Themen der Corporate Communication am Beispiel der Krisenkommunikation


Seminararbeit, 2010

20 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Abkürzungsverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

III Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Unternehmenskrise
2.1 Die Krise und ihre Ursachen
2.2 Krisenphasen

3 Krisenkommunikation in der Unternehmenskrise
3.1 Begriffsbestimmungen
3.1.1 Unternehmenskommunikation
3.1.2 Krisenkommunikation
3.2 Aufgaben, Anforderungen und Ziele der Krisenkommunikation
3.2.1 Aufgaben und Anforderungen der Krisenkommunikation
3.2.2 Ziele der Krisenkommunikation
3.3 Bezugsgruppen
3.4 Instrumente
3.4.1 Interne Instrumente
3.4.2 Externe Instrumente

4 Möglichkeiten und Grenzen der Krisenkommunikation

5 Fazit

Literaturverzeichnis

I Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

II Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Bedeutung der Krisenkommunikation

Abbildung 2: Krisenarten

Abbildung 3: Vier-Phasen-Modell nach Krystek

Abbildung 4: Anforderungen an die Krisenkommunikation

Abbildung 5: Interne und externe Kommunikationsinstrumente eines Unternehmens

III Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Positive und negative Faktoren der Krisenkommunikation

1 Einleitung

Im Rahmen dieser Seminararbeit stellt sich die Frage welche besondere Bedeutung der Unternehmenskommunikation in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen zukommt, insbesondere in Krisenzeiten. Das Phänomen der Unternehmenskrise hat Max Frisch wie folgt beschrieben: „Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“[1]

Folgende Übersicht nach Ditges et al. gibt einen umfassenden Überblick über mögliche Gründe, warum eine Krisenkommunikation heutzutage wichtig ist.

Abbildung 1: Bedeutung der Krisenkommunikation[2]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Krisen haben grundsätzlich nicht immer den gleichen Verlauf. Sie stellen Störungen für das Unternehmen dar, treten außerplanmäßig auf und können einen negativen Einfluss auf den Ruf eines Unternehmens nehmen, da vergangene Krisen oftmals zwar aus den Medien aber nicht in Vergessenheit geraten.[3]

Mittels Krisenkommunikation bietet sich dem Unternehmen die Chance der Krise entgegenzusteuern und Maßnahmen gegen sie zu ergreifen.

Aufgrund der hohen Bedeutung der Krisenkommunikation widmet sich diese Seminararbeit im Folgenden zu Beginn der Unternehmenskrise, ihren Ursachen, Arten und möglichen Verläufen. In einem weiteren Kapitel widmet sich diese Arbeit der Krisenkommunikation mit ihren Aufgaben, Zielen, Bezugsgruppen und Instrumenten. Abschließend folgen Möglichkeiten und Grenzen der Krisenkommunikation und ein kurzes Fazit.

2 Die Unternehmenskrise

2.1 Die Krise und ihre Ursachen

Der Begriff Krise leitet sich aus dem griechischen Wort „krisis“ ab.[4]

Krystek definiert Unternehmenskrisen als „...ungeplante und ungewollte Prozesse von begrenzter Dauer und Beeinflussbarkeit mit ambivalentem Ausgang. Sie sind in der Lage, den Fortbestand der gesamten Unternehmung substantiell und nachhaltig zu gefährden oder sogar unmöglich zu machen. Dies geschieht durch die Beeinträchtigung bestimmter Ziele, deren Gefährdung oder gar Nichterreichung gleichbedeutend ist mit einer nachhaltigen Existenzgefährdung oder Existenzvernichtung des Unternehmens.“[5]

Die Ursachen einer Krise sind vielfältig. Meist gibt es nicht eine sondern mehrere Ursachen, die sowohl interner als auch externer Natur sein können. Externe Ursachen können beispielsweise eine nachlassende Konjunktur, staatliche Eingriffe, Terroranschläge oder auch Umweltkatastrophen sein.[6] Externe Ursachen kann das Unternehmen nicht direkt beeinflussen. Diese plötzlich auftretenden Ursachen können eine Überraschungskrise auslösen. In dieser Situation ist präventives oder krisenbezogenes Handeln meist nicht möglich, da die Wirkung der Überraschungskrise zu hoch ist.[7]

