Corporate Governance und Dividendenpolitik


Seminararbeit, 2010
23 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Gliederung

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Welchen Zweck erfüllen Dividendenzahlungen?
2.1 Begriffsabgrenzung Dividendenpolitik
2.2 Frühe Erklärungsansätze für Dividenden und das „Dividenden-Puzzle“

3 Dividendenpolitik als Corporate Governance Mechanismus
3.1 Corporate Governance und der zugrundeliegende Agency Konflikt
3.2 Agency Theorien zur Dividendenpolitik
3.2.1 Free Cash Flow Theorie
3.2.2 Cash Flow Signalling Theorie
3.2.3 Rent Extraction Theorie

4 Empirische Befunde für die Theorien
4.1 Befunde zur Free Cash Flow Theorie
4.2 Befunde zur Cash Flow Signalling Theorie
4.3 Befunde zur Rent Extraction Theorie

5 Zusammenfassung

Anhang

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Die Deutsche Telekom hat im März dieses Jahres für Aufsehen gesorgt, als sie als erster Dax Konzern eine Dividendengarantie für die kommenden drei Jahre verkündete.[1] Das Handels­blatt titelte als Gipfel der kontroversen Diskussion in der Presse: “Deutsche Telekom kauft Aktionäre“.[2] Der Telekom-CEO Obermann bezeichnet die Dividendenzahlungen als Vertrau­ensbeweis des Managements in die Stärke des Unternehmens.[3] Laut Deutscher Telekom ma­che die Dividendengarantie die T-Aktie zu einem interessanten Wert. Ein solcher „Hype“ um die Bekanntgabe der Dividendenpolitik der nächsten Jahre wirft mehrere Fragen auf:

Welche Rolle spielen solche Ankündigungen und die Zahlung von Dividenden im Allgemei­nen in der Beziehung zwischen Anteilseignern und Management des Unternehmens? Enthal­ten Dividendenänderungen wertvolle Informationen für Anteilseigner? Stellt die Dividenden­politik damit einen Corporate Governance Mechanismus dar?

Zur Klärung dieser Fragestellungen werden im Rahmen dieser Arbeit in Abschnitt 2 der Be­griff der Dividendenpolitik erläutert und frühe Erklärungsansätze für Dividenden dargestellt. In Abschnitt 3 wird der Begriff der Corporate Governance definiert, der zugrundeliegende Agency Konflikt aufgezeigt und anhand aktueller Theorien die Funktion der Dividendenpoli­tik im Rahmen der Corporate Governance diskutiert. Abschnitt 4 gibt einen Überblick über empirische Belege für die dargestellten Theorien. Dabei liegt der Fokus auf den Ergebnissen der Studien und deren Interpretation und nicht auf einer exakten Abbildung der Modelldetails.

2 Welchen Zweck erfüllen Dividendenzahlungen?

2.1 Begriffsabgrenzung Dividendenpolitik

Dividendenzahlungen stellen einen monetären Transfer von generierten Gewinnen der Unter­nehmen an ihre Anteilseigner dar.[4] Dividendenpolitik befasst sich mit der aktiven Gestaltung der Dividendenzahlungen im Zeitablauf und somit mit der Frage, nach welchen Kriterien die Höhe der Dividenden bestimmt wird und welche Faktoren Einfluss auf Veränderungen der Dividenden haben. Teil dieser Politik kann beispielsweise die Koppelung der Dividendenhöhe an den Jahresgewinn oder eine Glättung der Dividendenzahlungen über mehrere Jahre sein. In der Literatur hat sich eine kontroverse Diskussion über den Zweck von Dividendenzahlungen und deren Nutzen für die Anteilseigner entwickelt.

