Prozesskostenmanagement


Hausarbeit, 2002

21 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Gliederung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1.Einleitung

2.Grundlagen der Prozesskostenrechnung
2.1 Definition
2.2 Abgrenzung zum ABC
2.3 Ziele

3. Methodik und Anwendungsbereiche
3.1 Methodik und Ablauf
3.1.1 Auswahl der relevanten Unternehmensbereiche und Ziele
3.1.2 Ermittlung möglicher Hauptprozesse
3.1.3 Tätigkeitsanalyse.
3.1.4 Durchführung der Prozesskostenrechnung
3.1.5 Hauptprozessverdichtung
3.2 Anwendungsgebiete

4. Prozesskostenmanagement
4.1 Entwicklung
4.2 Bausteine
4.2.1 Prozessorientierte Budgetierung
4.2.2 Prozessorientiertes Performance Measurement
4.2.3Prozessorientierte bzw. strategische Kalkulation
4.2.4 Prozessorientierte Ergebnisrechnung

5. Fallstudie
5.1 Ermittlung des Prozesskostensatzes für den Serviceprozess.
5.2 Unterschiede zwischen Zuschlagskalkulation und prozess-
orientierter Kalkulation.
5.3 Empfehlungen an die Kuppel AG
5.4.Begründung für die Kombination von Prozesskosten- und Lebens- zykluskostenrechnung mit dem Target Costing

6.Fazit

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die häufigsten Einsatzfelder des PKM

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: ABC vs. PKR

Tabelle 2: Kostenstelle Ersatzteile

Tabelle 3: Kostenstelle Dokumentation

Tabelle 4: Hauptkostenstelle Kundenservice

Tabelle 5: Hauptprozessverdichtung

Tabelle 6: Hauptprozess Serviceprozess

Tabelle 7. Verkaufszahlen

Tabelle 8: Häufigkeit von Prozessen im Lebenszyklus

Tabelle 9: Zuschlagskalkulation

Tabelle 10: Prozessorientierte Kalkulation

1.Einleitung

"In vielen Industrieunternehmen ist heute eine Verschiebung der traditionellen Kostenstrukturen zu beobachten... was dazu führt, dass die Gemeinkostenzuschlagssätze in manchen Bereichen bereits über 1000 % betragen."[1] Diese oder ähnliche Aussagen sind in der jüngeren Kostenrechnungsliteratur kein Einzelfall. So wurde auch verstärkt darauf hingewiesen, dass Kostenrechnungssysteme den Bezug zur Kostenursache verloren haben[2], und traditionelle Kostenrechnungssysteme an ihre Grenzen stoßen.[3] Einen ersten Ansatz zur Lösung dieser Probleme lieferten Miller und Vollmann in ihrem Artikel " The Hidden Factory" der 1985 in der Zeitschrift "Harvard Business Review " erschien. Die Autoren weisen in diesem Artikel auf die Notwendigkeit hin, die rapide gewachsenen Fertigungsgemeinkosten unter Kontrolle zu bekommen, die aufgrund der veränderten Produktionstechnologien entstanden sind.[4] Johnson und Kaplan griffen die Gedanken Millers und Vollmanns auf und entwickelten unter der Bezeichnung "Activity Based Costing" Systeme, die eine verursachungsgerechtere Verrechnung der Gemeinkosten der fertigungsnahen Bereiche ermöglichten.[5] Somit entstand das ABC aufgrund der Unzulänglichkeiten des US-Rechnungswesens im Fertigungsbereich.[6]

Auf den Gedanken des ABC aufbauend, stellten Horváth und Mayer 1989 in einem Aufsatz ein Verfahren der prozessorientierten Produktkalkulation dar und prägten den Begriff Prozesskostenrechnung .[7]

2. Grundlagen der Prozesskostenrechnung

2.1 Definition

Horváth und Mayer definierten den Begriff PKR wie folgt:

" Die Prozesskostenrechnung kann als neuer Ansatz verstanden werden, die Kostentransparenz in den indirekten Leistungsbereichen zu erhöhen, einen effizienten Ressourcenverbrauch sicherzustellen, die Kapazitätsauslastung aufzuzeigen, die Produktkalkulation zu verbessern und damit strategische Fehlentscheidungen zu vermeiden. ...Die Prozesskostenrechnung ist kein völlig neues Kostenrechnungssystem, sondern bedient sich der traditionellen Kostenarten- und Kostenstellenrechnung...Als Grundsätzliches Merkmal muss noch herausgestellt werden, dass sie Prozesskostenrechnung ihrem Wesen nach eine Vollkostenrechnung ist."[8]

2.2 Abgrenzung zum ABC

Fälschlicherweise werden in der Kostenrechnungsliteratur die Begriffe PKR und ABC häufig als Synonym verwendet.[9] Zwar bezeichnen beide Begriffe zwei verschiedene Varianten der gleichen Grundidee, jedoch geht eine Gleichsetzung beider Begriffe an der Entwicklung und Zielrichtung der Systeme vorbei.[10] Die zentralen unterschiede beider Systeme basieren im wesentlichen auf 5 Gesichtspunkten (vgl. Abb. 1)

Während die PKR vor allem zur Steuerung der Gemeinkosten fertigungsfremder Berieche entwickelt wurde, bilden beim ABC hingegen die Gemeinkosten der Fertigung der Einsatzschwerpunkt.[11]

Ein zweiter Unterschied besteht darin, dass das ABC ein völlig neues Kostensystem ist, die PKR hingegen stellt eine Ergänzung und Erweiterung bereits bestehender Kostenrechnungssysteme dar.[12]

Weitaus bedeutender sind jedoch die methodischen Differenzen zwischen dem ABC und der PKR.[13] Während das ABC nur eine Prozessebene kennt, arbeitet die PKR mit zwei Ebenen in einer Prozesshierarchie.[14] Die PKR unterscheidet Hauptprozesse und Teilprozesse, während die ABC in der Regel nur Activities kennt.[15] Dies bedeutet dass beim ABC keine Zusammenfassung mehrerer sachlich zusammenhängender Teilprozesse zu kostenstellenübergreifenden Hauptprozessen existiert - dem ABC fehlt somit das innovativste Element der PKR: die kostenstellenübergreifende Betrachtung von Prozessen.[16] Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal beider Systeme ist die Unterscheidung zwischen leistungsmengenneutralen (lmn) und leistungsmengeninduzierten (lmi) Teilprozessen , die beim ABC nicht vorgenommen wird.[17] Eine

Übersicht kann man Tabelle 1 entnehmen.

2.3 Ziele

Eine wesentliche Zielsetzung der PKR ist, die indirekten Kosten, als besondere Ausprägung des Gemeinkostenmanagements, gezielt zu gestalten und aktiv zu steuern.[18] Besonders soll dabei die Transparenz ausgewählter Gemeinkostenbereiche hinsichtlich der Aktivitäten des Unternehmens und der Inanspruchnahme von Ressourcen erhöht werden.[19] Ein weiteres Ziel stellt die Optimierung von Prozessen hinsichtlich der Performancekriterien Speed, Qualität und Effizienz dar, wodurch eine Steuerung der Gemeinkostenbereiche durch sog. Non-Financials ermöglicht wird.[20] Das Ziel eines permanenten, nicht nur punktuell greifenden Gemeinkostenmanagements[21], wird ebenfalls durch den Einsatz der Prozesskostenrechnung erreicht, da sie die Kosten- sowie die Kapazitätswirkung der veränderten Ablaufstrukturen und Prozessvolumina dokumentiert.[22] Eine hohe Bedeutung wird in der Praxis dem Ziel der Verbesserung der Produktkalkulation beigemessen, wie Stoi 1999 empirisch ermittelte.[23] Diesen Anspruch versucht man durch sog. "Cost Driver" gerecht zu werden, die als Aktivitäten der indirekten Bereiche interpretiert werden.[24]

3. Methodik und Anwendungsbereiche

3.1 Methodik und Ablauf

Um die Methodik der PKR verständlicher zu machen, ist es sinnvoll zu betrachten wie die PKR in das bestehende Kostenrechnungssystem der Unternehmen implementiert werden kann. Die Literatur nennt hier meist fünf wesentliche Schritte:[25]

[...]


[1] Pfohl und Stölzle (1991), S.1282

[2] vgl Lorson (1992), S. 7

[3] vgl. Coenenberg (1997), S.220

[4] vgl Miller und Vollmann (1985), S.144ff

[5] vgl. Johnson und Kaplan (1987)

[6] vgl. Horváth, Kieninger, Mayer und Schimank (1993), S. 611

[7] vgl Pfohl und Stölzle (1991), S.1283

[8] Horváth; Mayer (1989), S.216

[9] vgl. Horváth; Mayer (1995), S.61

[10] vgl. Gaiser (1998), S.65

[11] vgl. Stoi (1999), S.31

[12] vgl. Horváth; Kieninger; Mayer; Schimank (1993), S.611

[13] vgl. Stoi (1999), S.31

[14] vgl. Gaiser (S.72)

[15] ebenda

[16] vgl. Stoi (1999), S.32

[17] ebenda

[18] vgl. Cervellini (1994), S.65

[19] vgl Horváth, Kieninger, Mayer und Schimank (1993), S.

[20] ebenda

[21] vgl. Cervellini (1994), S.65

[22] vgl. Horváth, Kieninger, Mayer und Schimank (1993), S. 611

[23] vgl. Stoi (1999), S.54

[24] vgl. Pfohl und Stölzle (1991), S.1287

[25] vgl. Horváth (1998), S.536

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Prozesskostenmanagement
Hochschule
Universität Stuttgart  (Betriebswirtschaftliches Institut der Universität Stuttgart)
Note
1,0
Autor
Jahr
2002
Seiten
21
Katalognummer
V15240
ISBN (eBook)
9783638204132
ISBN (Buch)
9783656492030
Dateigröße
1762 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Prozesskostenmanagement
Arbeit zitieren
Saverio Morelli (Autor), 2002, Prozesskostenmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15240

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