Die Inszenierung der Anschläge des 11. Septembers 2001 in den US-Spielfilmen "United 93" (2006) und "World Trade Center" (2006)


Bachelorarbeit, 2009
55 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Gliederung

1 Einleitung
1.1 Aktueller Forschungsstand
1.2 Untersuchungsgegenstand der Arbeit
1.3 Vermittlung von Authentizität

2 Inszenierung der Anschläge des 11. Septembers im Film „Flug 93“
2.1 Einteilung in semantische Räume
2.2 Grundordnung Passagiere
2.3 Neue Ordnung Passagiere
2.3.1 Fürsorge
2.3.2 Zusammenschluss der Passagiere / Rückeroberung
2.4 Paradigma Macht / Kontrolle
2.4.1 Grundordnung
2.4.2 Transformation zur neuen Ordnung
2.4.2.1 Zivile Behörde
2.4.2.2 Militärische Behörde
2.4.2.3 Vergleich zivile und militärische Behörde
2.5 Vergleich Behörden – Passagiere

3 Inszenierung der Anschläge des 11. Septembers im Film „World Trade Center“
3.1 Rezeption der Anschläge
3.1.1 Rezeption global
3.1.2 Rezeption in der amerikanischen Gesellschaft
3.1.2.1 Fernsehnachrichten als verbindendes Moment
3.1.2.2 Wertung durch die Nachrichten
3.1.2.3 Reaktion der Rezipienten
3.2 Paradigma Rettung
3.2.1 Bergung als verbindendes Moment
3.2.2 Opferbereitschaft
3.2.3 Bürokratie
3.3 Paradigma Glaube und Patriotismus
3.3.1 Berufung zum Handeln
3.3.2 Vergleich mit amerikanischer Gesellschaft
3.3.3 Dave Karnes Einsatz an Ground Zero
3.3.4 Vergleich mit amerikanischer Antiterrorpolitik

4 Fazit

5 Anhang
5.1 Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Anschläge des 11. Septembers 2001 waren neben dem Angriff auf Pearl Harbor die einzigen Attacken eines ausländischen Aggressors auf die Vereinigten Staaten innerhalb ihres Hoheitsgebiets seit Beginn des 2. Weltkriegs. Damit reihen sie sich in eine Serie amerikanischer Schockmomente der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein. (Pearl Harbor, JFK, Vietnam, 09/11), wobei die Anschläge in dieser Auflistung eine bisher noch nicht erreichte Qualität hatten. Zum ersten mal wurde die Zivilbevölkerung der Vereinigten Staaten direkt bedroht. Der Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 durch japanische Verbände war nicht gegen die Bevölkerung gerichtet, sondern gegen die vor Anker liegende Pazifikflotte, die Ermordung des Präsidenten John F. Kennedy am 22. November 1963 ein Attentat auf eine einzelne (wenn auch zentrale) Person des Landes und der nicht mehr zu gewinnende Vietnamkrieg ein Ereignis, dass sich nur indirekt (durch Proteste) auf amerikanischen Boden abspielte. Am 11. September 2001 wurde jedoch die größte Stadt und in ihr das größte Gebäude des Landes direkt angegriffen. An diesem Tag starben um die 3000 Menschen1 und mit dem World Trade Center wurde eines der größten Symbole der freien Marktwirtschaft und damit der „Westlichen Welt“ vernichtet. Diese Attacken veränderten die Gesellschaft grundlegend, indem durch die Bedrohung des neuen internationalen Terrors eine Stimmung der Angst entstand. Niemand konnte mehr das Gefühl haben, sich sicher im öffentlichen Raum bewegen zu können, da die Anschläge gezeigt hatten, dass selbst der Mittelpunkt der freien Welt für verheerende Anschläge erreichbar war. Diese Stimmung der kollektiven Bedrohung veränderte nicht nur das Gesellschaftsbild, sondern auch die Politik. Sie lenkte nun verstärkt ihren Fokus auf den Schutz der Bevölkerung vor Bedrohungen von außen. In direktem Zusammenhang mit den Anschlägen folgten Kriege in Afghanistan und im Irak, größere Einschränkungen der Persönlichkeitsrechte2 und die Errichtung des Gefangenenlagers in Guantanamo als Symbol für den seitdem anhaltenden Krieg gegen den Terror und die dafür zurückgestellten Menschenrechte. Der 11. September 2001 ist somit aus weltpolitischer Sicht der wohl prägenste Moment des jungen 21. Jahrhunderts. Aufgrund der Tragweite der Ereignisse wurden die Anschläge medial sehr umfassend untersucht und diskutiert. Dies geschah vorerst hauptsächlich in Form der Dokumentation und nicht in Form der Fiktion, da die Dokumentation ein so hoch sensibilisiertes Thema mit dem objektiveren Abstand betrachten kann. Die Anschläge bewirkten in Hollywood sogar zu Beginn gerade das Gegenteil: In einem Trailer zum Film Spiderman (2002) von Sam Raimi spannte Spiderman ursprünglich ein Netz zwischen den beiden Türmen des World Trade Centers. Dieser Trailer wurde aufgrund der Anschläge zurückgezogen. Lediglich kleinere Independentproduktionen richten ihren Fokus schon kurz nach dem 11. September 2001 auf die Anschläge.3 Die Produktionsschmieden aus Hollywood trauten sich erst fünf Jahre nach den Anschlägen direkt4 an die Thematik heran. Der erste Film war „United 93“ von dem britischen Regisseur Paul Greengrass im Jahr 2006. Der Film zeigt die Vorgänge in dem vierten entführten Flugzeug, das bei Shanksville Pensylvania abgestürzt war und wie die Anschläge in den Flugleitzentralen registriert wurden. Der zweite Film „World Trade Center“ von Oliver Stone, ebenfalls aus dem Jahr 2006, zeigt die Anschläge aus der Perspektive zweier verschütteter Polizisten und deren Rettung. Diese beiden Filme werden in dieser Arbeit näher untersucht.

1.1 Aktueller Forschungsstand

Die Inszenierung der Anschläge des 11. Septembers 2001 in Kinofilmen wurde bis dato eher stiefmütterlich in wissenschaftlichen Arbeiten berücksichtigt. Die Forschung widmete sich weitestgehend anderen Aspekten. Hervorzuheben ist vor allem die Arbeit „Der 11. September 2001 im amerikanischen Kino – Zur filmischen Verarbeitung eines kollektiven Traumas“ von Thomas Schneider.5 Schneider vergleicht dabei die Filme mit den Mustern des Katastrophenfilms, um mit Zuhilfenahme der Ritualtheorie die Filme als Unterstützung bei der Verarbeitung der Anschläge zu deuten.6 Diese Unterstützung erkennt er vor allem an dem Aspekt, dass die Anschläge durch die Darstellung von Heldenmut überlagert werden und der Zuschauer so dem Film positive Aspekte abgewinnen kann.7 Die Ergebnisse sind für den Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit dabei durchaus hilfreich.

1.2 Untersuchungsgegenstand der Arbeit

Untersrchrngs gegenstanb bieser Arbeit ist bie Darstellrng bes Wanbels, ben bie amerikanische Gesellschaft (als Symbol für bie gesamte Gesellschaft ber westlichen Welt) rnter ben birekten Einflüssen ber Attacken bes 11. Septembers vollzieht r nb wie bie Ereignisse bes 11. Septembers in ben Filmen gewertet werben. U ntersrcht wirb bies anhanb ber narrativen Strrktrr ber Filme „Uniteb 93“ (2006) von Parl Greengrass rnb „Worlb Trabe Center“ (2006) von Oliver Stone.

