Social Media Marketing. Entwicklung des Online Marketing im Zeitalter des Web 2.0


Bachelorarbeit, 2010
99 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise und Aufbau

2 INTERNET: STRUKTUR UND NUTZUNG
2.1 Internetnutzung in Deutschland
2.2 Electronic Commerce
2.3 Traditionelle Online-Marketing Instrumente

3 WEB 2.0: WANDEL IM INTERNET
3.1 Definition und Merkmale von Web 2.0
3.2 Web 2.0: Nutzung vom Mitmachweb
3.2.1 Weblogs
3.2.2 Microblogging insbesondere Twitter_
3.2.3 Wikipedia
3.2.4 Foto-und Video-Communities_
3.2.5 Social Bookmarking
3.2.6 Podcasts__
3.2.7 Soziale Netzwerke
3.3 Kaufprozess 2.0: Einkaufen im Mitmachweb
3.4 Zwischenfazit

4 SOCIAL MEDIA MARKETING: MARKETINGRELEVANTE TOOLS IM WEB 2
4.1 Herausforderungen einer vernetzen Umwelt: Chancen und Risiken für Unternehmen
4.2 Social Media Marketing: Definition und Nutzung
4.3 Ansätze für erfolgreiches Social Media Marketing
4.3.1 Corporate Blogs
4.3.2 Corporate Twitter
4.3.3 Corporate Wikipedia
4.3.4 Brand Channel auf Youtube
4.3.5 Corporate Flickr
4.3.6 Social Bookmarking
4.3.7 Corporate Podcasts
4.3.8 Soziale Netzwerke insbesondere Facebook, Studivz und Xing
4.4 Messbarkeit und Erfolgskontrolle

5 FAZIT

6 LITERATURVERZEICHNIS

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Entwicklung der Onlinenutzung in Deutschland (Angaben in Prozent)

Abbildung 2: Durchschnittliche Nutzungsdauer von TV, Radio und Internet (Angaben in Minuten)

Abbildung 3: Internetnutzung nach Haushaltsnettoeinkommen

Abbildung 4: Schwerpunkte der Internetnutzung

Abbildung 5: Anzahl der Online Käufer in Deutschland (Angaben in Millionen

Abbildung 6: Genutzte Online-Informationskanäle

Abbildung 7: Conversionrates für Top 15 Produkte

Abbildung 8: Entwicklung des Bruttowerbekuchens

Abbildung 9: Interesse aktiv Beiträge zu verfassen und ins Internet zu stellen

Abbildung 10: Nutzungsdichte sozialer Netzwerke „in der letzen Woche“

Abbildung 11: Bekanntheit sozialer Netzwerke

Abbildung 12: Vertrauen in Informationsquellen in Deutschland

Abbildung 13: Kauf- und Verkaufsprozess im Web 2.0

Abbildung 14: Entwicklung der Nutzung von Marketinginstrumenten

Abbildung 15: Nutzung sozialer Medien von den Dax 30 Unternehmen

Abbildung 16: Social Media Roadmap

Abbildung 17: Corporate Blog von Frosta

Abbildung 18: Wikipedia Eintrag zu Hansenet

Abbildung 19: Youtube Channel von Mercedes Benz

Abbildung 20: Aufbau einer Facebook Fanpage

Abbildung 21: Google Analytics Dashboard

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Das Internet erobert den Alltag und prägt die Art und Weise wie wir kommunizie- ren, konsumieren, uns informieren und vernetzen. Die große Medienvielfalt sowie neue Möglichkeiten der Kommunikation, vorangetrieben durch Digitalisierung und Medienkonvergenz, schaffen ein Zeit- wie Inhaltsproblem und werden Ausdruck eines selbstbestimmten, aktiven Konsums. Gefragt sind individuelle, maßge- schneiderte Angebote anstelle von Massenprodukten. Es sind nicht mehr die Experten, Redakteure oder Autoren, die Inhalte und Know-how liefern, sondern die Nutzer selbst - „User Generated Content“1 überschwemmt in einem rasanten Tempo das Internet. Das einst reine Abrufweb ist zu einem Mitmachweb mit dia- logorientierten Marketingmöglichkeiten geworden. Unter dem Namen „Web 2.0“ entlockt es der Presse Schlagzeilen und erfreut sich einer zunehmenden Thema- tisierung in Messen, Kongressen und Workshops - Ob die Euphorie gerechtfertigt ist, wird sich zeigen. Trotz der vielen offenen Fragen scheint festzustehen, dass das Phänomen „Web 2.0“ das Informations- und Kaufverhalten von Konsumen- ten und damit die Strukturen und Strategien von Unternehmen nachhaltig verän- dert. Es stellt sich die Frage wie aus dem Massenphänomen auch ein Massen- geschäft werden kann.

1.2 Zielsetzung

Ziel dieser Arbeit ist zu untersuchen, welche Möglichkeiten und Potentiale das Web 2.0 im Rahmen von Marketingmaßnahmen für Unternehmen in Deutschland bietet und wie sich die Nutzung dieser hinsichtlich Umfang und Art entwickelt. Weiterhin werden Chancen und Risiken dieser Möglichkeiten diskutiert und die Frage nach der Notwendigkeit für Unternehmen beantwortet, die neuen Instru- mente einzusetzen. Anschließendes Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für ei- nen Einsatz der marketingrelevanten Instrumente im Web 2.0 zu geben.

1.3 Vorgehensweise und Aufbau

In Kapitel 2 wird auf die aktuellen Entwicklungen im Internet eingegangen. Vorab wird die Nutzung des Mediums in Deutschland, sowohl seitens der Endverbraucher wie auch seitens der Unternehmen, nach Art und Umfang aufgezeigt. Es folgt eine Darstellung der Funktionsweise, Ziele und Nutzung von klassischen Online-Marketingmaßnahmen.

In Kapitel 3 werden der Begriff Web 2.0 erläutert, Merkmale und Entwicklung aufgezeigt, sowie die für Deutschland relevante Web 2.0 Anwendungen nach Art und Umfang der Nutzung seitens der Endverbraucher vorgestellt. Nachstehend wird erläutert, aus welchen Gründen und in welcher Form Web 2.0 den klassischen Kaufprozess verändert.

In Kapitel 4 folgt eine Darlegung der sich aus den geschilderten Entwicklungen ergebenden Chancen und Risiken für Unternehmen. Anschließend wird das Social Media Marketing vorgestellt, sowie Entwicklung und Nutzung dieses Marketinginstruments seitens der Unternehmen in Deutschland aufgezeigt. Es folgen Handlungsempfehlungen für die Nutzung der in Kapitel 3.2 vorgestellten Web 2.0 Anwendungen im Rahmen des Marketings.

In Kapitel 5 erfolgt abschließend‚ eine Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse.

2 Internet: Struktur und Nutzung

Die großflächige Verbreitung von schnellen Internetzugängen, die vereinfachte Technik der Publikationen und des Austausches im Netz, die zunehmende Medi- enkompetenz der Nutzer sowie die offene Haltung gegenüber neuen multimedia- len Anwendungen führen zu einer rasanten Expansion des Internets in nahezu alle Lebensbereichen.2 Das Medium ist Träger von Bildungsprozessen (E- Learning), Produkt- und Prozesstechnologien (E-Commerce), politischer Prozes- se (E-Government) sowie Kommunikationskanal, Konsum- und Kulturgut. Im In- ternet wird recherchiert, gearbeitet, eingekauft, kommuniziert, geflirtet, gespielt und vieles mehr. Das Internet bedeutet die Auflösung des Kriteriums Raum - eine Entgrenzung des Interaktionsraums, des Kommunikationsraums sowie des kultu- rellen Raums3. Es scheint fester Bestandteil des täglichen Lebens, beruflich und privat, geworden zu sein und aus der heutigen Welt kaum noch wegzudenken.4

2.1 Internetnutzung in Deutschland

Das Internet ist in Deutschland das drittwichtigste Medium nach TV und Radio - Tendenz steigend. Inzwischen sind 46,3 Millionen Deutsche ab 14 Jahren im Internet anzutreffen, das bedeutet umgerechnet 69,1 Prozent der deutschen Wohnbevölkerung sind in den letzen 12 Monaten zumindest gelegentlich online gegangen. Auch die Verbreitung schneller Zugänge wächst - in 2009 nutzen 67 Prozent der Onliner einen Breitbandanschluss.5

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Entwicklung der Onlinenutzung in Deutschland (Angaben in Prozent)6

Die Etablierung des Mediums ist in allen Altersklassen vorzufinden. Mit über 95 Prozent Internetnutzern sind die jungen Altersklassen der 14- bis 19 sowie 20- 29-Jährigen fast vollständig im Internet präsent. Auch die Gruppe der 30- bis 39- Jährigen nutzt mit 89,4 Prozent Onlinern, d.h. Nutzern des Internets unabhängig von Ort und Grad der Nutzung, fast gänzlich das Internet. In der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen sind es 80,2 Prozent und auch bei den Silver Surfern, den über 50-Jährigen, erfreut sich das Internet mit einem Nutzungsanteil von mehr als 40 Prozent einer zunehmenden Beliebtheit. Hohe Zuwachsraten sind vor al- lem bei den über 50-Jährigen zu beobachten, obwohl sie vor wenigen Jahren dem neuen Medium noch distanziert gegenüberstanden.7

Die Zunahme der Internetnutzung führt jedoch nicht zur Verdrängung der klassi- schen Medien - die Gesamtzeit der Mediennutzung nimmt zu. Deutlich wird auch die Veränderung in der Qualität der Mediennutzung. Der Ausflug ins Netz ist bei vielen Nutzern keinesfalls ein medialer Alleingang. Die Hälfte der Internetnutzer in Deutschland lässt sich beim Surfen von anderen Medien begleiten: 44 Prozent nutzen gleichzeitig ein akustisches Angebot, neun Prozent lesen zusätzlich eine Zeitung, elf Prozent eine Zeitschrift, 22 Prozent sehen parallel Fern.8

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Durchschnittliche Nutzungsdauer von TV, Radio und Internet(Angaben in Minuten)9

Deutlich zeigt sich auch der Zusammenhang zwischen Einkommenshöhe und Internetnutzung: So ist im Web vor allem ein kaufkräftiges Publikum anzutreffen - das durchschnittliche Haushaltsnettokommen liegt bei 2306 Euro monatlich10

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Abbildung 3: Internetnutzung nach Haushaltsnettoeinkommen11

Bisher offline erledigte Tätigkeiten werden verstärkt online ausgeführt. Klassische Interaktionsformen wie die E-Mail-Funktion, das Chatten oder die Teilnahme an Foren zählen zu den meistgenutzten Internetanwendungen: 82 Prozent der Onli- ner senden und empfangen wöchentlich E-Mails, 25 Prozent tauschen sich in Gesprächsforen, Chats oder Newsgroups aus. Auch die Nutzung von Instant Messengern steigt: knapp ein Drittel aller Onliner benutzen wöchentlich einen Instant Messenger für die Sofort-Kommunikation.12 Allgemein sind Recherchieren in Suchmaschinen und Katalogen, Online-Shoppen sowie das persönliche Kommunizieren die beliebtesten Nutzungsmotive des Internets13.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Schwerpunkte der Internetnutzung14

Auch die Nachfrage nach multimedialen Inhalten im Web nimmt vor allem bei den jungen Onlinern zu: So rufen 62 Prozent aller Onliner Videos über Videoportale ab, schauen live oder zeitversetzt Fernsehsendungen im Internet und abonnieren Videopodcasts; 51 Prozent geben an Musikdateien, Audiopodcasts und Radiosendungen im Netz zu hören.15

2.2 Electronic Commerce

Online-Shopping gehört zu den beliebtesten Nutzungsmotiven des Internets. Das Geschäft mit dem Online-Handel entwickelte sich rasant, die Akzeptanz beim Online-Shopping hat signifikant zugenommen.16 Electronic Commerce, oder kurz E-Commerce, steht für den „Vertrieb von Waren oder Dienstleistungen über das Internet“17. Weltweit haben bereits über 85 Prozent der internationalen Online- Nutzer schon einmal im Internet eingekauft18. In Deutschland erledigen in 2009 37,92 Millionen Menschen zwischen 14 und 69 Jahren Ihre Einkäufe online - über 20 Millionen mehr als in 2001. Damit liegt der Anteil der Online-Shopper unter den Internetnutzern bei 87,2 Prozent.19

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Anzahl der Online Käufer in Deutschland (Angaben in Millionen)20

Zusammen mit der Anzahl der Online-Shopper nimmt auch der E-Commerce Umsatz mit einem Plus von 14 Prozent im Vergleich zu 2008 deutlich zu. Der Online-Handel bleibt der Vertriebskanal mit der höchsten Wachstumsdynamik und kann in 2009 Umsätze in Höhe von 15,5 Milliarden Euro verzeichnen.Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass Menschen mehr Geld im Netz aus- geben: Die Durchschnittsausgaben pro Kopf steigen bei gleich bleibender Ein- kaufshäufigkeit, von 9,4 Einkäufen pro Jahr, um zehn Prozent auf 506 Euro pro Käufer.21 Am häufigsten online gekauft werden Bücher, Eintrittskarten, Buchun- gen von Hotelzimmern und Urlaubsreisen sowie Damenbekleidung.22 Dabei entwickeln sich die Umsätze in einzelnen Sortimentsbereichen unterschiedlich: Die Umsätze in dem Bereich Hartwaren (Möbel, Bücher, Haushaltswaren etc.) sowie in dem Bereich Technik wachsen in 2009 nur noch unterproportional, wäh- rend die Umsätze in dem Bereich Mode überproportional zunehmen23.

Charakteristisch für den Handel im Internet ist, dass Kunden sich online selbst- ständig, also ohne Verkaufspersonal, informieren können. Wie in Kapitel 2.1 auf- gezeigt, gehören Informieren und Recherchieren zu den beliebtesten Nutzungs- motiven im Internet. Mit 97,8 Prozent haben sich so gut wie alle Onliner schon einmal im Internet über Produkte informiert.24 Zu den Hauptmotiven bei der Pro- dukt-Recherche im Netz gehören das Bedürfnis nach einer effizienten und preis- günstigen Entscheidung sowie die Suche nach detaillierten Informationen über das Produkt. Ein weiterer Anlass ist die Vorbereitung von Offline-Käufen, zum Beispiel die Suche nach Händlern vor Ort. Aber auch das Verlangen, sich eher ungezielt einen Überblick zu verschaffen, Meinungen zu dem Produkt einzuholen und objektive Informationen zu erhalten, gehören zu häufigen Beweggründen für die Produkt-Recherche online.25 Bei der Recherche nach Produktinformationen beginnen die meisten Onliner auf Suchmaschinen (66%), gefolgt von Händlerwebsites (59%) - die beliebtesten Einstiegskanäle. Auch Preisvergleichsseiten und Online-Auktionsseiten werden bei der Informationssuche online gerne genutzt. Web 2.0 Plattformen spielen quantitativ gesehen zwar noch eine eher untergeordnete Rolle, haben aber das Ansehen des zum Kauf anregenden Ideengebers und damit eine wichtige Funktion im Meinungsbildungsprozess.26

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Genutzte Online-Informationskanäle27

Zwischen der Online-Informationssuche und dem Online-Kauf scheint ein signifi- kanter Zusammenhang zu bestehen, welcher mittels des Verhältnisses von In- formationssuche zu Informationssuche und anschließenden Kauf, deutlich wird. Bücher stehen diesbezüglich mit einer Conversionrate von 66,5 Prozent an erster Stelle, d.h.: Nutzer, die sich online über Bücher informieren und diese kaufen machen zwei Drittel aller Personen aus, die sich über Bücher im Internet infor- miert haben, oder anders ausgedrückt - in zwei Drittel der Fälle führt die Informa- tionssuche bei Büchern auch zum Kauf. Auf den nächsten Plätzen folgen Da- menbekleidung, Spielwaren und Eintrittskarten. Bei diesen Produkten wird mehr als jeder zweite Informationssuchende auch zum Käufer.28

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Conversionrates für Top 15 Produkte29

So beeindruckend die Wachstumsraten des E-Commerce sind, sollten auch die damit einhergehenden Probleme beachtet werden. Die vor allem durch kleine Online-Shops oder Händler auf Auktions- bzw. Verkaufsplattformen zur Profilie- rung in ihrem virtuellen Wettbewerbsumfeld angesetzte Niedrigpreispolitik ge- paart mit steigender Transparenz auf dem Markt senkt die Gewinnmargen - das Bestehen im Preiskampf gestaltet sich als schwierig. Vorteile etablierter Han- delsunternehmen und Markenhersteller liegen insbesondere in ihrem guten Ruf, oft sehr nutzerfreundlich und aufwendig gestalteten Online-Auftritten, ihrer Pro- duktkompetenz und Bekanntheit. Da der Preis kaum zu senken ist, lohnt sich die Herausstellung dieser Kompetenzen.Viele Händler verkaufen ihre Produkte über Multi-Channel-Systeme, also auf verschiedenen Vertriebswegen, allerdings ver- ursacht die zunehmende Relevanz des Internets eine stärkere Fragmentierung der Vertriebskanäle. Oft fehlt es an notwendiger Abstimmung und integrierter Strategie, was zu Kundenabwanderung führen kann.30

Charakteristisch für Onliner sind Marken- und Qualitätsbewusstsein gepaart mit Individualität und Aufgeschlossenheit für Werbung. Insgesamt sind Onliner wert- volle Meinungsbildner - Sie stehen Neuem positiv gegenüber und setzen oft als Wortführer neue Trends. Die Mehrheit der Onliner (89,9 %) achten bei ihrem Ein- kauf im Web besonders auf das Preis-Leistungsverhältnis und sind bereit mehr Geld für Qualität auszugeben (75,2%). Fast jeder zweite Onliner (46,8%) ist durch Werbung schon häufiger auf interessante Produkte oder neue Ideen auf- merksam geworden. Knapp ein Drittel (29%) geben an in Gesprächen meistens der Wortführer zu sein.31

Der Vertriebsweg Internet bietet Unternehmen Möglichkeiten effektiv und kostengünstig zu arbeiten. Das Internet ist eine zentrale Schnittstelle zwischen Unternehmen und Anspruchsgruppen. Es ist eine Chance für Unternehmen durch eine ganzheitliche Betrachtung des Online-Kanals, eine optimierte Webpräsenz und Marketingmaßnahmen einen Einfluss auf Online- sowie Offline-Verkäufe auszuüben - mehr Transparenz entlang des Verkaufsprozesses kann geschaffen, Informationen zwischen Kunden und Unternehmen ausgetauscht, Kunden betreut und ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden.32

2.3 Traditionelle Online-Marketing Instrumente

Das Marketing im Internet scheint zu einem Muss im Marketing Mix geworden zu sein und zur Erreichung bestimmter Zielgruppen unentbehrlich. Es ist ein Thema mit großer Bandbreite - Es gibt zahlreiche Methoden, das eigene Unternehmen, die eigenen Produkte oder Dienstleistungen im Internet zu vermarkten und zu kommunizieren. Die Vorteile gegenüber den klassischen Medien liegen auf der Hand: es ist günstiger, effektiver und messbarer. Um Erfolge zu erzielen, bedarf es einer umfassenden und integrierten Online-Marketing Strategie.33

