Integration von RFID-Systemen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009

21 Seiten, Note: 2,0


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Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Zusammenfassung

1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodik und Aufbau der Arbeit

2 Begriffsbestimmung

3 Integration von RFID-Systemen im Real Time Enterprise
3.1 Real Time Enterprise Architektur
3.2 Schichten
3.3 On-Demand Service

4 Fazit und Blick in die Zukunft

Literaturverzeichnis

A Abbildungsverzeichnis

Abb. 2-1: Aufbau eines passiven RFID-Systems

Abb. 3-1: Ebenen und Bausteine für eine RTE-Informationsarchitektur

Abb. 3-2: Fluss von Waren und Informationen entlang von Lieferketten

Abb. 3-3: m:n Netzwerk

Abb. 3-4: m:n Netzwerk mit reduzierter Kommunikationsverbindung

B Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zusammenfassung

Es gibt verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten ein RFID-System in die betriebliche IT-Landschaft zu integrieren. Nach den Begriffsbestimmungen wird in der vorliegenden Arbeit die Integration anhand eines Architekturmodells im RealTime Enterprise erläutert. Anschließend werden On-Demand Services beleuchtet und mit RFID in Verbindung gebracht. Die Integrationsbeschreibung bezieht sich in dieser Arbeit auf keine spezielle Branche sondern soll eine Orientierung für Projektmanager und Softwarearchitekten darstellen.

1 Einführung

1.1 Problemstellung

Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit sind tragende Werte für betriebswirt- schaftliches, unternehmerisches Handeln und sind Gründe, warum das automatische Identifikationsverfahren „RFID“ (Radio Frequency Identification) in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat.[1] Unternehmen wie Metro, Wal-Mart, Tesco, etc. nutzen diese Technologie bereits erfolgreich, um nur ein paar Beispiele zu nennen.[2]

Im Vergleich zum klassischen Barcode bringt diese Technologie einige Vorteile mit sich. RFID bringt erhöhte Prozesseffizienz, zum Beispiel bei der Ein-und Auslagerung von Teilen. Weitere Vorteile sind die Verbesserung der Warenver- fügbarkeit oder die Bekämpfung von Schwund und Produktfälschungen. Auf der anderen Seite stehen enorme Investitionen für die IT-Infrastruktur. Die gelese- nen Daten der physischen Objekte der Realwelt müssen nicht nur dem Informa- tionssystem zugeführt werden, sondern sollen dem Unternehmen und unter Umständen auch anderen Unternehmen in Echtzeit zur Verfügung stehen. Da- durch ergeben sich einige Integrationsfragestellungen, z.B. Protokollstandards oder Mechanismen zur Fehlerbehebung der gelesenen Daten. Um dies umzu- setzen, gibt es mittlerweile zahlreiche Autoren, die versuchen Wege zu be- schreiben, wie die RFID-Systeme in bestehende IT-Landschaften integriert werden können.[3]

1.2 Zielsetzung

Ziel dieser Hauptseminararbeit soll es sein, die RFID-Technik zu beleuchten und einen Ansatz aufzuzeigen, wie man ein RFID-System in ein bestehendes Informationssystem integrieren kann. Die Integration wird speziell im Real Time Enterprise, dem Echtzeitunternehmen durchgeführt.

1.3 Methodik und Aufbau der Arbeit

Die Arbeit setzt sich wie folgt zusammen: Im ersten Teil werden die Bestandtei- le eines RFID-Systems erklärt sowie die Begriffe RFID-System, RFID- Integration, Informationssystem, Middleware und Echtzeitunternehmen definiert. Anschließend wird die Real Time Enterprise Architektur vorgestellt mit verbun- dener Beschreibung der einzelnen Schichten. Die einzelnen Schichten weisen verschiedene Gestaltungsoptionen der Integration auf. Danach wird die On- Demand Infrastruktur vorgestellt und mit RFID in Verbindung gebracht. Ab- schließend wird ein Blick in die Zukunft gewagt. Die gesamte Arbeit basiert auf einer intensiven Literaturanalyse.

2 Begriffsbestimmung

Ein RFID-System setzt sich im Wesentlichen aus zwei Komponenten zusam- men:

Zum Einen der Transponder, auch „Tag“ genannt, der an dem jeweiligen physi- schen Objekt, z.B. einer Palette, befestigt wird. Dieser „Tag“ dient u.a. der Posi- tions- oder Temperaturbestimmung von Produkten im Kühllager. Die eindeutige ID-Nummer aller Transponder macht eine kontaktlose Erkennung auf Instan- zenebene möglich.

Als zweite Komponente ist das Lesegerät zu erwähnen, das mittels einer An- tenne den Transponder anspricht. Die Lesegeräte sind als mobile oder stationä- re Variante auf dem Markt erhältlich. Mittlerweile ist es sogar möglich, den Chip auf dem jeweiligen Objekt mit Informationen zu beschreiben. In der Luftschnitt- stelle existieren abhängig vom Gerätetyp, verschiedene Frequenzbereiche, wo- durch die Reichweite eines RFID-Systems festgelegt wird. Ein weiteres Unter- scheidungsmerkmal von RFID-Systemen ist die Energieversorgung. Es wird differenziert zwischen aktiven sowie passiven Transponder. Die passiven Transponder werden durch das elektromagnetische Feld des Lesegeräts mit Energie versorgt. Im Gegenzug dazu versorgen sich die aktiven Transponder mit einer eigenen Batterie. In Abbildung 2-1 ist der grobe Aufbau eines passiven RFID-Systems dargestellt.[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2-1: Grundaufbau eines passiven RFID-Systems[5]

Bei einem aktiven RFID-System würde der Energiefluss in dieser Abbildung wegfallen.

In jedem RFID-System existiert ein Informationssystem, in der Abb. 2-1 Middleware genannt, das mit den gelesenen Daten der RFID-Lesegeräte per serielle Schnittstelle oder über Netzwerkverbindungen versorgt werden muss.[6] Laut Literatur versteht man unter Informationssystemen „[ ] soziotechnische (Mensch-Maschine) Systeme, die menschliche und maschinelle Komponenten (Teilsysteme) umfassen und zum Ziel der optimalen Bereitstellung von Information und Kommunikation nach wirtschaftlichen Kriterien eingesetzt werden.“[7] Wobei man unter Kommunikation im IS den Austausch von Informationen im System und zwischen IS und der Umwelt versteht.[8]

Schwerpunkt dieser Arbeit soll die RFID-Integration darstellen. Der Begriff In- tegration bedeutet die „[ ] Verknüpfung von Menschen, Aufgaben und Technik zu einer Einheit.“[9] RFID-Systeme dienen als Schnittstelle zwischen physischen Vorgängen in der realen Welt und den Informationssystemen.[10] Um dies um- zusetzen, wird in dieser wissenschaftlichen Arbeit die RFID-Integration im Real Time Enterprise betrachtet. „ RTE “ (Real Time Enterprise) bedeutet soviel wie „Echtzeitunternehmen“, dass laut Literatur drei wesentliche Fähigkeiten vor- weist:

1. Die eingespeisten Daten sind in Echtzeit ohne Zeitverzögerung in den Datenpool integriert.
2. Der Datenpool kann in Echtzeit abgerufen werden, um beispielsweise Analysen durchzuführen.
3. Die „Schritt für Schritt“ Abarbeitung geht zunehmend mehr in Richtung sofortige Abarbeitung in Echtzeit.[11]

Um das RFID-System zu integrieren, kommt der Middleware eine zentrale Rolle zu. Die Middleware wird als eigenständige Softwareschicht verstanden, die die Schnittstelle zwischen Applikation und Plattform bildet. Mit anderen Worten hat sie die Aufgabe, die unterschiedlichen Semantiken von Services aus verschie- denen Systemen miteinander zu verknüpfen. Dadurch soll die Zuverlässigkeit, Sicherheit und Verfügbarkeit von Informationen sowie Skalierbarkeit der Syste- me sichergestellt werden.[12] Die allgemeine Definition von Middleware lautet:

„Middleware ist derjenige Teil von Software, der den Austausch von Informationen zwischen verschiedenen Komponenten einer verteilten heterogenen IVLandschaft ermöglicht.“[13]

Die Middleware wird häufig bei komplexen Systemen verwendet, insbesondere in der Logistik z.B. Warenhäusern oder Lieferketten.[14]

[...]


[1] Kuhlin, Thielmann/ Real Time Enterprise in der Praxis/ S.

[2] Vgl. Clasen/ Das EPCglobal Netzwerk. In: Seifert, Becker/ RFID in der Logistik/ S.

[3] Vgl. für diesen Absatz grundlegend Thiesse, Gross/ Integration von RFID in die betriebliche IT Landschaft. In: Wirtschaftsinformatik Nr.3, S.

[4] Vgl. für diesen Absatz grundlegend Thiesse, Gross/ Integration von RFID in die betriebliche IT Landschaft. In: Wirtschaftsinformatik 48 Nr.3, S.

[5] Quelle: Finkenzeller/ RFID Handbuch/ S.

[6] Vgl. Lampe, Flörkemeier, Haller/ Einführung in die RFID Technologie. In: Fleisch, Mattern(Hrsg.): Das Internet der Dinge/ S.70.

[7] Krcmar/ Informationsmanagement/ S. 25 (zit. nach Profil der Wirtschaftsinformatik. In: Wirtschafts Informatik 35, Nr.1, S.80 81)

[8] Vgl. Krcmar/ Informationsmanagement/ S.

[9] zit. nach Mertens/ Integrierte Informationsverarbeitung 1/ S.

[10] Vgl. Fleisch, Mattern/ Das Internet der Dinge/ S.

[11] Vgl. für diesen Absatz grundlegend Kuhlin, Thielmann/ Real Time Enterprise/ S.

[12] Vgl. für diesen Absatz grundlegend Riehm, Vogler/ Middleware Infrastruktur für die Integration. In: Österle, Riehm, Vogler/ Middleware/ S.

[13] zit. nach Soeffky/ Middleware. In: Mertens u.a. (Hrsg.)/Lexikon der Wirtschaftsinformatik/ S.

[14] Vgl. Kern/ Anwendung von RFID Systemen/ S.

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Details

Titel
Integration von RFID-Systemen
Hochschule
Technische Universität Ilmenau
Note
2,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
21
Katalognummer
V182390
ISBN (Buch)
9783656063797
Dateigröße
697 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
RFID, Real Time Enterprise;, On-Demand;, IT-Landschaft;, Transponder, Tag;, Integration;, Middleware;, ERP-Systeme;, Track&Tracing;
Arbeit zitieren
Friedemann Dorn (Autor), 2009, Integration von RFID-Systemen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182390

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