Ökozonen-Einflussfaktor Klima

Am ausgewählten Beispiel der Wüste Sahara


Seminararbeit, 2008

14 Seiten, Note: 1,3

Marcel Prescherl (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klimatologische Einflussfaktoren
2.1 Globalstrahlung
2.2 Vegetation Beispiel Mitteleuropa
2.3 Innertropische Konvergenzzone
2.4 Hadley Zelle

3. Beispiel Wüste Sahara ( tropisch/subtropische Trockengebiete, n. Schultz )
3.1 Sahara
3.2 Sahara Klima, Flora und Fauna
3.3 Landnutzung

4. Veränderung d. Ökozonen durch den Menschen am Bsp. der Desertifikation
4.1 Desertifikation
4.2 Gründe für Desertifikation
4.3 Bekämpfungsmethoden gegen die Desertifikation

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Vor allem die Sonneneinstrahlung ( Energiequelle für die Fotosynthese ) mit ihren verschiedenen Strahlungsintensitäten und Dauer hat einen immensen Einfluss auf die Verteilung der Ökozonen.

Des Weiteren hat die Vegetationsperiode ( als jährliche Zeitspanne für die Primärproduktion ) einen beträchtlichen Einfluss auf die Ökozonen. Weitere relevante Klimafaktoren sind die Lufttemperatur, Niederschlag und auch die Verdunstung etc. Die Ökozonen unterscheiden sich nach dem jährlichen und täglichen Klimagang.

Die ökozonale Gliederung ( nach Jürgen Schultz ) folgt vorrangig naturräumlichen Kriterien wie zum Beispiel dem Klima, Böden oder auch der Vegetation. Der wichtigste Einflussfaktor für die Ökozonen ist das Klima. Das Klima bestimmt großräumig die Rahmenbedingungen für die exogenen geomorphologischen Prozesse, Bodengenese, Vegetationsentfaltung und Landnutzungspotenziale.

2. Klimatologische Einflussfaktoren

2.1 Globalstrahlung

Die gesamte Sonnenstrahlung ( Summe aus direkter Strahlung und diffuser Himmelsstrahlung ) die am Erdboden ankommt wird auch als Globalstrahlung bezeichnet. Die diffuse Himmelsstrahlung und direkte Sonneinstrahlung bilden die wichtigste Größe der Globalstrahlung. ( vgl. Hupfer, Kuttler 2005, S.49 ). Dabei ist die Stärke der Strahlung die den Erdboden erreicht unterschiedlich. Sie ist abhängig von der geografischen Breite, Tageszeit, Jahreszeit, klimatischen Verhältnissen und dem Einstrahlungswinkel, unter dem die Strahlung auftrifft. Man könnte die Globalstrahlung auch als das Energieangebot an die Erdoberfläche aus der kurzwelligen Strahlung bezeichnen ( vgl. Häckel 2005, S.197 ).

2.2 Vegetation Beispiel Mitteleuropa

Der Zeitraum in dem die Pflanzen fotosynthetisch aktiv sind wird, als Vegetationsperiode bezeichnet. Die Wachstumszeit beginnt, in dem das Tagesmittel der Lufttemperatur mindestens 5° Celsius ( für einige Pflanzen auch 10° Celsius ) beträgt. Wird diese Temperatur unterschritten, tritt eine sogenannte Vegetationsruhe ein ( vgl. Schultz 2002, S.27 ). Die feste Erdoberfläche ist zu einem großen Teil von einer Vegetationsdecke überzogen. Diese Vegetationsdecke ist abhängig vom Klima, wirkt sich aber auch selbst auf das Klima aus. Das heißt, dass Klimaschwankungen mit Änderungen der Vegetation verbunden sind, in beidseitiger Abhängigkeit.

Wenn in den Phänophasen Veränderungen auftreten, sind dies gute Hinweise dafür, dass Klimaänderungen stattfinden. Besonders in den Frühjahrsphasen sind deutliche Tendenzen der Verfrühung festzustellen. Dies liegt an den höheren Temperaturen, seit Ende der 1980er Jahre in Mitteleuropa. Das Phänomen des Verführens bei der Vegetation ist bei fast allen Pflanzenarten festzustellen.

Zum Beispiel hat sich der Vegetationsbeginn in Europa in den letzten Jahren verschoben.

Immer früher beginnen Bäume an zu ergrünen. Der Trend macht sich besonders in Mitteleuropa bemerkbar. Die höheren Temperaturwerte in Europa zwischen Februar und April sind auf die Veränderungen der atmosphärischen Zirkulation über Europa, seit Ende der 1980er Jahre zurückzuführen.

Auch die Vegetationszeit dehnt sich aus, da sich der Vegetationsbeginn, wie eben erwähnt, verfrüht. Generell ist eine allgemeine Verlängerung der Vegetationsperiode von positiver Wirkung für die Landwirtschaft. Jedoch führen die teilweise höheren Temperaturen zu einer Verkürzung der Phasenlängen der Vegetation. Dies hat eine negative Auswirkung auf die Landwirtschaft, bzw. für Nutzpflanzen. Folgen sind hier Mindererträge, und negativen Änderung der Ertragsbildung. Trotzdem ist es möglich, dass gegen den Trend der Frühjahrserwärmung durch bestimmte Wetterlagen, auch Kaltluft aus Norden nach Mitteleuropa gelangt ( vgl. Hupfer, Kuttler 2005, S.257, 277 und 490 ).

2.3 Innertropische Konvergenzzone

Die Innertropische Konvergenzzone ( ITCZ ) kann man auch Kalmengürtel nennen. Auf Satellitenbildaufnahmen, wird die ITCZ durch ein zonales Wolkenband sichtbar, was wie lang gezogen wirkt. Bis 15° 20° Grad geografischer Breite reicht die Passatzirkulation. Es folgt der subtropische Hochdruckgürtel mit überwiegend absinkenden Luftbewegungen. Durch den Hochdruck ist es fast nicht möglich, dass sich Wolken bilden. ( diese Zone wird auch Rossbreitenhoch genannt ) ( vgl. Häckel, 2005, S.301 ).

Durch Strömung in den unteren Schichten der Atmosphäre entsteht in der Innertropischen Konvergenz ein Massenüberschuss. Dieser Massenüberschuss wird durch aufsteigende Luftströmung ausgeglichen. Dadurch entsteht eine starke Labilität feuchter Luftmassen und daraus häufig recht intensive Konvektion, mit hoch reichenden Wolken, starken Niederschlägen und teils heftigen Gewittern.

Die Innertropische Konvergenzzone verläuft beiderseits des geografischen Äquators, wo die Passate der beiden Erdhalbkugeln in der äquatorialen Tiefdruckrinne konvergieren. Sie verläuft ungefähr bei 5° nördlicher Breite, wandert im Jahresverlauf mit dem Sonnenhöchststand und dem Gürtel der stärksten Erwärmung folgend über den Festländern weit nach Norden und Süden.

Zum Beispiel verläuft die ITCZ im Sommer der Nordhalbkugel über Indien ( ca 30° Grad nördlicher Breite ), dies ist deutlich außerhalb der Tropen und steuert zudem den Sommer Monsun, der über dem Subkontinent sehr starke Niederschläge hervorruft ( vgl. Microsoft Encarta, Göbel 2006 ).

2.4 Hadley Zelle

Die Hadley Zelle ist eine meridional ausgerichtete Luftmassenzirkulation. Die Hadley Zelle hat ihren Ursprung in den inneren Tropen zwischen der innertropischen Konvergenz und den subtropisch randtropischen Hochdruckgürteln, beiderseits des Äquators. Die in der innertropischen Konvergenz aufsteigenden Luftmassen bewegen sich in der Höhe polwärts. Eine Absinkbewegung der Luftmassen erfolgt im Bereich der subtropisch randtropischen Hochdruckgürtel. Die abgesunkenen Luftmassen fließen dann mit der unteren Passatströmung wieder in Richtung Äquator. Insgesamt ist dies eine Vertikalzirkulation und ist Bestandteil des Luftmassenaustausch zwischen der Äquatorialzone und den höheren Breiten. ( vgl. Microsoft Encarta, Kutschera 2006 ). Die polwärts strömende Luft sinkt über dem Wüstengürtel wieder ab und erwärmt sich dabei zunehmend. Dieser Prozess bestimmt unter anderem die tropischen und subtropischen Klimate mit und führt auch zur Wüstenbildung, wie zum Beispiel bei der Wüste Sahara ( vgl. www.atmosphere.mpg.de/enid/1pd 2007 ).

Es ist ein Kreisprozess der Arbeit leistet, in diesem Prozess wird kinetische Energie freigesetzt ( aktive Zelle ). Die Hadley Zelle gehört zur Meridionalzirkulation, wie auch die Ferrel Zelle und Polar Zelle ( vgl. Hupfer, Kuttler 2005, S.155 ).

Abbildung 1 Hadley Zelle

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: www2.tu berlin.de/~kehl/project/lv twk/images/jpgs/03 hadley_zelle1.jpg

3. Beispiel Wüste Sahara ( tropisch/subtropische Trockengebiete, n. Schultz )

3.1 Sahara

Die Sahara ist eine Wüste in Nordafrika, sie ist die größte Wüste der Welt. Sie erstreckt sich vom Atlantischen Ozean bis hin zum Roten Meer. Die Wüste ist etwa 2000 Kilometer breit und misst von Osten nach Westen ungefähr 6000 Kilometer. Insgesamt hat die Wüste eine Gesamtfläche von ca. 9,1 Millionen Quadratkilometern. Etwa 207200 Quadratkilometer sind fruchtbar, unter anderem mit sehr fruchtbaren Oasen.

Die Grenzen der Sahara sind nicht genau definiert, jedoch haben die Länder Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Westsahara, Mauretanien, Mali, Niger, Tschad und der Sudan Anteil an dem Wüstengebiet. Die Grenzen sind aus dem Grund nicht genau festgelegt, da sich die Wüste derzeit stetig weiter nach außen dehnt. Das liegt an Klimaänderungen, Nutzung durch den Menschen, Überweidung durch Tiere der vergangenen Jahrtausende. Vor ca. 8000 Jahren war die Sahara eine weitaus mehr fruchtbare Region, es wurden sogar Kulturpflanzen angebaut. Als die Wüstenbildung einsetzte, verließen die Menschen das Land , was die Desertifikation noch verstärke.

Hauptsächlich ist die Sahara ein Tafelland mit mittleren Höhen zwischen 200 und 500 Metern. Nördlich ( vor allem in Algerien und Ägypten ), liegen einige Gebiete unter dem Meeresspiegel. Der tiefste Punkte liegt 133 Meter unter dem Meeresspiegel, die Kattarasenke in Ägypten.

Die westliche Sahara gliedert sich naturräumlich in die zentralen Gebirgsmassive des Ahaggar und des Tibesti. Die Lybische Wüste ist naturräumlich im Osten der Sahara. Der westliche Teil der Sahara besteht größtenteils aus Steinwüsten und Sandwüsten, in unterschiedlichen Höhenstufen. Die Küstenregionen sind durch die maritime Nähe eher feucht, der Rest gilt als überaus trocken, sodass es an der Oberfläche keine Fließgewässer gibt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Ökozonen-Einflussfaktor Klima
Untertitel
Am ausgewählten Beispiel der Wüste Sahara
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Geographie)
Veranstaltung
Ökozonen
Note
1,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
14
Katalognummer
V180546
ISBN (eBook)
9783656033202
ISBN (Buch)
9783656033080
Dateigröße
479 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ökozone, Ökozonen, Klima, Klimazone, Sahara, Wüste
Arbeit zitieren
Marcel Prescherl (Autor), 2008, Ökozonen-Einflussfaktor Klima, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180546

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