Lagerbestandoptimierung und Supply-Chain-Management durch die Implementierung von RFID-Technologie


Examensarbeit, 2010

67 Seiten, Note: 1,4


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfrage
1.3 Vorgehensweise
1.4 Vorstellung der Projektgruppe

2 Theoretischer Rahmen
2.1 RFID - Eine ‚Querschnittstechnologie’
2.1.1 Definition
2.1.2 Aufbau eines RFID-Systems
2.1.3 RFID-Erfassungseinheit
2.1.4 Transponder - aktiv und passiv
2.1.5 Internationale Standardisierung
2.1.6 Vor- & Nachteile
2.1.7 Anwendungsbereiche in der Praxis
2.1.7.1 Objektkennzeichnung
2.1.7.2 Zutrittskontrollen
2.1.7.3 Produktionslogistik
2.1.7.4 Diebstahlsicherung und Verlustmengenreduktion
2.1.7.5 Optimierung von Logistikketten
2.1.7.6 Instandhaltung und Reparatur
2.1.7.7 Schutz vor Fälschungen und Replikaten
2.2 Materialwirtschaft
2.2.1 Materialbeschaffung
2.2.2 Materiallagerung
2.2.3 Kennzahlen der Materialwirtschaft
2.2.4 Instrumente der Materialwirtschaft
2.2.5 Kosten der Materialwirtschaft
2.3 Supply-Chain-Management
2.3.1 Definition
2.3.2 Problemstellung
2.3.3 Umsetzung
2.3.4 Grenzen

3 Praktische Anwendung
3.1 Vorstellung des Unternehmens - Die Fiktion KG
3.2 Problemstellung
3.2.1 Anforderungen
3.2.2 Optimierungspotenziale
3.2.3 Ist-Situation / Kennzahlen der MW
3.3 Konzeption & Planung einer Implementierungslösung
3.3.1 1. Phase - Die Analyse
3.3.1.1 Herausarbeitung der momentan vorh. Problematik
3.3.1.2 Anforderungen der Firma Fiktion KG
3.3.2 2. Phase - Konzeption des Systems
3.3.2.1 Physische Objekte
3.3.2.2 Technologieauswahl
3.3.2.3 Umgebungseinflüsse
3.3.2.4 Störfrequenzen vor Ort
3.3.2.5 Harmonisierung mit dem praktischen Prozessablauf
3.3.2.6 Eigenschaften der Antennenkomponente
3.3.2.7 Datenübertragung zwischen Antenne und Erfassungseinheit
3.3.2.8 Stromversorgung
3.3.2.9 Netzwerk
3.3.3 3. Phase - Das implementierungsfähige System
3.3.3.1 Aktive oder passive Technik
3.3.3.2 Räumliche Begebenheiten / Auswahl der Hardware
3.3.3.3 Vorbereitung der Ablauforganisation
3.3.3.4 Qualitätssicherung beim physischen Warenausgang
3.4 Umsetzung in Form eines Pilotprojektes
3.4.1 Einführung des Piloten
3.4.1.1 Zielsetzung und Zeitplan
3.4.1.2 Auswahl der Systemkomponenten
3.4.1.3 Mitarbeiter informieren und trainieren
3.4.2 Projektcontrolling
3.4.2.1 Aufwandserfassung
3.4.2.2 Projektstatusbericht
3.4.2.3 Soll-Ist-Vergleich des Projektablaufs
3.4.2.4 Analyse etwaiger Abweichungen
3.4.2.5 Gegensteuerungsmaßnahmen
3.5 Analyse der Umsetzung
3.5.1 Neue Ist-Situation / Ergebnisherausarbeitung
3.5.2 Ergebnisbewertung
3.5.3 Weitere Anwendungsmöglichkeiten

4 Fazit

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Aufbau eines RFID-Systems

Abb. 2: Beispiel für eine stationäre und eine mobile RFID-Leseeinheit

Abb. 3: Passiver RFID-Transponder

Abb. 4: Der elektronische Produktcode

Abb. 5: Porter’s Five Forces

Abb. 6: Beispiel einer Lieferkette

Abb. 7: Innenansicht des Regalsystems in dem relevanten Lager der Fiktion KG

Abb. 8: Priorisierung der Optimierungskriterien auf Basis der Nutzwertanalyse

Abb. 9: Prozessdarstellung der Fiktion KG

Abb. 10: Logistikkette der Fiktion KG

Abb. 11: RFID-Gate

Abb. 12: Meilenstein-Trendanalyse

Abb. 13: Projektstatusbericht

Abb. 14: Darstellung des relativen Erfolgs eines Projektes

Tabellenverzeichnis

Nummer Titel Seite

Tab. 1: Nutzwertanalyse

Tab. 2: Dauer von Prozessen

Tab. 3: Investitionsgrößen für RFID-Systemimplementierung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Die Verschmelzung internationaler Finanzmärkte und Wirtschaftsräume zu einem allumfassenden globalen Markt im Rahmen der Globalisierung hat die Ausgangslage für viele Unternehmen erheblich beeinflusst. Während sich der Aktionsradius einer wirtschaftlichen Einheit noch vor wenigen Jahrzehnten auf regionale oder nationale Märkte begrenzte, so kann auch ein Kleinunternehmen heutzutage Kunden auf der ganzen Welt erreichen.

Diese Entwicklung führt für jedes Unternehmen zu der logischen Konsequenz, sich den neuen Marktbedingungen anzupassen, um dem wachsenden Wettbewerbsdruck standzuhalten. Hierfür kann es verschiedene Strategien geben. Die wohl am häufigsten gewählte Strategie ist jene der Kostenführerschaft respektive der Senkung der Kosten zur Erzielung größerer Gewinnmargen oder Senkung des Produktpreises.

Die Zielsetzung der Kostenreduzierung muss durch die innerbetriebliche Anpassung, also Optimierung der Prozesse stattfinden.

Ein Bestandslager eines Handels- oder Industrieunternehmens bietet unter dem Aspekt der Kosten, verursacht durch Flächenbedarf, Personalbedarf, Investitionen und nicht zuletzt die Kapitalbindungskosten der gelagerten Waren eine Vielzahl an Optimierungspotenzialen, die gerade auch durch den rasanten technischen Fortschritt beständig wachsen.

Im Hinblick auf die Anpassung der Lagerprozesse müssen von Unternehmen ebenfalls die einzelnen, vorund nachgelagerten Produktionsstufen, beachtet und in die Prozessoptimierung einbezogen werden, um sich die Konkurrenzfähigkeit zu erhalten.

Diese zur Notwendigkeit gewordene Beschäftigung von Unternehmen mit dem Thema der Lageroptimierung im Hinblick auf moderne Erkenntnisse und Technologien sowie unter Einbeziehung der gesamten Wertschöpfungskette ist der Anreiz zur Anfertigung dieser Ausarbeitung mit dem Titel:

„Lagerbestandoptimierung und Supply-Chain-Management durch die Implementierung von RFID-Technologie“

1.2 Forschungsfrage

Ziel der Arbeit ist es, die Radio-Frequenz-Identifikations-Technologie (nachfolgend: RFID) vorzustellen und die unterschiedlichen Ansätze abzugrenzen. Hierbei werden auch die Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis herausgearbeitet und die Umsetzbarkeit in Bezug auf die vorhandenen Parameter beurteilt.

Dabei ist die RFID-Technologie als solche nicht neu, sondern bereits seit vielen Jahren bewährt im Einsatz. Derzeit jedoch gehen die Marktanteile von RFID-Anwendungen stark nach oben und neue Weiterentwicklungen und daraus resultierende Möglichkeiten bringen diese Technik in aller Munde.

Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Vorteile der RIFD-Technologie gelegt, die sich aus der Einführung in ein Lagerkonzept ergeben können. Ziel der Arbeit soll es also vor allem sein, die Wirtschaftlichkeit der Technologie herauszuarbeiten und letztendlich eine Handlungsempfehlung herauszugeben, die eine Implementierung kritisch betrachtet und bewertet.

Die theoretische Erarbeitung erfolgt berufsbegleitend während der Semesterferien sowie der Vorlesungszeit des 5. Semesters im Sommer 2010.

Für die praktische Erarbeitung der Thematik kann auf die Unterstützung der Firma Fiktion KG1, zurückgegriffen werden. Das für die Machbarkeitsstudie erforderliche Zahlenmaterial sowie der theoretische Hintergrund werden zur Verfügung gestellt. Eine besondere Herausforderung stellt hier der Konflikt zwischen beruflichem Alltag und Terminen im Projektarbeitsunternehmen dar.

1.3 Vorgehensweise

Zunächst wird in dieser Ausarbeitung der theoretische Rahmen rund um das Thema RFID erarbeitet. Um später eine möglichst praktikable Umsetzungsmöglichkeit zu schaffen, ist auch die Vertiefung in den Bereichen Lager und Supply-Chain-Management erforderlich.

Anschließend wird die angeeignete Theorie beispielhaft an dem nominierten Unternehmen angewendet. Hierzu wird zunächst das Unternehmen in den relevanten Bereichen analysiert. Die gewonnen Informationen dienen zur Entscheidungsfindung über die theoretische Umsetzung einer RFIDImplementierung unter Berücksichtigung aller relevanten Aspekte.

Im Anschluss werden die möglichen Potentiale der Technologie sowohl in der Theorie als auch in der Praxis aufgezeigt und abschließend bewertet.

1.4 Vorstellung der Projektgruppe

Die Projektgruppe besteht aus 2 Studenten des berufsbegleitenden Studiengangs zum Betriebswirt für internationales Logistikmanagement an der deutschen Außenhandels- und Verkehrsakademie (DAV) in Bremen. Diese Projektarbeit stellt den praktischen Teil der Abschlussprüfung dar.

Der Arbeitskreis setzt sich wie folgt zusammen:

Moritz Bolte ist am 22. April 1985 in Bremen geboren und lebt seitdem im Ballungsraum der Hansestadt. Nach Erlangung des Abiturs im Frühjahr 2004 absolvierte er eine Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logitikdienstleistung im Verbund bei dem Großhandelsbetrieb J. & J. Janssen GmbH und der Spedition Carl Ungewitter Trinidad Lake Asphalt GmbH & Co. KG. Nach dem Bestehen der Handelskammerprüfung zum Kaufmannsgehilfen arbeitet er für seinen Ausbildungsbetrieb Carl Ungewitter im operativen Geschäft.

Tim Struckmann, geboren am 21. Mai 1981 in Bremen, absolvierte seine schulische Laufbahn in Delmenhorst. Nach Beendigung folgte das Grundstudium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bremen. Ab August 2005 absolvierte er eine verkürzte Ausbildung zum Außenhandelskaufmann bei der J.H. Tönnjes GmbH & Co. KG. Nach dem Bestehen im Juni 2007 folgte die Übernahme in ein Arbeitsverhältnis bei einem Exportunternehmen der Tönnjes Gruppe. Dort arbeitet er in den Bereichen International Sales sowie dem Marketing und ist Pressesprecher der Unternehmensgruppe.

2 Theoretischer Rahmen

2.1 RFID - Eine ‚Querschnittstechnologie‘

Die nachfolgenden Ausführungen und Erläuterungen zur RFID-Technologie bilden das technische Grundgerüst, die vorbereitenden Maßnahmen sowie die spätere, praktische Umsetzung und Implementierung der Technologie in die Praxis zu begreifen.

Zum optimalen Verständnis wird deshalb zuerst kurz auf die Entwicklung und die technische Funktionsweise der Drahtlostechnologie eingegangen, bevor später in zwei unterschiedliche Arten klassifiziert wird.

2.1.1 Definition

RFID steht als Akronym für „Radio Frequency Identification“ und ist eine automatische, drahtlose Funkidentifikationstechnologie, bei der Informationen, vorzugsweise Identcodes oder Seriennummern von Waren und Gütern auf einem Datenmedium - dem Transponder - gespeichert werden.2

Mit ihren Charakteristika zählt die RFID-Technologie gemeinsam mit den Bar- bzw. Strichcodesystemen, dem Biometrik-Verfahren, der Chipkartentechnik sowie dem System der Optical Character Recognition (OCR) zur Gruppe der Autoidentifikationslösungen, kurz Auto-ID genannt.3

Einsetzbar ist die Technologie grundsätzlich dort, wo automatisch gekennzeichnet, registriert, erkannt, gelagert und überwacht werden muss.

2.1.2 Aufbau eines RFID-Systems

Generell besteht ein RFID-System immer aus mehreren Komponenten, damit es reibungslos funktioniert. Immer erforderlich ist eine sogenannte Erfassungseinheit mit Antenne (Schreib- / Lesegerät), welche über eine standardisierte (passiver UHF-Bereich: ISO 18000-6; aktiver HF-Bereich: ISO 18000-3) Luftschnittstelle verfügt, die die Informationen berührungslos an die Umwelt abgibt.4

Zusätzlich ist über ein sogenanntes Backend auch immer ein Zugang zum jeweiligen IT- bzw. Warenwirtschaftssystem sowie zu angeschlossenen Datenbanken von Nöten, um die erfassten Informationen produktiv in eine gesamte Unternehmensinfrastruktur zu integrieren und die Leseeinheiten anzusteuern.5

Als variablen Informationsträger benötigt man letztlich stets mindestens einen RFID-Transponder mit Mikrochip und Antenne, auf dem man die gewünschten Informationen via der Schreib- / Leseeinheit ablegen und auslesen kann.6

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Aufbau eines RFID-Systems (Quelle: www.info-rfid.de)

2.1.3 RFID-Erfassungseinheit

Die RFID-Erfassungsgeräte zum Auslesen von digitalen Informationen bestehen immer aus einer Schreibbzw. Leseeinheit sowie einer Antenne. Hierbei sei erwähnt, dass die Antennen für aktive und passive Systeme unterschiedlicher Natur sind. Die Hardware ist demnach also nicht universell einsetzbar, sondern systemspezifisch zu verwenden.

Grundsätzlich erfolgt die Energieübertragung sowie die Kommunikation zwischen RFID-Transponder und Erfassungsgerät mittels eines eigens aufgebauten elektromagnetischen Energiefeldes.7 RFID- Erfassungsgeräte arbeiten ausschließlich in bestimmten Frequenzbereichen, die für die speziellen Anwendungen zugelassen wurden. Diese Frequenzbereiche sind global unterschiedlich und variieren von Land zu Land. Die Freigabe der zu verwendenden Frequenzen liegt in der Hand des European Telecommunications Standards Institute (ETSI). Spricht man von RFID-Erfassungsgeräten, so lassen sich diese in zwei Gruppen klassifizieren. Die mobilen Leseeinheiten sind sogenannte Handheld-Computer, die gerade in der Logistik sehr verbreitet zum Einsatz kommen, da sie nahezu überall von manueller Hand eingesetzt werden können und somit dem Anwender ein Höchstmaß an Flexibilität verleihen.8

Als Pendant zu den mobilen Lesegeräten agieren die stationär installierten Einheiten. Diese bieten den Vorteil einer höheren Reichweitenerlangung aufgrund einer bauartig bedingten größeren Antenne sowie einer externen Stromversorgung. Stationäre Antennen werden in der Praxis oft gekoppelt, um sogenannte RFID-Gates zu erstellen. Diese Anordnungen von mehreren Antennen werden mit einer speziellen Schnittstelle verbunden und können so mit einem einzelnen fest installierten RFID-Reader kommunizieren. Auf diese Weise können ganze Paletten in Logistik- und Lagersystemen bereits beim Durchfahren identifiziert werden und die Waren und Güter erkannt werden.9

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Beispiel für eine stationäre (links) und eine mobile (rechts) RFID-Leseeinheit (Quelle: www.deister.com; www.nordicid.de)

2.1.4 Transponder - aktiv und passiv

Ein Transponder besteht immer aus einem Mikrochip mit simplem Prozessor, einer Antenne bzw. Spule sowie einem permanentem Datenspeicher.10

Auf dem Datenspeicher befinden sich die einmalige Seriennummer des Mikrochips, welche als weltweit eindeutiges Identifizierungsmerkmal gesehen wird sowie etwaige ergänzende Informationen über das Produkt.11 Dies können bspw. die Artikelnummer, der Hersteller oder aber auch ein Liefertermin einer Ware sein.

Die Platzierung des Transponders kann in zwei Weisen geschehen. Entweder wird er an einem zu kennzeichnenden Objekt angebracht (an der Verpackung bzw. dem Produkt selbst) oder aber er wird direkt im Zuge des Produktionsprozesses in ein Produkt integriert (Eingießen in eine Kunststofftransportkiste).12

Betrachtet man die RFID-Transponder im Detail, so unterscheidet man hinsichtlich der Energieversorgung und Kommunikationstechnik in zwei verschiedene Gruppen: aktive und passive Transponder. Aktive Transponder bedienen sich der sogenannten HF-Technik (High-Frequency) und funken auf der Frequenz von 13,56 MHz. Sie verfügen über eine eigene Energiequelle (z.B. eine Batterie) und sind somit in der Lage, eine Information konstant über eine durchaus weitreichende Distanz zu senden. In der Praxis spricht man hier von Reichweiten an die 100 Meter.13

Die Nachteile dieser Transpondertechnologie liegen im hohen Preis, der durch die zusätzliche Energiequelle doch meist voluminöse Größe sowie der geringen Lebensdauer von etwa 3-4 Jahren (Erschöpfung der Energiequelle bedeutet gleichzeitig Beendigung der Lebensdauer).

Passive Transponder bedienen sich entgegen ihrer aktiven Pendants der UHF-Technik (Ultra-High- Frequency) und senden die angeforderten Informationen im Frequenzbereich von 860 - 930 MHz. Sie überzeugen durch die fehlende, eigene Energiequelle mit ihrem geringen Volumen, ihrem niedrigen Preis sowie ihrem verschwindend geringem Gewicht.14

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Passiver RFID-Transponder (www.info-rfid.de)

Elementarer Vorteil dieser Art der RFID-Informationsträger ist die nahezu unbegrenzte Lebensdauer. Entscheidender Nachteil dieser Technologie ist der, dass die erzielbaren Reichweiten weit unter denen der aktiven Technik liegen. Von 30 Zentimetern bis hin zu 3 Metern sind hier realistisch. Hinzu kommt, dass die Speicherkapazität deutlich unter dem Niveau der aktiven Transponder liegt und die UHF-Tags ihre Energie aus dem Funkfeld der elektromagnetischen Wellen der Erfassungseinheit beziehen. Man spricht deshalb in der Praxis auch vom ‚Aufweckmechanismus‘ bei passiven Transpondern. Der Chip wird kurzzeitig aktiviert, sendet die angeforderten Informationen über die Antenne an die Erfassungseinheit zurück und verfällt dann wieder in einen ‚elektrotechnischen Tiefschlaf‘.

Beide Arten von Transpondern lassen sich jedoch auch nach zusätzlichen Kriterien differenzieren. Neben ihren verschiedenen Konstruktionsformen, die sowohl labelartig, als auch als Chipkarte sowie als runder Hardtag zum Einnähen in Textilien sein können, spielen Speicherkapazität, die Lese- bzw. Schreibeigenschaften sowie die Sende- und Lesereichweiten eine elementare Rolle, denn auch innerhalb einer Technologie kommt es zu elementaren Leistungsunterschieden.

2.1.5 Internationale Standardisierung

Standardisierung ist ein wesentlicher Rahmenfaktor in der Wirtschaftswelt, um weltweit auch in Prozessen unterschiedlichster Natur ‚eine Sprache zu sprechen‘ und Technologien effizient einsetzen zu können.

Im Bereich der RFID-Technologie hat diese Aufgabe in Deutschland die GS1 Germany übernommen, eine normbildende Repräsentantin der globalen Organisation EPCglobal, welche für die Schaffung und Umsetzung von weltweit einheitlichen RFID Standards zuständig ist.15

Im UHF-Bereich verabschiedete man im Jahr 2004 bereits den aktuellen Standard EPCglobal UHF Generation 2 (kurz: GEN2). Dieser hat im passiven Bereich bis heute Bestand. Zusätzlich verwalten die EPCglobal Organisation bzw. ihre lokalen Repräsentanten weltweit die sogenannten einzigartigen Identifikationsziffernfolgen für Produkte, die man den Elektronischen Produkt Code (kurz: EPC-Code) nennt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Der elektronische Produktcode (Quelle: www.rfid-ready.de)

Logistische Losgrößen lassen sich mit Hilfe dieses Codes auf Palettenebene oder als Stückgut identifizieren. Der EPC-Code wird somit zum wesentlichen Element eines logistischen RFID-Systems, sofern das Datenmanagement zentral infrastrukturiert ist.

Im Falle eines vorhandenen dezentralen Datenmanagements müssen alle benötigten Informationen in vollem Umfang auf dem Chip abgelegt werden (Entstehung von autarken Systemen).

2.1.6 Vor- & Nachteile

Die RFID-Technologie ist demnach aufgrund ihrer Charakteristika in vielen Bereichen des Wirtschaftslebens einsetzbar. So überzeugt sie beispielsweise durch hohe Resistenz gegen nahezu alle Witterungsbedingungen und Lebensdauer der Transponder, die zusätzlich gerade im aktiven Bereich über eine enorm hohe Speicherkapazität verfügen. Zum Zweiten ist die Erfassung von mehreren Waren und Gütern in nur einem Ausleseprozess möglich. In der Praxis spricht man hier von der sogenannten Pulkerfassung. Die Identifizierung der Güter erfolgt ohne jegliche Berührung und Sichtkontakt und besticht durch eine äußerst niedrige Fehlerquote bei der Ablesung.

Mit der Integration der Funktechnologie in eine wirtschaftliche Infrastruktur können Prozesse weitgehend automatisiert werden, manuelle menschliche Einflüsse überwiegend minimiert und so das Fehlerpotential gesenkt werden. Zusätzlich stehen die Informationen in Echtzeit ohne Verzug zur Verfügung.

Neben diesen elementaren Vorteilen, die die Drahtlostechnologie bietet, gibt es allerdings auch einige Nachteile und Grenzen, welche die innovative digitale Identifikationslösung mit sich bringt. So weisen die passiven UHF-Transponder meist eine relativ geringe Reichweite im Verhältnis zu ihren aktiven Pendants auf.

Störelemente der reibungslosen Funktionalität können sowohl Wasser als auch metallische Gegenstände sein. Im schlimmsten Fall kommt die Technologie durch den Grad an Störeinflüssen zum temporären Erliegen.

Alle Funktechnologien weisen ein gewisses Gesundheitsrisiko auf, welches durch die verwendete elektromagnetische Strahlung entsteht. Leider ist der Einfluss der Strahlung noch nicht ausgiebig untersucht.

Im Vergleich zu anderen Autoidentifikationstechnologien, wie dem Bar- oder Strichcodesystem sind die anfänglichen Investitions- und späteren Stückkosten für Hardwareinfrastruktur und Transponder bei der RFID-Technologie im Allgemeinen noch sehr hoch. Das hält derzeit gerade mittelständische Unternehmer oft noch davon ab, in diese innovative Identifikationslösung zu investieren. Allerdings gewinnt die Drahtlostechnologie auch im mittelständischen Segment zunehmend an Popularität, denn im Zuge der Verkettung der Wertschöpfungsprozesse und internationalen Lieferanten-Kunden-Beziehungen wird es gerade in der Logistik, der Industrie und dem Handel immer wichtiger, den Informationsfluss zu optimieren. Prognosen belegen, dass die RFID-Technologie in den kommenden Jahren die Auto-ID-Lösung Nr. 1 werden und sich somit in verschiedensten Wirtschafts- und Öffentlichkeitsbereichen etablieren wird. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit wird sie deshalb in Fachkreisen auch als ‚Querschnittstechnologie‘ betitelt.

2.1.7 Anwendungsbereiche in der Praxis

RFID wird in der Praxis primär für die Identifizierung von Objekten eingesetzt. Dennoch finden sich Einsatzmöglichkeiten in nahezu allen Lebensbereichen und Wirtschaftsbranchen. Grund hierfür ist die Rechnerleistung in den Transpondern, die für wesentlich komplexere und weitreichendere Anwendungen genutzt werden kann. Diese lassen sich in folgende Kategorien klassifizieren:

2.1.7.1 Objektkennzeichnung

Der ‚klassische‘ Anwendungsfall der RFID Technologie liegt in der Kennzeichnung von Waren, Verpackungseinheiten, Behältern, Paletten oder sogar Containern.

Als ‚Objekte‘ kommen zur Kennzeichnung und Identifikation allerdings auch Nutz- bzw. Haustiere zum Einsatz. Dieses können sowohl Rinder und Schafe als auch Hunde oder Katzen sein. Bei der sogenannten Tieridentifikation werden die Transponder als Röhrchen unter die Haut injiziert oder als Ohrmarken angebracht. Für einige Nutztiere ist diese Art der Kennzeichnung innerhalb der Europäischen Union sogar bereits Pflicht.

Nicht nur in der Tierwelt, sondern auch zur Personenidentifikation wird die RFID-Technologie eingesetzt. Populärstes Beispiel hierfür ist wohl der deutsche Reisepass, der seit Ende des Jahres 2005 einen integrierten Transponder enthält, auf dem ebenfalls das Passfoto gespeichert ist.

Auch im medizinischen Bereich finden mittlerweile Pilotprojekte mit RFID statt. So wurden in zwei Krankenhäusern in den Vereinigten Staaten die Patienten mit Transpondern in Armbändern ausgestattet. In den Transpondern werden die gesamten Patientendaten abgelegt und sicher verwahrt. Grund für dieses Projekt waren die drastischen Todesfälle aufgrund falsch dosierter und verabreichter Medikation.

2.1.7.2 Zutrittskontrollen

Seit vielen Jahren bereits spielt RFID im Sportsektor eine elementare Rolle. So wird die Drahtlostechnologie sowohl als Zugangsberechtigung für Skilifte als auch für die genaue Zeitnahme bei Marathonläufen oder Leichtathletikwettkämpfen erfolgreich eingesetzt.

Während der Fußball Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland wurden sämtliche Tickets mit einem Transponder ausgestattet, um damit Zugang zu den Stadien zu erhalten. Ticketing in Kombination mit RFID ein wachsender Markt, um gegen unerlaubten Handel an zu wirken und den ‚Schwarzmarkt‘ in der Zukunft zu unterbinden.

Doch nicht nur im Bereich des Sports wird die Funktechnologie als Zutrittsmedium eingesetzt. Mittlerweile setzen auch Parkplatz- bzw. Parkhausbetreiber auf die Dienste von RFID. So werden Schrankensysteme auf die innovative Technologie umgerüstet und als Abrechnungssystem für Dauerparker verwendet.

Weitere Beispiele der Zutrittskontrolle via RFID finden sich in ‚Hotelschlüsseln‘ (entweder als realer Schlüssel oder aber als Zugangskarte oder Schlüsselanhänger) oder aber der Wegfahrsperre in Kraftfahrzeugen.

2.1.7.3 Produktionslogistik

Große Verbreitung hat die RFID Technologie mittlerweile auch in firmeninternen Prozessen bei der Steuerung und Überwachung der Schritte entlang der Wertschöpfungskette gefunden. So lässt sich Fehlerpotential per automatisiertem Prozessmanagement nahezu vollständig ausschließen.

2.1.7.4 Diebstahlsicherung und Verlustmengenreduktion

Knapp 40 Jahre ist es her, dass im Textileinzelhandel der Vorreiter der elektronischen Artikelsicherung als frühe Form von RFID eingeführt wurde. Die damaligen Transponder hatten einen Speicher von 1 Bit Größe. Weiterentwicklungen folgten und somit konnten gerade im Einzelhandel die Diebstähle durch Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden sowie die Betrugsfälle und sonstige Fehler stark eingedämmt werden.

Auch Bibliotheken setzen heutzutage auf RFID Technologie. So erhielten sowohl in der Bibliothek Wien als auch im Vatikan die literarischen Werke und die audio-visuellen Medien einen Transponder. Diese Einführung brachte vielerlei Vorteile. So wurden die Entleihprozesse effizienter, kostengünstiger und Reduktionen konnten durch lückenlose Nachverfolgbarkeit minimiert werden.

2.1.7.5 Optimierung von Logistikketten

Aufgrund der stets voranschreitenden Diversifizierung der Produktportfolios im Einzelhandel, können ein Teil der nachgefragten Produkte nicht termingerecht geliefert werden. Durch eine solche ‚Out-of-Stock‘- Situation verlieren die Unternehmer dann knapp 3 bis 4% ihres Umsatzes und implizieren ihren Kunden, sich an besser organisierte Wettbewerber zu wenden. Eine Verbesserung der Prozesse innerhalb der Logistikkette bringt hier meist Abhilfe.

So lassen sich Prozesse wie Lagerung, Kommissionierung, Beladung, Um- bzw. Entladung sowie das Tracking & Tracing von Packstücken durch den Einsatz von RFID stark optimieren. Man spart Zeit & Kosten und gestaltet die Vorgänge ebenfalls auch sicherer.

Voraussetzung hierfür ist eine weitgehende Standardisierung, damit die eingesetzten Transponder von allen Teilnehmern der Logistikkette verwendet und gelesen werden können.

Auch in der Entsorgung spielt RFID eine feste Rolle. So sind seit dem Jahr 2005 zahlreiche Branchen in der Europäischen Union dazu verpflichtet, das Recycling ihrer Produkte professionell und zu 100 Prozent rückverfolgbar zu organisieren. Aus diesem Grund wird auch hier zur eindeutigen Zuordnung zwischen Bauteil und Unternehmen die RFID Technologie verwendet.

2.1.7.6 Instandhaltung und Reparatur

Instandhaltungs- und Reparaturprozesse bei komplexen Anlagen erfordern meist auch spezialisierte Werkzeuge. In der Flugzeugbaubranche werden deshalb alle Werkzeuge eines Einsatzbereiches mit speziellen Transpondern ausgestattet. Der Werkzeugkasten als Sammelobjekt enthält eine RFID Leseeinheit und führt die Plausibilitätsprüfung durch, ob er korrekt und vollständig bestückt ist. Nach der Wartung kann so auch ausgeschlossen werden, dass noch vergessenes Werkzeug im Flugzeugkörper zurückbleibt. Das Flugzeug wird nach nicht bestandener Vollständigkeitskontrolle erst dann freigegeben, wenn das ‚verlorene‘ Werkzeug gefunden wurde.

2.1.7.7 Schutz vor Fälschungen und Replikaten

Der Handel mit gefälschten Produkten beläuft sich auf knapp 7% des gesamten Welthandelsvolumens. Dieses entspricht in etwa einem Warenwert von 500 Milliarden Euro im Jahr. Circa 30% aller Pharmazeutika in den Entwicklungsländern sind gefälscht. Neben den entstehenden Umsatzeinbußen der Originalhersteller spielen allerdings gerade auch Gefahren der Qualität bei Verwendung von minderwertigen Plagiaten eine wichtige Rolle. Dieses betrifft bei weitem nicht nur die pharmazeutische, sondern ebenfalls auch die Flugzeugbau- und Textilbranche.

Die Verantwortlichen haben sich deshalb dazu entschlossen, ihre Produkte und Waren mit RFID Transpondern auszustatten. Hierzu werden beispielsweise Textiletiketten in T-Shirts und Pullover eingenäht, um später mittels Leseeinheit und Verbindung zur zentralen Herstellerdatenbank, die Echtheit des vorliegenden Produktes überprüfen zu können. Eine hundertprozentige Rückverfolgbarkeit von der Produktion über den gesamten Handelsweg soll so gewährleistet werden.

2.2 Materialwirtschaft

Die Materialwirtschaft umfasst den gesamten Warenfluss eines Unternehmens, also die Beschaffung, Lagerung, Distribution und Entsorgung der Unternehmensprodukte.

2.2.1 Materialbeschaffung

Die Materialbeschaffung befasst sich mit dem Zufluss von Waren. Dieser Zufluss wird durch den Bedarf gesteuert. So benötigen zum Beispiel Industrieunternehmen Ressourcen zur Produktion ihrer Produkte, oder Handelsunternehmen Erzeugnisse zur Belieferung ihrer Kunden.

Wird der Bedarf eines Unternehmens durch ein Bestandslager bedient, so muss zunächst eine Bedarfsermittlung erfolgen, um die zur Deckung der Produktion bzw. des Handels nötigen Einkaufsmengen zu kennen. Diese Bedarfsermittlung kann sowohl stochastisch, also verbrauchsgesteuert und aufgrund von Erfahrungs- und Vergangenheitswerten, oder deterministisch, plangesteuert nach Stücklisten erfolgen.

Ist der Bedarf an Waren ermittelt und bekannt, müssen die Ergebnisse eine ökonomische Umsetzung zur Folge haben. Hierfür ist die Ausarbeitung einer Bestandsplanung durchzuführen. Die Bestandsplanung befasst sich gezielt mit den Lagergrößen des Mindest- und Höchstbestands sowie der optimalen Bestellmenge. Der Mindestbestand berücksichtigt neben einem selbstverständlichen Sicherheitsbestand die durchschnittliche Lieferdauer der Ressourcen sowie die Geschwindigkeit des Verbrauchs in Form von Produktions- bzw. Verkaufsmengen. Die optimale Bestellmenge ist die errechnete Losgröße, welche unter den Aspekten der Kapitalbindungs-, Lagerungs-, Bestell- und Produktkosten die geringsten Kosten verursacht.

Nach der Ermittlung des notwendigen Mindestbestandes sowie der optimalen Bestellmenge muss ein Bestellzeitpunkt festgelegt werden. Dies kann nach dem Meldebestandsverfahren, wobei die Bestellung durch einen bestimmten Ist-Bestand ausgelöst wird, oder durch einen Bestellrhythmus, also die zeitlich regelmäßig wiederkehrende Bestellung unabhängig von einer tatsächlichen Lagerbestandserfassung, erfolgen.

[...]


1 Der Firmenname wurde zur Veröffentlichung der Arbeit anonymisiert. Alle Zahlen und Beziehungen zu dem Unternehmen wurden verfälscht und sind rein fiktiv. Die Thematik der Arbeit wird hierdurch nicht beeinflusst

2 Vgl. Leitfaden - RFID - Eine Chance für kleine und mittlere Unternehmen, Seite 7

3 Vgl. IHK-Informationen: RFID im Handel, Seite 1

4 Vgl. Leitfaden - RFID - Eine Chance für kleine und mittlere Unternehmen, Seite 7

5 Vgl. Leitfaden - RFID - Eine Chance für kleine und mittlere Unternehmen, Seite 7

6 Vgl. Leitfaden - RFID - Eine Chance für kleine und mittlere Unternehmen, Seite 7

7 Vgl. IHK-Informationen: RFID im Handel, Seite 2

8 Vgl. IHK-Informationen: RFID im Handel, Seite 2

9 Vgl. IHK-Informationen: RFID im Handel, Seite 2

10 Vgl. IHK-Informationen: RFID im Handel, Seite 1

11 Vgl. IHK-Informationen: RFID im Handel, Seite 1

12 Vgl. IHK-Informationen: RFID im Handel, Seite 1

13 Vgl. Leitfaden - RFID - Eine Chance für kleine und mittlere Unternehmen, Seite 8

14 Vgl. Leitfaden - RFID - Eine Chance für kleine und mittlere Unternehmen, Seite 7

15 Vgl. IHK-Informationen: RFID im Handel, Seite 3

Ende der Leseprobe aus 67 Seiten

Details

Titel
Lagerbestandoptimierung und Supply-Chain-Management durch die Implementierung von RFID-Technologie
Hochschule
BVL Campus gGmbH
Note
1,4
Autoren
Jahr
2010
Seiten
67
Katalognummer
V169886
ISBN (eBook)
9783640883837
ISBN (Buch)
9783640883608
Dateigröße
1521 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
RFID, Supply-Chain-Management, Lagerbestand, Projektplan, Projektumsetzung, Materialwirtschaft, Pilotprojekt, Radio-Frequenz-Identifikation, Optimierung, Implementierung
Arbeit zitieren
Moritz Bolte (Autor)Tim Struckmann (Autor), 2010, Lagerbestandoptimierung und Supply-Chain-Management durch die Implementierung von RFID-Technologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169886

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