Abschlussprüfung als Dienstleistung und ihre Charakterisierung als Vertrauensgut


Seminararbeit, 2010
37 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Abschlussprüfung als Dienstleistung
2.1 Stellt die Abschlussprüfung eine Dienstleistung dar?
2.2 Abschlussprüfung als professionelle Dienstleistung?

3 Welche Rolle spielt Vertrauen im Kontext der Abschlussprüfung?
3.1 Notwendigkeit der Abschlussprüfung und ihr Umfeld
3.2 Vertrauen im Rahmen der Abschlussprüfung und die Definition eines Vertrauensgutes

4 Vertrauen des Mandanten in die Abschlussprüfung
4.1 Abschlussprüfung als Vertrauensgut für den Mandant?
4.2 Vertrauen im Rahmen der Prüfung des internen Kontrollsystems

5 Vertrauen der Abschlussadressaten in die Abschlussprüfung
5.1 Abschlussprüfung als Vertrauensgut für die Abschlussadressaten?
5.2 Determinanten der Vertrauens in die Abschlussprüfung
5.3 Gefährdungen des Vertrauens
5.3.1 Die Erwartungslucke und das „Munchhausen" Dilemma
5.3.2 Abhängigkeitsbeziehungen zwischen Prüfer und Unternehmen

6 Implikationen für die Wirtschaftsprüfung
6.1 Empfehlungen für die zu prüfenden Unternehmen
6.2 Empfehlungen für den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer
6.3 Grenzen der Abschlussprüfung

7 Zusammenfassung

Anhang

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Umfeld der Wirtschaftsprüfung 6

Abbildung 2: Ergebnismatrix des numerischen Beispiels 11

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Problemstellung

Immer wieder erschüttern Unternehmensskandale die internationalen Kapitalmärkte: Der Un- tergang der Firma ENRON1,der FlowTex Skandal oder die Skandale um Banken im Zuge der aktuellen Finanzkrise. Haufig spielt dabei Bilanzmanipulation oder zumindest „Window Dressing" eine wesentliche Rolle. Im Rahmen der Aufarbeitung solcher Skandale ruckt auch immer wieder die Wirtschaftsprufung in den Blickpunkt. In diesem Zusammenhang wird den Prufern nicht selten vorgeworfen eine Mitschuld zu tragen, oder von den kriminellen Ma-chenschaften zumindest gewusst zu haben.2 Es wird hierbei immer wieder deutlich, dass das Pruftestat offensichtlich kein „Gutesiegel fur eine gesunde wirtschaftliche Verfassung des Unternehmens ist"3 Oft ist dann von einer Vertrauenskrise die Rede, in der die Wirtschafts- prüfung stecken soll, oder von einem Vertrauensverlust in die Prüfungsgesellschaften.4 Wel- che Rolle spielt aber Vertrauen im Kontext der Wirtschaftsprüfung überhaupt? Wer muss und wer möchte in die Prüfung und das Testat vertrauen?

Zur Klärung solcher Fragestellungen scheint es angebracht, sich mit den Charakteristika der Abschlussprüfung näher auseinanderzusetzen. Im Zuge dieser Arbeit soll daher in einem ers- ten Teil die Charakterisierung der Abschlussprüfung als Dienstleistung näher betrachtet wer- den. Darauf aufbauend werden mögliche Vertrauensbeziehungen aus dem Umfeld der Ab- schlussprüfung abgeleitet. Anhand dieser Beziehungen werden die Bedeutung von Vertrauen, sowie eine mögliche Charakterisierung als Vertrauensgut näher untersucht. Anschließend werden aus den angestellten Untersuchungen Empfehlungen abgeleitet, wie für die Zukunft moglicherweise „Vertrauenskrisen" verhindert werden konnen und das Vertrauen in die Wirt-schaftsprufer nachhaltig gestarkt werden kann.

2 Abschlussprüfung als Dienstleistung

2.1 Stellt die Abschlussprüfung eine Dienstleistung dar?

Bevor eine Klassifizierung der Abschlussprüfung als Dienstleistung vorgenommen werden kann, muss definiert werden, was unter der Abschlussprüfung zu verstehen ist. Die Ab- schlussprüfung stellt den Prozess dar, in dem ein durch ein Unternehmen erstellter Abschluss5 durch einen Wirtschaftsprüfer geprüft wird.6 Ziel dieser Prüfung ist es, zu kontrollieren, ob der vorliegende Abschluss konform mit den zugrundeliegenden Rechnungslegungsvorschrif- ten erstellt wurde (Kontrollfunktion).7 Das Ergebnis dieser Prüfung ist sowohl ein Prüfbericht, der dem Aufsichtsrat gegenüber wesentliche Resultate offenlegt (Informationsfunktion), so- wie ein Testat, das der Öffentlichkeit die Qualität der Rechnungslegung bezeugt (Beglaubi- gungsfunktion).8

Für den Begriff der Dienstleistungen besteht keine absolut trennscharfe und allgemeingültige Definition, die eine klare Abgrenzung von Sachgütern ermöglicht.9 In der einschlägigen Lite- ratur werden Dienstleistungen in erster Linie anhand konstitutiver Merkmale charakterisiert, die eine Abgrenzung zu Sachgütern ermöglichen. Homburg/Krohmer definieren fünf dieser Abgrenzungsmerkmale, die im Folgenden auf die Wirtschaftsprüfung angewendet werden:10

Intangibilität: Am Ende des Leistungserstellungsprozesses liegt kein materielles Gut vor. Als einziges materielles Resultat der Abschlussprüfung liegt am Ende ein schriftliches Testat vor, dessen Wert sich aber nur aus der zugrundeliegenden Erwartung einer objektiven Prüfung ergibt. Das Testat hat also keinen Wert an sich, da es nur sehr eingeschränkte Rückschlüsse auf die tatsächliche Erbringung der Prüfungsleistung ermöglicht. Die Wertschöpfung der Abschlussprüfung ist also intangibel.

Verderblichkeit: Erstellung und Absatz sind nahezu untrennbar miteinander verknüpft, so dass Dienstleistungen nicht auf Lager produziert werden können. Die Durchführung der Ab- schlussprüfung und die Erteilung des Prüftestats sind insbesondere durch gesetzliche Rege- lungen und Fristen zur Abschlussveröffentlichung zeitlich festgelegt und fest an die Veröf- fentlichung des Abschlusses gebunden.11 Die Durchführung der Abschlussprüfung kann nur spezifisch und zeitpunktbezogen für einen Abschluss durchgeführt werden, wodurch eine La- gerung ausgeschlossen ist.12

Integration des externen Faktors: Der Kunde muss selbst einen Faktor (z. B. sich selbst, Informationen oder materielle Güter) in den Leistungserstellungsprozess einbringen. Die Überprüfung des Unternehmensabschlusses ist nur anhand von Informationen möglich, die vom Unternehmen selbst zur Verfügung gestellt werden. Eine Prüfung des Abschlusses ist nur auf Basis dieser vom Unternehmen bereitzustellenden Informationen möglich.

Wahrgenommenes Kaufrisiko: Die Qualität von Dienstleistungen ist in der Regel schwerer zu beurteilen als bei Sachgütern, da Erfahrungs- und Vertrauenseigenschaften der Güter überwiegen. Das Kaufrisiko bei der Abschlussprüfung ergibt sich daraus, dass zumindest ex ante und teilweise auch ex post nicht beurteilbar ist, inwieweit der Abschlussprüfer seine Aufgabe ordnungsgemäß erfüllt hat, also wie detailliert und objektiv er den Abschluss geprüft hat.13

Individualität: Dienstleistungen sind in der Regel stark an individuellen Kundenbedürfnissen ausgerichtet. Es wird zwar in der Prüfung auf standardisierte Abläufe und Prüfungsmecha- nismen zurückgegriffen, allerdings ist jede Abschlussprüfung individuell auf die Gegebenhei- ten des Unternehmens zugeschnitten, da nur so eine zweckmäßige Prüfung des Abschlusses möglich ist.14

Im Resultat können alle Abgrenzungsmerkmale der Dienstleistung bejaht werden, sodass die Abschlussprüfung zweifelsohne als Dienstleistung zu charakterisieren ist.15

2.2 Abschlussprüfung als professionelle Dienstleistung?

Basierend auf dem angloamerikanischen Begriff professional Services"16 wird inzwischen im Schrifttum aufbauend auf der Definition der Dienstleistungen von professionellen Dienst- leistungen gesprochen. Für das Vorliegen einer professionellen Dienstleistung müssen sowohl die oben diskutierten Merkmale einer Dienstleistung, als auch zusätzliche Merkmale der Pro- fessionalität gegeben sein.17 Die Merkmale einer Dienstleistung wurden im vorherigen Ab- schnitt schon bejaht, so dass nun noch die Merkmale der Professionalität für die Wirtschafts- prüfung zu erörtern sind.

In Anlehnung an Schmitz stellen folgende Merkmale Kennzeichen der Professionalität dar:18 Professionelle Dienstleistungen sind stark problemlösungsorientiert und individualisiert: Die Wirtschaftsprüfung hat sich sehr stark an den individuellen Gegebenheiten und Risikoprofilen der Mandanten zu orientieren, ein einfacher Checklistenansatz wird den WP Gesellschaften zwar häufig unterstellt, entspricht aber nicht der Realität. So ist beispielsweise ein Pharmagroßhändler mit anderen Schwerpunkten und Problemstellungen zu prüfen, als ein Automobilhersteller. Oftmals ergeben sich Prüfungsschwerpunkte oder vertiefende Prüfungsaktivitäten erst durch auftretende Probleme und Abweichungen im Prüfungsprozess, wodurch ein starker Problemlösungsb]ezug gegeben ist.

Professionelle Dienstleistungen werden nur von besonders qualifizierten Personen ange- boten, deren Fachwissen allgemein anerkannt und in vielen Fällen staatlich geprüft ist:

Der Zugang zum Berufsstand der Wirtschaftsprüfer ist stark reglementiert und durch das Ablegen der WP-Prüfung, sowie dem Nachweis einer entsprechenden Berufserfahrung ist die fachliche Qualifikation der Prüfer sowohl gesichert, als auch allgemein anerkannt.19 Zudem unterliegt die WP-Prüfung der staatlichen Aufsicht.

Kennzeichnend für professionelle Dienstleistungen ist ein starker normativer Rahmen. Dieser kann sowohl gesetzliche oder berufsständische Regulierungen, als auch einen informalen Berufsethos beinhalten: Für Die Wirtschaftsprüfung ist sowohl der normative Rahmen der Rechnungslegung von Bedeutung, als auch die gesetzliche Reglementierung der Wirtschaftsprüfertätigkeit. Des Weiteren besteht über die Berufssatzung der Wirtschaftsprü- ferkammer ein zusätzlicher normativer Rahmen. Dieser setzt z.B. eine unabhängige, gewis- senhafte, verschwiegene, verantwortungsbewusste und sorgfältige Ausübung der Tätigkeiten als Berufspflichten fest.20

Die Merkmale der Professionalität sind also für die Wirtschaftsprüfung zusätzlich zu den Merkmalen der Dienstleistung gegeben. Die Wirtschaftsprüfung kann somit als professionelle Dienstleistung betrachtet werden.21 Dies macht deutlich, dass die Abschlussprufung eine „komplexe multidisziplinare Dienstleistung in einem risikobehafteten regulatorischen Um-feld22 ist.

3 Welche Rolle spielt Vertrauen im Kontext der Abschlussprüfung?

3.1 Notwendigkeit der Abschlussprüfung und ihr Umfeld

Die Notwendigkeit einer Abschlussprüfung ergibt sich aus Informationsasymmetrien zwi- schen Unternehmen und Abschlussadressaten. Unternehmen veröffentlichen Finanzinformati- onen in Form von Jahresabschlüssen, um der Öffentlichkeit23 eine Grundlage für Entschei- dungen bezüglich des Unternehmens zu liefern. Solche Entscheidungen können beispielswei- se die Kreditvergabe, Aktiengeschäfte oder das Eingehen eines Beschäftigungsverhältnisses sein. Die Öffentlichkeit hat i.d.R. keinen oder nur einen sehr eingeschränkten Zugriff auf die dem Abschluss zugrundeliegenden Originaldaten, wodurch sie die gemachten Angaben nicht überprüfen kann.24 Hieraus resultiert eine Informationsasymmetrie zwischen der Öffentlich- keit und dem Unternehmen.25 Das Unternehmen hat die Möglichkeit und potenziell Interesse daran die Informationsasymmetrie zu nutzen und die Lage des Unternehmens zu beschönigen, da der Erfolg des Unternehmens maßgeblich von den Entscheidungen dieser Abschlussadres- saten abhängt.26 Dieser Sachverhalt macht die Prüfung des Abschlusses aus Sicht der Öffent- lichkeit notwendig, um sicherzustellen, dass die vorliegenden Informationen objektiv, verläss- lich und somit auch entscheidungsrelevant sind.27

Der Prüfer steht also gewissermaßen als Vertrauensstifter zwischen dem Unternehmen und den Adressaten des Abschlusses und bezeugt die Richtigkeit der im Abschluss gemachten Angaben.28 Schon 1981 stellte Moxter fest, dass Vertrauen in die schon damals anonymen Unternehmen und somit die Ermöglichung von Investitionen nur durch eine Prüfung der ver- öffentlichten Informationen erreicht werden kann.29 Dadurch verschiebt sich ein Teil des Ver- trauens der Abschlussadressaten vom Unternehmen auf den Abschlussprüfer.30

Zu beachten ist, dass die Wirtschaftsprüfung eingeführt wurde, um öffentliche Interessen zu wahren, und dass sie an diesem Maßstab gemessen werden sollte.31 Die Abschlüsse und damit auch die Prüfung sind sozusagen ein Gut der Öffentlichkeit und nicht des Managements des Unternehmens.32 Die „Prufung ist [somit] kein Selbstzweck, noch weniger ist die Prufungs-pflicht im Interesse der zu prufenden Unternehmen oder gar der Prufungsgesellschaften eingefuhrt worden".33 Dies rechtfertigt auch den starken normativen Rahmen in welchen die Ab- schlussprüfung eingebettet ist. Dadurch stellt auch der Staat einen relevanten Akteur im Um- feld der Abschlussprüfung dar.

Schematisch lässt sich dieses Umfeld der Abschlussprüfung wie folgt darstellen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Umfeld der Wirtschaftsprüfung

In Anlehnung an: Knechel/Salterio/Ballou (2007), S. 15; Mandler (1997), S. 104.

Charakteristisch ist, dass Hauptadressat und Auftraggeber der Prüfung auseinanderfallen.34 Auftraggeber sind Aufsichtsrat bzw. Hauptversammlung des Unternehmens. Bezahlt wird die Abschlussprüfung vom Unternehmen, das selbst Gegenstand der Prüfung ist. Der Prüfer wird also von demjenigen bezahlt, den er kritisch beurteilen soll.35 Hauptadressat der Prüfung und somit des Testats ist aber die Öffentlichkeit.36 Das Risiko der Abschlussadressaten im Ver- trauen auf die Prüfung wird dadurch noch verstärkt, da sie die Leistung nicht nur nicht über- wachen können, sondern auch keine Geschäftsbeziehung mit dem Prüfer unterhalten. Das skizzierte Umfeld bestimmt mögliche Akteure und Beziehungen, die für die Definition von relevanten Vertrauensbeziehungen im Folgenden in Frage kommen.37

3.2 Vertrauen im Rahmen der Abschlussprüfung und die Definition eines Ver- trauensgutes

Vertrauen ist ein Begriff, für den es keine allumfassende, einheitliche Definition gibt.38 Je nach Kontext und Fachgebiet wird Vertrauen unterschiedlich definiert. Dieser Arbeit wird eine Definition in einer okonomischen Sichtweise nach Ripperger zugrundegelegt. Demnach ist Vertrauen ,,die freiwillige Erbringung einer riskanten Vorleistung unter Verzicht auf expli-zite vertragliche Sicherungs- und KontrollmaBnahmen gegen opportunistisches Verhalten (Vertrauenshandlung) in der Erwartung, dass der Vertrauensnehmer motiviert ist, freiwillig auf opportunistisches Verhalten zu verzichten (Vertrauenserwartung).39 Das Vorliegen einer Vertrauensbeziehung erfordert also, dass ein Vertrauensgeber existiert, der sich in eine riskan- te Vorleistung begibt, sowie ein Vertrauensnehmer, der die Möglichkeit hat, diese riskante Vorleistung opportunistisch auszunutzen.40 Das Risiko bezieht sich dabei auf die Leistung bzw. Eigenschaft des Vertrauensnehmers, die der Vertrauensgeber nicht überprüfen kann und auf die sich das Vertrauen somit bezieht.41 Diese Leistung / Eigenschaft wird als Vertrauens- objekt bezeichnet.

Nooteboom ergänzt, dass echtes Vertrauen nur vorliegt, wenn der Vertrauensnehmer nicht nur die Möglichkeit, sondern auch einen Anreiz hat sich opportunistisch zu verhalten.42 Um die Rolle von Vertrauen im Kontext der Abschlussprüfung zu klären, müssen zuerst mög- liche Vertrauensnehmer, -geber und Vertrauensobjekte definiert werden. Mögliche Akteure ergeben sich aus dem zuvor definierten Umfeld der Abschlussprüfung.43 Das Vertrauensobjekt lässt sich eindeutig bestimmen. Sowohl der Prozess der Prüfung als auch das abschließende Testat sind Objekt des Vertrauens. Vertraut wird auf eine objektive und ordnungsgemäße Durchführung der Prüfung und ein wahrheitsgemäßes Testat. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem Vertrauen in die Abschlussprüfung als Institution (System- vertrauen) und dem Vertrauen in die Person des Abschlussprüfers (personales Vertrauen).44

[...]


1 Vgl. Meitner et al. (2002), S. 139.

2 Vgl. Backhaus et al. (2003), S. 626.

3 Vgl. Backhaus et al. (2003), S. 625.

4 Vgl. stellvertretend: Eberle/Marti (2003), S. 803.

5 Dies kann sowohl ein Jahresabschluss als auch ein Konzernabschluss, Zwischenbericht etc. sein.

6 Die Abschlussprüfung ist in Deutschland für alle Kapitalgesellschaften (Ausnahme: Kleine im Sinne des §267 Abs. 1 HGB) vor der Feststellung des Jahresabschlusses gesetzlich vorgeschrieben, vgl. §316 Abs.1 HGB.

7 Für eine detailliertere Aufschlüsselung der Prüfungspflichten vgl. §317 HGB.

8 Zu den Funktionen der Abschlussprüfung, vgl. Orth (2000), S. 19-21.

9 Vgl. hierzu und für einen Überblick über verschiedene Ansätze: Homburg/Krohmer (2009), S. 929-931.

10 Vgl. Homburg/Krohmer (2009), S. 929-930. Die von Homburg/Krohmer definierten Abgrenzungsmerkmale ergeben sich aus einer breiten Schau der bestehenden Literatur. Da im Zuge dieser Arbeit keine tiefe Diskus- sion möglicher Definitionen für Dienstleistungen durchgeführt werden soll, wird explizit auf eine Definition zurückgegriffen, die aus einer solchen tiefen Analyse abgeleitet wurde, ähnlich: Schmitz (1997), S. 10-11.

11 Der Jahresabschluss ist für große und mittlere Kapitalgesellschaften in den ersten drei Monaten des Geschäfts- jahres aufzustellen, vgl. §264 Abs. 1 HGB. Für den Konzernabschluss gilt eine Frist von vier Monaten, vgl. §290 Abs. 1 HGB.

12 Davon abzugrenzen ist der Nutzen, den sowohl der Abschluss als auch das dazugehörige Testat noch mehrere Jahre durch die entsprechende Dokumentationsfunktion erbringen, vgl. Theisen (1994), S. 813. Der Absatz der Prüfungsleistung ist aber in der Veröffentlichung des Testats zu sehen und somit in der erstmaligen Nut- zung der bereitgestellten Informationen durch die Abschlussadressaten.

13 Zum Risiko für die beteiligten Akteure, vgl. Abschnitte 4-6.

14 Vgl. Herkendell (2007), S. 61.

15 Oftmals werden Dienstleistungen auch durch eine Aufzählung zugehöriger Berufsgruppen abgegrenzt, so etwa Wöhe/Döring (2008). Hier werden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften explizit als Dienstleistungsbetriebe auf- geführt, vgl. Wöhe/Döring (2008), S. 5.

16 Der Begriff ^Professionelle Dienstleistungen" soil im Rahmen dieser Arbeit gleichbedeutend mit dem Begriff ^Professional Services" genutzt werden, vgl. Schmitz (1997), S. 9.

17 Vgl. Schmitz (1997), S. 9.

18 Vgl. Schmitz (1997), S. 13. Eine ähnliche Interpretation von Schmitz findet sich bei Doll (2000), S. 13.

19 Vgl. Abschnitt 5.2.

20 Vgl. Wirtschaftsprüferkammer (2008), §1 Abs. 1 Satz 1,2; sowie ausführlich: §2, 4, 9, 11.

21 So auch explizit bei Niehus (2002), S. 616.

22 Pfitzer (2006), S. 195.

23 Im Folgenden wird der Begriff ^Offentlichkeit" stellvertretend fur alle externen Adressaten der Unterneh mensabschlüsse verwendet, da im Rahmen dieser Arbeit keine Differenzierung der externen Adressaten der Abschlüsse vorgenommen werden soll. Insbesondere sind dies aktuelle und potenzielle Kapitalgeber (Eigen- und Fremdkapital), Mitarbeiter, der Staat und Geschäftspartner, vgl. Bahr (2003), S. 13; so auch: Herkendell (2007), S. 8. Die Rolle des Aufsichtsrats als Adressat im Zuge der Abschlussprüfung soll nicht Gegenstand dieser Arbeit sein, da dieser eine Sonderrolle einnimmt, die einer weiteren tiefen Analyse bedürfte. Deshalb wird dieser auch nicht explizit als Adressat des Abschlusses berücksichtigt, vgl. Herkendell (2007), S. 8.

24 Vgl. Orth (2000), S. 13; so auch: Binz (1985), S. 129-130.

25 Für einen grundlegenden Überblick zum Thema Informationsasymmetrien, vgl. Akerlof (1970).

26 Vgl. Knechel et al. (2007), S. 10-11.

27 Vgl. Knechel et al. (2007), S. 10-11; so auch Ewert (1993), S. 717. Eine ausführliche Darstellung der Begrün- dung der Abschlussprüfung und des Berufsstandes der Abschlussprüfer findet sich bei Marten et al. (2007), S. 37-39. Eine ökonomische Begründung der Notwendigkeit von Abschlussprüfungen findet sich bei Herkendell (2007), S. 21-44.

28 Vgl. Knechel et al. (2007), S. 11. Ng/Stoeckenius haben in einem stark vereinfachten Agency Modell gezeigt, dass eine externe Prüfung potenziell geeignet ist, die Informationsasymmetrie zwischen Unternehmen und Öf- fentlichkeit zu beheben bzw. zu mildern. Auf die expliziten Modellannahmen, sowie die Modellierung soll im Rahmen dieser Arbeit nicht eingegangen werden, vgl. hierzu: Ng/Stoeckenius (1980), sowie für einen allge- meineren Überblick: Quick (2002), S. 629-630.

29 Vgl. Moxter (1981), S. 581.

30 Vgl. Binz (1985), S. 130.

31 Vgl. Ricol (2003), S. 110.

32 Vgl. McDonough (2004), S. 4.

33 Hellweg (1999), S. 2120.

34 Vgl. Ballwieser (2001), S. 100.

35 Vgl. zu den daraus resultierenden Problemen insbesondere Abschnitt 5.3.

36 Das Unternehmen selbst ist nur ein Nebenadressat der Prüfung. Hauptsächlich profitiert auch das Unterneh- men aus der Tatsache, dass Vertrauen in seine Finanzinformationen gestiftet wird. In Teilen gibt die Prüfung dem Unternehmen aber auch direkt ein Feedback zu z.B. dem IKS, vgl. hierzu Abschnitt 4.2.

37 Vgl. Knechel et al. (2007), S. 14-15.

38 Vgl. Nooteboom (2005), S. 35. Ein Überblick über Definitionen findet sich bei Winkler (2006), S. 11-14.

39 Vgl. Ripperger (2003), S. 60.

40 Vgl. Ripperger (2003), S. 77.

41 Vgl. Nooteboom (2005), S. 38-39.

42 Vgl. Nooteboom (2005), S. 38.

43 Vgl. Abb. 1, S. 6.

44 Vgl. Nooteboom (2005), S. 38.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten

Details

Titel
Abschlussprüfung als Dienstleistung und ihre Charakterisierung als Vertrauensgut
Hochschule
Universität Mannheim
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
37
Katalognummer
V160469
ISBN (eBook)
9783640735297
ISBN (Buch)
9783640735440
Dateigröße
839 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirtschaftsprüfung, Abschlussprüfung, Vertrauensgut, Dienstleistung
Arbeit zitieren
Adrian Lebherz (Autor), 2010, Abschlussprüfung als Dienstleistung und ihre Charakterisierung als Vertrauensgut, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160469

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