2.2 Frühe Erklärungsansätze für Dividenden und das „Dividenden-Puzzle“

Den ersten Versuch, Dividendenzahlungen im Modell zu erklären, stellt die später als „Bird in the hand Theorie“[5] titulierte Sichtweise dar, die besagt, dass Investoren eine Präferenz für heutige Dividenden gegenüber zukünftigen Gewinnen haben, da die Zukunft mit einem höhe­ren Risiko behaftet ist.[6] Rational hält diese Begründung nur Stand, wenn eine Alternativanla­ge besteht, die eine höhere erwartete Rendite aufweist als das ausschüttende Unternehmen selbst. Glaubt man jedoch an die Effizienz der Kapitalmärkte, so spielt es keine Rolle, ob die Dividenden im Unternehmen verbleiben oder ausgeschüttet werden.[7]

Miller und Modigliani (1961) bezeichneten diese Theorie auf der Basis ihres Irrelevanz­Theorems zur Kapitalstruktur und zu Dividendenzahlungen als Trugschluss.[8] Unter restrikti­ven Annahmen[9] zeigen sie, dass der Unternehmenswert unabhängig von der Dividendenhöhe ist.[10] Aus diesem Grund sollte die Dividendenpolitik für die Anteilseigner irrelevant sein.[11] Das Irrelevanz Theorem ist seit der Veröffentlichung vor allem durch Praktiker starker Kritik ausgesetzt.[12] DeAngelo und DeAngelo (2006) kritisieren, dass das Modell durch die Annah­me einer vollständigen Ausschüttung des Free Cash Flow Gewinnthesaurierung und somit Dividendenpolitik per Annahme ausschließt.[13] Lässt man Gewinnthesaurierung im Modell zu, so sind lediglich die Ausschüttungsreihen irrelevant für den Shareholder Value, deren Barwert einer Ausschüttungsreihe der gesamten Free Cash Flows entspricht.[14] Dividendenpolitik kann so definitiv den Shareholder Value beeinflussen.

Auch Black sah 1976 die Frage der Dividendenzahlungen grundsätzlich als irrelevant an und bezeichnete das Auftreten von Dividendenzahlungen vor dem Hintergrund der steuerlichen

Nachteile gegenüber Kapitalerträgen als Puzzle.[15] Sollen dennoch Gewinne an die Anteilseig­ner transferiert werden, so sieht Black Aktienrückkäufe als bedeutend besser geeignet.[16] In der Folgezeit haben sich mit dem Aufkommen der Agency Theorie neue Erklärungsansätze für Dividendenzahlungen entwickelt, die im folgenden Abschnitt dargestellt werden.

3 Dividendenpolitik als Corporate Governance Mechanismus

3.1 Corporate Governance und der zugrundeliegende Agency Konflikt

Für den Begriff der Corporate Governance bestehen in der Literatur vielfältige Definitionen, da keine klare Abgrenzung des Begriffs besteht.[17] Im Rahmen dieser Arbeit soll einer engen Begriffsauslegung gefolgt werden, wonach im Rahmen der Corporate Governance Mecha­nismen betrachtet werden, die sich auf die Beziehung zwischen den Eigentümern des Unter­nehmens (Anteilseigner) und dem Management auswirken.[18] Da die Dividendenpolitik genau diese Beziehung betrifft, reicht ein solch enger Blickwinkel aus. Shleifer und Vishny (1997) definieren Corporate Governance in diesem Sinne als “the ways in which suppliers of finance to corporations assure themselves of getting a return on their investment.”[19] Es geht also um die Frage, wie Eigentümer eines Unternehmens das Management kontrollieren können und sicherstellen, dass dieses in ihrem Sinne arbeitet und entsprechende Renditen erwirtschaftet. Ausgangspunkt der Problematik ist ein auf einer asymmetrischen Informationsverteilung ba­sierender Agency Konflikt, der durch das Auseinanderfallen von Eigentum und Kontrolle des Unternehmens entsteht.[20] Das Management als Agent hat gegenüber den Anteilseignern einen Informationsvorsprung, der insofern opportunistisch ausgenutzt werden kann, dass eigene Interessen verfolgt werden.[21] Dadurch wird u. U. das Wertpotenzial des Unternehmens nicht voll ausgenutzt, was wiederum zu Residualverlusten für die Anteilseigner führt.[22] Außerdem entstehen Agency Kosten durch zusätzliche Maßnahmen, wie z.B. die Überwachung des Ma­nagements.[23] Corporate Governance Mechanismen sollen opportunistisches Verhalten durch das Management verhindern, um so Residualverluste und Agency Kosten zu minimieren.[24] Diese Mechanismen können sowohl rechtliche als auch ökonomische Institutionen sein.[25] Im Folgenden sollen Theorien dargestellt werden, welche die Wirkung der Dividendenpolitik im Rahmen des Agency Konflikts und als Corporate Governance Mechanismus diskutieren.

3.2 Agency Theorien zur Dividendenpolitik

3.2.1 Free Cash Flow Theorie

Die Free Cash Flow Theorie basiert auf der Tatsache, dass dem Unternehmen über die Aus­zahlung von Dividenden Free Cash Flows entzogen werden, was mehrere Auswirkungen auf den Agency Konflikt zwischen Management und Anteilseignern hat:[26]

Durch den reduzierten Free Cash Flow im Unternehmen bestehen für das Management weni­ger Möglichkeiten in marginale Projekte zu investieren oder das Geld opportunistisch zu „verschwenden“.[27] Dividendenzahlungen stellen also quasi Auszahlungen der Mittel dar, die momentan im Unternehmen nicht sinnvoll (mit Gewinnerwartung) eingesetzt werden können. Dividendenzahlungen reduzieren somit den Handlungsspielraum des Managements (determi­niert durch den zur Verfügung stehenden Free Cash Flow) für opportunistisches Verhalten.

Der Entzug von Free Cash Flow führt zu einem erhöhten zukünftigen Fremdkapitalbedarf zur Projektfinanzierung, da weniger thesaurierte Gewinne zur Verfügung stehen.[28] Dies führt zu einer verstärkten Partizipation des Unternehmens an den Kapitalmärkten, wodurch das Unter­nehmen einem ausgeprägteren Monitoring durch die Finanzinstitute unterstellt ist, was als Substitut für das Monitoring der Anteilseigener selbst dient und damit Agency Kosten senkt.[29]

Die Reduzierung des Free Cash Flows führt dazu, dass das Risiko des Unternehmens über eine Veränderung des Verschuldungsgrades erhöht wird.[30] Eigenkapitalgeber sind stets risiko­freudig, da Sie im Gegensatz zum Management dieses idiosynkratische Risiko diversifizieren können.[31] Über Dividenden kann so die Risikopolitik des Unternehmens an die Wünsche der Anteilseigner angeglichen werden.

Basierend auf der Free Cash Flow Theorie besagt die Lebenszyklus Theorie, dass die Divi­dendenzahlungen des Unternehmens davon abhängen in welcher Phase des Lebenszyklus sich das Unternehmen befindet.[32] Je nach Stand des Unternehmens im Lebenszyklus spielen die oben genannten Argumente eine unterschiedlich wichtige Rolle. Junge Unternehmen mit ho­hen Wachstumschancen benötigen die Gewinne um zu investieren und bezahlen daher keine Dividenden. Große Firmen mit geringem bzw. keinem Wachstum schütten größere Teile des ansteigenden Free Cash Flows aus, da weniger Bedarf für Mittel zur Projektfinanzierung be­steht. Stets stellt die Frage der Dividendenzahlungen einen Trade Off zwischen den durch die Thesaurierung verursachten Agency Kosten einerseits und den Emissionskosten der alternati­ven Kapitalbeschaffung für zukünftige Projekte andererseits dar. Dieser Trade Off verändert sich im Zeitablauf und determiniert so die Dividendenpolitik des Unternehmens.

3.2.2 Cash Flow Signalling Theorie

Schon Miller und Modigliani (1961), sowie Black (1976) weisen darauf hin, dass Verände­rungen in der Dividende u. U. Informationen über Einschätzungen des Managements für An­teilseigner beinhalten könnten.[33] Der Cash Flow Signalling Theorie zufolge haben Dividen­denänderungen stets einen Informationsgehalt für die Kapitalmärkte.[34] Somit kann die Divi­dendenpolitik vom Management als Signal an die Kapitalmärkte genutzt werden, um Verän­derungen in der Einschätzung über die zukünftige Entwicklung des Unternehmens zu kom- munizieren.[35] Eine Dividendenerhöhung signalisiert i. d. S. eine Verbesserung der Erwartun­gen.[36] Voraussetzung für ein wirksames Signal ist, dass es für den Absender Kosten verur­sacht.[37] Aus Sicht des Managements bestehen diese Kosten bei Dividendenzahlungen aus dem Entzug von liquiden Mitteln, über die das Management nicht mehr verfügen kann.[38] Dividen- denveränderungen müssten demnach sowohl eine Reaktion der Aktienmärkte als auch eine Anpassung von Analysten-Forecasts nach sich ziehen.

3.2.3 Rent Extraction Theorie

Die Rent Extraction Theorie wurde explizit in Bezug auf das kontinentaleuropäische bzw. deutsche Corporate Governance System entwickelt.[39] Die Aktionärsstruktur ist hier durch strategische Investoren mit großem Anteilsbesitz gekennzeichnet, die den nötigen Einfluss und auch Anreize haben das Management zu überwachen.[40] Dieser Einfluss kann dafür einge­setzt werden, den eigenen Nutzen zu maximieren, was auf Kosten anderer, meist kleiner Ak­tionäre geschehen kann. Es besteht hier also zusätzlich zum Agency Konflikt zwischen Ma­nagement und Aktionären, ein Konflikt zwischen großen, strategischen Investoren und klei­nen Anlegern. Dividenden stellen in diesem Kontext eine Möglichkeit dar, den Konflikt zwi­schen großen und kleinen Anteilseignern zu entschärfen, da Dividenden proportional zu den Anteilen ausgeschüttet werden und somit hier keine strategischen Vorteile für große Aktionä­re bestehen. In Analogie zur Free Cash Flow Theorie wird also der Handlungsspielraum der strategischen Investoren durch die Reduzierung des Free Cash Flows eingeschränkt.

4 Empirische Befunde für die Theorien

Im Schrifttum findet sich eine Vielzahl empirischer Studien zur Überprüfung der dargestellten Theorien zur Rolle von Dividendenzahlungen und Veränderungen der Dividendenhöhe.[41] Als Methoden kommen hauptsächlich Event Studies[42] zum Einsatz um die Marktreaktionen auf Dividendenänderungen zu bewerten, sowie Regressionsmodelle um den Einfluss von Firmen­charakteristika auf die Veränderungen des Aktienkurses zu quantifizieren. Im Folgenden wer­den die empirischen Befunde zu den einzelnen Theorien dargestellt.[43]

4.1 Befunde zur Free Cash Flow Theorie

Sofern der Entzug von Free Cash Flows Agency Kosten senkt, indem der diskretionäre Hand­lungsspielraum des Managements verkleinert wird, so müsste die Reaktion des Aktienkurses auf Dividendenänderungen von den Investitionsmöglichkeiten des Unternehmens abhängen.[44] Bei guten Investitionsmöglichkeiten sollte eine Dividendenerhöhung einen geringeren Kurs­anstieg nach sich ziehen, als wenn das Unternehmen schlechte Investitionsmöglichkeiten hat.

[...]


[1] Vgl. Deutsche Telekom (2010).

[2] Louven (2010), S. 1.

[3] Vgl. Deutsche Telekom (2010).

[4] Üblicherweise geschieht dies in Form von Bardividenden. Werden keine Dividenden ausbezahlt so verbleiben die Gewinne thesauriert im Unternehmen.

[5] Der Name geht auf das angelsächsische Sprichwort ,,A bird in the hand is worth two in the bush“ zurück.

[6] Die Theorie geht zurück auf Gordon (1959) und Lintner (1962). Vgl. insb. Gordon (1959), S. 102; Lintner (1962), S. 259-260.

[7] Vgl. Frankfurter/Wood (2003), S. 73.

[8] Vgl. Ross et al. (2008), S. 524; Miller/Modigliani (1961), S. 424.

[9] Dies sind: perfekte Kapitalmärkte, rationales Verhalten aller Akteure, Sicherheit bezüglich Investitionspolitik und Gewinnen aller Firmen, keine Steuern, keine Transaktionskosten, vgl. Miller/Modigliani (1961), S. 412.

[10] Vgl. Miller/Modigliani (1961), S. 412-414, 430; DeAngelo/DeAngelo (2004), S. 2. Prinzipiell kann außerdem jeder Aktionär die Dividendenzahlung durch entsprechende Transaktionen selbst nachstellen und dasselbe Er­gebnis erzielen, vgl. Brealey et al. (2006), S. 423-425; so auch: Ross et al. (2008), S. 515. Ein numerisches Beispiel zur Nachstellung der Dividendenzahlung liefert Ross et al. (2008), S. 515.

[11] Bernstein hat in einem hypothetischen Ansatz gezeigt, dass die langfristige Rendite der Aktionäre unabhängig von der Entscheidung über Dividendenzahlungen und Dividendenhöhe ist, vgl. Bernstein (1996), S. 18-21. Es bleibt anzumerken, dass es sich um ein hypothetisches Konstrukt handelt, dessen Aussagekraft nicht überbe­wertet werden sollte, da es nicht real empirisch beobachtbar ist und daher auf starken Annahmen beruht.

[12] Vgl. DeAngelo/DeAngelo (2006), S. 312-313.

[13] Vgl. DeAngelo/DeAngelo (2004), S. 4-5; DeAngelo/DeAngelo (2006), S. 294.

[14] Vgl. DeAngelo/DeAngelo (2004), S. 10. Eine grafische Darstellung der veränderten Entscheidungssituation mit Thesaurierung findet sich bei DeAngelo/DeAngelo (2006), S. 298, 302.

[15] Vgl. Black (1976), S. 8,12. Dividenden werden in vielen Ländern höher besteuert als Kapitalerträge aus Kurs­gewinnen. Daher müssten rationale Investoren gegen Dividendenzahlungen votieren, vgl. Black (1976), S. 9, Black (1990), S. 5. Ein numerisches Beispiel zum Zusammenhang zwischen Dividenden und Steuern liefert Biermann (2010), S. 5-6. Der Besteuerungseffekt dürfte zumindest heute in Deutschland keinen Einfluss mehr hat, da sowohl Dividenden als auch Kursgewinne mit 15% Kapitalertragssteuer behaftet sind.

[16] Vgl. Black (1976), S. 9; DeAngelo/DeAngelo (2004), S. 1-2. Biermann reduziert 2010 das Puzzle nur noch auf die Frage, wieso Aktienrückkäufe Dividenden nicht vollständig ersetzen, vgl. Biermann (2010), S. 8-9.

[17] Ein Überblick über verschiedene Definitionsansätze findet sich bei Solomon/Solomon (2004), S. 12-14.

[18] Vgl. Vives (2000), S. 1; so auch: von Werder (2003), S. 7; Solomon/Solomon (2004), S. 12. Diese enge Aus­legung wird auch als Shareholder Approach bezeichnet. Daneben existiert auch noch eine weite Begriffsaus­legung (Stakeholder Approach), die die Beziehungen zu allen relevanten Anspruchsgruppen wie Mitarbeiter, Kunden, Zulieferer etc. mit einbezieht, vgl. von Werder (2003), S. 8-9; so auch: Mallin (2004), S. 14.

[19] Shleifer/Vishny (1997), S. 737.

[20] Die Betrachtung geht zurück auf Jensen/Meckling (1976), vgl. insb. S. 309; so auch: Gillan (2006), S. 382.

[21] Vgl. La Porta et al. (2000b), S. 2. Dies können beispielsweise der Aufbau eines Imperiums oder unnötige An­schaffungen, wie z.B. ein Firmenjet sein. Die Möglichkeit zu opportunistischem Verhalten entsteht durch die Tatsache, dass das Unternehmen als Netz von unvollständigen Verträgen Handlungsfreiheiten für die Akteure bietet, vgl. Coase (1937). Zu den Möglichkeiten für opportunistisches Verhalten, vgl. Vives (2000), S. 4.

[22] Vgl. Jensen/Meckling (1976), S. 308, 313.

[23] Vgl. Jensen/Meckling (1976), S. 308.

[24] Vgl. Shleifer/Vishny (1997), S. 737-738, 742-744.

[25] Vgl. Shleifer/Vishny (1997), S. 738. Einen guten Überblick liefert Vives (2000), S. 5-9. Zu den Mechanismen gehören z.B. anreizkompatible Vergütungsverträge für das Management, die Einrichtung von Kontrollinstan- zen (z.B. Aufsichtsrat) und Publizitätspflichten, vgl. Gillan (2006), S. 385-387; Lattemann (2010), S. 22-27.

[26] Die Free Cash Flow Theorie geht auf Jensen (1986) und Easterbrook (1984) zurück und wurde seither stetig weiterentwickelt. Free Cash Flows sind die Cash Flows, die nach der Finanzierung aller Projekte mit positi­vem NPV noch zur Verfügung stehen, vgl. Jensen (1986), S. 323; so auch: Borges (2008), S. 4.

[27] Vgl. Ross et al. (2008), S. 526. Marginale Projekte sind Projekte, die keinen positiven, bzw. nur einen sehr geringen NPV versprechen und somit nicht im Sinne der Anteilseigner sind.

[28] Vgl. Baker et al. (2002), S. 244. Für den Fall der Aktienrückkäufe, vgl. Baker et al. (2002), S. 250-251.

[29] Vgl. Jensen (1986), S. 323-324; Easterbrook (1984), S. 653-656; Born/Rimbey (1993), S. 251-252.

[30] Vgl. zu diesem Argument: Easterbrook (1984), S. 653.

[31] Vgl. Easterbrook (1984), S. 653. Ein zu geringes Risiko stellt für Aktionäre stets einen Transfer an die Fremd­kapitalgeber dar, da höhere Gewinne nur den Aktionären zugutekommen, aber auch die Fremdkapitalgeber von einem geringeren Ausfallrisiko profitieren.

[32] Die Lebenszyklustheorie geht auf Fama/French (2001) und DeAngelo/DeAngelo (2006) zurück. Vgl. beispiel­haft: DeAngelo/DeAngelo (2006), S. 313-314; Borges (2008), S. 5.

[33] Vgl. Miller/Modigliani (1961), S. 430, sowie Black (1976), S. 10.

[34] Vgl. Miller/Modigliani (1961), S. 430; Miller/Rock (1985), S. 1037. Die Cash Flow Signalling Theorie geht auf die Modelle von Bhattacharya (1979) und Miller/Rock (1985) zurück. Sie modellieren die Situation in ei­nem Signalling Modell i.S.v. Spence (1973). Daraus lässt sich ein Signalling-Gleichgewicht für das Unter­nehmen ableiten, vgl. stellvertretend: Miller/Rock (1985), S. 1032. Einen Überblick über entstandene Signal­ling Modelle inklusive Bhattacharya (1979) und Miller/Rock (1985) liefert Frankfurter (2003), S. 92-96. Auf die Modellierung der Signalwirkung soll im Rahmen dieser Arbeit nicht eingegangen werden.

[35] Vgl. Ross et at. (2008), S. 526-528.

[36] Vgl. Bhattacharya (1979), S. 269.

[37] Vgl. Frankfurter/Wood (2003), S. 92.

[38] Vgl. Miller/Rock (1985), S. 1045.

[39] Die Theorie geht zurück auf Gugler/Yurtoglu (2002).

[40] Vgl. zur Rent Extraction Theorie im Folgenden insb. Gugler/Yurtoglu (2002), S. 732-734.

[41] Diese Arbeit erhebt keineswegs den Anspruch die empirische Literatur zur Dividendenpolitik abschließend abzubilden. Die dargestellten empirischen Studien stellen eine Auswahl aus dem bestehenden Schrifttum dar, mit dem Versuch einen möglichst guten Querschnitt durch bestehende Befunde und Meinungen abzubilden.

[42] Für einen kurzen Überblick über die Methodik der Event Study, vgl. Anhang 1.

[43] Zu den Charakteristika der Studien (Erhebungsobjekt, Erhebungszeitraum und Methodik), vgl. Anhang 2.

[44] Vgl. Lang/Litzenberger (1989), S. 182.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Corporate Governance und Dividendenpolitik
Hochschule
Universität Mannheim
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
23
Katalognummer
V160468
ISBN (eBook)
9783640735280
ISBN (Buch)
9783640735457
Dateigröße
1099 KB
Sprache
Deutsch
Reihe
Aus der Reihe: e-fellows.net stipendiaten-wissen
Schlagworte
Corporate Governance, Dividende, Dividendenpolitik, Agency problem, jensen, free cash flow
Arbeit zitieren
Adrian Lebherz (Autor), 2010, Corporate Governance und Dividendenpolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160468

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Corporate Governance und Dividendenpolitik


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden