Qualifikationen im Wandel: Perspektiven "einfacher Arbeit"


Seminararbeit, 2008

11 Seiten, Note: 2,7

Frank Frei (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen
2.1 Der Begriff „einfache Arbeit“
2.2 Definition Qualifikation

3. Langfristige Entwicklung der Qualifikationsstruktur

4. Arbeitsmarktperspektiven gering qualifizierter
4.1 Prognose
4.2 Ansätze zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen 8mmm gering qualifizierter

5. Zusammenfassung und Fazit

Literaturangaben

1. Einleitung

In den letzten Jahrzehnten haben sich die meisten Arbeitsmärkte verändert. Die Konkurrenz der Arbeitskräfte untereinander ist deutlich gestiegen vor Allem durch die zunehmende Bedeutung der Technologien und den damit verbundenen erhöhten Arbeitsanforderungen. Aber auch andere Faktoren wie die Globalisierung, die Expansion der Bildung und ein industrieller Wandel spielen bei der Erhöhung des Konkurrenzdrucks auf den Arbeitsmärkten eine bedeutsame Rolle.1

Im folgenden Verlauf soll nun die These untersucht werden, dass sich die Arbeitsmarktperspektiven für gering qualifizierte Personen in den letzten Jahren deutlich verschlechtert haben.

Das Ziel der Arbeit besteht darin die Entwicklung der Qualifikationsstruktur Deutschlands darzustellen, Ansätze zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen gering qualifizierter näher zu erläutern sowie zu diskutieren, ob sich die Arbeitsmarktperspektiven gering Qualifizierter verbessern oder verschlechtern werden.

Der folgende Gliederungspunkt wird zunächst einige Definitionen umfassen. Anschließend wird die langfristige Qualifikationsentwicklung von Deutschland näher beleuchtet sowie die Arbeitsmarktperspektiven gering qualifizierter.

2. Definitionen

2.1 Der Begriff „einfache Arbeit“

Der Begriff „einfache Arbeit“ wird unterschiedlich definiert. Wenn nachfolgend von diesem Begriff gesprochen wird, so soll darunter verstanden werden, dass für „einfache Arbeiten“ keine Berufsausbildung erforderlich ist, die Tätigkeit in wenigen Tagen schnell angelernt und auch von ungelernten Personen ausgeführt werden kann. Klassische Beispiele Personen einfacher Arbeit stellen Lagertätigkeiten oder die Zimmerreinigung dar, wobei auch hier differenziert werden muss und man nicht pauschal jede Stelle in diesem Bereich als „einfache Tätigkeit“ bezeichnen kann.2

Oft haben „einfache Tätigkeiten“ einige Merkmale gemeinsam wie zum Beispiel, dass die Löhne oft niedriger sind, die Arbeitszeiten ungünstiger und das gesellschaftliche Ansehen geringer ist, als bei qualifizierten Tätigkeiten.3

2.2 Definition Qualifikation

Qualifikation beschreibt alle Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten einer Person, um eine bestimmte Tätigkeit am Arbeitsplatz ausführen zu können. Qualifizieren kann man sich auf unterschiedlichen Wegen zum Beispiel über eine Aus-, Fort- oder Weiterbildung.4 Wichtig ist zu differenzieren zwischen Qualifikation des Bewerbers und Qualifikationsanforderungen der entsprechenden Tätigkeit, welche nicht immer unbedingt gleich sein müssen. Im Einzelfall gibt es auch überqualifizierte Menschen, die einfache Tätigkeiten ausführen aber andersherum auch vereinzelt gering qualifizierte Menschen, die eine anspruchsvolle Tätigkeit ausüben.5

3. Langfristige Entwicklung der Qualifikationsstruktur

Die nachfolgende Grafik 1 zeigt die Entwicklung der Qualifikationsstruktur der Bevölkerung im Zeitraum von 1976-2000. Hier kann man deutlich erkennen, dass der Prozentsatz der Personen ohne Berufsabschluss zwischen 1976 und 2000 43% auf um etwa 12% gesunken ist von 43% auf 30%. Gestiegen im gleichen Zeitraum sind die Personen mit einer Hoch- bzw. Fachschulreife. Gab es 1976 noch etwa 5% Hochschulabsolventen so waren es im Jahr 1992 schon 10% und im Jahre 2000 schon 12%. Die Zahl der Fach- bzw. Lehrschulabschlüsse hat sich im Zeitraum von 1976 bis 2000 um etwa 10% erhöht auf etwa 59%. Diese Daten zeigen, dass sich die Qualifikationsstruktur dahin verändert hat, dass sich immer mehr Menschen qualifizieren oder einen höheren Bildungsabschluss erlangen.

[...]


1 vgl. Kazamaki Ottersten, E. (2000): Gering qualifizierte Personen am Arbeitsmarkt – Ausblick und politische Optionen, Amt für amtliche Veröffentlichungen der europ. Gemeinschaften, Luxemburg, S. 21.

2 vgl. Bellmann, Lutz/ Stegmaier, Jens (2007): Einfache Arbeit in Deutschland – Restgröße oder relevanter Beschäftigungsbereich? IN: Diskurs: Perspektiven der Erwerbstätigkeit, S. 11.

3 vgl. Weinkopf, Claudia (2007): Gar nicht so einfach?! Perspektiven für die Qualifizierung, Arbeitsgestaltung und Entlohnung IN: Diskurs: Perspektiven der Erwerbstätigkeit, Friedrich Ebert Stiftung, Bonn, S. 28.

4 vgl. Microsoft Encarta Enzyklopädie 2007 auf DVD © 1993-2006 Microsoft Corporation, Stichwort Qualifikation.

5 vgl. Weinkopf, Claudia (2007): Gar nicht so einfach?! Perspektiven für die Qualifizierung, Arbeitsgestaltung und Entlohnung IN: Diskurs: Perspektiven der Erwerbstätigkeit, Friedrich Ebert Stiftung, Bonn, S. 27f.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Qualifikationen im Wandel: Perspektiven "einfacher Arbeit"
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
2,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
11
Katalognummer
V137379
ISBN (eBook)
9783640463800
ISBN (Buch)
9783640460977
Dateigröße
574 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einfacher arbeit, arbeitslosigkeit, qualifikationsstruktur, arbeitsmarktperspektiven, gering qualifizierte, arbeitsmarktchancen, qualifizierung, einfache arbeit, hilfsjob, minijob, qualifikation, definition einfache arbeit, einfache tätigkeit, arbeitsmarkt
Arbeit zitieren
Frank Frei (Autor), 2008, Qualifikationen im Wandel: Perspektiven "einfacher Arbeit", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137379

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Qualifikationen im Wandel: Perspektiven "einfacher Arbeit"



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden