Ein CRM-System unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Aspekte. Ein Konzept


Projektarbeit, 2021

40 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Vorstellung des Unternehmens
1.2 Einführung in das Produktportfolio

2 Unternehmensanalyse
2.1 SWOT-Analyse
2.2 Produkt-Markt-Matrix

3 Einführung eines CRM-Systems
3.1 Definition
3.2 Auswahl von CRM-Anbieter
3.3 Kriterien eines CRM-Systems
3.4 Qualitative Analysemethode
3.5 Quantitative Analysemethoden
3.5.1 Statische Investitionsrechenverfahren
3.5.2 Dynamische Investitionsrechenverfahren
3.6 Festlegung einer CRM-Lösung

4 Finanzierungsmöglichkeiten

5 Umsetzung durch Projekt
5.1 Projektdefinition
5.2 Projektablauf der Softwareeinführung

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Anhangsverzeichnis

Vorwort

Die hier beschriebene Projektarbeit soll als mögliches Konzept zur Einführung eines CRM-Systems für die Geschäftsführung in einem mittelständischen Unternehmen dienen.

Bis dato besitzt die Firma EMT Ingenieurgesellschaft Hartmut Euer mbH, die im Bereich unbemannte Luftfahrt tätig ist, noch kein vergleichbares System.

Aufgrund der steigenden nationalen und internationalen Nachfrage nach Drohnensystemen im überwiegend militärischen, aber auch zivilen Bereich, ist die Idee eine CRM-Lösung zu implementieren, um zukünftig die Kunden besser bedienen zu können und intern im Vertrieb eine bessere Ausnutzung der Kundenpotenziale zu erwirken, von großer Relevanz.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Um ein Bild des vorgestellten Unternehmens und deren Produkte vorab zu bekommen wird dies in den nächsten Punkten erläutert. Außerdem werden dort Faktoren aufgezeigt, die auf die Implementierung eines Customer-Relationship-Management Systems abzielen.

1.1 Vorstellung des Unternehmens

Die mittelständische Firma EMT Ingenieurgesellschaft Hartmut Euer mbH wurde vom gleichnamigen Gründer im Jahre 1978 in Gauting gegründet. Aufgrund des stetigen Wachstums und des daraus resultierenden Platzmangel, musste der Firmensitz 1987 nach Penzberg verschoben werden. Das Unternehmen befasst sich mit der Forschung, Entwicklung, Produktion und Vertrieb von unbemannten, luftgestützten Aufklärungsdrohnen zu militärischen und zivilen Zwecken. Die Produktionsstandorte, bedingt durch Firmenkäufe oder Fusionen, sind auf vier Standorte in Deutschland verteilt. Während in Penzberg die Forschung, Entwicklung, Verwaltung, Vertrieb und die Produktion des Fluggerätes LUNA NG hauptsächlich ihr Zuhause hat, ist in die Iffeldorf das Werk des Produktes LUNA inklusive Qualitätssicherung und Prüffeld aller Systemgeräte beheimatet. In Abenberg, bei Nürnberg findet die Fertigung von glasfaserverstärkten und kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffteilen statt, die die Struktur der Fluggeräte darstellen und in Österrönfeld, bei Kiel wird die kleinste Drohne der Firma EMT, der ALADIN, produziert. Durch die steigende Nachfrage nach Aufklärungssystemen hat das Unternehmen auch die letzten Jahre einen enormen Aufschwung erlebt. Die Mitarbeiterzahl hat sich in den letzten drei Jahren um circa ein Drittel auf insgesamt 261 Angestellte, gesteigert. Auch wirtschaftlich betrachtet arbeitet EMT ertragreich und ein sehr aussichtsreicher Auftragsbestand sichert den zukünftigen Erfolg ab. Organisatorisch gesehen wird das Unternehmen in Herstellungs-, Instandhaltungs-, Entwicklungsbetrieb und Verwaltung gegliedert.

Durch die Zulassung als zertifizierter luftfahrttechnischer Betrieb ist die deutsche Bundeswehr ein Hauptabnehmer der Produkte. EMT ist für das BAAINBw der Partner für die taktischen Aufklärungssysteme im Nah- und Nächstbereich. Das zeigt ein großes Interesse ihrerseits und sichert uns somit eine strategische Kundenbeziehung zu diesem Schlüsselkunden. Aber nicht nur national, sondern auch auf internationaler Ebene ist ein florierender Vertrieb erkennbar. Aktuell bewegen sich die Verkaufsaktivitäten im arabisch, asiatischen Raum der auch durchwegs militärisch geprägt ist. Organisationen aus Saudi-Arabien und Pakistan haben umfassende Kooperationen zu EMT geschlossen, die auch langfristig durch EMT bedient werden müssen. Ein Interesse an weiteren Systemapplikationen beziehungsweise Weiterentwicklungen ist durchaus zu erkennen und werden derzeit versucht auch zu realisieren.

Die hochtechnischen, unbewaffneten Drohnen erlauben es in brisanten Kriegsgebieten Einsätze zu fliegen, vorab zu erkunden, um somit Menschenleben zu wahren. Gerade in angespannten Umgebungen konnten sich die Systeme etablieren und sehr wichtige Informationen über die Gefahrenlage sichern.

Es ist erkennbar, dass sich aktuell der Kundenkreis hauptsächlich auf militärische Endkunden beschränkt. Deshalb ist ein langfristiges Unternehmensziel das Wachstum in der zivilen Luftfahrt voranzutreiben, um beispielsweise bei zukünftigen Naturkatastrophen wie Waldbrände oder Überflutungen präventiv agieren und anschließend analysieren zu können. Weitere Einsatzmöglichkeiten im Bereich Kommunikation, zivile Sicherheit und Frachttransporte können in Erwägung gezogen werden, aber auch nach wie vor im militärischen Bereich bleiben die Aktivitäten nicht unberücksichtigt.

1.2 Einführung in das Produktportfolio

Die Firma EMT ist im Bereich der Mini- bzw. taktischen UAS beheimatet, dass sich im Produktportfolio auch widerspiegelt. Die Systeme besitzen sensible Sensoren um Tag- und Nachtaufnahmen, beziehungsweise Wärmebild in Echtzeit an den UAS-Steuerer weiterzugeben. Momentan sind folgende Fluggeräte auf dem Markt, beziehungsweise in der Entwicklung. Im Bereich der Minidrohnen gibt es das ALADIN-System. Die nächstgrößeren Aufklärungsflieger sind die mittleren, taktischen Luftfahrzeuge LUNA und deren Weiterentwicklung die LUNA NG. Eine weitere Modifikation zu LUNA NG, mit einem anderen Start- und Landeverhalten steht unter der Produktbezeichnung LUNA NG VTOL in den Startlöchern. Alle diese Fluggeräte unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Größe, Flugreichweiten und tragbaren Nutzlasten.

Das Alleinstellungsmerkmal der Systeme ist die ausgefeilte Technik der Echtzeit-Übertragung von Live-Bildern der Fluggerätekameras zu den Bildschirmen der BKS. Somit kann der Steuerer schnell und flexibel auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren und somit die Flugroute per Änderung der GPS-Koordinaten neu ausrichten. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass beispielsweise Truppen Informationen in Echtzeit über Gefahren erhalten und somit dementsprechend agieren können. Das sichert Menschenleben und begünstigt die komplette Einsatzplanung.

Das ist einer der Gründe weshalb das Unternehmen in den letzten Jahren erfolgreich wirtschaften konnte und eine rosige Zukunft vor sich haben wird. Es gibt noch einige ungesättigte Märkte hinsichtlich militärischer und ziviler Luftaufklärung, die möglichst zeitnah durch EMT-Lösungen erfüllt werden sollen.

2 Unternehmensanalyse

In diesem Kapitel wird das Unternehmen hinsichtlich seiner Qualitäten, aber auch Defizite dargestellt und anhand zwei verschiedener, strategischer Controllinginstrumente erläutert. Auch die Problemstellung, die auf eine Einführung eines CRM-System hinweist, wird hierbei erläutert.

2.1 SWOT-Analyse

Der Begriff SWOT beschreibt die Wörter Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken). Die Stärken und Schwächen werden in diesem strategischen Controllinginstrument als unternehmensinterne Faktoren beschrieben. Unter den sogenannten Umweltfaktoren finden sich die Chancen und Risiken die von extern auf eine Unternehmung einwirken. Das Resultat sind Kombinationen einer Stärken-Schwächen Analyse gepaart mit einer Chancen-Risiken-Analyse.1

Jede Dimension kann miteinander verknüpft um zu sehen inwiefern Handlungsbedarf besteht um Gefahren, Schwächen zu reduzieren, beziehungsweise vorhandene Stärken weiter auszubauen. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen als Informationsgrundlage für langfristige Entscheidungen und Ziele.2

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1 : SWOT-Analyse (Quelle: Eigene Darstellung – Vgl. Schawel & Billing, 2018 )

Wie im Kapitel 1.2 beschrieben, bestehen einige Chancen um die Produkte an geeignete Abnehmer zu verkaufen. Dies soll anhand der Stärken des Unternehmens EMT hier beschrieben werden. Auch auf die Schwächen und die daraus resultierenden Risiken wird hier ein Augenmerk gelegt.

Stärken

Die Firma EMT kann auf eine breite Wissensbasis durch sehr erfahrene Mitarbeiter zurückgreifen. Das beschafft einen großen Vorteil gegenüber anderen Firmen die sich im Bereich unbemannte Luftfahrt bewegen. Etablierte Unternehmen wie EMT, gibt es nicht viele weltweit. Auch der Trend zeigt, dass viele Start-Ups sich in dieser Branche versuchen. Gerade Hobby-Drohnen wie Quadrocopter für den zivilen Gebrauch oder ähnliches haben einen wahren Boom erlebt. Aber wie gerade geschrieben, haben diese Firmen nicht das über Jahre hart erarbeitete Know-How von EMT hinsichtlich der hochkomplizierten Technik. Um dort gleich anzuschließen, weist genau diese Technik, nämlich die Echtzeit-Übertragung von Live-Bildern an den UAS-Steuerer einen enormen Wettbewerbsvorteil und ist somit auch als eine große Stärke zu sehen. Als weiteren Punkt ist die ausgeprägte Innovationsfähigkeit zu betrachten, die die Produkte stets verbessert und auf aktuellen technischen Stand hält. Ein Beispiel dafür ist eine neu entwickelte Kamera-Sensorik, die in die Fluggeräte LUNA und LUNA NG integriert wird.

Schwächen

Als eine Schwäche ist die teils lange Entwicklungsdauer von Produkten zu sehen. Von der Vorentwicklung, bis hin zur Realisierung der angestrebten Umsetzung vergeht zu viel Zeit, die sich letztendlich auch auf die Vertriebsaktivitäten und somit Umsätze, beziehungsweise potentielle Gewinne erheblich auswirkt. Ein Faktor dafür kann möglicherweise die verschiedenen Standorte der Firma darstellen. Es entstehen Kommunikationshürden, die sich durch räumliche Distanzen ergeben und somit die Arbeitsprozesse erheblich beeinflussen. Ein weiterer Schwachpunkt ist, dass Kundenpotenziale zu wenig verfolgt und umgesetzt werden. Gerade im Bereich After-Sales-Service und Neukundenakquise bestehen Lücken die es gilt zukünftig zu füllen.

Chancen

Bei den genannten Defiziten besteht die Möglichkeit, diese zu verbessern und darin eine Chance zu erkennen. Gerade im Bereich des Vertriebs sind einige Möglichkeiten um zusätzliche Gelder zu erwirtschaften. Dies kann durch eine CRM-Softwarelösung langfristig umgesetzt und generiert werden. Auch die Kundenwünsche werden besser befriedigt und bieten uns eine wichtige Basis für den zukünftigen Erhalt des Unternehmens. Es gibt weltweit, zu jeder Zeit Einsatzmöglichkeiten von Drohnen, unabhängig ob von ziviler oder militärischer Bedeutung. Dies deutet daraufhin, dass die noch ungesättigten Märkte gute Voraussetzungen bieten.

Risiken

Das Thema Risiken birgt mehrere Aspekte, die einerseits rechtliche Probleme mit sich bringen, aber auch die Konkurrenz, speziell aus dem asiatischen Raum, schläft nicht. Die weltweite Gesetzeslage im Bereich unbemannte Luftfahrt ist noch nicht ausreichend geregelt, dass sich ohne weiteres zivile Drohnen im Luftraum bewegen dürfen. Die Hauptgründe dafür sind mit unter anderem die Haftungsfrage bei Abstürzen und der Aufstieg in den Luftraum, in dem sich natürlich auch bemannte Fluggeräte befinden. Solange diese Fragen nicht geklärt sind, bestehen teils Probleme weiter in den zivilen Markt der UAS einzudringen. Dies betrifft alle Wettbewerber auf diesen Märkten. Aber die Konkurrenz, wie oberhalb beschrieben, gewinnt schnell an Marktanteile. Gerade asiatische Produzenten haben das Potenzial erkannt und entwickeln rasant ihre Produkte. Diese können teils qualitativ nicht mit denen der Firma EMT konkurrieren, aber sie benötigen nur ein Bruchteil der Zeit bis zur Serienreife. Dies kann zukünftig noch größere Hürden für das deutsche mittelständische Unternehmen hervorrufen.

Fazit

Bei Betrachtung der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Unternehmung EMT kann folgendes Fazit getroffen werden. Die internen Prozesse müssen auf den Prüfstand gestellt, verschlankt und optimiert werden, was durch das ausgeprägte Know-How machbar ist. Das verspricht eine schnellere Entwicklung der Prototypen und kann somit eine schnellere Marktreife erlangen, was auch eine Verbesserung des Vertriebs in sich bergen kann. Um auch die Neukundenakquise und Bestandskundenbetreuung zu optimieren, ist die Idee eine Customer-Relationship-Management-Lösung zu implementieren. So kann EMT im Vergleich zu anderen globalen Wettbewerbern ihr Portfolio verstärkt an potentielle Abnehmer verkaufen und somit neue Gewinne generieren.

2.2 Produkt-Markt-Matrix

Wie gerade in der SWOT-Analyse beschrieben, geht die Tendenz dazu, ein geeignetes Kundenmanagementsystem einzuführen. Dies soll mit Hilfe der Ansoff-Matrix verstärkt werden.

Generell kann behauptet werden, dass ein solides Produktportfolio besteht (siehe 1.2 Einführung in das Produktportfolio). Die Produkte besitzen schon eine gewisse Marktreife, beziehungsweise können sich als die neuen Stars beweisen. Unter dem Punkt 2.2 wird das Controlling-Instrument Produkt-Markt-Matrix näher erläutert und auf die sinnvollste Handlungsweise der Firma EMT hingewiesen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 2 : Produkt-Markt-Matrix (Quelle: Eigene Darstellung – Vgl. Schawel & Billing, 2018 S. 32)

Um sich strategisch innerhalb eines Unternehmens weiterzuentwickeln, kann mithilfe des Controllinginstruments nach Harry Igor Ansoff eine wegweisende Richtung geschaffen werden. Diese kann sich in vier, folgende Dimensionen gliedern. Die erste Möglichkeit ist die Ausprägung einer Marktdurchdringung. Man beschreitet den künftigen Weg mit den gleichen Produkten auf denselben Märkten, um noch offenes Potenzial weitergehend auszuschöpfen. Das birgt ein sehr geringes geschäftliches Risiko, da nur sehr geringe Kosten dafür anfallen, aber auch am wenigsten Chancen bieten. Als zweite Variante ist die Produktentwicklung zu nennen. Auf bereits erschlossenen Märkten, versucht man mit beispielsweise Produktneuheiten, oder durch Erweiterung der Serviceleistungen, neue Umsätze zu erwirtschaften. Die Marktentwicklung ist dagegen als konträr hinsichtlich der Ausprägungen zu sehen. Mit der bestehenden Produktpalette versucht man durch Marketingaktivitäten neue Marktsegmente, Zielgruppen, oder ungesättigte, geografische Regionen zu erschließen. Diese beiden Dimensionen sind risikoreicher einzustufen, da Kapital für Produktentwicklungsbedarfe oder für Neukundenakquise aufgewendet werden muss. Die wohl gewagteste, aber auch mit den höchsten Wachstumschancen verbundene Alternative, ist die Diversifikation. Dort wird auf neuen Märkten, mit neuen Produkten versucht komplett neue Geschäftsfelder zu erschließen.3

Wenn man diese Definitionen auf die Unternehmenssicht von EMT adaptiert, könnte folgende Schlussfolgerung, wie unterhalb beschrieben, in folgender aufsteigender Relevanz lauten.

Die Variante der Produktentwicklung ist mit niedriger Priorität einzustufen. Wie schon in der SWOT-Analyse beschrieben (siehe 2.1 SWOT-Analyse), ist eine Schwäche die relativ lange Produktrealisierungsdauer. Somit wäre es wirtschaftlich gesehen, die uninteressanteste Art der Produkt-Markt-Matrix, außer es werden Prozesse effizient überwacht und eine schnellere Serienreife kann garantiert werden. Somit ist auch der Punkt Diversifikation vorerst irrelevant. Die Kombination aus neuen Märkten und Produkten ist sehr risikobehaftet und verfolgt nicht die Unternehmensziele. Aktuell soll mit dem neuen Flaggschiff LUNA NG die Märkte erobert werden und mit der Weiterentwicklung LUNA NG VTOL steht schon eine Erweiterung des Systems in den Startlöchern. Eine weitere Marktdurchdringung könnte Sinn ergeben, da der deutsche Markt aus militärischer Sicht ein zuversichtlicher Kunde ist. Man könnte darauf spekulieren, durch eine Erweiterung / Verbesserung des Produktes zu profitieren. Auch auf den schon erschlossenen internationalen Märkten, Ländern ist diese Option mit einer gewissen Priorität einzustufen. Als logisches Fazit ist die Variante der Marktentwicklung am sinnvollsten zu erahnen. Aktuell hat man ein Kundenportfolio, das mit einer Handvoll Abnehmer sehr niedrig gehalten ist und sich auf drei nationale Marktregionen beschränkt. Die serienreifen Produkte LUNA und LUNA NG können mittels erhöhten Vertriebsaktivitäten an neue Abnehmer zielgerichtet verkauft werden. Die Möglichkeit der zivilen Nutzung der Luftfahrtgeräte, wird als neues Steckenpferd in Erwägung gezogen, aber auch nach wie vor ist der Absatz an militärische Endabnehmer interessant. Um dort effektiv Akquise zu betreiben, soll eine softwarebasierte Lösung beschafft werden, um mit höherer Effizienz zu arbeiten und die Fähigkeit Kundenpotenziale frühzeitiger zu erkennen, soll dadurch gestärkt werden.

3 Einführung eines CRM-Systems

Nach der bis jetzt genannten Darstellung des Unternehmens EMT (SWOT-Analyse) beziehungsweise derer Produkte (Produkt-Markt-Matrix) kann eine gewisse Relevanz in der Beschaffung eines Customer Relationship Management System festgestellt werden.

In den folgenden Punkten wird auf die Eigenschaften, Nutzen dieser Software-Lösung und auf die Umsetzung anhand qualitativer und quantitativer Analysen eingegangen.

3.1 Definition

„CRM ist eine kundenorientierte Unternehmensstrategie, die mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien versucht, auf lange Sicht profitable Kundenbeziehungen durch ganzheitliche und individuelle Marketing-, Vertriebs- und Servicekonzepte aufzubauen und zu festigen.“4

Das Ziel ist somit bestehende Abnehmer langfristig zu binden, die Kundenzufriedenheit stets zu steigern, um somit den Unternehmenserfolg zu erhöhen. Als Basis dafür dient einerseits ein integriertes Informationssystem, das sämtliche Informationen und Kommunikationswege der Kunden darstellt. Andererseits birgt ein CRM aber mehr als nur eine Datenbank. Es steckt dahinter auch eine kundenorientierte Unternehmensstrategie. Das bedeutet, dass Prozesse und die internen Anforderungen an den Käufer ausgerichtet werden müssen, um ein effektives CRM zu betreiben.5

Wie gerade beschrieben, steckt dahinter nicht nur eine software-basierte Lösung um Kundendaten zu verwalten, sondern es weist auch weitere Eigenschaften auf, die im Vertrieb hilfreich sind. Eine weitergehende Erklärung kann in drei verschiedene Aufteilungen gegliedert werden. Es gibt das operative CRM, dass für erfolgreiche Kundenbindungen, aber auch Akquise bei bestehenden Interessenten steht. Hier geht es um die eigentlichen Verkaufsaktivitäten im Tagesgeschäft, die verstärkt und ausgebaut werden sollen. Als nächstes gibt es das kollaborative CRM, das sich um den effizienten Einsatz sämtlicher Kommunikationskanäle, wie E-Mail, Telefon, Netzwerke, usw. kümmert. Somit bleibt noch das analytische CRM übrig. Hier geht es um die korrekte Implementierung, Verwaltung und Evaluierung von Kundendaten, hinsichtlich beispielsweise Verkaufszahlen, Beschwerden und Reaktionsverhalten der Käufer. In einer derartigen Datenbank, lassen sich künftige Prognosen, beziehungsweise Verhaltensmuster der Kunden feststellen. Das setzt eine korrekte Anwendung und Pflege eines CRM-Systems voraus.6

3.2 Auswahl von CRM-Anbieter

Nachdem der Begriff und die Komponenten des Customer-Relationship-Management weitgehend erklärt wurde, wird nun auf die Selektion einer passenden Software eingegangen.

Um einen Kreis erlesener CRM-Anbieter zu definieren, wurde ein Blick auf die Mitbewerber im Bereich der Drohnenindustrie und der Größen in der bemannten Luftfahrt geworfen. Nach Recherche mittels des Internets über den Markt, konnte man folgende CRM-Lösungen ausfindig machen, die für die Firma EMT am sinnvollsten erscheinen. Folgende Firmen stehen zur Auswahl:

pipedrive, zoho und freshsales

Die genannten Anbieter sind bezüglich der Softwareeigenschaften und Kosten sehr gut vergleichbar. Als Informationsquelle dienen der jeweilige Internetauftritt und verschiedene Kundenrezessionen.7

Auch über einschlägige Internetportale können überdurchschnittlich gute Bewertungen nachgewiesen werden.8

Bei den folgenden Analysemethoden zur Darstellung des qualitativ und quantitativ attraktivsten Modells, ist noch folgender Punkt zu beachten. Die CRM-Softwares sind alles Lösungen die auf Cloud Computing basieren. Das bedeutet, dass innerhalb dieser Bezahlmodelle, die monatlich, beziehungsweise jährlich abgerechnet werden IT-Ressourcen zur Verwaltung bereitgestellt werden. Anstelle von internen IT-Ressourcen, beispielsweise Server oder Anwendungen, sind diese bedarfsorientiert und flexibel in Form eines dienstleistungsbasierten Geschäftsmodells über das Internet verfügbar9.

Somit hat man die Möglichkeit unabhängig von den Faktoren Zeit, Ort und Medium auf diese Software zuzugreifen.

[...]


1 Vgl. (Schawel & Billing, 2018, S. 332)

2 Vgl. (Simon & von der Gathen, 2010, S. 230)

3 Vgl. (Simon & von der Gathen, 2010, S. 28-29)

4 (Hippner & Wilde, Grundlagen des CRM - Konzepte und Gestaltung, 2004)

5 Vgl. (Hippner, Hubrich, & Wilde, Grundlagen des CRM, 2011, S. 18)

6 Vgl. (Helmke, Uebel, & Dangelmaier, 2013)

7 Vgl. (Webseite Pipedrive, zoho, freshsales, 2018),

8 Vgl. (Reichlin, o.J.), (Siegl, o.J.), (Reichlin, o.J.), (Sulkowski, 2018),

9 Vgl. (Fehling & Leymann, o. J.) S. 49

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten

Details

Titel
Ein CRM-System unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Aspekte. Ein Konzept
Hochschule
IHK für München und Oberbayern  (IHK Akademie)
Veranstaltung
Betriebswirte
Note
1,0
Autor
Jahr
2021
Seiten
40
Katalognummer
V1011021
ISBN (eBook)
9783346406873
ISBN (Buch)
9783346406880
Sprache
Deutsch
Schlagworte
crm-system, berücksichtigung, aspekte, konzept
Arbeit zitieren
Prof. Dr. Friedemann Beyer (Autor:in), 2021, Ein CRM-System unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Aspekte. Ein Konzept, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1011021

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