Ambulante Kinder- und Jugendhilfe


Hausarbeit, 2009
23 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe

2. Rechtliche Grundlagen
2.1 Sozialgesetzbuch
2.2 Das Kinder- und Jugendhilfegesetz

3. Historische Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe

4. Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe
4.1 Ambulante Kinder- und Jugendhilfe
4.2 Hilfen zur Erziehung
4.2.1 Erziehungsberatung
4.2.2 Soziale Gruppenarbeit
4.2.3 Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer
4.2.4 Sozialpädagogische Familienhilfe
4.2.5 Erziehung in einer Tagesgruppe
4.2.6 Vollzeitpflege
4.2.7 Heimerziehung / Sonstige betreute Wohnform
4.2.8 Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung
4.3 Hilfen zur Erziehung = Flexible Erziehungshilfen

Resümee

Literaturverzeichnis

Ehrenwörtliche Erklärung

Einleitung

In dieser wissenschaftlichen Arbeit möchte ich mich mit der Kinder- und Jugendhilfe, speziell mit der ambulanten Kinder- und Jugendhilfe, auseinandersetzen und demnach konkrete Fragen beantworten.

Beispielsweise stellt sich die Frage, worin die Aufgabe der sozialarbeiterischen Komponente “Ambulante Kinder- und Jugendhilfe“ besteht. Des Weiteren ist zu klären, wie sich dieses spezielle Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit im historischen Kontext entwickelt hat. Wer genau gehört zur Zielgruppe der (ambulanten) Kinder- und Jugendhilfe? Welche “Hilfe- bzw. Unterstützungsformen“ existieren innerhalb der ambulanten Kinder- und Jugendhilfe? Welches sind die rechtlichen Grundlagen?

Ich werde folgendermaßen vorgehen:

Vorher möchte ich jedoch erwähnen, dass der eigentliche Schwerpunkt dieser Ausarbeitung zwar die ambulante Kinder- und Jugendhilfe ist, dennoch ist es mir wichtig, auch allgemein einen groben Überblick über die Kinder- und Jugendhilfe sowie einen groben Überblick unseres Sozialgesetzbuches zu geben.

Demnach möchte ich zunächst kurz das Arbeitsfeld “Kinder- und Jugendhilfe“ darstellen und dann auf die rechtlichen Grundlagen eingehen, indem ich allgemein das Sozialgesetzbuch erwähne, um anschließend speziell auf das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) einzugehen.

Im Anschluss werde ich die historische Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe skizzieren.

Nach den historischen Aspekten werde ich die ambulante Kinder- und Jugendhilfe näher erläutern und dann die “Hilfen zur Erziehung“ (HzE) vorstellen. Abschließend werde ich kurz erläutern, inwieweit Flexibilität in der (ambulanten) Kinder- und Jugendhilfe erforderlich ist, und wie sie ermöglicht wird.

Die gewonnenen Erkenntnisse werde ich in einem Resümee reflektieren.

1. Das Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe

Die Kinder- und Jugendhilfe richtet sich an Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und auch an deren Familien. Junge Menschen sollen in der individuellen Entwicklung sowie in der sozialen Entwicklung gefordert werden. Zudem sollen Benachteiligungen von Kindern und Jugendlichen verringert bzw. sie sollen vermieden werden. Ein weiterer Aspekt der Kinder- und Jugendhilfe ist die Fürsorge positiver Lebensbedingungen sowie einer kinder- und familienfreundlichen Umwelt. Als handlungsorientierter “Mittelpunkt“ gilt in jedem Fall die Erziehung.

(Vgl.: Jordan, E. u.a. 2005: 12)

Bei der Erfüllung der Aufgaben innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe werden folgende Interventionsstrategien verfolgt:

- Politisch
- Indirekt unterstützend
- Direkt helfend

(Vgl.: Jordan, E. u.a. 2005: 13)

Je nach der individuellen Bedürfnislage von Kindern und Jugendlichen sowie nach den Verpflichtungen des Staates werden folgende Arbeitsbereiche differenziert:

- „Angebot zur allgemeinen Förderung der Erziehung und Bildung junger Menschen (Elementarerziehung, Spielangebote, Jugendarbeit),
- Beratungs- und Unterstützungsangebote (Erziehungsberatung, Krisenintervention, Schulsozialarbeit, Jugendsozialarbeit),
- Hilfen zur Erziehung (ambulante und teilstationäre Hilfen, Unterbringung außerhalb der eigenen Familie),
- Hoheitliche Aufgaben (Pflegschaft und Vormundschaft, Vormundschafts-,

Familien- und Jugendgerichtshilfe).“

(Jordan, E. u.a. 2005: 71)

Um mein aufgeführtes Zitat und die Arbeitsbereiche der Kinder- und Jugendhilfe zu untermauern, möchte ich die hauptsächlichen Aufgaben nun noch mal in drei wesentlichen “Leistungsaspekten“ zusammenfassen:

- Kinder und Jugendliche und deren Entwicklungsmöglichkeiten fördern bzw. Fähigkeiten ausbilden. Behebung von Entwicklungsdefiziten.
- allgemeinerzieherischer Leistungsaspekt
- Beratende und betreuende Tätigkeit (z.B. bei Jugendkriminalität, Scheidung der Eltern, Verhaltensauffälligkeiten etc.) sowie das Unterbringen von Kindern außerhalb der eigenen Familie. Soziale Kontrolle durch Mitwirkung in Gerichtsverfahren.
- pädagogischer und wirtschaftlicher Leistungsaspekt
- Interessenvertretung von Kindern und Jugendlichen bzw. das “Einmischen“ in die Sozialpolitik bezüglich besserer Lebensbedingungen (z.B. Stadtplanung).
- anwaltschaftlich-politischer Leistungsaspekt

(Vgl.: Jordan, E. u.a. 2005: 12f)

2. Rechtliche Grundlagen

2.1 Sozialgesetzbuch

Das Sozialgesetzbuch (SGB) soll für soziale Gerechtigkeit und für soziale Sicherheit sorgen. Um dies näher zu erläutern, möchte ich folgenden Paragraphen zitieren:

„(1) Das Recht des Sozialgesetzbuches soll zur Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit und sozialer Sicherheit Sozialleistungen einschließlich sozialer und erzieherischer Hilfen gestalten. Es soll dazu beitragen,

ein menschenwürdiges Dasein zu sichern,

gleiche Voraussetzungen für die freie Entfaltung der Persönlichkeit, insbesondere auch für junge Menschen, zu schaffen,

die Familie zu schützen und zu fördern,

den Erwerb des Lebensunterhalts durch eine frei gewählte Tätigkeit zu ermöglichen und

besondere Belastungen des Lebens, auch durch Hilfe zur Selbsthilfe, abzuwenden oder auszugleichen.

(2) Das Recht des Sozialgesetzbuchs soll auch dazu beitragen, daß die zur Erfüllung der in Absatz 1 genannten Aufgaben erforderlichen sozialen Dienste und Einrichtungen rechtzeitig und ausreichend zur Verfügung stehen.“

(zitiert nach § 1 Abs. 1 & 2 Sozialgesetzbuch I in: Wasmund, Steffen; http://www.sozialgesetzbuch-bundessozialhilfegesetz.de/_buch/sgb_i.htm)

Unser Sozialgesetzbuch ist in insgesamt zwölf Bücher aufgeteilt. Die verschiedenen Gebiete möchte ich im Folgenden auflisten und benennen:

- SGB I – Allgemeiner Teil
- SGB II – Grundsicherung für Arbeitssuchende
- SGB III – Arbeitsförderung
- SGB IV – Gemeinsame Vorschriften für die Sozialversicherung
- SGB V – Gesetzliche Krankenversicherung
- SGB VI – Gesetzliche Rentenversicherung
- SGB VII – Gesetzliche Unfallversicherung
- SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe
- SGB IX – Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen
- SGB X – Verwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz
- SGB XI – Soziale Pflegeversicherung
- SGB XII – Sozialhilfe

(Vgl.: Wasmund, Steffen; http://www.sozialgesetzbuch-bundessozialhilfegesetz.de/)

[...]

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Ambulante Kinder- und Jugendhilfe
Hochschule
Fachhochschule Dortmund
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
23
Katalognummer
V142952
ISBN (eBook)
9783640519675
ISBN (Buch)
9783640521180
Dateigröße
514 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese wissenschaftliche Arbeit diente als Abschlussprüfung für das Modul "Arbeitsfelder, Geschichte und Theorien der Sozialen Arbeit" (Modul 02, 1. Semester) an der Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften.
Schlagworte
Kinder, Jugend, Jugendamt, Erziehung, Hilfen zur Erziehung, SGB VIII, ambulant
Arbeit zitieren
David M. X. Lehnerer (Autor), 2009, Ambulante Kinder- und Jugendhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142952

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Ambulante Kinder- und Jugendhilfe


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden