Schließen mit kategorialen Syllogismen und Induktives Schließen

Logisches Denken


Hausarbeit, 2008
17 Seiten, Note: 2,0

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kategoriale Syllogismen
2.1 Begriffsklärung
2.2 Atmosphärentheorie
2.3 Konversionshypothese
2.4 Theorie der mentalen Modelle

3 Induktives Schließen
3.1 Begriffsklärung
3.2 Experimente und Befunde zum induktiven Schließen
3.3 Hypothesentesten und Problemraumtheorie

4 Zusammenfassung.

1 Einleitung

„Das ist doch logisch!“ Sätze wie diesen hört man ständig im Alltag. Doch die wenigsten meinen mit „logisch“ „die Logik als wissenschaftliches System betreffend“. Dennoch ist das logische Denken ein wichtiger Prozess und eine häufig geforderte Fähigkeit im täglichen Leben. Logisches Denken bezeichnet dabei in erster Linie das nach den Gesetzen der formalen Logik richtige Schlussfolgern. Der folgende Text befasst sich genau mit diesen Prozessen des logischen Schließens.

Zunächst soll auf das Schließsystem der kategorialen Syllogismen eingegangen werden. Hierbei sollen zuerst notwendige Begriffe und der Mechanismus erklärt werden, um danach auf Erklärungsansätze zu beim kategorialen Schließen begangenen Fehlern überzuleiten. Anschließend soll die mentale Modelltheorie als eine Modellierung der beim Schließen mit kategorialen Syllogismen ablaufenden kognitiven Prozesse vorgestellt werden.

Den zweiten Teil des Textes bildet das induktive Schließen. Auch hierbei soll eine Begriffsklärung am Anfang stehen. Befunde zum induktiven Schließen und der Zusammenhang mit der Problemraumtheorie bilden das Ende derAusführungen. Abschließend werden die wichtigen Erkenntnisse kurz zusammengefasst.

2 Kategoriale Syllogismen

Kategoriale Syllogismen bilden ein Teilgebiet der Deduktion, also dem Schließen vom Allgemeinen auf das Besondere. Sie sind als Teil der klassischen Logik entstanden und, da Menschen dieser Logik im Denken selten folgen, wenig alltagsrelevant. Dennoch werden auch anhand kategorialer Syllogismen logische Denkprozesse beim Menschen erforscht. Im Folgenden wird deshalb ein theoretischer Überblick über das Schließen mit kategorialen Syllogismen gegeben.

2.1 Begriffsklärung

Ursprung:

Das Wort Syllogismus stammt vom altgriechischen „syllogismos“ (ouA-Aoyiopôç), was so viel wie „Zusammenrechnen“ oder „logischer Schluss“ bedeutet. Dabei bezeichnet Syllogismus eine ganze Familie von Arten logischerArgumente.

In der im vierten Jahrhundert vor Christi Geburt verfassten Schrift „Analytica Priora“ entwickelte der griechische Philosoph Aristoteles seine „reifere Logik“ (Artikel Analytica Priora), die Syllogistik.

Syllogismen haben immer die gleiche Struktur, sie bestehen aus zwei Prämissen und einer Konklusion.

Bestandteile:

Wie schon erwähnt, bestehen Syllogismen aus zwei Prämissen oder Voraussetzungen (P1 und P2), die man entsprechend ihrer Position im Schema als Obersatz und Untersatz bezeichnet, sowie einem logischen Schluss, der Konklusion (K). Kategoriale Syllogismen enthalten zusätzlich noch Quantoren, auf die aber später noch näher eingegangen wird. Außerdem kann man noch das syllogistische Subjekt und das syllogistische Objekt unterscheiden. Das syllogistische Subjekt ist derjenige Begriff der Prämisse beziehungsweise Konklusion, der dem syllogistischen Subjekt „in bestimmter Weise zu­oder abgesprochen wird“ (Artikel Syllogismus).

Beispiel für einen kategorialen Syllogismus:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quantoren:

Es gibt vier unterschiedliche Quantoren, die sich nach zwei Dimensionen unterscheiden lassen. Die beiden Dimensionen sind „partikulär vs. universell“ und „bejahend vs. verneinend“. Der universell bejahende Quantor ist „alle“, während sein Gegenstück „kein“ universell verneint. Mit dem Quantor „einige“ bejaht man teilweise, wohingegen „einige nicht“ partikulär verneint.

Terme:

Weiterhin werden die Begriffe „Räder“ (A), „Fahrzeuge“ (B) und „Auto“ (C) als Terme bezeichnet. A und C bilden hierbei die Randterme, da sie nur in einer der Prämissen enthalten sind, B wird entsprechend als Mittelterm bezeichnet und kommt in beiden Prämissen vor.

Beziehungen zwischen zwei Kategorien:

Zunächst einmal soll nun anhand einer Grafik veranschaulicht werden, welche Zusammenhänge zwischen zwei Kategorien A und B bestehen können, d. h. logisch möglich sind:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: logisch mögliche Beziehungen zwischen 2 Kategorien A und B (nach Spada, 1992, S. 227)

Wie in Abbildung 1 deutlich wird, gibt es fünf verschiedene Möglichkeiten. Zum einen können A und B wie in (1) dargestellt identische Mengen bezeichnen oder aber disjunkt (5) sein. Außerdem können sie teilweise überlappen (4) oder eine der beiden Mengen kann Teilmenge der anderen Menge sein ((2) und (3)).

Je nach enthaltenen Quantoren lässt eine Prämisse eine unterschiedliche Anzahl dieser möglichen Beziehungen zu. Dies soll nachfolgend in Abbildung 2 veranschaulicht werden.

17 von 17 Seiten

Details

Titel
Schließen mit kategorialen Syllogismen und Induktives Schließen
Untertitel
Logisches Denken
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Psychologie)
Veranstaltung
Seminar Denken und Problemlösen
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
17
Katalognummer
V161666
ISBN (Buch)
9783640752300
Dateigröße
486 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Logik, Kateoriale Syllogismen, Kategorische Syllogismen, Denken
Arbeit zitieren
Timo Kortsch (Autor), 2008, Schließen mit kategorialen Syllogismen und Induktives Schließen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161666

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