie ein roter Faden durch den Text ziehen
  • Die Argumentation der Arbeit sollte systematisch und logisch aufgebaut sein
  • Die Arbeit muss immer zum aktuellen Forschungsstand positioniert werden
  • Zentrale Begriffe, die in der Arbeit verwendet werden, müssen zunächst definiert werden, damit eine Basis für die weitere Erarbeitung gegeben ist.

Grundsätzlich für wissenschaftliches Arbeiten ist, dass jede These, die in der Arbeit aufgestellt wird, belegt werden muss, entweder durch Zitate oder Paraphrasen. Die Regeln des Paraphrasierens lauten:

  • Der Sinn des Paraphrasierten darf nicht verändert werden, die Wiedergabe muss in eigenen Worten geschehen
  • Paraphrasen sind in den Fließtext eingebunden und werden anders als Zitate nicht durch Anführungszeichen hervorgehoben
  • Paraphrasen sind sprachlich gekennzeichnet: Sie stehen im Konjunktiv (indirekter Rede).

Fachtermini und Fremdwörter tragen für einen Fachbereich bestimmte Informationen, die jedem Wissenschaftler in diesem Bereich bekannt sind. Da sie in der Regel sehr präzise definiert sind, sollte man sie nicht durch andere Begriffe ersetzen. Vermeide jedoch einen übermäßigen und unnötigen Einsatz.

Wissenschaftliche Arbeiten werden in der Gegenwartsform (Präsens) verfasst. Zum wissenschaftlichen Schreiben gehört auch die Vermeidung von umgangssprachlichen Ausdrücken und Füllwörtern. Auch implizite Wertungen solltest du vermeiden. Diese fließen oft unbewusst (auch durch Füllwörter) in den Text ein, z.B. leider, bedauerlich, glücklicherweise.

Vermeide möglichst die Verwendung der Ich-Form (erste Person Singular). Verwende stattdessen Passivkonstruktionen.

Aber: Es gibt auch Stellen in einem wissenschaftlichen Text, an denen die Ich-Form angemessen sein kann:

  • Bei der Vorstellung der Konzeption oder des Aufbaus der Arbeit oder eines Kapitels
  • Bei wissenschaftlichen Positionierungen oder Einordnungen
  • Bei Begründungen für bestimmte Methoden, Planungen oder Auswahlverfahren

Auch hier gilt, dass die Verwendung der Ich-Form in manchen Studiengängen durchaus üblich ist, in anderen wiederum völlig vermieden wird. Informiere dich im Zweifelsfall bei deinem Dozenten.

Behalte beim wissenschaftlichen Schreiben trotzdem deinen eigenen Stil bei. Hierbei solltest du unbedingt beachten, dass dieser nicht zu leger und locker ist und die Arbeit seriös und sachlich bleibt.

Wissenschaftlicher Stil – Was ist das?

Neben all den Regeln zum wissenschaftlichen Schreiben solltest du auch auf die Lesbarkeit achten. Als Leitlinien können dienen:

  • Wissenschaftliches Schreiben dient der rationalen Erklärung und Diskussion, im Zentrum steht die Untersuchung und die Darstellung von Erkenntnissen: Die Sprache ist das Werkzeug, mit dem Wissen vermittelt wird.
  • Die erste Regel sollte sein: sprachliche Korrektheit und Verständlichkeit.
  • Verwende korrekte Rechtschreibung und Grammatik.
  • Wissenschaftliches Schreiben ist sachbezogen und intersubjektiv, präzise, eindeutig und korrekt und zeichnet sich durch Kürze und Prägnanz aus.
  • Frage dich während des Schreibprozesses ruhig, für wen du schreibst: Es kann hilfreich sein, sich vorzustellen, dass du für einen anderen Studierenden schreibst, dem du deine Erkenntnisse auf präzise und verständliche Weise vermitteln möchtest.
  • Wechsle den Satzbau ab und vermeide Wiederholungen.
  • Bleib objektiv. Begründe deine eigene Position nachvollziehbar.
  • Verwende möglichst keine Vermenschlichungen wie „Das Fazit der Arbeit greift die Fragestellung auf und überprüft die gewonnenen Erkenntnisse.“ Besser: „Im Fazit wird die Fragestellung aufgegriffen…“
  • Vermeide
    – subjektive Aussagen, da diese für den Leser nicht nachvollziehbar sind. Oftmals fließen solche Wertungen explizit oder implizit unbewusst in den Text ein.
    – einen erzählenden oder berichtenden Stil.
    – Metaphern. Der übermäßige Einsatz von Metaphern wirkt schnell unwissenschaftlich und unpräzise.
    – inhaltsleere Sätze, Floskeln und Überleitungen.

Gendern oder nicht gendern?

Es gibt keine allgemeingültige Regelung zur Frage, ob in einer wissenschaftlichen Arbeit immer beide (oder alle) Geschlechter explizit genannt werden müssen. Folgende Punkte können aber zur Orientierung dienen:

  • Wenn mit einer Aussage ausdrücklich beide Geschlechter gemeint sind, dann sollten sie an dieser Stelle auch genannt werden
  • Die durchgängige Verwendung von Doppelformen oder Mehrfachformen kann die Lesbarkeit beeinflussen. Eine Möglichkeit ist, eine Kurzform einzuführen
  • Oft bieten sich geschlechtsneutrale Formulierungen an (Beispiel: Studierende, Teilnehmende)
  • Viele Autoren und Autorinnen geben an, dass sie aus Gründen der Lesbarkeit und Einfachheit das generische Maskulin verwenden, dabei aber ausdrücklich alle Geschlechter einbeziehen.

Bei allen Tipps gilt: Die Vorgaben der Universität/Hochschule und des Dozenten zählen mehr als unsere Ratschläge. Viele Institutionen haben eigene Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten, oft sind auf den Seiten deines Fachbereichs Leitfäden zu finden.

Bei Deckblättern hat jede Universität, manchmal auch jeder Fachbereich, eine eigene Vorstellung davon, wie genau es aufgebaut sein sollte. Normalerweise kannst du entsprechende Richtlinien auf der Seite der Fakultät nachschlagen. Solltest du nichts Entsprechendes auf der Homepage finden, frag am besten bei dem Dozenten nach, um formelle Fehler von vornherein auszuschließen.

Generell sollten die folgenden Angaben auf deinem Deckblatt stehen:

Oben links:

  • Universität
  • Fakultät
  • Name des Lehrstuhls
  • aktuelles Semester
  • Seminar
  • Dozent

Mitte:

  • Titel der Arbeit
  • ggf. Untertitel

Unten rechts:

  • Name des Studenten
  • Anschrift
  • Email-Adresse
  • Studienfach/Studienfächer
  • Semester
  • Matrikelnummer

Bei manchen Universitäten muss auch eine Telefonnummer angegeben werden.

Zu jeder Hausarbeit gehört ein Inhaltsverzeichnis, das den formalen Aufbau deiner Arbeit aufzeigt. Es steht direkt hinter dem Deckblatt und enthält alle Überschriften der Kapitel, Unterkapitel und gegebenenfalls der Anhänge. Die Überschriften im Inhaltsverzeichnis müssen dabei formal und inhaltlich mit denen im Text übereinstimmen, einschließlich der entsprechenden Nummerierung und der Seitenzahlen, auf denen sie im Fließtext zu finden sind.

Formuliere prägnante Überschriften

Ziel des Verzeichnisses ist es, dem Leser einen Überblick über Struktur und Thematik deines Textes zu geben und logische Abfolgen sichtbar zu machen. Formuliere deine Gliederungspunkte daher möglichst aussagekräftig, damit man sich eine Vorstellung vom Inhalt machen kann.

Die Kapitelbezeichnungen sollten außerdem stilistisch einheitlich verfasst sein – zum Beispiel im Nominalstil.

Gliederungsebenen und Nummerierung

Du kannst so viele Kapitel und Unterkapitel nutzen, wie es dir für deinen Text angemessen erscheint. Zu viele Gliederungsebenen sollten es aber nicht sein, da es sonst schnell unübersichtlich werden kann. Dies hängt natürlich von der Länge und inhaltlichen Komplexität deiner Arbeit ab – mehr als vier Gliederungsebenen sollten jedoch möglichst nicht verwendet werden.

Wichtig:
Ist eine Unterteilung eines Kapitels notwendig, so müssen immer mindestens zwei Unterkapitel entstehen. Der Gliederungspunkt 2.1 darf daher niemals ohne den Punkt 2.2 stehen!

Die Art der Nummerierung der einzelnen Kapitel ist dir überlassen. Dir stehen dazu verschiedene Systeme zur Auswahl: zum Beispiel die dezimale Gliederung, bei der arabische Ziffern verwendet werden (1., 2., 3.). Du kannst aber auch die römische Zahlenschreibweise verwenden (I., II., III.), die Buchstaben des Alphabets (A., B., C.) oder eine Mischung dieser Systeme in Form der alphanumerischen Nummerierung. Letztere wird üblicherweise in juristischen Texten verwendet.

Was gehört ins Inhaltsverzeichnis?

Dein Inhaltsverzeichnis enthält alle Überschriften, die deine Arbeit strukturieren. Hierzu gehören auch – wenn vorhanden – das Abbildungsverzeichnis, das Tabellenverzeichnis, das Abkürzungsverzeichnis, das Literaturverzeichnis, der Anhang sowie die Selbständigkeitserklärung.

Nicht in die Gliederung gehören hingegen das Titelblatt und das Inhaltsverzeichnis selbst. Diese werden nicht als einzelne Gliederungspunkte aufgeführt.

Wie erstelle ich ein Inhaltsverzeichnis?

Du solltest immer ein automatisches Inhaltsverzeichnis verwenden. Wie das geht, erfährst du hier.

„Dieser Abschnitt befasst sich mit der Frage, was alles zu der gelungenen Einleitung einer wissenschaftlichen Arbeit gehört.“ Der direkteste Einstieg ist nicht immer der spannendste. Trotzdem kommt keine wissenschaftliche Arbeit um die Einleitung und einen guten Einstieg herum. Wie der Name schon andeutet, führst du zu Beginn einer wissenschaftlichen Arbeit deine Leser an dein Thema heran. Als Faustregel kann man sagen, dass die Einleitung maximal 10% des Gesamttextes einnehmen sollte. Wie immer bei wissenschaftlichen Arbeiten ist es von Vorteil, präzise und auf dem Punkt zu bleiben. Glücklicherweise sind die Punkte, die besprochen werden, und der generelle Aufbau immer ähnlich.

Wichtig ist, dass der Einstieg die Neugierde deiner Leser weckt. Wichtig ist auch, im Kopf zu behalten, wer deine Leser sind und wie es um ihr Vorwissen bestellt ist. Am besten eignet sich immer ein Mittelweg: Du schreibst für interessierte Laien. So kannst du zeigen, dass du gut über dein Thema informiert bist, dem Leser aber bereits ein grundlegendes Vorwissen zutraust.

Der Zeitpunkt

Viele Studenten finden, dass sich eine Einleitung am besten gegen Ende des Schreibprozesses verfassen lässt. Wenn die Arbeit großteilig fertig ist, weißt du ganz genau, wie du argumentiert hast, was in der Arbeit behandelt wird und was nicht. Es fällt also leicht, genau diese Struktur in der Einleitung aufzuzeigen.

Natürlich ist das keine Pauschalregel. Die Einleitung kann nämlich auch ein wunderbarer Einstieg in den Schreibprozess sein – und wenn du dir bereits im Voraus Gedanken über die Gliederung, Struktur und Argumentation deiner Arbeit gemacht hast, sind gegen Ende der Arbeit auch keine größeren Überarbeitungen der Einleitung nötig.

Der Einstieg

Wäre da nicht die oft verzweifelte Suche nach einem passenden, kreativen Aufhänger für die Einleitung. Auf keinen Fall solltest du mit einem langweiligen Satz wie „In dieser Arbeit geht es um…“ beginnen. Es gibt viel packendere Arten, den Leser auf dein Thema neugierig zu machen, von der Einordnung in den größeren Zusammenhang bis zu der großen Bedeutung und Aktualität des Themas für die Gegenwart über ein passendes Zitat oder eine animierende Frage.

Ähnliches gilt übrigens für deinen Schlusssatz. Während der erste Satz der Einleitung das Interesse des Lesers wecken soll, dient der letzte Satz der Einleitung dazu, Lust auf den Rest der Arbeit zu machen. Einen natürlichen Vorteil hast du, wenn du dich für das Themengebiet und die Fragestellung begeisterst und gut informiert bist, dann fällt dir sicher ein passender erster und letzter Satz ein.

Der Aufbau

Wenn du einen passenden Aufhänger gefunden hast, stellt sich selbstverständlich die große Frage: Was gehört jetzt alles in meine Einleitung – und was nicht? Zunächst lässt sich sagen, dass Beweggründe für die Wahl deines Themas oder Danksagungen nicht in die Einleitung gehören. Abgesehen davon ist die Reihenfolge der folgenden Inhalte nicht unbedingt von Belang. Wichtig ist nur, dass du alle Aspekte behandelst.

  • Themeneinführung (der oben behandelte Aufhänger)
  • Thema benennen, Ziel der Arbeit definieren (Fragestellung/These)
  • Einordung in den allgemeinen und fachspezifischen Kontext
  • Vorgehensweise (Verlauf der Argumentation)
  • Methoden (Vorgehensweise)

Andere Aspekte sind optional und können je nach Länge und Relevanz erwähnt werden.

  • Überblick über den Forschungsstand
  • Reichweite der verwendeten Literatur
  • Was behandelst du nicht?

Du solltest klarstellen, was im Umfang der Arbeit nicht geklärt werden kann oder wogegen du dich entschieden hast. Das sollte aber unbedingt immer begründet werden.

Die These

In der Einleitung präsentierst du als wichtigsten Punkt die Fragestellung deiner Arbeit. Mit dieser steht und fällt der wissenschaftliche Gehalt deines Textes. Mit der These zeigst du, dass du kritisch an dein Thema herangehst und dass du reflektiert hast. Etwas soll diskutiert, erreicht oder bewiesen werden. Du musst die These nicht zwangsläufig beantworten, solange du reflektierst, warum es nicht zu einer definitiven Beantwortung reicht. Zu deiner These sollte es mehrere mögliche Meinungen geben, damit du sie kritisch diskutieren kannst.

Die These ist das Herz deiner Arbeit. Sie sollte nicht zu weit gefasst und an den Umfang deiner Arbeit angepasst sein. Eine These, die so genau wie möglich und auf keinen Fall schwammig formuliert ist, hilft dir, eine gute wissenschaftliche Arbeit zu schreiben.

Methoden

Wie oben erwähnt, solltest du in der Einleitung vieler Arbeiten auch erwähnen, welche Vorgehensweise du für deine Arbeit gewählt hast. Deine Methodik, anhand derer du deine Untersuchungen, welcher Art auch immer, durchführst, reicht von Interviews über Experimente, Beobachtungen, quantitative oder qualitative Studien bis hin zu bloßer Literaturrecherche.

Themeneingrenzung

Zuletzt eine kurze Übersicht über mögliche Formulierungen zur Strukturierung deiner Arbeit:

  • zunächst, danach, abschließend
  • im ersten Teil werde ich…
  • aufbauend, schließlich
  • die vorliegende Arbeit gliedert sich in folgende Teile, …

Ein eigenes Kapitel zur „Methodik“ brauchst du vor allem bei empirischen Arbeiten. Um deine Forschung nachvollziehbar zu machen, musst du hier beschreiben, wie genau du vorgegangen bist, was du untersucht hast und nach welchen Kriterien du die zu untersuchenden Aspekte ausgewählt hast. Ebenfalls wichtig zu erwähnen ist, warum du manche Dinge nicht analysiert hast.

Im Hauptteil deiner Hausarbeit gilt es, die eingangs formulierte Fragestellung oder These zu beantworten bzw. zu belegen. Die einzelnen Kapitel sollten sprachlich elegant verknüpft sein, sodass der Leser den Sinn und Zweck des jeweiligen Kapitelinhalts im Gesamtzusammenhang nachvollziehen kann.

Inhaltliche Gliederung des Hauptteils

Um ein blindes Drauflosschreiben zu vermeiden, solltest du dir deine Argumentationskette vor Beginn des Schreibprozesses genau vergegenwärtigen und eine inhaltliche Gliederung erstellen. Erfahrungsgemäß wird während des Schreibens der ein oder andere Gliederungspunkt hinzukommen, wegfallen oder geändert.

Wie erstelle ich eine Gliederung?

Eine erste Grobgliederung deiner Arbeit entsteht nicht nach, sondern während der Literaturrecherche. Du machst dir Notizen, entwirfst mögliche Argumentationsstrategien, und hast ein immer deutlicheres Bild vor Augen, auf welches Ergebnis deine Arbeit hinauslaufen wird.

Du solltest dir ausreichend Zeit nehmen, diese Grobgliederung vor Beginn des Schreibprozesses zu verfeinern. Stelle dir folgende Fragen:

  • Was ist das Ergebnis meiner Recherchearbeiten? Welches Fazit ziehe ich? Werden meine anfänglichen Thesen bestätigt?
  • Welche sind meine großen Argumentationsschritte, die von der Forschungsfrage zu ihrer Beantwortung führen?
  • Wie könnte ich die Oberpunkte meiner Arbeit sinnvoll untergliedern? Wie viele Gliederungsebenen benötige ich? (Nicht mehr als 4!)
  • Welche Forschungsmeinungen und/oder empirischen Daten stützen meine Argumentation, welche nicht? Welche Aspekte der Forschungsliteratur gehören zu welchen Gliederungspunkten?

Wie sehen die Kapitelüberschriften aus?

Es gilt die Faustregel: „Je knapper und prägnanter, desto besser.“ Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis müsste also im Idealfall genügen, um Thema, Argumentationskette und Fazit deiner Arbeit nachzuvollziehen.

Was ist eine gute Argumentation?

Es existiert kein „Patentrezept“, wie ein guter Hauptteil strukturiert sein muss. So sehr sich Themen, Fragestellungen und Methoden der universitären Fachgebiete unterscheiden, so heterogen sind auch die Herangehensweisen und möglichen Argumentationsstrukturen bei einer wissenschaftlichen Arbeit. Dennoch gibt es einige Grundregeln, die du bei der Erstellung des Hauptteils beachten solltest.

1) Innere Logik und Bezug zur Fragestellung

Ganz allgemein zeichnet sich eine gute Argumentation dadurch aus, dass die einzelnen Argumentationsschritte logisch aufeinander aufbauen.

2) Die Fragestellung deiner Arbeit: linear oder dialektisch?

Der Aufbau deiner Argumentation hängt vor allem auch von der Art der Fragestellung der Arbeit ab. Soll ein bestimmter Sachverhalt schwerpunktmäßig beschrieben und erklärt werden (lineare Argumentationsstruktur) oder geht es darum, ihn zu diskutieren und Stellung zu beziehen (dialektische Argumentationsstruktur)?

Die meisten Themenstellungen sind nicht eindeutig der einen oder der anderen Argumentationsstruktur zuzuordnen. In der Praxis wirst du stets überlegen müssen, welches Gewicht du rein beschreibenden und erklärenden Passagen sowie der Abwägung unterschiedlicher Forschungsmeinungen einräumst.

3) Theorie vor Empirie

Enthält deine Arbeit einen empirischen oder praktischen Teil, sollte er an einen theoretischen Teil anknüpfen, in welchem du dem Leser nötige Vorkenntnisse vermittelst und einen Forschungsüberblick gibst. Gehe dabei vor allem auch auf umstrittene bzw. noch nicht ausreichend untersuchte Aspekte deines Themengebiets ein.

4) Aufbau des empirischen Teils: Zielsetzung – Methodik – Ergebnisse

Führe nur die in Bezug auf die Zielsetzung deiner Untersuchung relevanten Ergebnisse auf, sodass der Leser nicht in einer Fülle unwichtiger Informationen versinkt. Eine umfassende Übersicht über deine Untersuchungsergebnisse (Interviews, Statistiken, Korpusanalyse…) gehört, falls überhaupt nötig, in den Anhang der Arbeit.

5) Zusammenfassungen

Gerade bei längeren wissenschaftlichen Arbeiten bietet es sich an, am Ende eines Oberkapitels ein kurzes Resümee zu ziehen, welches die wichtigsten Aspekte zusammenfasst.

Querverweise und Überleitungen

Querverweise:

Punktuelle Vorankündigungen und Rückverweise können vor allem bei längeren Arbeiten den roten Faden einer Arbeit verdeutlichen. Zu viele Querverweise hemmen den Lesefluss!

Verweise besser auf Kapitel, nicht auf konkrete Seitenzahlen. So sparst du dir viel Zeit und vermeidest, am Ende nochmal alle Verweise einzeln überprüfen zu müssen.

Überleitungen:

Auch bei der Formulierung geeigneter Überleitungen zwischen den einzelnen Ober- und Unterkapiteln deiner Arbeit gilt es, ein gesundes Mittelmaß zwischen „zu wenig“ und „zu viel“ zu finden. Die besten Überleitungen sind die, die sich „natürlich“ in den Textfluss integrieren und denen man nicht anmerkt, dass sie eigentlich dazu dienen, von einem inhaltlichen Aspekt zum nächsten zu führen.

Im Schlussteil deiner Arbeit nimmst du nochmals zur einleitenden Hauptthese bzw. Forschungsfrage deiner Arbeit Bezug und gibst einen Ausblick auf offene Fragen sowie das weitere Forschungspotential deines Themengebiets. Achte bei der Formulierung der Überschrift darauf, sie inhaltlich zu füllen und Formulierungen wie „Schluss“, „Resümee“ oder „Zusammenfassung“ zu vermeiden.

Das Literaturverzeichnis enthält die Angaben zu den Quellen, die du zur Erarbeitung deines Textes genutzt und wörtlich (direkt) oder dem Sinn nach (indirekt) im Fließtext zitiert hast. Alle Stellen deiner Arbeit, die aus anderen Büchern, Artikeln, Internetseiten oder sonstigen Quellen stammen, musst du entsprechend kennzeichnen und das Werk im Literaturverzeichnis angeben.

Arbeiten, die du nur zur Vorbereitung gelesen hast, deren Informationen im Text aber nicht verwendet werden, gehören nicht ins Quellenverzeichnis.

Gestaltung des Verzeichnisses

Das Literaturverzeichnis steht nach dem Textteil deiner Arbeit und ist alphabetisch nach dem Nachnamen der Autoren geordnet. Zu den bibliographischen Angaben, die nötig sind, um das zitierte Werk eindeutig zu kennzeichnen, gehören mindestens: Name des Autors/der Autoren, Erscheinungsjahr, Titel des Werks, Erscheinungsort und Verlag. Diese Angaben findest du i.d.R. alle auf einer der ersten Seiten im Buch.

Einige Tipps und Regeln:

  • Bei Aufsätzen in Zeitschriften müssen in jedem Fall der Name der Zeitschrift und der Jahrgang sowie die Seitenzahlen angegeben werden, auf denen er zu finden ist.
  • Quellen ohne erkennbaren Verfasser (z.B. Internetseiten) werden mit „o.V.“ zitiert.
  • Ist anstelle eine Autors eine Institution als Herausgeber erkennbar, so wird diese als Autor angegeben.
  • Ist das Erscheinungsjahr nicht erkennbar, so wird dieses als „o.J.“ bezeichnet.
  • Auch Tweets, Blogeinträge oder Ähnliches gehören ins Literaturverzeichnis, wenn du sie als Quelle verwendet hast.

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, die einzelnen Einträge im Literaturverzeichnis formal zu gestalten. Als wesentliches Hauptprinzip gilt dabei jedoch immer die Eindeutigkeit und Einheitlichkeit der Literaturangaben.

Tipp: Halte dich an die bevorzugten Regeln deiner Fakultät bzw. deines Dozenten!

Das Abbildungsverzeichnis listet die von dir verwendeten Darstellungen auf. Gleiches gilt für die von dir verwendeten Tabellen: diese werden im Tabellenverzeichnis aufgeführt. Beide Verzeichnisse haben das Ziel, dem Leser einen Überblick über alle Abbildungen bzw. Tabellen zu geben und ihm deren Auffinden im Text zu erleichtern.

Die Einträge werden der Reihenfolge nach nummeriert und mit einem aussagekräftigen Titel bezeichnet. Bedenke, dass auch Abbildungen– genau wie Zitate – belegt werden müssen! Eine Quellenangabe, die angibt, woher die Darstellung stammt, ist daher unerlässlich. Solltest du sie selbst erstellt haben, schreibst du dies in die Quellenangabe (Eigene Darstellung). Hast du die Grafik oder Tabelle selbst erstellt, die Informationen allerdings aus einer Fremdquelle, so fügst du diese Information ein (Quelle: Eigene Darstellung, nach Maier 1999, 26). Die entsprechende Quelle muss natürlich im Literaturverzeichnis wiederzufinden sein.

Das Verzeichnis selbst beinhaltet die Nummer der Abbildung/Tabelle, die Bezeichnung und die Seitenzahl, auf der sie zu finden ist. Insbesondere bei einer großen Anzahl an Darstellungen empfiehlt es sich, die Verzeichnisfunktion deines Textverarbeitungsprogramms zu nutzen. Wie du das ganz einfach mit Word machst, erfährst du in den Kapiteln 6.9 und 6.10.

Dieses Verzeichnis stellt eine Übersicht aller von dir verwendeten Abkürzungen dar und wird dem Textteil vorangestellt. Es steht also – genau wie das Abbildungs- und Tabellenverzeichnis – zwischen dem Inhaltsverzeichnis und dem Textteil.

Grundsätzlich solltest du versuchen, mit möglichst wenigen Abkürzungen im Fließtext auszukommen. Das Abkürzungsverzeichnis (Abk.-Verz.) ist zweispaltig aufgebaut: In der linken Spalte listest du alle in deiner Hausarbeit genutzten Abkürzungen alphabetisch sortiert auf. In der rechten Spalte stehen die dazu passenden ausgeschriebenen Begriffe. Wird eine Abkürzung mit einem Kleinbuchstaben beendet, setzt du einen Punkt. Endet sie hingegen mit einem Großbuchstaben, wird kein Punkt gesetzt.

Nicht im Abkürzungsverzeichnis aufführen musst du hingegen gängige Abkürzungen, deren Bedeutung allgemein bekannt sind. Ausdrücke wie „z.B.“, „usw.“, „bspw.“ oder „d.h.“ müssen daher nicht extra erläutert werden. Wenn du dir unsicher bist, ob du eine Abkürzung im Verzeichnis aufführen musst oder nicht, kannst du sie im Duden gegenprüfen: Führt dieser sie auf, kannst du sie ohne weitere Erläuterung verwenden.

Symbolverzeichnis

Eine besondere Form von Abkürzungen sind mathematische, physikalische bzw. technische Formelzeichen und Symbole. Wenn deren Verwendung in deinem Text allgemein-verständliche Zeichen wie m 2 , √ oder ∑ übersteigen, musst du sie in einem gesonderten Symbolverzeichnis aufführen.

Das Symbolverzeichnis ist zweispaltig aufgebaut: in der linken Spalte stehen die Symbole, in der rechten die zugehörigen verbalen Erläuterungen.

Insbesondere bei physikalischen Symbolen ist es sinnvoll, auch die Einheiten, in denen die Größen gemessen werden, anzugeben. Hier sollte das Verzeichnis also dreispaltig aufgebaut sein.

Sinn einer Hausarbeit ist es, dass du eine Themenstellung eigenständig bearbeitest. Abschreiben ist also absolut tabu! Um Studenten dies bewusst zu machen, verlangen nahezu alle Hochschulen eine unterschriebene eidesstattliche Versicherung darüber, dass die Hausarbeit selbstständig erstellt und alle Informationen aus Fremdquellen als solche gekennzeichnet wurden.

Die Erklärung sollte von dir unterschrieben auf der letzten Seite deiner Arbeit stehen, also hinter Literaturverzeichnis und Anhängen.

In der Regel hat jede Hochschule eine vorformulierte eidesstattliche Erklärung. Diese findest du meist im Downloadbereich der Uni oder deines Fachbereichs und sie kann wortwörtlich so übernommen werden.

Willst du mehr zu diesem Thema wissen? Hier geht’s zu unserem Ratgeber Wie schreibe ich eine Hausarbeit?

5. Der letzte Schliff

Um nicht nur mit durchdachter Gliederung, aussagekräftigen Argumenten und perfektem Layout zu glänzen, lohnt es sich, die fertige Arbeit noch einmal Korrektur zu lesen und hierbei insbesondere (wenn nicht sogar ausschließlich) auf korrekte Rechtschreibung und Interpunktion zu achten.

Die deutsche Rechtschreibung ist eine Welt für sich. Es ist wirklich nicht leicht, zu entscheiden, wann welche Begriffe zusammen oder getrennt, groß oder klein geschrieben werden. Es gibt Regeln, aber genauso viele Ausnahmen oder Sonderfälle. In diesem Abschnitt wird ein kleiner Überblick über die wichtigsten Regeln der neuen deutschen Rechtschreibung gegeben.

Getrennt- und Zusammenschreibung

    • Verbindungen aus Nomen und Verb getrennt
      Bsp.: Auto fahren, Rad fahren, Maschine schreiben, Klavier spielen
    • Verbindungen, in denen das Nomen verblasst ist zusammen
      Bsp.: teilnehmen (sie nahm daran teil), stattfinden (die Sitzung findet statt)
    • wenn Nomen und Verb eine untrennbare Einheit bilden zusammen
      Bsp.: nachtwandeln (er nachtwandelte), schlussfolgern (er schlussfolgerte)
    • Verbindungen aus Infinitiv-Verb und zweitem Verb getrennt
      Bsp.: tanzen lernen, lesen üben, spazieren fahren
      Verbindungen mit bleiben oder lassen, die in übertragener Bedeutung gebraucht werden getrennt oder zusammen
      Bsp.: sitzen bleiben/sitzenbleiben, liegen lassen/liegenlassen
    • feste Verbindungen aus Präposition und Nomen getrennt oder zusammen
      Bsp.: infrage/in Frage (kommen), anstelle/an Stelle, aufgrund/auf Grund, mithilfe/mit Hilfe, zugunsten/zu Gunsten, zuwege/zu Wege (bringen)
    • Verbindungen mit irgend- zusammen
      Bsp.: irgendein, irgendwie, irgendetwas, irgendjemand
      Aber: wenn der zweite Bestandteil erweitert ist getrennt
      Bsp.: irgend so etwas

Groß- und Kleinschreibung

    • Nomen mit Präposition werden groß geschrieben
      Bsp.: im Allgemeinen, in Bezug auf, außer Acht
    • Regel bei Doppelpunkten
      – wenn der Teil nach dem Doppelpunkt ein ganzer Satz ist groß
      Bsp.: In dem Sinne: Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr.
      – wenn der Teil nach dem Doppelpunkt kein vollständiger Satz ist klein
      Bsp.: Ich habe überall nach ihm gesucht: im Haus, im Garten, im Keller.

     

  • Regel bei Zahlen
    • Grundzahlen unter einer Million, trotz formaler Merkmale eines Nomens klein
      Bsp.: Mein kleiner Bruder kann schon bis hundert zählen. Die ersten zehn in der Reihe können anfangen.
    • Zahlennomen groß
      Bsp.: eine Million Zuschauer; zwei Paar Schuhe
    • Bruchzahlen auf -(s)tel groß
      Bsp.: drei Viertel des Kuchens; Du bekommst ein Fünftel.
    • bei Uhrzeitangaben klein
      Bsp.: Es geht um drei viertel acht los.
      Aber: Es ist Viertel nach acht.
    • Zahlenadjektive viel/wenige/eine/andere , trotz formaler Merkmale eines Nomens klein
      Bsp.: Nur wenige sind damit einverstanden. Die anderen sind schon fertig.

     

  • Schreibung mit Bindestrich
    • bei Zahlen: wenn diese ausgeschrieben werden, dann mit Bindestrich
      Bsp.: 5-Eck, 16-Ender, 2-jährig, 4-Jährige, 14-tägig, 100-prozentig
      Aber: wenn die Ziffer mit einer Nachsilbe verbunden ist, dann kein Bindestrich
      Bsp.: 68er, 15er, 100%ig
    • in Zusammensetzungen, die eine Aneinanderreihung enthalten
      Bsp.: Mund-zu-Mund-Beatmung, 50-Cent-Stück, Dritte-Welt-Laden
    • bei englischen Wörtern: mit oder ohne Bindestrich
      Bsp.: Assessmentcenter/Assessment-Center, Layout/Lay-out
    • Aber: Im Englischen können mehrteilige Begriffe ohne Bindestrich nebeneinander stehen, nicht aber im Deutschen. Wenn Entlehnungen aus dem Englischen mit deutschen Wörtern zusammengesetzt werden, muss durchgekoppelt werden.
      Bsp.: Social-Media-Unternehmen, Online-Marketing-Schulung, Key-Account-Manager

     

  • Exkurs:

    Der Bindestrich wird zwischen Wörtern benutzt und ist kurz:
    Bsp.: Games-Industrie, Arbeits- und Aufgabenteilung

    Der Gedankenstrich wird bei Einfügungen benutzt und ist lang:
    Bsp.: Er ging – so dachte ich – nach Hause.

Wie wichtig die Kommasetzung für das Textverständnis ist, verdeutlichen Dir folgende Beispielsätze: „Wir essen jetzt Opa.“ und „Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund.“

Solche Sätze lassen jeden Leser kurz innehalten und über die Bedeutung nachdenken. Gut, dass jeder weiß, dass keiner den Opa essen oder die Familie kochen möchte. Doch gibt es auch Fälle, in denen es zu Sinnverfälschungen kommen kann:

„Die Hochzeit ist geplatzt. Er wollte sie nicht.“
„Die Hochzeit ist geplatzt. Er wollte, sie nicht.“

Nun: Wer wollte, wer nicht? Ein gesetztes oder nicht gesetztes/vergessenes Komma kann genau das Gegenteil dessen bedeuten, was ausgedrückt werden sollte. Es lohnt sich in jedem Fall, einen Blick auf die folgende Auflistung zu werfen und sich die Regeln einzuprägen.

Kein Komma bei gleichrangigen Konjunktionen

  • und
  • oder
  • sowie
  • wie
  • beziehungsweise/bzw.
  • entweder – oder

Bsp.: Sie lernt für die Prüfung bzw. versucht es zumindest. Er schreibt die Einleitung und den Schluss immer als letztes.

Komma vor entgegengesetzten Konjunktionen

  • aber
  • sondern
  • allein
  • doch
  • jedoch
  • vielmehr

Bsp.: Die Klausurfragen waren zwar schwer, aber wir waren gut vorbereitet. Ich müsste die Gliederung für die Masterarbeit morgen abgeben, doch ich bin noch nicht soweit.

Komma zwischen anreihenden Konjunktionen

  • einerseits – andererseits
  • teils – teils
  • je – desto
  • zwar – aber
  • halb – halb
  • nicht nur – sondern auch

Bsp.: Einerseits finde ich das Thema meiner Hausarbeit spannend, andererseits gibt es wenig Sekundärliteratur dazu. Je näher der Prüfungstermin rückt, desto mehr lerne ich.

Komma schließt Beifügungen ein, die das Substantiv näher beschreiben.

Bsp.: Herr Huber, mein Doktorvater, steht mir immer mit Rat und Tat zur Seite. Die Bibliothekarin, eine alte Dame, half mir bei der Suche nach passender Sekundärliteratur.

Willst du mehr zu diesem Thema wissen? Hier geht’s zu unserem Ratgeber Wie schreibe ich eine Hausarbeit?

6. Formatierung

Auf den Inhalt kommt es an – das gilt bei wissenschaftlichen Hausarbeiten kein bisschen weniger als bei allen anderen Texten. Trotzdem sollte auch die äußere Form einer Arbeit ordentlich und einheitlich sein. Wenn eine Arbeit schlecht formatiert ist, Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis falsch sind oder auf dem Deckblatt wichtige Angaben fehlen wird der Prüfer das sicherlich nicht positiv bewerten.

  • Standard für die Formatierung des Fließtextes in wissenschaftlichen Arbeiten ist Times New Roman in Schriftgröße 12 Pt . und Blocksatz .
  • Vergiss nicht, Hilfsmittel wie automatische Silbentrennung und Absatzkontrolle einzuschalten
  • Ein Zeilenabstand von 1,5 Zeilen sorgt für eine bessere Lesbarkeit.
  • Seitenränder sollten oben, links, rechts 2,5 cm, unten 2 cm betragen.
  • Als Seitenformat ist DIN A4 der Standard.
  • Überschriften sollten sich deutlich vom Fließtext abheben, etwa durch eine höhere Schriftgröße. Fettung, Kursivierung oder Unterstreichung geben zusätzliche Möglichkeiten der Hervorhebung.
  • Textelemente wie Bildbeschriftungen, Fußnoten, Tabelleninhalte und längere Zitate sollen sich ebenfalls klar erkennbar vom Fließtext unterscheiden.
    Bildbeschriftungen, Fußnotentext und Tabelleninhalte sollten eine kleinere Schriftgröße haben als der Fließtext, bei Tabellen ist es zudem sinnvoll, die erste Reihe und/oder Spalte zu fetten, wenn diese den Tabellenkopf enthalten.
    Zitate im Fließtext müssen – abgesehen von Anführungszeichen bei wörtlichen Zitaten – nicht hervorgehoben werden.
    – Längere Zitate ab drei Zeilen sollten als eigene Absätze abgetrennt und eingerückt werden.
  • Um bei der Formatierung genau zu sehen, was an welcher Stelle passiert, solltest du die Formatierungssymbole anzeigen lassen. Das erreichst du in Word durch die Tastenkombination „Strg Shift +“. Mit Hilfe der Formatierungssymbole lassen sich unterwünschte Tabstopps, Absätze und Zeilenumbrüche entdecken, die bei der Formatierung sonst für Ärger sorgen.

Unter keinen Umständen solltest du versuchen, Seitenzahlen manuell zu setzen oder gar im Fließtext. Du schaffst dir damit nur unglaublich große Formatierungsarbeit, die bei der kleinsten Änderung an deinem Text zunichte gemacht wird. Zum Teil kann das schon passieren, wenn du dieselbe Datei auf einem anderen PC öffnest, der eine ältere oder neuere Word-Version (oder Libre Office) besitzt.

Um Seitenzahlen völlig entspannt automatisch einzufügen gehst du in Word einfach in den Reiter „Einfügen“ und wählst dort das Dropdownmenü „Seitenzahl“ aus. Am besten wählst du hier die Option „Seitenende“ und positionierst die Seitenzahlen mittig.

Prinzipiell findest du fast alles, was du brauchst, um deinen Text in Word zu formatieren, unter dem Reiter Start.

Hier kannst du unter anderem die Schriftart und Schriftgröße wählen sowie bestimmen, ob der markierte Text fett, kursiv, unter- oder durchgestrichen, tief- oder hochgestellt sein soll oder die gesamte Formatierung für einen markierten Abschnitt löschen.

Du findest hier auch die Dropdownmenüs für die verschiedenen Listenarten, Schaltflächen für die Textausrichtung, Zeilenabstand, Einzüge und Rahmen sowie zur Anzeige der Formatierungssymbole.

Einen Absatz erzeugst du in Word automatisch mit jedem Druck auf die Enter-Taste.

Möchtest du dagegen einen Zeilenwechsel ohne Absatzwechsel verwenden, etwa um ein Gedicht zeilenweise in einen Absatz zu schreiben, musst du einen Textumbruch verwenden, indem du gleichzeitig die Tasten Shift und Enter drückst.

Um eine wissenschaftliche Arbeit übersichtlich zu strukturieren und beispielsweise Zitate, Aufzählungen und Listen klar vom Fließtext abzugrenzen, sind Einzüge sehr praktisch. Während Word Listen und Aufzählungen automatisch einrückt, um sie hervorzuheben, musst du bei abgesetzten wörtlichen Zitaten selbst Hand anlegen. Klicke dazu einfach an den Anfang der zweiten Zeile eines Absatzes und drücke auf die Tab-Taste, um den gesamten Absatz einzurücken. Klickst du dagegen an den Beginn der ersten Zeile eines Absatzes, wird nach einem Druck auf die Tab-Taste nur diese eingerückt.

Benutze niemals manuell gesetzte und nummerierte Fußnoten, da diese sich bei der kleinsten Änderung am Text verschieben! Außerdem wird die Nummerierung nicht automatisch aktualisiert, falls du zwischen zwei Fußnoten eine weitere einfügst. Um in Word automatische Fuß- oder Endnoten zu setzen, musst du zunächst den blinkenden Cursor an der gewünschten Stelle im Text positionieren. Anschließend, oder auch schon vorher, gehst du zum Reiter Verweise. Dort findest du die Schaltflächen Fußnote einfügen (1) bzw. Endnote einfügen (2) mit denen du das entsprechende einbaust. Der Cursor springt nach dem Klick auf die Schaltfläche direkt in das Fuß- oder Endnotenfeld, und du kannst deinen Anmerkungstext oder Literaturverweis eintippen.

Du solltest auf keinen Fall ein manuelles Inhaltsverzeichnis erstellen, da du mit diesem immer mehr Arbeit haben wirst als mit einem automatischen und leichter Fehler passieren, ganz besonders bei den Seitenzahlen.

Einzige Voraussetzung für ein automatisches Inhaltsverzeichnis in Word ist es, dass die Überschriften in den Formatvorlagen „Überschrift 1“ bis „Überschrift 9“ formatiert sind.

Hast du deine Überschriften mit den entsprechenden Formatvorlagen ausgezeichnet, kommt der nächste Schritt: Wechsle zum Reiter Verweise und klick dort auf die Schaltfläche Inhaltsverzeichnis. Hier kannst du eines der integrierten Verzeichnisse – am besten die Automatische Tabelle 1 oder 2 – auswählen sowie unten über die Schaltfläche Benutzerdefiniertes Inhaltsverzeichnis selbst das gewünschte Aussehen bestimmen.

Achtung: Die vorgefertigten Inhaltsverzeichnisse von Word reichen nur bis zur 3. Überschriftenebene – wenn du weitere Ebenen im Inhaltsverzeichnis darstellen willst, musst du ein benutzerdefiniertes Verzeichnis verwenden und dort angeben, wie „tief“ dein Verzeichnis sein soll – du kannst damit natürlich auch ein Verzeichnis erstellen, dass nur die erste und zweite Ebene enthält

Wichtig: Hast du deine Arbeit komplett fertig, aktualisierst du als allerletzten Schritt noch einmal das Inhaltsverzeichnis, dann ist es garantiert auf dem aktuellen Stand.

Automatische Listen erstellst du in Word ganz einfach:

  • Schreib als erstes deine Liste Eintrag für Eintrag als einzelne Absätze
  • Wähle dann die gesamte Liste aus und suche dir im Reiter Start das gewünschte Listenformat aus, z.B. eine nicht nummerierte Aufzählung.

Wenn du einfach auf die entsprechende Schaltfläche klickst, wird dein markierter Text in eine Standardliste konvertiert. Mehr Optionen bekommst du, wenn du das zugehörige Dropdownmenü öffnest.

Einen eingerückten Unterpunkt erzeugst du innerhalb einer Liste übrigens ganz einfach durch einen Druck auf die Tab-Taste, so als wolltest du einen Absatz einrücken (siehe oben).

Das beschriebene Vorgehen funktioniert natürlich auch mit Nummerierungen:

Wenn du einfach nur die Schaltfläche Nummerierung drückst, sieht deine Liste zuerst so aus:

  1. Punkt 1
  2. Punkt 2
  3. Punkt 3

Wie bei den Aufzählungszeichen kannst du auch hier aus mehreren praktischen Vorlagen auswählen oder selbst festlegen, wie deine Liste aussehen soll.

Wenn du eine Liste mit mehreren Ebenen benötigst, wird auch hier jeder Eintrag durch einen Druck auf die Tab-Taste nicht nur eingerückt, sondern auch wieder automatisch um eine Listenebene herabgesetzt.

Tabellen kannst du in Word ganz bequem erstellen, wenn du unter dem Reiter Einfügen auf die Schaltfläche Tabelle klickst. Indem du mit der Maus die angezeigten Kästchen markierst (1), bestimmst du, wie viele Spalten (senkrecht) und Zeilen (waagrecht) die Tabelle erhält. Klick anschließend einfach auf Tabelle einfügen (2) um die gezeichnete Tabelle in deine Arbeit einzufügen.

Die Details einer bereits eingefügten Tabelle kannst du über das Fenster Tabelleneigenschaften verändern. Markiere dazu die Tabelle, klicke dann rechts und wähle im Kontextmenü Tabelleneigenschaften.

Abhängig von deinem Studienfach und dem Thema deiner Arbeit wirst du früher oder später Abbildungen oder andere grafische Elemente in deinem Text benötigen, um komplexe Sachverhalte übersichtlich darzustellen.

Bilder einfügen

Um ein Bild einzufügen, klicke im Reiter Einfügen auf die Schaltfläche Bilder und wähle anschließend die Datei, die du einfügen möchtest.

Das gewählte Bild wird anschließend an der Cursorposition mit dem Format Mit Text in Zeile eingefügt und – unter Umständen – automatisch auf Seitenbreite skaliert. Falls dir das zu groß ist, öffne einfach durch einen Rechtsklick auf das Bild das Kontextmenü und wähle „Größe und Position“ um das Bild anzupassen.

Achtung: Um ein Bild nicht zu verzerren, solltest du immer die Optionen Seitenverhältnis sperren und Relativ zur Originalbildgröße ausgewählt lassen.

Für Bilder in wissenschaftlichen Arbeiten gilt bei der Bearbeitung die goldene Regel: Erwünscht ist nur, was dem Verständnis hilft und nicht den Sinn des Bildes entstellt. Du kannst ein wenig mit einem Testbild experimentieren, um herauszufinden, was deine Word-Version alles kann. Auf Spielereien wie Spiegelungen, Leuchteffekte oder gar künstlerische Effekte solltest du in der fertigen Arbeit aber verzichten.

Diagramme einfügen und bearbeiten

Diagramme sind ein hervorragendes Mittel, um Statistiken oder Ergebnisse von Experimenten anschaulich aufzubereiten.

Die Schaltfläche Diagramm, die ein Diagramm einfügt, findest du ebenfalls im Reiter Einfügen. Mit einem Klick gelangst du in das Fenster zur Auswahl der Diagramme. Suche dir den Diagrammtyp aus, der am besten zur Darstellung deiner Ergebnisse geeignet ist. Orientiere dich dabei an den Standards deines Fachgebietes bzw. deines Studienfaches. Die am häufigsten genutzten Diagrammtypen (Säule, Linie, Kreis und Balken) decken die meisten Bereiche gut ab.

Tipps:

Abbildungen, die in Word aus Textfeldern oder ähnlichem zusammengesetzt wurden, geraten sehr leicht durcheinander. Am besten, du erstellst deine Abbildungen in einer separaten Datei (oder einem anderen Programm) und fügst sie als ein einziges Bild ein.

Falls ein Programm dir nicht die Möglichkeit bietet, Bilder zu exportieren, hilft es in der Regel, einen Screenshot zu machen. Das Snipping-Tool, das bei Windows mitgeliefert wird, erfüllt diese Aufgabe, falls du kein anderes Programm installieren willst. Aufnahmen damit lassen sich direkt im Anschluss mit dem Shortcut Strg + V in Word einfügen.

Um Abbildungen, Tabellen oder Diagramme in deiner Arbeit automatisch zu beschriften und zu nummerieren, klicke mit der rechten Maustaste auf das jeweilige Objekt und wähle im Kontextmenü Beschriftung einfügen aus.

Im folgenden Fenster siehst du in einer Vorschau, wie die Beschriftung aussehen wird. Du kannst aus den bestehenden Bezeichnungen wie „Tabelle“, „Tab.“, „Abbildung“ oder „Abb.“ wählen und die Position der Bezeichnung festlegen.

Du solltest in deinem Text für alle Elemente einer Kategorie dieselbe Bezeichnung verwenden, z.B. „Abbildung“ für alle Bilder, und nicht abwechselnd Abb., Abbildung und Bild. Ansonsten kannst du später nur schwer ein automatisches Abbildungsverzeichnis erstellen.

Um in Word für Bilder, Tabellen oder Diagramme jeweils ein automatisches Verzeichnis zu erstellen, gibt es eine Voraussetzung: Die entsprechenden Objekte müssen wie gerade beschrieben automatisch beschriftet sein. Ist diese Voraussetzung erfüllt, ist der Rest ganz einfach: Wechsle in Word zum Reiter Verweise und klicke auf die Schaltfläche Abbildungsverzeichnis einfügen.

Achtung bei langen Verzeichniseinträgen: Hast du eine Beschriftung benutzt, die z.B. auch die Quellenangabe zu einer Abbildung enthält, wird diese komplett mit ins Verzeichnis übernommen. Du kannst das, was zu viel ist, entweder manuell im Verzeichnis löschen oder – besser – unter der Abbildung und außerhalb der eigentlichen Beschriftung in einen eigenen Absatz packen, damit dieser Teil nicht ins Verzeichnis übernommen wird.

Du solltest das Abbildungsverzeichnis genauso wie das Inhaltsverzeichnis noch einmal abschließend aktualisieren, wenn du mit deiner Arbeit ansonsten fertig bist.

Das Dropdownmenü, um in ein Word-Dokument Formeln einzufügen, findest du ebenfalls im Reiter Einfügen, gemeinsam mit der Schaltfläche, um Symbole einzufügen.

Mit einem Klick auf die Schaltfläche Formel öffnet sich bereits ein Schnellauswahlmenü, in dem du einige häufig verwendete Formeltypen findest, die du mit einem einzigen Klick sofort einfügen kannst.

Klickst du stattdessen auf die Option Neue Formel einfügen, erscheint an der Stelle deines Cursors ein Formeleingabefeld im Fließtext und es öffnen sich die Formeltools in der Menüleiste. Damit lassen sich dann fast beliebig komplexe Formeln eingeben und sogar verschachteln.

Auf keinen Fall solltest du versuchen, Kopf- oder Fußzeilen manuell in den Fließtext zu integrieren. Manuelle Kopf- oder Fußzeilen bereiten nicht nur einen unglaublichen Zusatzaufwand, sondern können sich auch bei der kleinsten Veränderung verschieben.

Die Funktion, um automatische Kopf- und Fußzeilen sowie Seitenzahlen einzufügen, findest du in Word auch unter dem Reiter Einfügen.

Klicke jeweils auf das entsprechende Dropdownmenü und wähle dann das Layout, das dir zusagt. Am sinnvollsten ist die Vorlage „Leer (Drei Spalten)“, da du mit dieser den meisten Gestaltungsspielraum hast. Nicht benötigte Felder kannst du einfach löschen.

Mit der Option Erste Seite anders kannst du übrigens für die jeweils erste Seite eines Abschnitts (z.B. dein Deckblatt) eine anders aussehende (leere) Kopf- oder Fußzeile festlegen.

Um ein automatisches Literaturverzeichnis erstellen zu können, musst du die Verwaltung deiner Literatur und Zitate komplett Word überlassen. Damit bekommst du Zitate und ein Literaturverzeichnis, die sich über die Auswahl einer Formatvorlage (1) vollautomatisch an Zitierstandards wie MLA, Chicago Manual of Style, APA oder IEEE anpassen. Um ein Zitat, oder richtiger, den dazugehörigen Quellenverweis, einzufügen, klicke im Reiter Verweise auf die Schaltfläche Zitat einfügen (2).
Im Menü hast du jetzt die Wahl, gleich alle Daten zu deiner Quelle einzugeben, wenn du auf Neue Quelle klickst oder auf Neuen Platzhalter hinzufügen und die Quellenangaben wie Jahr, Verlag und Autor später zu ergänzen. Achte dann aber bitte darauf, deinen Platzhaltern sinnvolle Namen zu geben, z.B. den Titel des Werkes, das du zitierst. Nichts ist schlimmer, als eine Quelle nicht mehr zuordnen zu können!
Einmal angelegte Quellen oder Platzhalter kannst du mit einem Klick erneut zitieren. Es spricht also nichts dagegen, dir zu Beginn deiner Arbeit einmal Zeit zu nehmen und alle Literaturangaben in einem Rutsch einzutippen. Um am Ende das Literaturverzeichnis einzufügen klickst du einfach im Reiter Verweise auf die gleichnamige Schaltfläche, und schon wird an der Stelle des blinkenden Cursors das Verzeichnis eingefügt. Die Überschrift ist vorab als „Überschrift 1“ formatiert, und wird damit automatisch ins Inhaltsverzeichnis aufgenommen.

Unter dem Reiter Überprüfen findest du in Word einige hilfreiche Funktionen, um deinen Text zu überprüfen:

  • Rechtschreibung und Grammatik hilft dabei, Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden.
  • Mit Definieren stellt dir Word eine Suchfunktion für einen markierten Begriff zur Verfügung, wenn du mit einem Microsoft-Konto angemeldet bist.
  • Der Thesaurus schlägt dir Synonyme für ein Wort vor.
  • Wörter zählen hilft dir, wenn du genaue Vorgaben hast, wie lange deine Arbeit sein darf.
  • Wenn du Notizen zu deiner Arbeit machen möchtest oder sie jemand anderem zum Korrekturlesen gibst, ist die Kommentarfunktion hilfreich, um Anmerkungen außerhalb des Textes anzulegen.
  • Praktisch, falls du mit anderen Studierenden gemeinsam an einem Projekt arbeitest, ist die Nachverfolgung, mit der du genau siehst, wo sich ein Text verändert hat. Alle Änderungen erscheinen dann hervorgehoben in deinem Text. Mit den Schaltflächen Annehmen oder Ablehnen bestätigst bzw. verwirfst du eine Änderung.
  • Mit der Funktion Vergleichen kannst du zwei Versionen eines Dokuments abgleichen oder kombinieren – ebenfalls hilfreich, wenn mehrere Personen gleichzeitig an einem Text schreiben.

Bevor du deine Arbeit als PDF exportierst, solltest du sicherstellen, dass alle Kommentare abgearbeitet/gelöscht und alle Änderungen angenommen oder abgelehnt sind. Ansonsten könnte die Lektüre deiner Arbeit für einen Leser unfreiwillig amüsant und für dich unter Umständen sehr peinlich werden.

Egal wie sorgfältig du arbeitest, irgendwo schleichen sich immer doppelte Leerzeichen, überflüssige Leerzeilen oder Tabstopps ein, die nicht benötigt werden. Lass dir die Steuerungszeichen anzeigen (Tastenkürzel: Strg Shift +) und geh dann am besten mit der Suchen & Ersetzen-Funktion von Word (Tastaturkürzel: F5) auf die Jagd nach Fehlern. Absätze, Tabstopps und ähnliche Formatierungszeichen kannst du über die Schaltfläche Sonderformat für die Suche auswählen.

Willst du mehr zu diesem Thema wissen? Hier geht’s zu unserem Ratgeber Wie schreibe ich eine Hausarbeit?

7. Weiterführende Literatur

Breitenberger, B., et al. (2016). Wie schreibe ich eine Hausarbeit? Schritt für Schritt von der Ideenfindung bis zur fertigen Seminararbeit. München: GRIN Verlag.  
www.grin.com/de/e-book/335280/

Schnitzer, C., Zharikova, E., Schmid-Meil, P. (2015). Hausarbeiten und Abschlussarbeiten besser schreiben mit Word 2010 . München: GRIN Verlag.
www.grin.com/de/e-book/298626/

8. Checkliste für das Verfassen und Formatieren

  • Arbeitsumfeld schaffen
  • Zeitplan erstellen
  • Ideen für Themen identifizieren
  • Hast du eine grobe These oder Fragestellung formuliert?
  • Hast du grob überprüft, ob es generell Literatur zu dem Thema gibt?
  • Hast du mit deinem Dozenten Rücksprache über das Thema gehalten?
  • Bibliothekskatalog
  • Internetrecherche
  • Zeitungsarchiv
  • Schneeballsystem
  • Kostenlose Literaturlisten
  • Schriftenverzeichnisse
  • Datenbanken (Google Scholar, WorldCat, KVK, JSTOR, EBSCO)
  • Ausleihe
  • Fernleihe
  • Aufsatz-Bestellung
  • Online-Quelle
  • Einleitung (These, Methodik, Themeneingrenzung)
  • Hauptteil (Theoriegrundlagen, Praxis/Anwendung, Auswertung)
  • Schluss (Fazit, Folgerungen, Ausblick)
  • Vorgaben der Hochschule einhalten (Vor allem Schriftart und -größe, Seitenrand)
  • Bilder, Tabellen und Grafiken ordentlich beschriften
  • Abbildungen und Diagramme gut lesbar und verständlich gestalten
  • Seiten korrekt nummerieren
  • Überschriften korrekt auszeichnen und durchnummerieren
  • Direkte Zitate korrekt kenntlich machen
  • Haben alle automatischen Fußnoten einen Inhalt?
  • Alle Angaben auf dem Titelblatt überprüfen (Besonders Dozentenname und Titel!)
  • Unnötige Leerzeilen, doppelte Leerzeichen oder überflüssige Tabstopps im Text entfernen
  • Alle Verzeichnisse (Literatur, Abbildungen, Inhalt, Index) aktualisieren und auf Korrektheit prüfen
  • Testdruck

Letzter Schritt: Arbeit als PDF exportieren, ausdrucken und binden lassen

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