Spirans cum liquida

Eine Untersuchung zur römischen Metrik


Forschungsarbeit, 2010
57 Seiten

Leseprobe

Spirans cum liquida

Eine Untersuchung zur römischen Metrik von Joachim Richter-Reichhelm

3. verbesserte und erweiterte Auflage

Diese Untersuchung ist eine Erweiterung der auf meiner Website (http://www.spirans-cum- liquida.de) publizierten Arbeit „Spirans cum liquida“, die als zweite verbesserte Auflage hier noch einmal vorgestellt wird.

Die Anregung, die Erweiterung dieser Studie zu veröffentlichen, verdanke ich der hilfreichen Kritik von Herrn Prof. Dr. Christian Lehmann (Universität Erfurt) und seinen jüngst erschienenen Aufsätzen zur Silbenstruktur des Lateinischen(10,11). Ihm vor allem gilt mein Dank wie auch den Kollegen Jürgen Reinsbach, Dietrich Stratenwerth und Dr. Josef Rabl (Berlin), die mir mit Rat und Tat zur Seite standen.

Vorwort zur 3. erweiterten Auflage

Herr Prof. Dr. LEHMANN war so freundlich, mir das Manuskript seines im Druck befindlichen Aufsatzes „On complex syllable onsets in Latin“ zur Verfügung zu stellen. Darin zitiert er Donats Einteilung der lateinischen Buchstaben und Silben, die ganz eindeutig das Vorhandensein der von mir auf Grund der zahlreichen Belege postulierten Regel „Spirans cum Liquida“ nachweist. Die seinerzeit von mir erhoffte Beteiligung kompetenter Experten an der Lösung des Problems erfüllt mich mit Dankbarkeit und Freude. Einer Anregung Prof.Lehmanns folgend habe ich in dieser Auflage zusätzlich den homerischen Hexameter auf Vorbilder für „Spirans cum Liquida“ untersucht (Exkurs 3). Der Befund beflügelte mich zu einer vielleicht gewagten Vorstellung vom Entstehen dieser „Regel“, die ich hiermit zur Diskussion stelle.

Meinen Dank an Herrn Prof. LEHMANN möchte ich in den Wunsch kleiden, meine (privaten) Auflistungen mögen für weitere universitäre Studien ein brauchbares Hilfsmittel sein.

These

Bei der Horazlektüre fiel mir dieses prosodische Problem auf: Hor.carm. I 8,7 (2.Sapph.Str.) Temperet ora frenis Hor.carm. I 34,9 (Alk.Str.) Quo bruta tellus et vaga flumina Die Endsilben bei ora bzw. vaga müssen aus metrischen Zwängen als Kürze gemessen wer- den, obwohl das folgende Wort mit zwei Konsonanten anlautet, diese Silben also eigentlich "positionslang" sein müssten. Da Horaz besonders selbstkritisch war(1), vermutete ich eine Konvention, vergleichbar der altbekannten Regel "Muta cum liquida", auch für die Konso- nantenfolge "Spirans cum liquida" (fl/fr). Wie ich feststellen musste, schweigen die einschlä- gigen Metriken und Grammatiken dazu(2); lediglich KÜHNER/HOLZWEIßIG(3) erwähnt die- ses prosodische Phänomen, handelt es aber eher beiläufig unter dem Stichwort "Muta cum liquida" ab. Das aber ist m.E. nicht möglich, da die Spirans "f" nicht als Muta gelten kann. BOLDRINI legt die Einteilung der Phoneme durch DE SAUSSURE zugrunde, die die Okklu- sive / Mutae als momentane Phoneme scharf von den Spiranten/Frikativen als kontinuierli- chen Phonemen trennt (f, v, s, z)(4). Ebenso verfährt RUBENBAUER/HOFMANN(5).

Um der Sache auf den Grund zu gehen und auszuschließen, dass es sich hier nur um eine mehr zufällige Randerscheinung handelt, habe ich zunächst die Epoden und Oden (incl. Car- men saeculare) des Horaz auf dieses Phänomen hin untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass in den 3739 Versen an 116 Stellen "Spirans cum liquida" vorkommt, also in 3,1% der Verse. Dabei sind die Stellen nicht berücksichtigt, wo das mit fl/fr anlautende Wort am Anfang des Verses steht; an keiner dieser Stellen kann ja Synaphie vorliegen. Die Verteilung der Quanti- täten (K=Kürze, NL=Naturlänge+Diphthong, PL=Positionslänge) vor den mit fl/fr an- lautenden Wörtern zeigt diese Tabelle(6):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Es stehen also 38 Kürzen 75 Längen gegenüber, d.h. 32,8% K : 67,2% L. Daraus folgt m.E. zwingend, dass hier eine Regel vorliegt, die gewissermaßen eine Parallele darstellt zu der Konvention "Muta cum liquida".

Um den zeitlichen Rahmen (2.Jh.v.Chr.-4.Jh.n.Chr.) abzustecken, ferner verschiedene literari- sche Genera zu überprüfen, habe ich daraufhin folgende Autoren und Werke stichprobenartig verglichen:

Catull (c.1-60; 64; 69-116) - Vergil (Ecl.; Aen.IV) - Tibull (Buch I) - Ovid (Am.I) - Phaedrus (I-V) - Terenz (Andria) - Lukrez (Buch I) - Lukan (Buch VIII) - Prudenz (Hamartigenia; Peristephanon XII-XIV) - Horaz (Serm.I-II; epist.I-II; ars poet.).

In der tabellarischen Übersicht wird vermerkt, wie viel lange (NL+PL) oder kurze (K) Silben vor Spirans cum liquida erscheinen und in welchem prozentualen Verhältnis sie zueinander stehen. Ferner wird ggf. vermerkt, auf wie viel Prozent der untersuchten Verse sich die Belegstellen verteilen(7). Die Annalen des Ennius mussten wegen ihrer trümmerhaften Überlieferung in dieser Statistik unberücksichtigt bleiben (vgl. Anhang V).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Anteil der Verse mit Spirans cum liquida ist bei Vergil etwas höher als bei Lukrez, Pru- denz und Lukan, deutlich höher im Epyllion Catulls (c.64), niedriger dagegen in Fabel, Satire, Brief sowie Catulls nugae und im Elegischen Distichon (Prudenz Perist. fällt aus dem Rah- men). Insgesamt liegt der Anteil durchschnittlich bei 5%. Mag auch die Häufigkeit von Spi- rans cum liquida gegenüber der von Muta cum liquida deutlich geringer sein (in Ovid am.I 1-5 beispielsweise 6 Stellen gegenüber 66 Stellen, also 2,94% : 33,82% der 204 Verse)(8), so muss man doch m.E. die Ausführungen, die BOLDRINI zum Thema Muta cum liquida macht(9), mutatis mutandis auch für Spirans cum liquida gelten lassen:

"Die Dichter... (n ü tzten)... eine M ö glichkeit verschiedener Arten von Aussprache: Muta cum liquida konnte als einheitliche explosive Gruppe ausgesprochen werden (also sa-crum mit offener erster Silbe, die als kurz geh ö rt wurde, da sie kurzen Vokal enth ä lt) oder als zwei getrennte Phoneme, der erste als Implosivlaut der vorangehenden Silbe, der zweite als Explosivlaut der folgenden Silbe (also sac-rum, die erste Silbe geschlossen und folglich lang...). Kurz: Ein Wort wie metrum kann in Silben aufgeteilt werden als me-trum oder als met-rum."

Für "Spirans cum liquida" erscheint diese Regel wie in einem Brennspiegel Anfangs- und Endpunkt einer sechshundertjährigen Tradition bündelnd in:

a) Ennius 173 (S.31 Vahlen) Quod per amoenam urbem leni fluit agmine flumen

b) Prudenz Hamart.252 Suppeditant, ut bella fremant, ut fluxa voluptas

Diese ist offenbar auch nicht abhängig von irgendeinem literarischen Genus; ich fand dieselbe Wortfolge sowohl im Sprechvers (Senar) wie in der Lyrik (2.Sapphische Strophe):

Phaedrus III 6,7 Et ora frenis continet spumantibus

Horaz c.I 8,7 Temperet ora frenis

Die prosodischen Regeln des Lateinischen müssten also, wenn man redlicherweise die Spirans "f" nicht stillschweigend unter die Mutae einreiht, wie folgt, ergänzt bzw. verbessert werden:

In der lateinischen Dichtung herrschte vom 2.Jh.v.Chr. bis zum 6.Jh.n.Chr. die Konvention, offene Silben vor Spirans ( f) cum liquida ( l, r) am Wortanfang bzw. an einer Kompositionsfuge den Bedürfnissen des Metrums als schwer (lang) oder leicht (kurz) anzupassen.

Anmerkungen:

(1) Vgl. etwa Hor.a.p.263-269

(2)
a. Mutatas dicere formas: Ovid-Projekt Berlin/Potsdam (2004): Prosodie und Metrik des klassischen Latein: Regeln und Quellen S.15 ff

b. BOLDRINI zitiert S.97 und 142 mit Quantitätszeichen Catull-Verse, die kurze offene Silben vor Spirans cum liquida belegen, erwähnt aber dieses Phänomen überhaupt nicht, während er Muta cum liquida ausführlich behandelt (S.47 f)

c. DREXLER (1967) und CRUSIUS (41959) erwähnen das Problem ebenso wenig wie die Grammatik von

RUBENBAUER/HOFMANN (1977, 10..Aufl.) oder die Art. zur Prosodie und Metrik im Lexikon der Alten Welt (1994)

d. Fehlanzeige auch bei LEONHARDT (1989)

e. http://de.wikipedia.org/wiki/Lateinische_Metrik

(3) a.a.O. S.227 ff

(4) a.a.O.S.10 f

(5) a.a.O.S.8

(6) Ausdruck aller Belegstellen auf der Website Anhang I

(7) Nachweis aller Belegstellen auf der Website Anhang II ; Wortliste mit Frequenzangabe Anhang III

(8) Belegstellen auf der Website Anhang IV

(9) a.a.O.S.15

(10) La structure de la syllabe latine." Touratier, Christian (ed.), Essais de phonologie latine. Actes de l'atelier d'Aix-en- Provence 12-13 avril 2002 (avec le soutiens financier du CNRS). Aix-en-Provence: Publications de l'Universite de Provence (Langues et langage, 11); 157-206.

(11) "Latin syllable structure In typological perspective." Calboli, Gualtiero (ed.), Latina lingua! Proceedings of the Twelfth International Colloquium on Latin Linguistics (Bologna 9-14 June 2003). 2 vols. Roma: Herder (Papers on Grammar, 9); 1: 127-147.

Erklärungsversuch

Nach BOLDRINI ist die unterschiedliche Silbentrennung bei "Muta cum liquida" dem Lateinischen seit den frühesten Anfängen geläufig, scheint aber bestimmten Sprachbereichen (etwa dem religiösen) vorbehalten gewesen zu sein(1). Bei Plautus, der ja den sermo cotidianus nachahmt, ist diese Konvention wenigstens nicht nachweisbar. Muta cum liquida als Kennzeichen "hohen" Stils erscheint erst im lateinischen Hexameter des Ennius, offenbar in Nachahmung des homerischen Hexameters.

Dass auch "Spirans cum liquida" der "hohen" Stilebene zuzurechnen ist, belegt Horaz (serm. I 4,39-62). Er legt dar, was den wirklich begnadeten Poeten, der sich über die Alltagssprache erhebt, vom bloßen Dichterling unterscheidet, und zitiert dazu einen Hexameter aus den Annalen des Ennius (vgl. 266 f S.47 Vahlen):

... postquam Discordia taetra

Belli ferratos postis portasque refregit.

Dieser endet zweifelsfrei mit einer kurzen offenen Silbe vor Spirans cum liquida(2). Im Gegensatz dazu spielt bei Terenz diese ambivalente Silbentrennung offenbar noch keine Rolle(3): Der einzige Beleg für Kürze vor fl/fr in der Andria (934:ille frater) ist umstritten. Ob diese prosodische Konvention allerdings auch aus dem Griechischen abgeleitet ist, wage ich nicht zu beurteilen. Ich habe dazu untersucht die Theogonie von Hesiod. In den 1022 Versen erscheint an 55 Stellen die Lautfolge / (also in 5,4% der Verse), jedoch ist an 48 Stellen die vorausgehende Silbe positions- oder naturlang, also völlig unauffällig. Die verbleibenden sieben Hexameter (Vers 195, 822, 962, 975, 989, 1005, 1014) enden alle mit Nominativ, Genetiv oder Akkusativ von . Dass diese Kürze ungewöhnlich zu sein scheint, unterstreicht das Wörterbuch von BENSELER(4), der hier die Quantitätszeichen angibt. Gegen das griechische Vorbild für "Spirans cum liquida" spricht auch, dass anfangs als Aspirata gesprochen und prosodisch wie eine Muta behandelt worden sei(5). Erst in der Kaiserzeit habe sich die Aussprache des zum f entwickelt und gelte ab etwa 500 n.Chr. für die insgesamt(6). Gegen diese communis opinio möchte ich folgende Überlegungen zur Diskussion stellen:

1. "In pr ä historischer Zeit wurden die stimmhaften aspirierten Verschlusslaute im Lateinischen und in den italischen Dialekten stimmlos und gingen dann zu stimmlosen Spiranten ü ber (...): bh > f (PALMER)"(7).

Als um 700 v.Chr. Spartaner die Kolonie Tarent gründeten, stieß der dorische Dialekt auf das in der Magna Graecia von den Einheimischen gesprochene Messapische und Oskisch-Umbrische(8). So könnte sich in dem jahrhundertelangen Austausch die Aussprache des zur Spirans gewandelt haben(9), so dass Ennius, der bekanntlich aus Rudiae nahe Tarent stammte und des Oskisch-Umbrischen noch mächtig war(10), seine griechischen Vorlagen bezüglich der Aspiratae nicht "korrekt" gelesen haben könnte. So könnte sich für den lateinischen Hexameter die Regel Spirans cum liquida entwickelt haben.

2. Catulls witziges Gedicht 84 zeigt, dass im 1.Jh.v.Chr. die Aspiration Mode wurde, was auch zu Übertreibungen führte(11). - Vorstellbar wäre, dass die literarisch gebildete Elite sich um historisch korrekte Aussprache griechischer Wörter bemühte: Horaz.c.I 15,33 ff (2.Askl.Str.): Iracunda diem proferet Ilio Matronisque Phrygum classis Achillei Post certas hiemes uret Achaicus Ignis Iliacas domos. Dann würde = ch und = ph wie aspirierter Guttural bzw. Labial gesprochen; das enklitische -que vor Phrygum () muss in jedem Fall kurz sein, ob ph nun als Aspirata oder Spirans gesprochen wurde.

3. Ein schlagender Beweis, dass schon im 1.Jh.n.Chr. wie f ausgesprochen wurde, sind folgende Stellen aus dem Neuen Testament:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Vgl. Vulg.: ... Jesum autem flagellatum tradidit eis ut crucifigeretur Et cum fecisset quasi flagellum de funiculis, omnes ejicit de templo.

Hier werden Fachbegriffe aus dem römischen Strafrecht(12) als lateinische Lehn- wörter(13) ins Griechische übernommen, die die Aussprache des als Spirans belegen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4. Es könnte also einiges dafür sprechen, dass die Konvention betreffs des lat. fl/fr aus dem Griechischen abgeleitet ist wie die Regel für Muta cum liquida. Der Befund bei Hesiod allerdings macht skeptisch. Da ich weder Gräzist noch Linguist bin, erhoffe ich mir durch diese Veröffentlichung meiner Untersuchung neue Erkenntnisse durch Diskussionsbeiträge von Experten(14.) Vielleicht muss man sich aber auch damit begnügen, das Vorhandensein der Regel "Spirans cum liquida" nachzuweisen, ohne über den "Erfinder" und die Verbreitung zu einer allgemein akzeptierten Konvention eine Aussage machen zu können - wie übrigens auch für die Regel "Muta cum liquida".