Hans Krah wendet den Begriff der Narration auf drei Ebenen an: Auf der Ebene des Discours, also der Ebene der Präsentation einer Geschichte, der Ebene der Histoire, der erzählten Geschichte und der Ebene der Erzählsituation.8 Die narrative Struktur wird nach Michael Titzmann als gegeben gesehen, wenn ein Text einen „Ausgangszustand“ einer dargestellten Welt beschreibt, seine „Transformation“ und seinen „Endzustand“.9 Der Ausgangszustand bzw. die Grundordnung stellen hier die Vereinigten Staaten vor dem 11. September dar, die Transformation entspricht der Entführung und den daraus resultierenden Anschlägen und der Endzustand bzw. die neue Ordnung sind die Vereinigten Staaten nach dem 11. September. Untersucht werden hierfür im Film „United 93“ die dargestellten Apparate der Flugüberwachung und die Passagiere des entführten Flugzeugs, die aus der Grundordnung stammen und sich direkt mit der Transformation (der Entführung) auseinandersetzen müssen und auf unterschiedliche Art und Weise versuchen, diese aufzuhalten. Der Film „World Trade Center“ wird im zweiten Teil daraufhin untersucht, wie sich die amerikanische Gesellschaft durch die Transformation verändert, eine neue Ordnung (Endzustand) entsteht, und diese mit der entsprechenden politischen Lage nach den Anschlägen in den USA verglichen.

Unterstützend wird in der Arbeit auf das semiotische Modell von Jurij M. Lotman zurückgegriffen. Hier wird die dargestellte Welt in „semantische Räume“10 eingeteilt. Die Räume werden dabei durch „Grenzen“ voneinander getrennt, die selbst nicht überschreitbar sind.11 Wird eine Figur im Text über eine solche „Grenze“ in einen anderen semantischen Raum gesetzt, so spricht Lotman von einem „Ereignis“.12 Hier unterscheidet Lotman zusätzlich zwischen einem „normalen Ereignis“ und einem „Metaereignis“. Während dabei bei einem „normalen Ereignis“ die Ordnung des jeweiligen semantischen Raums unverändert bleibt, wird sie bei einem „Metaereignis“ verändert.13 Nach dem Konsistenzprinzip von Karl Nikolaus Renner ist ein Erzählablauf „immer bann beenbet, wenn bie Wibersprüche beseitigt sinb, bie zwischen Sitratio nsbeschreib rnge n r nb einem Orb nrngss atz bestehen.“14 Demzufolge müssen die Widersprüche, also die Ereignisse, beseitigt werden. Dies geschieht zum Beispiel durch das Entstehen einer neuen Ordnung, wodurch die Figur Teil des semantischen Raums wird und ihn verändert.

1.3 Vermittlung von Authentizität

Nach Hans Krah modelliert jedes semiotische Konstrukt „(a) eine eigene Welt und (b) eine Welt – mit eigenen Wert- und Normvorstellungen, eigenen Grenzsetzungen und Unterscheidungen, die von kulturell vorhandenen Realitätskonstruktionen abweichen können.“15 Filme konstruieren somit immer nur ein „Modell von Realität“, können jedoch auch „mit Hilfe textueller und narrativer Verfahren den Eindruck erzeugen, mit einer außertextuellen Wirklichkeit überein zu stimmen.“ Authentizität wird also vermittelt, der Film selbst entzieht sich jedoch „jeder Klassifizierung als >wahr< oder >falsch<“16.

Die Filme "Flug 93" und "World Trade Center" vermitteln große Authentizität, was vor allem dem heiklen Thema geschuldet ist. Obwohl zwischen den Anschlägen und den Premieren der Filme fünf Jahre lagen, waren die Reaktionen des Publikums bezüglich der Thematisierung der Anschläge unterschiedlich.17 Zu nah lagen die Ereignisse, als dass man sie im abendfüllenden Spielfilmformat sehen wollte. Die Vorbehalte waren dabei jedoch unbegründet, da sich beide Filme auf die rekonstruierbaren Tatsachen beschränken und dabei nur wenig Raum für Fiktion einräumen. Ganz im Gegenteil bemühen sich die Filme, die Ereignisse des 11. Septembers so wahrheitsgemäß, fast protokollarisch, wiederzugeben wie möglich. Im folgenden Abschnitt wird beschrieben, wie die Filme Authentizität vermitteln. Letztendlich konstruieren auch sie jedoch nur ein Modell von Welt, dass in der folgenden Arbeit wie oben beschrieben analysiert wird.