Interne Ursachen einer Krise sind innerbetriebliche Ursachen wie z.B. Störfälle, Produktfehler, Arbeitsniederlegung, ein schlechtes Betriebsklima, Kurzarbeit, Entlassungen etc.. Häufigste Ursache ist meist ein Führungsfehler oder eine schlechte Unternehmenskommunikation.[8]

Die Ursachen einer Krise können jedoch laut Mast durch effektives Kommunika-tionsmanagement behoben oder gemildert werden.[9]

Folgende Graphik gibt einen Überblick über die möglichen Krisenarten.

Abbildung 2: Krisenarten[10]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Alle Krisen haben einige gemeinsame Merkmale, die sie laut Mast kennzeichnen:[11]

das Element der Überraschung, d.h. eine Krise bricht unerwartet aus und verursacht unterschiedliche Emotionen bei den Beteiligten;

die ungenügenden Informationen, d.h. Handlungen müssen ergriffen werden, obwohl die Unsicherheit über deren Folgen noch hoch ist;

der schnelle Lauf der Entwicklungen, d.h. Situationen neigen zu eskalieren und sich schnell zu ändern;

die intensive, öffentliche Aufmerksamkeit gegenüber dem, was gesagt und getan wird und die hohe Sensibilität für Unstimmigkeiten.

Herbst konstatiert, dass Unternehmenskrisen sich durch folgende Charakteristika auszeichnen: Krisen seien ungeplant und ungewollt, sie bedrohen die Unternehmensziele und bergen die Gefahr eines großen Schadens, seien einzigartig und nicht vergleichbar, seien sehr dynamisch, verlaufen nicht nach einem festen Schema, seien kaum zu kontrollieren, haben einen offenen Ausgang, seien zeitlich befristet und häufig sehr komplex.[12]

2.2 Krisenphasen

Der Verlauf von Krisen ist in charakteristische Phasen unterteilbar, die unterschiedliche Ansätze für ein umfassendes Krisenmanagement im Hinblick auf eine Krisenvermeidung oder –bewältigung bieten.[13]

Die nachfolgende Graphik stellt das Vier-Phasen–Modell nach Krystek dar.

Zeitablauf

Zeitablauf

Abbildung 3: Vier-Phasen-Modell nach Krystek[14]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die meisten Unternehmenskrisen finden in der potentiellen Unternehmenskrise ihren Anfang. Die Krise ist lediglich möglich, aber noch nicht real. In dieser Phase beschäftigt man sich mit der gedanklichen Vorwegnahme einer möglichen Krise und entwickelt Krisenpräventionsszenarien. Die latente Unternehmenskrise zeichnet sich dadurch aus, dass die Krise bereits verdeckt vorhanden ist oder mit hoher Wahrscheinlichkeit bald eintritt. Sie ist mit den herkömmlichen Instrumenten der Unternehmen jedoch noch nicht erkennbar. Mittels Früherkennungsmethoden, wie der operativen Frühwarnung oder strategischen Frühaufklärung, kann eine latente Krise erkannt und mit präventiven Maßnahmen beeinflusst werden. In der akut beherrschbaren Unternehmenskrise sind negative Wirkungen der Krise direkt wahrnehmbar. Das Unternehmen muss unter Zeitdruck Entscheidungen treffen und steht unter Handlungszwang. Auch wenn in dieser Phase die Krisenbewältigung alle Potentiale bindet und genau dies eine negative Signalwirkung für die Öffentlichkeit bewirken kann, ist auch in dieser Phase unter Umständen noch genügend Krisenbewältigungspotential vorhanden um Maßnahmen gegen die Krise einzuleiten. In der akut nicht beherrschbaren Krise, auch Katastrophe genannt, sind Unternehmen existen-tiell bedroht. Anforderungen an die Krisenbewältigung sind größer als die noch zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Krisenbewältigung. Der Handlungsspielraum der Unternehmen ist hier stark eingeschränkt und der hohe Zeitdruck verschärft die negative destruktive Wirkung.[15]

Laut Krystek müssen die Phasen nicht chronologisch alle durchlaufen werden. Der Prozess der Krise kann durch geeignete Maßnahmen vor dem natürlichen Ende gestoppt werden. Ebenfalls sei es laut Krystek möglich, dass eine Krise nicht in der Phase der potentiellen Unternehmenskrise beginnt, sondern auch in der Phase der latenten Unternehmenskrise oder akuten Phase. Denkbar sei auch die Rückentwicklung in eine vorige Phase, wenn die Wirkungen der Krise unter Kontrolle gebracht, aber die Ursachen noch nicht behoben worden sind.[16]

3 Krisenkommunikation in der Unternehmenskrise

3.1 Begriffsbestimmungen

3.1.1 Unternehmenskommunikation

Laut Hering et al. stellt die Krisenkommunikation einen Teilbereich der Unternehmenskommunikation dar[17], daher ist vorab zu klären was unter Unternehmenskommunikation zu verstehen ist.

Der Begriff Corporate Communication wird häufig synonym zum Begriff Unternehmenskommunikation genutzt.

Laut Herbst steht Unternehmenskommunikation für das systematische und langfristige Gestalten der Kommunikation eines Unternehmens mit seinen wichtigen internen und externen Bezugsgruppen mit dem Ziel, das Unternehmen bei diesen Bezugsgruppen bekannt zu machen und das starke und einzigartige Vorstellungsbild der Unternehmenspersönlichkeit aufzubauen und kontinuierlich zu entwickeln.[18]

Lies hingegen bezeichnet Unternehmenskommunikation als Teil der Unternehmensführung, der mit Hilfe des Wahrnehmungsmanagements den Ruf des Unternehmens prägt. [19]

[...]


[1] Max Frisch zitiert nach Mast, C. (2006), S. 410.

[2] Vgl. Ditges, F. et al. (2008), S. 26.

[3] Vgl. Hering, R. et al. (2009), S. 10.

[4] Vgl. Herbst, D. (2003), S. 331.

[5] Vgl. Krystek, U. (1987), S. 6 f.

[6] Vgl. Herbst, D. (2003), S. 333.

[7] Vgl. Mast, C. (2006), S. 411.

[8] Vgl. Herbst, D. (2003), S. 333 f.

[9] Vgl. Mast, C. (2006), S. 410.

[10] In Anlehnung an: Herbst, D. (2003), S. 332 f.

[11] Vgl. Mast, C. (2006), S. 412.

[12] Vgl. Herbst, D. (2003), S. 332.

[13] Vgl. o.V. (o.J.), o.S.

[14] In Anlehnung an: Rosenlieb, F. (1999), S. 5.

[15] Vgl. o.V. (o.J.), o.S.; Hering, R. et al. (2009), S. 38 f.

[16] Vgl. Hering, R. et al. (2009), S. 39.

[17] Vgl. Hering, R. et al. (2009), S. 40.

[18] Vgl. Herbst, D. (2003), S. 24.

[19] Vgl. Lies, J. (2008), o.S.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Themen der Corporate Communication am Beispiel der Krisenkommunikation
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Berlin früher Fachhochschule
Veranstaltung
Corporate Communication
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
20
Katalognummer
V182889
ISBN (eBook)
9783656070764
ISBN (Buch)
9783656071051
Dateigröße
1821 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
themen, corporate, communication, beispiel, krisenkommunikation
Arbeit zitieren
Sarah Taege (Autor), 2010, Themen der Corporate Communication am Beispiel der Krisenkommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182889

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