Online-Marketing gehört zu den wachstumsstärksten Branchen der deutschen Wirtschaft: Der Online-Vermarkterkreis (OVK) prognostiziert für 2010, trotz erwar- teter sinkender Tendenzen im Gesamtwerbemarkt, 14 Prozent Wachstum für den gesamten Online-Werbemarkt. Auf dieser Grundalge würde das Bruttowerbevo- lumen in 2010 insgesamt 4,7 Milliarden Euro erreichen. Bereits 2009 ist der Onli- ne-Werbemarkt in Deutschland um zwölf Prozent gestiegen und erreichte 4,1 Milliarden Euro Bruttowerbevolumen. Nach TV und Zeitung ist das Internet be- reits drittstärkstes Werbemedium und hat einen Werbemarktanteil von 16,5 Pro- zent. „Da die Budgets weiterhin nachhaltig in den Online-Bereich wandern“34, wird ein weiterer Aufstieg auf Platz zwei innerhalb der nächsten zwei bis drei Jah- re prognostiziert. „Der Abstand zu den Zeitungen [...] wird schon 2010 weiter schrumpfen“35, so Paul Mudter, Vorsitzender des OVK.36

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Entwicklung des Bruttowerbekuchens37

Mit einer Vielzahl von Formaten und Technologien eröffnet das Internet vielschichtige Marketingmöglichkeiten - Einsatzmaß und Kombination der Instrumente miteinander sowie mit anderen Medien hängen von der jeweiligen Zielsetzung der Werbetreibenden ab.38

Im Folgenden werden klassische Instrumente des Online Marketing-Mix kurz vorgestellt sowie Art und Umfang ihrer Nutzung erläutert.

Display Advertising

Display Advertising ist, wie auch in den Jahren zuvor, immer noch das am mei- sten genutzte Online Marketing Instrument. In 2009 entfielen bereits 2.168 Milli- arden Euro auf dieses Online Marketing Instrument. Ausgehend von einer Wach- stumsrate von 13 Prozent werden für das Jahr 2010 Bruttoinvestitionen in Höhe von 2.450 Milliarden Euro ins Display Advertising prognostiziert39. Zum Display Advertising gehören zum Einen Display-Ads, also Werbeflächen wie z.B. Banner, Skyscraper, Rectangles, Wallpaper, Video-Ads etc. und zum Anderen inhaltliche Integrationen durch die Werbetreibenden auf den Online-Werbeträgern, wie zum Beispiel Sponsoring, Microsites oder multimediale Inhalte. Vor allem Online- Video Werbung wird in der Zukunft eine steigende Relevanz zugesprochen - sie befindet sich zwar im Vergleich zu anderen Online-Marketing Instrumenten noch am Anfang, gehört jedoch zu den Treibern auf dem Online-Marketing Markt der Online-Werbung40. Basis für die Abrechnung der Werbeleistung ist beim Display Advertising in der Regel der TKP.41

Suchmaschinenmarketing

In Zeiten gestraffter Budgets für Marketing und Werbung rückt die Effizienz der eingesetzten Mittel immer mehr in den Mittelpunkt. Der steigende Einsatz kom- merzieller Suchergebnisse auf Suchmaschinen und Portalen spiegelt diesen Trend wieder.42 Suchmaschinenmarketing funktioniert über eine Art Auktions- modell. Werbetreibende bieten auf bestimmte Suchbegriffe, die für ihre Angebote und Webseite relevant sind. Anschließend werden auf Basis dieser Suchbegriffe Anzeigen formuliert - diese erscheinen dann über und neben den organischen Suchergebnissen. Der Werbetreibende entscheidet also über die Suchbegriffe und die jeweilige Verlinkung. Der Höchstbietende wird in den kommerziellen Suchergebnissen an erster Stelle gelistet, sobald ein Nutzer das entsprechende Schlagwort in die Suchmaschine eingegeben hat.43 Die Werbeform erfüllt wichti- ge Kriterien eines effizienten und budgetorientierten Marketingtools:

- Die Bezahlung der Anzeige ist erfolgsbasiert: Der Werbetreibende bezahlt Pay per Click - also nur, wenn ein Interessent auf das entsprechende Such- ergebnis klickt.
- Der Nutzer qualifiziert sich über seine Suchanfrage selbst als potentieller Kunde, was Streuverluste für den Werbetreibenden ausschließt.
- Der ROI ist direkt nachweisbar.44

Das Suchmaschinenmarketing ist mit 1.624 Milliarden Euro die zweitstärkste Säule im Online-Marketing. Für das Jahr 2010 wird ein Wachstum von zehn Pro- zent, umgerechnet 1.867 Milliarden Euro Bruttoinvestitionen, angenommen45.

Affiliate Marketing

Das sogenannte Partner- oder Empfehlungsmarketing im Internet funktioniert in Form einer verkaufsfördernden Online-Kooperation. Die Teilnehmer dieser Ko- operation werden in Merchant (Anbieter oder Werbetreibende) und Affiliate (Pu- blisher oder Partner) unterschieden. Der Merchant stellt dem Affiliate, meist über Affiliate-Netzwerke wie z.B. Zanox oder Affilinet, Werbemittel wie Banner, Pro- duktabbildungen, Textlinks, ganze Webseiten oder Shopmodule zur Verfügung, die der Affiliate wiederum auf seinen Webseiten, Newslettern oder beim Such- maschinenmarketing einbindet. Das Affiliate Programm schafft eine Win-Win Si- tuation für beide Partner: Der Merchant kann Filialen im Internet aufbauen, die seine Produkte und Dienstleistungen empfehlen. Diese Integration der Angebote in ein themenrelevantes Umfeld löst ein Kaufverhalten am „Point of Interest“ aus: Der Merchant erfährt eine Steigerung seiner Vertriebsreichweite sowie eine stär- kere Markenpräsenz im Internet. Der Publisher seinerseits kann durch die Teil- nahme an einem Affiliate Programm sein eigenes Online-Angebot erweitern und seinen Usern einen Mehrwert bieten und verdient für jede erfolgreiche Weiter- empfehlung eine Provision. Diese Empfehlung erfolgt über einen Affiliate-Link mit speziellen HTML Code, welcher später als Basis für die Abrechnung dient. Durch die Affiliate Technologie wird eine zuverlässige Registrierung der über jeweilige Partner-Website erfolgten Transaktionen ermöglicht. Die Kosten des Partnermar- ketings sind rein erfolgsorientiert: Für jede erfolgreich vermittelte Transaktion erhält der Partner eine vereinbarte Provision, die für die reinen Klicks (CpC), die Kontaktaufnahme des Kunden (CpL) oder den Verkauf (CpO) fließen kann.46

In 2009 überschritten die Bruttowerbeinvestitionen ins Affiliate Marketing erstmals mehr als 300 Millionen Euro und erreichten damit ein Wachstum von 15 Prozent. Für 2010 wird ein weiterer Zuwachs von zehn Prozent prognostiziert.47

Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinen, vor allem Google, zählen zu den beliebtesten Zugriffsquellen für Webseiten. Suchmaschinenoptimierung (kurz: SEO) ist zu einem unverzichtba- ren und bedeutenden Bestandteil des Online-Marketing-Mix geworden. Es be- schäftigt sich mit Techniken und Methoden zur besseren Positionierung in den organischen, also natürlichen, Suchmaschinenergebnissen. Suchmaschinen nut- zen so genannten Robots, die den gesamten Quelltext einer Webseite durchsu- chen (crawlen), mittels eines Algorithmus bewerten, indexieren und in die Daten- bank der Suchmaschine ablegen. Zusätzlich folgen diese Robots den auf der jeweiligen Seite befindlichen Links und crawlen, bewerten und indexieren die Inhalte auf den Zielseiten dieser. Interessant für die Robots sind vor allem text- basierende Seiteninhalte. Die Fachliteratur spricht von ca. 60 verschiedenen HTML- und Designelementen, die das Ranking beeinflussen. Eins der wichtig- sten Aspekte der SEO Maßnahmen ist die Wahl der Keywords - es gilt herauszu- finden, welche Suchbegriffe User in die Suchmaschine eingeben, um eine Seite mit dem Inhalt der jeweiligen Webpräsenz zu finden. Diese sind dann in richtiger Reihenfolge, Position und Dichte auf der Webpräsenz zu platzieren. Weiterhin spielen Link-Popularität, also Anzahl und Qualität von auf eine Webseite verwei- senden Links, Design und Seitenstruktur der Webseite eine entscheidende Rolle. Fest steht, dass es bis heute kein eindeutiges Erfolgsrezept für gelungene Suchmaschinenoptimierung gibt. Suchmaschinen lassen sich nicht in die Karten schauen - Jede benutzt einen eigenen Algorithmus, der nicht veröffentlicht und ständig verändert wird. Grundlegende offizielle Richtlinien, bestätigte Erfahrun- gen und Fachliteratur tragen vor, wie sich Probleme vermeiden lassen bzw. sich der Erfolg im Internet steigern lässt.48

Umfragen zeigen, dass die monatlichen Ausgaben für SEO im Gegensatz zu klassischen Werbemaßnahmen noch eine niedrige Ausprägung aufweisen - prognostiziert werden aber steigende Investitionen, da die Bedeutung eines hohen Suchmaschinenrankings steigt.49

E-Mail Marketing

E-Mail Marketing gehört zu den Direktmarketingmaßnahmen im Internet. E-Mail Kampagnen für bestimmte Produkte oder Dienstleistungen werden als Werbe-E- Mails an registrierte Kunden versendet. Durch Einbindung von Links in diese Werbe-E-Mails werden interessierte Empfänger dann zur Webpräsenz des wer- benden Unternehmens weitergeleitet. In der Regel sind diese Links mit einer Tracking-, also Auswertungssoftware verbunden, die einen Nachweis über das qualitative wie quantitative Klick- und Nachklickverhalten des Empfängers er- zeugt. Grundsätzlich existieren verschiedene Formen des E-Mail Marketings, am häufigsten werden Stand-Alone-Kampagnen und Newsletter eingesetzt:

- Stand-Alone-Kampagnen haben meist eine beschränkte Laufzeit und dienen dazu, ein bestimmtes Produkt oder Dienstleistung einer definierten Zielgrup- pe näher zu bringen. Sie bestehen in der Regel aus einer oder mehreren Aussendungen zu diesem bestimmten Thema. Ein typisches Einsatzfeld von Stand-Alone-Kampagnen ist die Bewerbung von Sonderangeboten.
- Newsletter beinhalten meist eine Zusammenstellung redaktionell aufbereite- ter Inhalte und erscheinen regelmäßig. Oft werden sie genutzt, um mit der Zielgruppe zu kommunizieren oder dieser bestimmte Angebote zu unterbrei- ten - ein Mehrwert für die Empfänger steht im Fokus.

Zu den Vorteilen des E-Mail Marketings gehören die kurze Vorlaufzeit, die ge- naue Möglichkeit der Responsemessung und die geringen Kosten im Vergleich

zu schriftlichen Direktmarketingmaßnahmen. Allerdings ist die Spammail-Flut so groß, dass viele Empfänger auch seriöse Newsletter sofort löschen.50

Nach den Ergebnissen einer Studie von W3B wird Spam von mehr als 21 Pro- zent der befragten 120.000 deutschsprachiger Internetnutzer als größter Störfak- tor bei der Nutzung des Internets empfunden. Diese Tatsache hat ebenfalls Aus- wirkungen auf das Leseverhalten von Werbe-Emails: Sie werden meist nicht sorgfältig gelesen, sondern eher überflogen. Weiterhin besteht ein Zusammen- hang zwischen Frequenz der Werbe-E-Mails und Abmeldungen von diesen: Eine steigende Anzahl ausgesendeter Mails des gleichen Absenders führt zu steigen- der Anzahl an Abmeldungen. Grundsätzlich ist das Potential von E-Mail- Marketing enorm: Insgesamt 42 Prozent aller deutschsprachigen Internetnutzer lesen mindestens einmal wöchentlich einen Newsletter, weitere 16 Prozent zu- mindest einmal pro Monat. Besonders beliebt sind Werbe-Emails mit Mehrwert zum Beispiel in Form von besonderen Angeboten oder Informationen.51

Entsprechend wird ein steigender Einsatz von E-Mail-Marketing prognostiziert: 61 Prozent der deutschen Werbetreibenden, und damit 15 Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte, würden in der zweiten Jahreshälfte von 2009 verstärkt ins E- Mail-Marketing investieren.52

3 Web 2.0: Wandel im Internet

Angetrieben durch Verbreitung schneller Zugänge sowie durch aufgeklärte Nut- zer und neue multimediale Möglichkeiten erlebt das Internet einen Wandel. Noch bis vor wenigen Jahren zeichnete sich das Web vor allem dadurch aus, dass die dort vorzufindenden Inhalte abgerufen wurden, der Umgang mit dem Medium war durch vergleichsweise geringe Aktivität geprägt. Im Gegensatz zur ersten Phase, in welcher die Technik und die eindimensionale Verbreitung von stati- schen Inhalten im Vordergrund standen, rückt nun der User selbst in den Mittel- punkt. Die Bereitstellungsasymmetrie, bei der wenigen Informationsanbietern eine Vielzahl passiven Informationskonsumenten gegenüberstand löst sich auf. Der Rezipient wandelt sich zum aktiven Mitproduzenten. Eine Vielzahl von Infor- mationen, Stimmungen und Meinungen artikulieren sich über das Internet und beeinflussen Menschen in ihren Einstellungen, Meinungen und ihrem Konsum- verhalten. Kunden leben ihren Konsum selbstbewusst, aufgeklärt und emotional im Internet aus - Der Erfolg von Produkten und Dienstleistungen wird zunehmend von der Gunst der im Web 2.0 aktiven Individuen abhängig, Nutzermeinungen beeinflussen Markenbilder sowie Kaufentscheidung enorm53.54

3.1 Definition und Merkmale von Web 2.0

Beim Web 2.0 geht es um Schaffung von Mehrwert durch Partizipation der User, um Vernetzung und Austausch - darum, sich auf Plattformen aktiv einzubringen und eigene Inhalte beizusteuern. Wesentlich für alle Web-2.0-Anwendungen ist, dass jedes dieser Angebote auf die aktive Teilnahme seiner User angewiesen ist.

Dahinter steht die Idee „der gemeinsamen Maximierung kollektiver Intelligenz und der Bereitstellung von Nutzwerten durch formalisierte und dynamische In- formationsteilung und -herstellung“55: Je mehr Menschen mitmachen, umso besser wird das Produkt, wie zum Beispiel ein von vielen editierter Eintrag in Wi- kipedia.56

Bis heute hat sich keine einheitliche Definition des inflationär gebrauchten Begrif- fes durchsetzen können. Tim O’Reilly und Dale Dougherty, die Schöpfer des Be- griffes, erläutern Web 2.0 in dem Artikel „What is Web 2.0“ als Sammelbegriff für eine bestimmte Anzahl neuer Anwendungen zur Publikation, Kommunikation und Community-Bildung im World Wide Web: Das Mitmachweb sei eine Entwicklung des Internets zur interaktiven Plattform, eine neue Generation von Internet- und Webanwendungsmöglichkeiten57. Andere Ansätze stellen den Menschen in den Vordergrund und verstehen Web 2.0 als eine Veränderung im Umgang mit dem Medium Internet. Diese sozialpsychologischen Argumentationen sehen den Kern des Web 2.0 Gedankens in einer veränderter Wahrnehmung und Nutzung des Internets. Eine weitere Fraktion streitet Web 2.0 den Status als Neuentwicklung ab: Lange Verfügbares würde lediglich unter einem neuen Namen vermarktet und zum Massenphänomen popularisiert, der Begriff wäre nur ein Schlagwort, von dem niemand die genaue Bedeutung kenne.58

Als Oberbegriff für die Angebotsformen des Web 2.0 steht Social-Software - Software, die eine aktive Beteiligung im Internet überhaupt erst ermöglicht. Diese Software wertet das Abrufnetz technisch auf und transformiert es in das einfach zu bedienende Mitmachweb. Im weiteren Sinn ist Web 2.0 also die Verknüpfung verschiedenster Social-Software Angebote für eine nutzerbasierte und aktive Nutzung des Internets59. Web 2.0 Anwendungen werden immer auf einer Web- plattform angeboten und sind damit ohne Internetzugang nutzlos. Eine Installati- on ist nicht notwendig, da die Anwendungen immer bei dem Dienstbetreiber lie- gen60. Technisch ermöglichen die Standardisierung von Komponenten durch eine einheitliche Semantik, die offene Programmierung von Schnittstellen und der einfache Datenaustausch die ständige Weiterentwicklung und Neukreation von Web 2.0 Angeboten. Sogenannte Mashups (von englisch to mash für vermi- schen) nutzen offene Programmierschnittstellen, die Webanwendungen zur Ver- fügung stellen und führen zu Vermischungen von Systemen und Datenquellen. Ein Beispiel dieser Entwicklungen ist die Möglichkeit sich über die API von Goo- gle Maps, Landkarten und Satellitenfotos auf die eigene Webseite einzubinden und mit individuellen Markierungen anzureichern. Charakteristisch für das Web 2.0 sind seine einfache Handhabbarkeit, vernetzte User und von ihnen produzierten und integrierten Inhalte.61

Der Kernprozess in allen Kategorien von Web 2.0 Diensten ist die „Herstellung informations- und kommunikationsbasierter Güter in einem selbstorganisierten und emergenten Prozess“62. Allgemein lassen sich innerhalb der Web 2.0 Diensten drei unterschiedliche Schwerpunkte erkennen:

- Bei Communities steht der Aufbau von Beziehungen der User untereinander im Fokus.
- Entertainment-Anbieter vertreiben vorrangig User Generated Content - hier steht Unterhaltung im Vordergrund.
- Informationsanbieter fokussieren sich ebenfalls auf nutzergenerierte Inhalte, allerdings steht hier nicht Unterhaltung, sondern informativer Content im Vor- dergrund.63

[...]


1 [Hervorhebung des Verfassers]

2 Vgl. Knappe, M., Kracklauer, A., (2007), S. 29.

3 Vgl. Faulstich, W., (2004), S. 158.

4 Vgl. Evsan, I., (2009), S. 7-12.

5 Vgl. Initiative D21, (2009), URL:<http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2009/06/NONLINER2009.pdf> S. 10, [Durchgef ü hrt von TNS Infratest; 30.702 Interviews (je 50.000 in 2008, 2007, 2006 und 2005, je 30.000 in 2002 - 2004, 20.000 in 2001): Grundgesamtheit: deutschprachige Wohnbev ö lkerung ab 14 J. mit Festnetz-Telefonanschluss im Haushalt; (Gr öß e der Grundgesamtheit: 67,0 Millionen Personen)].

6 Vgl. Initiative D21, (2009), URL:<http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2009/06/NONLINER2009.pdf>, S. 11.

7 Vgl. Ard/Zdf-Onlinestudie, (2009), URL:<http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=onlinenutzung-prozen>, Abbildung 1, [ Basis: bundesdeutsche Erwachsenen ab 14 J. (2009: n=1806) ]; ähnlich gesehen auch bei OVK, (2010), URL:<http://www.ovk.de/fileadmin/downloads/fachgruppen/Online-Vermarkterkreis/OVK_Online-Report/OVK%20Online- Report%20201001_Webversion.pdf>, S. 10, [ Basis: 103.731 Internetnutzer letzte drei Monate, 568 restliche Internetnutzer, 11.789 Nicht-Internetnutzer ab 14 Jahren].

8 Vgl. Kuckuck, L., (2009), URL:<http://www.radiozentrale.de/site/714.0.html>; ähnlich gesehen auch bei Ard/Zdf-Onlinestudie, (2009a), URL:<http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=189>, Abbildung 1.

9 Vgl. Ard/Zdf-Onlinestudie, (2009a), URL:<http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=189>, Abbildung 1.

10 Vgl. Initiative D21, (2009), URL:<http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2009/06/NONLINER2009.pdf>, S. 17.

11 Ebenda.

12 Vgl. Ard/Zdf-Onlinestudie, (2009b), URL:<http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=onlinenutzung-anwend>, Abbil- dung 1., [Basis: Onlinenutzer ab 14 Jahre in Deutschland (2009: n=1212)].

13 Vgl. Ard/Zdf-Onlinestudie, (2009b), URL:<http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=onlinenutzung-anwend>, Abbil- dung 1.; ähnlich gesehen auch bei Initiative D21, (2009), URL:<http://www.initiatived21.de/wp- content/uploads/2009/06/NONLINER2009.pdf>, S. 21.

14 Vgl. TNS Infratest, (2009), URL:<http://www.tns- infratest.com/presse/pdf/presse/tns_infratest_kaufentscheidung_deutschland_i.pdf>, S. 21, [Basis: Onliner 18-59 J. in Deutschland ( n= 1.007, mit n= 2.006 Kategorieurteilen); Zeitraum: 08.2009].

15 Vgl. Ard/Zdf-Onlinestudie, (2009c), URL:<http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=173>, [ Basis: Onlinenutzer ab 14 Jahre in Deutschland (2009: n=1212)].

16 Vgl. Salzmann, I., (2010), URL:<http://de.nielsen.com/site/NielsenPressemeldung08.07.10-Online-Shopping.shtml>.

17 Duden (2006), URL:<http://www.duden.de/deutsche_sprache/sprachberatung/newsletter/archiv.php?id=149>.

18 Vgl. Nielsen, (2010), URL:<http://de.nielsen.com/site/documents/Q12010GOS-OnlineShoppingTrends.pdf>, S.2.

19 Vgl. OVK (2010), URL:<http://www.ovk.de/fileadmin/downloads/fachgruppen/Online-Vermarkterkreis/OVK_Online- Report/OVK%20Online-Report%20201001_Webversion.pdf>, S. 13.

20 Ebenda: S. 14.

21 Vgl. Kaldik, M., (2010), URL:<http://www.gfkps.com/imperia/md/content/ps_de/chart_der_woche/2010/kw_08_10_ecommerce_umsatz_w__chst_we iter.pdf>, S. 3.

22 Vgl. OVK, (2010), URL:<http://www.ovk.de/fileadmin/downloads/fachgruppen/Online-Vermarkterkreis/OVK_Online- Report/OVK%20Online-Report%20201001_Webversion.pdf>, S. 25.

23 Vgl. Kaldik, M., (2010), URL:<http://www.gfkps.com/imperia/md/content/ps_de/chart_der_woche/2010/kw_08_10_ecommerce_umsatz_w__chst_we iter.pdf>, S. 3.

24 Vgl. OVK, (2010), URL:<http://www.ovk.de/fileadmin/downloads/fachgruppen/Online-Vermarkterkreis/OVK_Online- Report/OVK%20Online-Report%20201001_Webversion.pdf>, S. 25.

25 Vgl. TNS Infratest, (2009), URL:<http://www.tns- infratest.com/presse/pdf/presse/tns_infratest_kaufentscheidung_deutschland_i.pdf>, S.10-18.

26 Vgl. TNS Infratest, (2009), URL:<http://www.tns- infratest.com/presse/pdf/presse/tns_infratest_kaufentscheidung_deutschland_i.pdf>, S. 22-24.

27 Ebenda: S. 23.

28 Vgl. OVK, (2010), URL:<http://www.ovk.de/fileadmin/downloads/fachgruppen/Online-Vermarkterkreis/OVK_Online- Report/OVK%20Online-Report%20201001_Webversion.pdf>, S. 25.

29 Vgl. OVK (2010), URL:<http://www.ovk.de/fileadmin/downloads/fachgruppen/Online-Vermarkterkreis/OVK_Online- Report/OVK%20Online-Report%20201001_Webversion.pdf>, S. 25.

30 Vgl. KMPG, (2008), URL:<http://www.kpmg.ch/Themen/11798.htm>, S. 11-15; ähnlich gesehen auch bei Knappe, M., Kracklauer, A., (2007), S.79-80.

31 Vgl. OVK, (2010), URL:<http://www.ovk.de/fileadmin/downloads/fachgruppen/Online-Vermarkterkreis/OVK_Online- Report/OVK%20Online-Report%20201001_Webversion.pdf>, S. 26.

32 Vgl. Warschun, M., Fabel, M., Stenger, J., Stratmann, J., Stumm, R., (2009),URL:<http://www.atkearney.at/content/misc/wrapper.php/id/50192/area/marketingandsales/name/pdf_2009_at_kearney_exe cutive_brief_e-commerce_reloaded_secure_1249570177ec5f.pdf>, S. 1-2.

33 Vgl. Warschun, M., Fabel, M., Stenger, J., Stratmann, J., Stumm, R., (2009), URL:<http://www.atkearney.at/content/misc/wrapper.php/id/50192/area/marketingandsales/name/pdf_2009_at_kearney_exe cutive_brief_e-commerce_reloaded_secure_1249570177ec5f.pdf>, S.2.

34 Mudter, P., (2010), URL:<http://www.bvdw.org/presse/news.html?tx_ttnews[tt_news]=3033&cHash=e0f57d0b67>.

35 Ebenda.

36 Vgl. OVK (2010), URL:<http://www.ovk.de/fileadmin/downloads/fachgruppen/Online-Vermarkterkreis/OVK_Online- Report/OVK%20Online-Report%20201001_Webversion.pdf>, S. 5-9.

37 Vgl. OVK (2010), URL:<http://www.ovk.de/fileadmin/downloads/fachgruppen/Online-Vermarkterkreis/OVK_Online- Report/OVK%20Online-Report%20201001_Webversion.pdf>, S. 9.

38 Vgl. Warschun, M., Fabel, M., Stenger, J., Stratmann, J., Stumm, R., URL:<http://www.atkearney.at/content/misc/wrapper.php/id/50192/area/marketingandsales/name/pdf_2009_at_kearney_exe cutive_brief_e-commerce_reloaded_secure_1249570177ec5f.pdf>, S.2.

39 Vgl. OVK, (2010), URL:<http://www.ovk.de/fileadmin/downloads/fachgruppen/Online-Vermarkterkreis/OVK_Online- Report/OVK%20Online-Report%20201001_Webversion.pdf>, S. 7.

40 Ebenda, S. 14-15.

41 Ebenda S. 35;ähnlich gesehen auch bei o.V., (2009a), URL:<http://www.madeyourweb.com/online-marketing/was-ist- bannerdisplay-werbung.html>.

42 Vgl. A2D Online Marketing-/Werbung, (2009):URL:<http://www.art2digital.com/new-media/suchmaschinen-marketing/online- marketing-tutorials.html>.

43 Vgl. Gründerszene, (o.J.), URL:<http://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/suchmaschinenmarketing-sem>; ähnlich gesehen auch beiOVK, (2010), URL:<http://www.ovk.de/fileadmin/downloads/fachgruppen/Online- Vermarkterkreis/OVK_Online-Report/OVK%20Online-Report%20201001_Webversion.pdf>, S. 35

44 Vgl. Gülcan, C., (o.J.), URL:<http://www.firmenwerbung-vermarktung.de/vorteile_von_search-engine-marketing.html>; ähnlich gesehen auch bei Lamenett, E., (2009), S. 87-93.

45 Vgl. OVK, (2010), URL:<http://www.ovk.de/fileadmin/downloads/fachgruppen/Online-Vermarkterkreis/OVK_Online- Report/OVK%20Online-Report%20201001_Webversion.pdf>, S. 7.

46 Vgl. Tamblé, M., (2002), URL:<http://www.contentmanager.de/magazin/artikel_127_einfuehrung_affiliate_marketing.html>; ähnlich gesehen auch bei Lamenett, E., (2009), S. 21-25.

47 Vgl. OVK, (2010), URL:<http://www.ovk.de/fileadmin/downloads/fachgruppen/Online-Vermarkterkreis/OVK_Online- Report/OVK%20Online-Report%20201001_Webversion.pdf>, S. 7.

48 Vgl. Webb, A., Tippmann, U., (o.J.), URL:<http://www.abakus-internet-marketing.de/Suchmaschinenoptimierung/struktur- 2.htm>; ähnlich gesehen auch bei Sumonauten, (2009), URL:<http://www.sumanauten.de/share/sumanauten_studie.pdf>, S. 3; Grundgesamtheit: 1.128 Fuhrungskrafte aus deutschen Unternehmen verschiedener Branchen: 790 kleine, 240 mittlere, 98 große Unternehmen; Erhebungszeitraum: Juli bis August 2009].

49 Vgl. Sumonauten, (2009), URL:<http://www.sumanauten.de/share/sumanauten_studie.pdf>, S. 14.

50 Vgl. Lamenett, E., (2006), S. 52; änlich gesehen auch bei o.V., (2008), URL:<http://onlineshop-werbung.de/definition-email- marketing/>.

51 Vgl. Bauermees, K., (2009), URL:<http://synergetic.it/presse/pm_Wirksames_EMailMarketing_nur_ohne_Spam_m%C3%B6glich.asp>.; ähnlich gesehen auch bei Deutsche Post, (2009), URL:<http://www.dialogmarketing-shop.de/13/8/214>, S. 60-66, [Basis: 3.318 quantitative Interviews, Erhebungszeitraum: 01-02.2009. Erg ä nzung durch qualitative Untersuchung, Basis: 19 Einzelinterviews, Erhe- bungszeitrau,: 02.-04.2009].

52 Vgl. Deutsche Post, (2009), URL:<http://www.dialogmarketing-shop.de/13/8/214>, S. 55-57.

53 Vgl. Fittkau & Maaß Consulting, (o.J.), URL:<http://www.fittkaumaass.de/services/w3breports/nutzermeinungen_im_Internet>.

54 Vgl. Knappe, M., Kracklauer, A., (2007), S. 15; ähnlich gesehen auch bei Bauer, H., Große-Leege, D., Rösger, J., (2007), S. 4-7.

55 Vgl. Knappe, M., Kracklauer, A., (2007), S. 18.

56 Vgl. Bauer, H., Große-Leege, D., Rösger, J., (2007), S. 7.

57 Vgl. O'Reilly, T., (o.J.), URL:<http://www.oreilly.de/artikel/web20.html>.

58 Vgl. Gehrke, G., (2007), S. 11-36; ähnlich gesehen auch bei Knappe, M., Kracklauer, A., (2007), S. 17.

59 Vgl. Knappe, M., Kracklauer, A., (2007), S. 17-18.

60 Vgl. Alpar, P., Blaschke, S., (2008), S. 5-7.

61 Vgl. Knappe, M., Kracklauer, A., (2007), S. 25-27; ähnlich gesehen auch bei Meckel, M., Schmid, B., (2008), S. 474-480.

62 Meckel, M.,(2008), in Aus Politik und Zeitgeschichte, Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, S. 18.

63 Vgl. Hass, B., Walsch, G., Kilian, T., (2008), S. 25.

Ende der Leseprobe aus 99 Seiten

Details

Titel
Social Media Marketing. Entwicklung des Online Marketing im Zeitalter des Web 2.0
Hochschule
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
99
Katalognummer
V159141
ISBN (eBook)
9783640718306
Dateigröße
3685 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Status Quo und Leitfaden über die Nutzung von den Web 2.0 Tools im Rahmen der unternehmerischen Marketingmaßnahmen.
Schlagworte
Social, Media, Marketing, Entwicklung, Online, Zeitalter, Thema Social Media
Arbeit zitieren
Anna Mendyuk (Autor), 2010, Social Media Marketing. Entwicklung des Online Marketing im Zeitalter des Web 2.0, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159141

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