Motorisches Lernen einer gleichgewichtsorientierten Sportart

Effekte eines methodisch-strukturierten Slacklinetrainings


Magisterarbeit, 2011
104 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Problemstellung
1.1 Slacklinen
1.1.1 Begriffserklärung
1.1.2 Arten von Slacklines
1.1.3 Empfehlungen zur Körperhaltung
1.2 Aktueller Forschungsstand
1.2.1 Studien zum Slacklinen
1.2.2 Artikel zum Slacklinen
1.2.3 Studien aus dem sensomotorischen Trainingsbereich
1.3 Theoretisches Rahmenmodell zur Klassifikation von motorischen Aufgaben mit Gleichgewichtsanforderungen
1.3.1 Constraints-Led Approach
1.3.2 Strukturmodell zu koordinativen Anforderungskategorien
1.3.3 Darstellung des Rahmenmodells und Einordnung der Sportart Slacklinen
1.3.3.1 Constraints und Slacklinen
1.3.3.2 Anforderungsprofil Slacklinen
1.4 Forschungshypothesen
1.4.1 Slacklineleistungen im Gruppenvergleich
1.4.2 Zusammenhang Slacklineleistungen
1.4.3 Sportlichkeit und Slacklineleistungen
1.4.4 Personenbedingungen im Gruppenvergleich
1.4.5 Personenbedingungen und Slacklineleistungen
1.4.6 Trainings- und Testzufriedenheit im Gruppenvergleich

2 Methodik
2.1 Untersuchungsdesign
2.1.1 Probandenstichprobe 3
2.1.2 Gewöhnungstermin und Ausgangstest
2.1.3 Slacklinetraining
2.1.3.1 Allgemeine Rahmenbedingungen
2.1.3.2 Variation der Slacklineeinstellungen
2.1.3.3 Trainingsinhalte der Experimentalgruppe
2.1.3.4 Trainingsinhalte der Kontrollgruppe
2.2 Methodik der Datenerhebung
2.2.1 Testdurchführung
2.2.2 Fragebögen
2.2.3 Gütekrieterien der Datenerhebung
2.3 Methodik der Datenauswertung
2.3.1 Slacklineleistungen im Gruppenvergleich
2.3.2 Zusammenhang der Slacklineleistungen
2.3.3 Sportlichkeit und Slacklineleistungen
2.3.4 Personenbedingungen im Gruppenvergleich
2.3.5 Personenbedingungen und Slacklineleistungen
2.3.6 Trainings- und Testzufriedenheit im Gruppenvergleich

3 Ergebnisse
3.1 Slacklineleistungen im Gruppenvergleich
3.2 Zusammenhang der Slacklineleistungen
3.3 Sportlichkeit und Slacklineleistungen
3.4 Personenbedingungen im Gruppenvergleich
3.5 Personenbedingungen und Slacklineleistungen
3.6 Trainings- und Testzufriedenheit im Gruppenvergleich
3.7 Weiterführende deskriptive Ergebnisse

4 Diskussion
4.1 Interpretation der Ergebnisse
4.2 Ausblick

5 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Anhang
Anhang 1: Fragebogen - Gewöhnung
Anhang 2: Fragebogen der Experimentalgruppe - Tag 1
Anhang 3: Fragebogen der Experimentalgruppe - Tag 2
Anhang 4: Fragebogen der Experimentalgruppe -Tag 3
Anhang 5: Fragebogen der Experimentalgruppe - Tag 12 (S. 1)
Anhang 6: Fragebogen der Experimentalgruppe - Tag 12 (S. 2)
Anhang 7: Trainingskarten der Aufwärmungselemente
Anhang 8: Trainingskarten der Grundelemente
Anhang 9: Trainingskarten der Zusatzübungen
Anhang 10: Trainingstagebuch (beispielhaft 1. Woche)
Anhang 11: Anweisung zum Test
Anhang 12: Notizen zu den Trainingseinheiten (beispielhaft 1. Seite)

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Three classes of constraints - organismic, environemental, and task - provide a coherent framework for understanding how coordination patterns emerge during goal-directed behavior

Abb. 2: Koordinative Anforderungskategorien: Informationsanforderungen und Druckbedingungen

Abb. 3: Theoretisches Rahmenmodell zur Klassifikation von motorischen Aufgaben

Abb. 4: Koordinatives Anforderungsprofil des Slacklinings

Abb. 5: Organisatorischer Ablauf der Untersuchung

Abb. 6: Betriebene Hauptsportarten der Probandenstichprobe

Abb. 7: Erreichte Mittelwerte der Testaufgabe Einbeinstand beider Gruppen im Verlauf

Abb. 8: Erreichte Mittelwerte der Testaufgabe Gehen beider Gruppen im Verlauf

Abb. 9: Erreichte Mittelwerte der Testaufgabe Beidbeinstand beider Gruppen im Verlauf

Abb. 10: Zusammenhang zwischen der Testaufgabe Gehen und Beidbeinstand zum Testtag fi

Abb. 11: Zusammenhang zwischen der Testaufgabe Gehen und Einbeinstand zum Testtag t1

Abb. 12: Verlauf der Motivaton beider Gruppen während der Trainingswochen

Abb. 13: Verlauf der Konzentration beider Gruppen während der Trainingswochen

Abb. 14: Verlauf der Müdigkeit beider Gruppen während der Trainingswochen

Abb. 15: Verlauf der Angespanntheit beider Gruppen während der Trainingswochen

Abb. 16: Zufriedenheit mit der Trainingsleistung beider Gruppen im Verlauf

Abb. 17: Zufriedenheit mit der Testleistung beider Gruppen im Verlauf

Abb. 18: Schwierigkeitsbeurteilung der Zusatzübungen durch die EG

Abb. 19: Übungen, die am meisten Spaß gemacht haben

Abb. 20: Übungen, die am wenigsten Spaß gemacht haben

Abb. 21: Übungen, die für die Zielübung Stehen hilfreich waren

Abb. 22: Übungen, die für die Zielübung Gehen hilfreich waren

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Übersicht aktueller Studien zum Slacklinen

Tab. 2: Gliederung der Umweltbedingungen

Tab. 3: Gliederung der Personenbedingungen

Tab. 4: Aufgabenbedingungen gegliedert nach der Unterstützungsfläche

Tab. 5: Aufgabenbedingungen gegliedert nach Art der Körperbewegung

Tab. 6: Verteilung der Personenmerkmale in der Kontroll- und Experimentalgruppe

Tab. 7: Übersicht aller verwendeten Slacklines mit zugehörigen Einstellungen

Tab. 8: Übersicht der Zusatzübungen mit den entsprechenden Variationen und den Mittelwerten der Schwierigkeitseinschätzungen der Profis

Tab. 9: Leistungen des Einbeinstandes beider Gruppen zu den jeweiligen Messzeitpunkten

Tab. 10: Laufleistungen beider Gruppen zu den jeweiligen Messzeitpunkten

Tab. 11: Leistungen des Beidbeinstandes beider Gruppen zu den jeweiligen Messzeitpunkten

Tab. 12: Korrelationsergebnisse der Slacklineleistungen zu den verschiedenen Messzeitpunkten

Tab. 13: Deskriptive Statistik des Lernfortschritts

Tab. 14: Ergebnisse der Korrelation zwischen dem Sport pro Woche und dem Lernfortschritt sowie dem Lernerfolg

Tab. 15: Deskriptive Statistik der Motivation beider Gruppen während der jeweiligen Trainingswoche

Tab. 16: Deskriptive Statistik der Konzentration beider Gruppen während der jeweiligen Trainingswoche

Tab. 17: Deskriptive Statistik der Müdigkeit beider Gruppen während der jeweiligen Trainingswoche

Tab. 18: Deskriptive Statistik der Angespanntheit beider Gruppen während der jeweiligen Trainingswoche

Tab. 19: Ergebnisse der Korrelation zwischen den Peronenfaktoren und den Slacklineleistungen

Tab. 20: Deskriptive Statistik der Trainingszufriedenheit beider Gruppen zu den verschiedenen Zeitpunkten

Tab. 21: Deskriptive Statistik der Testzufriedenheit beider Gruppen zu den verschiedenen Zeitpunkten

Tab. 22: Schwierigkeitsbeurteilung der Zusatzübungen von den Probanden der EG

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Problemstellung

„Slacklinen, ein Sport, der widerspiegelt, was in der heutigen Gesellschaft immer wieder gefragt ist: Flexibilität, Lockerheit, Spannung, Kreativität,

Anpassungsfähigkeit, Konzentration, Fokussierung, Wille und natürlich Balance“ (Helfrich et al., 2009, Abs. 4).

Und dies sind nur einige Aspekte, die diesen neuen Sport so interessant machen. Auch Leistungssportler, wie beispielsweise Ole Einar Björndalen, haben die Slackline als zusätzliches Trainingsgerät für sich entdeckt. Der wohl bekannteste Biathlet der Welt konnte mit Hilfe der Slackline sein herausragendes Skigefühl weiterentwickeln (vgl. Kroiß, 2007, S. 19). Weiterhin werden der Slackline sowohl sensomotorische als auch meditative Effekte zugesprochen. Daher wird in der Literatur zunehmend diskutiert, ob sie auch im Rahmen von Bewegungstherapie und Rehabilitation nach Verletzungen zum Einsatz kommen sollte (vgl. Volery & Rodenkirch, 2009, S. 49f). Doch nicht nur auf Leistungssportler und Gesundheitseinrichtungen übt Slacklinen eine große Faszination aus, besonders zur Freizeitgestaltung wird dieser Sport in der Gesellschaft immer beliebter. Heutzutage können komplette Slackline-Sets preisgünstig in jedem Sportgeschäft oder entsprechenden Online-Shops erworben werden. Dadurch verbreitet sich dieser Sport in zunehmendem Maße. Dieser Trend geht natürlich auch an den Medien nicht spurlos vorüber. In sämtlichen Sportzeitschriften werden Artikel über Slacklinen veröffentlicht (vgl. Engel, 2008, S. 1). Berichte und große Auftritte im Fernsehen, wie der von Bernd Hassmann bei „Wetten, dass...“, im Februar 2010, oder der des amtierenden Slackline-Weltmeisters (Maurice Wiese) bei „TV Total“, zu Beginn des Jahres 2011, spiegeln ein große Interesse wider.

Die Sportart ist sehr gefragt und das in unterschiedlichen gesellschaftlichen Sparten. Doch wie wird Slacklinen effektiv erlernt? In der Literatur sind viele Hinweise und Tipps zu finden, die eine Art zweckmäßige Grundtechnik darstellen. Eine Standardtechnik zum Balancieren auf dem Band gibt es bislang aber noch nicht. In den wenigen wissenschaftlichen Studien herrscht das Prinzip „trial and error“, ein methodisches Konzept lässt sich nicht finden (vgl. Kleindl, 2010, S. 12; Kroiß, 2007, S. 45).

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das motorische Lernen bei der gleichgewichtsorientierten Sportart Slacklinen zu untersuchen. Dazu werden der Lernverlauf bzw. die Lerneffekte eines methodisch-strukturierten Slacklinetrainings bei Slacklineanfängern verglichen. Zum Erlernen der Basisfertigkeiten auf der Slackline wird zunächst in einem Teil der Studie eine Methodik entwickelt. Persönliches Interesse an der bisher nur in geringem Umfang erforschten Sportart sowie das Fehlen einer Methodik im Bereich des Slacklinetrainings bilden den Antrieb zu dieser Studie.

Das erste Kapitel der Arbeit beinhaltet neben der Einleitung einen Überblick über allgemeine und spezielle theoretische Grundlagen. Es werden Informationen zum aktuellen Forschungsstand gegeben. Ferner finden in diesem Teil der Arbeit die Ableitung der Forschungsfragen sowie die Bildung der Forschungshypothesen statt.

Die eigene Untersuchung wird mit dem Untersuchungsdesign, der Methode der Datenerhebung sowie der Datenauswertung im zweiten Kapitel beschrieben.

Das dritte Kapitel enthält die Ergebnisse. Es werden sowohl die beschreibenden als auch die analytischen Ergebnisse im Einzelnen dargestellt.

Im vierten Kapitel werden die Ergebnisse hinsichtlich der Forschungshypothesen diskutiert und interpretiert. Zudem werden zukünftige Untersuchungsperspektiven aufgezeigt und die Arbeit in diesem Zusammenhang bewertet.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte dieser Studie folgt im fünften Teil der Arbeit.

1.1 Slacklinen

Im Rahmen dieses Unterkapitels findet eine Klärung des Begriffs Slackline statt und es werden die unterschiedlichen Arten von Slacklines und deren Einsatzbereiche erläutert. Anschließend wird die empfohlene Grundkörperhaltung, die das Slacklinen erleichtern soll, beschrieben.

1.1.1 Begriffserklärung

Der Begriff Slackline stammt aus dem englischsprachigen Raum und kann mit den Worten „lockeres Band“ oder „lose Leine“ übersetzt werden. Bei dieser Leine handelt es sich um ein 2,5-5cm breites Kunstfaserband, welches zwischen zwei Fixpunkten befestigt wird. Als Fixpunkte dienen meist Bäume, aber auch andere stabile Befestigungspunkte können genutzt werden (vgl. Kleindl, 2010, S. 13; Miller & Friesinger, 2008, S. 13). Das Band wird durch ein Spannsystem so straff gezogen, dass der Sportler, der sogenannte Slackliner, darauf balancieren kann. Trotz starker Spannung ist das Nylongewebe dehnbar und gibt unter dem Gewicht des Sportlers nach (vgl. Balcom, 2005, S. 2). Dieser muss somit nicht nur mit dem eigenen Gleichgewicht kämpfen, sondern auch mit den dynamischen Eigenschaften des Bandes, welche sich durch Schwingungen bemerkbar machen. Um sich auf diesem Sportgerät in Balance halten zu können, sind permanente Ausgleichbewegungen des Sportlers notwendig (vgl. Miller & Friesinger, 2008, S. 13). Da es bislang keine Standardtechnik gibt und nur sehr wenige Regeln zu beachten sind, wird das Slacklinen sehr offen ausgeübt (vgl. Kleindl, 2010, S. 12).

1.1.2 Arten von Slacklines

Je nachdem, welche Eigenschaften das Nylongewebe besitzt, wo und wie die Slackline gespannt wird, werden verschiedene Begriffe benutzt (vgl. Kleindl, 2010, S. 13). Prinzipiell wird zwischen Lowlines und Highlines unterschieden.

Als Lowline wird eine bodennahe Slackline bezeichnet, hier ist ein Absteigen bzw. Abspringen möglich, ohne sich größeren Gefahren auszusetzen (vgl. Miller & Friesinger, 2008, S. 14). Hierzu zählen folgende Typen:

- Die Trickline, alternativ auch Funline genannt, wird als klassische Slackline bezeichnet. Auf ihr lassen sich kleinere Tricks ausführen, für Sprünge ist sie allerdings weniger geeignet (vgl. Miller & Friesinger, 2008, S. 14).
- Jumplines werden typischerweise kurz und sehr hart gespannt. Ähnlich wie bei einem Trampolin, können die dynamischen Impulse genutzt werden, um unterschiedliche Sprünge auszuführen (vgl. Miller & Friesinger, 2008, S. 15).
- Charakteristisch für die Rodeoline, synonym wird der Begriff Freestylline genutzt, ist die fehlende Spannung. Sie wird in zwei bis drei Metern Höhe befestigt. Aufgrund des großen Durchhangs befindet sich der Slackliner in der Mitte des Bandes nur knapp über dem Boden (vgl. Miller & Friesinger, 2008, S. 15).
- Bei der Longline, oder auch Long Distance Line genannt, gilt es, eine möglichst lange Strecke auf der Slackline zu bewältigen. Meist wird ab einer Länge von 30m von einer Longline gesprochen (vgl. Kleindl, 2010, S. 13; Miller & Friesinger, 2008, S. 16).
- Die Waterline wird, wie der Name erahnen lässt, über Wasser gespannt. Unruhiges Gewässer erschwert es, den eigenen Körper im Gleichgewicht zu halten, da das Fokussieren eines festen Punktes erschwert wird. Daher stellt diese Line eine enorme Herausforderung für den Sportler dar. Auf ihr können aber auch, bei ausreichender Tiefe, zahlreiche Tricks gefahrenlos geübt werden (vgl. Miller & Friesinger, 2008, S. 17).

Im Gegensatz dazu werden Highlines in Höhen aufgebaut, aus denen ein einfaches Absteigen bzw. Abspringen ohne ein gesundheitliches Risiko nicht möglich ist. Um dieser Gefahr zu entgehen, muss sich der Slackliner zusätzlich absichern, dennoch ist die psychisch-mentale Belastung sehr groß. Zudem wird sehr viel Erfahrung benötigt, da allein der Aufbau gute Kenntnisse voraussetzt. Trotz oder gerade wegen der Gefahren wird die Begehung einer Highline häufig als Königsdiziplin bezeichnet (vgl. Miller & Friesinger, 2008, S. 18).

1.1.3 Empfehlungen zur Körperhaltung

Die Werke von Balcom (2005), Kleindl (2010) sowie Miller und Friesinger (2008) beruhen auf den Erfahrungen der Autoren. Sie geben praktische Tipps und erste Hinweise zum Erlernen der Sportart. Diese Bücher werden daher als Grundlagenliteratur angesehen.

Als einer der wichtigsten Punkte zum Erlernen des Slacklinens wird die Lockerheit des Sportlers beschrieben. Der gesamte Körper befindet sich zwar permanent unter Spannung, muss sich aber gleichzeitig an variable Bedingungen der Line anpassen können. Somit wird ein gewisses Maß an Lockerheit nötig, um frei und beweglich zu bleiben (vgl. Miller & Friesinger, 2008, S. 108 ). Damit Schwingungen des Bandes leichter abgefangen werden können, ist eine leichte Beugung der Knie besonders nützlich (vgl. Balcom, 2005, S. 64). Um unkontrollierte Stürze zu vermeiden, sollte der Fuß mittig in Richtung der Slackline aufgesetzt werden. Allgemein wird sonst eine relativ aufrechte Körper- sowie Kopfhaltung als hilfreich beschrieben. Für das Halten des Gleichgewichts ist es außerdem förderlich, einen ruhigen Punkt am Ende der Slackline mit den Augen zu fixieren (vgl. Kleindl, 2010, S. 26). Für die notwendigen Ausgleichsbewegungen ist eine entsprechende Armhaltung günstig, die Ellbogen sollten etwas angewinkelt auf Schulterhöhe und die Arme auf Kopfhöhe gehalten werden. Aktive langsame Bewegungen der Arme helfen, die Körperposition immer wieder zu korrigieren (vgl. Balcom, 2005, S. 63). Allgemein gilt es, Körperbewegungen langsam und kontrolliert auszuführen, speziell beim Gehen sollte genügend Zeit zum Ausbalancieren genommen werden (vgl. Kleindl, 2010, S. 28).

1.2 Aktueller Forschungsstand

Slacklinen ist eine Sportart, die bisher nur wenig wissenschaftlich untersucht wurde. Zu diesem Thema gibt es einige empirische wie auch theoretische Arbeiten und vereinzelte populärwissenschaftliche Artikel, die nachfolgend vorgestellt werden. Ferner folgt ein kurzer Abriss über die relevante Literatur zu „sensomotorischem Training“.

1.2.1 Studien zum Slacklinen

Einen Überblick über die aktuellen wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema Slackline liefert die nachfolgende Tabelle (s. Tab. 1, S.17). Da es sich dabei meist um unveröffentlichte Abschlussarbeiten handelt, war der Zugang zu fremdsprachiger Literatur erschwert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1: Übersicht aktueller Studien zum Slacklinen

Zunächst werden die Arbeiten von Oswald (2009) sowie Nix und Waldmann (2009) vorgestellt. Die Darstellung der Inhalte beschränkt sich hier auf die konkreten Trainingsdurchführungen sowie die Ergebnisse der Slacklinetest, da diese von besonderem Interesse für die Untersuchungen in der vorliegenden Arbeit sind. Daran anschließend wird die Arbeit von Kroiß (2007) betrachtet, in der erstmals eine Methodik zum Lernen des Slacklinens vorgeschlagen wird.

Bei der Untersuchung von Oswald (2009) wurden die Auswirkungen Slacklinetrainings auf ausgewählte sportmotorische Parameter untersucht. Bei den Versuchspersonen handelte es sich um Sportstudenten, welche mittels Losverfahren in eine Kontrollgruppe (N=13) und eine Slacklinegruppe (N=25) aufgeteilt wurden. Innerhalb der sechswöchigen Studie wurde zweimal pro Woche auf der Slackline trainiert. Pro Einheit waren 60min angesetzt, wobei die Probanden innerhalb dieser Zeit so viel wie möglich trainieren sollten. Allgemein fand das Training barfuß und im Freien statt. Den Teilnehmern standen sieben Slacklines, sowohl Flach- als auch Schlauchbänder, mit unterschiedlichen Längen, Breiten und Dehnungskapazitäten zur Verfügung. Die Slacklines befanden sich in einer Höhe zwischen 45cm und 100cm über dem Boden. Das Training wies keine methodische Struktur auf. Es fand ein selbständiges Lernen durch Ausprobieren statt. Bei Problemen bekamen die Probanden Unterstützung durch Hinweise oder auch durch Demonstrationen. Die Hilfsmittel, Stöcke und gespannte Seile über dem Kopf, wurden bezüglich der Stärke der Hilfestellung in eine Reihenfolge gebracht. Ab der dritten Trainingseinheit wurden den Versuchspersonen zusätzlich Motivationskarten angeboten. Diese beinhalteten Übungen wie Rückwärtsgehen, Bouncing und Aufstiegsvarianten. Am Ende jeder Trainingseinheit fand ein Test auf der Standardslackline statt. Bei der 12,30m langen Standardline handelte es sich um ein 25mm breites Flachband mit einer Gebrauchsdehnung von 3,5%, welches in einer Höhe von 83cm aufgespannt wurde. Der Durchhang wurde einheitlich durch das Gewicht der Versuchsleiterin auf 50cm eingestellt. Erfasst wurden die Schritte, die auf der Line zurückgelegt wurden, sowie die Sekunden die der Proband, ab dem Verlassen des Bodens bis zum erneuten Kontakt, auf der Line verweilt hat. Der Aufstieg fand an einer markierten Stelle statt. Von einer zweiten Versuchsperson wurden die Sekunden mit einer Stoppuhr und die Schritte durch zählen festgehalten. Um möglichst weit zu Gehen zu können, war am Ende der Slackline eine halbe Drehung nötig. Nach der Trainingsphase fand eine vierwöchige Pause statt. Im Anschluss wurde ein Retentionstest durchgeführt. Als Ergebnis konnte ein Anstieg der Laufleistung festgestellt werden. Am ersten Trainingstag wurden im Mittel 7,86 Schritte (SD=6,55) geschafft, bis zum elften Termin waren es 44,92 Schritte (SD=38,16). Zum letzten Trainingstag fiel die Leistung auf 37,24 Schritte (SD=27,80) und zum Retentionstest weiter auf 30,16 Schritte (SD=21,31). Zwischen der Anzahl an Schritten und der Verweildauer auf der Slackline konnte ein hoher Zusammenhang (r=0,89) nachgewiesen werden. Des Weiteren wurden die Slacklineleistungen im Bezug zur ausgeübten Sportarten der Probanden betrachtet. Versuchspersonen die in ihrer Freizeit mindestens drei slacklineförderlichen Sportarten betreiben (Acrobatic Snowboard, Klettern, etc.) erzielten am zwölften Tag durchschnittlich rund. 80 Schritte mehr und Versuchspersonen mit einer sowie zwei slacklineförderlichen Sportarten nicht ganz 20 Schritte mehr als Personen die keine der Sportarten betrieben.

Die Studie von Nix und Waldmann (2009) beschäftigt sich mit dem Lernverlauf des Slacklinens sowie dem Einfluss auf Gleichgewichtsleistungen. Es gab eine Kontrollgruppe und eine Experimentalgruppe die jeweils aus 14 Probanden bestanden, wobei 43% der Teilnehmer Sportstudenten waren. Die Untersuchung fand an sechs aufeinander folgenden Tagen in einer Sporthalle statt. Zur Aufwärmung und zum Training stand ein Raum zur Verfügung, die Gleichgewichts- sowie die Slacklinetests fanden jeweils in separaten Hallen statt. An Tag eins fanden, in folgender Reihenfolge ein Gleichgewichtstest, eine Videodemonstration, das Aufwärmen, der Ausgangstest der Slacklineleistung, eine Lernphase und der Slacklinetest statt. Am zweiten Tag erfolgten zunächst eine Aufwärmung, danach eine Lernphase, dann ein Slacklinetest, daran anschließend eine Lernphase und wieder ein Test. Denselben Ablauf hatten auch die Tage drei und vier. Der fünfte Tag begann mit einem Gleichgewichtstest, anschließend folgte die Aufwärmung, danach die achte Lernphase und zum Schluss der Test. Der letzte Tag startete mit einem Gleichgewichtstest, dann folgte das Aufwärmen. Daran anschließend fanden im Wechsel ein Retentionstest, eine Pause, ein Retentionstest, eine Pause und zum Schluss der Transfertest statt. Somit erfolgten pro Tag meist mehrere Lern- sowie Testphasen. Zur Aufwärmung war ein Parcours in der Halle aufgebaut, der durchlaufen werden musste. Die acht Lernphasen wurden selbstbestimmt durchgeführt. Anhand von Lernkarten konnten sich die Probanden orientieren. Die Versuchsleiter griffen nur bei groben Fehlern, wie bspw. bei einer orthogonalen Fußstellung, ein. Die 10-minütige Trainingszeit wurde mit Stoppuhr kontrolliert. Die Testslackline war 6m lang, 5 cm breit und in einer Höhe von 60cm gespannt. Pro Test wurden die Testaufgaben jeweils fünfmal gemessen, anschließend wurde daraus ein Mittelwert gebildet. Beim Standtest wurde eine Hilfestellung zum Aufsteigen gegeben. Als Ergebnis können über den Zeitraum des 5-tägigen Slacklinetrainings sowohl in der Lauf- als auch der Stehleistung signifikante Verbesserungen (p<0,01) festgehalten werden. Die gelaufene Strecke steigt im Mittel von 1,49m (SD=0,57) auf 6,11m (SD=3,67) an. Die Stehleistung beginnt mit einem Mittelwert von 3,84sec (SD=1,32) und steigt bis auf 22,11sec (SD=18,69) an. Der Transfertest weist zwischen dem Gehen und dem Rückwärtslaufen einen mittleren Zusammenhang (r=0,58) auf, dieser ist statistisch signifikant (p<0,05). Ähnliche Ergebnisse zeigt die Korrelation zwischen der Stehleistung und dem Rückwärtsgehen (r=0,57, p<0,05).

Die Laufleistung und die Ängstlichkeit weisen einen niedrigen negativen Zusammenhang auf (r=-0.38), die Stehleistung und die Ängstlichkeit weisen einen mittleren negativen Zusammenhang (r=-0,45) auf. Beide Werte sind allerdings nicht statistisch belegbar (Gehen: p=0.19, Stehen: p=0,10). Zwischen der Ängstlichkeit und der Transferleistung Rückwärtslaufen konnte ein mittlerer negativer Zusammenhang (r=-0.43) ermittelt werden, der jedoch nicht signifikant ist (p=0,11). Zwischen den Anfangsleistungen auf der Slackline und der Sportlichkeit der Probanden konnte jeweils ein niedriger negativer Zusammenhang festgestellt werden. Für das Gehen sowie das Stehen ergibt sich ein Korrelationskoeffizient von r=0,13. Diese Zusammenhänge sind jedoch ebenfalls nicht statistisch signifikant (Gehen: p=0,52, Stehen: p=0,53). Im Bezug auf die Slacklineleistungen konnte zwischen Männern und Frauen kein signifikanter Unterschied ermittelt werden.

Die Studie von Kroiß (2007) beschäftigt sich mit der Frage, wie das Slacklinen in den Schulsport einbezogen werden kann. In einem Teil der Arbeit setzt sich der Autor mit der Technik und der Methodik des Slacklinens genauer auseinander. Es werden drei Grundfertigkeiten beschrieben, die benötigt werden, um auf einer Slackline zu laufen: Das Stehen auf einem Bein, das Balancieren auf schmaler Stützfläche sowie das Balancehalten in der Höhe. Zu den drei genannten Punkten wird eine Vielzahl an Übungen aufgelistet, mit denen die passenden Voraussetzungen geschaffen werden können. Ferner wurden Unterrichtsversuche durchgeführt, denen eine Evaluierung folgte. Laut der Schülerumfrage wurde das Laufen, bei dem zwei Händen als Hilfe eingesetzt werden durften, als leichteste Aufgabe empfunden. Als nächste Schwierigkeitsstufe folgte die Barrengasse, danach das Gehen mit zwei Stöcken. Eine geringere Unterstützung bot nach Aussagen der Schüler das Hilfsseil und als vorletztes wurde die Hilfestellung mit einer Hand genannt. Als am Schwierigsten wird das selbstständige Gehen ohne Hilfestellung angegeben. Anhand der Ergebnisse formuliert der Autor eine erste Methodik­Empfehlung bezüglich des Slacklinens. Zunächst schlägt Kroiß eine Aufwärmphase vor, um eine konzentrierte Grundeinstellung als Vorbereitung für das Slacklinen zu schaffen. Die anschließenden methodischen Übungen beginnen mit dem Sitzen auf dem Band, um ein Gespür für die Slackline zu erhalten, und führen über mehrere Variationen mit Hilfsmitteln letztendlich zum eigenständigen Laufen auf der Sklackline. Im Anschluss werden für den Übenden weiterführende Tricks beschrieben, die zum Ausprobieren einladen.

Eine geringere Rolle im Hinblick auf die eigene Studie spielen die Arbeiten von Granacher et al. (2010), Volery (2010), Frank und Rist (2009) sowie Mahaffey (2009). Bei diesen Studien werden meist die Auswirkungen auf das Gleichgewichtsverhalten oder andere sportmotorische Parameter untersucht. In keiner der Arbeiten werden jedoch Slacklineleistungen als Ergebnisse festgehalten. Daher können diesen Untersuchungen nur Informationen bezüglich des Slacklinetrainings entnommen werden. Es kann festgehalten werden, dass bei den genannten Studien das Lernen als selbstkontrolliertes Üben und Ausprobieren stattfindet. Ein methodischer Trainingsaufbau findet keine Verwendung. Allgemein werden die Untersuchungen auf vier bis sechs Wochen angesetzt, wobei zwei- bis dreimal pro Woche trainiert wird. Bezüglich der Dauer der einzelnen Trainingseinheiten unterscheiden sich die Arbeiten. Die Angaben liegen hier zwischen 15min (Netto) und 50min (Brutto). Besonders bei den Brutto-Zeiten, wie z. B. bei der Untersuchung von Granacher et al. (2010), lässt sich nur schwer einschätzen, wie lange die Probanden tatsächlich trainiert haben. Oft fehlen entscheidende Angaben. Mahaffey (2009) gibt, außer der zeitlichen Trainingsgestaltung, keine weiteren Informationen preis. Ferner mangelt es häufig an genauen Beschreibungen der eingesetzten Slacklines, wie beispielsweise bei Volery (2010). Ob das Training barfuß oder mit Schuhen absolviert wird, beschreiben Frank und Rist (2009) nicht. Auch die Verwendung von Hilfestellungen sowie Trainingskarten wird meist freigestellt. Angaben zu der Verwendungshäufigkeit der Hilfsmittel und Übungen werden nicht gemacht, so bspw. bei Frank und Rist (2009).

Die Arbeiten von Riexinger (2007), Geyer (2008), Müller (2008), Schmid (2008) sowie Stadelmann (2008) sind für die eigene Untersuchung aufgrund der thematischen Schwerpunkte nicht von Bedeutung und werden daher nicht näher erläutert. Aus den aktuellen Forschungen lässt sich folglich keine Methodik für ein Slacklinetraining ableiten.

1.2.2 Artikel zum Slacklinen

Die veröffentlichten Artikel von Wibowo (2008), Rom (2009) sowie Bächle und Hepp (2010) setzen sich damit auseinander, wie Slacklinen in den Schulsport einbezogen werden kann. Vollery und Rodenkirch (2009) beschäftigen sich mit der Slackline als Trainingsgerät, indem sie das Sportgerät anhand von verschiedenen trainingswissenschaftlichen Aspekten beleuchten. Die genannten Artikel spielen aber bezüglich der eigenen Studie eine untergeordnete Rolle und werden daher hier nicht weiter beschrieben.

1.2.3 Studien aus dem sensomotorischen Trainingsbereich

Da es sich beim Slacklinen um eine gleichgewichtsorientierte Sportart handelt und in der bisher beschriebenen Literatur (s. Kap. 1.2.1 und Kap. 1.2.2) keine einheitliche Methodik zu erkennen ist, wird der sensomotorische Trainingsbereich betrachtet. Die wissenschaftliche Expertise von Stehle (2009), liefert einen guten Überblick über aktuelle Studien aus diesem Themengebiet. Doch auch hier kann keine methodische Vorgehensweise gefunden werden. Aufgrund der mangelnden methodischen Qualität der bisherigen Arbeiten und den großen Diskrepanzen bezüglich der Trainingsgestaltung, stellen auch hier die Autoren die Forderung nach neuen Untersuchungen, die es mittels adäquater Trainingsgestaltung ermöglichen, Effekte zu überprüfen und zu vergleichen (vgl. Stehle, 2009, S. 48ff).

1.3 Theoretisches Rahmenmodell zur Klassifikation von motorischen Aufgaben mit Gleichgewichtsanforderungen

Eine Möglichkeit, die Sportart Slacklinen methodisch zu strukturieren, bietet das Rahmenmodell zur Klassifikation von motorischen Aufgaben mit

Gleichgewichtsanforderungen nach Neumann (2010). Zur Bildung des Rahmenmodells dienen der Constraints-Led Approach und das Strukturmodell nach Neumaier als Grundlage, diese werden im Folgenden einzeln erläutert. Anschließend wird ein Anforderungsprofil für das Slacklinen erstellt. Zuletzt wird das entsprechende Rahmenmodell vorgestellt und die Sportart Slackline dort eingeordnet (vgl. Neumann, 2010, S. 3).

