Anspruch und Realität des E-Learning und Blended Learning


Referat (Ausarbeitung), 2010
18 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen
2.1 Lernen
2.2 E-Learning vs. Blended Learning
2.2.1 E-Learning
2.2.2 Blendet Learning

3 Konzepte und Instrumente
3.1 Konzepte
3.2 Instrumente
3.2.1 Computer Based Training / Web Based Training
3.2.2 Computer Supported Collaborative Learning
3.2.3 Virtual Classroom
3.2.4 Learning Management Systeme

4 Praktische Beispiele
4.1 Moodle als L(C)MS an der FH Oberösterreich
4.2 Mobile Learning mit Nokia Life Tools

5 Pro und Contra

6 Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Lernen mit neuen Medien

Abbildung 2: E-Learning Konzepte nach Dittler & Bachmann

Abbildung 3: Onlinebewertung von abgegebenen Hausarbeiten

Abbildung 4: Screenshot Nokia Life Tools - Education

1 Einleitung

E-Learning und Blendet Learning sind aus der heutigen Wissens- und Informationsgesellschaft kaum mehr wegzudenken. Der Wissensdurst einerseits aber auch der vermeintliche Zwang immer auf der Höhe der Zeit zu sein beschert nicht nur Weiterbildungseinrichtungen einen steten Zulauf sondern erfordert auch auf Unternehmensseite eine wachsendes Angebot an Bildungs- und Qualifikationsmöglichkeiten. Ein auf die Bedürfnisse der Lernwilligen abgestimmtes Angebot betrifft dabei nicht nur den Inhalt der Lernunterlagen, sondern gerade auch die Art und Weise der Stoffvermittlung. Gerade in Unternehmen, in denen für bestimmte Fortbildungsangebote eine zu geringe Teilnehmerzahl vor Ort in einem bestimmten Werk erreicht werden würde oder die durch ihre globale Positionierung mit unterschiedlichen Zeitzonen agieren müssen sehen sich hier großen Herausforderungen gegenüber.

Bereits 2007 wurde von EUROSTAT eine Statistik veröffentlicht wonach die Verbreitung des Computers an Arbeitsplätzen innerhalb der Europäischen Union durchschnittlich bei über 50% liege und dieser Trend ist bis heute ungebrochen.[1]

Was also liegt näher als dieses Medium für Fortbildungsmaßnahmen zu nutzen?

Dennoch stellen sich dabei einige Fragen: Was versteckt sich hinter dem Begriff E-Learning? Was bedeutet Blended Learning? Kann man alle Lernszenarien am Computer abbilden und welche technischen Möglichkeiten gibt es überhaupt?

Diese Arbeit soll die voranstehenden Fragen beantworten und Möglichkeiten von E-Learning und Blended Learning aufzeigen. Über eine einleitende Begriffsklärung wird dabei der Bogen hin zu praktischen Beispielen gespannt. Ein Fazit und Ausblick bilden dabei den Schluss.

2 Definitionen

Beschäftigt man sich mit der großen Bandbreite des E-Learning so wird man immer wieder mit ähnlichen und teils synonym verwendeten Begriffen konfrontiert. Es erscheint daher an dieser Stelle angebracht die häufigsten in diesem Zusammenhang auftretenden Begriffe vorab zu erläutern.

2.1 Lernen

E-Learning und Blended Learning scheinen offensichtlich mit dem Lernbegriff im Zusammenhang zu stehen. Was aber ist nach heutiger Auffassung unter Lernen zu verstehen?

Eine sehr allgemeine Definition nach Schilling definiert Lernen als die „Aufnahme, Verarbeitung und Umsetzung von Informationen in einem lebenslangen Prozess.“[2] In der Alltagssprache hingegen wird nach Schüerhoff Lernen zumeist als die „Veränderung des Wissens oder Könnens im Zeitverlauf – ein Prozess, der bewirkt, dass man nachher etwas weiß oder kann, was man vorher nicht wusste oder konnte“ angesehen.[3]

Eine aus Sicht des Autors für die Thematik E-Learning sehr interessante Definition, die aber in diesem Sinne nicht als verbindlich angesehen werden sollte, findet sich auf der Website der freien Online Enzyklopädie Wikipedia, auf der es heißt, dass Lernen der Erwerb von geistigen, körperlichen und sozialen Kenntnissen und Fertigkeiten oder Fähigkeiten sei, wobei der Erwerb bewusst, unbewusst, individuell oder kollektiv erfolgen kann.[4]

Der Lernbegriff selbst ließe sich an dieser Stelle weiter herleiten, würde aber den Rahmen dieser Arbeit sprengen.

Zusammenfassend gilt daher für das Verständnis von Lernen in dieser Arbeit der Erwerb von neuem Wissen und das Aneignen neuer Fähigkeiten nicht nur während der schulischen Ausbildung sondern auch während der Weiterbildung im beruflichen Umfeld.

2.2 E-Learning vs. Blended Learning

An dieser Stelle sei vorab erwähnt, dass zu vielen unterschiedlichen Begriffen auch eine Reihe unterschiedlicher Definitionen in der Literatur zu finden sind. Es wurde daher versucht möglichst praxisrelevante Definitionen zu formulieren.

2.2.1 E-Learning

Eine treffende Umschreibung des E-Learning Begriffs, die zwar sehr allgemein dafür aber umso passender scheint liefert allerdings Kerres, welcher meint „E-Learning wird zunehmend als Oberbegriff für verschiedene Varianten der Computernutzung zum Lernen und Lehren verwendet. Es beinhaltet damit sowohl CD-ROM oder DVD mit multimedialen Inhalten als auch Online-Anwendungen, wie z.B. die Teilnahme an einer Schulung per Videokonferenz oder den Abruf von Lernmaterialien über das Internet.“[5] Ebenfalls unterstützt wird diese Aussage durch Haubrich, der aber zusätzlich erwähnt, dass beim E-Learning der Lernende und Lehrende sich zu keiner Zeit direkt gegenübertreten sondern nur virtuell kommunizieren. Meist verfolgen E-Learning Applikationen dabei einen eher linearen Verlauf des Lernens auf Basis standardisierter Lerninhalte.[6]

2.2.2 Blendet Learning

Im Vergleich zum E-Learning wird beim Blended Learning nicht nur der Computer als Lernmedium eingesetzt sondern es kommt auch klassischer Präsenzunterricht zum Einsatz. Sauter et al meinen dazu: Blended Learning ist ein integriertes Lernkonzept, das die heute verfügbaren Möglichkeiten der Vernetzung über Internet oder Intranet in Verbindung mit klassischen Lernmethoden und –medien in einem sinnvollem Arrangement optimal nutzt. Es ermöglicht Lernen, Kommunizieren, Informieren und Wissensmanagement losgelöst von Ort und Zeit in Kombination mit Erfahrungsaustausch, Rollenspiel und persönlichen Begegnungen in klassischen Präsenztrainings.[7] Das heißt Blended Learning oder auch Hybrides Lernen gibt sich weniger den rein technischen Möglichkeiten hin sondern setzt vor allem auf den gesteigerten Lerneffekt durch bereits vielfach erprobte und erfolgreiche praktische Lerninhalte, wie eben bereits angesprochen das Bearbeiten von Fallstudien, Rollenspielen und klassischem Frontalunterricht und nutzt zu sowohl zur Vertiefung als auch zur Vorbereitung technische Mittel, welche sich wiederum aus dem klassischen Fundus von E-Learning Komponenten wie computer oder web based training (CBT/WBT) oder Diskussionsforen und reinen Informationsinhalten zusammensetzen. Im Folgekapitel werden die genannten Mittel ausführlicher beschrieben.

3 Konzepte und Instrumente

Wie bereits erläutert ist der Einsatz von Blended Learning oder E-Learning weit mehr als das reine zur Verfügung stellen von Skripten als Word oder PDF-Datei. Der richtige und sinnvolle Einsatz von elektronisch unterstützten Lernszenarien ist eine Mischung aus Methodenwissen aus dem Umkreis der Pädagogik und Didaktik sowie der zusätzlichen technisch unterstützenden oder gar tragenden Komponenten. Ein theoretischer Einblick über Konzepte und technische Instrumente wird im Folgenden dargestellt.

[...]


[1] Quelle: http://nui.epp.eurostat.ec.europa.eu/nui/show.do?dataset=isoc_ci_cm_p&lang=de
(Stand 22.03.2010)

[2] Vgl. Schilling, 1997, S. 159

[3] Vgl. Schüerhoff, 2006, S. 63

[4] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Lernen (Stand 22.03.2010)

[5] Vgl. Kerres, 2006

[6] Vgl. Drumm, 2008, S. 352

[7] Vgl. Sauter, Sauter & Bender, 2002, S. 68

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Anspruch und Realität des E-Learning und Blended Learning
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Veranstaltung
Electronic Human Resource Management
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V149858
ISBN (eBook)
9783640607341
ISBN (Buch)
9783640607525
Dateigröße
922 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
e-learning, blended learning, lms, lernen, technik
Arbeit zitieren
Nico Schuster (Autor), 2010, Anspruch und Realität des E-Learning und Blended Learning, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149858

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