Das offensichtlichste Instrument, um dein Eindruck einer wahrheitsgetreuen Nacherzählung zu vermitteln, sind die Ort- und Zeiteinblendungen zu Beginn der jeweiligen Szene. Vor allem in „United 93“ werden mit diesem Stilmittel die Handlungsorte der jeweiligen Szenen vorgestellt. Da der Film zwei Handlungsstränge alternierend zeigt, hilft dies zum einen, dem Filmverständnis im Handlungsstrang Flugleitzentrale besser zu folgen, da dieser an unterschiedlichen Orten stattfindet und zum anderen bietet die Ortseinblendung ein vertrautes Element aus Dokumentationen und unterstreicht auf diese Weise den Nacherzählungscharakter. Im Film „World Trade Center“ dagegen wird die Einblendung des Ortsnamens und der Zeitangabe bzw. des Datums nur zu Beginn des Films benutzt. Im Rahmen eines weiten Establishing-Shots der Skyline von New York mit dem Fokus auf den beiden Türmen des World Trade Center wird die Einblendung von Ort und Zeit zur klassischen Vorstellung des Themas benutzt.18

Die Zeitangaben im Film „United 93“ haben eine besondere Funktion neben der dokumentarischen Wirkung: Sie verdeutlichen die Übereinstimmung von Histoire und Discours, die in dem Film sehr strikt eingehalten wird. Er beginnt mit den Vorbereitungen der Terroristen in ihrem Hotel am Morgen des 11. Septembers und endet abrupt mit dem Absturz der Maschine des Flugs 93 über Shanksville Pensylvania. Dazwischen werden die beiden Handlungsstränge in einer alternierenden Montage dargestellt. Auch im Film „World Trade Center“ stimmen Histoire und Discours weitestgehend überein. Diese Übereinstimmung baut den Film für den Zuschauer logisch auf und verstärkt den Nacherzählungscharakter. Im Film „United 93“ wirkt dabei die Synchronität in Zusammenhang mit den Orts- und Zeitangaben geradezu (wie oben erwähnt) protokollarisch, da der Tag im Film minutiös aufbereitet wird.

Weitere Elemente unterstreichen den Anspruch der Nacherzählung der Ereignisse im Film „United 93“: So werden ein Großteil der Fluglotsen (r.a. ber Leiter nationalen F lrgs icherheitszentrale in Hernbon Bob Sliney) und andere Mitarbeiter im Handlungsstrang Flugleitzentrale nicht von Schauspielern, sondern von den an diesem Tag real vor Ort arbeitenden Menschen gespielt.19 In „World Trade Center“ werden als weiteres Stilmittel, um den Bezug zu den realen Ereignissen zu bewahren, Fernsehnachrichten in diversen Szenen im Hintergrund gezeigt. Da in diesen Nachrichten u.a. eine Ansprache des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gezeigt wird, erwecken die Nachrichten den Eindruck, authentisch zu sein.

Als finales Stilmittel werden zwischen dem Ende und dem Abspann der Filme noch einmal Fakten zu den Ereignissen in Form von Texteinblendungen präsentiert. Diese resümieren die Ereignisse des 11. Septembers und erzählen, wie sich die Hauptcharaktere des Films weiterentwickeln.

Durch den Einsatz dieser Stilmittel, der Nutzung von Originalnamen, deren Schicksale und durch den protokollarischen Aufbau konstruieren die Filme Realitäten, die für die Zuschauer der nicht-filmischen Realität sehr nahe kommen und durch ihre versöhnlichen Enden20 die Verarbeitung des Films erleichtern. Dies ist gerade in Anbetracht der vermittelten Authentizität von Bedeutung, da mit dem Ende auch eine Aussage über die konstruierte Welt getroffen wird.21

2. Inszenierung der Anschläge des 11. Septembers im Film "Flug 93"

Folgend werden nun die beiden Filme "United 93" (2006; deutscher Titel: "Flug 93") von Paul Greengrass und "World Trade Center" (2006) von Oliver Stone wie oben beschrieben analysiert. Zunächst wird dabei der Film "Flug 93" mit Lotmans semiotischen Modell in semantische Räume eingeteilt und die Grenzüberschreitung der Terroristen näher erläutert. Daraufhin wird zum einen die Veränderung im Verhalten der Passagiere während der Transformation (das Ereignis der Entführung) untersucht und zum anderen die Reaktionen der Luftüberwachungsbehörden (welche über die Macht über den Luftraum verfügen).

Im zweiten Teil wird der Film "World Trade Center" dahingehend analysiert, wie die Gesellschaft der USA in der neuen Ordnung dargestellt wird. Zunächst wird aufgezeigt, wie die Rezeption der Anschläge in der Gesellschaft stattfindet, da sie sich durch die Information über die Vorgänge in Richtung der neuen Ordnung verändert (Transformation). Anschließend wird anhand der Darstellung der Bergung der verschütteten Polizisten analysiert, welche Merkmale die Gesellschaft in der neuen Ordnung (nach den Anschlägen und durch die Anschläge verursacht) prägen und abschließend genauer auf die Rolle der Religiösität und des Patriotismus unter den Eindrücken der Anschläge eingegangen.

2.1 Einteilung in semantische Räume

Der Film "Flug 93" lässt sich in zwei semantische Räume aufteilen: Die „Westliche Welt“, bzw. die Vereinigten Staaten (die Vereinigten Staaten stehen als mächtigstes Land der „Westlichen Welt“ symbolisch für eben diese)22 und die übrige Welt insbesondere der arabische Raum als Gegenstück zu den USA. Das Wissen, dass die Terroristen aus diesem (arabischen) Raum stammen ist inzwischen im „kulturellen Wissen“23 verankert.

Die Grenzüberschreitung stellt somit die Einreise der Terroristen24 in die USA dar. Diese wird im Film jedoch nicht gezeigt, ist also nicht Teil des discours.

Nach Karl Nikolaus Renners „Extrempunktregel“ begibt sich eine Figur nach dem Überschreiten einer Grenze eines semantischen Feldes „zu dessen Extrempunkt“25. Den Extrempunkt bildet hier das Flugzeug von United Airlines in Boston (Flugnummer U93) mit Ziel San Francisco. Dort findet das Ereignis26 statt und der Weg der Terroristen endet dort. Folglich ist das Flugzeug nach Renners Extrempunktregel ein „Endpunkt“.27 Das Ereignis, das durch die Einreise der Terroristen ausgelöst wurde, findet hier statt, die Terroristen gehen in dem semantischen Raum „Westliche Welt“ auf und verändern ihn wie im Folgenden beschrieben.

[...]


1 Aust/Schnibben, S. 9

2 Zum Beispiel im Bereich des Datenschutzes

3 Zum Beispiel der Episodenfilm 11'09'01 – September 11 (2002), siehe auch Schneider 2008, S. 11

4 Siehe auch Schneider 2008, S. 11 für einen genaueren Überblick

5 Schneider 2008

6 Vgl. Schneider 2008, S. 113 “Die 11. September-Filme sind als funktionale Medienprodukte zu verstehen, die zur Verarbeitung des kollektiven Traumas vom 11. September beitragen. Im Speziellen bieten sie dem Publikum konkrete Deutungsmuster an, um die Katastrophe begreiflich zu machen und eine Möglichkeit der aktiven Auseinandersetzung mit den Anschlägen zu bieten.”

7 Vgl. Schneider 2008, S. 113 “In diesem Fall greifen die Filme auf das Katastrophenfilm-Genre zurück, das aufgrund seiner speziellen Inszenierungslogik besonders geeignet scheint, um Schreckenszenarien positiv umzudeuten. So werden die Anschläge in den Filmen von Heldenmut der Protagonisten überlagert und ermöglichen dadurch insgesamt eine Milderung des Grauens. Auf diese Weise verstärken die Filme außerdem den in der Öffentlichkeit fest etablierten Mythos des heldenhaften und unbeirrten Retters.”

8 Krah 2004, S.9

9 Titzmann 2003, S. 3076

10 Vgl. Krah 1999, S. 4 „Ein semantischer Raum wird definiert über die Menge semantischer Merkmale, die in ihrer spezifischen Kombination nur er und kein anderer Raum hat; dementsprechend steht sie in Opposition zu derjenigen Menge, die andere semantische Räume auszeichnet.“

11 Lotman 1972, S. 327

12 Lotman 1972, S. 332

13 Krah 2006, S. 271

14 Renner 1983, S. 42

15 Krah 2002, S. 5

16 Krah 2002, S. 5f

17 Schneider 2008, S. 14f

18 WTC [04:18-04:30]

19 Auch im Film "World Trade Center" spielt z.B. Scott Strauss vom Katastrophenschutz sich selbst.

20 Verhinderung des vierten Anschlags in „Flug 93“ und die Rettung der verschütteten Polizisten in „World Trade Center“.

Siehe hierzu auch: Schneider 2008, S. 113

„So werden die Anschläge in den Filmen vom Heldenmut der Protagonisten überlagert und ermöglichen dadurch eine Milderung des Grauens”

21 Vgl. Lotman 1972, S. 310

“Deshalb ist ein gutes oder schlechtes Ende für uns so bedeutsam: es bezeugt nicht nur den Abschluss irgendeines Sujets, sondern es legt auch Zeugnis ab von der Konstruktion der Welt als ganzer.”

22 Der Begriff „Westliche Welt“ soll dabei alle Staaten zusammenfassen die als hochindustrialisiert und demokratisch gelten. Namentlich sind dies vor allem die Nordamerikanischen Staaten, die EU, Israel, Japan, und Australien . Eine weitere Definition wäre der geläufige Begriff der „Ersten Welt“

23 Vgl. Titzmann 1989 S. 48

“Kulturelles Wissen sei nun die Gesamtmenge der Propositionen, die die Mitglieder der Kultur für wahr halten bzw. Die hinreichende Anzahl von Texten der Kultur als wahr setzt.”

24 Gemeint sind alle Terroristen und nicht nur diejenigen, die später im Film das Flugzeug U93 entführen

25 Renner 1978, S. 128

26 Im Rahmen der histoire sind die Ereignisse natürlich nicht nur die Entführung von U93, sondern alle vier Flugzeugentführungen.

27 Renner 1987, S. 128

Ende der Leseprobe aus 55 Seiten

Details

Titel
Die Inszenierung der Anschläge des 11. Septembers 2001 in den US-Spielfilmen "United 93" (2006) und "World Trade Center" (2006)
Hochschule
Universität Passau
Note
2,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
55
Katalognummer
V123324
ISBN (eBook)
9783640280636
Dateigröße
667 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
11. September, United93, World TRade Center, Flug93, Filmanalyse, Oliver Stone, Paul Greengrass, Terrorismus, Kino, Film, New York, Pensylvania, Shanksville, Terror, Anschläge
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Dominik Sindern (Autor), 2009, Die Inszenierung der Anschläge des 11. Septembers 2001 in den US-Spielfilmen "United 93" (2006) und "World Trade Center" (2006), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123324

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