Anmerkungen:

(1) a.a.O.S.5

(2) Nachweis aller Belegstellen aus Ennius (rec.VAHLEN) auf der Website Anhang V Vgl. oben die Tabelle auf S.2 - Terenz, Andria 934 schwankt die hs. Überlieferung zwischen ille u.illic

(3) BENSELER, GUSTAV EDUARD: Griechisch-Deutsches Schulwörterbuch. Teubner: Leipzig 1882 (7.Aufl.), S.124

(4) Mutatas...(s.o.These, Anm.2), S.13 Lexikon der Alten Welt Bd. I Sp.1166, 1168 f

(5) Lexikon der Alten Welt Bd.II Sp.1563; Bd.I Sp.1167 f (Karte) Vgl.oben Anm.14 - Vgl. auch BENSELER a.a.O.S.877 = Fregellae

(6) PALMER, LEONARD R.: Die lateinische Sprache. Buske: Hamburg 2000 (2.Aufl.), S.252

(7) BENSELER, GUSTAV EDUARD: Griechisch-Deutsches Schulwörterbuch. Teubner: Leipzig 1882 (7.Aufl.), S.124

(8) Lexikon der Alten Welt Bd.II Sp.1563; Bd.I Sp.1167 f (Karte)

(9) Vgl.oben Anm.14 - Vgl. auch BENSELER a.a.O.S.877 Fregellae

(10) Metzler Lexikon antiker Autoren (ed .OLIVER SCHÜTZE). Metzler: Stuttgart/Weimar 1997, S.229

(11) Vgl. das Zitat aus Publius Nigidius Figulus (ca.98 - 45 v.Chr.) bei Gellius NA XIII 6: Rusticus fit sermo, si adspires perperam.

(12) BLINZLER, JOSEF: Der Prozess Jesu. Verlag Friedrich Pustet. Regensburg 1969 (4.Aufl.), S.321 ff

(13) BAUER, WALTER: Wörterbuch zum Neuen Testament. Töpelmann: Berlin 1958 (5.Aufl.), Sp.1711; 1704

(14) Herr Prof.Dr. L EHMANN war so freundlich, mir das Manuskript seines im Druck befindlichen Aufsatzes“ On complex syllable onsets in Latin“zur Verfügung zu stellen. Darin zitiert er Donats Einteilung der lateinischen Buchstaben und Silben, die ganz eindeutig das Vorhandensein der von mir auf Grund der zahlreichen Belege postulierten „Regel“ „Spirans cum Liquida“nachweist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anhang II

Im Folgenden werden die Verse nicht mehr wörtlich zitiert, sondern lediglich die Belegstellen angegeben.

Zeichenerkl ärung:

A: das mit fl/fr anlautende Wort steht am Versanfang. Es wird in der Statistik nicht berücksichtigt, da an keiner der hier vorliegenden Belegstellen Synaphie vorliegt.

N: die Silbe vor der mit fl/fr anlautenden Silbe endet offen mit langem Vokal (Naturl änge) bzw. geschlossen mit Diphthong.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


Ende der Leseprobe aus 57 Seiten

Details

Titel
Spirans cum liquida
Untertitel
Eine Untersuchung zur römischen Metrik
Autor
Jahr
2010
Seiten
57
Katalognummer
V144338
ISBN (eBook)
9783640536702
ISBN (Buch)
9783640536788
Dateigröße
586 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Induktiver Beweis der Regel "Spirans cum liquida", Belege aus 8 Jahrhunderten lat.Dichtung, Listen mit Zitaten und Stellenangaben, Diskussion der Urheberschaft, Berücksichtigung aller Genera lat Poesie
Arbeit zitieren
Joachim Richter-Reichhelm (Autor), 2010, Spirans cum liquida, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144338

Kommentare

  • In tausenden Versen lateinischer Dichtung findet sich die prosodische Spezialität,dass die Silbe vor anlautendem /fr/ bzw. /fl/schwer oder leicht sein kann, also nicht unbedingt "positionslang" ist (seit Ennius bis mindestens Boethius).Prof Chr. Lehmann (Uni Erfurt) hat inzwischen diese Regel durch Aelius Donatus bestätigt gefunden und wieder ins Bewußtsein der Fachwelt gerufen.Verf.erwägt, ob Ennius Urheber dieser Regel sein könnte.

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