Branding von Energy Efficiency im Automobilbereich


Studienarbeit, 2012
43 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Executive Summary

II. Abbildungsverzeichnis

1. Einführung
1.1 Die Definition von „Energy Efficiency“
1.2 Anwendungsgebiete und Beweggründe

2. „Energy Efficiency“ im Automobilmarkt
2.1 Bereiche in denen „Energy Efficiency“ angewendet wird
2.2 Techniken und Umsetzungen
2.2.1 Start/Stop - Automatik
2.2.2 Die Bremsenergierückgewinnung
2.2.3 Hybridfahrzeuge
2.2.4 Weitere Alternativen um „Energy Efficiency“ anzuwenden

3. Branding von „Energy Efficiency“
3.1 „Energy Efficiency“ Brandings
3.2 Vermarktungs- und Werbemaßnahmen
3.3 Kritik und Fehlschläge

4. Fazit

5. Quellenverzeichnis

6. Anhang

I. Executive Summary

Die hier vorliegende Studienarbeit zum Thema „Branding von Energy Efficiency“ beschäftigt sich mit der Technologie und deren Vermarktung von energieeffizienten und Kraftstoff sparenden Systemen im Automobilbereich.

Das Kapitel Energy Efficiency im Automobilmarkt beschäftigt sich mit den bereits marktreifen und sich noch in der Entwicklung befindenden Technologien unterschiedlicher Automobilhersteller.

Das folgende Kapitel „Branding von Energy Efficiency“ handelt von der Vermarktung und dem Platzieren von Submarken, mit denen die unterschiedlichen Kraftstoffsparsysteme beworben und verkauft werden. Ebenfalls werden Kritiken und Fehlschläge behandelt, mit denen die Automobilindustrie zu kämpfen hat.

Im letzten Kapitel wird ein Fazit zu den erarbeiteten Ergebnissen abgegeben, in welchem diese zusammengefasst und aufgezeigt werden.

II. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Energieoptimierungskonzept der Firma Siemens

http://www.industry.siemens.com/industrysolutions/global/PublishingImages/pulp_paper/sipaper_pr oduct_family/sipaper_services/APM_Energieoptimierung_big.jpg

Abbildung 2: Prozessablauf der BMW Start/Stop Automatik

http://www.bs-wiki.de/mediawiki/images/Unbenannt1.jpg

Abbildung 3: Werbemaßnahme für die Bremsenergierückgewinnung bei BMW

http://www.bmw.com/com/de/newvehicles/x1/x1/2009/allfacts/effdyn/_shared/img/brake_energy_re generation.jpg

Abbildung 4: Rückgewinnungsenergie lädt Batterie des Hybridmotors

http://www.autowallpaper.de/Wallpaper/images/Porsche/Porsche-Hybrid/Porsche-Hybrid-13.jpg

Abbildung 5: Schema eines seriellen und parallelen Hybridfahrzeuges

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6d/Serieller_hybrid.jpg

Abbildung 6: Schema eines seriellen und parallelen Hybridfahrzeuges

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/ba/Paralleler_hybrid.jpg

Abbildung 7: Werbebanner von BMW Efficient Dynamics

http://www.motorsport24.de/blog/wp-content/uploads/2009/09/efficient_dynamics_banner.jpg

Abbildung 8: Emblem der VW - BlueMotion Technologie

http://blog.meinauto.de/wp-content/uploads/2010/09/VW-BlueMotion-Technologies-Logo.jpg

Abbildung 9: Diagramm der Opel EcoFlex Komponenten

http://www.opel.de/content/dam/Opel/Europe/germany/nscwebsite/de/Lightbox/overview/Hotspots_ astra_ModelOverview_ecoFLEXModels_cnt_impar_768x432_de.jpg

Abbildung 10: Drehscheibe zum Vergleich des Kraftstoffverbrauchs

http://www.opel.de/content/dam/Opel/Europe/germany/nscwebsite/de/Lightbox/overview/Drehschei be_ModelOverview_ecoFLEXModels_cnt_impar_768x432_de.jpg

Abbildung 11: Fiat wirbt durch Leichtbautechnik mit niedrigem Verbrauch

http://www.spiegel.de/img/0 ,1020,368734,00.jpg

Abbildung 12: Online Portal von BMWs Efficient Dynamics Programm

http://www.bmw.de/de/de/insights/technology/efficientdynamics/phase_1/introduction.html

Abbildung 13: Standbild aus einem BMW Werbespot

http://www.youtube.com/watch?v=oaw2XeBp0KQ

Abbildung 14: diverse Auszeichnung auf der Website von BMW

http://www.bmw.de/_common/shared/insights/technology/efficientdynamics/phase_1/img/awards_i ntroduction.jpg

Abbildung 15: Renault - Drive the Change Werbelogo

http://carantaine.de/wp-content/uploads/2010/08/Renault.jpg

Abbildung 16: Opels Kraftstoffsparscheibe (Screenshot)

http://www.opel.de/fahrzeuge/ecoflex/ecoflex-sparen.html

Abbildung 17a: Kritik an BMW

http://www.spiegel.de/img/0 ,1020,741637,00.jpg

Abbildung 17b: Kritik an Mercedes-Benz (siehe Anhang) http://www.spiegel.de/img/0 ,1020,741642,00.jpg

Abbildung 17c: Kritik an Volkswagen (siehe Anhang) http://www.spiegel.de/img/0 ,1020,743903,00.jpg

Abbildung 18: gefälschte Energieeffizienzklassen bei VW

http://www.grueneautos.com/wp-content/uploads/2011/12/Falsches-Effizienzlabel-VW-Phaeton.jpg

1. Einführung

1.1 Die Definition von „Energy Efficiency“

Der Begriff „Energy Efficiency“, zu Deutsch „Energieeffizienz“ beschreibt eine Reihe von Technologien, welche den Kraftstoffverbrauch bei Fahrzeugen reduzieren zu versucht. Im Laufe der letzten Jahren wurde „Energy Efficiency“ bei Automobilherstellern immer wichtiger und immer mehr in ihr Angebotsportfolio integriert.

Bereits 1929, mit Einführung des BMW 3/15, spielte „Energie und Effizienz“ für BMW eine große Rolle. Das Unternehmen erkannte schon damals, dass ein verbrauchsarmes Fahrzeug für Kunden interessanter ist als verbrauchsstärkere Modelle der Konkurrenz. (1 )

Unter „Energy Efficiency“ fallen auch neue Produktionsmethoden, um ressourcensparender und umweltschonender zu produzieren. Da die Automobilbranche bei Umweltschützender stets in einem nicht ganz so strahlenden Licht stand, versuchen moderne Unternehmen mit diversen Methoden ihr Image zu verbessern. So werden heute schon Versuche gefahren um Kunststoffe durch Biopolymere zu ersetzen und Kunststoffrecycling zu betreiben (2 ). So stellte VW im Jahre 2010 bereits Konzepte zum Thema Nachhaltigkeit und Umwelttechnologien auf der Hannover Messe vor. Damit sei, laut grueneautos.com, VW auf dem besten Wege, das innovativste und umweltfreundlichste Unternehmen weltweit zu werden (3 ).

Hersteller anderer Produkte nutzen seit kurzer Zeit auch den Begriff „Energy Efficiency“. So wird an momentanen Techniken geforscht, welche die Körperwärme als Energiequelle für Armbanduhren oder ähnliche Kleingeräte verwenden sollen (4 ).

In dieser Ausarbeitung geht um das „Branding von Energy Efficiency“ in der Automobilbranche. Die „Patentierung“ von Energieeffizienztechnologien und wie diese vermarktet werden, stellt den Hauptteil dieser Arbeit dar und zeigt ebenfalls auf, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln könnte.

1.2 Anwendungsgebiete und Beweggründe

Energieeffizient wird in vielen Sparten der Industrie angewendet. Dieser Begriff bedeutet eigentlich, wie die eingesetzte Energie ausgenutzt wird, um eine Menge x eines Gutes herzustellen bzw. wie effizient die benötigte Energie eingesetzt wird. Die Energieeffizienz eines Gebäudes gibt wieder, wie viel die Wärmedämmung der Fenster oder Mauern an Energie, hier in Form von Wärme, zurückhält. Daraus kann errechnet werden, wie viel Energie eingespart, bzw. unnötig verbraucht wird (5 ).

