Die Unternehmensfinanzierung – ein Auszug möglicher Formen unter Einbeziehung eines Planspiels


Projektarbeit, 2010
19 Seiten, Note: 1,0
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Formelverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff „Finanzierung“ und die Abgrenzung der Formen
2.1. Innenfinanzierung
2.2. Außenfinanzierung

3. Die Entwicklung des Eigen- und Fremdkapitals von U3 und U2
3.1. Entwicklung des Eigenkapitals
3.2. Entwicklung des Fremdkapitals

4. Der Zusammenhang von Zinsaufwendungen und Erfolg

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Kapitalmarkttheorie

Abbildung 2: Entwicklung des Eigenkapitals von U3 und U2

Abbildung 3: Entwicklung der Eigenkapitalquote von U3 und U2

Abbildung 4: Entwicklung des Fremdkapitals von U3 und U2

Abbildung 5: Entwicklung der Fremdkapitalquote von U3 und U2

Abbildung 6: Zusammenhang von Zinsaufwendung und Erfolg für U3

Abbildung 7: Zusammenhang von Zinsaufwendung und Erfolg für U2

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: TOPSIM - Business Development, Teilnehmerhandbuch Teil II

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formelverzeichnis

Formel 1: Berechnung der Eigenkapitalquote

Formel 2: Berechnung der Fremdkapitalquote

1. Einleitung

Unternehmen stehen heute eine Vielzahl von Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Wahl der am besten für das Unternehmen geeigneten Finanzierungsform ist für viele Unternehmen auch im Jahr 2010 ein zentrales Problem. Die vorliegende Arbeit bezweckt die Beantwortung folgender Frage:

Was ist Unternehmensfinanzierung und welche verschiedenen Formen exis- tieren hierzu? Das Ziel dieser Arbeit besteht einerseits aus einer auszugs- weisen Übersicht über die heute gängigsten Finanzierungsmöglichkeiten von Unternehmen und andererseits in der Miteinbeziehung eines Planspiels, um daran die Entwicklung des Eigen- und Fremdkapitals, des eigenen Unter- nehmens (U3) wie auch der des stärksten Konkurrenten (U2), zu verglei- chen. Ferner wird dabei, für beide Unternehmen, auch ein möglicher Zu- sammenhang von Zinsaufwendungen und Erfolg untersucht. Das Planspiel fand im Rahmen des Moduls BWL09 vom 28.09. bis 04.11.2010 statt. Darin spielten fünf Unternehmen aus der Fitnessbranche, bestehend aus jeweils fünf Teilnehmer(innen), in einem Zeitraum von acht Spielperioden, online gegeneinander. Wobei die letzten drei Spielrunden am 04.11.2010 in der AKAD Privat-Hochschule Stuttgart stattfanden. Im Rahmen des Planspiels bestand, aufgrund der technischen Gegebenheiten des Spiels, nur die Mög- lichkeit der Kredit- oder Beteiligungsfinanzierung. Letztere auch dann nur, wenn das eigene Unternehmen insolvent gegangen ist. Ein Bezug zu anderen Finanzierungsformen wird deshalb nicht vorgenommen. Diese Assignment besitzt nicht den Anspruch, alle derzeit existierenden Formen der Unternehmensfinanzierung aufzuführen oder gar zu erläutern. Zu Beginn wird zunächst der Begriff der Finanzierung erläutert, sowie ein auszugs- weiser Überblick über die verschiedenen Formen der Unternehmensfinan- zierung dargestellt, um daran anschließend die Entwicklung des Eigen- und Fremdkapitals von U3 und U2 vorzustellen, respektive mittels Quoten zu ver- gleichen. Im weiteren Verlauf wird ein möglicher Zusammenhang von Zinsaufwendungen und Erfolg für beide Unternehmen untersucht. Die Arbeit endet mit einem abschließenden Fazit.

2. Der Begriff „Finanzierung“ und die Abgrenzung der Formen

Die Eigenmittel von Unternehmen und deren Gesellschafter sind beschränkt und reichen in den seltensten Fällen aus, um die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens, zumindest dessen Wachstum, vollständig zu finanzieren. Diese Finanzierungslücken sind daher von außen durch Dritte zu schließen, um den Wertschöpfungsprozess überhaupt in Gang zu bringen respektive ihn aufrechterhalten zu können. Der Vorgang der Bereitstellung und Be- schaffung von Kapital jeglicher Art wird als Finanzierung bezeichnet. Hin- sichtlich der Finanzierung eines Unternehmens kann nach der Kapitalher- kunft in Innen- und Außenfinanzierung sowie nach der Rechtsstellung der Kapitalgeber in Eigen- und Fremdfinanzierung unterschieden werden.1 Diese Begriffe sind streng voneinander zu trennen. Allein durch die Rechtsstellung der Kapitalgeber wird keine Aussage über die Herkunft des Kapitals getroffen und umgekehrt. Deshalb werden im Folgenden die Instrumente der Unter- nehmensfinanzierung erläutert und ein auszugsweiser Überblick über die gängigsten Ausprägungen erstellt.

2.1. Innenfinanzierung

Als Innenfinanzierung wird die Umschichtung oder Mehrung finanzieller Mittel innerhalb des Betriebs- und Umsatzprozesses bezeichnet, die dann für neue Investitionen zur Verfügung stehen. Dabei werden dem Unter- nehmen keine Mittel von außen zugeführt, unabhängig davon, ob es sich um Eigen- oder Fremdkapital handelt, sondern von innen gebildet. Das bisher gebundene Kapital wird innerhalb des Unternehmens zur mögli- chen Finanzierung von Investitionen umgewandelt. Voraussetzung für eine Innenfinanzierung ist jedoch eine entsprechende Ertragskraft des Unternehmens. Eine Innenfinanzierung liegt vor, wenn Überschüsse aus Finanzmitteln erzielt werden, z. B. wenn die Einzahlungen aus Umsätzen größer sind als die auszahlungswirksamen Aufwendungen2. Im Wesentli- chen sind folgende Formen zu unterscheiden:

Die Finanzierung aus dem Umsatzprozess:

- Einbehaltung von Gewinnen (Selbstfinanzierung)

Die Selbstfinanzierung ist eine Form der Innenfinanzierung, bei der finanzielle Mittel durch den Umsatzprozess beschafft werden. Die Selbstfinanzierung erfolgt durch die Zurückbehaltung von Gewinnen im Unternehmen; ihre Höhe wird durch die positive Differenz zwischen dem Gewinn nach Steuern und der Ausschüttung bestimmt. Die Selbstfinanzierung unterteilt sich in offene und stille Selbstfinanzie- rung. Bei der offenen Selbstfinanzierung sind die Gewinne in der Bilanz und der Gewinn-und-Verlustrechnung offen ersichtlich, wie z. B. der Rücklagenausweis in der Bilanz gem. § 150 GmbHG für die Kapitalgesellschaft der GmbH. Unter stiller Selbstfinanzierung ist die Bildung stiller und versteckter Reserven zu verstehen wie z. B. die Unterbewertung von Aktiva oder die Überbewertung von Passiva.3

- Finanzierung aus Abschreibungen

Verbrauchsbedingte Abschreibungen sind eine weitere Möglichkeit, Erweiterungsinvestitionen zu finanzieren. Der Finanzierungseffekt aus Abschreibungen wird in der Literatur häufig als Marx-Engels- oder Lohmann-Ruchti-Effekt bezeichnet4. Grundgedanke dieses Effektes ist, dass Anlagevermögensgegenstände sich selbst finanzieren, wenn die ihnen jeweils zugeordnete Abschreibung vom Markt über die Ver- kaufspreise zurückgeholt werden kann. Dieser Effekt besteht zudem aus einem Kapitalfreisetzungs- und einem Kapitalausweitungseffekt.5 Finanzierung aus Rückstellungen

Ein Unternehmen kann z. B. die Altersvorsorge seiner Mitarbeiter unterstützen, wenn es Pensionsrückstellungen bildet. Das bedeutet, dass einem Mitarbeiter bei Erreichen einer bestimmten Altersgrenze eine Altersrente gezahlt wird, wenn dieser das Unternehmen als Pensionär verlässt. Im Zeitpunkt der Zusage sowie in allen Folgejahren ist in der Bilanz eine Pensionsrückstellung zu bilden bzw. sukzessiv auf- zubauen. Dadurch werden bilanzielle Rückstellungen gebildet, die dem Unternehmen langfristig für Finanzierungzwecke zur Verfügung stehen.6

Finanzierung aus Vermögensumschichtung

- Finanzierung aus freigesetzten Mitteln durch Vermögensverkauf

Bei der Finanzierung aus freigesetzten Mitteln wird das bereits vor- handene Kapital des Unternehmens, welches zum Beispiel in einem Investitionsobjekt gebunden ist, durch den Verkauf des Vermögens- gegenstandes freigesetzt, um dann anderweitig wieder eingesetzt zu werden.7

- Reduzierung der Kapitalbindung

Diese Form zielt darauf ab, die Höhe bzw. Fristigkeit des gebundenen Kapitals zu reduzieren, um dadurch Finanzmittel freizusetzen. Dies kann beispielweise durch die Reduzierung offener Forderungen oder durch den Abbau von Vorräten erfolgen.8

2.2. Außenfinanzierung

Die Außenfinanzierung bezeichnet einen Mittelzufluss nicht aus dem be- trieblichen Leistungs- und Umsatzprozess heraus, sondern aus Quellen, die außerhalb des Unternehmens, im Rahmen von gesonderten Finanz- transaktionen, liegen. Sie lässt sich auch als Marktfinanzierung bezeich- nen. Wird der gegenwärtige Zustand der Bilanzstrukturen von Unter- nehmen untersucht, so lassen diese darauf schließen, dass der Bank- kredit nach wie vor die am häufigsten verwendete Form der Außen- finanzierung ist.9 Im Bereich der Außenfinanzierung existiert heute eine Vielzahl von Möglichkeiten. Im Folgenden werden drei Instrumente der Außenfinanzierung erläutert:

- Die Eigenfinanzierung

Wird einem Unternehmen durch den Eigentümer (Einzelunternehmer), durch die Miteigentümer (Gesellschafter von Personengesellschaften) oder durch die Anteilseigner (z. B. Aktionäre) Eigenkapital von außen zugeführt, so handelt es sich um eine Eigenfinanzierung in Form der Einlagen- bzw. Beteiligungsfinanzierung. Eine Zuführung kann bei- spielsweise aus dem privaten Bereich (z. B. Haushalt) oder aus dem Betriebsvermögen einer anderen Kapitalgesellschaft erfolgen. Die Anteilseigner der Kapitalgesellschaft werden im Gegensatz zu den Gesellschaftern der Personengesellschaft nicht Miteigentümer des Unternehmens. Eigentümer ist allein die juristische Person. Sie allein haftet mit ihrem Betriebsvermögen für die Verbindlichkeiten der Ge- sellschaft. Die Anteilseigner werden aufgrund des von ihnen über- nommenen Risikos des Verlustes oder der Ertraglosigkeit ihrer Anteile als „wirtschaftliche Eigentümer des Gesellschaft“ bezeichnet.10

- Die Mezzanine-Finanzierung

Der Begriff Mezzanine (italienisch: mezzanino) stammt ursprünglich aus der Architektur und bezeichnet ein Zwischengeschoss zwischen zwei Hauptgeschossen. Auf die Bilanz eines Unternehmens übertragen, nimmt Mezzanine-Kapital aus „architektonischer“ Sicht eine Position ein, die sich zwischen Eigen- und Fremdkapital befindet. Mezzanine-Kapital ist ein Oberbegriff für eine Reihe hybrider Finanzierungsinstrumente (= von zweierlei Herkunft), die zwischen Eigen- und Fremdkapital einzuordnen sind. Dabei wird zwischen einem eher eigenkapitalnahen, dem Equity Mezzanine - wie z. B. Vorzugsaktien oder atypische stille Beteiligungen -, oder einem eher fremdkapitalnahen Debt Mezzanine - wie z. B. partiarische Darlehen oder Hochzinsanleihe - unterschieden.11

[...]


1 vgl. Werner/Kobabe (2005), S. 5 ff.

2 vgl. Werner/Kobabe (2005), S. 21 ff.

3 vgl. Wöhe/Bilstein/Ernst/Häcker (2009), S. 397 ff.

4 Erstmals wurde auf diese Effekt in einem Schriftwechsel zwischen Friedrich Engels und Karl Marx hingewiesen. Abdruck des Schriftwechsels in Bebel/Bernstein (1913), S. 394 ff. Ausführliche wissenschaftliche Aufarbeitung folge durch Ruchti (1942) und Lohmann (1949)

5 vgl. Pape (2008), S. 229 ff.

6 vgl. Kesten (2008), S. 37

7 vgl. Gräfer/Schiller/Rösner (2008), S. 187

8 vgl. Pape (2008), S. 240

9 vgl. Werner/Kobabe (2005), S. 29

10 vgl. Wöhe/Bilstein/Ernst/Häcker (2009), S. 49

11 vgl. Müller-Känel (2004), S. 13 ff.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Die Unternehmensfinanzierung – ein Auszug möglicher Formen unter Einbeziehung eines Planspiels
Hochschule
AKAD-Fachhochschule Pinneberg (ehem. Rendsburg)  (Stuttgart)
Note
1,0
Jahr
2010
Seiten
19
Katalognummer
V166461
ISBN (eBook)
9783640825523
ISBN (Buch)
9783640825813
Dateigröße
506 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
"Eine Überzeugende und sehr gute Arbeit"
Schlagworte
BWL09, Unternehmensfinanzierung, Planspiel, Finanzierung, AKAD
Arbeit zitieren
Anonym, 2010, Die Unternehmensfinanzierung – ein Auszug möglicher Formen unter Einbeziehung eines Planspiels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166461

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