Goethe, Johann Wolfgang von - Die Leiden des jungen Werther - Woran geht Werther zugrunde?


Essay, 2003

6 Seiten, Note: A-/B+ (1.7)


Leseprobe

In seinem Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ erzählt Johann Wolfgang von Goethe die Geschichte des jungen Werther, der aus Verzweiflung an einer nicht erfüllten Liebe zu einer jungen Frau, die schon einem anderem gehört, Selbstmord begeht.

Werthers Motiv für diese Tat ist der Konflikt zwischen Herz und Verstand, Natur und Kunst und Individuum und Gesellschaft.

Werther ist ein in sich gekehrter Mensch der die Natur der Stadt vorzieht. Er fühlt sich in der Natur geborgen und verstanden. Für ihn herrschen dort keine objektiven Regel der Gesellschaft und er kann ganz seinen Leidenschaften, dem Zeichnen und der Literatur, nachgehen.

Neben dem Zeichnen und Lesen schreibt er Briefe an seinen Freund Willhelm, dem er offensichtlich mehr zugeneigt ist als seiner eigenen Mutter. Werther hat offenbar kein so gutes Verhältnis zu ihr, was wohl aus seiner Kindheit resultiert. Dies macht auch deutlich warum Werther später so vernarrt in Lotte ist, da er in ihr eine Art Mutterfigur sieht, als sie sich so um ihr Geschwister kümmert. Seiner Mutter wiederum schreibt Werther nicht so viele Briefe. Sie erhält eher Nachrichten durch Willhelm, „ Du bist so gut, meiner Mutter zu sagen, dass ich ihr Geschäft bestens betreiben und ihr ehestens Nachricht davon geben werde...Kurz, ich mag jetzo nicht davon schreiben, sag meiner Mutter, es werde alles gut gehen .“. (Werther, 1.Teil, S.11) Werthers nicht richtig geklärte, und offenbar nicht allzu günstige Familienverhältnisse sollen später auch zu seinem Scheitern beitragen.

Willhelm, ein Freund, versucht Werther in all seinen Tiefs zu helfen, und es scheint als ob Willhelm der einzige Mensch ist, mit Ausnahme von Lotte, was auch Werthers Zuneigung bestärkt, der ihn versteht und ernst nimmt. Willhelms Ernstnehmen zeichnet sich in seinem Antworten auf Werthers Briefe aus, Lottes wiederum in ihrem Verständnis für Werthers Gedanken, was er gleich beim ersten Treffen bemerkt, „Ich fand so viel Charakter in dem was sie sagte.“. (Werther, 1. Teil, S. 21) Werther sieht in ihr und ihren Gedanken einen Verbündeten, „Ich bemühte mich, meine Bewegungen über diese Worte zu verbergen.“. (Werther, 1.Teil, S. 22) Das „Nicht- ernst- genommen- werden“ von der Gesellschaft, spielt auch eine große Rolle in Werthers Leben und trägt zu seinem Scheitern bei.

[...]

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
Goethe, Johann Wolfgang von - Die Leiden des jungen Werther - Woran geht Werther zugrunde?
Hochschule
Boston University  (Institut for Foreign Languages/German)
Note
A-/B+ (1.7)
Autor
Jahr
2003
Seiten
6
Katalognummer
V13014
ISBN (eBook)
9783638187701
Dateigröße
439 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Analyse ohne Sekundärliteratur. 198 KB
Schlagworte
Goethe/Werther
Arbeit zitieren
Silvia Golle (Autor), 2003, Goethe, Johann Wolfgang von - Die Leiden des jungen Werther - Woran geht Werther zugrunde?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13014

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