Stand und Entwicklungstendenzen der E-Commerce-Standards im Rahmen der unternehmensübergreifenden Beschaffungsprozesse


Hausarbeit, 2003

28 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erklärung und Einordnung von Begriffen

3. Einsatzfelder des E-Procurement
3.1. Information und Kommunikation
3.2. Direct Purchasing
3.3. Ausschreibungen und Auktionen
3.4. Elektronische Marktplätze
3.5. Internet Supply Chain

4. Implementierung im Unternehmen

5. Bewertung und Ausblick
5.1. Bereich der Informationstechnik
5.2. Einbindung in die Beschaffungsorganisation
5.3. Einbindung in die Unternehmensstrategie

6. Schlussbetrachtung

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Zusammenhang zwischen E-Business, E-Commerce und E- Procurement

Abb. 2: Beschaffungszyklus KPMG Wien, http://www.kpmg.co.at, [Online]

Abb. 3: Einsatzfelder des E-Procurement Nach Brenner, W.; Zarnekow, R., E-Procurement- Potenziale, Einsatzfelder und Entwicklungstrends, in: Hermanns, A.; Sauter, M (Hrsg), Managementhandbuch Electronic Commerce, München 2001, S.

Abb. 4: Einsatz der Internettechnologie im Beschaffungsbereich Roland, F.; Kleeberg, L., Strategisches Beschaffungsmarketing, in: Manschwetus, U.; Rumler, A. (Hrsg.), Strategisches Internetmarketing. Entwicklungen in der Net-Economy, Wiesbaden 2002, S.

Abb. 5: Formen von Direct Purchasing Systemen

Abb. 6: Funktionsweise von Lieferantenkatalogen Nach Brenner, W.; Zarnekow, R., E-Procurement- Potenziale, Einsatzfelder und Entwicklungstrends, in: Hermanns, A.; Sauter, M (Hrsg), Managementhandbuch Electronic Commerce, München 2001,

Abb. 7: Funktionsweise von Käuferkatalogen Nach Brenner, W.; Zarnekow, R., E-Procurement- Potenziale, Einsatzfelder und Entwicklungstrends, in: Hermanns, A.; Sauter, M (Hrsg), Managementhandbuch Electronic Commerce, München 2001, S.

Abb. 8: Funktionsweise von Cybermediären Nach Brenner, W.; Zarnekow, R., E-Procurement- Potenziale, Einsatzfelder und Entwicklungstrends, in: Hermanns, A.; Sauter, M (Hrsg), Managementhandbuch Electronic Commerce, München 2001, S.

Abb. 9: Auktionstypen im E-Procurement

Abb. 10: Varianten elektronischer Marktplätze Nach Block, C. H. (2001), Professionell einkaufen mit dem Internet - E- Procurment-Direct Purchasing, 1. Auflage, München 2001, S.

Abb. 11: Aufbau einer Lieferkette Nach Schinzer, H.; Böhnlein, C. (2000), Supply Chain Management, in: Thome, R; Schinzer, H., Electronic Commerce. Anwendungsbereiche und Potenziale der digitalen Geschäftsabwicklung, 2.Auflage, München 2000, S. 28-29

Abb. 12: Kosten-Nutzen-Relation

Abb. 13: Beteiligungsmodelle für E-Procurement-Tools Roland, F.; Kleeberg, L., Strategisches Beschaffungsmarketing, in: Manschwetus, U.; Rumler, A. (Hrsg.), Strategisches Internetmarketing. Entwicklungen in der Net-Economy, Wiesbaden 2002, S.

1. Einleitung

In den letzten Jahren sind Beschaffungsprozesse verstärkt Gegenstand betrieblicher Reorganisation geworden. Dabei lassen sich Potenziale verbunden mit der steigenden Bedeutung weltweiter elektronischer Kommunikationsnetze (Internet, Intranet, Extranet) besonders bei der Umgestaltung betrieblicher Beschaffungsprozesse nutzbar machen. Daraus entwickeln sich auch für andere betriebliche Bereiche innovative Nutzungsmöglichkeiten und Lösungen.1

Im Rahmen dieser Arbeit werden der aktuelle Stand und die Entwicklungstendenzen der E-Commerce-Standards im Bezug auf unternehmensübergreifende Beschaffungsprozesse dargestellt. E- Commerce wird dabei zwangsweise auf den B2B-Bereich E-Procurement eingeschränkt, obwohl elektronischer Handel auch in anderen Bereichen genutzt wird.2

Als Grundlage für spätere Erläuterungen werden zuerst wichtige Begriffe geklärt und eingeordnet. Ein Überblicküber die in der Praxis genutzten elektronischen Beschaffungsprozesse wird im Hauptteil gegeben. Chancen und Risiken bei der Implementierung eines elektronischen Systems werden in der Folge demonstriert.

Im letzen Teil der Arbeit werden eine Bewertung des derzeitigen Stands durchgeführt, Entwicklungstendenzen aufgezeigt und eine Prognoseüber die zukünftige Entwicklung gewagt.

2. Erklärung und Einordnung von Begriffen

E-Business, E-Commerce und E-Procurement sind aus dem Englischen abgeleitet. Wie in vielen betriebswirtschaftlichen Bereichen hat auch in der Beschaffung die englische Sprache eine dominante Rolleübernommen. Der Buchstabe E ist eine Abkürzung für das Wort "Electronic" und meint im weitesten Sinne alles, was mit dem Computer gemacht werden kann.

E-Business ist der Oberbegriff für den elektronischen Geschäftsverkehr, wobei der E-Commerce den Hauptbestandteil darstellt (vgl. Abbildung 1). Der Begriff E-Commerce wird im Zusammenhang mit elektronischem Handel im Internet angeführt. Eingeteilt wird E-Commerce in die vier Bereiche Unternehmen zu Unternehmen (B2B), Unternehmen zu Konsument (B2C), Unternehmen zu Staat (B2A) und Staat zu Konsument (A2C).3 Andere Typologien berücksichtigen zusätzlich die Bereiche Staat zu Staat (A2A), Staat zu Unternehmen (A2B) und Konsument zu Konsument (C2C).4

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Zusammenhang zwischen E-Business, E-Commerce und E-Procurement

Der Einsatz von internetbasierten Informations- und Kommunikationstechnologien zur Unterstützung und Optimierung von Beschaffungsprozessen wird als E-Procurement bezeichnet.5 E- Procurement bezieht sich dabei auf den gesamten Beschaffungszyklus (vgl. Abb. 2).6

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Beschaffungszyklus 7

3. Einsatzfelder des E-Procurement

Für das E-Procurement gibt es mehrere Einsatzfelder, welche im

folgenden Abschnitt näher erläutert werden. Dabei beschränkt sich das E- Procurement nicht auf die Beschaffung von C-Teilen. Die verschiedenen E-Procurement-Lösungen können in ein System eingeordnet werden, wobei die technische und die organisatorische Komplexität als Vergleichselemente dienen (vgl. Abb. 3).8

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Einsatzfelder des E-Procurement 9

Heutige Einsatzfelder des E-Procurement sind:

- Information und Kommunikation
- Direct Purchasing (Katalogsysteme)
- Ausschreibungen und Auktionen
- Marktplätze, Dienstleister
- Internet Supply Chain10

Im Jahr 2001 ergab eine Umfrage unter Unternehmen, in welchem Umfang verschiedene Technologien in der Beschaffung genutzt werden und wie die zukünftige Nutzung geplant ist (vgl. Abb.4). Zwei Jahre nach der Umfrage kann man feststellen, dass die Entwicklung vor allem im Bereich Online-Auktionen und Digitale Marktplätze nicht wie prognostiziert verlaufen ist.11

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Einsatz der Internettechnologie im Beschaffungsbereich 12

3.1. Information und Kommunikation

Unternehmen kommunizieren aus verschiedensten Gründen miteinander, wobei zu einem Großteil dazuübergegangen worden ist, dies mit Hilfe elektronischer Medien wie E-Mail zu tun. Traditionelle Mittel wie Telefon und Zusammenkünfte werden dabei teilweise substituiert. Auch im Beschaffungsbereich sind die elektronischen Medien in der Kommunikation mit Lieferanten nicht mehr wegzudenken.13 Jedoch schließt dies nicht den Austausch von wichtigen Dokumenten wie Verträgen ein, da Medien wie E-Mail noch nicht als sicher genug angesehen werden.

Neben der unternehmensübergreifenden Kommunikation werden elektronische Systeme in Unternehmen zur Recherche genutzt. In Bereichen wie der Beschaffungsmarktforschung kann mithilfe des Internets nach verschiedensten Informationen gesucht werden. Dies können Informationenüber Länder, Branchen, Märkte, Lieferanten, Beschaffungsobjekte, Dienstleistungsunternehmen sowie andere die Beschaffung betreffende Daten sein.14 Dazu gehört ebenso die Verbesserung des Vor- und Nachkaufservices bzw. Supports mit z. B. der Möglichkeit zum Download von Produktdatenblättern, der Online- Verfolgung der Auftragsabwicklung und der Darstellung von Hinweisen zur Fehlerbeseitigung.15

3.2. Direct Purchasing

Als Direct Purchasing werden Bestellungen definiert, welche durch die Mitarbeiter eines Unternehmens in elektronischen Katalogen direkt durchgeführt werden. Direct Purchasing gilt momentan als eines der wichtigsten Elemente des E-Procurement. Ein Direct Purchasing System ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Reihe von Artikeln in elektronischen Katalogen dargestellt ist. Zur Zeit werden vor allem C-Teile wie Büromaterial, Computer und Standardwerkzeuge in solchen Katalogen gehandelt, aber mit steigender Funktionalität von Direct Purchasing Systemen ist auch die Bereitstellung von A- und B-Teilen zu erwarten.16 Direct Purchasing Systeme werden in verschiedenen Formen in der Praxis genutzt. Dabei wird nach Lieferantenkatalogen (Shop Systeme), Käuferkatalogen (Desktop Purchasing Systeme) und Cybermediären (Content Service Provider) unterschieden (vgl. Abb.4).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Formen von Direct Purchasing Systemen

a) Lieferantenkataloge

Lieferantenkataloge sind dadurch gekennzeichnet, dass die Kataloge auf der Lieferantenseite platziert sind und von diesen auch gepflegt werden. Unternehmen habenüber ein Netzwerk (Internet oder Extranet) Zugriff auf diese Kataloge und führen die Bestellungen direkt beim Lieferanten durch (vgl. Abb.6). Beispiele dafür sind die Dell Premier Pages (http://www.dell.de/premier), Ahrend Online (http://www.ahrendonline.de) oder Viking Direkt (http://www.viking.de). Ein Problem von Lieferantenkatalogen ist die Tatsache, dass eine katalogübergreifende Recherche aufgrund verschiedener Systeme bei den einzelnen Lieferanten für den Nutzer meist nicht möglich ist. Zusätzlich sind Lieferantenkataloge meist nicht in die Systeme des bestellenden Unternehmens eingegliedert. Genutzt wird diese Art von Katalogen eher für gelegentliche Bestellungen, kleine Mengen oder von kleinen Firmen, für die ein eigenes System nicht in Frage kommt.

[...]


1 Vgl. Brenner, W.; Zarnekow, R., (2001), S. 488.

2 Siehe dazu auch Pkt. 2 dieser Arbeit.

3 Vgl. http://www.wissen.de.

4 Vgl. Roland, F. (2003), S. 34.

5 Vgl. Schneck, O. (2003), S. 303.

6 Vgl. KPMG Wien, http://www.kpmg.co.at, [Online].

7 Vgl. KPMG Wien, http://www.kpmg.co.at, [Online].

8 Vgl. Brenner, W.; Zarnekow, R. (2001), S. 492.

9 Nach Brenner, W.; Zarnekow, R., (2001), S. 492.

10 Vgl. Brenner, W.; Zarnekow, R., (2001), S. 492ff.

11 Diese Information stammt aus der Veranstaltung „Beschaffungsmanagement“ von Prof. Dr. Roland an der HS Harz vom SS 2003.

12 Vgl. Roland, F.; Kleeberg, L., (2002), S. 309.

13 Vgl. Brenner, W.; Zarnekow, R. (2001), S. 492.

14 Vgl. Roland, F.; Kleeberg, L., (2002), S. 311ff.

15 Vgl. Mattes, F. , (2001), S. 66.

16 Vgl. Brenner, W.; Zarnekow, R. (2001), S. 493.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Stand und Entwicklungstendenzen der E-Commerce-Standards im Rahmen der unternehmensübergreifenden Beschaffungsprozesse
Hochschule
Hochschule Harz Hochschule für angewandte Wissenschaften  (WiWi)
Note
1,7
Autoren
Jahr
2003
Seiten
28
Katalognummer
V19396
ISBN (eBook)
9783638235365
Dateigröße
479 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stand, Entwicklungstendenzen, E-Commerce-Standards, Rahmen, Beschaffungsprozesse
Arbeit zitieren
Carsten Schmidt (Autor)Errol Seehafer (Autor), 2003, Stand und Entwicklungstendenzen der E-Commerce-Standards im Rahmen der unternehmensübergreifenden Beschaffungsprozesse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19396

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