Educational Games Kids

Qualitätssicherung bei Lernsoftwareprodukten des "Nachmittagsmarktes" anhand akademischer Begutachtungskonzepte


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008
28 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Educational Games Kids

4 Awards
4.1 Serious Game Award Hessen
4.2 Deutscher Entwicklerpreis
4.3 LARA – Der Deutsche Games Award
4.4 TUD Gütesiegel
4.4.1 Allgemeines
4.4.2 Begutachtung von Lernsoftware
4.4.3 Testen mit dem Kriterienkatalog
4.5 Tommi Kindersoftwarepreis

5 Educational Games for Kids: Spieletests und Kurzrezension
5.1 Mein Pferdehof 2– Limbic Entertainment
5.2 Gehirn Joggen mit Dr. Kawashima (als Handygame)
5.3 Mathebits - Cornelsen
5.4 Wii Sports - Nintendo

6 Pädagogische Möglichkeiten über den Einsatz von Educational Games for Kids
6.1 Vermitteln vs. Vertiefen von Wissen
6.2 Sozialform in Lernszenarien
6.3 Lernumgebungen
6.4 Sich durch digitale Medien neu ergebende Lernziele

7 Literatur
7.1 Bücher:
7.2 Zeitschriften und Aufsätze
7.3 Internet
7.4 Game Awards:
7.5 Software

8 Abbildungsverzeichnis

9 Abbildungsnachweis:

2 Einleitung

Diese Hausarbeit ist im Rahmen des Seminars Digital Storytelling der TU Darmstadt entstanden.

Die folgende Arbeit ist in drei Hauptteile gegliedert.

Zunächst soll dem Leser ein Überblick über verschiedene Game Awards gegeben werden die unter dem Gesichtspunkt von Serious Games sowie Educational Games relevant ist. Hier liegt der Schwerpunkt darauf die Verschiedenen Kategorien herauszustellen sowie Transparenz der Kriterien offen zu legen. Dabei orientiert sich der Autor vorwiegend an den durch die jeweiligen Veranstalter und Juroren offen gelegten Kriterien und Informationen. Ein investigatives herausfinden der Kriterien anhand der bisher vergebenen Preise steht ausdrücklich nicht im Vordergrund.

Im Zweiten Teil dieser Ausarbeitung erzählt der Leser einen Überblick über verschiedene Softwareprodukte die aktuell der Kategorie Educational Games für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche bis 12 Jahren zugeordnet sind. Dabei liegt die Auswahl auf verschiedenen Plattformen, Themengebieten und wird unabhängig voneinander anhand verschiedener Kriterien, die sich an denen der Game Awards orientieren vorgenommen. Ziel ist es nicht eine Bestenliste zu erstellen, sondern die Für und Wieder der Verschiedenen Plattformen, methodischen und didaktischen Ansätze zu beleuchten. An dieser Stelle wird auch herausgestellt ob und warum entsprechende Spiele der Kategorie Educational Games Kids angehören bzw. nicht angehören.

Im dritten Teil soll im Allgemeinen der Nutzen von Educational Games besprochen werden. Hierbei liegt der Schwerpunkt nicht auf einzelnen Spielen. Vielmehr soll allgemein die Möglichkeit des Einsatzes unter Berücksichtigung verschiedener Lehr- und Lernszenarien dargestellt werden. Dabei werden auch die nach Meinung des Autors möglichen Lernziele differenziert und kurz erläutert.

Auf ein Fazit wurde absichtlich verzichtet. Sämtliche Kapitel sind so gestaltet, dass sie die wichtigsten Inhalte und Schlussfolgerungen beinhalten. Zudem wurde dadurch verhindert, dass Schlussfolgerungen aus ihrem Kontext genommen und somit inhaltlich reduziert wurden.

Darmstadt, 2008

3 Educational Games Kids

Educational Games bezeichnen vorrangig PC und Konsolenspiele die auf unterhaltende weise dem Spieler oder den Spielern Wissen vermitteln. Dabei ist es zunächst einmal unabhängig davon um welche Inhalte es sich dabei handelt. Begriffe die von ihrer inhaltlichen Dimension den Educational Games gleichzusetzen sind. Zum einen werden hier ebenso Edutainment Anwendungen genannt, die Vermischung aus Education und Entertainment. Dieser Begriff wird jedoch eher im Kontext von Konsummedien, die keine interaktiven Handlungen zulassen, wie es bei Fernsehsendungen der Fall ist verwendet. Ebenso werden die Begriffe Serious Game und Lern-Adventure für PC- und Konsolenbasierte Spiele verwendet die von Spielzweck und Vermittlungsgegenstand nicht zu unterscheiden sind. Die inhaltliche Unterscheidung dieser Begrifflichkeiten ist nicht immer klar vorzunehmen. Auch dadurch war es nicht möglich eine einheitliche Definition aller genannten Begrifflichkeiten zu finden.

Für unsere Zwecke verwenden wir „Educational Games“ als durch digitale Medien gestützte Spielumgebung, in der Wissensinhalte, Handlungsstrategien (Planen, Orientieren, Entscheidungskompetenz) und Kulturtechniken (lesen, schreiben und rechnen) im Kontext einer Spielhandlung vermittelt oder vertieft werden sollen.

Im Idealfall werden möglichst viele dieser Ziele in einer Benutzerfreundlichen Umgebung so bereitgestellt, dass ein großes Spektrum an Nutzern dieses anwenden kann.

Häufig wird der Begriff „Educational“ sehr großzügig verwendet. Daher möchte der Autor an dieser Stelle für diese Ausarbeitung klarstellen, das für ihn Arcadespiele, Egoshooter Fantasy Rollenspiele nicht in die genannte Kategorie entfallen. Dennoch ist klar herauszustellen das diese Spiele durchaus Elemente beinhalten können die einen bildenden Charakter beinhalten können oder dadurch verschiedene Fähigkeiten vermittelt werden können. Egoshooter können dazu verwendet werden die Reaktionsfähigkeit zu steigern, die Hand- Augenkoordination zu verbessern, kennen lernen von Waffen und deren Eigenschaften die Fähigkeit zur Orientierung in Räumen sowie Freund-Feind Erkennung verbessern. Jedoch muss am Ende der Einordnung in die Kategorien jeweils auch die Frage stehen ob die in der Gesamtheit des Szenarios vermittelten Fähigkeiten denen der Gesellschaftlich erwünschten stehen. Ebenso ist zu überprüfen ob das Szenario/Spielstory diese Eigenschaften erfüllt. Dies gilt auch und insbesondere im Kontext der Zielgruppe. Eine Simulation eines realistischen Panzergefechts ist im Kontext der soldatischen Ausbildung der Bundeswehr anders zu beurteilen als im Heimbedarf eines achtjährigen.

Für den Zusatz „Kids“ definieren wir zudem dass die Spiele für Kinder und Jugendliche in der Altersgruppe bis 12 Jahren konzipiert sein müssen. Im Idealfall sollte anhand einer Userstudy ermittelt werden ob das Spiel die pädagogischen Anforderungen hierzu erfüllt. Wir müssen uns in diesem Rahmen damit begnügen uns auf die Angaben des Herstellers zu verlassen.

4 Awards

Mit der stärkeren Verbreitung von Serious Games, Lernspielen und Educational Software gibt es auch den Wunsch nach einer größeren Transparenz auf die Frage hin: Was ist eine gute Lernsoftware?

Die Frage an sich ist nicht leicht zu beantworten, zu sehr hängt die Antwort von den Maßstäben, Zielgruppen, pädagogischen Wertevorstellungen ab. Es gibt eine Reihe von Awards die von unterschiedlichen Institutionen – Universitäten, Ministerien oder der Wirtschaft (einschließlich Verlage) vergeben werden. Fast alle diese Awards haben es sich zum Ziel gesetzt gute Software zu prämieren. Im Idealfall soll das Spiel dadurch mehr Publicity gewinnen und sich besser verkaufen. Gute Lernsoftware soll sich lohnen, für den Entwickler, wie auch für den Nutzer. Die Realität sieht jedoch eher so aus das die Preisvergaben meistens eher klein und unbekannt sind. Kein Vergleich zu den Oscars, Bambi- Filmpreisen oder vergleichbarem. In wiefern sich die Awards auf die Verkaufszahlen von Educational Games auswirken konnte nicht ermittelt werden.

Die grundsätzliche Idee gute Software zu prämieren ist nicht nur lobenswert, sondern auch dringend notwendig, insbesondere wenn Software immer häufiger dazu eingesetzt werden soll um Schüler auch sich auf diesem Wege selbstständig wissen aneignen oder zumindest vertiefen zu lassen.

Leider bieten die wenigstens Preise und Awards hier die Transparenz die sie von Spielen selbst einfordern. Die Kriterien zu entsprechend nachfolgenden Awards können häufig nicht genannt werden, da sie nicht offen einsehbar sind oder die Wertungen durch eine Jury getroffen werden, die ihre Kriterien nicht offen legt.

Dies macht es schwer bis unmöglich die Wertungen der Jury nachzuvollziehen und den Fokus der Begutachter nachzuvollziehen.

Im Folgenden werden die Awards nur kurz dargestellt, als Quelle dient jeweils nur der Veranstalter der Awards selbst. Für umfangreichere Informationen empfehle ich den entsprechend genannten Links zu folgen.

4.1 Serious Game Award Hessen

Der Serious Game Award Hessen soll herausragende Spiele und Spielkonzepte prämieren und somit dem Spiel etwas mehr Aufmerksamkeit sichern oder die Realisierung einer guten Spielkonzeption ermöglichen. Der Preis wird jährlich in drei Kategorien vergeben:

1. Innovationspreis: Bestes Serious Game Konzept
2. Gütepreis: Bestes umgesetztes Serious Game
3. Sonderpreis: Bestes Serious Game für die Zielgruppe unter 12 Jahren.

Die Begutachtung der Software wird durch eine Expertenjury vorgenommen. Die Kriterien für die Begutachtung sind nicht offen einsehbar. Daher kann die Art der Begutachtung nicht bewertet werden.

Weitere Informationen finden sich unter: http://www.serious-games-award.de/

4.2 Deutscher Entwicklerpreis

Der Deutsche Entwicklerpreis wird seit 2004 vergeben. Aus der Summe der Nominierten Spiele bestimmt die Jury den Gewinner der jeweiligen Kategorie. Die Jury selbst „besteht aus anerkannten Branchenexperten und Journalisten.“[1]. Preise werden in den folgenden Kategorien vergeben:

- Bestes Deutsches Spiel
- Bestes Deutsches Mobile Game
- Bestes Deutsches Jugendspiel
- Bestes Deutsches Kinderspiel
- Bestes Deutsches Handheld Game
- Bester Soundtrack In-Game Sound
- Bestes Game – Leveldesign
- Beste Story Spielewelt
- Beste Spiele-Grafiken
- Beste Cutscenes Intros
- Bestes Interface

Zudem besteht die Möglichkeit für reguläre Nutzer an der Publikumswahl zum Deutschen Entwicklerpreis Teilzunehmen. Aus einer Liste von ausgewählten Spielen für jede Kategorie konnte man online für seinen Favoriten abstimmen. Die Kategorien der Publikumswahl sind:

- Bestes Deutsches Adventure
- Bestes Deutsches Strategiespiel
- Bestes Deutsches Sportspiel
- Beste Community Betreuung
- Bestes Deutsches Casual-Game
- Bestes Deutsches Midprice-Game
- Bestes Deutsches Browserspiel
- Bestes Deutsches Rollenspiel
- Bestes Deutsches Actionspiel
- Bestes Mobile Actionspiel
- Bestes Mobile RPG/Advendure
- Bestes Mobile Strategiespiel

Hier liegt es jeweils an den Kriterien eines jeden Nutzers wie und für welches der Games er abstimmen mag.

Weitere Informationen finden sich unter: http://www.deutscher-entwicklerpreis.de/

4.3 LARA – Der Deutsche Games Award

LARA ist der wohl bekannteste Gaming Award in Deutschland. Die Jury ermittelt für fünf Kategorien die Preisträger, hinzu kommt noch der Publikumspreis. Bei den Kategorien handelt es sich um:

- LARA KIDS
- LARA FAMILY
- LARA YOUTH
- LARA TEEN
- LARA ACTION
- LARA Publikumspreis

Hinzu kommen die Synergy Awards. Hier werden Produktionen ausgezeichnet die z.B. auf Kinofilmen wie „Spiderman“, „Matrix“ oder „Herr der Ringe“[2] aufbauen. Hierbei gibt es die drei Kategorien:

- LARA KINO
- LARA TV
- LARA MUSIK

[...]


[1] Vgl.: http://www.deutscher-entwicklerpreis.de/ : Jury

[2] Vgl: http://www.lara-award.de/index.php?content=kategorien

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Educational Games Kids
Untertitel
Qualitätssicherung bei Lernsoftwareprodukten des "Nachmittagsmarktes" anhand akademischer Begutachtungskonzepte
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Informatik)
Veranstaltung
Serious Games
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
28
Katalognummer
V120063
ISBN (eBook)
9783640248674
Dateigröße
1354 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Educational, Games, Kids, Serious
Arbeit zitieren
Daniel Brücher (Autor), 2008, Educational Games Kids, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120063

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