Das Medienkonzept der Erzdiözese Wien (1996 - 2001)

Thema Kirche, Dialog und Wiener Kirchenzeitung vor dem Hintergrund des kirchlichen Medienverständnisses


Diplomarbeit, 2001

115 Seiten, Note: sehr gut


Leseprobe

INHALT

EINLEITUNG

TEIL I: Allgemeine Vorstellung des Medienkonzepts

TEIL II: Detaillierte Vorstellung der drei Printprodukte
- _thema_kirche_
- Dialog
- Wiener Kirchenzeitung

TEIL III: Ziele des Konzepts
1. Mediale Ziele
2. Pastorale Ziele

TEIL IV: Die Gesetzmäßigkeiten der Medien
1. Medien als kulturelle Räume
2. Die Medien im engeren Sinn
3. Die Medien und ihre Entwicklung
- Von Oralität zur Literalität
- Von Druckkunst hin zu den elektronischen Medien

TEIL V: Kirche und Kommunikation
1. Definition von Kirche
2. Christliche Verkündigung und Medien
3. Kirche und Medien
- Inter Mirifica
- Communio et Progressio
- Aetatis novae
- Instruktion über einige Aspekte des Gebrauchs der Sozialen Kommunikations- mitteln bei der Förderung der Glabenslre
- Papst Johannes Paul II.

TEIL VI: Möglichkeiten und Grenzen der kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit
1. Die Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens
2. Kriterien für ein gelungenes Medienkonzept der Kirche
- Theologisches Grundkriterium
- Kommunikationstheoretische Kriterien

TEIL VII: Kritische Würdigung des gegenwärtigen Medienkonzepts der Erzdiözese Wien
1. Beurteilug des Konzeptes
2. Vorschläge zur Weiterentwicklung der kirchlichen Medienarbeit

LITERATURVERZEICHNIS

ANHANG

EINLEITUNG

Die seit 1995 verschärfte Krise der österreichischen katholischen Kirche dauert an; 1999 wurde mit 43.632 Kirchenaustritte ein neuer Tiefpunkt erreicht. Wie Befragungen nachweisen, genießt die Kirche einen schlechten Ruf in der Öffentlichkeit, den sie nicht zuletzt ihrer Präsentation in den sogenannten profanen Medien zu verdanken hat. Die Journalisten und Journalistinnen ihrerseits beklagen eine mangelhafte Bereitschaft der meisten kirchlichen Hauptamtlichen, sich den Fragen der Öffentlichkeit zu stellen und über innerkirchliche Diskussionen Informationen zu liefern.

Um den internen und externen Informationsfluss in der Kirche zu verbessern, wurde unter der Leitung des vom Wiener Erzbischof Christoph Schönborn im Herbst 1995 ernannten Generalvikars, Helmut Schüller, ein neues Medienkonzept erarbeitet und seit 1996 durchgeführt. In meiner Arbeit analysiere ich die Entwicklung dieses Konzeptes bis Anfang 2001. Zum Zeitpunkt der Abgabe der Arbeit sieht das Team für Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese sehr anders aus als in der Zeit, da ich mit meinen Recherchen anfing. Helmut Schüller, Wolfgang Bergmann (ehemaliger Kommunikationsdirektor) und Peter Wesely (ehemaliger Chefredakteur von _thema_kirche_ und Dialog) sind nicht mehr dabei; der derzeitige Kommunikationsdirektor heißt Erich Leitenberger; Elvira Groiss, Chefredakteurin der Wiener Kirchenzeitung, übernahm auch die Redaktion von _thema_kirche_.

In den ersten drei Teilen meiner Diplomarbeit stelle ich das Medienkonzept der Erzdiözese Wien vor, ausführlich die drei Printprodukte _thema_kirche_, Dialog und Wiener Kirchenzeitung - angefangen von ihrer Entstehung bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt; dazu gehören auch die Ziele dieses Vorhabens, sowohl mediale, als auch pastorale.

Im vierten Teil definiere ich den Begriff "Medium" im allgemeinen und im engeren Sinn, im Anschluss an den kanadischen Kommunikations- und Medientheoretiker Marshall McLuhan und untersuche die Bedeutung der Medien für unsere Kultur und Gesellschaft.

Der fünfte Teil ist der Kirche und ihren Dokumenten über mediale Kommunikation gewidmet. Darin setze ich mich, ausgehend von einem möglichst umfassenden Verständnis von Kirche und ihrem Verkündigungsauftrag mit den Fragen auseinander: In wieweit ist Verkündigung mit Massenmedien vereinbar? Wie hat sich die kirchliche Medientheorie im 20 Jh. entwickelt?

Der sechste Teil erörtert den Begriff "Öffentlichkeitsarbeit" und ihre Bedeutung in unserem Informationszeitalter für jedes Unternehmen und konkret Beispiel für die katholische Kirche als Institution.

Im letzten Teil meiner Diplomarbeit gebe ich eine Beurteilung des Medienkonzepts der Erzdiözese Wien auf Grund der von mir vorgenommenen Analyse. Meine Vorschläge zur Verbesserung der kirchlichen Medienarbeit beziehen sich auf die Ausbildung von journalistischem Nachwuchs mit kirchlichem Engagement.

Ich bedanke mich herzlich bei allen Personen, die bereit waren, mir ein Interview zu geben und mit Umfrageergebnissen und anderen Materialien meine Recherchen unterstützten. Weiter richte ich meinen Dank an Professor Paul Zulehner für die regelmäßige Beratung im Diplomanden- und Diplomandinnenprivatissimum, selbstverständlich an meinen persönlichen Betreuer, Dr. Christian Friesl für seine Anweisungen während der Arbeit und seine Bereitschaft, die von mir vorgelegten Texten in wenigen Tagen zu überprüfen. Herzlichen Dank auch an meine Freunde Thomas Rudel und Markus Riedenauer, die mir mit Textkorrekturen und technischen Ratschlägen über Computerfunktionen sehr behilflich waren.

TEIL I ALLGEMEINE VORSTELLUNG DES MEDIENKONZEPTS

Nach dem für die katholische Kirche Österreichs Katastrophenjahr 1995, in dem die so genannte „Causa Kardinal Groer“ das Vertrauen in die Institution Kirche mächtig erschütterte[1] und zu einer starken Irritation der praktizierenden Katholiken führte, wurde in der Erzdiözese Wien der Gedanke reif, dass es an der Zeit ist, die Kommunikation der Kirche, sowohl die externe als auch die interne, professioneller zu organisieren. Während der Amtszeit Kardinal Groers hatten gute vertikale Verbindungen existiert, vom Pastoralrat zu den Pfarren, von den Vikariaten zu den Pfarrgemeinderäten, von der Jungschar zu den Gruppenleitern. Es hatte aber keine horizontalen Kanäle zwischen diesen vertikalen Strängen gegeben, die einen rechtzeitigen und verlässlichen Austausch von Information ermöglicht hätten. Besonders in Konfliktsituationen hatten viele Frauen und Männer in der Erzdiözese den Eindruck, allein gelassen zu sein.

Nun wurde die Öffentlichkeitsarbeit als „Amt der diözesanen Kurie“ etabliert, das heißt, dass sie derzeit als unmittelbare Aufgabe des Erzbischofs verstanden wird. Der Kommunikationsdirektor ist damit im Organigramm im selben Rang wie Finanzkammerdirektor oder Pastoralamtsleiter gestellt - mit Sitz im Konsistorium, dem formell engsten Beraterkreis des Erzbischofs nach dem Bischofsrat. Der Kommunikationsdirektor ist zudem Vertreter der Erzdiözese im Eigentümergremium der Wiener Domverlags-GmbH, des Wirtschaftsbetriebs, der neben Verlag und Buchhandlungen auch Medieninhaber der diözesanen Printprodukte: Dialog, _thema_kirche_ und Wiener Kirchenzeitung ist.

Seit 1974 war Erich Leitenberger der Pressereferent der Erzdiözese Wien. Mit dem Start des Medienkonzepts 1996 wurde er von Wolfgang Bergmann als Kommunikationsdirektor ersetzt. Bergmann übernahm gleichzeitig auch die Chefredaktion des Monatsmagazins Dialog.

Nach seinem Theologiestudium an der Universität Wien, wobei er auch journalistische Erfahrungen als Pressereferent bei der Österreichischen Hochschülerschaft sammelte, war er sieben Jahre Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit der Caritas gewesen.

Im Sommer 1999 wechselte Bergmann zur Tageszeitung „Der Standard“, wo er derzeit als Verlagsleiter tätig ist. Sein Nachfolger als Direktor der Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese Wien wurde sein ehemaliger Vorgänger auf diesem Posten, nämlich Erich Leitenberger.

Leitenberger studierte Publizistik und Geschichte und begann seine journalistische Laufbahn 1967 in der Redaktion der Tageszeitung „Die Presse“. Seit 1980 ist er Chefredakteur der Katholischen Presseagentur (kathpress), einer Einrichtung der österreichischen katholischen Kirche. Nach der Übernahme der Leitung des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit im Juli 1999 legte er die Chefredaktion der Wiener Kirchenzeitung zurück, die er seit November 1998 parallel zu kathpress inne hatte.

Beim Wechsel von Wolfgang Bergmann zu Erich Leitenberger wurde eine Veränderung durchgeführt, die schon eine Zeit lang in Überlegung war. Der Kommunikationsdirektor übernahm die Funktion des Generalvikars als Herausgeber der drei Printprodukte der Erzdiözese Wien: _thema_kirche_, Dialog und Wiener Kirchenzeitung. Diese Maßnahme soll noch stärker eine gemeinsame Linie des Auftritts der Erzdiözese in der Öffentlichkeit sicherstellen. Somit hat der Kommunikationsdirektor nicht nur eine koordinierende Funktion in der Verwirklichung des neuen Medienkonzepts, sondern trägt auch die Verantwortung gegenüber dem Erzbischof für die Richtlinie des gesamten Konzepts.

Auf ein neues Terrain im deutschen Sprachraum begab sich die Erzdiözese Wien durch das Erwerben einer eigenen Radiolizenz. Der Sender Radio Stephansdom startete im September 1998. Er ist von seinem Format her ein so genanntes Klassikradio. Das Medienteam der Erzdiözese entschied sich ganz bewusst für eine Musikfarbe, die den Kirchensender von den anderen Privatsendern unterscheiden sollte. Durch einen besonderen Typus von klassischer Musik füllte das Radio Stephansdom in eine Marktlücke aus. Dieses Klassikradio ist kein Selbstzweck, sondern versucht, Brücken zu jenen Menschen zu bauen, die sonst von der Kirche auf keine andere Weise erreicht werden. Soziologische Untersuchungen haben tatsächlich gezeigt, dass die Hörer von Radio Stephansdom den Sender durch die Musik entdeckt haben. „Die Musik hat die Tür zu diesen Menschen geöffnet“[2], sagt der Kommunikationsdirektor Leitenberger. Und nachdem es innerhalb des Programms des Senders einen wesentlichen Wortanteil gibt, kann man durch diese geöffnete Tür gehen und die christliche Botschaft den Hörern des Senders anbieten. Radio Stephansdom hat 85.000 Hörer, die wenigstens einmal in der Woche den Sender hören. Ebenso viele Katholiken besuchen eine Sonntagsmesse in Wien Stadt. Diese beiden Gruppen sind aber nicht identisch: Wie die Ergebnisse soziologischer Untersuchungen zeigen, nehmen die Radio Stephansdom - Hörer selten an Gottesdiensten teil.

Dennoch bedeutet die Verstärkung der Medienpräsenz der Erzdiözese Wien nicht, dass die Diözese auf das Gespräch mit den so genannten profanen Medien verzichtet. Ganz im Gegenteil: die in der Erzdiözese ausgebaute Pressestelle, deren Aufgabe das Organisieren von regelmäßigen Pressekonferenzen und das Aussenden von Pressemeldungen ist, wurde an die Austria Presse Agentur (apa) angeschlossen, um die gesellschaftlichen Entwicklungen nicht erst aus der Tagespresse zu erfahren. Auf diesem Weg kann die Erzdiözese auch eigene Informationen rasch und zeitgleich auf alle Redaktionsbildschirme unterschiedlicher Medien senden. Die kathpress deckt nicht alle Medien in Österreich ab. (Die Medien wenden sich für Informationen eher an apa.) Jedoch bleibt sie weiterhin bestehen, weil die Erzdiözese Wien bewusst die beiden Vertriebswege nutzen will. Zwischen kathpress und apa existiert seit Jahren eine vertraglich geregelte Zusammenarbeit. Die beiden Agenturen sind berechtigt, untereinander Pressetexte auszutauschen und diese wortwörtlich zu übernehmen.

„Wir arbeiten wirklich so professionell wie die Pressestelle einer politischen Partei oder eines Ministeriums“[3], behauptet der ehemalige Kommunikationsdirektor der Erzdiözese, Wolfgang Bergmann.

Möglichst hohe Professionalität sei von Anfang an eines der Hauptziele des neuen Medienkonzepts der Erzdiözese gewesen. „Wobei das natürlich ein bisschen schwierig ist“, sagt der jetzige Leiter des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese, Leitenberger. „Wir können uns nicht leisten ‘große Federn’ einzukaufen, wie es vielleicht andere Zeitungen machen“[4]. Dennoch schreiben einige angesehene Journalisten aus der Tagespresse gelegentlich für Dialog. Es gibt im Dialog eine feste Struktur, die in jeder Nummer einzuhalten ist, deswegen sind einzelne Kolumnen oder Seiten an bestimmte Personen vergeben.

Bei _ thema_kirche_ wird eher jungen Nachwuchsjournalisten die Möglichkeit angeboten, praktisch zu arbeiten.

Für eine bessere interne Kommunikation wurde ein Schnellfaxsystem eingerichtet, mit dem rund hundert der wichtigsten Repräsentanten der Diözese (vom Erzbischof bis zu den Dechanten) erreicht werden. Das neue Medienkonzept sieht noch eine aktive Vermittlung von Interviewpartnern vor, ebenso das Coaching der kirchlichen Vertreter vor Medienauftritten, um ihre Hemmschwelle abzubauen und ihr Bewusstsein zu schärfen, dass durch die Medien eine enorme Chance für die Kommunikation besteht. Ein einminütiger Auftritt im Fernsehen ist nämlich oft wirksamer als ein ganzes Jahr unterschiedlicher Veranstaltungen.

Derzeit wird auch eine diözesane Datenbank eingerichtet, woraus sich die Pfarren über Internet Textbausteine, Logos, kurze Beschreibungen unterschiedlicher Aktionen, Fotos u.s.w. herunterladen können, um das Pfarrblatt, das wöchentliche Verkündigungsblatt oder den Schaukasten entsprechend besser zu gestalten. Seit Herbst 1999 bietet die Erzdiözese einen Behelf an, der Kontaktadressen, Adressen von unterschiedlichen Firmen für Renovierungsarbeiten und Finanzaktionen ebenso wie Arbeitsmodelle und andere Informationen enthält.

TEIL II DETAILLIERTE VORSTELLUNG DER DREI PRINTPRODUKTE

Wolfgang Bergmann, der bis Juli 1999 für den Gesamtbereich der Kommunikation in der Erzdiözese Wien verantwortlich war, wurde Anfang 1996 vom damaligen Generalvikar Helmut Schüller eingeladen, ein Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit der katholischen Kirche in Wien anzufertigen. Bergmann war bereits in den frühen 90-er Jahren unter Kardinal Groer in einer Arbeitsgruppe beteiligt gewesen, die einige Reorganisationsmaßnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese ausarbeiten sollte. Damals waren aber die Pläne in den Schubladen gelandet, weil die Bereitschaft der Würdenträger, im Bereich der Kommunikation Mittel zu investieren, noch nicht vorhanden war. Bergmann trat mit einer These von „Printschuld“ an, die besagte, dass die diözesane Leitung eine Printschuld gegenüber den in der Kirche engagierten Frauen und Männern unterschiedlicher Altersstufen hat, aber auch gegenüber denen, die trotz ihrer Fernhaltung von der Kirche ihren Mitgliedsbeitrag regelmäßig zahlen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[5]

Im Auftakt analysierte das Medienteam der Erzdiözese das Verhalten der Gottesdienstbesucher und teilte die Wiener Katholiken in konzentrische Kreise auf.

Daraus entwickelte sich die Idee einer zielgruppenorientierten Öffentlichkeitsarbeit, wobei unterschiedliche Gruppen von Katholiken mit unterschiedlichen Printmedien angesprochen werden sollten.

Zunächst ist da die Gruppe der Mitarbeitenden im weitesten Sinn; dazu gehören die Pfarrgemeinderäte, die Kirchenmusiker, die Religionslehrer, die Funktionäre katholischer Organisationen und selbstverständlich alle Priester, Pastoralassistenten und Angestellten der Erzdiözese Wien. Für diese Gruppe ist das Monatsmagazin _ thema_kirche_ bestimmt. Den nächsten Kreis bilden die Mitlebenden. Das sind jene Personen, die mit einer gewissen Regelmäßigkeit an Sonntagsgottesdiensten teilnehmen und sich mit der Kirche identifizieren. Diese Zielgruppe soll die Wochenzeitung Wiener Kirchenzeitung ansprechen. (Das ist eine Zeitung mit langer Tradition, die 1998 einer gründlichen Veränderung unterzogen wurde, sowohl formell, als auch inhaltlich.) Und dann gibt es einen weiteren Kreis von Katholiken, die mit dem Begriff die Mitzahlenden beschrieben werden könnten. Das sind jene Katholiken, deren Kontakt mit der Kirche sich im Wesentlichen auf die Bezahlung des Kirchenbeitrags und auf gelegentliche Besuche in einer Kirche reduziert (ein- bis zweimal im Jahr). Für diese Gruppe wurde das katholische Monatsmagazin Dialog geschaffen.

Diese drei Printmedien bilden das Rückgrat des neuen Medienkonzepts der Erzdiözese Wien. Die zwei Monatsmagazine sind Gratismagazine. Die Wiener Kirchenzeitung ist eine Kaufzeitung.

Das Medienteam der Erzdiözese bemüht sich darum, die drei Printprodukte deutlich auch als Werbeträger zu positionieren. Der Kommunikationsdirektor Leitenberger gibt zu, dass dieses Vorhaben bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gelungen ist. „Es ist eine sehr mühsame Angelegenheit, hier Inserate an Land zu ziehen“, erklärt er. „Am Anfang sind uns Fehler passiert, da wir Werbung für Produkte, z. B. diverse Schlankheitsmittel, aufgenommen haben, für die wir nicht werben können. Seit einem halben Jahr ist es damit vorbei.“[6] Zwar seien die Inserate eine legitime Finanzierungsmethode, dennoch sollten sie der Blattlinie entsprechen. Ein Anzeigeleiter wählt die Inserate sorgfältig nach dem Kriterium, ob es ein „natürliches“ Angebot von Gütern und Dienstleistungen ist, aus. Die Chefredakteure der drei Printmedien und auch Leitenberger selbst überprüfen vor dem Druck bei allen Inseraten, ob „man mit gutem Gewissen sagen könnte, es geht um Produkte, die zum Leben dazu gehören“[7].

thema_kirchen (Monatsmagazin)

Der erste Schritt zur Verwirklichung des neuen Medienkonzepts war das Schaffen eines Kommunikationsorgans, das einerseits für die Mitarbeiter der Erzdiözese eine Art Werkzeug sein sollte (durch dieses Blatt sollten sie die für ihre Arbeit notwendige Information bekommen). Es sollte aber andererseits auch über das konkrete Engagement des Einzelnen hinaus gehen und zu einer Horizonterweiterung führen. Es sollte auch die Angestellten der Erzdiözese entlasten, denn durch die mangelhafte interne Kommunikation fehlte vielen von ihnen der Überblick über das breite Spektrum der kirchlichen Arbeit. Das neue Blatt sollte die Leute überzeugen, dass sie nicht alleine sind, dass ihre Arbeit ein wesentlicher Mosaikstein eines größeren Ganzen ist.

In der damaligen spannungsgeladenen Situation war sich das Redaktionsteam bewusst, dass das Magazin für interne Kommunikation so schnell wie möglich starten sollte. Es war Anfang 1996, ein Jahr nach dem Kirchenvolksbegehren, bei dem die unterschiedlichen Strömungen der katholischen Kirche Österreichs aufeinander geprallt waren. Einige Monate zuvor, im September 1995, hatte Kardinal Christoph Schönborn den Erzbischöflichen Sitz am Stephansplatz bezogen. Für Herbst 1996 war die „Wallfahrt der Vielfalt“ geplant (die dann auch stattfand), um die Schwierigkeiten innerhalb der österreichischen Kirche in den Griff zu bekommen und vor allem die Katholiken zu ermutigen, die Krise als Chance zu sehen, veraltete Strukturen in der österreichischen Kirche zu reformieren.

Fünf Wochen brauchte das Medienteam der Erzdiözese, um das Layout von _thema_kirche_ zu entwickeln und die ersten Geschichten zu recherchieren.

Die erste Nummer kam noch vor dem Arbeitsjahr 96/97, nämlich am 1. Juni 1996 heraus.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Blatt ist als Monatsmagazin konzipiert und besteht aus 32 Seiten.

Im Magazin ist auch das amtliche Diözesanblatt (gelbe Seiten) integriert, in dem die kirchenrechtlich nötigen Verlautbarungen veröffentlicht werden. Ein leitender Mitarbeiter der mittleren Führungsebene formulierte es folgendermaßen: „Bis _thema_kirche_ erschienen ist, war ich auf Gerüchte angewiesen“[8].

Auf der Innenseite des Titelblattes werden Leserbriefe abgedruckt, die meistens auf einer der letzten Seiten fortgesetzt werden. Dort sind oft auch Stellenangebote in der Erzdiözese zu lesen. Auf den Seiten 3, 4 und 6 haben Kurzbeschreibungen unterschiedlicher Projekte und Veranstaltungen ihren Platz. Auf Seite 5 befindet sich in jeder Nummer eine kurze Ansprache des Erzbischofs Christoph Schönborn, zu aktuellen Anlässen. Die Seiten 7 bis 13 sind für den redaktionellen Teil bestimmt. Die Rubrik „Vikariate“ ist auf den Seiten 14 und 15 plaziert. Seite 16 ist für die „Weltkirche“ vorgesehen. Auf Seite 17 sind Kurzanzeigen unter der Sammelbezeichnung „Basar“ abgedruckt und die monatliche Kolumne „Mitten in Leben“, in der die Leiterin der Theologischen Kurse in Wien, Ursula Struppe[9] ihre theologischen Überlegungen zu alltäglichen Themen mitteilt. Die nächsten Seiten sind für Berichte und Ankündigungen unterschiedlicher Termine vorgesehen. (Die Termine sind eine variable Größe; wegen Platzmangel werden manche gezielt an andere Zeitungen weiter geleitet.) Auf Seite 30 hat die Rubrik „Der Wasserspeier“, eine Essaysammlung, ihren Platz. Das letzte Blatt ist für Meinungsumfragen und den „_thema_kirche_ - Service“ vorgesehen. Nach einer Aussage des Chefredakteurs des Magazins, Peter Wesely, wird dieses Blatt von den Lesern intensiv in Anspruch genommen.

Die monatlich 26.000 gedruckten Exemplare erhalten die Mitarbeiter der Erzdi-

özese Wien unentgeltlich. Die Kosten von 1,9 Millionen Schilling im Jahr werden durch den Kirchenbeitrag und teilweise durch Inserate gedeckt. Der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Leitenberger rechtfertigt die Form eines Gratismagazins damit, dass „die Mitarbeiter der Erzdiözese das Anrecht haben, informiert zu werden und eine Plattform dargeboten bekommen, auf der sie mit einander ins Gespräch treten können“[10].

Die Redaktion umfasst außer Wesely noch einen Redakteur, eine Sekretärin und fünf bis zehn freiberufliche Mitarbeiter.

Der Chefredakteur von _thema_kirche_, Peter Wesely, besitzt durch seine 13-jährige Tätigkeit beim Österreichischen Rundfunk (ORF) eine reichliche journalistische Erfahrung. Seiner Ansicht nach ist der Bezug zur Religiosität im Allgemeinen die Grundvoraussetzung für jeden Journalisten, der im Bereich der Kirche arbeiten will, um den Menschen, denen etwas wichtig und heilig ist, respektvoll zu begegnen und nicht von vornherein alles, was mit Religion zu tun hat, abzuwerten. Er hatte schon immer eine starke Bindung zur Kirche und hatte in seiner Jugend aktiv in der Pfarre und in der Jungschar, später ehren- und hauptamtlich in der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) gearbeitet. _thema_kirche_ ist nur ein Teil seiner derzeitigen Aufgaben; ein anderer Teil ist seine Funktion als Vermittler bei Konflikten in den Pfarrgemeinden oder in den unterschiedlichen Dienststellen der Kirche.

„Jede Nummer von _thema_kirche_ ist eine Herausforderung“, meint der Chefredakteur. „Das Magazin existiert schon seit drei Jahren und es hat sich sehr viel eingeschliffen. Manches, was früher viel Zeit erfordert hat, kann jetzt um einiges schneller gemacht werden. Dennoch muss ich mir jeden Monat genau überlegen, was in der konkreten Situation für die Mitarbeiter der Erzdiözese notwendig ist. Denn die Situation ist immer eine andere“[11].

Die Auseinandersetzung mit akuten Problemthemen ist notwendig, aber davor sollte man sich genau überlegen, wie das Thema plaziert sein soll. Für manche Themen ist die Zeit noch nicht reif, zum Beispiel würde Wesely in der gegenwärtigen Situation keine „Brandrede“ über Frauenpriestertum in _thema_kirche_ bringen. Dennoch versucht das Blatt deutlich zu zeigen, dass es ohne Frauen in dieser Kirche nicht geht, dass Frauen wohl Seelsorgerinnen sind, dass sie ihre Begabungen und Charismen haben, aber auch an Grenzen stoßen. Das ist eine Situation, die ein Stück Entwicklung ist, weil sich mit den Jahren die Grenzen verschieben. Einiges, was vor 20 Jahren nicht möglich war, ist heute Realität und vieles, was heutzutage nicht realisierbar scheint, könnte in 20 Jahren eine Selbstverständlichkeit werden. „Verkündigung ist eine Blickweite und setzt nie unüberwindbare Grenzen“, so die Überzeugung des Chefredakteurs. „Die Verkündigung öffnet den Blick in die Transzendenz hinein“[12].

Er glaubt, dass _thema_kirche_ eine hohe Akzeptanz innerhalb der Erzdiözese genießt und dass es dem Team gelingt, einen klaren Informationsfluss auch in Krisensituationen zustande zu bringen. Diesen Eindruck habe er nicht nur durch die zahlreichen Leserbriefe gewonnen, sondern auch durch gezielte persönliche Gespräche mit Leuten aus unterschiedlichen Pfarren und Dienststellen.

Dialog (Monatsmagazin)

Das jährliche Budget von 1,3 Milliarden Schilling wird zu 85 Prozent aus dem Kirchenbeitrag abgestützt. Wie das Bild von den konzentrischen Kreisen deutlich darstellt, zahlen die meisten Katholiken in Wien zwar ihren Kirchenbeitrag regelmäßig, gehen aber selten in die Kirche und engagieren sich in keiner Pfarrgemeinde. Letztes Jahr versuchte die Pfarre Breitenfeld im achten Wiener Bezirk durch gezielte Hausbesuche (eine Aktion, die mit dem Namen „Grüß Gott Breitenfeld!“ bekannt wurde) fernstehende Katholiken anzusprechen. Andere Pfarren folgten diesem Beispiel, jedoch bietet die Kirche diesen Menschen eigentlich zu wenig.

Das Medienteam der Erzdiözese sah es als größte Herausforderung an, für diese Gruppe der Katholiken in Wien ein Kommunikationsmittel zu entwickeln. Der Ausgangspunkt für das neue Monatsmagazin der Erzdiözese mit dem vielsagenden Namen Dialog war: das Kirchenbild der „treuen“ Fernstehenden zu verändern, denn sie haben kaum die Gelegenheit, durch konkrete Begegnungen mit engagierten Katholiken ihre Vorstellung von der Kirche zu erweitern.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nicht zuletzt wollte man ihnen auch vor Augen halten, dass der Beitrag, den sie der Kirche zahlen, sinnvoll eingesetzt wird. "Dialog ist eigentlich ein kleines Dankeschön der Kirche an die Kirchenbeitragszahler“, meint der Kommunikationsdirektor Leitenberger. „Viele von denen, die Kirchenbeitrag zahlen, nehmen nicht teil im Leben der Kirche, also bekommen sie nichts dafür“[13].

Dialog will zeigen, was sich im Umfeld der Kirche abspielt, welche Aufgaben Laien übernehmen und welche die Priester, und ebenso den Blick bei den so genannten „heißen Eisen“ schärfen und die übliche Schwarzweißmalerei vermeiden. Es will über gläubige Menschen in ihrer konkreten Lebenssituation mit ihren Problemen, Hoffnungen und Träumen erzählen und dadurch verdeutlichen, dass die Kirche keine Rezepte besitzt, die allgemein gültig sind. Dialog unternimmt einen bewussten Versuch, mit den fernstehenden Katholiken langsam in Berührung zu kommen.

Das Redaktionsteam entwickelte das Blattkonzept von Dialog mit Hilfe eines Medienberaters und des Gallup-Instituts, eines der führenden österreichischen Marktforschungsinstitute. Vor dem Start des Magazins befragte das Institut 500 Haushalte, wo mindestens ein Katholik lebt, um zu testen, wie die Idee von einem kostenlosen Kirchenmagazin aufgenommen wird. Das positive Ergebnis ermutigte die Journalisten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[14]

Im deutschsprachigen Raum gibt es nur ein ähnliches Medium, das die evangelische Kirche in Hessen (Deutschland) herausgibt, allerdings quartalsweise, und in jedem Heft wird ein einziges Thema behandelt. Dialog dagegen ist ein Monatsmagazin, das eine breite Themenpalette anbietet. Daher könnte man behaupten, dass es für Dialog kein Vorbild gab.

Das Redaktionsteam wertete die Media-Analyse (die größte Medienuntersuchung Österreichs) unter dem Aspekt der Gläubigkeit der Bürger aus, zog auch einige deutsche Studien der Kirchenpresse und deutsche Frauenstudien in Betracht, weil es davon ausging, dass die Trends in Österreich ähnlich sind.

Zusätzlich startete es noch eine „Ausgetretene - Briefaktion", um die Gründe für die Kirchenaustritte zu analysieren. In Österreich fehlt eine professionelle Studie der Kirchenaustritte. Diese Briefaktion gab auch Hinweise auf die Probleme, die Ausgetretene mit der Kirche haben und über die das Magazin diskutieren wollte. Für jeden Kirchenaustritt gibt es in den meisten Fällen einen konkreten Anlass, aber davor entwickelt sich über längere Zeit allmähliche Entfremdung der betroffenen Person von der Kirche.

Für die Kirche bedeutet dies, dass sie in dieser langen Zeit versäumt hat, Kontakt mit diesem Menschen zu suchen. Ein akuter Handlungsbedarf zeigt sich in der Altersgruppe unter 40 Jahren, der die meisten Ausgetretenen angehören.

Seit Februar 1997 erscheint Dialog monatlich in einer Auflage von 720.000 Exemplaren, die kostenlos an die Haushalte verteilt werden, wo mindestens ein Katholik lebt. Es besteht allerdings die Möglichkeit zur Abbestellung.

Nach der vierten Ausgabe des Magazins wurde vom Gallup-Institut eine zweite Untersuchung unternommen, deren Ergebnisse das Medienteam der Erzdiözese weiter bestärkten[15]. Das Gesamtbudget des Blattes von 12 Millionen Schilling im Jahr (durchschnitt-lich 1,70 Schilling pro Heft) wird zum größten Teil aus den Kirchenbeitragsmitteln gestützt (ein Viertel der Kosten wird durch Inserate gedeckt).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dialog besteht aus 32 Seiten und hat keinen fixen Aufbau, aber eine feste Struktur. Bei manchen Nummern sind die Leserbriefe auf Seite 2 plaziert, bei anderen sind die Rückmeldungen auf Seite 4 oder 6 und den Anfang macht ein Interview oder ein Bericht zu aktuellem Thema. Fixer Bestandteil jeder Nummer sind die Rubriken: „Menschen“ und die dazu gehörenden Kurzinterviews „Ich bekenne“ mit prominenten Persönlichkeiten, „Meditation“ und dazu gehörende „Zeit-Worte“ eines leitenden kirchlichen Verantwortlichen, „Reportage“, „Wendepunkt“, „Cover“, „ Rück-Blick“, „Credo“, „Tips“, „wo was wann“, in der Termine von bevorstehenden Veranstaltungen zu finden sind. Ein Weg der Behandlung von schwierigen Themen ist die Rubrik: „round table“, bei der je ein Vertreter entgegengesetzter Positionen oder Meinungen mit einem Repräsentanten der Kirche im weitesten Sinn am Runden Tisch sitzen und über Dauerbrenner diskutieren. All das sind Themen, die der „Dialog für Österreich“ ansprach (das Forum, das im November 1996 von den österreichischen Bischöfen ausgerufen wurde, um „gemeinsame Positionen, Anliegen und Anregungen für die kirchliche und gesellschaftliche Erneuerung zu erarbeiten“). Aber es werden auch Themen behandelt, die Leser selbst in ihren Leserbriefen oder in anderen Rückmeldungen vorschlagen. Auf den Seiten 30 und 31 werden in der Rubrik „das letzte“ neue Bücher, Filme oder kulturelle Ereignisse vorgestellt und in der „Medienkritik" Artikel oder Sendungen anderer Medien besprochen. Die letzte Seite ist meistens für Inserate vorgesehen.

Die Redaktion beschäftigt einen Chefredakteur, eine Chefin vom Dienst, eine Sekretärin und mehrere freiberufliche Mitarbeiter. Im Juli 1999, nach dem Abgang Wolfgang Bergmanns, übernahm Peter Wesely die Chefredaktion von Dialog.

Kirchliche Mitarbeiter kritisieren Dialog als ein oberflächliches und seichtes Magazin, dem tiefergehende Informationen fehlen. „Das, was für Menschen, die aktiv ihren Glauben praktizieren, seicht ist, ist für die übrigen 82 Prozent Mitglieder schwere Kost“[16] meint Bergmann. Das Blattkonzept habe das Ziel, eben diese 82 Prozent Fernstehende zu erreichen, auch wenn man den Rest der Katholiken enttäuschen muss. Das Motto des Magazins sei: reden wir mehr über Gott und weniger über die Kirche. Der Kommunikationsdirektor Leitenberger drückt es noch zugespitzter aus: „ Wenn das Magazin den Menschen, die in der Kirche sind, nicht gefällt, ist es für mich ein Zeichen dafür, dass wir richtig liegen“[17]. Jedoch glaubt er, dass im Dialog auf eine unaufdringliche und kompetente Art und Weise die Botschaft des Evangeliums für die Menschen von heute dargelegt wird. Dialog liefert Anknüpfungspunkte zwischen den Pfarrern und den fernstehenden Katholiken, wenn die Letzteren zu einer Pfarre gehen, um ihre Hochzeit oder die Taufe ihres Kindes zu besprechen. Die Pfarrer können sich des Magazins bei den Braut-, Hochzeits- oder Taufgesprächen bedienen.

In den ersten Monaten der Erscheinung von Dialog urteilten mehrere Leser in ihren Rückmeldungen über die Qualitäten des Blattes. Nach einer Schätzung Bergmanns sind zwei Drittel der Leserreaktionen positiv gewesen. In der Medienbranche hat eine positive Meldung viel Wert, denn bekanntlich greift man schneller zum Stift, wenn man sich über etwas ärgert, als wenn man zufrieden ist. Mit der Zeit sei das Blatt offensichtlich selbstverständlich geworden. Derzeit besprechen die meisten Leserbriefe nicht das Magazin selbst, sondern eher inhaltliche Fragen.

Exklusive Berichterstattung vom Dialog wurde schon von profanen Medien zitiert, bis hin zu Hauptnachrichtensendungen des ORF. Zum Beispiel wurde beim Wiederaufflammen der Affäre Groer ein Exklusiv-Interview mit dem Abt von Stift Göttweig im Dialog veröffentlicht, das später auch andere Medien zitierten.

Wiener Kirchenzeitung (Wochenzeitung)

Die Wiener Kirchenzeitung wurde im Revolutionsjahr 1848 gegründet. Mit Ausnahme zweier längerer Pausen, um die Jahrhundertwende und während des Zweiten Weltkriegs, überlebte die Zeitung viele sowohl gesellschaftspolitische als auch mediale Veränderungen.

Vor dem neuen Medienkonzept der Erzdiözese war es der Wiener Kirchenzeitung überlassen gewesen, ein fast unmögliches, akrobatisches Wunder zu vollbringen, nämlich den Spagat von Insiderinformation für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zum Involvieren der sogenannten „treuen Fernstehenden“. Dabei konnte die Zeitung auf Grund ihrer starren Blattkonzeption weder die einen, noch die anderen erreichen. Es wurde kaum Spielraum für kontroverse Meinungen angeboten; das konkrete Leben in den Gemeinden und die konkreten Diskussionen, die dort entstanden, hatten selten einen Platz in der Zeitung gefunden. Infolge dessen hatte die Wiener Kirchenzeitung ein stark überaltertes Leserpublikum, mit einem hohen Frauenanteil und einem hohen Anteil der ländlichen Bevölkerung.

Im August 1999 übernahm Elvira Groiss die Chefredaktion der Zeitung. Sie hatte gleich nach ihrem Theologiestudium bei der Wiener Kirchenzeitung im Diözesanteil angefangen. Einige Jahre später wechselte sie zum Theologieteil und wurde dazu stellvertretende Chefredakteurin. In ihrer 22-jährigen redaktionellen Tätigkeit hatte Groiss drei Umwandlungen des Blattes erlebt. Laut ihrer Aussage waren die ersten zwei Veränderungen eher formal. In deren Folge wurde das Großformat der Zeitung (das selbe Format wie die Tageszeitung „Die Presse“) verkleinert auf etwas größer als A4.

Das neue Medienkonzept veränderte die Kirchenzeitung nicht nur äußerlich, sondern positionierte sie auch inhaltlich neu, um die so genannten „Kirchen-geher“ mit Information zu beliefern. Zwischen den Männern und Frauen, die innerhalb der Kirche engagiert sind und das Kernsegment der internen Kommunikation bilden, und dem Kreis der „treuen Fernstehenden“, befindet sich eine Gruppe von Katholiken, die wöchentlich oder zumindest sehr oft einen Gottesdienst besucht und ihre religiösen Pflichten sehr ernst nimmt, dennoch nicht unmittelbar in der Kirche engagiert ist. Durch das wöchentliche Erscheinen ist die Zeitung aktueller als die anderen zwei Printprodukte der Erzdiözese, deswegen nach der Umstrukturierung auch für Kirchenangestellte interessant.

Bei der dritten sowohl formalen, als auch inhaltlichen Reform der Zeitung zog das Medienteam der Erzdiözese die deutsche Mediendienstleistungsesellschaft (MDG) zur Analyse heran. In den heißen Julitagen des Jahres 1997 trafen die Mitglieder der Redaktion und der damalige Kommunikationsdirektor Wolfgang Bergmann mit den Experten von der MDG zusammen. Jeder der Anwesenden durfte seine Kritik und Verbesserungsvorschläge aussprechen. Die MDG-Experten notierten sich alle Vorschläge und vereinbarten mit den Beteiligten einen weiteren Termin. „Ich kann nicht beurteilen in wieweit sie uns bei den Besprechungen gelenkt haben“, erzählt die Chefredakteurin der Zeitung, Elvira Groiss. „Denn sie haben schließlich gelernt, Seminare zu führen. Aber die Ergebnisse sind niemandem manipuliert vorgekommen“[18].

So wurde ein neues Layout und eine neue Struktur der Zeitung entwickelt.

Am 19. April 1998 erschien die Wiener Kirchenzeitung neu. Die Zeitung ist in drei Hauptgebiete aufgeteilt:

- aktuelle Information: acht Seiten, davon Themen der Woche (4 Seiten), Blick in die Welt (2 Seiten) und Panorama (2 Seiten)
- spiritueller Bereich: vier Seiten, davon Unser Glaube (2 Seiten) und Lesungen von Sonntag (2 Seiten)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Unsere Diözese: fünf Seiten, davon Termine, Personalien, Kinderseite, Kultur und Medien (2 Seiten), gekürzt Fernseh- und Radioprogramm und Ausflugsziele auf der letzen Seite.

In der Kirchenzeitung sind in jeder Nummer das Evangelium der Woche und Evangeliumskommentare zu lesen.

Im Durchschnitt werden im Monat 21.000 Exemplare verkauft. Der jährliche fünfprozentige Auflageverlust in der Erzdiözese bleibt in den letzten Jahren kontinuierlich bestehen, was auf die Tatsache zurück zu führen ist, dass die älteren Abonnenten sterben und an ihrer Stelle keine neuen erworben werden. Der befürchtete große Einbruch durch die Einführung der anderen diözesanen Printmedien aber blieb aus. „Wir schließen immer noch ordentlich ab“; versichert die Chefredakteurin. „Nur der Überschuss ist wirklich kaum die Rede wert“[19]. Deswegen kann sich die Redaktion keine Meinungsumfragen leisten, um herauszufinden, wie das neue Layout von der Leserschaft aufgenommen wurde. Die letzte Umfrage liege mehrere Jahre zurück und die Ergebnisse seien damals widersprüchlich gewesen.

„Wir wissen, wer unser Zielpublikum ist“, sagt Groiss. „Aber wir wissen nicht, wer von unserem Zielpublikum uns tatsächlich auch liest“[20]. Von Leserbriefen könne man nicht das Interesse und die Leserschaft abschätzen. Die Leserbriefeschreiber seien eine eigene Kategorie, die man nicht wirklich als die Leser bezeichnen kann. „Ganz bestimmt sind dichte Leserschichten bei uns aus dem Weinviertel, aus dem ländlichen Gebiet“, ist die Chefredakteurin überzeugt. „Von denen kriegen wir fast nie Leserbriefe. Den Verkaufszahlen kann ich aber entnehmen, dass dort die Zeitungen gut verkauft werden“[21].

Wie bei jedem anderen Kaufmedium sollte man auch hier Marketingmaßnahmen ansetzen, aber Werbung ist zu teuer. Nach Ansicht der Chefredakteurin könnte man mit 108 Abos ein Inserat, zum Beispiel in der „Presse“, finanzieren. Sie glaube aber nicht, dass ein solches Inserat 108 neue Abos einbringen wird, sodass die Investition sich lohnen würde. Zwar hat die Zeitung im _thema_kirche_ inseriert. Das brachte aber „nichts Überwältigendes". Es ist auch ein Werbespot für das Samstagsprogramm von Radio Stephansdom geplant. Es gebe aber in der Redaktion leider niemanden, der sich ausschließlich mit der Werbung der Zeitung beschäftigen könnte. „Wenn das Personal so angespannt ist und jeder so viel Arbeit hat“, meint die Chefredakteurin, „dann kann man sich nicht gleichzeitig auch noch um die Werbung kümmern“[22]. Eine Webseite im Internet sollte in der ersten Hälfte 2000 entstehen. Dennoch ist Groiss überzeugt, dass die alterprobte Art von Werbung, bei der man einen persönlichen Kontakt mit den Pfarren pflegt, die beste ist. Eine Person sollte die 600 Pfarren persönlich besuchen, sich Kritik und Vorschläge an Ort und Stelle anhören und die Leute anregen die Zeitung zu bestellen und zu lesen. Der Vertrieb der Zeitungen bedürfe auch einer Verbesserung. Seitdem die Firma „Mediaprint“ die Zustellung der Wiener Kirchenzeitung an die Pfarren übernommen habe, passiere es oft, dass manche Besteller ihre Zeitungen eine Woche zu spät bekommen.

Die Redaktion besteht aus sieben fix angestellten Mitarbeitern (mit dem Sekretär und der Verwaltung). Mit dem neuen Medienkonzept wurden Ressorts und Ressortleiter in der Redaktion eingeführt. Es wurde ein eigenes Ressort für familiäre und gesellschaftspolitische Themen herausgebildet, was dem pastoralen Auftrag der Kirchenmedien entspricht: die Dinge und die Ereignisse aus einer christlichen Perspektive zu beleuchten.

„Die Berichterstattung der profanen Medien ist nicht so vorbildlich, dass wir sie nachmachen wollen“[23], sagt die Chefredakteurin. Ein Ereignis füllt die Zeitungen ein paar Tage, dann ist es verschwunden, und das nächste ist an der Reihe. Und keines wird tiefer beleuchtet. „Das passiert uns auch“, gibt Groiss zu. „Das ist ein Problem, mit dem wir kämpfen. Aber es fehlt uns an Fachleuten. Und die Aufnahmefähigkeit der Leser ist auch begrenzt“[24]. Die Kirchenzeitung habe aber dadurch, dass sie wöchentlich erscheint, einen Vorteil. Die Redakteure haben mehr Zeit, um die Hintergründe einer Geschichte zu erforschen. „Das ist auch unsere Stärke“, betont Groiss „Mit den News können wir nicht mithalten. Da sind uns die Tageszeitungen voraus“[25]. Und „News“ zu erzeugen, wie es manche andere Blätter täten, sei nicht erstrebenswert.

„Jeder Krämer lobt seine Ware“, meint Erich Leitenberger, der einige Monate die Chefredaktion der Wiener Kirchenzeitung inne hatte. „Aber ich glaube, dass es eine objektive Feststellung ist, dass diese Zeitung eine der interessantesten Kirchenzeitungen in deutscher Sprache ist.“[26]

„Wir haben tatsächlich Lorbeeren in der Broschüre der MDG eingeheimst“, bestätigt die derzeitige Chefredakteurin der Zeitung. „ Einen Preis haben wir auch gewonnen, für das Titelblatt: Muttertag im Kosovo“[27]. Jedoch überschätze sie diese Anerkennung nicht. Die Medienspezialisten seien schließlich nicht mit den Lesern identisch. „Dieses Lob freut mich zwar, aber der Anschlag ist nicht so hoch, wie wenn jetzt Tausend Leute kommen und die Zeitung kaufen würden“[28].

Jeden Monat besprechen die Chefredakteure der drei diözesanen Printmedien, unter welchen unterschiedlichen Aspekten die aktuellen Themen im entsprechenden Blatt ausgeführt werden sollen, so dass sie jede der drei Zielgruppen erreichen können. Koordination ist auch wichtig, um Mittel zu sparen. Zum Beispiel wird nur ein Fotograf in Kriegsgebiete geschickt, der Fotos für alle drei Medien liefert.

TEIL III ZIELE DES KONZEPTES

1. MEDIALE ZIELE

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[29]

Nach den Ergebnissen der Media-Analyse ist für 46 Prozent der befragten Österreicher die Beziehung zu Gott wichtig. Für die Kirche bedeuten diese Ergebnisse, dass sie nicht mit Atheismus konfrontiert ist, sondern gerade umgekehrt: die Frage nach dem Sinn hat eine hohe Konjunktur; die Menschen interessieren sich für Glaubensfragen.

Das Klima ist also günstig für die Kirche, den suchenden Menschen religiöse Inhalte anzubieten[30], denn sie hat Kompetenz, Sinnfragen zu erläutern. Das Problem ist, dass die katholische Kirche in Österreich ein schlechtes Image hat und das ist die Schlucht, die durch das neue Kommunikationskonzept der Erzdiözese überbrückt werden soll.

Die Kirche hat eine Botschaft, die eine frohe Botschaft ist und die sie an die Menschen heranbringen will. Heutzutage ist der Verkündigungsbegriff sehr verengt; darunter wird das predigthafte Auftreten im Rahmen einer Liturgie oder des Religionsunterrichts verstanden. Verkündigung findet aber eigentlich immer dann statt, wenn ein Mensch einem anderen Menschen Gott näher bringen will. Sie ist nicht unbedingt verbal, sondern erfolgt auch durch Handlungen, zum Beispiel wenn ein Manager aus dem Geschäft aussteigt und in einen Orden eintritt. Verkündigung findet nur in Form von Kommunikation statt, daher die Überzeugung der Verantwortlichen für die Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese, dass Verkündigung und Medien durchaus zu vereinbaren sind. Die Medien bauen auf eine personifizierte Berichterstattung; sie brauchen Köpfe, Gesichter, Namen. Die Kirche hat von Anfang an Medien genützt, man denke an die Briefe von Paulus. Wenn man aber die frohe Botschaft durch Printmedien verkünden will, sollte man deren eigene Gesetzmäßigkeiten berücksichtigen. Es ist ein Unterschied, ob man ein Religionsbuch schreibt oder ein Magazin gestaltet.

Jeder Journalist und jede Journalistin in Österreich haben sich den Gesetzmäßigkeiten des Medienmarktes zu unterwerfen. „Auf Grund meiner langjährigen Tätigkeit im ORF“, meint der Chefredakteur von _thema_kirche_ und Dialog, Peter Wesely, „weiß ich, dass die Themen, die ein Journalist als wesentlich erkennt, nicht unbedingt auch bei einer Redaktionssitzung als wesentlich gesehen und ausgearbeitet werden, sondern oft im Papierkorb landen“[31]. Die beiden Monatsmagazine der Kirche hätten eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber dem Diktat des freien Marktes dadurch, dass sie kostenlos sind und ihre Finanzierung bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht von Inseraten abhängt. _thema_kirche_ richte sich danach, was das Thema der katholischen Kirche ist und wie die Leute in dieser Kirche, vom Bischof bis zu den Mitgliedern der Pfarren, mit diesem Thema umgehen. „Ich werde im Unterschied zu Journalisten anderer Medien nicht jede Aufgeregtheit mitmachen“[32], sagt Wesely. Die Sensationen sind nicht das Ziel der kirchlichen Medien. Die Redakteure der drei diözesanen Blätter überlegen vielmehr, ob eine Konfliktsituation ein isoliertes Problem darstellt, oder ob dieses Problem zu einer Kette von Problemen in der Kiche gehört. Der eskalierte Streit zwischen dem Pfarrer und dem Pfarrgemeinderat in einer Pfarre könnte „attraktiv“ für die aktuelle Berichterstattung einer Tageszeitung oder einer Radiosendung sein, „weil die Fetzen fliegen“. Ein _thema_kirche_ - Redakteur überlegt sich aber, welche Möglichkeiten es innerhalb der Diözese gibt, um Konfliktsituationen zu lösen oder welche Präventivmaßnahmen gesetzt werden könnten, um solche Konflikte zu vermeiden.

Durch Medien könnte man Gegensätze verschärfen, aber man könnte auch versuchen, ohne Wahrheiten zu verschweigen, ausgleichend zu wirken. „Natürlich muss man manche Dinge beim Namen nennen“, betont der Verantwortliche für die gesamte Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese, Erich Leitenberger. „Aber es ist eine Frage der Einstellung, ob man auf Konfrontationskurs geht oder auf Ausgleichskurs.“[33] Er gibt zu, dass in manchen Situationen die Konfrontation unvermeidbar ist. Im Domverlag ist bereits der erste Band eines so genannten österreichischen Martyrologiums erschienen; weitere Bände werden vorbereitet. In diesem Martyrologium sind die Lebensgeschichten von österreichischen Katholiken belegt, die in der Nazizeit, zwischen 1938 und 1945, aus ihrer Glaubensüberzeugung heraus ihr Leben geopfert haben. „In solchen politischen Situationen kann man keinen Ausgleich suchen“, meint Leitenberger. „Die Konfrontation ist der einzige Weg, wenn man der Wahrheit nachgehen will“[34]. Bei vielen anderen Fragen aber sei es besser zu versuchen, die Argumente des anderen zu hören und ernst zu nehmen.

Alle drei der dargestellten Printprodukte der Erzdiözese enthalten Informationen, die kirchliche Begriffe und Symbole erklären und die Unterschiede zu anderen Glaubensgemeinden klar zeigen. Bei Lebensfragen dagegen versuchen die Redakteure unterschiedliche Standpunkte zu berücksichtigen. Die Dokumente des zweiten Vatikanums besagen deutlich, dass es Fragen gibt, bei denen die Katholiken legitimerweise zu unterschiedlichen Ansätzen kommen können. Deswegen ist das Ziel der drei Medien und vor allem des Dialogs nicht, belehrend eine Meinung zu favorisieren, sondern manche Themen zur Sprache zu bringen.

Die Kirchenmedien sind den Dokumenten der Kirche über Medienarbeit verpflichtet, sowie der Objektivität und einer gesellschaftspolitischen Unabhängigkeit. Sie sind aber vor allem dem Grundverkündigungsauftrag der Kirche verpflichtet, der allerdings eine große Bandbreite hat. Sie dürfen auf keinen Fall Sprachrohr einer kirchlichen Gruppe oder eines kirchlichen Flügels werden.

Die drei Blätter der Erzdiözese behandeln kontinuierlich soziale Fragen. Das Thema Armut ist fast in jeder Nummer präsent, ebenso Spendenaktionen, die zur Solidarität aufrufen. Dieses Thema ist in drei Bereiche aufgeteilt: Dritte Welt, Osteuropa und Hilfe in Österreich. Dialog hat noch den Spezialbereich: Mütter in Not. „Wir sind vorsichtig, dass wir nicht ins Tagespolitische und Parteipolitische hineinkommen“[35], sagt Bergmann. Zu bewerten, welches Modell der Kinderbetreuung oder der Karenzgelder das bessere ist, sei nicht Aufgabe der kirchlichen Medien. Sie sollen nicht Besserwisser der Nation werden, sondern Themen wie Armut, Ausländerpolitik, Familienpolitik ohne Aufregung und seriös angehen und sich nicht in hektische politische Auseinandersetzungen verwickeln lassen. „Unsere Aufgabe ist nicht, den Katholiken ihre politischen Entscheidungen abzunehmen“, pflichtet ihm Leitenberger bei, „sondern ihre Informationslage zu verbessern“[36]. Vor den Wahlen am 3. Oktober 1999 zum Beispiel startete Dialog eine Umfrage unter den Obleuten aller im Parlament vertretenen politischen Parteien.

[...]


[1] Siehe im Anhang: Diagramm 1.

[2] Interview mit E. Leitenberger / 10. Dezember 1999.

[3] Interview mit W. Bergmann / 25. Mai 1999.

[4] Interview mit E. Leitenberger / 10. Dezember 1999.

[5] Grafik: Dr. Karmasin Marktforschung / Österr. Gallup - Institut 1997.

[6] Interview mit E. Leitenberger / 10. Dezember 1999.

[7] Interview mit E. Leitenberger / 10. Dezember 1999.

[8] Interview mit W. Bergmann / 25. Mai 1999.

[9] Ursula Struppe wechselte innzischen ihre Arbeitsstelle

[10] Interview mit E. Leitenberger / 10. Dezember 1999.

[11] Interview mit P. Wesely / 26. April 1999.

[12] Interview mit P. Wesely / 26. April 1999.

[13] Interview mit E. Leitenberger / 10. Dezember 1999.

[14] Grafiken: Dr. Karmasin Marktforschung / Österr. Gallup - Institut 1997.

[15] Siehe im Anhang: Diagramme 2-5.

[16] Interview mit W. Bergmann / 25. Mai 1999.

[17] Intrview mit E. Leitenberger / 10. Dezember 1999.

[18] Interview mit E. Groiss / 15. Dezember 1999.

[19] Interview mit E. Groiss / 15. Dezember 1999.

[20] Ebenso.

[21] Interview mit E. Groiss / 15. Dezember 1999.

[22] Ebenso.

[23] Ebenso.

[24] Interview mit E. Groiss / 15. Dezember 1999.

[25] Ebenso.

[26] Interview mit E. Leitenberger / 10. Dezember 1999.

[27] Interview mit E. Groiss / 15. Dezember 1999.

[28] Ebenso.

[29] Diagramm: Dr. Karmasin Marktforschung / Österr. Gallup - Institut 1997.

[30] Siehe im Anhang: Diagramme 26 und 27.

[31] Interview mit P. Wesely / 26. April 1999.

[32] Ebenso.

[33] Interview mit E. Leitenberger / 10. Dezember 1999.

[34] Ebenso.

[35] Interview mit W. Bergmann / 25. Mai 1999.

[36] Interview mit E. Leitenberger / 10. Dezember 1999.

Ende der Leseprobe aus 115 Seiten

Details

Titel
Das Medienkonzept der Erzdiözese Wien (1996 - 2001)
Untertitel
Thema Kirche, Dialog und Wiener Kirchenzeitung vor dem Hintergrund des kirchlichen Medienverständnisses
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Pastoraltheologie)
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2001
Seiten
115
Katalognummer
V12807
ISBN (eBook)
9783638186100
ISBN (Buch)
9783638744201
Dateigröße
845 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medien, Theologie, katholische Kirche, McLuhan, Medientheorie, Verkündigung
Arbeit zitieren
Valia Kraleva (Autor), 2001, Das Medienkonzept der Erzdiözese Wien (1996 - 2001), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12807

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