Energieeffizient als rein technische Maßnahme zu betrachten wäre nicht ganz korrekt. Denn schon beinahe 14 Jahren bietet die Firma Siemens Energieeffizienzkonzepte für Gebäude- und Anlagenkonzepte in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit als Dienstleistung an. Darunter zählen unter anderem die Energieoptimierung von Gebäuden, automatisierte Einrichtungen technischer Anlagen zu Energieeffizienz und Maßnahmenpakete zur Gebäude- oder Anlagensanierung an. Sehr wichtig ist dabei zu beachten, dass dabei auch sogenannte „Energielecks“, also Stellen an denen unnötig Energie verschwindet, bzw. verbraucht wird, entdeckt werden können. Kontinuierliche Erneuerungsprozesse sollen helfen, über längeren Zeitraum eine Anpassung an mögliche Betriebs- oder Verbrauchsänderungen zu ermöglichen (6 ).Auf der unten gezeigten Grafik wird verdeutlicht, wie einer dieser Optimierungsprozesse bei Siemens (in der Theorie) ablaufen könnte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Energieoptmierungskonzept der Firma Siemens

Es werden Bewusstsein, Analyse und die Machbarkeit geprüft, ein Konzept für die jeweiligen Phasen aufgestellt und schließlich eine technische Realisierung und Kontrolle umgesetzt.

Die Beweggründe für die Einführung von energieeffizienteren, technischen Maßnahmen sind denkbar einfach: Aufgrund stetig sinkender Rohstoffvorkommen wie Erdöl, Brennkohle oder Erdgas, versuchen Ingenieure und Unternehmen schon heute soviel Effizienz aus ihren Produkten wie möglich herauszuholen. Dazu wird „Energy Efficiency“ genutzt - das effiziente Einsetzen von Energie.

Mit „Energy Efficiency“ oder Energieeffizienz wird auch berechnet, ob Gebäude oder Maschinen Energie unnötig verbrauchen und ob irgendwo eingespart werden kann. Da viele Unternehmen in puncto Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung ihre Anlagen entsprechend umrüsten oder erneuern, besteht ein großes Interesse in Energiebilanzen und Energieeinsparungsplänen.

Aber nicht nur bei Maschinen, Anlagen oder Gebäuden wird auf den Energieverbrauch und die damit verbundene Ausbeute geachtet. Automobilhersteller versuchen seit Jahren, durch Techniken und ausgeklügelten Marketingmethoden Autos energieverbrauchsfreundlicher und selbstverständlich ihre Kunde dafür zu begeistern bzw. zu gewinnen.

Bereits seit einiger Zeit bieten diverse Automobilhersteller Techniken, egal ob serienmäßig oder nicht, in ihren Modellen an, welche einen geringeren Kraftstoffverbrauch versprechen. Ob diese Techniken wirklich statistisch relevant sind oder nicht, sei einmal dahin gestellt. Wichtig ist, dass es einen gewaltigen Konkurrenzkampf gibt und die Frage wie dieser entschieden werden könnte. Die Hersteller werben teilweise jetzt schon mit Konzepten, welche derzeit noch gar nicht marktreif sind (siehe Kapitel 2.2 - Techniken und Umsetzungen). Doch davon abgesehen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten und Ideen, welche dazu beitragen könnten, Autos in Zukunft energiesparender und rohstoffschonender herzustellen.

Sicher ist, dass es bei dem heutigen (Über)-Angebot von Modellen unterschiedlichster Hersteller nicht leicht ist, sich vom jeweiligen Wettbewerber abzuheben. Dies ist nur durch geschickte, moderne und einfach zu verstehende Werbe- und Marketingprogramme möglich. In Kapitel 3.2 - Vermarktungs- und Werbemaßnahmen wird näher auf die Bewerbung von energieeffizienten Automobilen eingegangen.

Selbstverständlich gehören Imagepflege und das Vermeiden von negativen Schlagzeilen auch zu den Gründen, ein energieeffizientes und rentables Produkt auf den Markt zu bringen. Um sich vom Wettbewerber abzuheben, versuchen moderne (Automobil-) Unternehmen alles, angefangen von Kosteneinsparungen und Gewinnsteigerungen bis zur Fragestellung von ethischen Richtlinien - alles im Zuge eines positiven Marketings. Ebenfalls gehört auch das Einhalten von gesetzlichen Vorschriften zu den Beweggründen, warum ein Unternehmen auf die Idee kommt, ein energieeffizientes und nachhaltiges Produkt auf den Markt zu bringen.

2. „Energy Efficiency“ im Automobilmarkt

2.1Bereiche in denen „Energy Efficiency“ angewendet wird

In der Automobilbranche wird „Energy Efficiency“ in vielen Bereichen des Autos angewendet. So gehören „Start-Stopp-Automatik“, „Bremsenergierückgewinnung“ oder Hybridmotoren bereits bei einigen Herstellern zum Standardportfolio. Doch auch im Bereich der neuen Werkstoffe und Produktionsverfahren hat sich einiges getan.

So werden heute schon Versuche und Testreihen mit recycelten Werkstoffen gefahren, um aus diesen neue Karosserien oder Anbauteile zu fertigen. Die Motivation, welche dahinter steckt, ist, nicht nur Antriebs- und Motorenalternativen zu finden, sondern auch Optionen in der Karosseriefertigung und -bauform, alternativen Rohmaterialien und selbstverständlich auch in der Entsorgung der momentan in der Entwicklungsphase sich befindenden Modelle zu finden.

Neue Produktionsverfahren oder Kleinbauteile wie Schläuche oder Dichtungen werden seit kurzer Zeit getestet, um herauszufinden, wie sie im Dauerbetrieb reagieren, bzw. welchen Produktlebenszyklus sie durchlaufen. Da immer häufiger Biokraftstoffe auf dem Markt zu finden sind, müssen auch die damit in Berührung kommenden Bauteile darauf ausgelegt werden. So hat die Firma DuPont, ein 1802 gegründetes Wissenschaftsunternehmen, neue Elastomere auf Biobasis entwickelt, welche jetzt schon vielversprechende Resultate vorweisen können. Zum Bestreben der Firma DuPont gehört ebenfalls die Idee der „grünen Produkte“. Damit möchte das Unternehmen erreichen, die Zahl an nachhaltigen Produkten zu erhöhen und so die Umweltbelastung zu verringern (7 ). Dazu gehören auch Forschungen mit Leichtbaukarosserien, um den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.

2.2 Techniken und Umsetzungen

Das Kapitel „Techniken und Umsetzungen“ zeigt einige Beispiele von energieeffizienten Techniken und Problemlösungen, wie sie zurzeit umgesetzt werden. Ebenfalls werden weitere Alternativen aufgezeigt, mit denen „Energy Efficiency“ angewendet werden könnten, bzw. können. Einige davon sind noch im Experimentalstatus und daher noch nicht markt- bzw. serienreif.

Wichtige Systeme wie die Bremsenergierückgewinnung, die Start/Stop Automatik oder Hybrid - Motoren werden teilweise schon serienmäßig bei einigen Automobilherstellern verbaut und angeboten. Ebenfalls gibt es eine Reihe von Niedrigkraftstoffverbrauchsfahrzeugen, wie den VW Lupo 3L oder den Audi A2 3L, welche aber bereits von Nachfolgermodellen ersetzt wurden. Teilweise geraten solche Niedrigkraftstoffverbrauchsmodelle aber auch in heftige Kritik. Auf dieses Thema wird im Kapitel 3.3 Kritik und Fehlschläge eingegangen.

2.2.1 Start/Stop Automatik

Die Start/Stop Automatik, oder auch Start-Stopp-System genannt, ist ein automatisches System, welches in den Start- bzw. Standphasen eines Personenkraftwagens den Kraftstoffverbrauch reduzieren sollen. Diese Technik kommt hauptsächlich im Stadtverkehr zur Anwendung, da dort die Start/Stop - Phasen am häufigsten zu finden sind. Ebenfalls zu erwähnen ist, dass Systeme dieser Art nur in Personenkraftwagen und nicht bei Lastkraftwagen oder Motorräder zu finden sind. Zum ersten Mal vorgestellt wurden Start/Stop - Systeme Anfang der 1980er Jahre von Audi bzw. VW. Die damaligen Systeme fungierten eher halb automatisch, das heißt auf Knopfdruck und auf Wunsch des Fahrzeugführers und konnten in den Modellen VW Santana und Audi 100 C2 gefunden werden. Obwohl diese frühzeitigen Systeme sehr zuverlässig arbeiteten, konnte einer eher geringe Kundenakzeptanz oder Nachfrage festgestellt werden.

Die wohl bekannteste Form der Start/Stop Automatik wird derzeit von BMW angeboten. Dabei handelt es sich, wie bereits erwähnt, um ein System, welches den Motor im Stillstand des Fahrzeuges abschaltet, ohne dabei wichtige elektrische Einheiten oder Steuersysteme zu deaktivieren. Durch Betätigen des Kupplungspedals wird der Motor bei Standphasen in eine Art Ruhezustand versetzt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Prozessablauf der BMW Start/Stop Automatik

Um die allgemeine Sicherheit und den Komfort im Fahrzeug zu wahren, wird der Vorgang nur eingeleitet, wenn keine der beiden genannten Faktoren maßgeblich beeinflusst wird (8 ).

Diese Funktion gibt es bereits auch für Pkws mit Automatikgetriebe. So setzt der Automobilhersteller Porsche auf eine Art Doppelkupplungsgetriebe. Ohne ein vorhandenes Kupplungspedal werden die Informationen über das betätigte Bremspedal weitergegeben. Das soll heißen, dass ein im Stillstand betätigtes Fußbremspedal bewirkt, dass der Wagen seinen Motor abschaltet und auf Abruf sich wieder einschaltet. Um eine entsprechend schnelle Wiederzündung des Motors, egal ob Automatik- oder Schaltgetriebe, zu gewährleisten, setzt natürlich voraus, dass ein vergleichsweise stärkerer und schnellerer Zündmechanismus verbaut wird, als in herkömmlichen Modellen.

Mazda dagegen setzt auf ein vollkommen anderes System: Beim japanischen Unternehmen werden Kolben und Kurbelwelle in eine entsprechende Position gebracht, damit sich einer der Zylinder immer in Funktionsposition befindet. Durch das Einspritzen des Kraftstoffes, ein Zündfunken und einem kurzen Drehimpuls durch die Kurbelwelle wird das Antriebsaggregat, also der Motor, wieder gestartet. Laut Herstellerangaben sogar doppelt so schnell wie bei manch anderen Wettbewerbern. (9 )

Laut unterschiedlicher Herstellerangaben können im Stadtverkehr bis zehn Prozent und im außerstädtischen Verkehr immerhin noch bis zu fünf Prozent an Kraftstoff eingespart werden. Laut Kundenaussagen und Kundenbefragungen scheint es so, als wäre die Start/Stop Automatik eines der beliebtesten „Energy Efficiency“ - Systeme, welche momentan auf dem Markt sind. Grund dafür ist unter anderem, dass ein spürbares „Spargefühl“ empfunden wird. Dafür verantwortlich könnte sein, dass der Fahrzeugbetreiber wirklich sehen und spüren kann, dass im PKW ein Vorgang abläuft, der zur Kraftstoffeinsparung beisteuert.

Bei anderen Systemen im Kraftstoffreduzierungsbereich, Bremsenergierückgewinnung oder Hybrid - Motoren ist ein solcher Effekt nicht sofort sichtbar und schon gar nicht, wenn man nicht etwas technischer versiert ist.

2.2.2 Die Bremsenergierückgewinnung

Unter Bremsenergierückgewinnung versteht man das Prinzip der Umwandlung von Bremsenergie, also kinetischer Energie, welche Wärme produziert, in elektrische Energie. Diese Energie kann genutzt werden, um einzelne Komponenten mit elektrischer Energie zu versorgen, bzw. zu unterstützen.

Beim Bremsvorgang stellt die Bremse, bzw. der Bremsbelag, einen Kontakt zum Rad her und verringert durch die Reibung so die Geschwindigkeit des Fahrzeuges. Durch die entstehende Reibung wird Wärme produziert, welche unter normalen Umständen verloren geht. Beim Bremsenergierückgewinnungskonzept, welches unter anderen auch bei BMW zu finden ist, wird versucht die entstandene Reibungswärme, mithilfe eines Dynamos, in elektrische Energie zu verwandeln. Das heißt, sobald die Bremse das Rad berührt, wird ein Dynamo aktiv und erzeugt elektrische Energie.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Werbemaßnahme für die Bremsenergierückgewinnung bei BMW

Da es unterschiedliche Motorvarianten gibt (Hybrid- und Verbrennungsmotor), wird auch mit unterschiedlichen Nutzungskonzepten gearbeitet. Eines davon ist die Nutzung der elektrischen Energie für die Aufladung der Bordbatterie. Durch das Abschalten der Lichtmaschine, welche für die Ladung der Batterie zuständig ist, lädt der Dynamo diese mithilfe der Bremsenergie wieder auf. Sobald jedoch ein kritischer Ladezustand der Autobatterie erreicht wird, springt die Lichtmaschine wieder an und lädt die Batterie ganz normal während der Fahrt auf.

[...]

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten

Details

Titel
Branding von Energy Efficiency im Automobilbereich
Hochschule
Hochschule Aalen
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
43
Katalognummer
V199635
ISBN (eBook)
9783656260059
ISBN (Buch)
9783656260424
Dateigröße
1151 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
branding, energy, efficiency, automobilbereich
Arbeit zitieren
Philipp Engert (Autor), 2012, Branding von Energy Efficiency im Automobilbereich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199635

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