Robert F. Williams im kubanischen Exil, 1961-1969

“Self-Defense Is Not a Love of Violence. It Is a Love for Justice”


Diplomarbeit, 2010

69 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Thematische Einführung und Aufbau der Arbeit
1.2. Forschungsstand und Relevanz
1.3. Quellenlage

2. Monroe und Exilzeit
2.1. Robert F. Williams und die Situation in Monroe, North Carolina
2.2. Kuba - ein Hafen für Exilanten
2.3. Das kubanische Exil
2.4. China und Williams‘ Rückkehr in die USA

3. Medien
3.1. The Crusader
3.2. The Crusader-in-Exile
3.3. Radio Free Dixie

4. Williams’ Ziele im Exil
4.1. Die Bekämpfung von Rassismus
4.2. Integration und Gleichheit
4.3. Aufklärung

5. Williams’ Strategien im Befreiungskampf der African Americans
5.1. Sprachliche Strategien
5.2. Vorausschauendes Bewusstsein
5.3. Internationalisierung des Befreiungskampfes, bewaffneter Widerstand und das Konzept einer möglichen Minderheitenrevolution

6. Die US-amerikanische Presse und Robert F. Williams
6.1. The Monroe Enquirer und The Monroe Enquirer Journal
6.2. The Charlotte Observer und The Charlotte News
6.3. The Afro-American und Muhammad Speaks
6.4. The New York Times

7. Schlussbetrachtung

Literatur- und Quellenverzeichnis

Anhang

1. Einleitung

1.1 Thematische Einführung und Aufbau der Arbeit

Mit seinen Worten “Self-defense is not a love of violence. It is a love for justice.”[1] hätte Robert F. Williams kaum leidenschaftlicher seine Bemühungen im Kampf für die Befreiung der African Americans ausdrücken können. Dieses Zitat spiegelt all die Gefühle und Hoffnungen derjenigen wider, die noch während der 50er Jahre vor allem in den südlichen Bundesstaaten der USA unter der ausgeprägten „Rassentrennung“ litten. Dort mussten Schwarze mit Einschüchterungen und Gewalt von Weißen rechnen, wenn sie sich gegen jegliche Form von Diskriminierung äußerten. Lokale Gesetzeshüter griffen nicht ein, da sie stattdessen Hand in Hand mit gewalttätigen Organisationen wie dem KKK zusammenarbeiteten. Doch nicht alle Afroamerikaner ließen sich von weißen Rassisten Angst machen. Einer von ihnen war Robert F. Williams, der sich öffentlich gegen Ungerechtigkeiten auflehnte und die Bewaffnung der Schwarzen zu ihrer eigenen Verteidigung predigte. Viele schenkten zwar seiner militanten Idee keine Beachtung, doch ihm selbst sollte sie später das Leben retten.[2]

Robert F. Williams wurde zu einem Symbol einer jahrelangen Debatte unter Schwarzen über den Nutzen der Anwendung von Gewalt gegen Gewalt. Doch heute kennt kaum noch jemand die Geschichte des einst so gefürchteten Mannes der USA, der international für Schlagzeilen sorgte, als er sich für unterdrückte African Americans einsetzte.[3] Williams entwickelte sich zu einem der dynamischsten Aufrührer des US-amerikanischen Südens. Er galt als ein “troubled intellectual”, “fiery prophet” und “courageous grassroots leader”, der ein neues schwarzes Selbstbewusstsein schuf.

Seine Entwicklung zu einem einflussreichen Aktivisten kam nicht von ungefähr. Robert Williams stammte aus dem südlichen Bundesstaat North Carolina, wo er bereits als Elfjähriger Zeuge einer brutalen Auseinandersetzung zwischen einer schwarzen Frau und dem weißen Polizisten Jesse Alexander Helmes wurde. Mit eigenen Augen sah er, wie der Polizist auf offener Straße die Frau brutal niederschlug und sie dann in ein nahe gelegenes Gefängnis schleppte. Weiße Schaulustige standen lachend daneben, während schwarze Männer beschämt wegsahen und hilflos die Szenerie verließen. Das Bild konnte Robert nie vergessen.[4]

Noch bis zum Ende der 60er Jahre hatten Weiße in den USA allen Grund zu glauben, dass Angriffe auf African Americans zum Alltag gehörten und unbestraft blieben. Phänomene wie das Lynchen von Schwarzen wurden geduldet. Die Bundesregierung unternahm nur sehr wenig zu ihrem Schutz. Hinzukamen willkürliche Gewaltübergriffe, denen African Americans besonders in südlichen Bundesstaaten zum Opfer fielen. Zwischen Januar 1957 und Mai 1958 wurden circa 50 Kirchen, Schulen und Wohnhäuser der Schwarzen bombardiert. Dutzende afroamerikanische Frauen wurden Opfer weißer Vergewaltiger.[5] Rassistische weiße Männer betrachteten es als selbstverständlich, schwarze Frauen respektlos zu behandeln, sie auszubeuten und zu vergewaltigen.

In der kleinen Stadt Monroe in North Carolina versuchte man sich gegen diese Übergriffe zu schützen.[6] Robert F. Williams war derzeit Präsident der NAACP in Monroe. Wiederholt stellte er fest, dass weiße Verbrecher vor Gericht nicht bestraft und stattdessen die Opfer zu Tätern degradiert wurden. Wütend darüber forderte er alle Schwarzen auf, sich zu bewaffnen und sich gegen Angriffe der Weißen zu verteidigen. Damit löste er eine Debatte um die Anwendung von Gewalt und Gewaltlosigkeit unter Bürgerrechtlern aus. Die Idee hinter Williams’ Forderung nach bewaffneter Selbstverteidigung war nicht neu, sondern wurde bereits seit Ende der Sklaverei diskutiert. Was Williams Haltung neu machte, war die Tatsache, dass er damit an der Oberfläche eines weit verbreiteten Gefühls der Schwarzen dieser Zeit kratzte. Seine Einstellung drückte die kollektive Frustration einer ganzen Generation aus. Viele African Americans fühlten, dass es für sie keine legalen Möglichkeiten gegen rassistische Ungerechtigkeiten gab.[7] Der hauptsächliche Unterschied zwischen Robert F. Williams und anderen Aktivisten in dieser Zeit bestand darin, dass er die Notwendigkeit und Moralität der bewaffneten Selbstverteidigung in öffentlichen Debatten und in seinem eigenen Newsletter The Crusader verteidigte. Damit forderte er unter anderem seinen Zeitgenossen Martin Luther King heraus. Auch das FBI begann sich für seine Aktivitäten zu interessieren und beobachtete ihn verstärkt. Man warnte davor, dass er mehr und mehr an Sympathie landesweit gewinnen würde. Viele verschiedene Gruppen und auch Einzelpersonen schickten ihm Geld für Waffen, damit er sich und seine Anhänger gegen die zunehmende rassistische Gewalt schützen konnte. Im Spätsommer 1961 kam es in Monroe zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Schwarzen und Weißen, infolgedessen Williams und seine Familie die USA verlassen mussten.[8] Nachdem FBI-Agenten festgestellt hatten, dass Williams geflohen war, suchten sie ihn landesweit. Sein Gesicht wurde im Fernsehen und auf Plakaten präsentiert. Doch Williams befand sich bereits mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen auf Kuba, von wo aus er ein eigenes Radioprogramm namens Radio Free Dixie in die USA sendete. Er kommunizierte mit schwarzen Aktivistenführern in den USA und rückte den Befreiungskampf zuhause in ein internationales Rampenlicht.[9] Nach fünf Jahren Exil auf Kuba, floh die Familie 1966 für weitere drei Jahre nach China. 1969 änderten sich dann die politischen Bedingungen in den USA und eine Rückkehr war möglich. Williams wollte immer wieder in die USA, da es sein Zuhause war.[10] Die CIA erwartete zwar von ihm, dass er der nächste radikale Führer der Schwarzen werden würde, doch dem war nicht so. Er ließ sich mit seiner Familie in der Nähe von Detroit nieder, wo er mit der Gemeinde und mit schwarzen nationalistischen Gruppen zusammenarbeitete. Ab und zu sprach er noch vor Studenten an Universitäten oder vor Häftlingen in Gefängnissen über seine Erfahrungen. 1996 starb er an der Hodgkinschen Krankheit.[11]

Die Meinungen über Robert F. Williams gingen seinerzeit sehr auseinander. Das galt sowohl für Schwarze als auch für Weiße. Viele Schwarze sahen in ihm einen Helden aufgrund seiner Taktik der Selbstverteidigung. Andere Schwarze hatten ihm gegenüber gemischte Gefühle, besonders weil sie die Vergeltung der Weißen fürchteten, die Williams’ Aktionen nach sich zogen. Weiße sahen in ihm vor allem einen Kommunisten, einen schwarzen Rassisten oder einfach einen Anti-Amerikaner.[12] Williams war aber weder das eine noch das andere. Ziel dieser Arbeit soll es deshalb sein, ein etwas genaueres Bild von Williams und seinen Intentionen zu skizzieren. Im Zentrum wird dabei die Untersuchung seines Wirkens im Exil zwischen 1961 und 1969 mit dem Schwerpunkt Kuba stehen, da von dort die meisten seiner Aktivitäten während seiner gesamten Exilzeit ausgingen. Dem voraus werden frühere Ereignisse in Monroe gehen, da sie Aufschluss darüber geben, warum Williams sich in ein Exil begeben musste. Bereits in Monroe betrieb er einen ausgiebigen Aktivismus, den er im Exil fortführte, wenn auch unter anderen Bedingungen. Seine Ziele bedurften zum Teil anderen Strategien, um durchgesetzt zu werden und diese sollen ebenfalls untersucht werden. Williams war aufgrund des Exils nicht von seinen Anhängern in den USA abgeschnitten, sondern nach wie vor für sie und damit auch für seine Gegner präsent. Wie er in den USA wahrgenommen und dargestellt wurde, wird eine Untersuchung der Presse zeigen, da sie seine Aktivitäten im Ausland beobachtete und zum Teil auch zu Missverständnissen bezüglich seiner Person beigetragen hatte.

Die Arbeit gliedert sich systematisch in insgesamt sieben Kapitel. Nach einer Einleitung in das Thema werden im zweiten Kapitel die genauen Hintergründe beleuchtet, die zu Williams’ Exil führten. In diesem Zusammenhang soll erläutert werden, warum er sich gerade für das Land Kuba entschied. Ein weiterer Punkt betrachtet sein Leben im Exil und Probleme, auf welche er während seines Aufenthaltes besonders in Kuba stieß. Der dritte Gliederungspunkt widmet sich den von Williams verwendeten Medien und geht auf seinen bereits in Monroe begonnen Newsletter The Crusader ein, der auf Kuba weitergeführt wurde. Hinzukam sein Radioprogramm Radio Free Dixie, mit welchem er weitere Botschaften bis in die USA verbreiten konnte. Robert F. Williams verfügte über ein äußerst kritisches Bewusstsein, was sich sehr deutlich innerhalb der Texte des Newsletters und in seinen Sendungen zeigte. Was genau er kritisierte und was er damit erreichen wollte, zeigt das Kapitel vier. Im darauf folgenden Gliederungspunkt werden seine Strategien beschrieben, die er zur Erreichung und Mobilisierung seiner Anhänger in den USA einsetzte. Da Williams‘ Aufenthalt und seine Aktivitäten im Exil von den Medien nicht unkommentiert blieben, folgt im nächsten Kapitel eine Untersuchung der Berichterstattung über ihn in US-amerikanischen Zeitungen. Im letzten Teil folgt einer Schlusszusammenfassung ein kurzer Ausblick auf eventuelle weiterführende Fragen, welche die Bearbeitung des Themas zusätzlich aufwerfen könnte.

1.2 Forschungsstand und Relevanz

Robert F. Williams lieferte in einem Interview eine mögliche Erklärung dafür, warum heute kaum noch etwas über ihn bekannt ist. Er erklärte, dass seine Geschichte bewusst unterdrückt wurde. Männer wie er waren ein Problem in den USA, da sie aufstanden und für ihre Rechte kämpften. Die Art, mit solchen Problemen umzugehen, bestand darin, Informationen über sie schlichtweg zu verschweigen.[13] Die US-Regierung versuchte alles, um nichts von der Bewegung in Monroe nach außen dringen zu lassen. Ferner versuchte sie, Robert F. Williams von der restlichen Bürgerrechtsbewegung zu isolieren, was sich besonders nach seinem Aufruf zur bewaffneten Selbstverteidigung zeigte. Noch während seines Exils wurde alles unternommen, um seine Rückkehr in die USA zu verhindern. Besonders als Martin Luther King und Malcolm X ermordet wurden, sollte er deren Lücke nicht füllen.[14]

Recherchen zu dieser Arbeit zeigten tatsächlich, dass Forschungen zu Robert F. Williams bisher nur in einem sehr kleinen Rahmen betrieben wurden und auch noch betrieben werden. Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre setzten vereinzelte Studien zu Robert F. Williams ein, verebbten dann allerdings in den Folgejahren wieder. Erst nach seinem Tod Ende der 90er Jahre nahm allmählich das Forschungsinteresse wieder zu. Ein neuerer Aufsatz von Ronald J. Stephens aus dem Jahr 2003 belegt, dass bislang nur begrenzt Studien über Robert F. Williams als ein internationaler Freiheitskämpfer veröffentlicht wurden. Was bereits über ihn berichtet wurde, sei sogar unvollständig oder falsch. Stephens argumentierte, dass Williams in historischen Berichten über angesehene schwarze Führer schlicht und einfach ignoriert wurde. Wenn sich Historiker mit ihm beschäftigt hatten, so wurde entweder der volle Umfang von Williams Wirken falsch interpretiert oder sein Einfluss minimalisiert. Zum Teil beschränkte man sich auch nur auf minimale Informationen über ihn als ein schwarzer revolutionärer nationalistischer Führer. Da aber Williams einen wichtigen Fußabdruck in der Weltgeschichte hinterlassen hat, forderte Stephens deshalb, ihm einen Platz in der US-Historiographie zu widmen.[15] Bislang konzentrierte sich die gesamte Forschung ausschließlich auf den US-amerikanischen Raum. Williams erscheint deshalb meist am Rande von Monographien oder Artikeln zur Bürgerrechtsbewegung oder in Verbindung mit Untersuchungen zu Kuba wie z.B. bei Van Gosse in Where the Boys are: Cuba, Cold War America and the Making of a New Left.[16] Der Bereich China wurde größtenteils ausgespart. Eine Ausnahme bildet Robert Carl Cohen mit seiner Biographie Black Crusader: A Biography of Robert Franklin Williams von 1972. Er gab bereits damals einen tieferen Einblick in Williams’ Leben und auch in seine Exilzeit in China, welcher allerdings der einzige bleiben sollte.[17] Weitere Erwähnungen dieser Zeit sind nur am Rande zu finden.

Ende der 90er Jahre leistete der Autor und Professor für Amerikanische Studien Timothy Tyson einen wichtigen Beitrag zur Williams-Forschung, als er neben einigen Artikeln 1999 seine Biographie Radio Free Dixie: Robert F. Williams and the Roots of Black Power veröffentlichte. Mit dieser Biographie unterschied er sich von Cohen darin, dass er einen größeren Wert darauf legte, die Bedeutung von Robert Williams für den schwarzen Befreiungskampf und die Bildung eines neuen schwarzen Selbstbewusstseins herauszustellen. Er betonte, dass das Leben von Williams die amerikanische Geschichte für immer veränderte.[18] Auch Peniel E. Joseph unterstützte die Bedeutung von Robert F. Williams in seinem Artikel Dashikis and Democracy: Black Studies, Student Activism, and the Black Power Movement. Laut Joseph leistete Williams im Zusammenhang mit der Herausbildung des Black Studies Movement einen bedeutenden Beitrag. Die Black Studies gingen aus dem Radikalismus schwarzer Studenten der 60er Jahre hervor. Einige von ihnen bildeten unter anderem später das RAM. Als nationale Figur der 50er Jahre und Vertreter der Selbstverteidigung inspirierte Williams mit seinen Heldentaten viele dieser Aktivisten.[19]

Wie Stephens in seinem Artikel bereits anmerkte, stützten sich einige Historiker auf nur wenige Informationen über Williams als schwarzen Revolutionär. Unter anderem erschien Robert F. Williams in diesem Zusammenhang in der Abhandlung Road to Revolution: Communist Warfare in the U.S.A von Philipp Abbott Luce aus dem Jahre 1967. Er sah in ihm den ersten schwarzen Revolutionär, der einen gewaltsamen und blutigen Aufstand in den USA herbeiführen wollte.[20] Das Thema des Revolutionärs wurde auch von Harold Cruse untersucht. In The Crisis of the Negro Intellectual analysierte er, ob Williams tatsächlich ein Revolutionär gewesen war. Da Williams jedoch nie während seines Kampfes seine sozialen Ziele verändert hatte, war er für Cruse kein Revolutionär. Auch wenn er Waffen einsetzte, so Cruse, wollte er dennoch niemals das System der USA stürzen.[21] Das Thema wurde 2006 von Walter Rucker in einem Aufsatz noch einmal aufgegriffen. In seiner Argumentation ging Rucker auch auf Cruse ein, lehnte allerdings dessen Theorie ab. Jemand, der gewaltsame Methoden anwendete, um das existierende Regime zu ersetzen, konnte seiner Meinung nach nur ein Revolutionär sein.[22] Über diese Studien hinaus fehlt es allerdings an Untersuchungen bezüglich seines tatsächlichen Einflusses. Es ist bekannt, dass er viele schwarze Aktivisten der 60er Jahre beeinflusste, doch damit war Williams Aktivismus nicht beendet. Deshalb kritisierte Stephens weiterhin in seinem Artikel, dass in der gesamten Forschung die letzten 24 Lebensjahre von Williams nicht berücksichtigt wurden. Williams kämpfte in Lake County gegen Ungerechtigkeiten der Weißen gegenüber Schwarzen und für die Redefreiheit. Seine Erfahrungen, die er dort machte, bezogen sich nicht nur auf die lokale Geschichte. Vielmehr sind sie im Zusammenhang mit der nationalen Identität des Landes und der Behandlung des afrikanischen Volkes in der Weltgeschichte zu betrachten.[23]

Timothy Tyson bezeichnete Robert F. Williams in einem Interview als “the missing mosaic tile in the story of the movement. It`s a piece that doesn`t fit with the story that makes people feel good.”[24] Ausgehend von dieser Aussage war es für mich besonders interessant, eine andere Version der Bürgerrechtsbewegung aufzuzeigen, die bisher mehr oder weniger unbeleuchtet blieb, und das nicht nur im US-amerikanischen Raum. Die Erfahrungen, die Robert F. Williams während seiner Zeit in Monroe und auch im Exil machen musste, sowie seine Bemühungen im Befreiungskampf der Schwarzen passten nicht in das Schema der uns heute bekannten Geschichte der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Diese Geschichte war eine scheinbar gewaltlose Geschichte. Persönlichkeiten wie Martin Luther King oder Malcolm X kämpften mit friedlichen Methoden für die Gleichberechtigung der Schwarzen und gegen die noch immer existierende Diskriminierung der African Americans. Anders dagegen präsentiert sich die Bürgerrechtsbewegung am Beispiel des Robert F. Williams, der sich für dieselben Ziele einsetzte, nur mit anderen Mitteln. Seine Geschichte zeigte, wie tief tatsächlich die „Rassentrennung“ noch in der Gesellschaft im Süden der USA verankert war. Veränderungen waren nur noch mit dem Einsatz von Waffen möglich, ein Weg, der nicht den Vorstellungen weißer Südstaatenbewohner entsprach. Dennoch nahm Williams mit seinem radikalen Ansatz Einfluss auf eine neue junge Generation schwarzer Aktivisten in den 60er Jahren und sollte deshalb in einer Reihe mit Martin Luther King und Malcolm X genannt werden.

1.3 Quellenlage und Methode

Als ein guter Ausgangspunkt für eine Quellenrecherche erwies sich Timothy Tysons Biographie. Sie enthält einen Verweis auf eine überaus ergiebige Quellensammlung von John H. Bracey und Sharon Harley, bestehend aus insgesamt 26 Mikrofilmen. Tyson fungierte als redaktioneller Berater und schrieb die Einführung dazu. Die Filme enthalten zahlreiches Material über Robert F. Williams sowie sämtliche Schriftstücke von ihm persönlich. Darunter befinden sich Briefe von und an Williams, viele seiner Manuskripte und Publikationen, Zeitungsartikel, Material aus FBI- und Regierungsakten, Fotos sowie Gedenkschriften.[25] Da es die Fülle an Material kaum erlaubte, alles mit in diese Arbeit einzubeziehen, war es notwendig, die Sammlung einzugrenzen. Zunächst wurde das Material zeitlich abgesteckt, wobei der Fokus auf den Jahren angefangen kurz vor Williams’ Flucht bis einschließlich 1969 lag. Inhaltlich konnte das Material auch sehr gut eingegrenzt werden. Dabei haben zum Teil Williams’ Korrespondenz sowie sämtliche Zeitungsartikel über ihn eine Rolle gespielt. Der wichtigste Teil bezog sich auf seinen Newsletter, der nahezu vollständig in dieser Sammlung als Kopie erhalten ist, und auf Transkripte seiner Radiosendungen. Beides gab vor allem Aufschluss über seine konkreten Ziele und angewendete Strategien. Einzelne Newsletter sind heute noch im Original erhalten, allerdings sehr selten. Als weitere Quellen dienten Robert Williams’ Negroes with Guns sowie der Resource Guide von Robert und Mabel Williams. Für das Verständnis der eigentlichen Intentionen von Robert F. Williams waren seine Aussagen in späteren Anhörungen vor einem Unterausschuss des Senats weiterhin sehr aufschlussreich.[26] Die Wirkung von Robert F. Williams in der Presse wurde vor allem anhand der Tagespresse untersucht. Als Ausgangspunkt diente zunächst die lokale und regionale Presse. Untersucht wurde als erstes die Lokalzeitung The Monroe Enquirer, da sie zeitnah mit der Berichterstattung begann. Um einen Eindruck darüber zu gewinnen, in welcher Form die überregionale Presse Williams verfolgte, diente The New York Times als Grundlage. Eine andere Seite der Berichterstattung zeigten die beiden afroamerikanischen Publikationen Muhammad Speaks und The Afro-American. Viele Artikel der verwendeten Zeitungen befinden sich zum Teil gesammelt auf dem Mikrofilm. Andere wurden aus Bibliotheken der USA beschafft. Die Artikel wurden daraufhin untersucht, was genau und in welcher Form über Williams berichtet wurde. Die Herangehensweise an das gesamte Quellenmaterial erfolgte induktiv.

2. Monroe und Exilzeit

Dieses Kapitel skizziert das Leben von Robert F. Williams in Monroe und im Exil. Dabei sollen auch die Hintergründe beleuchtet werden, welche Williams zu einer Flucht nach Kuba und später nach China geführt haben.

2.1 Robert F. Williams und die Situation in Monroe, North Carolina

Robert Franklin Williams wurde am 26. Februar 1925 in Monroe, North Carolina, geboren. Monroe hatte in dieser Zeit ca. 11.000 Einwohner, davon ein Drittel Schwarze. Das komplette städtische Leben war von der „Rassentrennung“ geprägt, angefangen in Bussen, auf dem Bahnhof bis zum Krankenhaus. Die ablehnende Haltung vieler Weißer gegenüber Schwarzen war generell in den Südstaaten eine typische Verhaltensweise.[27] Bereits als Robert noch ein kleiner Junge war, erzählte ihm seine Großmutter Ellen Isabel Williams Geschichten über blutige Kämpfe um „Rasse“ und Demokratie. Ihr Ehemann Sikes Williams war der erste schwarze Lehrer in Union County. Er hielt Wahlreden für die Republikaner und publizierte seine eigene kleine Zeitung. Zur Jahrhundertwende kämpfte er gegen weiße Terroristen. Beide Großeltern wurden als Sklaven geboren.

Als Robert 17 Jahre alt war, zog er nach Detroit. Dort kämpfte er 1943 in Ausschreitungen, bei denen dutzende Schwarze von einer weißen Menschenmenge getötet wurden.[28] 1944 wurde Robert zum Wehrdienst einberufen, wo er den Umgang mit Waffen erlernte. Diese Zeit trug zur Entwicklung seines Verständnisses von bewaffneter Selbstverteidigung bei.[29] Im Sommer 1947 heiratete Robert Mabel Farmer, mit welcher er zwei Söhne bekam. Er zeigte in dieser Zeit ein großes Interesse darin, Schriftsteller zu werden. Deshalb schrieb er sich am College ein. Allerdings ging ihm nach einiger Zeit das Geld aus. Er musste nun auch eine Familie versorgen und sah nur noch im Marine Corps einen letzten Ausweg. Angelockt von einer 18-monatigen Ausbildung in Radio, Journalismus und Schreiben, erfuhr er nach seiner Einstellung jedoch von seinem Vorgesetzten, dass Schwarze keine Stelle im Nachrichtendienst bekamen. Stattdessen wurde er als supply sergeant eingestellt. Williams fühlte sich offen diskriminiert und war bitter enttäuscht.

Noch während seiner Zeit beim Marine Corps erlebte er 1954 die Aufhebung der „Rassentrennung“ an Schulen mit der Brown v. Board of Education Decision.[30] Damit nahm der Oberste Gerichtshof der USA seine Entscheidung von 1896 zurück, die besagte, dass eine öffentliche „Rassentrennung“ nicht verboten war, wenn getrennte Einrichtungen gleich oder zumindest gleichwertig waren. In den meisten staatlichen Schulen des Landes griff die Entscheidung sofort, jedoch nicht in den Südstaaten. Dort behauptete man zwar zunächst, man würde den Beschluss respektieren, doch schon bald gab es die ersten oppositionellen Reaktionen. Nicht ganz unschuldig daran war Präsident Dwight D. Eisenhower, der sich diesbezüglich missverständlich geäußert hatte. Einerseits akzeptierte er keinen Widerstand gegen die Integration. Andererseits sollte die Regierung auch keine aktive Rolle im Prozess der Desegregation spielen. Deshalb unterband er die Hinhaltetaktiken des Südens nicht.[31] Widerstand leistete vor allem der KKK. Die traditionelle Quelle von Gewalt zeigte sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges verstärkt im Süden der USA. Der Klan erschien nach einer Pause während des Krieges erneut auf der Bildfläche und zwar in Form einer Unmenge an Splittergruppen und konkurrierenden Einheiten.[32]

Als Williams aus der Marine zurückkehrte, bekam er den Widerstand gegen die Integration selbst zu spüren. Einer der Gegner der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes war der damalige Gouverneur von North Carolina, Luther H. Hodges. Er gab zu verstehen, dass er durchaus die „Rassentrennung“ an Schulen fortführen wollte. Diese Absicht wurde von J. Ray Shute, dem früheren Vorsitzenden der Union County Board of Education vereitelt. Er stammte aus einer einflussreichen Familie und spielte eine zentrale Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung Monroes. Mit der Zeit wurde er zu Williams’ engstem Freund. Shute hielt Versammlungen einer Unitarischen Gemeinschaft in seinem Haus ab, die hauptsächlich aus weißen Bürgern Monroes bestand. Williams wurde auch zu seinen Treffen eingeladen, wovon das FBI Kenntnis nahm. Daraufhin überzeugte das FBI einen zukünftigen Arbeitgeber von Williams in Charlotte, ihn nicht einzustellen, da man vermutete, dass er ein Kommunist war. Das frustrierte Williams, vor allem weil offenbar bereits eine Vermutung ausreichte, um in sein Leben einzugreifen.[33] Doch das hielt ihn nicht davon ab, wenig später der NAACP[34] beizutreten. Nach der Brown v. Board of Education Decision wurden die kleinen Ortsverbände der NAACP zunehmend zum Ziel des KKK. Vorsitzenden und Mitgliedern wurde mit Gewalt und wirtschaftlichen Sanktionen gedroht, sodass viele Mitglieder die NAACP verließen. Als in Monroe schließlich nur noch sechs Mitglieder übrig waren und der Zweig aufgelöst werden sollte, übernahm Williams den Vorsitz. Zusammen mit seinem Vize-Präsidenten Dr. Albert E. Perry begann er mit der Rekrutierung neuer Mitglieder in Billardhallen, unter Arbeitern, Farmern und Hausangestellten. Hinzukamen Arbeitslose und zurückgekehrte Kriegsveteranen. Am Ende hatte sich ein Zweig der NAACP herausgebildet, der einzigartig war. Er setzte sich aus der Arbeiterklasse zusammen und selbst die Führungspersönlichkeit stammte aus derselben Schicht. Man startete einen Kampf zur Integration öffentlicher Einrichtungen und zur Gewinnung besserer Rechte für African Americans. Dazu zählten wirtschaftliche Rechte, das Recht auf Bildung und vor allem ein Recht auf gleichen Schutz vor dem Gesetz.[35] Die Gerichte North Carolinas waren zwischen Schwarzen und Weißen getrennt. Schwarze standen immer nur vor einem weißen Richter. Auch die meisten Anwälte waren weiß. Damit erhielt man das System der „Rassentrennung“ in North Carolina aufrecht.[36]

Der neue Zweig der NAACP begann explizit damit, die Aufhebung der Segregation zu fordern. Als erstes sollte das öffentliche Schwimmbad integriert werden, doch bereits dieser Versuch rief den KKK auf den Plan, der mit seinen klassischen Terrorattacken startete. Bekleidet mit weißen Kapuzengewändern fuhren sie in ihren Autos durch das Viertel der Schwarzen und schossen auf Wohnhäuser, Restaurants oder Geschäfte. Da der KKK in den Südstaaten einen überoffiziellen Status besaß, war es gesetzlich nicht verboten, Waffen zu tragen und abzufeuern. Auch Williams machte sich das zu nutze und bat die National Rifle Association in Washington um ein Statut für einen eigenen Schützenverein. Als Marineveteran wurde es ihm nicht abgelehnt und damit kamen die Afroamerikaner Monroes in den Besitz von Waffen. Das blieb auch von den Weißen nicht unbemerkt. Diese mussten mit Schrecken feststellen, dass Schwarze mittlerweile eine moralische Rechtfertigung besaßen, Waffen zu benutzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch Gebrauch davon machten, war sogar ziemlich hoch. Williams verteilte die Waffen unter den Afroamerikanern und erhielt dabei Unterstützung von Dr. Perry, der sich allerdings so zum Ziel des KKK machte. Die NAACP traf sich eines Abends in seinem Haus, als KKK-Mitglieder anfingen, darauf zu schießen. Doch die Veteranen schossen zurück. Sie schafften es, den Klan zu stoppen. Vorläufig konnte er sogar aus Monroe verbannt werden.[37]

Im Herbst 1958 ereignete sich in Monroe ein Vorfall, der eine weltweite Kontroverse nach sich zog. Im so genannten Kissing Case küssten zwei acht und zehn Jahre alte schwarze Jungen zwei weiße Mädchen, eine Tat, die zu der Zeit als völlig unmöglich galt. Die beiden Jungen wurden für sechs Tage in Gewahrsam genommen, ohne dass sie mit ihren Eltern oder Anwälten sprechen durften. Als Präsident der NAACP schaltete sich Williams in den Fall ein. Er begann die internationale Politik des Kalten Krieges zu nutzen, um die Regierung der USA zur Intervention zu bringen. Es wurden weltweit Pressemitteilungen veröffentlicht, Reporter kamen nach Monroe und der Nachrichtendienst wurde eingeschaltet. Der Kissing case wurde auf diese Weise zu einer globalen Metapher für das amerikanische „Rassendilemma“. Williams erreichte sowohl nationale als auch internationale Aufmerksamkeit. Unter anderem erhielt er Unterstützung der SWP, die mehrere Artikel über ihn und den Fall in ihrer Zeitung The Militant veröffentlichten. Mit deren Hilfe reiste Williams durch die USA und hielt in verschiedenen Städten vor Gewerkschaften, Studentenorganisationen oder Parteiversammlungen Reden. Er bekam in dieser Zeit auch verstärkt Unterstützung von Aktivisten der amerikanischen Linken und den schwarzen Nationalisten aus Harlem, New York, wie z.B. Malcolm X oder Julian Mayfield. Nachdem der Kissing Case an Öffentlichkeit gewann, gingen im Büro von Gouverneur Hodges tausende Protestbriefe ein. Das Weiße Haus sowie das Außenministerium schlugen Alarm. Dort sah man bereits den Schaden innerhalb der Außenbeziehungen, den der Fall mit sich bringen würde. Hodges versuchte Williams zu stoppen und bekam Unterstützung vom FBI, welches seit geraumer Zeit Williams beobachtete. Die Folge war eine Verleumdungskampagne, in der unter anderem der ganze Fall als eine kommunistisch gerichtete Front bezeichnet wurde. Letztendlich wurde dennoch der öffentliche Druck so groß, dass die beiden Jungen freigelassen werden mussten.[38]

Nach dem Kissing Case erschütterten zwei weitere Vorfälle Monroe. Ein weißer Eisenbahnarbeiter wurde angeklagt, weil er ein afroamerikanisches Zimmermädchen in einem Hotel angegriffen hatte. Im zweiten Fall versuchte ein weißer Mechaniker eine schwangere schwarze Frau zu vergewaltigen und schlug sie brutal nieder. Nachdem es zu einer Anklage kam, erregten auch diese Fälle nationale und internationale Aufmerksamkeit. Robert Williams glaubte, dass diese Aufmerksamkeit als Druckmittel auf den Richter und die Geschworenen wirken könnte und man deshalb die beiden Täter verurteilen müsste. Doch das Gericht entschied anders und ließ die Männer frei.[39] Neben Williams befanden sich mehrere afroamerikanische Frauen im Gerichtssaal, die das Urteil nicht akzeptieren wollten. Sie schrieen auf und machten Williams als Präsident der NAACP für den mangelnden Schutz der Opfer verantwortlich. Robert Williams stellte nach dieser Niederlage fest, dass Schwarze in den USA in etwa genauso viele Rechte besaßen wie ein Hund. Wütend sprach er zu den anwesenden Reportern.

We must be willing to kill if necessary. (...) [These court decisions] open the way to real violence. We cannot rely on the law. We get no justice under the present system. (...) Since the federal government will not bring a halt to lynching in the South and since the so-called courts lynch our people legally, if it`s necessary to stop lynching with lynching, then we must be willing to resort to that method.[40]

Diese Worte wurden direkt in sämtlichen Zeitungen des Landes abgedruckt. Da seine Aussage für einige Verwirrung sorgte, nahm er am Tag darauf noch einmal Stellung dazu. Er erklärte, dass es ihm nicht um Rache für jede ungleiche Behandlung oder Ungerechtigkeit ging. African Americans sollten lediglich ihre Häuser und Familien verteidigen, wenn sie von Rassisten angegriffen wurden, da es keinen legalen Schutz für sie gab.[41] Seine Einstellung stimmte allerdings nicht mit der gewaltlosen Philosophie der NAACP überein. Roy Wilkins, Geschäftsführer in New York, machte ihm unmissverständlich klar, welche Position die Organisation bezog und suspendierte Williams für sechs Monate von seinem Amt als Präsident. Doch Williams sprach in diesem Moment nicht für die NAACP, sondern für sich selbst und die Schwarzen in Union County.[42]

Williams führte seinen Kampf allein weiter. Zur Unterstützung seiner Idee der bewaffneten Selbstverteidigung und des Widerstandes gegen den KKK begannen Robert und Mabel 1959 mit der Publikation eines Newsletters, den sie The Crusader nannten. Damit konnten sie ihre Nachrichten bis nach Kalifornien verbreiteten, da lokale Zeitungen im gesamten Süden weder über den Kampf der Schwarzen noch über deren Probleme berichteten.[43]

Zur selben Zeit entwickelte sich innerhalb des Freiheitskampfes der African Americans eine zunehmende Kontroverse über Gewalt und Gewaltlosigkeit. Gewaltlosigkeit, wie sie in den 50er und 60er Jahren praktiziert wurde, beruhte auf moralischen Glaubensweisen und Praktiken, die den Gebrauch von Gewalt im Kampf um soziale Gerechtigkeit und menschliche sowie politische Rechte ablehnten. Weitgehend wurden diese Praktiken mit Gandhi in Verbindung gebracht. Er setzte das Mittel der Gewaltlosigkeit in seinem Kampf um die Unabhängigkeit Indiens von Großbritannien ein. Einer der bekanntesten Vertreter von Gewaltlosigkeit innerhalb der Bürgerrechtsbewegung in den USA wurde Martin Luther King.[44]

[...]


[1] Williams, Rober F. (Hrsg.), „The Crusader“ 5.2 (1964), 3. in: Bracey, John H.; Harley, Sharon (Hrsg.), The Black Power Movement Part 2: The Papers of Robert F. Williams., Bethesda, Maryland: University Publications of America (2002), Reel 11, Frame 89.

[2] Mabin, Butch, „Widow of civil rights leader says ‘armed self-reliance’ saved them“ in: Lincoln Journal Star (10.11.1999), 3.

[3] Lee, Felicia R., „Outspoken and Feared But Largely Forgotten“ in: New York Times (07.02.2006), 1.

[4] Tyson, Timothy B., Radio Free Dixie: Robert F. Williams and the Roots of Black Power. Chapel Hill, North Carolina: The University of Nort Carolina Press (1999), 1ff.

[5] Rucker, Walter: „Crusader In Exile: Robert F. Williams and the International Struggle for Black Freedom in America“, in: The Black Scholar 36. 2-3 (2006), 20f.

[6] Williams, Robert F., Negroes with Guns. Detroit: Wayne State University Press (1998), 6.

[7] Rucker, „Crusader in Exile“, 19-23.

[8] Tyson, Timothy, „Robert F. Williams and the Promise of Southern Biography“, in: Southern Cultures (2002), S. 43-46.

[9] Lee, Felicia R., „Outspoken and Feared“, 1.