1.3.1 Constraints-Led Approach

Laut Birkelbauer (2006, S. 116) handelt es sich bei der dynamischen Systemtheorie „um einen integrativen Ansatz, der menschliche Bewegungsrealisationen ganzheitlich als aktive, zielgerichtete Auseinandersetzung mit den unmittelbaren Umweltanforderungen und den zahlreichen, auf das Individuum einwirkenden emotionalen, individuellen sowie sozialen Faktoren betrachtet“. Demnach entstehen Bewegungskontrolle sowie die Bewegungssteuerung aus den Wechselbeziehungen der verschiedenen äußeren sowie inneren Einflussfaktoren und wird als Selbstorganisationsprozess angesehen. In einem derart offenen und komplexen System ergibt sich somit eine Vielzahl an möglichen Kombinationen dieser sogenannten Constraints (vgl. Birkelbauer, 2006, S. 116; Davids et al., 2008, S. 39). Diese lassen sich in drei Kategorien unterteilen: Organismic, Environmental und Task constraints (vgl. Newell, 1986, S. 341). Diese Einteilung bietet die Möglichkeit Koordinationsmuster und ihre Entwicklung bei intentionalen Handlungen zu erfassen (s. Abb. 1, S. 24) (vgl. Davids et al., 2008, S. 40f). Die einzelnen Kategorien werden nachfolgend genauer erläutert.

Organismic constraints beziehen sich auf Personenfaktoren, also sämtliche physische und psychische individuelle Aspekte. Bei den psychischen Faktoren wäre z. B. die Motivation zu nennen. Zu den physischen Faktoren gehören sowohl anthropometrische Personenbedingungen, wie z. B. die Körpergröße oder das Muskel-Fett-Verhältnis, als auch funktionelle Größen, wie bspw. die Verbindungen der Synapsen im Gehirn.

Bei den Environmental constraints handelt es sich um Umweltfaktoren. Diese können einerseits von physikalischer Natur sein, wie Temperatur oder Schwerkraft, andererseits umfasst diese Kategorie auch kulturelle Bedingungen, die sich bspw. in Form von Erwartungshaltungen oder familiärer Unterstützung bemerkbar machen können.

Task constraints stellen die Aufgabenfaktoren dar. Sie variieren sehr stark, wenn spezifische Regeln oder das Aufgabenziel an sich verändert werden. Zudem spielen in diesem Zusammenhang Hilfsmittel oder verschiedene Geräte eine große Rolle.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Three classes of constraints — organismic, environemental, and task - provide a coherent framework for understanding how coordination patterns emerge during goal-directed behavior (vgl. Davids et al., 2008, S. 40)

Bewegungsaufgaben und deren charakteristische Forderung lassen sich durch die Constraints definieren. Durch Interaktion der verschiedenen Bedingungen wird Einfluss auf die optimale Bewegungskoordination sowie -regulation jedes Einzelnen genommen (vgl. Davids et al., 2008, S. 39ff).

1.3.2 Strukturmodell zu koordinativen Anforderungskategorien

Mit Hilfe des Strukturmodells lassen sich Bewegungsaufgaben bezüglich ihrer koordinativen Anforderungen charakterisieren und analysieren. Das Modell wird in der nachstehenden Abbildung (s. Abb. 2, S. 26) veranschaulicht.

Die linke Seite stellt die mit der Bewegung verknüpften afferenten Informationsanforderungen dar. Als Informationsquellen dienen die verschiedenen Analysatoren mit ihren zugehörigen Rezeptoren (vgl. Neumaier, 2003, S. 97). Dazu gehören laut Bruhn (2001, S. 66f) und Neumaier (2003, S. 53):

1. drei Exterozeptoren:

- optischer Analysator (Telerezeptor Auge)
- akustischer Analysator (Hörapparat)
- taktiler Analysator (Hautrezeptoren)

2. zwei Propriozeptoren:

- kinästhetische Analysator (z. B. Muskelspindeln)
- Vestibularanalysator (Vestibularapparat)

3. eine integrative Sinnesleistung zur Lösung der Gleichgewichtsanforderung.

Die genannten Analysatoren spielen bei der Bewältigung von Bewegungsaufgaben eine entscheidende Rolle. Die Verwendung der Analysatoren zur

Informationsgewinnung passt sich dem jeweiligen Leistungsniveau an und kann sich somit im Laufe der Zeit verändern (vgl. Neumaier, 2003, S. 115). Die Gleichgewichtskontrolle hat einen bedeutenden Stellenwert und wird daher als separate Anforderungskategorie betont (vgl. Neumaier, 2003, S. 100).

Die rechte Seite der Grafik stellt die Druckbedingungen vor, denen sich ein Sportler ausgesetzt fühlen kann. Mit Hilfe der Druckbedingungen kann die Schwierigkeit von koordinativen Bewegungsaufgaben einschätzen werden (vgl. Neumaier, 2003, S. 98). Nach Neumaier et al. (2002, S. 10) ergeben sich die Druckbedingungen aus dem Ziel der motorischen Aufgabe und aus den Ausführungsbedingungen (Constraints). Nachfolgend werden die unterschiedlichen Kategorien der Druckbedingungen genauer beschrieben (vgl. Neumaier, 2003, S. 118 ff).

Der Präzisions druck beschreibt die Bewegungsgenauigkeit. Dabei kann zwischen der Ergebnisgenauigkeit und der Verlaufsgenauigkeit unterschieden werden. Die Ergebnisgenauigkeit gibt an, mit welcher Präzision das Ziel erreicht wird. Die Verlaufsgenauigkeit zeigt, mit welcher Präzision die Aufgabe ausgeführt wird.

Der Zeitdruck grenzt ein, welche Zeit zur Ausführung der Bewegungsaufgabe zur Verfügung steht. Hierzu zählen die Reaktionsschnelligkeit, bezogen auf den Bewegungsbeginn, sowie die Aktionsschnelligkeit, welche sich auf die Bewegungsdurchführung bezieht.

Unter dem Oberbegriff Komplexitätsdruck werden mehrere Anforderungen zusammengefasst. Die Simultankoordination beschreibt dabei Anforderungen in Bezug auf die gleichzeitig zu realisierenden Bewegungen. Für die aufeinanderfolgenden Bewegungen wird der Begriff Sukzessivkoordination verwendet. Auch die Anforderungen hinsichtlich der für die Bewegung benötigen Muskeln werden dazu gezählt. Hier spielen vor allem der Umfang sowie die Auswahl der beteiligten Muskeln eine Rolle.

Der Situationsdruck umfasst zum einen die Forderung sich an wechselnde Umweltbedingungen anzupassen (Variabilitätsdruck) und zum anderen den Umfang der zu verarbeitenden Umweltmerkmale (Situationskomplexität), der einen Einfluss auf die Bewegungskoordination hat.

Zum Belastungsdruck werden alle Anforderungen, die bezüglich der physisch­konditionellen sowie der psychischen Verfassung gestellt werden, gezählt. Hier lassen sich bspw. die Ausdauerbeanspruchung oder die Motivation nennen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Koordinative Anforderungskategorien: Informationsanforderungen und Druckbedingungen (mod. nach Neumaier, Mechling & Strauß, 2002, S. 11)

1.3.3 Darstellung des Rahmenmodells und Einordnung der Sportart Slacklinen

Anhand des Modells (s. Abb. 3, S. 27) können gleichgewichtsorientierte Bewegungsaufgaben systematisch beschrieben und miteinander verglichen werden. Durch die Variation von Aufgaben-, Personen- sowie Umweltbedingungen werden die Informationsanforderungen und Druckbedingungen spezifiziert. Diese wirken sich wiederum auf die Bewegungsregulation und -koordination aus. Laut Neumann (2010, S. 9) „kann eine systematische Variation der Constraints, insbesondere der Aufgabenbedingungen, die spezifische Anforderung und Aufforderung der Bewegungsaufgabe beeinflusst und somit auch der Schwierigkeitsgrad des geforderten Koordinationsmusters gezielt verändert werden“.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Theoretisches Rahmenmodell zur Klassifikation von motorischen Aufgaben (vgl. Neumann, 2010 mod. nach Davids et al., 2008, S. 40; Neumaier, 2003)

Nachfolgend wird Slacklinen als motorische Bewegungsaufgabe mit Hilfe des Modells erläutert.

1.3.3.1 Constraints und Slacklinen

Die Environmental constraints (Umweltbedingungen) beziehen sich auf den Aktions- und Bewegungsraum der Sportart (s. Tab. 2, S. 28). Slacklinen kann sowohl in freier Natur (Wald, Parkanlagen, Bergen, etc.) als auch in geschlossenen Räumen (Sport-, Kletterhallen, etc.) absolviert werden. Dementsprechend kann der Einfluss der physikalischen Variablen sehr unterschiedlich ausfallen, hier sind besonders Licht, Temperatur sowie Wind zu nennen. Eine hohe Variabilität in Bezug auf den Untergrund liegt in freier Natur vor. Je nachdem, ob oberhalb von Felsen, Wasser oder auch Asphalt geübt wird, muss sich der Slackliner immer wieder neuen Anforderungen stellen. Eine geringe Variabilität liegt bezüglich des Untergrunds in geschlossenen Räumen vor, hier sind Hallenböden, Matten oder auch Asphalt als Untergrund denkbar. Die meisten sozialen Variablen spielen bezüglich des Slacklinens eine untergeordnete Rolle. Zuschauer können jedoch einen großen Einfluss ausüben und somit eine hohe Variabilität in Bezug auf die Slacklineleistung hervorrufen (vgl. Neumann, 2010, S. 10).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 2: Gliederung der Umweltbedingungen (vgl. Neumann, 2010, S. 10)

Um die Task constraints (Aufgabenbedingungen) im Detail zu erläutern, ist es zunächst wichtig, auf allgemeine Aspekte von motorischen Aufgaben mit Gleichgewichtsanforderungen einzugehen. Die Bedingungen von gleichgewichtsorientierten Aufgaben können mit der Variation der Unterstützungsfläche sowie der dort ausgeführten Bewegungen sehr unterschiedlich ausfallen. Ebenso spielen in diesem Zusammenhang das Aufgabenziel, spezifische Regeln sowie Hilfsmittel und verschiedene Geräte eine bedeutende Rolle. Als Ziele einer Aufgabe mit Gleichgewichtsanforderung kann der Erhalt des Körpergleichgewichts, die Wiederherstellung des Körpergleichgewichts nach Störungen und das Erreichen eines supraposturalen Ziels, bei dem das Gleichgewicht zur Lösung der Aufgabe vorausgesetzt wird, sein. Die spezifischen Regeln sowie die Hilfsmittel bzw. Geräte können situationsbedingt variieren (vgl. Neumann, 2010, S. 11f).

Zunächst werden die Variationen der Aufgabenbedingungen anhand der Unterstützungsfläche erläutert (s. Tab. 4, S. 30). Bei der Slackline handelt es sich um ein körperunverbundenes Gerät, welches sowohl in der Länge (bis 200m) als auch in der Breite (25-50mm) begrenzt ist. Die Kunstfaserbänder werden aus Polyamid, Polyester oder Mischformen hergestellt und sind dadurch in ihrer Elastizität unterschiedlich. Zudem gibt es auf dem Markt Schlauch- und Flachbänder, die nochmals bezüglich ihrer dynamischen Eigenschaften unterschieden werden können. Die Slackline wird mit Hilfe eines Spannsystems befestigt und ist somit ortsgebunden sowie begrenzt beweglich. Zur Spannung finden Ratschen, Rundschlingen sowie Flaschenzüge Verwendung. Das jeweilige Gewicht des Befestigungssystems nimmt Einfluss auf das Schwingungsverhalten der Line, welches von hart und nervös bis weich und langsam variieren kann. Die Befestigungspunkte sind auch vielfältig, es kommen Bäume, Felsen oder auch Wandhalterungen in Betracht. Dementsprechend können die Slacklines auch in unterschiedlichen Höhen, von 20cm bis mehrere 100m, aufgebaut werden. Auch die Vorspannkraft sowie die Gebrauchsdehnung tragen nochmals zur Variation bei. Die Hauptbewegungen auf der Slackline sind das Auf- und Abfedern so wie das seitliche Schaukeln. Ferner ist auch ein Kippen nach medial bzw. lateral möglich. Zudem spielt auch die Beschaffenheit der Oberfläche eine Rolle. Diese kann von rutschig bis stumpf sowie von angenehm bis schmerzhaft variieren. Je nachdem, welche Materialien verwendet werden, fallen die Eigenschaften der Unterstützungsfläche sehr verschieden aus (vgl. Neumann, 2010, S. 14). Folgende Variationen der Materialien sind möglich:

Tab. 4: Aufgabenbedingungen gegliedert nach der Unterstützungsfläche (vgl. Neumann, 2010, S. 13)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bezüglich der Körperbewegung lassen sich die Aufgabenbedingungen in statische und dynamische Bewegungen einteilen (s. Tab. 5, S. 31). Zudem kann unterschieden werden, ob die Bewegung durch Eigen- oder Fremdkraft ausgeführt wird. Prinzipiell besteht die Aufgabe beim Slacklinen darin, auf dem Band zu balancieren, wobei die Körperbewegungen das jeweilige übergeordnete Ziel verändern. Bei ortsgebundenen statischen Bewegungen, wie beispielsweise dem Beidbeinstand, gilt es, das Körpergleichgewicht ohne Ortsveränderung zu erhalten oder wiederherzustellen. Bei dynamischen Bewegungen wird zwischen translatorischen und rotatorischen Bewegungen unterschieden, die jeweils mit oder ohne Flugphase durchgeführt werden können. Hier gilt es ebenfalls, das Gleichgewicht zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Das Rückwärtslaufen ist ein Beispiel für eine translatorische Bewegung ohne Flugphase. Eine translatorische Übung mit Flugphase wäre bspw. vorwärts Springen. Bewegungen mit Rotation wären z. B. die 180°-Drehung auf dem Band ohne Flugphase oder ein Salto mit Flugphase (vgl. Neumann, 2010, S. 15). Es sind also Rotationen um alle Achsen sowie Kombinationen derselben möglich.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 5: Aufgabenbedingungen gegliedert nach Art der Körperbewegung (vgl. Neumann, 2010, S. 15)

1.3.3.2 A nforderungsprofil Slacklinen

Die Slackline bietet vielfältige Möglichkeiten, sich auf ihr zu bewegen, der Bandbreite an Tricks sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Prinzipiell kann für jeden Trick ein eigenes Anforderungsprofil erstellt werden. Als Grundvoraussetzungen für alle weiteren Bewegungen gelten das Stehen und Gehen (vgl. Miller & Friesinger, 2008, S. 105). Daher werden nachfolgend die Informations- und Druckbedingungen für das Stehen und Gehen genannt (vgl. Neumann, 2010, S. 5).

Die optische Information (o) dient beim Slacklinen der Orientierung im Raum. Durch das Anvisieren eines festen Punktes wird das Balancieren auf der Line erleichtert. Die Relevanz optischer Information kann als mittel eingestuft werden. Akustische Informationen (a) spielen bezüglich des Slacklinens eine untergeordnete Rolle und können als wenig relevant eingeordnet werden. Sie können sich beispielsweise in Form von Lärm störend auf die Konzentration auswirken.

Die taktilen Informationen (t) sind in der Mitte anzusiedeln. Beim Kontakt des Fußes mit der Line kommen die Druck-, Berührungs- und Vibrationsrezeptoren der Haut zum Einsatz, welche eine Rückmeldung über die unterschiedlichen Schwungkräfte der Slackline geben.

Der kinästhetischen Informationsanforderung (k) kommt eine herausragende Stellung zu. Die Informationen der Muskelspindeln, Golgi-Sehnenorgane sowie Gelenkrezeptoren sind wichtig, um einen zielgerichteten Einsatz der Muskulatur zu ermöglichen. Hier sind besonders die unteren Extremitäten gefordert.

Die Relevanz vestibulärer Information (v) kann als hoch angesehen werden. Über den Vestibularapparat im Innenohr wird das Gleichgewicht gesteuert. Dieses Gleichgewichtsorgan regelt die Körperstellung und erlaubt eine aktive Kompensation von Gleichgewichtsstörungen.

Das Gleichgewicht (G) greift auf die Sinnesleistungen der optischen-, akustischen-, taktilen-, kinästhetischen sowie vestibulären Informationen zurück und kann als maximal bewertet werden. Um das Gleichgewicht zu erhalten bzw. wiederherzustellen, muss der Slackliner auf die permanenten Lageveränderungen des Körperschwerpunktes im Bezug zur Unterstützungsfläche reagieren (vgl. Neumann, 2010, S. 6).

Die Bedeutung des Präzisionsdrucks (P) kann als mittel bis hoch angesehen werden. Besonders die Ergebnisgenauigkeit spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Um auf dem Band balancieren zu können, ist eine präzise Steuerung der Bewegung unerlässlich. Das bedeutet, die Ausgleichsbewegungen müssen sowohl räumlich als auch zeitlich mit großer Genauigkeit ausgeführt werden. Die Verlaufsgenauigkeit ist hingegen von nicht so großer Bedeutung, da die Ausgleichsbewegungen individuell sehr unterschiedlich ausfallen können.

Die Anforderungen bezüglich des Zeitdrucks (Z) liegen in der Mitte. Zum einen wird eine schnelle Anpassung an die veränderten Gleichgewichtsbedingungen gefordert. Auf der anderen Seite gibt es beim Slacklinen aber keine zeitliche Begrenzung der Bewegungsausführung. Zudem werden auch keine hohen Geschwindigkeiten verlangt.

Der Komplexitätsdruck (K) wird nachfolgend in seinen Einzelheiten betrachtet. So lässt sich die Simultankoordination (K1) als mittel einstufen. Das muskuläre Zusammenspiel ist bedeutend für den Gleichgewichtserhalt, vor allem die Abstimmung der oberen und unteren Extremitäten sowie die muskulären Anpassungen an die dynamischen Eigenschaften der Slackline. Die Sukzessivkoordination (K2) spielt eine untergeordnete Rolle und kann als niedrig angesehen werden. Hingegen kommt der Muskelauswahl (K3) eine beachtliche Stellung zu, da zum Balancieren eine Vielzahl an Muskeln zum Einsatz kommt. Der gesamte Körper ist bei dieser Sportart mit dem Gleichgewichtserhalt beschäftigt, daher besteht eine große Anzahl an Freiheitsgraden.

Der Situationsdruck (S) wird hier ebenfalls in seinen Unterpunkten beleuchtet. Die Situationskomplexität (Si) ist eher gering einzustufen, da sich die Umweltbedingungen nur geringfügig mit wechselnden Orten verändern. Die Situationsvariabilität (S2) kann im mittleren Bereich angesiedelt werden, da die Bewegungen immer entsprechend der Slacklineschwingungen ausgeführt werden müssen.

Der Belastungsdruck (B) wird desgleichen unterteilt und näher erläutert. Die psychischen Belastungen (B1) liegen in der Mitte, da einerseits ein Maximum an Konzentration gefordert wird und andererseits permanent die Gefahr eines Sturzes vorliegt. Die physische Beanspruchung (B2) kann als mittel eingeordnet werden. Sie findet sich beim Slacklinen vor allem auf sensomotorischer Ebene wieder, da besonders die inter- und intramuskuläre Koordination eine wichtige Rolle einnehmen (vgl. Neumann, 2010, S. 7f).

Die nachfolgende Abbildung (s. Abb. 4) zeigt die einzelnen koordinativen Anforderungsregler für das Slacklinen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Koordinatives Anforderungsprofil des Slacklinings (vgl. Neumann, 2010, S. 8)

[...]

Ende der Leseprobe aus 104 Seiten

Details

Titel
Motorisches Lernen einer gleichgewichtsorientierten Sportart
Untertitel
Effekte eines methodisch-strukturierten Slacklinetrainings
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Institut für Sportwissenschaft)
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
104
Katalognummer
V190584
ISBN (eBook)
9783656153412
ISBN (Buch)
9783656153764
Dateigröße
16855 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
motorisches Lernen, Slackline, Slacklinetraining, sensomotorisches Training, Gleichgewichtstraining, Gleichgewicht, Gleichgewichtsanforderung
Arbeit zitieren
Mareike Klünder (Autor), 2011, Motorisches Lernen einer gleichgewichtsorientierten Sportart, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190584

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