Principles of Taxation of German Sole Proprietorships


Studienarbeit, 2010

23 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Executive Summary

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodik

2. Hauptteil
2.1 Rechtsform Einzelunternehmung
2.2 Besteuerung des Unternehmensertrags
2.2.1 Grundprinzipien der Besteuerung
2.2.2 Einkommenssteuer
2.2.3 Gewerbesteuer
2.2.4 Gesamtsteuerbelastung
2.3 Steuerminimierung durch Rechtsformwandlung

3. Schlussfolgerung

ITM Checkliste

Literaturverzeichnis

Executive Summary

This assignment is dealing with the topic Principles of taxation of German Sole Proprietorships.

In the first part of the paper a brief overview of the available legal forms in Germany was given. Furthermore the criteria for the choice of a legal form were briefly presented. Based on these criteria the Sole Proprietorship was analysed.

In a second step the basic principles of taxation of Sole Proprietorships were analyzed. It was identified that for taxation of sole proprietorships and partnerships the unit or transparency principle is used. The tax types income tax and company tax were analyzed. Considering these taxes the total tax burden for Sole Proprietorship was evaluated.

Finally the transformation of the legal form as a way of tax savings was analyzed. It was shown that the change of the legal form has an impact on the taxation of the company. To evaluate the impact a tax charge calculation needs to be performed. In addition, other factors affecting the conversion of the legal form need to be considered.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Vereinfachtes Schema der Einkommensermittlung

Abbildung 2: Ermittlung der gewerbesteuerlichen Bemessungsgrundlage

Abbildung 3: Gesamtbelastung bei voller Begünstigung nach § 34 EStG

Abbildung 4: Gesamtbelastung bei teilw. Begünstigung nach § 34 EStG

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Gesamtsteuerbelastung in Abhängigkeit vom Einkommensteuersatz

Tab. 2: Thesaurierungsbelastung in Abhängigkeit vom Hebesatz

1. Einleitung

Durch das deutsche Steuersystem wird eine Vielzahl von unterschiedlich strukturierten Steuerarten erhoben, wie z.B. direkte und indirekte Steuern, Personal- und Realsteuern, Ertrag-, Substanz- und Verkehrsteuern sowie Verbrauchssteuern. Durch die große Vielzahl an unterschiedlichen Steuern, die dasselbe Steuerobjekt mit Steuern belegen, kann es zu einer Kumulierung von Steuern kommen. Für die Steuerbelastung von Unternehmen ist besonders die Besteuerung des unternehmerischen Gewinns durch Ertragssteuern ausschlaggebend (Vgl. Kraft, Cornelia et al. (2009), S.3ff).

1.1 Problemstellung

Je nach der Rechtsform des Unternehmens wird der Gewinn des Unternehmens mit Einkommensteuer besteuert oder der Körperschaftsteuer unterworfen. Zusätzlich unterliegt der Unternehmergewinn der Gewerbesteuer vom Ertrag. Weiterhin wird auf alle Unternehmensgewinne ein Solidarzuschlag erhoben (Vgl. Kraft, Cornelia et al. (2009), S.5).

Die Besteuerung von Unternehmen ist ein äußerst komplexes Thema. Wie werden daher z.B. Einzelunternehmen besteuert?

1.2 Zielsetzung

Es ist das Ziel dieses Assignments die Grundprinzipien der Besteuerung von Einzelunternehmen zu untersuchen. Für die Untersuchung der Grundprinzipien sind folgende Fragen zu klären:

1. Was wird unter einem Einzelunternehmen verstanden?
2. Welchen Grundprinzipien folgt die Besteuerung von Einzelunternehmen?
3. Woraus setzt sich die Gesamtsteuerbelastung für Einzelunternehmen zusammen?
4. Wie können Einzelunternehmen die Steuerbelastung durch Rechtsformenwahl senken?

1.3 Methodik

Zur Beantwortung der vorstehenden Fragen wird ein Stufenverfahren verwendet. Zuerst wird definiert, was unter der Rechtsform des Einzelunternehmens verstanden wird.

Im zweiten Schritt werden die Grundprinzipien der Besteuerung für Einzelunternehmen analysiert und entsprechend die einzelnen Steuerarten betrachtet. Anschließend wir die Gesamtsteuerbelastung für Einzelunternehmen ermittelt.

In einem letzten Schritt wird die Steuerersparnis durch Umwandlung der Rechtsform für Einzelunternehmen betrachtet.

2. Hauptteil

2.1 Rechtsform Einzelunternehmung

Die Wahl der Rechtsform eines Unternehmens ist im Gründungsstadium erforderlich. Die Entscheidung für eine bestimmte Rechtsform ist aber nicht irreversibel und kann im Laufe der Existenz einer Unternehmung geändert werden. Für die Wahl der Rechtsform sind die nachfolgenden Kriterien zu betrachten (nach König, Rolf et al. (2009), S.5-6):

1. Rechtsgestaltende Kriterien (im Außenverhältnis: die Haftung der Kapitalgeber gegenüber den Gläubigern, die Befugnis der Vertretung der Unternehmung gegenüber Dritten; im Innenverhältnis: die Befugnis zur Führung der Geschäfte, die Verteilung des Gewinns und des Verlusts),
2. Unternehmensspezifische Kriterien (die Publizitätspflicht, Art und Umfang der Mitbestimmung),
3. Wirtschaftliche Kriterien (die Aufwendung der Rechtsform, die Finanzierungsmöglichkeit),
4. Steuerliche Kriterien (die Steuerbelastung).

Für privatwirtschaftliche Unternehmungen können nachfolgende Rechtsformen gewählt werden (nach König, Rolf et al. (2009), S.10):

1. Einzelunternehmungen,
2. Personengesellschaften (Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR), Offene Handelsgesellschaft (OHG), Partnergesellschaft (PartG), Kommanditgesellschaft (KG), Stille Gesellschaft (stG)),
3. Kapitalgesellschaften (Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), Aktiengesellschaft (AG), Europäische Aktiengesellschaft (SE), Kommanditgesellschaft auf Aktion (KGaA)),
4. Genossenschaften,
5. Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (VVaG),
6. Mischformen (GmbH & Co. KG, Doppelgesellschaft, GmbH & Still),
7. Sonderformen (Reederei, Stiftungen, Europäische Interessenvereinigung (EWIV)).

Die Wahlfreiheit der Rechtsform kann durch spezielle gesetzliche Regelungen beschränkt sein (z.B. VVaG nur für Versicherungsgesellschaften usw.).

Im Folgenden werden die unterschiedlichen Merkmalsausprägungen der vorgenannten Entscheidungskriterien für Einzelunternehmungen näher betrachtet (nachfolgender Text teilweise entnommen oder frei nach: König, Rolf et al. (2009), S.11-12 und Anon (2010)).

Die Entscheidungskompetenz und Verantwortung liegt bei Einzelunternehmen in der Hand des Inhabers. Rechtsgrundlagen für Einzelunternehmen bilden die allgemeinen Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) (§§ 1-104). Die Gründung eines Einzelunternehmens erfolgt formlos.

Eine Besonderheit des deutschen Handels- und Gesellschaftsrechts liegt darin, dass Einzelunternehmen und Personengesellschaften (BGR, OHG, KG) nicht "automatisch" Kaufleute im Sinne des HGB sind, sondern zwischen kaufmännischen und nichtkaufmännischen Unternehmen unterschieden wird. Bei nichtkaufmännischen Unternehmen finden grundsätzlich die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) im Geschäftsbetrieb Anwendung. Bei der Abgrenzung zwischen einem kaufmännischen und nichtkaufmännischen Unternehmen werden die Kriterien Umsatz, Zahl der Beschäftigten und das Betriebsvermögen herangezogen. Bei einer Umsatzhöhe ab ca. 400.000 € pro Jahr wird angenommen, dass der kleingewerbliche Rahmen überschritten ist und es sich um ein kaufmännisches Unternehmen handelt. Bei kaufmännischen Unternehmen ist eine Eintragung in das Handelsregister vorgeschrieben (§29 HGB). Unternehmen, die als nicht kaufmännisch eingestuft werden, können sich allerdings freiwillig ins Handelsregister eintragen lassen. Ein ins Handelsregister eingetragenes Einzelunternehmen führt im Firmennamen den Zusatz e.K. (eingetragener Kaufmann / eingetragene Kauffrau).

Der Unternehmer haftet bei einem Einzelunternehmen allein und uneingeschränkt mit seinem gesamten Geschäfts- und Privatvermögen. Zudem obliegt dem Einzelunternehmer die alleinige Vertretungs- und Geschäftsbefugnis, allerdings kann sie durch den Unternehmer delegiert werden (z.B. durch die Erteilung der Prokura und den damit verbundenen Übergang von Vollmachten an einen Angestellten).

Bei einem Einzelunternehmen steht der Gewinn allein dem Unternehmer zu. Verluste muss der Unternehmer ebenfalls allein tragen. Eine Publizitätspflicht besteht bei Einzelunternehmen nicht. Eine Mitbestimmung durch die Arbeitnehmer oder Angestellte des Unternehmens ist ausgeschlossen. Zur Anwendung kommen lediglich die Vorschriften des Betriebsverfassungsgesetzes 1972 und des Gesetzes über Sprecherausschüsse der leitenden Angestellten, sofern die Kriterien (5 ständige Arbeitnehmer bzw. min. 10 leitende Angestellte) erfüllt sind.

Bei Einzelunternehmungen fallen allgemein nur einmalige Aufwendung an (z.B. Eintragungen ins Handelsregister oder notarielle Beglaubigungen oder Beurkundungen (z.B. Grundstückskäufe, Gesellschaftsverträge)).

Bezüglich des Eigenkapitals besteht bei Einzelunternehmen keine Pflicht zu einer Mindestausstattung. Der Unternehmer kann seiner Unternehmung jederzeit Eigenkapital in beliebiger Höhe hinzufügen. Nach oben hin ist die Eigenkapitalzufuhr lediglich durch das Privatvermögen des Unternehmers begrenzt. Um die Eigenkapitalbasis weiter aufzustocken, kann der Einzelunternehmer einen stillen Gesellschafter aufnehmen oder Gewinne aus dem Betriebsvermögen im Unternehmen belassen. Mit der Aufnahme eines stillen Gesellschafters bildet sich eine stille Gesellschaft (§§ 230-236 HGB), welche eine reine Innengesellschaft darstellt (keine Außenvertretung, nur schuldrechtliche Beziehungen zwischen den Gesellschaftern, Einlage des stillen Gesellschafters gehört zur Haftungsmasse, darüber hinaus keine Beteiligung des stillen Gesellschafters).

Durch die unbeschränkte Haftung besteht für Gläubiger faktisch kein Unterschied zwischen Privatvermögen und Eigenkapital des Unternehmens. Damit ist die Aufnahme von Fremdkapital auf die Höhe des Privatvermögens begrenzt.

2.2 Besteuerung des Unternehmensertrags

2.2.1 Grundprinzipien der Besteuerung

Im deutschen Besteuerungssystem gibt es keine einheitliche Besteuerung der Erträge aus unternehmerischer Tätigkeit. Die Einkommens- und Körperschaftssteuer ist verknüpft mit dem Einkommen von natürlichen oder juristischen Personen. Zwar ist die Gewerbesteuer als Objektsteuer auf den Ertrag des Unternehmens ausgerichtet, jedoch nimmt die Gewerbesteuer Bezug auf den einkommen- oder körperschaftlichen Gewinn als Ausgangsgröße des Gewerbeertrages. Die steuerliche Belastung der Unternehmenserträge ist demzufolge abhängig von der gewählten Rechtsform, in welcher die Unternehmenstätigkeit ausgeübt wird (nach: Kraft, Cornelia et al. (2009), S.219).

Für die Besteuerung von Unternehmen werden daher die zwei nachfolgenden Prinzipien angewandt:

1. Einheits- oder Transparenzprinzip für Einzelunternehmen und Personengesellschaften.
2. Trennungsprinzip für Kapitalgesellschaften (Vgl.: Kraft, Cornelia et al. (2009), S.219).

Da in dem Assignment die Grundprinzipien der Besteuerung von Einzelunternehmen betrachtet werden, wird im Folgenden nur das Einheits- oder Transparenzprinzip näher erläutert (nachfolgender Text frei entnommen aus: Kraft, Cornelia et al. (2009), S.219).

Entsprechend diesem Prinzip, welches für die Einkommensbesteuerung von Einzelunternehmen gilt, bilden Unternehmen und Unternehmer eine rechtliche und wirtschaftliche Einheit. Demnach wird dem Unternehmer das durch die unternehmerische Tätigkeit erwirtschaftete Einkommen direkt zugerechnet und muss daher von diesem versteuert werden. Der Unternehmer selbst ist Besteuerungssubjekt. Für die Besteuerung wird das Unternehmen als „transparent“ behandelt, d.h. nur der Unternehmer wird der Besteuerung unterworfen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Principles of Taxation of German Sole Proprietorships
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, München früher Fachhochschule
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
23
Katalognummer
V168534
ISBN (eBook)
9783640855926
ISBN (Buch)
9783656438687
Dateigröße
808 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Investment, Controlling, Taxation, German, German Sole Proprietorships, Principles
Arbeit zitieren
Jürgen Schwießelmann (Autor), 2010, Principles of Taxation of German Sole Proprietorships, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168534

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