Bevölkerungsverteilung und -dichte als Grunddimension der Bevölkerung


Hausarbeit, 2009
15 Seiten, Note: 2,0
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundzüge der Bevölkerungsverteilung und -dichte

3 Globale und großregionale Bevölkerungsverteilung
3.1 Datenerfassung und Darstellungsmethoden
3.2 Physisch-geographische Einflussfaktoren
3.3 Wirtschaftliche Einflussfaktoren

4 Grundlagen der Bevölkerungsdichte
4.1 Datenerfassung und Darstellungsmethoden
4.2 Problematik bei der Dichtebestimmung

5 Bangladesch - Ein Beispiel

6 Fazit

7 Literatur

1 Einleitung

Bereits seit der Antike wird der Bevölkerung bei der Beschreibung der verschiedenen Erdräume und Landschaften eine wichtige Rolle zugesagt. Dabei war auch die Bevölkerungsverteilung schon immer von großer Bedeutung (Kemper/Kuls 2002:13).

In der Geschichte der Bevölkerungsgeographie gab es einige Etappen. Zeitweise wurde sich in verschiedenen Regionen der Erde mit der Erfassung von Bevölkerungszahlen beschäftigt, wohingegen sich in anderen Teilen der Erde eher mit der Bevölkerungsstruktur, den verschiedenen Sprach- oder Religionsgemeinschaften auseinander gesetzt wurde (Kemper/Kuls 2002:13).

Seit den 70er Jahren steigt das Interesse an Bevölkerungsfragen, so auch an Fragen der Verteilung und Dichte der Bevölkerung, weltweit immens an. Das Jahr 1974 wurde infolgedessen von den Vereinten Nationen zum „Weltbevölkerungsjahr“ ernannt. Es fanden internationale Konferenzen statt, die sich mit den Problemen des raschen Wachstums der Weltbevölkerung auseinander setzten. Die Weltbevölkerung sowie deren Verteilung und Dichte werden seither nicht mehr isoliert betrachtet. Auch Hinter- gründe und Einflussfaktoren sind jetzt von zentraler Bedeutung (Bähr 2004:9).

Im Jahr 2009 misst die Weltbevölkerung rund 6,8 Milliarden Menschen. Davon leben etwa 5,6 Milliarden in Entwicklungsländer und 1,2 Milliarden in Industrieländer. Es besteht ein starkes Ungleichgewicht der Bevölkerungsverteilung weltweit (PRB 2009:6).

Diese Hausarbeit legt im Folgenden dar, wie sich dieses Ungleichgewicht darstellt, welche Faktoren Einfluss auf die Verteilung und Dichte haben, welche Möglichkeiten der Datenerfassung und Darstellung es gibt und stellt abschließend das Beispiel Bang- ladesch vor.

2 Grundzüge der Bevölkerungsverteilung und -dichte

Es bleibt zunächst festzuhalten, dass die Begriffe Bevölkerungsverteilung und -dichte zwar sehr eng miteinander verwandt sind, jedoch andere Intensionen verfolgen. Wo die Bevölkerungsverteilung sich mit der Streuung der Bevölkerung im Raum beschäftigt, stellt die Bevölkerungsdichte das Verhältnis der Bevölkerung eines Raumes zur Fläche dar und ist somit eine relative Zahl (Bähr 2004:27).

Bevölkerungsverteilung und -dichte stehen bei Fragen der Bevölkerungsgeographie weltweit oft im Mittelpunkt (Bähr 2004:27). Allerdings ist es meist schwer an statistische Datengrundlagen, welche zudem global vergleichbar sind, zu gelangen (Leib/Mertins 1983:19).

Die sogenannten Volkszählungen, bei denen Angaben über Größe und Struktur der Bevölkerung eines Landes gemacht werden, sind äußerst problematisch. Denn sie sind sehr teuer und auch die schlechte Erreichbarkeit einiger Regionen der Erde haben zur Folge, dass sie relativ unregelmäßig durchgeführt werden. Zudem liefern sie lediglich eine Momentaufnahme eines bestimmten Zeitpunktes (Leib/Mertins 1983:19).

Infolgedessen kommt es häufig nur zu Bevölkerungsfortschreibungen, bei denen der, bei der Volkszählung ermittelten Bevölkerungszahl die bekannten Zu- oder Fortwande- rungen sowie Sterbe- oder Geburtenfälle addiert oder subtrahiert werden. Eine andere Möglichkeit ist der Mikrozensus, bei dem meist jährlich 1 % aller Haushalte befragt werden (Leib/Mertins 1983:19-21). Allerdings können diese kostensparenden Varianten eine Vollerhebung, wie die Volkszählung nicht ersetzen (Gebhardt 2007:785).

3 Globale und großregionale Bevölkerungsverteilung

Um die Bedingungen der Bevölkerungsverteilung analysieren zu können, gibt es vier Grundformen, die dabei helfen sollen beobachtete Raummuster zu typisieren. Abbil- dung 1 stellt diese Grundformen modellhaft dar. Hierbei wird zunächst zwischen Dis- persion und Konzentration differenziert. Eine gleichmäßige Dispersion würde bedeuten, dass die Bevölkerung in einem Raum völlig gleichmäßig verteilt ist, wohingegen die zufällige Dispersion eine nicht systematische Streuung der Bevölkerung beschreibt.

Bei der Konzentration gibt es eine zentralisierte (die Bevölkerung häuft sich an einem zentralen Ort) und eine dezentralisierte (die Bevölkerung häuft sich an mehreren Orten) Verteilungsform (Bähr 2004:28).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Grundformen räumlicher Bevölkerungsverteilung Quelle: Bähr 2004:28

Bei Betrachtung des schon angesprochenen globalen Ungleichgewichts der Bevölkerungsverteilung bleibt zu sagen, dass vor allem zwischen Industrie- und Entwicklungsländern unterschieden werden muss (Heineberg 2004:58-59).

2009 leben knapp fünf Mal soviele Menschen in Entwicklungsländern als in Industrieländern und dieses Ungleichgewicht wird sich laut den Vereinten Nationen (Abb. 2) noch verstärken (PRB 2009:3-6).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Bevölkerungsentwicklung bis 2050

Quelle: eigene Darstellung nach Birg 2004:107 und UN 2009:vii

Die große Differenz wird auf die zeitlich verschobene Entwicklung der Geburten- und Sterberaten zurück geführt. Wie in Abbildung 3 erkennbar, lebt der größte Anteil der Weltbevölkerung in Asien. Besonders auffällig jedoch ist auch Afrika mit seinen immens hohen Bevölkerungswachstumsraten (Gebhardt 2007:785).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Bevölkerungsverteilung und -wachstum Quelle: Bähr 2004:52

3.1 Datenerfassung und Darstellungsmethoden

Wie bereits in Kapitel 2 erwähnt, dienen Volkszählungen oder Mikrozensus als Datengrundlage für viele bevölkerungsgeographische Fragen. Zur Veranschaulichung von Untersuchungsergebnissen gibt es viele Bevölkerungskarten, die sich unter anderem auch mit der Bevölkerungsverteilung beschäftigen (Bähr 2004:35).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Bevölkerungsverteilung und Verstädterungsgrad Quelle: Diercke Weltatlas 2008:258

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Bevölkerungsverteilung und -dichte als Grunddimension der Bevölkerung
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Geographisches Institut)
Veranstaltung
Seminar Stadt- und Bevölkerungsgeographie
Note
2,0
Jahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V177794
ISBN (eBook)
9783640998739
ISBN (Buch)
9783656022039
Dateigröße
971 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bevölkerungsgeographie, Bevölkerungsdichte, Bevölkerungsverteilung, Bangladesh
Arbeit zitieren
Anonym, 2009, Bevölkerungsverteilung und -dichte als Grunddimension der Bevölkerung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177794

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Bevölkerungsverteilung und -dichte als Grunddimension der Bevölkerung


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden