Bestrafung oder Befreiung Gregors und seiner Angehörigen in: Franz Kafka - Die Verwandlung


Facharbeit (Schule), 2011

17 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
a) Begründung für die Auswahl des Werkes
b) Begründung für die Schwerpunktsetzung und Zielsetzung
c) Methode des Vorgehens

2. Hauptteil
2.1 Inhaltsangabe
a) Einleitender Überblick
b) Informationen zum formellen Aufbau (= erzählte Zeit, Erzählperspektive, Sprache)
2.2 Zur Biografie Kafkas und den Entstehungsbedingungen um 1912
2.3 Befreiung oder Bestrafung von …
2.3.1 … Gregor Samsa
2.3.2 … Mutter
2.3.3 … Vater
2.3.4 … Schwester Grete Samsa

3. Schluss
a) Zusammenfassung der Ergebnisse
b) eigene Eindrücke und Bewertungen
c) Schlusswort

4. Literatur- und Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Begründung für die Auswahl des Werkes

Für „Die Verwandlung“ habe ich mich entschieden, da Kafka auf mich schon länger einen interessanten Eindruck machte, auch durch eine Klassenfahrt nach Prag, auf der ich einiges über ihn erfahren habe. Nachdem ich mich auf Kafka eingeschränkt habe, habe ich mich über ein paar Werke informiert, die in Frage kamen. Schließlich hat mir „Die Verwandlung“ am meisten zugesagt.

Begründung für die Schwerpunktsetzung und Zielsetzung

Nach einem ersten Überblick, den ich über das Werk hatte, erschien es mir am sinnvollsten, etwas über die Personen zu schreiben. Schon nach dem ersten Durchlesen wusste man trotz des relativ geringen Umfangs schon ziemlich viel über die einzelnen Familienmitglieder.

Methode des Vorgehens

Im Folgenden werde ich untersuchen, ob für die einzelnen Familienmitglieder der Familie Samsa durch die Verwandlung von Gregor eine Befreiung oder eine Bestrafung vorliegt. Zur Unterstützung habe ich verschiedene Quellen verwendet.

2. Hauptteil

2.1 Inhaltsangabe

Einleitender Überblick

Als Gregor Samsa eines Morgens erwacht, ist er zu einem Insekt geworden. Wegen seiner anfänglichen fehlenden Kontrolle über seinen neuen Körper, bleibt es zunächst im Bett liegen. Er macht sich Gedanken über seinen Job, den der eigentlich gar nicht machen möchte. Nur um seine Familie nicht im Stich zu lassen, denn er ist der Alleinverdiener des Haushalts, behält er die Anstellung und kündigt nicht. Da er unentschuldigt zu Hause geblieben ist, steht wenig später sein Vorgesetzter vor seinem Zimmer. Gregor konnte bisher nicht aufstehen. Mit dem Anreiz seine Stelle seiner Familie zu Liebe zu behalten, versucht er bestmöglich seinen Körper zu kontrollieren. Er schafft es auch schließlich, nachdem er aus dem Bett gefallen ist, zur Tür und öffnet diese mit viel Anstrengung. Nachdem sein Vorgesetzter ihn sieht, verlässt er sofort die Wohnung. Seine Familie ist ebenfalls überrascht. Sein Vater treibt ihn mit Gewalt zurück in sein Zimmer.

Gregor wollte seiner Schwester Grete, die ein gutes Verhältnis zueinander hatten, ein Studium bezahlen. Jetzt kümmert sie sich allerdings um ihn. Trotz des fehlenden Einkommens hat die Familie noch genügend Geld zum Leben, denn sie haben noch einige Ersparnisse. Gregor akzeptiert nach und nach seinen neuen Körper. Als seine Mutter und Grete sein Zimmer ausräumen wollen, damit er mehr Platz zum Kriechen hat, verteidigt er ein Bild, auf dem eine Dame in einem Pelz ist, indem er sich daraufsetzt. Seine Mutter hält den Vorgang jedoch für einen Angriff auf sie und fällt in Ohnmacht. Eine der Flaschen, die Grete schnell herbeiholte, fiel herunter und verletzte Gregor im Gesicht. Später warf sein Vater noch einen Apfel nach ihm, der ihm im Rücken stecken blieb.

Gregor leidet nachfolgend sehr unter den Verletzungen. Um weiter existieren zu können, muss jeder nun arbeiten gehen. Außerdem haben sie drei Untermieter aufgenommen. Gregor bekommt immer weniger Zuneigung von seiner Familie. An einem Tag blieb seine Zimmertür zum Wohnzimmer offen. Er krabbelte in das Wohnzimmer, wo Grete Violine spielte und der Rest der Familie samt Untermietern ihr zuhörte. Die Mieter entdeckten ihn jedoch und waren, da sie bisher nichts von ihm wussten, entsetzt und kündigten sofort ihr Zimmer. Seine Familie will Gregor nun nicht mehr im Haus haben. Grete äußert das als Erste. Gregor stirbt in der folgenden Nacht. Seine Überreste wurden von der Haushälterin einfach entsorgt. Seine Eltern und seine Schwester können das Leben nun wieder genießen. Sie wollen einen Neuanfang machen. Auch sehen die Eltern ihre Tochter nun als Erwachsene.

Informationen zum formellen Aufbau

Die Erzählung ist in drei Kapiteln verfasst, die ungefähr über den gleichen Umfang verfügen. Während jedoch das erste Kapitel von nur ungefähr von eineinhalb Stunden erzählt, handeln die beiden anderen Kapitel von zwei bzw. einem Monat.

In „Die Verwandlung“ wird die Geschichte zwar von einem auktorialen Erzähler berichtet, aber der erzählt immer nur in Gegenwart von Gregor Samsa, also der Hauptperson selber, erzählt. Demnach könnte es sich aufgrund der fehlenden Informationen zum Familienleben ohne Gregors Anwesenheit auch um einen personalen Erzähler handeln. Erst nach dem Tod Gregors wird nicht mehr in seiner Gegenwart gesprochen, sondern von dem Leben der Familie nach seinem Tod erzählt.

Die Sprache ist im kompletten Stück sehr nüchtern und einfach gehalten. Franz Kafka hat sich beim Schreiben der Sprache bedient, die er selber sprach, die deutsche, in Prag sehr einfache, Sprache. Kafka schrieb, wie er selber sagte, „kleine Literatur“. Er wollte durch die einfache deutsche Sprache, die in Prag nur Minderheiten sprachen, der Literatur der selbigen mehr Beachtung verleihen.[1] Außerdem gibt es in dem Werk einen „kritischen Moment“. Diese Besonderheit ist hier gegeben, da ein außergewöhnliches Ereignis, die Verwandlung, das Verhalten der ganzen Familie verändert.[2]

2.2 Zur Biografie Kafkas und den Entstehungsbedingungen um 1912

Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 in Prag als erstes Kind von Hermann und Julie Kafka geboren. Er besuchte von 1889 bis 1893 die deutsche Knabenschule und ging in den darauf folgenden Jahren auf ein deutsches Gymnasium in Prag. Er schloss sein Abitur in 1901 ab und studierte anschließend Chemie, Jura und Germanistik. Im Alter von 21 begann er an seinem ersten Werk zu schreiben. Zwei Jahre später promovierte er in Jura und bekam kurz darauf einen Aushilfsjob bei einer Versicherung. Im folgenden Jahr bekam er einen Halbtagsjob bei einer anderen Versicherung. Durch diese Anstellung kam er wegen Dienstreisen viel in der Welt herum und unternimmt auch zunehmend Urlaubsreisen. 1912 schreibt Kafka „Die Verwandlung“. Seine Schreibtätigkeit wurde allerdings mehrfach durch Reisen unterbrochen. In den folgenden Jahren schreibt er noch mehrere Romane und Erzählungen. 1917 erleidet er einen Blutsturz und eine Lungentuberkulose, weswegen er einige Zeit nicht arbeitete. Im nächsten Jahr konnte er seine Arbeit wieder aufnehmen. Drei Jahre später wurde er schließlich endgültig beurlaubt. Kurz darauf erlitt er einen Nervenzusammenbruch und wird schließlich im Alter von nur 39 Jahren pensioniert. Er lernte die Erzieherin Dora Diamant kennen und zog schließlich zu ihr. 1924 wurde bei ihm eine Kehlkopftuberkulose diagnostiziert. Kurz darauf, am 3. Juni 1924, starb Kafka. Die offizielle Todesursache war Herzversagen. Er wurde auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Prag beigesetzt.[3]

[...]


[1] Pfeiffer, Joachim: Franz Kafka, die Verwandlung, Brief an den Vater: Interpretationen, Oldenbourg Schulbuchverlag, München 1998, Seite 61 (nachfolgend: Pfeiffer, Joachim: Franz Kafka: Interpretationen).

[2] http://www.rither.de/a/deutsch/kafka--franz/die-verwandlung/finanzielle-situation-und-sprache/, letzter Zugriff am 11. April 2011.

[3] Pfeiffer, Joachim: Franz Kafka: Interpretationen, Seite 163 f.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Bestrafung oder Befreiung Gregors und seiner Angehörigen in: Franz Kafka - Die Verwandlung
Note
2,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V172185
ISBN (eBook)
9783640919345
ISBN (Buch)
9783640919543
Dateigröße
793 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bestrafung, befreiung, gregors, angehöriger, franz, kafka, verwandlung
Arbeit zitieren
Maximilian Arend (Autor), 2011, Bestrafung oder Befreiung Gregors und seiner Angehörigen in: Franz Kafka - Die Verwandlung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172185

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