Allgemeine Theorien des Lernens mit Neuen Medien


Seminararbeit, 2008
12 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Der Schlüssel zum erfolgreichen Lernen!?

2 Allgemeine Informationsverarbeitungsmodelle
2.1 Das 3-Speicher-Modell nach Atkinson & Shiffrin (1968)
2.2 Das Arbeitsgedächtnis nach Baddeley

3 Verarbeitungsprozesse beim Lernen mit multikodalen und –modalen Medien
3.1 Duale Kodierung nach Paivio
3.2 Das S.O.I.-Modell nach Mayer
3.3 Kohärenzbildung

4 Die Cognitiv Load Theory
4.1 Kriterien lernerfreundlicher Software
4.1.1 Prinzip der Kontiguität
4.1.2 Prinzip der Kohärenz
4.1.3 Prinzip der Redundanz
4.1.4 Prinzip des individuellen Lerners
4.1.5 Gestaltung hypermedialer Lernumgebungen
4.2 Erhöhung des germane cognitiv load

5 Zusammenfassung

6 Literaturverzeichnis

7 Tabellenverzeichnis

1 Der Schlüssel zum erfolgreichen Lernen!?

„Finally, consider the most widely acclaimed technological accomplishment of the 20th century – computers. The technology that supports computers is different from film, radio, and television, but the grand promises to revolutionize education are the same.” (Mayer, 2006, S. 8)

Dieses Zitat von Mayer zeigt, welch hoher Anspruch an E-Learning-Projekte herangetragen wird. Von einer Revolution des Lernens wird man nicht ausgehen können, jedoch sollte, unter Beachtung nachfolgender Prinzipien und Grundlagen, die Erstellung einer optimierten Lernumgebung möglich sein.

Begonnen wird mit den Theorien der allgemeinen Informationsverarbeitung des Gedächtnisses. Anschließend folgt eine Differenzierung in die Art und Weise der stattfindenden Prozesse, wobei sich erste Herausforderungen für die Benutzer von Lernangeboten ergeben. Die Cognitiv Load Theory bildet, darauf folgend, die Basis für spezifische Gestaltungsrichtlinien, die bei der Produktion von multimedialen Lernangeboten berücksichtigt werden sollten. Abschließend sind diesem Werk ein paar kritische Gedanken, betreffs Grenzen bzw. Möglichkeiten für das Lernen mit Neuen Medien zu entnehmen.

2 Allgemeine Informationsverarbeitungsmodelle

Keine Expertise ohne Grundlagen! – Im Folgenden werden diese, bezogen auf die Lernprozesse bei der Verwendung Neuer Medien, kurz erläutert um die Entwicklung eines tieferen Verständnisses zu ermöglichen.

2.1 Das 3-Speicher-Modell nach Atkinson & Shiffrin (1968)

In diesem Modell wird davon ausgegangen, dass das menschliche Gedächtnis aus drei getrennten Speichern besteht:

Tabelle 1: Bestandteile des 3-Speicher-Modells (vgl. Seufert/ Leutner/Brünken, 2004, S.27ff)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Um diese Gedächtnisfunktionen zu unterstützen, wurden vielfach Lern- und Gedächtnisstrategien erforscht und entwickelt (vgl. Weinstein/Mayer, 1986, zit. n. Seufert/ Leutner/Brünken, 2004, S. 29). Beispielhaft sind daher an dieser Stelle die Wiederholungs-, Organisations- und Elaborationsstrategie genannt.

2.2 Das Arbeitsgedächtnis nach Baddeley

Laut Baddeley besteht das Arbeitsgedächtnis aus drei Komponenten: der phonologischen Schleife (Verarbeitung sämtlicher auditiven Wahrnehmungen), dem visuell-räumlichen Notizblock (Umgang mit mentalen-räumlichen Modellen und Abläufen) und einer zentralen Exekutive (Verteilung der Aufmerksamkeitsressourcen) (vgl. Seufert/Leutner/Brünken, 2004, S. 31).

Die zwei Hauptmerkmale dieses Modells sind zum Einen die unabhängigen Speicher (phonologische Schleife/auditive Informationen und räumlich-visueller Notizblock/visuelle Informationen),zum Anderen die begrenzte Kapazität des Arbeitsgedächtnisses (vgl. Seufert/Leutner/Brünken, 2004, S. 30f).

Zur Verarbeitung größerer Datenmengen ist die Bildung von „chunks“ (Zusammenfassung mehrer, kleiner Einheiten zu einer großen) nötig. Dabei tritt als eine besondere Form der Chunkbildung die Schemakonstruktion und die Prozeduralisierung (vgl. Schnotz, 1994, zit. n. Seufert/Leutner/Brünken, 2004, S. 30) auf.

Daraus lässt sich erkennen, dass eine kognitive Ökonomie (vgl. Seufert, 2003, zit. n. Seufert/Leutner/Brünken 2004, S. 32) unerlässlich ist, wenn man von effektiven Lernen sprechen möchte.

3 Verarbeitungsprozesse beim Lernen mit multikodalen und –modalen Medien

Jetzt wird es abwechslungsreich! – Nachdem die Basistätigkeit des Gedächtnisses erklärt wurden, schließen sich Überlegungen betreffs der Auswirkungen unterschiedlichen Zeichenformen und Modalitäten an.

3.1 Duale Kodierung nach Paivio

Paivio geht davon aus, dass unterschiedliche kognitive Prozesse bei der Verarbeitung von Bildern (Verschlüsselung sowohl im verbalen, als auch im imagenalen System) und Texten (Enkodierung nur im verbalen System) vorhanden sind, wobei inhaltliche Bezüge, aufgrund bestehender Verknüpfungen, zwischen beiden Systemen möglich sind (vgl. Seufert/Leutner/Brünken, 2004, S. 33).

Durch diese Erkenntnisse kommt man zur der Feststellung, dass Behaltensvorteile eines illustrierten Projektes, gegenüber einer reinen Textverwendung, bestehen (vgl. Levie/Lentz, 1982, Levin/Anglin/Carney, 1987, Mayer, 1997 & 2001, Schnotz/Seufert/Bannert, 2001, zit. n. Seufert/Leutner/Brünken, 2004, S. 33f).

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Allgemeine Theorien des Lernens mit Neuen Medien
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Institut für Pädagogik und Philosophie)
Veranstaltung
Lernen mit Neuen Medien
Note
2,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
12
Katalognummer
V158021
ISBN (eBook)
9783640719013
ISBN (Buch)
9783640719532
Dateigröße
391 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Allgemeine, Theorien, Lernens, Neuen, Medien
Arbeit zitieren
Kristina Eichler (Autor), 2008, Allgemeine Theorien des Lernens mit Neuen Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158021

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