Thematische Entwicklung der Künstlichen Intelligenz


Diplomarbeit, 2002
59 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Page 1


1. Einleitung

Bereits zu den Zeiten der Entstehung des Computers in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, wurde erkannt, daß man mit diesen Geräten mehr machen kann, als nur Rechenaufgaben zu lösen. So wurde der Computer im Laufe der Zeit zu einem vielseitigen Hilfsmittel für den Menschen. Mit der fortschreitenden Entwicklung der Hard- und Software stiegen auch die Möglichkeiten seiner Einsatzgebiete. Ebenfalls wurde seit den Anfängen der Entwicklung versucht die Computer mit Intelligenz, bzw. mit intelligenten Verhaltensweisen auszustatten. In der Informatik heißt dieser Bereich „Künstliche Intelligenz“ (KI). Die vorliegende Diplomarbeit soll die thematische Entwicklung der KI betrachten. Da diese Entwicklung ihr Ziel noch nicht erreicht hat, soll der Schwerpunkt dieser Arbeit auf den Problemen die in dieser Entwicklung auftauchen, gelegt werden.

Die zwei verschiedenen Ansätze der Informationsverarbeitung von Computer sind der symbolische- und der konnektionistische Ansatz. Da das Wissen über diese Ansätze sowie deren Entwicklung an manchen Punkten in dieser Arbeit relevant sein werden, soll im folgenden die beiden Ansätze und deren Entwicklungen erläutert werden. Danach soll im zweiten Teil auf die Probleme im einzelnen eingegangen werden. Der dritte Teil faßt die Resultate des zweiten Teils zusammen und endet mit einem Ausblick in die Zukunft der KI.

2. Der Symbolische Ansatz

Da beide Ansätze im Computer auf eine untere Software-Ebene aufbauen, soll hier erst auf diese eingegangen werden:

Vereinfacht besteht der Softwarebereich eines Computers aus Programmen und Daten. Beide werden im Speicher oder in Speichermedien, die zur Hardware des Computers zählen, gespeichert. Dort besteht ein Computer aus „Schalter“, die 2 Zustände, 0 oder 1, einnehmen können. Diese einfache Einheit wird „Bit“ genannt. Durch Zusammenfügen mehrerer Zustände ergeben sich Zahlen, die so nur aus Nullen und Einsen bestehen. Diese werden Binär-Zahlen genannt. Da man mit einem Binärsystem alle anderen Zahlensysteme, wie das hexadezimale, oktale, natürliche etc. sie abbilden bzw. umrechnen kann, sind diese Binär-Zahlen auf der untersten Ebene, die Daten oder Informationen mit denen alle Befehle und damit alle Programme arbeiten. Doch nicht nur die Daten bestehen aus diesen Zahlen, sondern auch die Befehle selber: Bestimmte Binärzahlen werden bestimmten Maschinensprachebefehlen zugeordnet.

Page 7


4. Die Geschichte des symbolischen Ansatzes

Die beiden Ansätze haben also unterschiedliche Grundlagen, haben aber das gleiche Ziel: Künstliche Intelligenz erschaffen.

Bevor im folgenden die Geschichte der beiden Ansätze kurz umrissen werden soll, um danach intensiver auf die Probleme und deren Hintergründe einzugehen, soll kurz zur Definition auf den Begriff Intelligenz, sowie das Ziel in der KI-Forschung eingegangen werden.

Bis heute gibt es in keiner Wissenschaftsrichtung eine klare Definition von Intelligenz. Im folgenden einige Beispiele von verschiedenen Definitionen: „- „Intelligenz ist „die allgemeine Fähigkeit, das Denken bewußt auf neue Forderungen einzustellen, die allgemeine geistige Anpassungsfähigkeit an neue Aufgaben und Bedingungen des Lebens.“ (Stern 1928) - „Intelligenz ist eine zusammengesetzte oder globale Fähigkeit zielgerichtet zu handeln, rational zu denken und sich wirkungsvoll mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen.“ (Wechsler 1944) - „Intelligenz ist die Fähigkeit, „Beziehungen und Sinnzusammenhänge zu erfassen, anzuwenden, zu deuten und herzustellen.“ (Hofstätter 1958)

- „Intelligenz ist die Fähigkeit, sich unter zweckmäßiger Verfügung über Denkmittel auf neue Forderungen einzustellen.“ (Huber 1974) Es gibt fast so viele Intelligenzdefinitionen wie es Forscher gibt, die sich mit dem Problem der Intelligenz befaßt haben…“ (Funkkolleg Pädagogische Psychologie 1974)„ (Landesinstitut für Erziehung und Unterricht, 1988, S. 5)

Trotz dieser unterschiedlichen Definitionen ist ein allgemeiner Nenner sichtbar: Intelligenz drückt sich immer in Verhalten aus. Weizenbaum (1994, S. 43) hält die Bedeutung von Intelligenz erst in einem Kontext für sinnvoll: "Für sich allein betrachtet ist Intelligenz ein sinnloser Begriff. Er erfordert einen Bezugsrahmen, die Definition eines Bereichs im Denken und Handeln, um ihm einen Sinn zu geben." Alan Turing sah ebenfalls die Unklarheit bzw. die verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten, die sich hinter diesem Begriff befinden und schlug deswegen im Jahre 1950 ein „Imitationsspiel“ vor: „Ein Fragesteller ist mit einem Mann und einer Frau über eine Fernschreibleitung verbunden. Durch Fragen versucht er herauszubekommen, mit wem er verbunden ist. Dabei versucht eine der

Page 10


Molekülstrukturen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit erschließt.“ (Ebeling, ebd., S.203)

Ende der Leseprobe aus 59 Seiten

Details

Titel
Thematische Entwicklung der Künstlichen Intelligenz
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Note
1
Autor
Jahr
2002
Seiten
59
Katalognummer
V186016
ISBN (eBook)
9783869439709
ISBN (Buch)
9783867468015
Dateigröße
787 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
thematische, entwicklung, künstlichen, intelligenz
Arbeit zitieren
Florian Becker (Autor), 2002, Thematische Entwicklung der Künstlichen Intelligenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186016

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Thematische Entwicklung der Künstlichen Intelligenz


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden