Erfolgsfaktoren vor Virtual Communities


Hausarbeit (Hauptseminar), 2003
16 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellen und Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung: Was macht eine virtuelle Gemeinschaft erfolgreich?
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit

2 Die Ordinate: Quantitativer Erfolg
2.1 Quantitative Erfolgskennzahlen nach Cothrel
2.2 Die Ordinate des VC-Portfolios
2.3 Ausgewählte „Common Measures“ als Determinanten der Ordinate

3 Die Abszisse: Realitätsbezug
3.1 Realitätsbezug als Erfolgskennzahl
3.2 Expertenentscheidung zur Festlegung des „Realitätsbezugs“

4 Die „Virtual Community“-Portfolio
4.1 Das Portfolio als “Realitätsbezug – Quantitativer Erfolg” –Matrix
4.2 Die vier Felder des Portfolios
4.3 Einordnung einiger ausgewählter virtuelle Gemeinschaften in das Portfolio

5 Fazit
5.1 Überprüfung der These und der Schlussfolgerungen
5.2 Anregungen zur Weiterentwicklung

Literaturverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: “Common Measures” nach Cothrel (2000,18)

Tabelle 2: Bewertungssystem

Tabelle 3: Communities in der Stichprobe

Tabelle 4: Berechnung quantitativer Erfolg – „amica.de“

Tabelle 5: Berechnung quantitativer Erfolg – „Antenne Bayern“

Tabelle 6: Berechnung quantitativer Erfolg – „jetzt.de“

Tabelle 7: Berechnung quantitativer Erfolg – „Fun Surfen“

Tabelle 8: Relativer Erfolg der virtuellen Gemeinschaften

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Y-Achse – Relativer quantitativer Erfolg

Abbildung 2: Die Y-Achse – Realitätsbezug

Abbildung 3: Realitätsbezug- Quantitativer Erfolg - Matrix

Abbildung 4: Matrix mit positionierten virtuellen Gemeinschaften

1 Einleitung: Was macht eine virtuelle Gemeinschaft erfolgreich?

1.1 Problemstellung

Durch die zunehmende Vernetzung unseres täglichen Lebens haben auch virtuelle Gemeinschaften[1] als Raum zur Information, Kommunikation und Transaktion an Bedeutung gewonnen. Definiert sind „Virtual Communities“ als Menge von Individuen, die durch ein gemeinsames Interesse, ein gemeinsames Problem oder eine gemeinsame Aufgabe verbunden sind und für die jegliche Interaktion unabhängig von Zeit und ihrem tatsächlichen physischen Aufenthaltsort ist. (Leimeister/ Klein/ Krcmar 2002, 1)

Interessant ist nun die Ermittlung von Merkmalen von Online-Communties, die auf den Erfolg oder Misserfolg des Projekts schließen lassen. In der Literatur finden sich unterschiedliche Erfolgsfaktoren von Virtual Communities. Diese werden von Cothrel (2000, 18 f.) in drei verschiedene Kategorien aufgeteilt:

- Betriebswirtschaftliche Kennzahlen zur direkten Messung des ROI der Gemeinschaft
- Aktivitätskennzahlen zur Beschreibung des aktuellen Zustands der Gemeinschaft
- „Themen“- Kennzahlen, die den Informationsgehalt der Inhalt der Gemeinschaft aufzeigen

Meist fehlt jedoch eine empirische Absicherung der aufgestellten Faktoren. (Leimeister/ Sidiras/ Krcmar 2003, 2)

In dieser Arbeit soll nun der bisher meist unbeachtete Erfolgsfaktor „Realitätsbezug“ überprüft werden. Unterstellt wird folgende Abhängigkeit:

Eine virtuelle Gemeinschaft ist umso erfolgreicher,

je stärker der „Realitätsbezug“ der Gemeinschaft ist.

Zur Überprüfung wird ein Portfolio entwickelt, das den Erfolgsfaktor „Realitätsbezug“ zu einigen quantitativen Erfolgsfaktoren aus der einschlägigen Literatur in Beziehung setzt.

Die Portfoliotechnik bietet die Möglichkeit einen komplexen Sachverhalt in Form einer zwei-dimensionalen Matrix vereinfacht darzustellen. Auf der Abszisse wird der „Realitätsbezug“ abgetragen, auf der Ordinate die aggregierten, quantitativen Erfolgskennzahlen. Auf beiden Achsen werden die Ausprägungen „Niedrig“ und „Hoch“ unterschieden.

Durch die Einordnung einiger Communities in die Matrix soll die aufgestellte These gestützt werden. Erwartet wird, dass virtuelle Gemeinschaften mit hohem Realitätsbezug auch im oberen Bereich der quantitativen Kennzahlen liegen, bzw. Gemeinschaften mit niedrigem Realitätsbezug nur mäßigen quantitativen Erfolg aufweisen.

1.2 Aufbau der Arbeit

Im folgenden Kapitel wird kurz auf die grundlegenden Ideen hinter der Operationalisierung und Skalierung der Ordinate eingegangen werden. Dafür werden einige quantitative Kennzahlen aus der Literatur in ein Gewichtungssystem integriert.

Die Abszisse wird im dritten Kapitel näher spezifiziert. Da eine quantitative Messung der Kennzahl „Realitätsbezug“ schwierig ist, werden dabei einige Anhaltspunkte für eine Expertenentscheidung dargestellt.

Aus den beiden Achsen wird in Kapitel 4 die Matrix abgeleitet und die darauf aufbauenden Schlussfolgerungen erarbeitet. In Form einer kleinen, empirischen Teilerhebung werden dann einige ausgewählte Communities in der Matrix positioniert.

Im Fazit wird die in der Einleitung aufgestellte These überprüft und der Ansatz kritisch gewürdigt.

2 Die Ordinate: Quantitativer Erfolg

2.1 Quantitative Erfolgskennzahlen nach Cothrel

Virtuelle Gemeinschaften unterliegen dem Gesetz der kritische Masse für einen erfolgreichen Betrieb, d.h. es ist eine gewissen Anzahl von Mitgliedern bzw. Besuchern nötig, um eine Gruppendynamik in Gang zu setzen. (Fähnrich 2001, 18) Diese Mitglieder müssen natürlich einen gewissen Grad an Aktivität aufweisen, um diese Dynamik zu starten.

Die Analysten von Forrester Research (1999) haben zwar schon 1999 darauf hingewiesen, dass die Nutzung von rein quantitativen Erfolgskennzahlen nicht ausreichend ist: „Using hits and page views to judge a site's success is like evaluating a musical performance by its volume“ (Forrester Research 1999). In Anbetracht des Gesetzes der kritischen Masse macht es allerdings durchaus Sinn, rein quantitative Kennzahlen zur groben Erfolgsmessung heranzuziehen. Panten/ Paul/ Runte (2001, 10) sehen gerade in der Frühphase einer virtuellen Gemeinschaft die nicht-monetären, quantitativen Erfolgskennzahlen als wichtigen Indikator an. In der Literatur werden unterschiedlichste Messgrößen vorgestellt, Cothrel (2000, 18) fasst die wichtigsten in den sogenannten „Common Measures“ zusammen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: “Common Measures” nach Cothrel (2000,18)

Wie schon in der Einleitung erwähnt, ordnet Cothrel (2000, 19) die Kennzahlen drei verschiedenen Kategorien zu. Sieht man sich die „Common Measures“ an, stellt man fest, dass letztendlich alle in die Kategorie der Aktivitätskennzahlen fallen. Diese beschreiben den aktuellen Zustands der Gemeinschaft – Cothrel (2000, 19) nennt das „Health“, also „Gesundheit“. Es erscheint realistisch, dass nur eine „gesunde“ Gemeinschaft, also eine Community die eine hohe Aktivität aufweißt, erfolgreich sein kann. Da die Mitglieder einer virtuellen Gemeinschaft durch Aktivität, z.B. durch das verfassen von Diskussionsbeiträgen oder durchführen von Transaktionen, Werte schaffen.

2.2 Die Ordinate des VC-Portfolios

Relativer quantitativer Erfolg soll auf der Ordinate der Matrix gemessen werden. Relativ in dem Sinn, dass jede untersuchte Community zur quantitativ stärksten virtuelle Gemeinschaft aus der untersuchten Stichprobe in Beziehung gesetzt wird und zwar in der Form:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Y-Achse – Relativer quantitativer Erfolg

[...]


[1] In dieser Arbeit werden die Begriffe „Community“, „Virtual Community“, „Online Community“ und „Virtuelle Gemeinschaft“ synonym verwendet.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Erfolgsfaktoren vor Virtual Communities
Hochschule
Universität Hohenheim  (Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik)
Veranstaltung
Problemstellung der Wirtschaftsinformatik
Note
1,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
16
Katalognummer
V16429
ISBN (eBook)
9783638212885
Dateigröße
558 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand.
Schlagworte
Erfolgsfaktoren, Virtual, Communities, Problemstellung, Wirtschaftsinformatik
Arbeit zitieren
Simon Loebel (Autor), 2003, Erfolgsfaktoren vor Virtual Communities, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16429

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