Beruf Sportlehrer - Persönlichkeit und Kompetenzen des Sport- und Bewegungslehrers


Hausarbeit, 2010

13 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Persönlichkeit

3. Leitbild, Anforderungen, Aufgaben und Kompetenzen: Eine grundlegende Begriffsabgrenzung

4. Kompetenzen

5. Persönlichkeit und Kompetenz

6. Kompetenzerwerb im Sportstudium

7. Zusammenfassung

1. Einleitung

ln der Literatur finden sich zahlreiche Themen, die sich mit dem Beruf des Lehrers und dem Arbeitsplatz Schule beispielweise in Bezug auf Probleme, Schwerpunkte und Lösungsmöglichkeiten beschäftigen, ln dieser Arbeit soll aber vertieft auf die notwendigen oder im Schulalltag hilfreichen Kompetenzen sowie die Persönlichkeit des Sport- und Bewegungslehrers eingegangen werden, Die nachfolgende Grafik könnte beispielsweise einem Brainstorming zur Fragestellung der Aufgaben/ Rollen/ Kompetenzen eines Sportlehrers entsprungen sein, Die zahlreichen Begriffe und zum Teil sehr differenzierten Ansprüche verdeutlichen die inhomogenen Anforderun­gen, welchen sich die Lehrkraft gegenübergestellt sieht, Um zumindest einem gro­ßen Teil der Schülerschaft und insbesondere auch der eigenen Person gerecht wer­den zu können, scheint das Erwerben und Besitzen gewisser Kompetenzen und Ei­genschaften von immanenter Bedeutung zu sein,

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Sportlehrerkompetenzen S.18

Ähnlich relevant erscheint auch die Lehrerpersönlichkeit, die von den Lehrenden sel­ber als zu 50% bis 80% als Nicht-Erlernbar beschrieben wird, So heißt es, sei das Geheimnis eines guten Lehrers eine gewisse angeborene erzieherische Qualität, Hinzu kommen positive Lernerfahrungen durch die Persönlichkeit der eigenen ehe­maligen Lehrkräfte und Dozenten während der Schule, Ausbildung und Studium, Interessant ist jedoch, dass weder bei der Zulassung zur Lehrerausbildung noch im Studium die Persönlichkeit angehender Lehrkräfte eine Rolle spielt.1 Stellt man dies in Kontrast zu sonst üblichen Selektionsverfahren beispielsweise bei anderen staatli­chen Einrichtungen und Behörden, eröffnet sich die Frage, warum dies in der Lehr­ausbildung nicht angewendet wird. Ist die „gute“ Lehrerpersönlichkeit vielleicht doch nicht feststellbar oder frühzeitig keine Selektion Gewollt oder möglich? Über diese und anderen Themen ließe sich sicherlich tiefgehender diskutieren, ohne ggf. eine Lösung zu finden. Ziel dieser Arbeit soll es jedoch vordergründig sein das Basiswis­sen, in Form der Definition sowie inhaltlichen Aspekten, von Persönlichkeit und Kompetenzen des Sportlehrers bereit zu stellen.

2. Persönlichkeit

Alltäglich benutzt, fällt eine klare Definition des Persönlichkeitsbegriffes nicht gerade leicht. Miethling/Gieß-Stüber führen an, dass Persönlichkeit als ein Verhaltenskorre­lat bezeichnet werden kann, welches im Zeitablauf relativ stabil und jedem Menschen einzigartig ist. Drei wesentliche Aspekte des Persönlichkeitsbegriff sind dabei he­rauszustellen. So wird Einzigartigkeit jedes Individuums betont, was auch als interin­dividuelle Differenz, also als Unterscheidung zwischen Personen, beschrieben wer­den kann. Allerdings lassen sich auch intraindividuelle Differenzen, also im Verhalten einer Person im Zeitablauf oder im Erleben und Verhalten in verschiedenen Situatio­nen, feststellen. Wahrnehmung und Verhalten einer Person ist damit als situations- übergreifend und lebensgeschichtlich nicht stabil zu charakterisieren und hängt von diversen externen und internen Einflüssen und Erfahrungen ab. Den dritten Aspekt bildet der Begriff „“Verhaltenskorrelat“, welcher darauf hinweist, dass bei der Persön­lichkeitsdefinition ein Konstrukt erstellt wird, welches beobachtbares Verhalten wi­derspiegelt und zugleich beobachtbares Verhalten beeinflusst oder bildet. Dieses Konstrukt kann auch mit Eigenschaften oder Disposition, d.h. Möglichkeiten und Be­reitschaften, einer Person umschrieben werden. Der Psychologie entnommen, las­sen sich fünf charakteristische Persönlichkeitsdimensionen unterscheiden.

I. Emotionale Labilität versus Stabilität/Belastbarkeit: Emotionale Stabilität be­schreibt der Ausprägung von Traurigkeit, Unsicherheit, Verlegenheit, Besorgt- heit um Gesundheit und Ideen sowie das Maß Bedürfnisse zu kontrollieren und mit Stresssituation angemessen umgehen zu können.
II. Extroversion versus Introversion: Extrovertierte Personen zeichnen sich eher durch ein höheres Maß an Kontakt- und Kommunikationsfreudigkeit, Optimis­mus und Heiterkeit aus.
III. Offenheit für Erfahrungen versus Verschlossenheit: Erfahrungsoffenheit steht wissbegierige und phantasievolle Personen, die in stärkerem Maß Abwech­slung bevorzugen, vielfältigen Interessen nachgehen und sich mitunter stärker aktuelle Themen verfolgen.
IV. Verträglichkeit: Verträgliche Personen sind toleranter, selbstloser, kooperativer und nachgiebiger, außerdem zeichnen sie sich durch mehr zwischenmen­schliches Vertrauen aus und haben ein ausgeprägteres Harmoniebedürfnis.
V. Gewissenhaftigkeit: Je gewissenhafter eine Person ist, desto sorgfältiger, zu­verlässiger, disziplinierter, systematischer und ehrgeiziger kann sie einge­schätzt werden.

Es ist gut vollziehbar, dass bestimmte Charakteristika, wie eben ein höheres Maß an emotionaler Stabilität, Offenheit, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit, für die er­folgreiche Lehrerpersönlichkeit von Vorteil zu sein scheint. Festgestellt wurde jedoch, dass diese Persönlichkeitsdimensionen nur ein Aspekt der positiven Lehrerpersön­lichkeit sind, hinzu kommen Motive, Interessen und Einstellungen insbesondere in Bezug auf den unterrichtlichen Vermittlungsgegenstand Bewegung und Sport. So kann die Rolle und das Auftreten des Lehrers davon berührt sein, inwieweit dieser Sport in seiner Sozialisation eher unter sozialen oder leistungsbezogenen Aspekten erlebt hat. Möglich ist es dann, dass er sich angelehnt an die eigenen Erfahrungen als Sport- und Bewegungserzieher oder als Trainer betrachtet oder sich im Kontrast gegen diese erlebten Rollen wendet. Ergänzt werden die angeführten Punkte um die nachfolgend Erläuterung findende Kompetenz.2

[...]


1 Vgl. Gieß-Stüber, P./ Miethling, W.-D. (2007), S.2.

2 Vgl. Gieß-Stüber, P./ Miethling, W.-D. (2007), S. 4f.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Beruf Sportlehrer - Persönlichkeit und Kompetenzen des Sport- und Bewegungslehrers
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Sportwissenschaften und Motologie)
Veranstaltung
Unterrichten und methodisches Handeln im Bewegungs- und Sportunterricht
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V180685
ISBN (eBook)
9783656037644
ISBN (Buch)
9783656037248
Dateigröße
766 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
beruf, sportlehrer, persönlichkeit, kompetenzen, sport-, bewegungslehrers
Arbeit zitieren
Markus Rhöse (Autor), 2010, Beruf Sportlehrer - Persönlichkeit und Kompetenzen des Sport- und Bewegungslehrers, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180685

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Beruf Sportlehrer - Persönlichkeit und Kompetenzen des Sport- und Bewegungslehrers



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden