Beutekunststreit zwischen Polen und Deutschland

Die Verhandlungen zur Rückführung der kriegsbedingt ausgelagerten deutschen Kulturgüter


Magisterarbeit, 2011

95 Seiten, Note: A


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kapitel I - Auslagerung der Bücher der Preußischen Staatsbibliothek
1.1. Die erste Auslagerungsphase
1.2. Die zweite Auslagerungsphase
1.3. Die dritte Auslagerungsphase
1.4. Schicksal der Bücher bis zur Übernahme der deutschen Ostgebiete durch die polnische Verwaltung
1.5. Bilanz der Auslagerung

Kapitel II - Die Verhandlungen über Rückgabe der Bestände der Preußischen Staatsbibliothek in den Jahren 1946-1991
2.1. Polnische Kunstwerke in Deutschland als Gegenstand der Verhandlungen
2.2. Vertuschungspolitik bis 1965
2.3. Frage der Übergabe des übrigen Teils der Bücher bis zur Zeit der Wende

Kapitel III - Die Restitutionsdebatte nach 1991
3.1. Erfolge und Niederlagen in der Restitutionsfrage
3.2. Zuspitzung des Streits im Jahr 2007 und die Debatte um den rechtlichen Status

Kapitel IV - Bilanz der Verhandlungen. Ursachen des Problems und Lösungsmöglichkeiten
4.1. Warum gibt es bislang keine Lösung?
4.2. Auswertung der Lösungsvorschläge

Schlusswort

Anhang

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die Frage der deutschen Kulturgüter, die sich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf dem polnischen Gebiet befinden, ist eine der letzten, wenn nicht die letzte, offene Frage in den bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen. Obwohl mehrere Sachbearbeiter, geschweige denn Politiker und die betroffenen Personen selbst seit Jahrzehnten mit der Erarbeitung von verschiedenen Lösungen beschäftigt waren, wurde das Problem der Rückführung oder überhaupt der Zukunft dieser Güter nicht endgültig bestimmt. Das Anliegen ist umso komplizierter, weil sein Ursprung in der dunkelsten Periode der deutsch­polnischen Beziehungen liegt, und zwar in der Zeit des vernichtenden Kriegs, die für Polen auch im kulturellen Bereich besonders zerstörerisch war.

Wie viele Kulturgüter sich genau im heutigen Polen befinden, ist schwer einzuschätzen, doch diejenige Kultursammlung, die im Laufe der Zeit zum Symbol der verschollenen deutschen Kunst wurde, ist ein bedeutsamer Teil der Preußischen Staatsbibliothek, der seit 1946 der Jagiellonen-Bibliothek in Krakau gehört. Diese Bestände der Preußischen Staatsbibliothek, die in Polen oftmals „Berlinka“ genannt werden, sind für die deutsche Nation von besonderem Belang, nicht nur hinsichtlich ihrer großen Anzahl, sondern auch, weil sie die Handschriften von den berühmtesten deutschen Künstlern beinhalten, unter denen wenigstens Beethoven, Bach, Goethe und von Fallersleben aufgezählt werden können. Aus diesem Grunde wird in dieser Arbeit der größte Schwerpunkt eben auf die Frage der „Berlinka“- Sammlung gelegt, obwohl die Geschichte anderer Objekte gelegenheitlich auch geschildert wird.

Bevor der Sachverhalt sowie die Perspektiven für die Zukunft analysiert werden, soll man erst die Frage stellen, wie es dazu gekommen ist, dass ein Teil der Preußischen Staatsbibliothek überhaupt nach Polen gelangte. Beantwortet wird diese Frage im ersten Kapitel, das die Geschichte des Abtransports der Bücher aus dem Bibliotheksgebäude in Berlin beschreibt. Die Auslagerung in mehreren Bergungsorten, darunter in Pommern und Schlesien, also auf künftig polnischen Gebieten, diente als eine Schutzmaßnahme gegen gefährliche Bombardierungen der Alliierten, nach dem verlorenen Krieg erwies sich aber als ein Verlust, den Deutschland erleiden musste. Die Leitung der Bibliothek, vor allem aber derer drei Direktoren, setzen sich ein mit ganzer Kraft für möglichst schnelle und geschickte Sicherstellung der Bücher in den zu diesem Zweck vorher ausgewählten Orten. Nicht einmal mussten die Transportaktionen in besonders harschen Witterungsbedingungen durchgeführt werden. Dieser Aufwand bei der Rettung der deutschen Nationalkunst, durch den sich die Auslagerung auszeichnete, zeugt von besonderer Liebe zur Kultur der Mitarbeiter der Bibliothek.

Das zweite Kapitel enthält die wichtigsten Informationen über das weitere Schicksal der geteilten Sammlung, das heißt ihre Ankunft in die Jagiellonen-Bibliothek in Krakau (aber auch in anderen Bibliotheken im ganzen Polen) und anschließend die Bemühungen der Deutschen Demokratischen Republik um die Wiedergewinnung von „Berlinka“ bis zur Zeit der Wende.

Den deutsch-polnischen Verhandlungen in den letzten zwei Dekaden wird hingegen das dritte Kapitel gewidmet. Die Frage der eventuellen Übergabe der Bestände der Preußischen Staatsbibliothek wird hier im Kontext der gegenseitigen Restitution der Kulturgüter besprochen.

Das vierte und zugleich letzte Kapitel, nicht so umfangreich wie die vorherigen, präsentiert mögliche Lösungen des Streits.

Der Arbeit gehört darüber hinaus ein Anhang, der aus Archivmaterialien der Preußischen Staatsbibliothek / Berliner Staatsbibliothek, sowie Presseartikeln besteht.

Besonders hilfreich bei der Anfertigung dieser Arbeit waren vor allem zwei Publikationen. Die erste, aus der Feder des Mitarbeiters der Berliner Staatsbibliothek - Preußischer Kulturbesitz (Nachfolgeinstitution der Preußischen Staatsbibliothek), Werner von Schochow, ist eine ausführliche Geschichte der Verlagerung der Bücher. Die zweite, vom polnischen Journalist Wlodzimierz Kalicki veröffentlicht, der durch seine Serie der Artikel über „Berlinka“ eigentlich zu einem Experten wurde, gewährt einen Einblick in die deutsch­polnischen Verhandlungen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute.

Noch auf eine Frage wird in dieser Arbeit Antwort gesucht - warum haben zwei Nachbarländer immer noch keine Lösung gefunden, wenn es um die Restitution der Kulturobjekte geht, obwohl ihre Beziehungen derzeit so gut wie nie sind, und obwohl fast alle nach 1989 entstanden Probleme überwunden sind. Das Behalten der Objektivität war dabei nicht immer einfach: die Autoren von den meisten polnischen Pressebeiträgen geben Recht der polnischen Seite, ähnlich verfahren mit dem Thema viele deutsche Journalisten, deren Meinung nach „Berlinka“ nach Deutschland zurückkehren soll. Trotzdem gibt es aber auch in Polen Stimmen, die zur Rückgabe der Sammlung aufrufen, sowie Meinungen der Deutschen, die dagegen sind. Der Autor dieser Arbeit möchte es daher betonen, dass er weder den deutschen, noch den polnischen Standpunkt vertreten will.

Kapitel I Auslagerung der Bücher der Preußischen Staatsbibliothek

Um den Kern der Verhandlungen der deutschen und der polnischen Seite im Bezug auf die deutschen Kulturgüter zu verstehen, sollte vorher erklärt werden, wie es dazu kam, dass diese Güter, deren Wert unbestritten ist, auf polnischem Boden auftauchten. Die Auslagerung während des Kriegs wurde zu einer gewöhnlichen Methode der Sicherung der Kulturgüter von vielen öffentlichen Einrichtungen, betraf aber auch Kunstsammlungen von privaten Eigentümern.

Auf den Reichsgebieten, die nach dem Krieg zu Polen gehören sollten, wurden die Kulturgüter beider Quellen platziert. Was die Auslagerung der privaten Kunstwerke anbelangt, war sie von großem Ausmaß und galt mehrfach für sehr wertvolle Werke. Zu den wertvollsten Kulturgüter, die auf dem künftigen polnischen Gebiet gelagert waren, zählten u.a. die Madonna von Hans Holbein dem Jüngeren, der Schwan-Porzellan-Service und eine große Münzensammlung in Warm^towice (ehem. Warmuntowit). Diese Güter trafen auch unterschiedliche Schicksale. Die Holbeiner Madonna, nach ihrer Auslagerung zum Schloss Fischbach in Niederschlesien wurde letztendlich vor der Einmarsch der Roten Armee im Februar 1945 erfolgreich gerettet und nach Westdeutschland abtransportiert. So viel Glück hatten jedoch andere Schätze nicht. Die im Schloss Pforten (heute Brody) aufbewahrte Schwan-Porzellan erlag infolge eines Brandes völliger Zerstörung1. Die Münzensammlung in Warmuntowit hingegen, obschon in einem Teich neben dem Schloss versteckt, wurde sowieso von den Amateuren bzw. lokale Einwohner aufgestöbert und entwendet .

Polnische Verwaltung hat nach dem Kriegsende zusammen mit den ehemaligen östlichen deutschen Gebieten auch die Sitze ihrer kulturellen Einrichtungen übernommen. An dieser Stelle könnte man eine Menge der Ortsnamen erwähnen, wo verschiedene Museen, Bibliotheken und zahlreiche während des Kriegs schleunig vorbereitete Bergungsorten samt des in ihnen befindlichen Vermögens von Polen besetzt wurden. Auch die Schicksale von diesen Gütern liefen unterschiedlich: während manche völlig vernichtet wurden, absichtlich oder infolge der Außenfaktoren, wurden andere gut behalten und an ihren Stellen gelassen oder an weitere Sitze abtransportiert. Von der größten Bedeutung waren wohl die Kulturschätze in Breslau, der nach dem Kriegsende aufWroclaw umbenannt wurde.

Die deutsch-polnischen Beziehungen nach dem Krieg, zumindest im Bereich der Kultur, wurden aber in höchstem Maße durch die Restitutionsfrage der sich derzeitig in Polen befindenden Bestände der Preußischen Staatsbibliothek beeinflusst. Auch die Geschichte ihrer Auslagerung wurde durch ihren Umfang und förmlich heroische Arbeit ihrer Mitarbeiter geprägt. Die Auslagerungsmaßnahmen bewahrten einerseits eine zahlreiche Anzahl der Drucke vor der Vernichtung, führten doch andererseits zu deren materiellen Einbüßen, die sich später im hohen Maße als irreparabel erwiesen. In diesem Kapitel wird genau geschildert, wie es zum aufwendigen Transportunternehmen kam, wie es verlief und mit welchen Ergebnissen es abgeschlossen wurde, wobei der Inhalt des Kapitels chronologisch nach der Phasen der Auslagerung gegliedert wird.

1.1. Die erste Auslagerungsphase

Die Preußische Staatsbibliothek in Berlin war zweifelsohne eine der wichtigsten kulturellen Einrichtungen Deutschlands. Ihre Geschichte geht auf das Jahr 1661 zurück, als der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg seine private Bibliothek zum öffentlichen Gebrauch freigab. Im Laufe der Zeit wurde sie schrittweise von den nachfolgenden preußischen Herrschern über weitere Bestände vergrößert. Im Jahr 1786 betrug die Bestandzahl schon 150 000 Bände. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Bibliothek schon am größten im ganzen deutschen Sprachraum und zählte 1905 etwa 1,2 Mio. Bände. Gleich vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde ein Neubau der Bibliothek errichtet, fortan befand sich ihr Sitz in der repräsentativsten Straße Berlins, Unter den Linden. Die nationalsozialistischen zeiten brachten mit sich Wandlungen, die auch in der Verwaltung der Bibliothek gespürt wurden. Manche Mitarbeiter wurden damals aus politischen Gründen entlassen, darüber hinaus wurde immer niedrigere Anzahl der ausländischen Bücher erworben. Im Jahr 1939 verfügte die Bibliothek über 3 Millionen Bände Druckschriften, 360.000 Notendrucke, 7400 Inkunabeln, 72.000 abendländische, orientalische und Musik­Handschriften zahlreiche Gelehrten- und Dichtemachlässe, 475.000 Autographen (ohne die Sammlung Varnhagen) und 300.000 Karten .

Die Preußische Staatsbibliothek war nicht die einzige Einrichtung, die sich für die Auslagerung ihrer Bestände entschloss. Die Vorschriften des Kultusministeriums richteten sich auch an verschiedene Institutionen, in deren Besitz wertvolle Kulturgüter waren. Daher unternommen zahlreiche Bibliotheken, sowie Museen, die Auslagerungsaktionen, die die ganze Kriegszeit über erfolgten. Auch das private Hab und Gut, wie vorher erwähnt, dessen kulturelle Wert bedeutend war, wurden umgelagert, was durch entsprechende staatliche Anordnungen geregelt wurde, vor allem durch den Erlass der Regierung vom September 19432, von der noch später Rede sein wird.

Bevor die Auslagerungen in Betrieb gesetzt wurden, entstanden die Listen mit den entsprechenden Bergungsorten. Nach dem die ersten amtlichen Anforderungen ausgefüllt worden waren, begaben sich die Mitarbeiter der gegebenen Institutionen vor Ort, um den bezeichneten Raum für die zukünftige Auslagerung zu überprüfen. Als sichersten galten vornehmlich solche Orten wie Kirchen (bzw. Klöster), Burgen und Schlösser, aber auch Gruben und anschließende Stollen. Alle solchen Orte mussten sich selbstverständlich möglichst weit von den potenziellen Zielen der Kriegshandlungen befinden, deswegen wählte man sehr häufig dörfliche Gebiete, wo keine Kämpfe oder Luftangriffe stattfanden. Als eine der sichersten Regionen für die Auslagerungen hielt man sehr lange Niederschlesien, mit mehreren Schlössern und Klöstern und Privatresidenzen, die besonders abseits von dem Kriegstheater standen. Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass sich die deutschen Angestellten um eine Menge der kulturellen Güter sorgten, auch um diejenigen, die vorher aus den eroberten Ländern beschlagnahmt und abtransportiert worden waren.

Wenngleich die Kriegshandlungen der entscheidende Faktor für die Auslagerung der Drucke war, hat die ganze Geschichte ihre Wurzeln noch in der Zeit vor dem Ausbruch des Kriegs. Im Jahre 1936 gab es von der Auslagerung der Kulturwerke zwar noch keine Rede, man trat jedoch erste Sicherheitsvorkehrungen, und zwar auf der höchsten, Regierungsebene. In Kraft trat damals das neue Luftschutzgesetz, das unter anderen die Ausbildungspflicht zu diesem Thema auf alle Bürger auferlegte. Wie mehrere andere Mitarbeiter der öffentlichen Einrichtungen begannen auch die Bibliothekare entsprechende Luftschutzübungen3. Ein Jahr später wurden diese Maßnahmen speziell für ausgewählte Bibliotheken noch geschärft - im Oktober 1937 versendete das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung ein Rundschreiben, das die Bibliotheken aufforderte, von de getroffenen Vorkehrungen zwecks Schutz der wertvollen Objekten zu berichten4.

Das Jahr 1939 bedeutete der Anfang der ersten Auslagerungsphase, die praktisch bis November 1941 dauerte. Das erste anderthalb Jahr überschritten die Auslagerungskationen die Hauptstadt des Reiches jedoch noch nicht. Am 26. August, weniger als eine Woche vor dem Ausbruch des Kriegs, der ministeriellen Warnung zufolge, wurden erste Bestandteile ins gegenüber liegende Gebäude des Reichswirtschaftministeriums abtransportiert. Diesem Transport gehörten vor allem verschiedene Handschriften und Landkarten5. Da Berlin in den ersten Kriegsjahren von den Luftbombardierungen verschont wurde, blieben die übrigen Bestände unversehrt unter dem Dach der Bibliothek bis Frühling 1941. Im April dieses Jahres wurde das Gebiet, dem auch die Bibliothek zugehörte, durch den britischen Bombenangriff beschädigt. Die Bombardierung fügte auch Schaden der Bibliothek zu, mit denen man erst 1943 zurechtkam . Infolgedessen wurde unverzüglich über den Transport der Drucke beschlossen. Nach den entsprechenden Absprachen mit dem Ministerium kam man anschließend zu den Konsultationen mit den Eigentümern der Gebäude, die als Ziele der Bergung vorgesehen waren.

An dieser Stelle sollten drei Namen der Herren genannt werden, die vom Kriegsanfang an für den Verlauf der Auslagerungsaktionen verantwortlich waren und alle Hebel in Bewegung setzten, um die Bestände der Bibliothek zu sichern. Erstens war das der Generaldirektor Hugo Andreas Krüß. Zu den nationalsozialistischen Zeiten bemühte sich die Partei, über das wissenschaftliche Bibliothekswesen Kontrolle zu übernehmen und gründete 1936 den Reichsbeirat für Bibliotheksangelegenheiten6, dessen Vorsitzender eben Hugo Andreas Krüß wurde, Parteimitglied seit 19407 und vorher tätiger Ministerialdirektor im Preußischen Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung. Während der Auslagerung hatte er die Federführung, die vor allem in Planung der Aktionen und ihrer Überwachung bestand.

Für die Erkundung der Bergungsorte, und wie sich noch später erwies, auch für ihre Aufsicht, waren zwei Mitarbeiter der Bibliothek zuständig - Josef Becker und Wilhelm Poewe. Prof. Dr. phil. Josef Becker, der Erste Direktor der Bibliothek überprüfte während der Auslagerung die Brauchbarkeit der potenziellen Bergungsorten und verhandelte mit deren Eigentümern über die Aufbewahrung der Bücher. Angesichts der möglichen Übernahme der Evakuierungsleitung von der NSDAP-Führung, trat Becker der Partei 1940 bei8. Aus demselben Grunde folgte in seinen Fußstapfen der Direktor der Benutzungsabteilung, Dr. jur. Wilhelm Poewe, der als Hauptfigur der ganzen Aktion bezeichnet werden darf.

Auswahl der Zufluchtsorten wurde im August im September 1941 durchgeführt. Poewe und Becker begaben sich damals auf eine Besichtigungsreise durch Süddeutschland, Becker besuchte überdies noch Schlesien. Auf diese Weise wurden drei ersten Auslagerungsorten gewählt: Schloss Banz (oberhalb des Maintals), Kloster Beuron (im oberen Donautal) und schließlich Schloss Fürstenstein (heute Ksi^z) in Schlesien, in der Nähe der Stadt Waldenstein (heute Walbrzych). Schon Ende August vereinbarten beide Herren die Bedingungen des Transports an die o.g. Orte mit der Speditionsfirma Henze. Nach der Einholung der Erlaubnis beim Ministerium des Inneren, konnten endgültig die Bedingungen der Verlagerung mit den Eigentümern der Gebäude klar abgesprochen werden. Das war der Anfang einer extrem harten Arbeit, die beide Mitarbeiter, mit bedeutsamer Hilfe vom Direktor Krüß übernahmen, die nicht nur in der Besichtigung der Bergungsorte bestand, sondern auch in engem Zusammenhang mit der umfangreichen Korrespondenz mit der Speditionsfirmen, Eigentümern der Bergungsobjekten, sowie politischen Entscheidungsträgem stand. Über den Verlauf des ganzen Unternehmens berichtete der Generaldirektor regelmäßig dem Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung. An der Arbeit in der Bibliothek beteiligten sich auch französische kriegsgefangene Offiziere, was aus immer geringerer Anzahl der Belegschaft resultierte . Alle zum Transport bestimmten Güter wurden zuerst sorgfältig in Packpapier eingebunden und danach in Kisten aufgeladen .

Die erste Auslagerungsaktion umfasste hunderte Kisten. Zum ersten Transportziel, Schloss Banz, wurden insgesamt 220 Kisten befördert, dann zum Kloster Beuron 251 und letztendlich zum Schloss Fürstenstein 201 Kisten9. Den Orten Banz und Beuron wird in dieser Arbeit keine wesentliche Bedeutung mehr beigemessen werden, wohingegen das Schicksal der Fürstensteiner Sammlung aus der Sicht der späteren deutsch-polnischen Beziehungen der springende Punkt war.

Das alte Schloss Fürstenstein, dessen Ursprünge auf das 13. Jahrhundert zurückgehen, war vom 17. Jahrhundert in den Händen der adeligen Familie Hochberg und blieb ihr Eigentum bis 1941, als sie es infolge Überschuldung an den deutschen Staat übergeben mussten.

Die Auslagerung der Drucke nach Fürstenstein fand vom 27. bis 28. Oktober, sowie vom 4. bis 6. November 1941 statt. Der Transport erfolgte im Beisein der von der Bibliothek beauftragten Mannschaft, im Fall Fürstenstein stand dafür Max Weisweiler zu10. Beim Transport nach Fürstenstein ging die Mannschaft besonders hohes Risiko ein - wegen der harten Witterung drohte der Expedition mehrmals Gefahr der Ausrutschung. Wie es sich noch später herausstellte, war das nicht der letzte Transport der Bestände der Bibliothek an diesen Ort. Zu der unterbrachten Sammlung gehörten wertvollste Werke - Handschriften (darunter von Brüdern Grimm oder Karl von Schinkel), Nachlässe (z.B. von Hoffman von Fallersleben oder Jakob Lenz), zahlreiche Rara, Musikdrucke (darunter von Mozart, Bach und Haydn) und mehrere andere Werke, deren Wert unbestreitbar hoch war.

Die Bestände wurden sich selbst nicht überlassen. Direktor Poewe kam mit dem Besuch an allen bisherigen Bergungsorten im Jahr 1942. Die Bestände in Fürstenstein prüfte er im Mai jenes Jahres. Im Laufe der Zeit wurden die Mitarbeiter der Bibliothek dessen gewahr, dass die bisher getroffenen Maßnahmen nicht ausreichend waren. Die Kriegslage änderte sich allmählich zugunsten der Alliierten, wessen Nachweise immer häufigere und gefährlichere Luftangriffe auf Deutschland, darunter auch Berlin waren. Das führte die zweite Evakuierungsphase herbei, die von September 1942 bis Sommer, bzw. Herbst 1943 währte11.

1.2. Die zweite Auslagerungsphase

Die Grundlage für Fortsetzung der Aktion war der Ersuch von Herrn Krüß an den Minister Bernhard Rust vom Juli 1942 um weitere Evakuierung der Bestände . Die zweite Phase unterschied sich von der ersten vorzugsweise durch ihr viel größeres Ausmaß. Davon zeugt die enorme Zahl der abtransportierten Bände, die 800 000 erreichte, sowie die Liste nächster Bergungsorte, die um weitere Klöster und Schlösser, aber auch Bergbauwerken ausgedehnt wurde . Auf deren Suche, machten sich, wie vorher, auch Mitarbeiter Bibliothek auf den Weg. Man befolgte das gleiche Verfahren bei den Vereinbarungen mit deren Eigentümern, in denen vor allen Dingen die Frage der Entschädigung aufgrund der Unterbringung der kostbaren Bestände abgesprochen wurde. Die Entschädigungsgebühr schwankte normalerweise von 50 bis 100 Reichsmark pro Monat12. Hinzu kam noch die Frage der Verantwortlichkeit für die Güter, die auf eigene Gefahr der Bibliothek festgemacht wurde. Als Ziele der Auslagerung wurden zunächst zwei oberhessische Orte bestimmt, erstmals das Schloss Laubach und dann Kloster Amburg. Später beschloss die Bibliothek, die Bestände an weitere Orte abzutransportieren, d.h. Schlösser Waldenburg, Gauernitz, Wolkenburg, und, was aus Sicht dieser Arbeit wichtiger ist, auch Burg Gröditzburg, heute Grodziec in der polnischen oberschlesischen Woiwodschaft.

Burg Gröditzburg, deren urkundliche Erwähnung aus dem 12. Jahrhundert stammt, änderte im Laufe der Zeit mehrmals ihre Eigentümer. Häufigeren Kriegshandlungen, Zerstörungen und Plünderung ausgesetzt, wurde die Burg Anfang des 20. Jahrhunderts gründlich renoviert, dank dessen Erwerbs von dem Geheimen Rat Willy v. Dircksen. Auf einem Hügel lokalisiert, mit Wäldern umgeben, war Burg Gröditzburg für den Schutz des bibliothekarischen Eigentum ein kulanter Ort für die Sicherung der wertvollen Bücher. Als die Auslagerungsaktion angestoßen wurde, gehörte die Burg dem Sohn Willys, Herbert von Dirksen, einem vertrauten NSDAP- Mitglieder und Hitler-Befürworter13.

Der Transport aus der Bibliothek kam nach Gröditzburg in der Zeit vom 28. September bis dem 1. Oktober 1942. Der Inhalt war auch in diesem Fall nicht ohne Belang. In den 250 Kisten befand sich u.a. die sog. Luther-Sammlung, die 150 originale Bibelexemplare enthielt. Nach Gröditzburg wurde ebenfalls fast die Hälfte der der Bibliothek gehörenden Inkunabeln geliefert14.

Im Gegenteil zu den Transporten in den ersten Auslagerungsphasen, wurden die Kisten nicht mehr auf der Autobahn befördert, sondern per Eilzüge in den Güterwaggonen, nach der Ankunft am Schlesischen Bahnhof, mittels der Lastkraftwagen direkt zur Burg. In der letzten Etappe stieß der Transport auf Schwierigkeiten, weil die an der Burg anschließenden Brücke so eine große Belastung nicht hätten aushalten können. Aus diesem Grunde mussten die Kisten vom Pferdegespann übernommen und weiter, mit Menschenhänden, zum Steinsaal übertragen werden , was wieder einen Beweis für den großen Aufwand der Aktion darstellte.

Einige Monate später, im März 1943, wurde wiederum der Zustand der Bestände im Schloss Fürstenstein erneut überprüft. Wilhelm Poewe stellte damals die höchste Sicherheit der Güter fest - dazu trug nicht nur die ruhige Lage des Ortes bei, sondern auch der Bauart des Schlosses und seine bedeutsame Abwehrmöglichkeiten . Die Verlässlichkeit des Ortes gab den Ausschlag für weitere Aufnahme der bibliothekarischen Bestände, natürlich im Einverständnis mit der Verwaltung des Gebäudes. Ende April 1943 begann der zweite Schub der Güter in die Burg Fürstenstein. 304 Kisten wurden in insgesamt drei Waggons gepackt und als Eilgut per Bahn expediert. Danach wurde die Ladung der Speditionsfirma Kirchner zugeschlagen, sodass am 2. Mai die ganze Anzahl der verlagerten Kisten 505 Stück betrug. Der zweite Transport enthielt vor allem historische Literatur, zu der die Kriegssammlung 1870/71, viele Judaica und Orientalia zählten .

Noch im Mai, knapp drei Wochen nach der erfolgreichen Reise der Kisten nach Fürstenberg machte sich Direktor Poewe erneut auf den Weg zwecks Suche nach weiteren Bergungsstätten, nach Mecklenburg und abermalig nach Schlesien, wo er einen guten Bergungsort im Schloss Fürsteneich (heute Zabor) fand. Das am linken Oderufer liegende Landgut wurde, anstelle eines alten Holzhauses, im 17. Jahrhundert erbaut und seit dem 18. Jahrhundert bis 1945 gehörte der adeligen Familie v. Schönach-Carolaith. Die letzte Eigentümerin war Frau Hermine v. Schönach-Carolaith, zweite Witwe des Kaisers Wilhelm II.

Der Transport, der aus 309 Kisten bestand, fand zwischen dem 19. und dem 24. Juli 1943 statt. In den Kisten befanden sich ausschließlich Drucke, von mannigfaltigen thematischen Gruppen, darunter eine Sondersammlung Nozze mit fast 4 000 Bänden .

Überdies wurden noch einige Bergungsorte in anderen Teilen des Reiches gefunden (in Sachsen und Hessen), die aber nicht der Gegenstand dieser Arbeit sind.

1.3. Die dritte Auslagerungsphase

Das Jahr 1943 war für das Deutsche Reich an allen Militärfronten sehr ungünstig. Im Mai kapitulierte der letzte afrikanische deutsch-italienische Bastion, im Juli landeten die Alliierten auf Sizilien, im August steckte die Wehrmacht eine erkleckliche Niederlage bei Kursk ein, im September kapitulierte das verbündete Italien. Die Bombardierungen Deutschlands, und vorzugsweise Berlins durch die angloamerikanischen Luftkräfte, wurden immer heftiger. Aus diesem Grunde erschien im August eine Anordnung über Evakuierung der Alten, Kranken und Kindern aus der Stadt . Die Lage änderte sich ebenfalls im Bezug auf die Staatsbibliothek. Nach den Besprechungen mit dem Ministerium beschloss man über die Evakuierung des übrigen Gesamtbestandes, der damals ungefähr drei Millionen Bände betrug . Die damit begonnene dritte Etappe der Auslagerung war die prompteste und in ihrem Ausmaß die größte Etappe. Fortan handelte sich nicht mehr um vereinzelte Zufluchtsorten, sonder um über 30 Stätte, in mehreren Gebieten des Reiches zerstreut: Brandenburg, Schlesien, Pommern, Sachsen, Hessen, Franken, Württemberg und Nordböhmen. Obwohl die völlige Auslagerung im Herbst 1943 angeordnet wurde, erwies sich diese Aufgabe unerfüllbar - noch am Anfang des Jahrs 1945 war die Aktion nicht abgeschlossen . Ein bevorzugtes Bergungsziel blieb immer noch Schlesien, wo weitere Orte gefunden wurden. Erstmals wurde in dieser Hinsicht dem Gebiet Pommern Rechnung getragen, wo fünf Landgute der Zusammenarbeit mit der Bibliothek zustimmten.

Schon Im Juli fanden die ersten Gespräche des Direktors Krüß‘ mit den Eigentümern zweier Schlösser in Pommern statt. Die Verlagerungsaktion in Pommern wurde besonders schleunig durchgeführt: schon Ende August kamen die Transporte an zwei Depots: Schloss Parsow (am 25. August) und Schloss Altmarrin (einen Tag danach). Hinzu kam noch der Transport an Schloss Billerbeck, näher der Oder (13. September).

Das Barockschloss am ersten Ort, Parsow (heute Parsowo, im Landkreis Köslin, Koszalin) wurde im 18. Jahrhundert erbaut und vom Adligen Friedrich Wilhelm von Gerlach allmählich in den Jahren 1762-42 erworben . Die Residenz wurde im 19. Jahrhundert von seinen Nachkommen umgebaut, sodass im Gebäude zweite Etage eingerichtet wurde und um das Schloss herum entstand eine herrliche Parkanlage. Die letzten Eigentümer des Schlosses waren bis 1945 Carl August von Gerlach-Parsow und seine Frau Ruth geborene Bonin- Bottschow. Schloss Parsow war der erste pommersche Unterschlupf für die Bibliotheksgüter. Der Verlagerung der insgesamt 150 Bücherkisten (wobei die Speditionsfirma die Zahl 161 erwähnt ) dienten sechs Räume. Die Kisten enthielten vor allem verschiedene Druckschriften aus dem Bereich Theologie, Kunst und Geschichte.

Einen Tag nach dem Transport nach Parsow wurden die Bücher zum Schloss Altmarrin (heute Mierzyn) geliefert, das in der Nähe des ersten pommerischen Depots lag. Der Vorvertrag über die Verlagerung der Bücherkisten wurde, wie bei Parsow, schon im Juli unterzeichnet, sodass mit Zustimmung der Eigentümerin, Gräfin Jutta von der Schulenburg, zwei Räume des Gebäudes zur Verfügung der Staatsbibliothek gestellt wurden. Fachlich waren die Bände in Altmarrin in Philologie geteilt, in den Kisten gab es auch mannigfache Musikalien, sowie ein Teil des retrospektiven Deutschen Gesamtkatalogs .

Unverzüglich nach dem Schluss des Transports für Altmarrin, am 15. September 1943, wurden weitere Bücher verpackt, die nach Billerbeck (heute Nadarzyn) und Hohenwalde (heute Glezno) abtransportiert wurden. Beide Landgüter befanden sich auf dem Lande, wo die Gefahr der Kriegshandlungen wirklich gering war. Das in Billerbeck bestehende Vorwerk wurde 1874 von Kasimir von Bormann erworben, jeweils wurden auch der Gutshof mit der umgebenden Parkanlage eingerichtet. In der Zeit der Verlagerung gehörte der Hof dem Major Carl Hoene. Die dahin beförderten Kisten umfassten Druckschriften, Teile des Gesamtkatalogs, Handschriften, Musikalien und Ostasiatica.

Das Herrenhaus Hohenwalde wiederum gehörte dem Leutnant Georg Behm. Im aus dem 18. Jahrhundert stammenden Schloss fand eine relativ niedrige Zahl der Bücher ihren Unterschlupf. Der Transport war aus 130 Kisten zusammengesetzt, die nur einen Zugwaggon in Anspruch nahmen, und die im größten Saal des Schlosses platziert wurden. Dazu zählten Druckschriften, Rara und Ostasiatica .

Das Problem der Verlagerung des gesamten Bestandes war jedoch damit noch nicht abgeschlossen. Den vernichtenden Auswirkungen des Krieges waren noch ungefähr zwei Millionen Bände preisgegeben. Den Mitarbeitern der Staatsbibliothek waren die Verpackungskisten im Oktober schon alle. Von nun an wurden lose Bücher in der höchsten Eile und Dringlichkeit ohne wie bisher nötige Verpackung geladen und befördert, was den Bänden in vielen Fällen verschiedenartige Schäden anrichtete15.

Auf diese Art und Weise wurde der Transport angefertigt, der an den letzten pommerschen Ort anreiste, und zwar ans Schloss Schützow (heute Skoczow) im Kreis Kolberg (Kolobrzeg). Das im neoklassizistischen Stil erbaute Gebäude gehörte dem Adeligen Walter v. Blanckenburg-Strachmin. Hiesiger Transport der Bestände der Staatsbibliothek erwies sich als der umfangreichste im ganzen pommerschen Gebiet. Zunächst liebäugelte der Generaldirektor mit der Einlagerung von 500 000 Bänden in Schützow, was einen Viertel des übrig gebliebenen Gesamtbestandes ausmachte, weil, seiner Auffassung nach, der Ort eine außerordentliche Bedeutung hatte. Nach der Absprache mit dem Ministerium wurde jedoch die Anzahl der verlagerten Bände auf 130 000 reduziert. Die Lieferung wurde in zwei Etappen durchgeführt, sodass die Aktion am 11. November zu Ende war. Die Druckschriften trugen die Signaturen von Mathematik, Astronomie, Technik und Landwirtschaft16.

Mit dem Transport von 100 Bänden nach Altmarrin von 15. bis dem 18. Dezember endete die Auslagerungsaktion für das Jahr 1943. Mittlerweile hatte das Personal noch mehr anstrengende Arbeit zu erledigen, weil im November die Bombenangriffe das Gebäude der Bibliothek beschädigten, sowie das gegenüberliegende Gebäude des Reichswirtschaftsministeriums beinahe völlig zerstörten. Die dort im Panzerkeller aufbewahrten Bücher überstanden die Zerstörung unbehelligt. Auf die weitere Verlagerung warteten noch anderthalb Millionen Bände. Im Jahr 1944 erreichte die Auslagerungsaktion ihren Scheitelpunkt .

Erneut wurde die Suche nach den geeigneten Bergungsstätten unternommen und erneut wurde Schlesien als dafür entsprechende Region in Rechnung gezogen. Der erste Transport im Jahr 1944 wurde an den neu gewonnenen Ort, Bethaus in Gießmannsdorf weggeschickt. Gießmannsdorf, heute Gosciszow in der Nähe von Hirschberg (Jelenia Gora), ist ein kleines Dorf, dessen Sehenswürdigkeit das aus dem 13. Jahrhundert kommende Schloss gehörte. Für die Verlagerung der Bücher wurde hingegen das im 18. Jahrhundert eingerichtete Bethaus, eigentlich eine evangelische Kirche ausgewählt, obwohl bis heute nicht sicher ist, wer diese Entscheidung getroffen hatte. Zweifelsohne war aber damit der schlesische

Provinzionalkunstkonservator, Günther Grundmann einverstanden. Nach der Besichtigung der Kirche beschrieb er sie als ein sehr zuverlässiger Ort, der zwecks Einlagerung eine ganze Bücherbarracke ersetzen könnte . Die in zwei Gänge geteilte Einlagerung in der Kirche wurde endgültig am 2. Februar beendet. Wie bei den vorher erwähnten Transporten wurden auch gegebenenfalls lose Bücher per Eisenbahn befördert. Ihre Anzahl ist fulminant - im Bethaus barg man insgesamt 280 000 Bände.

Selbst in Hirschberg (Jelenia Gora) wurde seit Marz 1944 eine Dienststelle der Preußischen Staatsbibliothek angelegt, die praktisch bis Ende des Kriegs funktionierte. Die neue Dienststelle nahm von Anfang an die Mitarbeiter der Bibliothek auf, ihnen folgten zahlreiche Bände des Realkatalogs und Nachschlagewerke. Die für die Arbeit geeigneten Räume fand man in zwei Gebäuden: im Stadtarchiv, wo die Mitarbeiter der Katalogabteilung tätig waren und im Sudetenmuseum, wo acht Stellen der Erwerbungsabteilung organisiert wurden. Der Arbeitsverlauf der neuen Dienststelle ist aus Sicht des Gegenstandes dieser Arbeit nicht von großem Belang, wichtig ist indessen, dass sich in Hirschberg am Kriegsende Tausende Bücher befanden, vor allem aber 6 000 Bücher des Geschäftsganges im Stadtarchiv und fast 17 000 Geschäftsgangsbücher im Sudetenmuseum, sowie mehrere Akten und andere Dokumente.

Der letzte schlesische Verlagerungsort, dem Großherzog v. Hessen gehörendes Schloss Fischbach, der ca. 10 km von Hirschberg entfernt war, wurde zum Transportziel von 20 000 wertvollen Zeitungen. Fischbach (heute Karpniki), der Sitz des Rittertums und später der Adeligen, wechselte relativ häufig seinen Besitzer. Auch das Aussehen wurde mehrmals modifiziert, sodass sich das Schloss seit dem 19. Jahrhundert im neugotischen Stil präsentierte. Der Verlagerung diente aber nicht nur das Schloss selbst, sondern auch anliegende Wirtschaftsgebäude, sowie eine in der Parkanlage stehende Scheune. Am 25. September war der Transport nach Fischbach über die Bühne gebracht.

Inzwischen muss man noch auf das Depot in Fürstenstein zurückgehen. Die Güter, die wie vorher erwähnt, dorthin in zwei Schüben abtransportier wurden, lagen in unberührtem Zustand bis Sommer 1944. Im Februar erschien nämlich eine unerwartete Anordnung der Breslauer Gauleitung über die Umlagerung der Kisten nach Kloster in Grüssau . Da die Gründe für diese Anordnung unklar sind, gab es nach dem Krieg verschiedene Theorien und Spekulationen. Laut der sichersten von ihnen sollte Schloss Fürstenstein zum Haupt- bzw.

Ausweichquartier Adolf Hitlers werden . Auf jeden Fall zielte diese Maßnahme auf Übernahme der Räume durch die Partei ab. Dementsprechend wurden sämtliche 505 Kisten im Juli 1944 in die 20 km entfernte Zisterzienserabtei im Dorf Grüssau befördert.

Das Kloster selbst ist eine der zahlreichen kirchlichen Sehenswürdigkeiten Schlesiens. Erbaut im 13. Jahrhundert, gehörte es nach dem Ersten Weltkrieg den aus Prag umgesiedelten Benediktinermönchen. Durch die Entscheidung des Papstes Pius XI über Beförderung des Klosters zur Abtei stieg seine Bedeutung erheblich. Die Mönche richteten in der Abtei ihre eigene Klosterbibliothek ein und leisteten wesentlich Beitrag zur raschen Entwicklung des Klosters. Diese Zeit endete jedoch im Jahr 1940 - damals wurden die Benediktiner aus der Abtei vertrieben und des Landes verwiesen. Bis zum Ende des Krieges wohnten hier vorübergehend (als sich später erwies) umgesiedelte Volksdeutsche aus Bukowina, Ungarn und anderen Regionen, sowie schlesische Juden (vor ihrer endgültigen Beförderung ins Lager Theresienstadt). Schon nach dem Krieg, 1946, überging die Abtei in Besitz der Benediktinemonnen aus der durch Polen verlorenen Stadt Lwow (deutsch: Lemberg). Die letzten ansässigen Deutschen mussten den Ort 1947 verlassen. Was die Bücherkisten angeht, wurden sie in der kurz zuvor renovierten Klosterkirche verlagert und von den Mönchen sorgfältig behütet17.

Mit diesen Auslagerungen wurde die ganze Aktion eigentlich beendet. Von Oktober hatte man keine Transportmittel mehr zur Verfügung. Einzelne Werke oder kleinere Kisten wurden mitunter einfach als Stückgüter verschickt. Die Ostregionen des Reiches, und vor allem Pommern, wurden damals immer noch als sicher betrachtet, sodass man womöglich dessen nicht bewusst war, dass sie von der vorankommenden Roten Armee noch früher als Berlin besetzt werden werden18. Die Ereignisse des Jahres 1944 waren inzwischen immer ungünstiger aus der deutschen Sicht. Die amerikanische Landung in Normandie, kontinuierliche Verschiebung der Ostfront nach Westen zeugten von allmählichem Untergang des Reiches. Mit dem Jahr 1945, angesichts der rapiden Ankunft der Alliierten wurden zahlreiche spontane Aktionen unternommen, um die vorher geborgenen Guter der Bibliotheken möglichst effektiv zu sichern, auch wenn das sogar zusammen mit abermaligen Umlagerung zusammenhing.

1.4. Schicksal der Bücher bis zur Übernahme der deutschen Ostgebiete durch die polnische Verwaltung

Auf den Gebieten, die nach dem Krieg durch polnische Behörden übernommen wurden, befanden sich insgesamt zwölft Depots der Preußischen Staatsbibliothek. Je nach dem Bergungsort kann von unterschiedlichen Schicksalen Rede sein.

Angesichts der unabwendbaren Ankunft der sowjetischen Armee wurden noch zwei großen, schleunigen Umlagerungen aus den Ostgebieten beschlossen. Das betraf zunächst die Sammlung in Altmarrin, wo 41 Bücherkisten nach Berlin und weiter nach Schönebeck abtransportiert wurden. Wegen ungenügenden Transportmitteln blieb jedoch ein Teil der Bestände am Ort. Dank der Besichtigung des Ortes von einer französischen Dolmetscherin im September 1945 war bekannt, dass sie im großen Teil gesichert waren.

Weitere Auslagerung wurde auch im Fall des Hirschberger Depots umgesetzt. Im Februar wurde dortige Dienststelle aufgelöst. Die Bände des Realkatalogs hingegen wurden per Bahn nach Dessau abtransportiert, wo sie größtenteils glimpflich erhalten wurden. Zwei Mitarbeiter der Bibliothek, die die Ankunft der Roten Armee und anschließend der polnischen Angestellten vorfanden, unterschrieben am 2. Juni eine Art des Übergabeprotokolls, wo die übrigen Bände offiziell an die polnische Verwaltung überreicht wurden.

Altmarriner und Hirschberger Depots waren nicht die einzigen, wo die Bücher den Krieg und die Zeit kurz danach unversehrt überstanden. Der Ablauf der Ereignisse verschonte auch die Bestände in Schötzow, wo ein Teil 1965 von der Volksrepublik Polen an Berlin zurückgegeben wurde , der andere, größere Teil aber, nach Lublin 1948 verlagert wurden, und zwar in zwei dortigen Bibliotheken, eine davon der Maria-Curie-Sklodowka-Universität und die zweite der Landwirtschaftlichen Akademie.

Erhalten blieb auch ein wesentlicher Teil der Bücher in Parsow, obwohl das Haus und die umgebende Anlage infolge der Zerstörungen erheblich verkommen waren. Erst 1970 begannen Restaurierungsarbeiten. Heutzutage befinden sich im Schloss ein Alten- und Pflegeheim. Was die Bücher hingegen anbelangt, wurde ein Teil, wie auch bei anderen Depots, 1965 an Berlin zurückgegeben, der übrige Teil indes an zwei Universitätsbibliotheken befördert - in Lodz (Lodz) und Torun (Thom).

Auch in Fischbach wurde der erhaltene Bestand geteilt und an verschiedene Orte weiter abtransportiert. Die Sammlung der Zeitungen gelangte höchstwahrscheinlich im August 1946 nach Krakow (Krakau), woher sie später nach Olsztyn (Allenstein) und Lodz überführt wurde. Der übrige Teil umfasste auch die Rückgabeaktion nach Berlin von 196519.

Die Bücher in den übrigen Bergungsorten hatten aber nicht so viel Glück. Und so wurde das Haus in Hohenwalde geplündert und im März 1945 in Brand gesetzt. Mit dem Gebäude verbrannten auch wertvolle Sammlungen; ob irgendwelche Stücke die Zerstörung überdauerten, bleibt unbekannt. Ähnliches Schicksal widerfuhr den Büchern in Billerbeck. Sie wurden entweder brandgeschatzt und wild abtransportiert oder verbrannt.

Schloss Fürsteneich wurde durch die polnische Verwaltung erst 1946 übernommen. Damals aber gab es keine Spur mehr an die dort aufbewahrten Bücherkisten. Man darf folglich annehmen, sie trafen in die Hände der sowjetischen Soldaten.

Vernichtet wurden auch die Bücher vom Bethaus in Gießmannsdorf. Schuld daran waren auch in diesem Fall Brände, die infolge der deutschen Tieffliegerangriffe gegen die Rote Armee im Februar ausgelöst wurden20. Nennenswert ist hingegen die Tatsache, dass Gießmannsdorf der einzige schlesische Bergungsort war, um den Kämpfe geliefert wurden.

Dem Ausbrennen erlagen ebenso die aufgestapelten Bücher in Gröditzburg. Der Ort wurde am 16. Februar besetzt, die Burg wiederum zwei Tage später in Brand gesteckt, was die wertvolle Sammlung in Schutt und Asche legte. Es kommt jedoch in Frage, ob alles tatsächlich zerstört wurde. Ein deutscher Augenzeuge wollte nämlich einen polnischen Lastkraftwagen sehen, in dem irgendwelche Kisten aus dem Schloss abgeschleppt wurden21. Was drin war und wohin sie reisten blieb unbekannt, sowieso gab es nur später nach den Inkunabeln keine Spur mehr.

Ein abstruses Schicksal traf die Bände aus der größten in ihrem Ausmaß geborgenen Sammlung. Das Grüssauer Kloster überdauerte die Kriegshandlungen und Verschiebung der Grenze völlig unberührt. Die dort befindlichen Bücherkisten wurden von den Benediktinern, die nach dem Kriegsende zum Kloster zurückgekehrt waren, bis zum Anfang Mai 1946 aufs Sorgsamste behütet. Die polnischen Beamten besuchten die Abtei noch vor Mai 1946, was dank der Aussagen eines der umgesiedelten Mönchen, V. Aleksander Schlacht, gewusst wird. Die Beamten seien Vertreter unterschiedlicher Kommissionen gewesen, die die Benediktiner ohne Umschweife zur Vorsicht mahnten, den in der Nähe stationierenden sowjetischen Soldaten kein Wort über die aufgelagerten Kisten zu erwähnen22.

Am 12. Mai wurden die Mönche, nebst allen deutschen Ortbewohnem, des Landes verwiesen. Lediglich drei von ihnen entschieden sich, am Ort zu bleiben, unter Vorbehalt aber, dass sie ihre Staatsbürgerschaft wechseln. Allerdings wurden sie alle von den polnischen Beamten noch am selben Tag hinsichtlich der verborgenen Güter vernommen. Nach einer oberflächlichen Prüfung des Inhaltes der Kisten wurden sie auf vier Bahnwaggone aufgeladen und nach Krakow abtransportiert. Hierhin kamen die Kisten womöglich gleichzeitig mit der Zeitungssammlung aus Karpniki (Fischbach) . Der Grüssauer Transport wurde zuerst an verschiedenen Orten ausgeladen, das Endziel war allerdings die Jagiellonen-Bibliothek der Krakauer Universität (Bilbioteka Jagiellonska).

1.5. Bilanz der Auslagerung

Die große Auslagerung der Bestände der Preußischen Staatsbibliothek, die allmählich in drei Etappen geteilt wurde, trug zweifellos zur Erhaltung zahlreicher Büchersammlungen bei. Die Aktionen wurden, aufgrund etlicher ministerialer Anordnungen, überwiegend von drei Menschen geplant: vom Generaldirektor Hugo Andreas Krüß, vom Ersten Direktor Joseph Becker und dem Direktor der Benutzungsabteilung, Wilhelm Poewe. Die Aktionen wurden dank der Zusammenarbeit mit den Speditionsunternehmen und üblichen Leuten in Berlin, sowie an den Bergungsorten, effektiv durchgeführt und gewährleisteten den wertvollen Büchern gemeinhin eine sichere Bergung. Die Kisten, in denen Bücher aufbewahrt waren, überdauerten meistens vernichtende Kriegshandlungen. Direkt nach dem Kriegsende gab es insgesamt 30 verschiedene Bergungsorten, die auf einem großen Gebiet zerstreut waren. Vier Depots befanden sich in der amerikanischen Besatzungszone, ein Depot in der französischen, 13 in der sowjetischen, elf in den künftigen polnischen Gebieten, davon fünf in Pommern und sechs in Schlesien, letztendlich ein Depot in Nordböhmen, also im Gebiet, das zur Tschechoslowakei gehören sollte.

Was das pommerische und schlesische Depot anbelangt, auf die Schwerpunkt gelegt wird, waren die dort aufgelagerten Bücher noch anderen, Nachkriegsgefahren preisgegeben, zu denen sich Brandschatzungen und Brände in erster Linie zählten. In den ersten Nachkriegsmonaten blieben die Bestände in einigen Depots völlig oder fast völlig unversehrt, wohingegen den anderen irreparable Schäden zugefügt wurden, sodass eine Menge der Bücher unglücklicherweise zugrunde gingen. Vom Februar 1945, als die Rote Armee Schlesien und Pommer übernahm, bis Sommer 1946, als alle Depots von den polnischen Beamten schon besucht waren und erste Entscheidungen über weiteres Schicksal der Bücher getroffen waren, wurden mindestens 300 000 Bände der Bibliothek zerstört. Weitere 400 000 Bände konnte man als verschollen erklären; die wurden meistens auf unbestimmte Zeit von Polen oder Sowjetunion übernommen .

Mit dem Kriegsende begann für die Bibliothek eine neue Epoche. Viele ihrer Mitarbeiter kamen ums Leben. Tragisch endete das Leben von Hugo Andreas Krüß. Der Generaldirektor kehrte im April 1945 nach Berlin zurück, übergab die Schlüssel und seine Papiere an Poewe und beging Selbstmord. Wilhelm Poewe, der Motor der Auslagerungen, verstarb im Dezember 1946 im sowjetischen Speziallager Sachsenhausen23, nachdem er einige Monate nach dem Kriegsende von NKWD verhaftet worden war. Joseph Becker überlebte den Krieg und leitete einige Jahre die Technische-Universität-Bibliothek in Berlin.

Die Kriegshandlungen fügten auch dem Gebäude wesentliche Schäden zu - sie werden auf 40% geschatzt24. Der Bestand war auf dem ganzen Territorium des ehemaligen Reiches zersplittert. Die offensichtlichen Ziele direkt nach dem Krieg war folglich Wiederaufbau des Sitzes und Rückholung der Bücher.

[...]


1 B. Wrobel, Ukryte skarby. Niezwykie losy dziel sztuki na Dolnym Slqsku w latach 1942-1950, Wroclaw 2009, S. 90-91.

2 R. Primke, M. Szczerpa, Wojenne tajemnice Dolnego Slqska. Nieznane epizody, depozyty, bitwy, Krakow 2009, S. 92.

3 Die Informationen zur Geschichte der Bibliothek kommen aus ihrer Webseite, http://staatsbibliothek- berlin.de/ueber-uns/geschichte-der-bibliothek.html .

4 Herder Institut Marburg DSHI 100, Grundmann 191, S. 4/105, [in:] B. Wrobel, op. cit., S. 30.

5 Das Luftschutzgesetz der Reichsregierung vom 26. Juni 1935, der ganze Text auf der Webseite von documentArchiv.de, der historischen Dokumenten- und Quellensammlung http://www.documentarchiv.de/ns/1935/luftschutzgesetz.html.

6 W. von Schochow, Bucherschicksale. Die Verlagerungsgeschichte der Preufiischen Staatsbibliothek. Auslagerung, Zerstorung, Entfremdung, Ruckfuhrung, Berlin 2003, S. 16.

7 Ibid., S. 4.

8 Ibid., S. 25.

9 Reichsbeirat fur Bibliotheksangelegenheiten, eine Einheit im 1934 zwecks Gleichschaltung des Bibliothekswesens gegrundeten Reichsministerium fur Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, aus deutscher W ikipedia, http://de. wikipedia.org/wiki/Bibliotheken_im_Nationalsozialismus.

10 A. Surner, Wissenschaftliche Bibliotheken zur Zeit des Nationalsozialismus, Munchen 2008, S. 5.

11 G. Voigt, Die kriegsbedingte Auslagerung von Bestanden der Preufiischen Staatsbibliothek und ihre Ruckfuhrung, Hannover 1995, S. 7.

12 Ibid., S. 7

13 Ibid., S. 14.

14 W. von Schochow, op. cit., S. 13.

15 G. Voigt, op. cit., S. 14.

16 Wahrend Werner von Schochow als den Schluss der zweiten Phase Sommer 1943 nennt, nimmt Ralph Breslau als deren Schluss November/Dezember 1943 an. Siehe: W. von Schochow, op. cit., Inhalt, S. VIII, sowie R. Breslau, Verlagert, verschollen, vernichtet ... Das Schicksal der im Zweiten Weltkrieg ausgelagerten Bestande derPreufiischen Staatsbibliothek, Berlin 1995, S. 7.

17 G. Voigt, op. cit. S. 20.

18 W. von Schochow, op. cit., S. 5.

19 Dies ist anhand der bestehenden Quittungen, sowie Korrespondenz mit den Eigentumem von Lagergebauden nachzuweisen. Siehe z.B. Archiv der Staatsbibliothek zu Berlin Preuhischer Kulturbesitz, SBB-PK, Archiv IIIA, Leistelle 1944-1945, Abb. 7 (29.02.1944).

20 Die Geschichte der Burg wird genau auf der Webseite „Zamki i warownie“ („Burgen und Festungen“) prasentiert, http://www.zamkipolskie.com/grodziec/grodziec.html.

21 W. von Schochow, Die Preufisische Staatsbibliothek und Polen, seit dem Zweiten Weltkrieg. Eine Bucherreis ohne Wiederhehr? [in:] Die Beziehungen der Berliner Staatsbibliothek nach Polen, Hrsg. von Antonius Jammers, Wiesbaden 1997, S. 115.

22 W. von Schochow, Bucherschicksale..., S. 74-75.

23 Ibid., S. 35.

24 W. von Schochow, Die Preufiische Staatsbibliothek..., S. 115-16.

Ende der Leseprobe aus 95 Seiten

Details

Titel
Beutekunststreit zwischen Polen und Deutschland
Untertitel
Die Verhandlungen zur Rückführung der kriegsbedingt ausgelagerten deutschen Kulturgüter
Hochschule
Uniwersytet Łódzki  (Katedra Badań Niemcoznawczych / German Studies)
Note
A
Autor
Jahr
2011
Seiten
95
Katalognummer
V174565
ISBN (eBook)
9783640949854
ISBN (Buch)
9783640949915
Dateigröße
1491 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
beutekunststreit, polen, deutschland, verhandlungen, rückführung, kulturgüter, Berlinka, Preußische Staatsbibliothek
Arbeit zitieren
Magister Jakub Gortat (Autor), 2011, Beutekunststreit zwischen Polen und Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174565

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