[10] Williams, Robert F., "Testimony of Robert F. Williams", in: Hearings before the Subcommittee to Investigate the Administration of the Internal Security Act and other Internal Security Laws of the Committee on the Judiciary, U.S. Senate, 91. Congr., 2. Session (1971) Washington/ D.C., 2.

[11] Lee, Felicia R., „Outspoken and Feared“, 1.

[12] Lee, Felicia R., „Outspoken and Feared“, 1.

[13] Video „Interview with Robert F. Williams, Civil Rights Activist American History“ auf: http://video.google.com/videoplay?docid=5457524655277645843#, Stand 13.04.2010.

[14] Sykes, Leonard, „Takes Five Mabel Williams Civil rights leader's message heard anew“, in: Milwaukee Journal Sentinel, Final Edition (24.03.2005), 2.

[15] Stephens, Ronald J., „Narrating Acts of Resistance: Explorations of Untold Heroic and Horrific Battle Stories Surrounding Robert Franklin Williams’s Residence in Lake County, Michigan“, in: Journal of Black Studies, 33.5 (2003), 675.

[16] Gosse, Van, Where the Boys are: Cuba, Cold War America and the Making of a New Left. London: Verso (1993).

[17] Cohen, Robert Carl, Black Crusader: A Biography of Robert Franklin Williams. Secaucus, New Jersey (1972).

[18] Tyson, Radio Free Dixie, 3.

[19] Joseph, Peniel E., „Dashikis and Democracy: Black Studies, Student Activism, and the Black Power Movement“, in: The Journal of African American History 88.2 (2003), S. 182-188.

[20] Luce, Philipp Abbott, Road to Revolution: Communist Guerilla Warfare in the U.S.A., San Diego: Viewpoint Books (1967), 72f.

[21] Cruse, Harold, The Crisis of the Negro Intellectual. London (1969) 352f.

[22] Rucker, Crusader in Exile, S.31.

[23] Stephens, Narrating Acts of Resistance, 675-697.

[24] Sharlet, Jeff, „Verbatim (Interview with Timothy Tyson)“, in: The Chronicle of Higher Education, 46.8 (1999), 26.

[25] Bracey, John H.; Harley, Sharon (Hrsg.), The Black Power Movement Part 2: The Papers of Robert F. Williams., Bethesda, Maryland: University Publications of America (2002).

[26] „Testimony of Robert F. Williams“, in: Hearings before the Subcommittee to Investigate the Administration of the Internal Security Act and other Internal Security Laws of the Committee on the Judiciary, U.S. Senate, 91. Congr., 2. Session (1971) Washington/ D.C.

[27] Cohen, Black Crusader, 17f.

[28] Tyson, Timothy, „Robert F. Williams, NAACP: Warrior and rebel“, in: The New Crisis (1997/1998), 14.

[29] Williams, Robert, Williams, Mabel, Robert And Mabel Williams Resource Guide. San Francisco: The Freedom Archives (2005) 8.

[30] Tyson, Radio Free Dixie, 56-73.

[31] Finzsch, Norbert, Horton, James O., Horton, Lois E., Von Benin nach Baltimore, die Geschichte der African Americans, Hamburg: Hamburger Edition (1999), 460f.

[32] Parker, Thomas F., Violence in the U.S., Volume 1, 1956-67. New York (1974), 5.

[33] Tyson, Radio Free Dixie, 73-77.

[34] Die NAACP wurde 1904 in Kanada als soziopolitische Körperschaft zur Sicherstellung von sozialer Gleichheit und Gerechtigkeit für Schwarze in den USA gegründet. Vorrangiges Ziel war die Erreichung des Verbotes sämtlicher Formen von Rassismus. (Rucker, Walter, Upton, James Nathaniel (Hrsg.), Encyclopedia of American Race Riots. 1, Westport, CT: Greenwood Press (2007), 435f.

[35] Williams, Robert F., Negroes with Guns. Detroit: Wayne State University Press (1998), 13ff.

[36] Williams, Resource Guide, 9.

[37] Nelson, Truman, „People with Strength“ in: Robert and Mabel Williams Resource Guide. Robert Williams, Mabel Williams. San Francisco: The Freedom Archives (2005), 53-60.

[38] Tyson, Timothy, „Robert F. Williams, ‘Black Power’, and the Roots of the Black Freedom Struggle“ in: The Journal of American History 85.2(1998), 551-555.

[39] Thompson, Heather Ann, Speaking Out: Activism and Protest in the 1960s and 1970s, Boston: Prentice Hall (2008), 33f.

[40] Aussage von Robert F. Williams am 06.05.1959, zitiert nach Tyson, Radio Free Dixie, 149.

[41] Tyson, Radio Free Dixie, 144-152.

[42] Thompson, Speaking Out, 34.

[43] Williams, Resource Guide, 11f.

[44] Rucker, Encyclopedia, 2, 484.

Ende der Leseprobe aus 69 Seiten

Details

Titel
Robert F. Williams im kubanischen Exil, 1961-1969
Untertitel
“Self-Defense Is Not a Love of Violence. It Is a Love for Justice”
Hochschule
Universität zu Köln  (Anglo-Amerikanische Abteilung)
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
69
Katalognummer
V161113
ISBN (eBook)
9783640750450
ISBN (Buch)
9783640751174
Dateigröße
749 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Self-defense, Robert F. Williams, Malcom X, Martin Luther King, KKK, Rassismus USA, Kuba, Bürgerrechte, Civil Rights, Freedom Riders, Black Panther Party
Arbeit zitieren
Maja Warnke (Autor:in), 2010, Robert F. Williams im kubanischen Exil, 1961-1969, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161113

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