Bevölkerungsgeographische Problemstellung: Problematik der Tragfähigkeit, Aspekte der Ökologie und Demographie


Hausarbeit, 2002
8 Seiten, Note: keine Benotung

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Die Theorie von Malthus

3. Überbevölkerung - Problemübersicht

4. Waldnutzung

5. Urbanisierung

6. Schlussfolgerungen

Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Wie schon unlängst bekannt, steht die Dritte Welt einem der größten Probleme überhaupt gegenüber – der Überbevölkerung. In den nächsten Abschnitten soll dies anhand der Theorie von Malthus veranschaulicht werden. Danach soll die Problematik der wachsenden Bevölkerungszahl anhand der Nutzung des tropischen Regenwaldes und der zunehmenden Urbanisierung veranschaulicht werden.

2. Die Theorie von Malthus

Im Hinblick auf den Zusammenhang zwischen Bevölkerung und Wirtschaft wurden mehrere Modelltypen entwickelt, die erklären wollen, wie es in bestimmten Regionen zu Unterentwicklung kommt.

Die nicht-ökonomischen Theorien gehen davon aus, dass die Ursachen von wirtschaftlicher Entwicklung das Klima, das Fehlen bestimmter menschlicher, psychologischer Voraussetzungen und das Fehlen zentraler Elemente des Modernisierungsprozesses sind.

Die ökonomische Theorieansätze gehen davon aus, dass die Ursache von Unterentwicklung überwiegend in endogenen Faktoren oder exogenen Elementen gesehen werden muss.

Die global- universalen systemanalytischen Ansätze bestehen aus Weltmodellen, die versuchen, ganzheitliche Lösungsansätze zu erstellen.

Das klassische Gesetz von Malthus vertritt eine eher pessimistische Sichtweise. Die Nahrungsmittelproduktion und das Bevölkerungswachstum verlaufen nicht proportional: die Nahrungsmittelproduktion wächst linear in einer arithmetischen Reihe, die Bevölkerung dagegen exponentiell in einer geometrischen Reihe. Dies erschwert die Erreichung eines Gleichgewichts der beiden Faktoren, Folgen sind Seuchen, Hunger, usw.

Das malthusianische Gesetz kann in zwei Sätzen Wiedergegeben werden:

1. „ während die Bevölkerung in geometrischer Progression wächst, nimmt die Nahrungsmittelproduktion lediglich in arithmetischer Progression zu.“
2. „ Die Übereinstimmung zwischen Bevölkerung und Nahrungsmittelproduktion wird durch zwei Kontrollmechanismen hergestellt“[1]

- präventive Mechanismen, d.h. Fruchtbarkeitsbeschränkung, z.B. freiwillige Enthaltsamkeit, Zölibat
- repressive Mechanismen, d.h. Veränderung der Sterblichkeit, z.B. Seuchen Hungersnöte, Armut

Hieraus folgt, dass Bevölkerung nur wachsen kann, wenn sie sich auch unterhalten kann. Nach Malthus entsteht eine sogenannte Armutsfalle dadurch, dass das Bevölkerungswachstum die Erneuerung der Lebensgrundlagen blockiert und die Bevölkerung so in einer Elendsspirale gefangen wird.[2]

3. Überbevölkerung – Problemübersicht

Um das Überbevölkerungsproblem zu erörtern, bedarf es zunächst einer Definition des Begriffs: Überbevölkerung ist gegeben, „ wenn ... Bevölkerungsgröße und / oder Bevölkerungsentwicklung einer Region ein Leben nach den durch Natur, Brauchtum und Gesellschaft gesetzten Normen und Vorstellungen unter den gegebenen regionalen, natürlichen, wirtschaftlichen, politischen und sozialen Verhältnissen verhindert oder behindert.“[3]

Durch die Bevölkerungszunahme steht nun dem Einzelnen weniger an produzierten Gütern zu. So kommt es zu einer Minderung des Lebensstandards. Durch Übernutzung der natürlichen Ressourcen, um die Nahrungsmittelproduktion zu steigern, kommt es zunächst zu einer Ertragsminderung, dann zu einem Leistungsausfall des Systems und zusätzlich zu steigenden Kosten zur Erhaltung oder Wiederherstellung des Systems. Besonders bei der Bodennutzung ist man schon an die Grenzen der Tragfähigkeit gelangt.

4. Waldnutzung

Der Wald hat zwei Funktionen, die in gegenseitigem Wiederspruch stehen. Zum einen hat er eine ökonomische Funktion, d.h. er liefert Brenn-, Bau- und Industrieholz. Zum anderen hat er eine ökologische Funktion, d.h. er wirkt als Klimaregulator und stabilisiert den Boden und den Wasserhaushalt der Erde.

[...]


[1] Hauser, Jürg: Bevölkerung und Umweltprobleme der Dritten Welt, Band 2, S. 300

[2] Hauser, Jürg: Bevölkerung und Umweltprobleme der Dritten Welt, Band 2, S. 300-312

Schmid, Josef: Bevölkerung- Umwelt- Entwicklung, S. 24- 41

[3] Hauser, Jürg: Bevölkerung und Umweltprobleme der Dritten Welt, Band 2, S. 300

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Bevölkerungsgeographische Problemstellung: Problematik der Tragfähigkeit, Aspekte der Ökologie und Demographie
Hochschule
Universität Augsburg  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
Sozialgeographie
Note
keine Benotung
Autor
Jahr
2002
Seiten
8
Katalognummer
V13506
ISBN (eBook)
9783638191531
Dateigröße
435 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bevölkerungsgeographische, Problemstellung, Problematik, Tragfähigkeit, Aspekte, Demographie, Sozialgeographie
Arbeit zitieren
Katrin Englert (Autor), 2002, Bevölkerungsgeographische Problemstellung: Problematik der Tragfähigkeit, Aspekte der Ökologie und Demographie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13506

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