Gebrauchte Produkte nachhaltig vermitteln

Über die Funktion und Form von Dienstleistungen, die mit Hilfe von Internetportalen gebrauchte Produkte vermitteln im Kontext der Nachhaltigkeit


Masterarbeit, 2012
61 Seiten

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INHALTSVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG
1.1VorstellungderThematik
1.2 Fragestellung
1.3 Vorgehen
1.4 Abgrenzung

2. VERÄNDERUNGEN DES WARENAUSTAUSCHS DURCH INTERNETPORTALE
2.1 Einführung
2.2 Rückblick
Die Tauschgemeinschaft
Das Leasing oder das gemeinsame Benutzen
Der Verkauf und das Verschenken
2.3 Virtuelle Warenaustauschportale
Netcycler.de
Frents.com
Craigslist.org
2.4 Fazit

3. WARENAUSTAUSCH ALS NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE
3.1 Einführung
3.2 Defizite des Nachhaltigkeitseffekts im Warenaustausch
3.3 Ableitung von nachhaltigen Massnahmen
3.4 Lösungsvarianten: Methoden
Methode 1: Transparenz
Methode 2: Kooperation
Methode 3: Partizipation
3.5 Fazit

4. NACHHALTIGKEITSANALYSE MIT DEN MASSNAHMEN UND METHODEN
4.1 Einführung
4.2 Analyse des virtuellen Warenaustauschs mit den nachhaltigen Massnahmen
Netcycler.de
Frents.com
Craigslist.org
4.3 Analyse des virtuellen Warenaustauschs mit den nachhaltigen Methoden
Transparenz
Kooperation
Partizipation
4.4 Fazit

5. SCHLUSSFOLGERUNG
5.1 Warenaustauschportale und Nachhaltigkeit
5.2 KollaborativerKonsum im grösseren Kontext
5.3 Schlusswort

QUELLENVERZEICHNIS

ANHANG

Reflexion

Die Medienpräsenz des gemeinschaftlichen Konsums

Die Liste des virtuellen gemeinschaftlichen Konsums

Checkliste mit Leitfragen zur Beurteilung von Dienstleistungen hinsichtlich Nachhaltigkeit nach

Kristof und Barthel (2002).

Massnahmen und Methoden zur leichteren Handhabung (eigene Darstellung)

ABSTRAKT

In dieser Master-Thesis steht die Analyse von Internetportalen im Fokus, die gebrauchte Produkte zwischen Konsumenten vermitteln. Die Vermittlung ermöglicht den Konsumenten eine alternative Konsumform, die sich durch die folgenden Handelsformen auszeichnet: dem Verkauf, dem Verschenken, dem Tauschen und dem Vermieten. Diese Handelsformen werden in dieser Arbeit als Warenaustausch zusammengefasst. Der Warenaustausch ist ein Teil des kollaborativen Konsums, der sich durch die Müllvermeidung bei der Produktproduktion und dem Produktabfall, auszeichnet. Dadurch kann die Umwelt schnell und ohne radikalen Verzicht auf den Konsum geschont werden. Dem kollaborativen Konsum wird Nachhaltigkeit zugeschrieben, weshalb die Aspekte Ökonomieverträglichkeit, Sozialverträglichkeit und Umweltverträglichkeit beim Warenaustausch untersucht werden. Die Fragestellung dieser Arbeit lautet: Wie funktionieren Internetportale, die das Verkaufen, Tauschen und Vermieten von benutzten Produkten ermöglichen? Und wie können sie in Bezug auf die Nachhaltigkeit verbessert werden? Im Rahmen dieser Arbeit wird das Thema anhand von drei Beispielen erarbeitet. Für die Nachhaltigkeits- und Funktionsanalyse von den Internetportalen Netcycler, Frents und Craigslist werden von nachhaltigen Leitfragen konkrete Massnahmen abgeleitet und Methoden als Lösungsvarianten der Nachhaltigkeitsverbesserung entwickelt. Die Massnahmen und die Methoden werden bei der Untersuchung auf ihre Anwendbarkeit überprüft.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Ein virtuelles Kleinanzeigeninserat des Vermittlungsportals „Swap.com.'

1. EINLEITUNG

1.1 Vorstellung der Thematik

Gegenstand der Untersuchung der Arbeit ist die Funktionsweise und die Gestaltung von Vermittlungsportalen, die eine alternative Art des Konsumierens ermöglichen, die durch den Verkauf, das Tauschen und das Vermieten von gebrauchten Produkten zum Ausdruck kommt. Diese Art des Konsumierens wird auch als kollaboratives Konsumieren bezeichnet. Viele Untersuchungen erforschen schon längere Zeit das kooperative Konsumieren auch im Kontext der Nachhaltigkeit. Zu den Vorreitern gehören zum Beispiel: Michael Erlhoff (1995) und Walther Stahel (1993). Durch die Veröffentlichung des Buches „What's Mines is (Y)ours - How collaborative consumption is changing the way we live" im Jahr 2011 von Rachel Botsman und Roo Rogers erhält kollaboratives Konsumieren breite Medienaufmerksamkeit. Botsman und Rogers (2011, S. 74) bezeichnen den kollaborativen Konsum nicht als eine zwingende nachhaltige Konsumstrategie, räumen aber einen nachhaltigen Effekt ein. Ähnlich argumentierte auch schon Michael Erlhoff in seinem Essay „Nutzen statt Besitzen:"

„Denn sie stellen den [...] Nutzen eines Gegenstandes [...] über den Besitz [...]. Und damit handeln sie sowohl ökonomisch richtig als auch umwelt- und lebensgerecht.'[1]

Zunächst soll die Definition der Nachhaltigkeit aufgezeigt werden, die in dieser Arbeit zur Anwendung kommt:

„Humanity has the ability to make development sustainable to ensure that it meets the needs of the present without compromising the ability ofthefuturegenerations to meet their own needs.'[2]

Das Zitat stammt vom „Report of the World Commission on Environment and Development,"[3] aus dem Jahr 1987. Der Bericht wurde von der Brundtland-Kommission verfasst, die sich im Auftrag der Vereinten Nationen unter der Leitung von Frau Gro Harlem Brundtland versammelte. Daraus geht weiter hervor, dass die Aspekte Ökonomie, Soziales und Ökologisches als einzelne Säulen die Nachhaltigkeit tragen und deswegen einzeln betrachtet werden. Da sich seit dem Bericht aus dem Jahr 1987 die Lage der nachhaltigen Entwicklung massiv zugespitzt hat, stellt der Warenaustausch eine wichtige Hilfe zur Begegnung der Probleme dar. Warum das Verhalten für die zukünftigen Generationen umgestellt werden muss, zeigen drei Tatsachen aus dem United Nations Environment Programme (UNEP) Bericht mit dem Namen „Keeping Track,"[4] der im Mai 2012 in Brasilien veröffentlicht wird:

1. In den letzten zwanzig Jahren stieg die Plastikproduktion um 130 Prozent an.
2. In den letzten zwanzig Jahren ist zu der bestehenden Fläche, die nachgeforstet wird, eine Waldgröße von der des Landes Tansania hinzugekommen.
3. Die Erhöhung der Nutzung der natürlichen Ressourcen stieg in den letzen 20 Jahren um 40% an.

Handlungsbedarf bei der Umgestaltung des alltäglichen Konsums wird durch die Publikationen der United Nations Environment Programme, wie auch der vielen Buchveröffentlichungen zum Thema Ressourcenknappheit unterstützt.

1.2 Fragestellung

Die Vermittlung von gebrauchten Produkten fand traditionell vor allem in Zeitungsanzeigen statt. Heute wird die Vermittlung im Gegensatz zu einer realen Zeitungsanzeige durch die technologische Revolution des World Wide Webs[5] verbessert. Services, die sich auf die Vermittlung zwischen Menschen und deren gebrauchten Produkten mit der Hilfe von einem Internetportal spezialisieren, machen es möglich, dass Benutzer des Services ihre Produkte leichter verkaufen, verschenken, tauschen und vermieten können. Die Medien werben (siehe Liste im Anhang) für die Benutzung von Dienstleistungen, die den kollaborativen Konsum ermöglichen, weil die Benutzer so konsumieren können und gleichzeitig umweltfreundlich, zwischenmenschlich und wirtschaftlich[6] effizient handeln können. So berichtet zum Beispiel das Wirtschaftsmagazin Enorm (Nr.2) im Juni 2011:

„Couchsurfing, Carsharing, Swapping - angetrieben durch mobile Technologien und soziale Netzwerke entfaltet sich eine neue Form der Miteinander-Wirtschaft. Isolation und Hyperkonsum war gestern, Ressourcen schonen und Vertrauen heißen die Ideen derStunde."[7]

Ein Teil der virtuellen Händler, die im regulärem Handel selber Kunden von Firmen sind, sehen im kollaborativen Konsum eine nachhaltige Form des Einkaufens. Diese Beteiligten des Warenaustauschs sind also motiviert nachhaltig zu konsumieren und/ oder nachhaltigen Konsum zu ermöglichen. Ob die Funktionen der Vermittlungs-Dienstleistung tatsächlich nachhaltig gestaltet wurden und wie die Nachhaltigkeit noch erhöht werden kann, soll im Rahmen dieser Arbeit erarbeitet werden. Die Fragestellung der Arbeit lautet daher:

Wie funktionieren Internetportale, die das Verkaufen, Tauschen und Vermieten von benutzten Produkten ermöglichen? Und wie können sie in Bezug aufdie Nachhaltigkeit verbessert werden?

1.3 Vorgehen

Im zweiten Kapitel wird die Veränderung des Warenaustauschs durch Internetportale chronologisch erarbeitet. Im dritten Kapitel werden die Defizite des Warenaustauschs aufgezeigt. Danach werden nachhaltige Massnahmen für den Warenaustausch von den Leitfragen für nachhaltige Dienstleistungen abgeleitet. Die Leitfragen entstammen der „Checkliste Beurteilung von Dienstleistungen hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit" von den Autoren Barther und Kristof, aus dem Sammelband „Die Zukunft von Dienstleistungen."[8] Anschliessend werden Lösungsvarianten in Form von Methoden für die Massnahmen entwickelt. Die Massnahmen und Methoden werden im vierten Kapitel als Grundlagenkriterien der Nachhaltigkeitsanalyse auf die Anwendbarkeit überprüft. Bei der Analyse werden die Warenaustauschportale Netcycler, Frents und Craigslist auf ihre Nachhaltigkeit hin untersucht. Zuletzt werden die Schlussfolgerungen gezogen.

Die Massnahmen und Methoden zur Erreichung der nachhaltigen Leitfragen wurden erarbeitet, damit die Analyse der Internetportale Netcycler.de, Frents.com, und Craigslist.org auf ihre Nachhaltigkeit, Form und Funktion hin nach Warenaustauschbezogenen nachhaltigen Zielkriterien analysiert werden kann.

1.4 Abgrenzung

Seit dem die Menschen existieren teilen sie Gebrauchsgegenstände. Heute macht die Unterstützung der dafür programmierten Websites diesen Vorgang zwischen vielen Menschen die ortsungebunden und zeitunabhängig ihren Handel selbst organisieren können, möglich. Seit der technologischen Revolution des World Wide Web im Jahr 1995 sind Vermittlungsportale (siehe Liste im Anhang) für den Zweck des privatorganisierten Handels entstanden. Dabei weiteten sich die Ideen, was Gegenstand der Vermittlung sein kann aus. Beispiele dafür sind: Privatpersonen, die ihre eigene Wohnung als Hotel anbieten, was von Couchsurfing.org oder Airbnb.com vermittelt wird; Privatpersonen teilen ihr Auto, damit andere Mitfahren können, was von Mitfahrgelegenheit.de oder Mitfahrangebot.de vermittelt wird; Privatpersonen verleihen ihr Geld an andere, was von Zopa.com vermittelt wird. Der kollaborative Konsum wird in der Arbeit mit gemeinschaftlichem Konsum übersetzt.

Die verschiedenen Handelsarten: verkaufen, verleihen, tauschen, die durch die vermittelnden Internetportale ermöglicht werden, sollen in dieser Arbeit auf ihre Nachhaltigkeit hin verglichen werden. Deswegen werden drei Internetportale mit Schwerpunkten auf diesen Warenaustauschformen ausgewählt. Dabei steht Netcycler.de für den Tausch, Frents.com für das Mietgeschäft und Craigslist.org für den Verkauf. Durch die Eingrenzung des Vermittlungsgegenstands auf Produkte, soll es möglich sein, eine nachhaltige Alternative zum alltäglichen Konsum zu untersuchen. Da der Warenaustausch mit neuen Produkten oft eine hohe Belastung für die Umwelt darstellt, soll der Fokus auf dem Handel mit gebrauchten Produkten liegen.

2. VERÄNDERUNGEN DES WARENAUSTAUSCHS DURCH INTERNETPORTALE

2.1 Einführung

Um die Veränderung des Warenaustauschs durch Internetportale zu untersuchen, wird in diesem Kapitel zuerst der Warenaustausch der nicht im Internet stattfindet, betrachtet. Dazu werden drei Warenaustauschformen herangezogen. Die Warenaustauschformen sind der Verkauf, der Tausch und die Vermietung. Anschliessend werden die Funktionsweisen von drei Internetportalen betrachtet. Das soll dem tieferen Verständnis der virtuellen Art des gemeinschaftlichen Konsums dienen. Die Beispiele für die Funktionsbetrachtung des virtuellen Warenaustauschs sind die Internetportale Craigslist.org (Verkauf), Netcycler.de (Tausch) und Frents.com (Vermietung). Bilder von Warenaustauschangeboten dieser drei Webportale folgen auf der nächsten Seite.

Diese realen und virtuellen Kommunikationsgefässe führen zu einem Austausch von benutzten Gebrauchsgegenständen. Aus dem 2. Kapitel ergibt sich, dass die Dienstleistungsgestaltung von Internetportalen die formellen und informellen Kommunikationsgefässe zwischen den Konsumenten verändert. Um diese Veränderung nachvollziehbar zu machen, wird zunächst der Unterschied zwischen einem formellen und einem informellen Warenaustausch geklärt.

Der reale Warenaustausch in Form von Tauschgeschäften oder dem Verkauf von gebrauchten Produkten wird über Kommunikationsgefässe organisiert. Kommunikationsgefässe für den formellen Austausch von Tauschringen sind beispielsweise Gemeinschaftsveranstaltungen oder Zeitungsanzeigen. Für den Verkauf von gebrauchten Produkten sind Anschlagbretter im öffentlichen Raum sowie Trödelmärkte Beispiele für formelle Kommunikationsgefässe. Der reale informelle Warenaustausch findet zwischen Menschen, zum Beispiel, in den dafür typischen Lebensumständen statt. Drei Beispiele werden aus der Wohnungswechselsituationen genannt: Wenn eine junge Person in die erste eigene Wohnung zieht, sollte die Erstausstattung meist preislich günstig sein und besteht somit oft auch aus gebrauchten Gütern. Dabei ist das Kommunikationsgefäss ein Treffen mit Bekannten, bei denen man sich nach gebrauchten Möbeln umhört. Das zweite Beispiel ist ein Umzug in einen kleineren Wohnraum, bei dem noch brauchbare Produkte eher verschenkt als entsorgt werden. Auch hier kann ein Kommunikationsgefäss ein Treffen mit Bekannten sein. Das letzte Beispiel ist der Tausch von benutzten Gebrauchsgegenständen beim Umzug von jungen Erwachsenen von einer zur anderen Wohngemeinschaft. Einerseits werden die Umzugskosten verringert und andererseits die gemeinschaftlich genutzten Räume vervollständigt. Das Treffen in der Wohngemeinschaft bildet hier das Kommunikationsgefäss. Ziel des 2. Kapitels ist es, ein Verständnis für die einzelnen Warenaustauschformen und deren Beispielen zu schaffen. Im 3. Kapitel werden die Defizite der Nachhaltigkeit der Warenaustauschformen untersucht. Im Folgenden werden Bilder der virtuellen Kommunikationsgefässe in Form von Produktprofilen abgebildet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Tausch- und Verkaufsangebot eines Rollers auf der Website „Netcycler.de."

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Verleih- und Verkaufsangebot eines Puls- und Kilometermessers auf der Website „Frents.com."

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Verkaufsangebot eines Mobiltelefons auf der Website „Craigslist.org/

2.2 Rückblick

Bevor die untersuchten Warenaustauschformen in ihrer heutigen Form näher beschrieben werden, steht ihre ursprüngliche Form im Fokus. Schon vor der Virtualisierung durch das World Wide Web in den 90er Jahren gab es den Gebrauchtwarenaustausch, der mit Hilfe von realen Kommunikationsgefässen in diversen Formen betrieben wurde. Weiter gibt es diverse verschiedene Kombinationsmöglichkeiten zwischen Warenaustauschpartnern von privater, öffentlicher und wirtschaftlicher Natur.[9] Im Rahmen dieser Arbeit steht der Warenaustausch zwischen Privatpersonen im Fokus, andere Formen werden nicht behandelt.

Die Tauschgemeinschaft

Tauschgemeinschaften wie „Local Exchange Time System,"[10] die ohne Internetportale auskommen, sind meist in Form eines Vereins organisiert.[11] Die Vereinsmitglieder kommen in der Regel aus einer Region.[12] Im Vereinsblatt erscheinen Anzeigen mit denen Produkte und Dienstleistungen angeboten und gesucht werden.[13] Es kommt auch vor, dass Zeitungskleinanzeigen genutzt werden, um dort gesammelte Produktanzeigen zu veröffentlichen.[14] Dieser Informationsaustausch über Anzeigen wird durch die Mitgliedergebühr der Beteiligten finanziert.[15] Zusätzlich gibt es Veranstaltungen an denen man sich trifft, um sich kennenzulernen, um Vertrauen aufzubauen und Tauschpartner weiterzuempfehlen.[16] Solche initiierten informellen Aktivitäten sind schon ein Hinweis dafür, dass die rein formelle Vermittlung, in Form des kommunizierten Interesses nach einem Warenaustausch, die Tauschhandlung allein nicht auslöst. Der Tausch kann eher dann vollzogen werden, wenn die Gemeinschaft Vertrauen zu einander gefasst hat. Vertrauen entsteht hauptsächlich dann, wenn ein erster Tausch zu beiderseitigen Zufriedenheit ausgeführt wurde. Einen Tauschpartner zu finden, der das gewünschte Produkt gegen das eigene Produkt tauschen will, ist die grösste Herausforderung.

Das Leasing oder das gemeinsame Benutzen

In einem Personenkreis, in dem etwas verliehen und ausgeliehen wird, ist gegenseitiges Vertrauen unter Bekannten eine wichtige Voraussetzung. Der Verleih von Gebrauchsgütern ist meist nur im privaten Umfeld möglich. Dabei handelt es sich zum Beispiel um den Verleih von Büchern, Filmen und Musik CD's, also Medien, auf die verzichtet werden kann. Weitere Beispiele sind der Verleih von Kleidung unter Freundinnen oder das Ausleihen von Spielzeug unter Kindern.

Sicher wurden schon immer diverse Produkte, die Privateigentum waren, verliehen. Nur finden solche Aktivitäten im privaten Lebensbereich statt und sind somit für Aussenstehende nicht zugänglich. Eine starke Ausleihkultur kann zudem in Familien oder anderen Lebensgemeinschaften, die ihren Lebensraum, also ihre Wohnung oder ihr Haus teilen, vermutet werden. Ferienwohnungen oder Ferienhäuser werden oft mit dem gesamten Gebrauchsinventar vermietet (siehe Abbildung 7, Seite 12). Hier kommen unter anderem als Kommunikationsgefässe Kleinanzeigen in Zeitungen und auf Anschlagbretter in Supermärkten oder Rathäusern zum Einsatz. Das Umhören beziehungsweise das Nachfragen im Bekanntenkreis nach Gebrauchsgütern die zur Ausleihe stehen, stellt vielleicht das effektivste Mittel zur Kommunikation des Bedarfs dar.[17] Die wichtigste Voraussetzung für den Mieter ist, dass man ungefähr weiss, wer über welche Güter verfügt. Und für den Verleiher die Erfahrung, dass die Produkte auch wieder zurückgebracht werden. Oftmals ist die Realität allerdings die, dass Verliehenes nur selten zurückgegeben wird. Deshalb verleiht man wahrscheinlich ungern die eigenen Gebrauchsgegenstände, auch wenn man sie nicht benutzt.

Der Verkauf und das Verschenken

Ein weiteres Kommunikationsgefäss für den Verkauf von gebrauchten Produkten sind zum Beispiel Trödelmärkte, die von diversen Gruppen und Einzelpersonen für den privaten Handel organisiert werden. Trödelmärkte finden oft regelmässig statt und können durch ihre Bekanntheit grossen Zulauf erlangen[18] (siehe Abbildung 8, Seite 12). Es gibt sowohl bei den Verkäufern als auch bei den Käufern Personen, die regelmässig an bestimmten Trödelmärkten anzutreffen sind. Ausserdem wird der Verkauf von gebrauchten Produkten über Zeitungsanzeigen und Anschlagbretter realisiert. Spontane informelle Verkäufe von gebrauchten Gebrauchswaren sind eher die Ausnahme. Denn wenn etwas zum Verkauf angeboten wird, muss man das für den unbekannten potenziellen Käufer kenntlich machen. Eine etwas informellere Art eine Verkaufsoption publik zu machen, wäre zum Beispiel ein Zettel mit dem Kaufpreis und der Telefonnummer an einer Autoscheibe, der den Verkauf des Gebrauchtwagens anzeigt, oder ein Anschlag auf dem Schwarzen Brett eines Lebensmittelladens. Neben dem Verkauf aus der zweiten Hand gibt es auch das Verschenken aus zweiter Hand. Das wird ebenfalls über Zeitungsanzeigen und Anschlagbretter bewerkstelligt. Zudem findet man Gegenstände auch in sogenannten Umsonst-Läden,[19] die Second-Hand-Güter verschenken. Gebrauchsgegenstände, für die man keine Verwendung hat, können in solchen Läden unentgeltlich abgegeben werden. Diese Alternative erlaubt das direkte Abgeben von gebrauchten Produkten, die weiterhin Verwendung finden sollen, ohne dass ein grösserer Aufwand, der durch einen Verkauf entsteht, betrieben werden muss. Ein noch geringerer Aufwand findet bei dem informellen Verschenken von benutzten Waren auf dem Strassenrand statt. Hierfür werden in der Regel die Güter, die nicht mehr gebraucht werden, mit einem Zettel versehen, auf den Bürgersteig gestellt, auf dem die Wörter „Gratis" oder „zu Verschenken" stehen (siehe Abbildung 6, Seite 12). In sogenannten Give Boxen,[20] (siehe Abbildung 5, Seite 12) die auch am Strassenrand stehen, kann man ebenfalls unentgeltlich Güter ohne grossen Aufwand hineinlegen oder entnehmen. In der Regel sind das offene schrankartige Konstruktionen, die wetterfest sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Ein Trödelmarkt mit grossem Zulauf in Wuppertal.

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Abbildung 6: Produkte auf dem Strassenrand mit Abbildung 7: Eine Give Box gefüllt mit Produkten. Zettel auf dem steht: „zum Mitnehmen."

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Abbildung 8: Eine Ferienwohnungsanzeigemit personlichen Produkten auf der Website „Airbnb.com."

2.3 Virtuelle Warenaustauschportale

Auf diversen Internetportalen wird die Kommunikation zwischen den privaten Eigentümern und den Abnehmern von gebrauchten Produkten kostenlos oder kostenpflichtig ermöglicht. Die unterschiedlichen Internetportale, die gebrauchte Produkte vermitteln, sind stark spezialisiert. Die Spezialisierung gilt sowohl für die Warenaustauschform als auch für die zu vermittelnde Produktpalette, wie auf den Abbildungen der nächsten Seite zu sehen ist. Eine der bekanntesten Websites für den Verkauf von gebrauchten Gütern ist das im Jahr 1995 gegründete Ebay.com. Ebays Verkaufsform wurde auf Auktionen spezialisiert. Die Website Amazon.com wurde 1994 gegründet und entwickelte sich von einer spezialisierten Neuwarenverkaufsplattform von digitalen Medien und Printmedien zu einer Plattform, auf der auch Privatpersonen gebrauchte Güter kaufen und verkaufen können. Bei den beiden genannten Plattformen Ebay und Amazon wird der Handel mit neuen Produkten allerdings nicht ausgeschlossen. Zu dem ist der Verkauf von neuen Produkten an Privatpersonen durch Firmen die Regel und nicht die Ausnahme. Da der Fokus dieser Arbeit auf dem Handel mit gebrauchten Produkten zwischen Privatpersonen liegt werden Ebay und Amazon nicht untersucht. Im Folgenden werden die Internetportale, die in der Analyse angewendet werden, vorgestellt. Die Warenaustauschformen, die eben betrachtet wurden: Tausch, Verleih und Verkauf, werden in den nun folgenden vorgestellten Dienstleistungen fokussiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 9: Inserat für einen verkauf oder einen Tausch auf der Website „Kleiderkreisel.de."

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 10: Inserat für den Verleih eines Autos auf der Website „Nachbarschaftsauto.de."

Beschreibung / Besonderheiten

Meinetwegen kann die Erde rund bleiben « Der berühmte Comedian Olaf Schubert kann mit diesem Umstand leben, doch abgesehen davon herrscht für ihn großer Handlungsbedarf. Sei es der tägliche Kampf gegen das organisierte Verbrechen, die zunehmende Umweltverschmutzung oder grassierende Epidemien: Der berühmteste Betroffenheitslyriker stellt sich den globalen Problemen und versucht, die Welt mit seinem losen Mundwerk zu retten. Wie ihm das gelingt und was das Wunder im Pullunder auf seinem beschwerlichen Weg an Abenteuern zu überstehen hat, davon erzählt er offenherzig und ohne Beschönigungen in seinem kuriosem Erlebnisbericht. »Nur allzu oft versuchen ungeschulte Amateure die Welt zu retten. Mit Olaf Schubert ist endlich mal ein echter Profi am Werk.« Vince Ebert (Physiker, Komiker und Bruder im Geiste)

Abbildung 11: Inserat für den Verleih eines Buchs auf der Website „Leih-ein-Buch.de/

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 11: Inserat für den Verleih eines Buchs auf der Website „Leih-ein-Buch.de/

Netcycler.de

Seit dem Jahr 2009 tauschen Menschen auf Netcycler.de in Finnland gebrauchte Produkte aus allen Lebensbereichen. Seit dem Jahr 2010 gibt es den Service auch in Deutschland und England. Auf der Website sind insgesamt rund 78 000 Nutzer verzeichnet und konstant rund 30 0000 Produkte im Angebot.[21] Neben dem Tausch können gebrauchte Produkte auch verschenkt werden. Beim Verkauf geht der Erlös an einen lokalen Umweltschutzverein. In dem Unternehmen Netcycler arbeiten 16 Mitarbeiterinnen, die auch weitere nachhaltige Ziele verfolgen, wie die Verringerung des C02 Fussabdrucks[22] oder die Lebensqualität der Menschen und der Tiere auf der Welt zu verbessern.[23] Sie bieten die Dienstleistung von Netcycler kostenlos an, die aus der Bereitstellung von einem virtuellen Kommunikationsgefäss besteht, das den Warenaustausch durch die Darstellung von Produktprofilen ermöglicht. Die Produktprofile werden von privaten Personen erstellt und betrachtet. Dadurch wird die Zeitungskleinanzeige durch einen interaktiven Informationsaustausch ersetzt.

Der Prozess läuft wie folgt: Der private Anbieter erstellt nach der Anmeldung auf der Website ein Produktprofil. Dass Produktprofil enthält Fotografien und Textbeschreibungen zum Produkt, dass er tauschen, verkaufen oder verschenken möchte. Weiter werden die Handelsart und die Eigenschaften des Produkts, sowie die Kategorie und die Lieferungsart des Gebrauchsguts kommuniziert. Diese Angaben können von potentiellen Interessenten aufgerufen werden. Die Person, die Produkte zum Tausch finden will, hat die Möglichkeit einerseits über die 15 Kategorien die gewünschten Produkte zu suchen oder die Produktbezeichnung in die Suchzeile einzugeben. Nach der spezifischen Suche erscheinen als Erstes Miniaturbilder (siehe Abbildung 12, Seite 19) der Produkte und erste Informationen. Nach der anschliessenden Vorschau erscheint das gesamte Produktprofil mit allen detaillierten Angaben zum Tausch und zur Produktübergabe. Diese Produktprofile können über soziale Netzwerke wie GooglePlus, Facebook oder Twitter empfohlen werden.

Das Besondere an Netcycler ist, dass es neben Tausch zwischen zwei Personen auch zu der Entstehung eines Tauschrings von maximal fünf Personen kommen kann. Dazu müssen die Mitglieder von Netcycler gebrauchte Produkte, die sie gerne erhalten wollen, auf ihre Wunschliste setzten. Beim Dreiertauschring gibt Person A ihr Produkt an die Person B. Die Person A erhält dafür ihr Produkt von der Person C. Person C bekommt ihr Produkt von der Person B. Dann ist die Situation eingetreten, dass die Wünsche von allen Dreien erfüllt wurden. Durch diese Tauschringe[24] wird die Wahrscheinlichkeit eines Tausches nach Angaben von Netcycler um 400%[25] erhöht.

Frents.com

Frents.com wurde 2010 gegründet und macht es Personen im deutschsprachigen Raum möglich Produkte kostenlos aus allen Lebensbereichen zu verleihen. Am Anfang des Jahres 2011 wurden rund 13000 registrierte Nutzer verzeichnet.[26] Neben dem kostenlos und/ oder gebührenpflichtigen Mieten können gebrauchte Produkte auch verschenkt oder verkauft werden. In dem Unternehmen Frents arbeiten sieben Mitarbeiterinnen, die den Benutzern das Vermieten ihrer Gebrauchsgegenstände möglich machen wollen. Die Dienstleistung von Frents[27] besteht darin, dass gebrauchte Produkte von den Benutzern in virtuelle Bibliotheksregale gestellt werden. Die Themen der Regale entsprechen Produktkategorien, wie Bibliothek, Technikwelt oder Werkstatt. Die einzelnen Produktbeschreibungen für die Produktprofile können entweder selbst eingegeben werden oder mit Hilfe der ISBN-Nummer, der Barcode-Nummer oder über die Produktbezeichnung von der Website Amazon übernommen werden. Dazu muss lediglich der Name des gebrauchten Gebrauchsgegenstandes eingegeben werden und ein Produkt aus der Liste von Amazons Produkten ausgewählt werden.[28] Die Angaben, die zum Beispiel den Zustand des Produkts, die Leihgebühr oder die Lieferart betreffen, können im Nachhinein angepasst werden. Ein Produktprofil enthält auch Fotografien, die Angabe über die Höhe der Kaution und eine Karte auf dem der Standort des Produkts markiert ist.

Dem Benutzer von Frents bleibt es selbst überlassen, die Sichtbarkeit des persönlichen Profils, Produkte und andere Informationen der Öffentlichkeit vorzuenthalten oder diese Informationen nur mit bestätigten Kontaktpersonen zu teilen. Die Suche nach Personen, Produkten oder Orten kann über die Suchzeile erfolgen. Ausserdem kann man die Gebrauchswaren im lokalen Umkreis einsehen. Nach der spezifischen Suche erscheinen als erstes Miniaturbilder der Produkte und erste Informationen und anschliessend erscheint das gesamte Produktprofil mit allen detaillierten Angaben. Zusätzlich werden Videos von YouTube zu den jeweiligen Produkten eingebunden[29] und Statusmeldungen von Twittermeldungen, die den Namen des Produkts enthalten, angezeigt.

Das Besondere an Frents ist, dass man eine Gruppe erstellen kann, in der man sich gebrauchte Produkte ausleiht. Die Gruppe bildet sich aus der Lebenssituation heraus, wie zum Beispiel aus dem gemeinsamen Interesse an einem Hobby,[30] aus dem Benutzen von Werkzeug in ähnlichen Berufsfeldern[31] oder aus dem gemeinsamen Wohnort[32] (siehe Abbildung 13, Seite 19). Diese Gruppen haben einen informellen Charakter, da sie Menschen verbinden aber sie zu keiner Handlung verpflichten.

Craigslist.org

Craigslist wurde 1995 von Craig Newmark gegründet und war am Anfang eine auf die Stadt San Francisco ausgerichtete Liste, die Veranstaltungen aufführte.[33] Die Website ist mittlerweile in sieben Sprachen übersetzt worden und kann in weltweit an 70 Ländern genutzt werden. Darunter befinden sich auch Deutschland und die Schweiz. Craigslist bietet auf 700 lokalen Websites die Erstellung von kostenlosen, virtuellen Kleinanzeigen an.[34] Craigslist hat nach eigenen Angaben 60 Millionen Mitglieder.[35] Die Website Craigslist.org wird von der Website „Alexa" auf dem 49. Rang[36] der weltweit als am häufigsten besuchten Internetportale eingestuft. Dieses Kommunikationsgefäss, das für den Verkauf von gebrauchten Gütern geeignet ist und vorrangig genutzt wird, wird von einem Team mit 32 Mitarbeitern organisiert. Craigslist ist eine virtuelle Alternative zu Kleinanzeigen in einer Zeitung. Die Themenfelder für Einträge sind weiter gefasst[37] als die typischen Themengruppen der Kleinanzeigen in Zeitungen und es gibt ein Diskussionsforum. In dem Themenfeld „zum Verkauf" stehen 36 Kategorien zur Verfügung, unter denen sich neben „Material", „Videospiele" und „Haushalt" auch die Rubriken „kostenlos", „tausch" und „gesucht" befinden. Die Verkaufsangebote können über die Suchzeilen, zum Beispiel nach Wörtern innerhalb der Themenfelder, gesucht werden oder in den Kategorien selbst. Das Verkaufsangebot, das zuletzt eingetragen wurde, steht an oberster Stelle in der Liste. Die einzelnen Angebote werden in der Vorschau in der Zeilenansicht mit den folgenden Informationen zusammengefasst: Datum des Eintrags, Titel der Anzeige, Preis des Produkts, Ort des Produkts, Bild des Produkts und Kategorie des Produkts (siehe Abbildung 14, Seite 19). Die detaillierte Anzeige ergänzt diese Angaben mit dem Anzeigentext, den Fotos, der verschlüsselten E-Mail-Adresse und mit der Beitragsidentitätsnummer. Verkaufsangebote können ohne Anmeldung angesehen, beantwortet und eingestellt werden. Das Verkaufsangebot kann neben der freien Textbeschreibung mit Fotos ergänzt werden. Es gibt keinerlei Anforderungen, wie der gebrauchte Gegenstand beschrieben werden soll. Dieser offene Umgang mit dem Anzeigeninhalt und der Anzeigenform hat einen informellen Charakter, weil den Benutzern so Gestaltungsfreiheit gewährt wird.

Das Besondere an Craiglistorg ist, dass es eine aktuelle Best of Liste[38] gibt. Jedes Inserat kann durch den Betrachter oder durch die Betrachterin zur Erscheinung in der Best of Liste empfohlen werden. Auch diese Liste führt an erster Stelle das aktuellste Inserat.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 12: Die Hauptseite des Internetportal „Netcycler.de" mit den Miniaturprofilen, Suchzeile und Kategorien.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 13: Die Gruppe „Werkzeug Wedding teilt ihre Mietprodukte auf dem Internetportal „Frents.com.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 14: Die Verkaufsangebote sortiert nach dem Themenfeld „zum Verkauf" und den zusätzlich angezeigten Kategorien (letztes Wort in der Zeile) auf dem Internetportal „Craigslist.org" der Stadt Berlin.

2.4 Fazit

Zunächst werden die informellen und formellen Veränderungen des Warenaustauschs durch die Entstehung von Internetportalen zusammengefasst und teils ergänzt, bevor der gemeinschaftliche Konsum im nächsten Kapitel im Kontext der Nachhaltigkeit untersucht wird. Es steht fest, dass eine virtuelle Produktanzeige nie das reale Anfassen und das Betrachten eines Gegenstandes ersetzen kann. Dennoch entstehen durch die virtuellen Kommunikationsgefässe Veränderungen, welche die Realität tangieren. In der folgenden Auflistung wird zwischen formellen und informellen Veränderungen unterschieden.

Die wichtigsten formellen Veränderungen durch Internetportale sind:

Die virtuellen Kommunikationsgefässe für den Warenhandel sind flexibler, was die Warenaustauschform anbelangt, weil auf Internetportalen wie Netcycler und Craigslist ein gebrauchtes Produkte getauscht, verschenkt und verkauft werden kann.

Gebrauchte Produkte, die real auf Märkten und in Läden verkauft werden, wie auch Produktanzeigen, die für den Verkauf mit Fotografien und Text werben, können durch virtuelle Produktanzeigen mit Fotografien, Texten und produktbeschreibenden Medien auf internetportalen, wie Craigslist.org, ersetzt werden.

Durch die allen zugängliche Bewertung der Tauschhandlung durch den Produktgeber und -nehmer wird die Schwierigkeit, eine Person einzuschätzen erleichtert.

Das virtuelle Warenaustauschangebot erreicht durch das Einbinden von sozialen Netzwerken ein grösseres Zielpublikum, was die Wahrscheinlichkeit des Zustandekommens eines Handels vergrössert.

Die wichtigsten informellen Veränderungen durch Internetportale:

Durch den Warenaustausch können Menschen bei der Übergabe ihrer gebrauchten Produkte zusammen kommen, die sich vorher aufeinem Vermittlungsportal ausgetauschthaben.

Warenaustauschportale erlauben eine flexible Informationsbeschaffung, weil die Produktprofile zu jeder Tages- und Nachtzeitund ortsungebunden betrachtet werden können.

Durch Fotos der Produkte und detaillierter Beschreibungen, wird der erste Besichtigungstermin wahrscheinlich überflüssig und das Produkt muss nicht an einen Verkaufsstand transportiert werden, sondern wird nur auf Abruf übergeben.

Die Mitgliedschaft bei Internetportalen wie Netcycler, Frents oder Craigslist verpflichtet die Benutzer zu keinen Handlungen. Auch das Entfallen einer Mitgliedsgebühr lässt die informelle Wesensart von solchen Warenaustauschgemeinschaften zu.

Kleinanzeigen in Zeitungen sind begrenzt in ihrer Zeichenzahl und Fotografien abzubilden ist nicht die Regel. Internetportale wie Craigslist erlauben eine grosse Gestaltungsfreiheit, was die Bilder und den Text des zu beschreibenden Gegenstands betrifft.

3. WARENAUSTAUSCH ALS NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE

3.1 Einführung

In diesem Kapitel wird der Warenaustauschs auf seine Umweltverträglichkeit hin untersucht, um durch die Analyse zu veranschaulichen, dass ein Handlungsbedarf zur Verbesserung des Nachhaltigkeitseffekts am Warenaustausch besteht. Ausserdem werden Leitfragen zur Beurteilung von nachhaltigen Dienstleistungen[39] (siehe Anhang, Seite 51) diskutiert und daraus Massnahmen abgeleitet. Anschliessend folgt die Definition von drei Methoden, mit denen die Massnahmen erreicht werden können. Im nächsten Kapitel kommen die Massnahmen und Methoden bei der Analyse der Internetportale zur Anwendung. Zuerst einmal werden in der Einführung die Zusammenhänge zwischen dem virtuellen Warenaustausch und der Umweltverträglichkeit aufgezeigt. Wie in der Vorstellung der Thematik dieser Arbeit erwähnt, sprechen die Autoren Botsman und Rogers (2011) sowie Erlhoff (1995) von einem Nachhaltigkeitseffekt, der von dem gemeinschaftlichen Konsum ausgeht. Der Aspekt, dass eine gemeinschaftliche Benutzung eines Gebrauchsgegenstands eine ressourcenschonende Wirkung nach sich zieht, wurde schon im Jahr 1992 an der Tagung „Gemeinsam nutzen statt einzeln verbrauchen" am „Internationalen Forum für Gestaltung Ulm (IFG)", in wissenschaftlichen Beiträgen mit breit gefächerten Themen diskutiert.[40] In der Tagung am IFG gab es, fand unter anderem eine Auseinandersetzung von DesignerInnen und Ingenieuren zu der Frage, wie ein Produkt gestaltet werden sollte, damit es möglichst effizient genutzt wird.[41] Dagegen setzt der gemeinschaftliche Konsum[42] unter anderem bei dem Aspekt der Weiterverwendung von bereits produzierten Produkten an und beschäftigt sich nicht mit dieser viel grundsätzlicheren Frage. Die Weiterverwendung kann auch als Hinauszögern der Entsorgung eines ungebrauchten Gegenstands ausgelegt werden. So entsteht zunächst kein Müll, der entsorgt werden muss. Dabei spricht man von der Verlängerung der Lebensdauer.[43] Ausserdem entsteht bei der Umverteilung eine Verlängerung der Nutzungsdauer des Produkts. Das heisst, ein Produkt befindet sich länger im Zustand der Nutzung und liegt beispielsweise nicht ungenutzt im Keller. Die Autoren Botsman und Rogers (2011) bezeichnen das „R" von „redistribution" (Umverteilung) als „das fünfte R" der Reihe: reduce (reduzieren), recycle (recyceln), reuse (wiederverwenden) und repair (reparieren).[44] Da der Warenaustausch die Umverteilung beinhaltet, könnte der Warenaustausch als eine Nachhaltigkeitsstrategie bezeichnet werden. Der virtuelle Warenaustausch kommt mit dem sozialen Netzwerken in Berührung, weil diese für die Bekanntmachung eingebunden werde. Es ist eine relativ neue Idee soziale Netzwerke[45] [46] in die Umverteilung der Gebrauchsgüter einzubinden. Technisch möglich wird das durch programmierte Verbindungen, sogenannte „Connector", die als Schnittstellen der jeweiligen Datenbanken der Websites das Austauschen von Informationen erlauben.

„Im kollaborativen Konsum zeigt sich die grosse Stärke der Netzwerk-Weit. Sie ermöglicht einfaches Sharing allerArt [...]."46

Das hat vor allem zur Folge, dass bestehende virtuelle Kontakte auch für den Warenaustausch genutzt werden.

3.2 Defizite des Nachhaltigkeitseffekts im Warenaustausch

Bei dem Verzicht auf ein neues Produkt, dass man durch ein gebrauchtes Produkt ersetzt, vermindert man zunächst einmal die erneute Umweltbelastung durch die Rohstoffgewinnung.[47] Ausserdem wird Energie für die Weiterverarbeitung des Rohstoffs gespart. Zusätzlich fallen die Transportwege vom Produktionsort zum Verkaufsort und vom Verkaufsort zum Kunden weg. Dennoch verhindert man diese Vorgänge nicht durch den Warenaustausch. Denn das gebrauchte Produkt war auch mal neu und wurde demnach schon produziert, verpackt und transportiert. Selbst wenn man Müll vermeidet, ist die gerechte Entsorgung oder das Recycling der Produkte nicht gesichert. Durch die Umverteilung produziert man sogar neue Abfälle, da beispielsweise Verpackungsmüll entsteht, wenn man Gebrauchsgegenstände mit einem Paketservice versendet. Infolge des zusätzlichen Transports durch die Selbstabholung des neuen Eigentümers oder des temporären Besitzers, zum Beispiel mit einem motorisierten Transportmittel, kommt es zu einer erhöhten C02 Belastung. Ebenso durch den Paketversand. Dieses Defizit wird von den Autoren Botsman und Rogers (2011) ignoriert, wenn sie von den Voraussetzungen für kooperativen Konsum zwischen zwei Menschen die geringe räumliche Distanz[48] nennen.

Es kommt beim Warenaustausch nämlich zu der Situation, dass Produkte versendet werden. Diese letzte Position lässt sich durch das folgende Beispiel untermauern: Netcycler verlangt von den Benutzern eine Selbstverpflichtung, beim Versand von Tauschwaren den Service der Firma „United Parcel Service" kurz „UPS" zu nutzen.[49] Der Versandservice von Netcycler ermöglicht auch, dass ein Paket von „UPS" abgeholt wird. Wenn man das nicht möchte, muss man diese Option mit einem Häkchen explizit anwählen und dabei abwählen. Die Verführung, sich ein Produkt zusenden zu lassen, anstatt es bei einem persönlichen Treffen abzuholen oder zu bringen, ist besonders dann gegeben, wenn das Produkt günstig oder kostenlos ist. Weil damit nur der Preis des Versands anfällt.

Ein weiteres Argument ist, dass durch den Warenaustausch für den privaten Nutzer mehr bezahlbare Güter vorhanden sind, weil sie preislich deutlich niedriger liegen als Neuwaren. Deshalb ist die Frage entscheidend, was der Zweck des Kaufs, der Leihe oder des Tauschs ist. Kauft man sich gebrauchte Golfschläger, obwohl man schon eine ganze Golfschlägersammlung besitzt, dient das hauptsächlich dem Sammelzwang. Leiht man sich beispielsweise ein Luxus-Auto, weil man sich den Kauf dieses Autos nicht leisten kann, und fährt damit um es als Statussymbol zu präsentieren, entsteht durch den Warenaustausch vermeidbare Umweltverschmutzung. Tauscht man beispielsweise Gegenstände um einen besseren Gegenstand zu bekommen und nicht um den eingetauschten Gegenstand zu benutzen, dient der Warenaustausch nicht dem Ersatz von neuen Produkten, sondern dem Zugewinn. So machte das der Kanadier Kyle McDonald, der innerhalb von einem Jahr und 14 Tauschhandelsgeschäften eine Büroklammer in ein Haus umtauschte.[50] Er nutze dazu die Website Craigslist.[51] Natürlich ist das letzte Beispiel eine extreme Form des Zugewinns beim Tausch. Aber auch der relative Zugewinn entspräche nicht mehr der Idee nachhaltig zu konsumieren.

Aus diesen Beispielen geht hervor, dass die Nachhaltigkeit bei einem Warenaustausch auch explizit gefördert werden kann. Welche entscheidenden Faktoren zur Nachhaltigkeit beitragen ,erfährt man aber auf den Internetportalen in nur sehr geringem Umfang. Ein Beispiel für den Informationsbedarf ist, dass der vielfache Verleih den Nachteil hat, dass man durch wiederholte Transporte mehr C02 erzeugt. Information über die

Effektivität des Warenaustauschs im Bereich der Elektroartikel ist besonders von Nöten, weil man den Benutzern nicht zumuten kann, dass sie sich intensiv mit der Materie so tief gehend vertraut machen, dass sie zu Experten über neue Produkte im Vergleich zu gebrauchten Produkten und geteilten Produkten werden.

Auch das im Kontext der nachhaltigen gemeinschaftlichen Nutzung häufig genannte Beispiel Waschsalon[52] macht deutlich, das allein das Teilen keinen nachhaltigen Effekt erzielt. Ein Waschsalon hätte nämlich erhebliche Nachteile für die Umwelt durch den erhöhten Stromverbrauch, im Vergleich zu dem Waschvorgang in einem Durchschnittshaushalt, da 80% der Benutzer eines Waschsalons zusätzlich einen Wäschetrockner benutzen würden.[53] Die Nachhaltigkeit des Wäschewaschens in einem Waschsalon, könnte man auch deshalb anzweifeln, weil die Waschtrommelgrösse mit ca. 6 kg[54] für einen Waschgang zu gross ist. Das die Trommelgrösse in Waschsalons nicht ausgenutzt wird ist zu vermuten, wenn man das folgende Zitat auf Waschsalons beziehen würde.

„Die Wäschetrommel wird nicht mehr voll befällt - Im Schnitt nur noch mit 3,2 von möglichen 5,0 kg. [...]

Durch die geringere Befüllung steigt der Stromverbrauch pro Kilo gewaschener Wäsche [...]. [...] Ein- und

Zwei-Personen-Haushalte haben schon Schwierigkeiten, eine 5-kg-Trommel Zufällen.'[55]

Die Internetportale mit den Produktprofilen der gebrauchten Produkte mit Informationen zu füllen beansprucht je nach Umfang der Angaben mehr Zeit, als die Produkte zu entsorgen. Man kann auch nur darüber spekulieren, wie viel Strom für die Bereitstellung der Website und der weiteren medialen Inhalte benötigt wird, da keines der drei untersuchten Internetportale darüber Informationen bereitstellt.

3.3 Ableitung von nachhaltigen Massnahmen

Barthel und Kristof (2002)sprechen in einem Beitrag zum Sammelband „Die Zukunft von Dienstleistungen" über „Ökoeffiziente haushaltsnahe Dienstleistungen im Handel - ein Schritt Richtung Nachhaltigkeit."[56] In dem Beitrag werden die Leitfragen der „Checkliste Beurteilung von Dienstleistungen hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit"[57] nach dem Bericht der „Enquete-Kommission"[58] aus dem Jahr 1994 zusammengestellt. Die Leitfragen dienen zur Beurteilung von nachhaltigen Dienstleistungen. Deshalb werden die Leitfragen im Kontext des Warenaustauschs kritisch besprochen und als Massnahmen für nachhaltige Warenaustausch-Dienstleistungen neu zusammengestellt. Die Leitfragen der Checkliste werden in Unteraspekte und allgemeine Aspekte eingeteilt.

Die erste Leitfrage des Unteraspekts fragt nach der Nachhaltigkeit der Produkte, die Verwendet werden. Die Aufgabe der Warenaustauschportale ist die Vermittlung von gebrauchten Waren. Somit kann die Massnahme sein, ausschliesslich gebrauchte Produkte zu vermitteln, die keine neue Umweltbelastung produzieren. Die zweite von drei Leitfragen in den Unteraspekten fragt nach den Informationen, die den Kunden vermittelt werden, damit die Kunden im ökologischen Handeln unterstütz werden oder die Informationen, das ökologische

Handeln erst möglich macht. Die Wichtigkeit der Kommunikation von Informationen über die Nachhaltigkeit vom Gebrauchswarentausch wurde in diesem Kapitel am Beispiel des Wäschetrockners bereits dargestellt. Die Massnahme könnte daher lauten: Die unterschiedlichen Nachhaltigkeitseffekte der Warenaustauschformen in Kombination mit den Produkten zu kommunizieren. Die dritte und letzte Leitfrage der Unteraspekte fragt nach dem Anreiz, der für das umweltfreundliche Handeln gegeben wird. Die Internetportale bieten mit dem Vermittlungsservice zum Warenaustausch bereits einen Service an, der ökologisch gerechtes Handeln fordert. Die Massnahme kann daher sein, die Gestaltung des Weblayouts und der Anwendungsfunktionen auf den Warenaustausch zu konzentrieren.

Die allgemeinen Aspekte der Checkliste sind in Ökonomieverträglichkeit, Sozialverträglichkeit und Umweltverträglichkeit eingeteilt. Zur Ökonomieverträglichkeit werden Fragen zu dem Nutzen, der Kosten und der neuen Markterschliessung gestellt. Zu dem Nutzen werden die beiden Fragen gestellt, ob die Idee und die Ausführung der Dienstleistung nützlich sowie benutzerfreundlich ist und ob die Dienstleistung die Funktion optimal erfüllt. Die beiden Fragen spielen bei der Gestaltung von Dienstleistungen eine elementare Rolle[59] und werden deshalb als Massnahme für nachhaltige Warenaustauschportale fast adäquat übernommen. Zu den Kosten wird nach der Finanzierung des Angebots durch die Kunden gefragt. Geschäftsmodelle von Dienstleistungen, die über das Internet realisiert werden, finanzieren sich oftmals durch Werbeeinnahmen, und die Mehrheit der Kunden kann den Service kostenlos nutzen[60]. Daher wird daraus die Massnahme abgeleitet, eine langfristige Finanzierung zu sichern, um den Erhalt des Services über einen langen Zeitraum zu garantieren. Die letzte Frage der Ökonomieverträglichkeit zu neuen Märkten lautet, ob der Service umweltfreundliche Branchen oder Technologien unterstützt oder für solche ein Vorbild ist. Da der hier untersuchte Warenaustausch keine branchenspezifischen Produkte fokussiert, wird daraus keine Massnahme abgeleitet. Allerdings besteht in dem Punkt der umweltfreundlichen technologischen Unterstützung noch Potential. Denn die Websites benötigen Speicherplatz für die Daten, die auf der Website zu sehen sind. Die Server auf denen die Daten gespeichert sind brauchen ununterbrochen Strom. Mittlerweile gibt es Webhostservice, die den Strom für die Server aus erneuerbaren Energien beziehen[61]. Es ergibt sich daraus die Massnahme, Technologien erneuerbarer Energien zu fördern, in dem der Website-Speicherplatz mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Von den Leitfragen im Aspekt der Sozialverträglichkeit soll nur auf die Frage eingegangen werden, ob das soziale Miteinander von den Menschen gefördert wird. Betrachtet man die persönliche Übergabe des Produkts als soziales Miteinander, so wird es beim Warenaustausch gefördert. Da die virtuelle private Vernetzung zwischen Menschen aber eigentlich durch sozialen Netzwerke unterstützt wird, macht es Sinn, die sozialen Netzwerke auf das Internetportal einzubinden. Als Massnahme kann daraus abgeleitet werden, dass die Benutzer der Webportale sowohl virtuell als auch real miteinander in Kontakt gebracht werden sollen. Unter dem letzten allgemeinem Aspekt Umweltverträglichkeit werden Fragen in den folgenden vier Bereichen gestellt: 1. zur Langlebigkeit, 2. zu Ressourcen, zu Schadstoffen und zur Energieeffizienz, 3. zum Transport und 4. zur Kreislauffähigkeit. Unter Langlebigkeit wird nach der Erhöhung der Nutzungsdauer und der Nutzungsintensität eines Produktes durch die Dienstleistung gefragt. Da es bei dem Warentausch genau darum geht, wird die Frage nur leicht abgeändert. Die

Massnahme ist es, durch den Service die Lebensdauer, die Nutzungsdauer und die Nutzungsintensität eines Produkts zu erhöhen. Weitere Fragen zur Langlebigkeit, welche die Eigenschaften der Sachgüter betreffen werden ausser Acht gelassen, weil die Wahl der Produkte, die getauscht, verkauft und geteilt werden, den Benutzern weitgehend selber überlassen bleibt. Im 2. Bereich zu Ressourcen, zu Schadstoffen und zur Energieeffizienz wird gefragt, ob die Dienstleistung den Produktkauf ersetzt und dadurch Schadstoffentstehung und den Energie-, Wasser und Ressourcenverbrauch senkt. Die Dienstleistung ersetzt nicht das Produkt, vermittelt aber Menschen, die sich gegenseitig gebrauchte Produkte verschaffen. Somit wird indirekt durch die Dienstleistung der Kauf eines neuen Produkts ersetzt. Deswegen wird die Massnahme wie folgt formuliert: Der Service unterstützt die Kunden bei dem Warenaustausch mit gebrauchten Produkten. Im 2. Bereich wird weiter nach dem Einsatz oder der Förderung von erneuerbaren Energien oder Materialien gefragt. Das wurde in die Massnahme „Website-Speicherplatz mit erneuerbaren Energien" bereits aufgenommen. Zuletzt wird im 2. Bereich nach der Steigerung der Ressourceneffizienz nach der Vergrösserung des Nutzerkreises gefragt. Das ist beim Warenaustausch durch das Vermieten der Fall. Durch den Verkauf oder den Tausch wird letztendlich die Anzahl der Produktbenutzer auch um jeweils eine Person erhöht. Die Massnahme, die sich daraus ableitet, kann wie folgt artikuliert werden: „Der Service unterstützt die Vermietung, den Verkauf und den Verleih von gebrauchten Produkten, um den Nutzerkreis durch die Nacheinander-Nutzung zu erhöhen." Als Nächstes wird im Bereich des Transports nach der Umweltfreundlichkeit der Transportmittel gefragt. Da die Wahl der Transportmittel beim Warenaustausch dem Kunden meist überlassen bleibt wird diese Leitfrage ausgeschlossen. Im letzten Bereich der Umweltverträglichkeit wird unter Kreislauffähigkeit nach der Länge der Transportwege gefragt. Der Service kann darauf abzielen den lokalen Warenaustausch zu fördern. Infolgedessen lautet die Massnahme: Der Service verbindet Menschen die möglichst nahe beieinanderwohnen. Die nächsten zwei Leitfragen betreffen die folgenden Eigenschaften von Produkten, die im Service angewendet werden: die Reparierbarkeit, die Aufrüstbarkeit, die Recycelbarkeit und die Entsorgungsfreundlichkeit. Da die Weitergabe von gebrauchten Produkten eine Nutzungsintensivierung nach sich ziehen kann, würden Produkte, die nach diesen Nachhaltigkeitsstrategien gestaltet wurden, sich für die vermehrte Weitergabe besonders eignen. Daraus kann die Massnahme formuliert werden, dass die Dienstleistung den Warenaustausch von nachhaltigen Produkten, die für eine intensive Nutzung ausgerichtet sind, besonders fördert. Die Massnahmen werden in der Tabelle 1, auf der Seite 28 dargestellt.

3.4 Lösungsvarianten: Methoden

Wodurch die abgeleiteten Massnahmen im Warenaustausch erreicht werden können, wird anhand von drei Methoden detailliert aufgezeigt. Zunächst werden die drei Methoden vorgestellt. Die erste Methode ist die Transparenz. Damit ist unter anderem beim Warenaustausch die Kommunikation von Informationen auf dem Internetportal gegenüber dem Kunden gemeint. Die zweite Methode ist die Kooperation. Unter Kooperation wird im Zusammenhang mit dem Service des Warenaustauschs die Zusammenarbeit mit anderen Firmen, Institution und Privatpersonen verstanden. Die dritte Methode ist die Partizipation. Darunter wird im Kontext des Warenaustauschs die Anteilnahme von Kunden an der Dienstleistung verstanden. Im nächsten Schritt werden die Massnahmen den Methoden begründet zugeordnet. Somit wird aufgezeigt durch welche Methode welche Massnahme erreicht werden kann. Beispielhaft werden Werkzeuge zur Erreichung der Methoden genannt, um die Einsetzbarkeit der Methoden zur Erreichung der Massnahmen aufzuzeigen.

Methode 1: Transparenz

1.1 Die Massnahme, ausschliesslich Produkte zu vermitteln, die keine neue Umweltbelastung produzieren, sollte als Regel transparent gemacht werden. Das Transparentmachen dieser Information mit Beispielen von Produkten, die zum Beispiel viel Energie verbrauchen, würde den Kunden helfen, die eigenen Produktauswahl zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

1.2 Das Transparentmachen eines effektiven nachhaltigen Warentauschs, der dem Kunden hilft die eigene Produktauswahl mit den Handlungsarten verkaufen, tauschen und verleihen nachhaltig zu kombinieren, ist eine Massnahme für sich. Ein Beispiel dafür ist, dass Produkte mit einem hohem Gewicht vielleicht besser verkauft als verliehen werden sollten, da der wiederholte Transport einen zu hohen Energieverbrauch aufweist.

1.3 Die Massnahme, die Lebensdauer, die Nutzungsdauer und die Nutzungsintensität eines Produkts zu erhöhen, kann dem Kunden als Absicht kommuniziert werden. Durch das Transparentmachen der Absicht können sich Kunden, denen Nachhaltigkeit wichtig ist, zur längeren Lebensdauer des Produktes durch pfleglichen Umgang beitragen.

1.4 Durch die Transparentmachung der Massnahme der Nacheinander-Nutzung von gebrauchten Produkten entsteht ein tiefergehendes Verständnis beim Kunden für die Nachhaltigkeitsstrategie. Damit wird manchen Kunden erst bewusst, wodurch er der Umwelt hilft und das steigert seine Motivation.

Methode 2: Kooperation

2.1 Die Massnahme, eine langfristige Finanzierung zu sichern, um den Erhalt des Services über einen langen Zeitraum zu garantieren, kann durch eine Kooperation bewerkstelligt werden. Beispielsweise könnte das Angebot eines Second-Hand-Ladens virtuell abgebildet werden und im Gegenzug finanziert die Firma die laufenden Kosten der online Plattform.

2.2 Eine weitere Massnahme ist es, Technologien der erneuerbaren Energien zu fördern, in dem der Website­Speicherplatz mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Eine Kooperation mit einem Provider, der den Website­Speicherplatz mit erneuerbaren Energien speist, könnte hier ein erster Schritt sein.

2.3 Die Massnahme, Kunden beim Warenaustausch mit gebrauchten Produkten zu unterstützen, kann durch die Methode der Zusammenarbeit mit Testkunden in der Gestaltungsphase realisiert werden. So können die Bedürfnisse evaluiert werden und der Service auf diese Bedürfnisse hin ausgerichtet werden.

2.4 Die Massnahme, Produkte, die für eine intensive, das heisst längere, Nutzung ausgerichtet sind, besonders zu fördern, kann durch die Kooperation mit Designern erreicht werden. Industriedesigner können beispielsweise einen zusätzlichen Service anbieten, um Produkte für eine intensive Nutzung nachzurüsten.

Methode 3: Partizipation

3.1 Die Massnahme, die Gestaltung des Weblayouts und der Funktionen auf den vermehrten Warenaustausch zu konzentrieren, kann durch die Partizipation der Kunden realisiert werden. Dazu können die Meinungen und die Ideen aller Kunden in der Einführungs- und Betriebsphase eingeholt werden. Das kann beispielsweise auf der Warenaustauschwebsite über einen Blog, ein Feedbackformular oder ein Forum schnell realisiert werden.

3.2 Die Massnahme, die Idee und die Ausführung der Dienstleistung nützlich sowie benutzerfreundlich gestaltet, damit die Dienstleistung die Funktion optimal erfüllt, kann ebenfalls mittels Partizipation erreicht werden. Dazu

werden zukünftige Kunden in die Forschungsphase und in die Entwicklungsphase integriert. Das hilft der bei der Analyse-, Entwicklungs-, und Gestaltungsphase, den Service auf die Meinungen, Bedürfnisse und Gefühle der Kunden auszurichten.

3.3 Die Benutzer des Webportals sowohl virtuell als auch real miteinander in Kontakt zu bringen ist eine Massnahme, die aus dem Aspekt der Sozialverträglichkeit dienen soll. Dabei kann die verstärkte Partizipation eine entscheidende Rolle einnehmen. Die Kunden können beispielsweise an virtuellen und realen Treffen teilnehmen, die einen Waren- und Gesprächsaustausch bezwecken.

3.4 Das der Service Menschen miteinander verbindet, die dicht beieinanderwohnen, kann ebenfalls durch die Partizipation der Kunden realisiert werden. Dazu können Kunden in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft durch Gespräche und Printmedien auf das Warenaustauschportal aufmerksam machen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Die abgeleiteten Massnahmen nach den Leitfragen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Methoden, denen die Massnahmen zugeordnet sind.

3.5 Fazit

Die erste Untersuchung des Warenaustauschs auf seinen Nachhaltigkeitseffekt hat uns gezeigt, dass es noch Defizite von Warenaustauschportalen hinsichtlich der Nachhaltigkeit gibt. Wie durch die abgeleiteten Massnahmen verdeutlicht wurde, gibt es sehr differenzierte Ergebnisse, die von dem Warenaustauschservice erfüllt werden könnten. Die Methoden: Transparenz, Kooperation und Partizipation, stellen dabei Möglichkeiten dar, die Massnahmen zu erreichen. Die Methoden sind relativ allgemein gehalten, was einen grossen Spielraum für unterschiedlichste Werkzeuge zur Erreichung der Massnahmen bedeutet. Die Massnahmen sind hingegen relativ genau, um die Ziele der Leitfragen aus der Checkliste zur Beurteilung von Nachhaltigkeit bei Dienstleistungen möglichst exakt zu erfüllen. Die Zusammenfassung und Ergänzung der Defizite von der Umweltverträglichkeit und der Massnahmen und Methoden des Warenaustauschs ergeben folgende Sichtweisen: Die relativ genauen Massnahmen und die offen gehaltenen Methoden könnten dazu beitragen, dass bei einer Dienstleistungsgestaltung Nachhaltigkeit generiert wird. Beispielsweise könnte die Einführung eines Diskussionsforums zu der Entdeckung von Problemen führen, die so gelöst werden können. Das könnte den Erfolg und damit das in Kraft treten des nachhaltigen Services herbeiführen.

Zur Verbesserung des Nachhaltigkeitseffekts am Warenaustausch könnten unterschiedliche Akteure des Warenaustauschs mit einbezogen werden. Die Hauptbeteiligten wären dabei die Servicegestalter, die Serviceanbieter, die Programmierer, die Portalprovider und die Kunden.

Handlungsbedarf bestünde hauptsächlich bei folgenden Aktivitäten: Bei dem Gestalten der Form und der Anwendungsfunktion und den Regeln für den Warenaustausch, die durch die Serviceanbieter bestimmt werden. Bei dem durch die Kunden realisierten Warenaustausch in Bezug aufdie Produkte, den Transport und die Handelsart.

Kunden könnten auf der Internetseite über die angewendeten Strategien des nachhaltigen Effekts der Nacheinandernutzung und über Produkte und nutzungsorientierten Dienstleistungen informiert werden. Das könnte die Identifikation von kritischen Konsumenten mit dem Service erhöhen. Konsumenten, die nicht informiert sind, könnten aufdiesem Wegfürden Warenaustausch begeistert werden.

Durch den Warenaustausch mit gebrauchten Produkten besteht von Grund auf ein nachhaltiger Effekt Dieser könnte durch den Handel mit umweltschädlichen Produkten seine Wirkung verlieren. Wenn man auf umweltschädliche Produkte verzichtet, reduziert man seine Bedürfnisse im Konsum zum Wohle des Umweltschutzes.

Die eben aufgeführten Erkenntnisse entstanden hauptsächlich durch die eigene Gedankenarbeit und durch die Ableitung[62] der Massnahmen und Methoden. Die Ziele zum nachhaltigen Warenaustausch werden deshalb in dem folgendem Kapitel an konkreten Beispielen aus der Praxis auf ihren Anwendungsanspruch hin theoretisch untersucht.

4. NACHHALTIGKEITSANALYSE MIT DEN MASSNAHMEN UND METHODEN

4.1 Einführung

Nachdem nun Massnahmen abgeleitet und Methoden entwickelt wurden, kommen diese bei der Analyse der Warenaustauschportale von Netcycler, Frents und Craigslist zum Einsatz. Gleichzeitig wird nun die theoretische Anwendbarkeit überprüft. Weil die Massnahmen durch die Methoden erreicht werden, wird zuerst die Analyse mit den Massnahmen durchgeführt. Anschliessend wird bei der Analyse der Warenaustauschportale untersucht, ob die Massnahmen durch die Methoden erfüllt werden können.

Im vorhergehenden Kapitel wurde die Erkenntnis gewonnen, dass es unterschiedliche Akteure bedarf, die die verschiedensten Handlungen realisieren, um eine verbesserte Nachhaltigkeit des Warenaustauschs zu erreichen. Es ist sehr wichtig, dass die Serviceanbieter bezüglich der Positionierung ihre Nachhaltigkeitsstrategien kommunizieren. So können Akteure, die ebenfalls den Umweltschutz vorantreiben wollen, auch selbstständig aktiv werden, wenn sie den Service der Vermittlung unterstützen wollen.

Das heisst auch, dass es unterschiedliche Umgangsformen bezüglich mit Positionierung von Unternehmen auf diesem Gebiet gibt. Die Positionierung als ein nachhaltiges Unternehmen kann gegenüber den Kunden deutlich kommuniziert werden und beispielsweise in die Regeln des Warenaustauschportals einfliessen, wie das bei Netcycler.de[63] (Tausch-Vermittlungsportal) der Fall ist. Der Service von Frents (Miet-Vermittlungsportal) wurde von der Wirtschaftswoche[64] mit dem Titel eines von „30 innovativsten grünen Startups[65] " geehrt, obwohl auf der Website keine besonders starken Ambitionen zur Nachhaltigkeit kommuniziert werden oder anderweitig eindeutig ersichtlich sind. Nur die gemeinschaftliche Konsumform des Verleihs und die Bemerkung in dem Funktionserklärungsvideo, dass der Service sozial-, wirtschaft- und umweltverträglich ist, reichen offensichtlich für den Titel der Wirtschaftswoche aus. Der Nachhaltigkeitseffekt des Warenaustauschs von gebrauchten Waren oder deren Vermittlung kann auch als selbstverständlich hingenommen werden, beziehungsweise ignoriert werden, wie das bei Craigslist. org (Verkaufs-Vermittlungsportal) geschieht. Auf deren Website gibt es keine Positionierung als nachhaltiges Unternehmen und keine Regeln für einen nachhaltigen Verkauf. Die Autoren Botsman und Rogers (2011) weisen auf die Nachhaltigkeit des gemeinschaftlichen Konsums als unbeabsichtigte Konsequenz hin.[66] Deshalb ist die genaue Betrachtung dieser drei Beispiele in der Nachhaltigkeitsanalyse mit Hilfe der Massnahmen und Methoden im folgendem Kapitel notwendig. Die Analyse der Massnahmen- und der Methodengestaltung[67] könnte die Verschiedenheiten unter den Warenaustauschportalen in ihrem Nachhaltigkeitseffekt aufzeigen und somit die Aussage der Autoren Botsman und Rogers (2011) theoretisch untersuchen, ob die Nachhaltigkeit eigentlich ein nicht kalkulierter Nebeneffekt des gemeinschaftlichen Konsums ist.

Die Bilder auf der folgenden Seite zeigen wie die drei Internetportale den lokalen Warenaustausch fördern.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 15: Für den Tausch von Gebrauchsgegenständen kann man auf der Website „Netcycler.de"mehrere Teffpunkte für die Abholung vereinbaren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 16: Die Karte auf der Website „Frents.com zeigt die Anzahl der Produkte, die in der Umgebung sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 17: Craigslist eröffnetfürjede Stadt eine eigene Liste und das istdie Craigslistvon Genève.

4.2 Analyse des virtuellen Warenaustauschs mit den nachhaltigen Massnahmen

Die Massnahmen[68] wurden im Kapitel 3 in die Unteraspekte Ökonomieverträglichkeit, Sozialverträglichkeit und Umweltverträglichkeit eingeordnet. Nach diesen Aspekten werden die Warenaustauschportale nun analysiert und die Massnahmen auf ihre Anwendbarkeit hin überprüft.

Netcycler.de

Unteraspekte

Der Service der Website Netcycler besteht hauptsächlich darin, benutzte oder neue nicht[69] benötigte Gebrauchsgüter zum Tausch zu vermitteln. Das Weblayout und die Anwendungsfunktion richten sich ausserdem auf den Verkauf[70] und auf das Verschenken. Der Tausch mit folgenden Gebrauchsgütern wird ausgeschlossen:

,,[...]umweltschädlichen Gegenstände: Geländefahrzeuge, Jet-Skis, Schneemobile und andere Fahrzeuge wie Autos und Motorräder welche mehr als 5 Liter fossile Brennstoffe pro 100 Kilometer verbrauchen (C02- Emissionen über130g/km)."[71]

Nachhaltige Kombinationen werden, bis auf den Tausch von nicht benötigten Produkten, nicht genannt. Ökonomieverträglichkeit

Die langfristige Finanzierung wird durch die Provision am Paketversand gesichert.[72] Die Website wird nicht mit erneuerbaren Energien betrieben. Besonders nutzerfreundlich ist für Smartphonebesitzerlnnen das App[73], um die Internetseite mit dem Mobilfunkgerät zu besuchen. Oder die Option, eine Fotografie eines neuen Tauschobjekts per E-Mail-Versand[74] zum Tausch online anzubieten. Die optimale Funktion wird durch sehr detaillierte Formulare bei der Produktbeschreibung unterstützt.[75] Die Idee, Produkte zu tauschen, die nicht mehr gebraucht werden ist nützlich. Es ist benutzerfreundlich, dass auf eine Registrierung verzichtet werden kann, wenn die Benutzer sich mit den Accounts von sozialen Netzwerken einloggen.[76]

Sozialverträglichkeit

Netcycler versuchte die europäische Woche zur Müllvermeidung zu nutzen, um Tausch-Events mit den Kunden von einem sozialen Netzwerk aus zu starten.[77] In Wuppertal fand ein erster Tausch-Mob[78] statt, bei dem sich die Netcycler-Kunden in einem Café zum Tauschen von Produkten trafen.[79]

Umweltverträglichkeit

Durch den Tausch wird die Lebensdauer verlängert, weil die Güter dann eher nicht entsorgt werden. Durch den Tausch kann auch die Nutzungsdauer verlängert werden, weil die Güter wieder genutzt werden.

Durch den Tausch, das Verschenken und den Verkauf werden Produkte an einen anderen Benutzer weitergegeben. Die Kunden werden beim Warenaustausch unterstützt, in dem saisongerechte Tips[80] und Argumente für einen Tausch[81] gegeben werden. Produkte, die ähnlich sind, wie das was betrachtet wird, werden angezeigt.[82] Auch Schaufenster mit Produkten erhöhen die Wahrscheinlichkeit etwas Passendes zu finden. Produktprofile können auf sozialen Netzwerken gezeigt werden, was die Kunden in ihrem Tausch ebenso unterstützen kann. Es werden keine nachhaltigen Produkte oder Produkte, die intensiver Nutzung standhalten, bei der Vermittlung gefördert. Netcycler fokussiert den lokalen Warenaustausch durch die Funktionsmöglichkeit mehrere öffentliche oder private Treffpunkte festzulegen[83] (siehe Abbildung 15, Seite 31).

Frents.com

Unteraspekte

Der Service der Website Frents besteht hauptsächlich darin, Gebrauchsgüter zur Miete zu vermitteln und die Kommunikation über Produkte zu ermöglichen. Frents beschreibt sich selbst als ein Netzwerk für Freunde, Nachbarn und Sachen. Frents weist daraufhin, dass auf der Website Produkte entdeckt, gesammelt und vermietet werden können.[84] Das Weblayout und die Funktion richten sich ausserdem auf das Verkaufen und das Verschenken. Es werden keine Produkte von dem Mietgeschäft ausgeschlossen. Es werden auch keine nachhaltigen Kombinationen bis auf das Vermieten von eigenen Produkten genannt. Der finanzielle Vorteil vom Mieten und Vermieten wird hervorgehoben.[85]

Ökonomieverträglichkeit

Frents finanziert sich durch Werbung für neue Produkte und durch eine Verkaufsprovision, die Frents erhält, wenn über einen Werbungs-Link, zum Beispiel von Amazon, ein Produktkauf vollzogen wird.[86] Das Internetportal wird nicht mit erneuerbaren Energien betrieben. Die Idee, Gebrauchsgüter mit Freunden und Nachbarn durch das Vermieten zu teilen, ist nützlich, weil die Übergabe von Produkten im lokalen Umkreis keinen hohen Aufwand in Form von Paketsendungen oder von langen Transportwegen verursacht. Es ist benutzerfreundlich, dass auf eine Registrierung verzichtet werden kann, wenn die Benutzer sich mit dem Account eines sozialen Netzwerks einloggen können.[87] In einem Produktprofil werden Personen angezeigt, die das Produkt besitzen und zu welchen Konditionen sie das Produkt weitergeben.[88] Zu dem werden ähnliche Produkte angezeigt.[89] Das kann den Vermittlungsprozess einleiten und damit die optimale Nutzung der Funktion erhöhen.

Sozialverträglichkeit

Wenn Güter zwischen Nachbarn vermietet werden die sich vorher nicht kannten, werden Benutzer/ innen durch Frents miteinander in Kontakt gebracht. Die Worte in der Sprechblase von einem Männerkopf sollen zum Gesprächsaustausch anregen.

„jetzt kann ich mich mit anderen Playstation-Besitzern über neue Spiele unterhalten!'[90] Umweltverträglichkeit

Durch den Vermittlungsservice von Frents wird vor allem die Nutzungsdauer eines Produktes verlängert und dessen Nutzungsintensität erhöht. Die mehrmalige Nacheinandernutzung durch das Vermieten von Produkten wird ermöglicht. Produkte über Produktprofile anzubieten, wird durch die automatische Beschreibungsausfüllung mittels Barcode, ISBN und Amazons Produktbeschreibungen stark unterstützt.[91] Wenn Kunden ihre Gebrauchsgüter nicht ohne Absicherung vermieten möchten, können sie auf die Vorlage eines Mietvertrags[92] zurückgreifen. Damit wird der Kunde aktiv bei der Vermietung unterstützt. Es werden offiziell keine nachhaltigen Produkte oder Produkte, die intensiver Nutzung standhalten, bei der Vermittlung gefördert. Der lokale Warenaustausch wird durch Karten in dem Produktprofil fokussiert, auf denen Orte mit dem gleichen Produkt abgebildet sind.[93] Ausserdem werden Karten angeboten, die Gebrauchsgüter in der Umgebung der Benutzer abbilden (siehe Abbildung 16, Seite 31).

Craigslist.org

Unteraspekte

Der Service der Website Craigslist besteht unter anderem[94] darin, Gebrauchsgüter zum Verkauf zu vermitteln. Das Weblayout und die Funktion sind auf der gesamten Website stark reduziert. Innerhalb der Kategorie „zu Verkaufen" sind die Funktionen und das Weblayout ebenfalls stark auf den Vermittlungsprozess fokussiert. Es werden keine Produkte von dem Verkaufsgeschäft ausgeschlossen. Es werdenden keine nachhaltigen Kombinationen von Produkten und Warenaustauschformen explizit genannt.

Ökonomieverträglichkeit

Craigslist finanziert sich langfristig über die Anzeigengebühren in wenigen Anzeigensparten.[95] Die Internetportale von Craigslist werden nicht mit erneuerbaren Energien betrieben. Die Idee gebrauchte Produkte zu verkaufen ist für den Kunden nützlich, weil er so nicht mehr benötigte Produkte zu Geld machen kann. Craiglist besteht fast ausschliesslich aus Funktionen zur Anzeigenansicht und Anzeigenerstellung. Auch das trägt zu der Nützlichkeit der Ausführung für die Kunden bei. Botsman und Rogers (2011) sagen über Craigslist:

„[...] its built on nothing but usefulness to the user.'[96]

Der hohe Nutzwert für den Benutzer könnte sich an den 30 Billionen Seitenbesuchen im Monat[97] messen lassen.

Sozialverträglichkeit

Craigslist bietet ein Diskussionsforum und die Kategorie „persönliches", worunter auch „rein platonisches" fällt. Dort können sich die Benutzer austauschen und nach Kontakten für Treffen[98] [99] suchen. Ausserdem gehört zu Craigslist die Website craigslistTV99, auf der Filme von den Benutzern gezeigt werden, in denen sie im Kontext ihrer Anzeigen etwas zur Schau stellen. Grundsätzlich ist die Sozialverträglichkeit kein implizites oder explizites Anliegen von Craigslist.

Umweltverträglichkeit

Vor allem die Lebensdauer und Nutzungsdauer werden durch den Verkauf von gebrauchten Produkten verlängert. Durch den Verkauf, den Tausch und das Verschenken werden Produkte an einen anderen Benutzer weitergegeben. Die Unterstützung realisiert Craigslist durch die Fokussierung auf die wesentlichen Funktionen. Es werden auch von Craigslist keine nachhaltigen Produkte, oder Produkte, die intensiver Nutzung standhalten, bei der Vermittlung gefördert. Der lokale Warenaustausch wird durch die lokalen Seiten für die jeweiligen Städte gefördert (sieheAbbildung 17, Seite 31).

4.3 Analyse des virtuellen Warenaustauschs mit den nachhaltigen Methoden

Die drei Beispiele Netcycler, Frents und Craigslist werden im Folgenden auf die identifizierten Methoden hin analysiert. Gleichzeitig werden die Methoden auf ihre Anwendbarkeit hin überprüft. Da jeder der Methoden konkrete Massnahmen zugeordnet[100] wurden, wird nun aufgezeigt, dass mit den Methoden teilweise auch andere Massnahmen erreicht werden könnten.

Transparenz

Netcycler.de

Netcycler.de macht durch die Regeln[101] in dem Forum für häufig gestellte Fragen transparent, dass umweltbelastende Gebrauchsgüter nicht getauscht werden sollen. Ebenso wird in dem Forum auch die Regel kommuniziert, dass gebrauchte Produkte oder neue nicht benutzte Produkte getauscht werden sollten.[102] Netcycler informiert die Benutzer über den Service in seinem nachhaltigen Effekt[103], der durch den Tausch entsteht, in dem Netcycler die derzeitigen und zukünftigen Materialflüsse[104] gegenüber stellt. Die Lebensdauer und die Nutzungsdauer wird durch den vereinfachten Handel mittels Abbildungen von gewünschten Produkten, die somit zum Tausch angeboten werden können, und durch Abbildungen von Produkten, die verschenkt werden können, unterstützt. Auf jedem Miniaturbild eines Produkts wird angezeigt, ob ein Produkt getauscht, verschenkt oder verkauft[105] werden soll. Die Finanzierung durch die UPS wird den Kunden kommuniziert, so dass sie wissen, dass sie den Service der UPS, dem festen Partner des Netcycler Service, nutzen sollten. Durch das

Transparentmachen der Bewertung[106] von Handelsgeschäften wird Kunden eine Hilfestellung zur Bewertung der Benutzer gegeben. Die Kunden werden in ihrem Warenaustausch unterstützt, in dem auf dem Netcycler-Blog praktische Tips[107] zum Tauschen kommuniziert werden, zudem gibt es diverse Videos[108] und Abbildungen, die den Tauschvorgang umfassend erläutern. Dadurch wird die Benutzerfreundlichkeit gefördert und die Funktionen kommuniziert. Auf dem Portal Netcycler.de wird der Tausch durch die Gestaltung auf den Warenaustausch fokussiert. Ein Beispiel dafür ist die gelb umrandete Suchzeile[109] oder die Miniaturbilder auf der Startseite von Produkten, die zum Tausch bereit stehen. Durch die Präsenz von Netcycler in sozialen Netzwerken[110] kann das virtuelle Kontaktieren der Benutzer ausgelöst werden. Auch die kommunizierten Informationen durch die Benutzer auf den Profilen des Warenaustauschportals könnten einen realen oder virtuellen Kontakt auslösen, sowie den lokalen Warenaustausch fördern.

Frents.com

Auf der Website Frents.com wird kommuniziert, dass man alle Produkte vermieten kann. Ausserdem wird in einem Video[111] kommuniziert, dass das Verleihen nachhaltig ist. Der aktuelle Neupreis eines Produkts wird jeweils neben dem Mietprodukt angezeigt. So wird transparent gemacht, wie sehr es sich lohnt oder es sich auch nicht lohnt, die Gebrauchsgüter zu mieten. Der Verleih entsteht durch die transparenten Produktprofile mit teilweise vorhandene[112] Informationen über deren Warenaustauschformen und Bedingungen.[113] Welche Informationen auf dem persönlichen Profil von einem Nutzer transparent gemacht werden, entscheidet der Benutzer selbst. Die Sichtbarkeit der Informationen können soweit reduziert werden, dass nur noch die Produkte zu sehen sind und der Ort, an dem sie sich befinden. Die Finanzierungsweise wird transparent gemacht, was dazu führen kann, das Benutzer ein Produkt bei Amazon kaufen, dass sie den Einkauf über den Link von Frents tätigen, damit Frents eine Provision für den Verkauf bekommt. Dadurch, dass die Produkte medial erlebbar[114] gestaltet sind, kann man sich für die Idee, das Produkt zu mieten, begeistern lassen. Ein Mietgeschäft wird durch weitere Funktionen angeregt: durch ähnliche Produkte, die in Regalen angezeigt werden und durch die Nachbarschaft- Erkundungsfunktion.[115] Die Abzeichen[116] regen dazu an auf der Plattform möglichst aktiv zu sein, da angezeigt wird, was noch getan werden muss bis man das nächste Abzeichen erhält. Bei Frents.com kann man die eigenen Ideen, Probleme und Kritiken in einem Forum[117] transparent darstellen, andere kommentieren und bewerten. Da Frents.com in seiner Erläuterung des Service den Warenaustausch die in der Nachbarschaft ausgeführt werden kann als günstige Option beschreibt, wird dort schon transparent gemacht, dass der Service den lokalen Warenaustausch intendiert oder zumindest bevorzugt.

Craigslist

Auf der Website Craiglist werden alle Anzeigen ohne Anmeldung für jede Person transparent gemacht. Gebrauchsgüter, die zum Warenaustausch zur Verfügung stehen sind somit ohne Barriere[118] einsehbar. Craigslist unterstützt den Warenaustausch der Benutzer/ innen durch reduzierte Funktionen, die durch eine schriftliche Hilfe erläutert werden.[119] Technische Probleme mit der Website werden unter System Status[120] transparent gemacht. So werden Probleme bei der Ausführung kommuniziert und im Forum[121] besprochen. Alle Gespräche können eingesehen werden. Anzeigen zu platonischen Treffen ermöglichen denn Nutzernlnnen sich real zu treffen. Virtuell können sie sich in Diskussionsforen austauschen. Jedes Stadtportal von Craigslist ist für alle zugänglich und damit könnte der lokale Warenaustausch überall realisiert werden, wo Stadtanzeigen vorhanden sind.

Kooperation

Netcycler.de

Durch die Zusammenarbeit mit den Kunden und sowie die Zusammenarbeit zwischen den Kunden, die durch den Handel zum Ausdruck kommt, wird die Vermittlung der Produkte erst realisiert. Durch die Kooperation mit dem Paketversand der UPS finanziert sich das Unternehmen Netcycler.de langfristig. Der Wuppertaler Tausch-Mob fand in einem Café statt. Durch dessen Unterstützung sich Benutzer von Netcycler real treffen konnten. Die Kooperation mit Cécile Marsille, Mitarbeiterin des Wuppertaler Wissenschaftszentrums Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production[122] machte den Wuppertaler Tausch-Mob[123] erst möglich. Durch die Kooperationspartner[124] „Robin Wood,"[125] „NABU"[126] und „Utopia"[127] wird nicht nur die Möglichkeit geben, durch einen Verkauf zu spenden, sondern es steigt auch der Bekanntheitsgrad der Vereine bei den Benutzern der Plattform. Und das erhöht wiederum den Vermittlungserfolg und die Sensibilisierung der Kunden für den Umweltschutz. Ausserdem besteht die Möglichkeit für die Kunden mit einem Flyer[128] oder mündlich andere Personen über Netcycler zu informieren.

Frents.com

Frents kooperiert mit Amazon um die Kosten der Website zu finanzieren. Die Benutzer von Frents.com machen anderen Benutzern das Mieten von Produkten durch die Kooperation möglich. Durch die Kooperation mit Amazon wird auch die Beschreibung[129] eines Produkts einfacher und so die Benutzerfreundlichkeit erhöht. Durch die Kooperation mit UserVoice[130] existiert zudem ein Feedback-Forum für die Benutzer, welches zusätzlich die Nutzerfreundlichkeit erhöht.

Craigslist.org

Die Benutzer von Craiglist kooperieren miteinander um das umzusetzen, was Craigslist unter anderem vermittelt: gebrauchte Produkte. Durch die Kooperation mit dem Filmstudio IndieFlix[131] entstand ein Dokumentarfilm über Craigslist.org.[132] Die mediale Aufmerksamkeit durch den Film steigerte den Bekanntheitsgrad. Durch eine erhöhte Medienpräsenz könnte auch der Handel mit gebrauchten Produkten ansteigen. Craigslist führt auf der Dankliste[133] unter anderem Software-Programme[134] und Programmiersprachen auf, die verwendet wurden.

Partizipation

Netcycler.de

Bei Problemen mit Netcycler.de wenden sich die Benutzer an den Support, der die Meldungen auswertet und die Funktionen für die Benutzerfreundlichkeit bearbeitet.[135] Dadurch nehmen sie an der Optimierung der Funktionen teil. Auf dem Blog werden die Benutzer durch die Möglichkeit Kommentare zu hinterlassen in den Dialog zwischen Netcycler und dem Internetnutzer gebracht. Auch auf der Website Facebook können Kommentare zu dem Service von Netcycler veröffentlicht werden. Die Kommentare tragen somit Anteil an der Aussendarstellung der Firma. Netcycler fragt beim Versuch, die europäische Woche zur Müllvermeidung zu nutzen, um Tausch­Events zu starten, welche Event-Wünsche bei den Kunden vorhanden sind. Damit hat Netcycler die Kunden in die Planung mit einbeziehen wollen. Der Versuch die Benutzer miteinander in Kontakt zu bringen scheiterte allerdings an der geringen Reaktion der Benutzer.[136] Netcycler vermittelt Gebrauchswaren-Tauschvorschläge für ihre Kunden, durch ein Programm, das Tauschringe erzeugt. So wird mit Hilfe der Kundenwünsche[137] der Tausch unterstützt. Benutzer können Netcycler vorschlagen in welchen Ländern sie noch aktiv werden sollten.[138]

Frents.com

Die Benutzer können in dem Feedback-Forum ihre Meinung, Ideen und Kritik einbringen, um so an der Gestaltung des Warenaustauschportals beteiligt zu werden. Ausserdem kann man neue Kategorien vorschlagen, was die Nützlichkeit der Anwendung erhöhen kann. Durch das Eintreten in eine Gruppen, die bestimmte Produkte vermietet, können verschiedene Gebrauchsgegenstände effektiver nacheinander genutzt werden.

Craigslist.org

In dem Hilfe-Forum[139] ist die Partizipation zu gegenseitiger Hilfe bei technischen Problemen[140] und Fragen möglich.

4.4 Fazit

Freiraum für Ideen in Feedback-Foren kann einen Service optimieren, weil Probleme gelöst oder neue Ideen angeregt werden können. Probleme aus erster Hand sind die Quelle zur Verbesserung eines Services. So ergänzen sich die Serviceanbieter und Benutzer. Die Anbieter der Internetportale leisten die Vorarbeit für den Warenaustausch durch die Gestaltung. Die reale Produktweitergabe ist aber eigentlich das Ergebnis des Services. Und da der Kern durch die Benutzer umgesetzt wird, liegt es an ihnen, die Wahl zu treffen, welche Produkte und welche Warenaustauschform kombiniert werden. Es liegt wiederum in der Hand der Serviceanbieter die Wahl über den Provider, der den Speicherplatz für die Website bereitstellt, zu treffen. Im Folgenden werden nun die Beobachtungen über dieses Kapitel thesenartig zusammengefasst und ergänzt.

Die Analyse der Massnahmen zeigte die Erfüllung nachhaltiger Ergebnisse bei den Beispielen auf. An erster Stelle stehtNetcycler, an zweiterFrents und an dritter Craigslist.

Einerseits sind die Massnahmen und Methoden sicher kein Erfolgsrezept, was man an Craigslist sehen kann. Craigslist schnitt am schlechtesten ab, hat aber den grössten Erfolg und somit die meisten gebrauchten Produkte vermittelt. Andererseits wurde auch nicht der Beweis angetreten, dass ein Service, der die Massnahmen und Methoden, die aufdie nachhaltigen Leitfragen abzielen, erfolglos ist.

Die Massnahmen, das „Internetportal mit erneuerbaren Energien zu betreiben“, wurde von keiner der drei Serviceanbietern erfüllt, beziehungsweise es wurde nichtfür notwendig befunden, dieses zu kommunizieren.

Die Massnahme „Vermittlung von nachhaltigen Produkten oder und Produkte, die intensiver Nutzung standhalten, fördern“, wurde auch von keiner der drei Serviceanbietern erfüllt, was aber an dem Umstand liegen kann, dass die Benutzer die Produktauswahl bestimmen dürfen.

Die Methoden können sich auch schlecht aufdie Massnahmen auswirken, wie man am Beispiel Frents sehen kann. Frents versucht so viele Informationen und Kommunikation möglich zu machen, dass der Fokus aufdie wesentlichen Anwendungsfunktionen verloren gegangen ist.

Die Methode der Transparenz bewirkte durch die Kommunikation bei den Webportalen die meisten Massnahmen. Danach folgte die Kooperation, die qualitativ gemessen die wichtigste Massnahme ist, weil sie den Warenaustausch ermöglicht. Und dann folgt die Partizipation, die wegen des Feedbacks auf Anwendungsfunktionen starken Einfluss aufden Service hat.

Durch die Methoden Transparenz, Kooperation und Partizipation kann nur dann Nachhaltigkeit impliziert werden, wenn bei der Gestaltung auf die nachhaltigen Massnahmen geachtet wird. Was man an dem Beispiel der Kooperation mitdem UPSServicesehen kann.

Im Folgenden wird versucht die Fragestellung dieser Arbeit zu beantworten und kritisch zu reflektieren. Die Fragestellung lautet: Wie funktionieren Internetportale, die das Verkaufen, Tauschen und Vermieten von benutzten Produkten ermöglichen? Und wie können sie in Bezug auf die Nachhaltigkeit verbessert werden?

5. SCHLUSSFOLGERUNG

5.1 Warenaustauschportale und Nachhaltigkeit

Vermittlungsportale im Vergleich

Das Design bei Frents ist sehr ansprechend gestaltet. Die Funktionen zu der Suche nach Produkten, Orten und Kategorien überschneiden sich allerdings teilweise, was zu Irritationen führt. Bei Craigslist ist genau das Gegenteil der Fall. Die Funktionen sind klar, aber ein Design existiert eigentlich nicht. Design ist lediglich in Form von einer einfachen und notwendigen Gestaltung vorhanden, um die grundsätzliche Nutzung der Anwendungsfunktion zu ermöglichen. Netcycler ist ein Kompromiss, zwischen den beiden Plattformen, was die Formen- und Funktionsgestaltung anbelangt. Erstaunlicherweise ist das erfolgreichste Internetportal Craigslist auch die am schlechtesten gestaltete Website in Bezug auf das Weblayout ist. Zugleich ist Craigslist aber auch das älteste Warenaustauschportal der hier vorgestellten Beispiele, das auch die längste Zeit für die Etablierung hatte. Danach folgt an zweiter Stelle das Netzwerk Netcycler, dessen Gestaltung hier im Verhältnis zu den Funktionen am ausgeglichensten erscheint. Netcycler bringt Erfahrungen aus der Anwendung des Warenaustauschportals mit, weshalb sie die kritische Entwicklungs- und Einführungsphase auch schon realisierten. Frents hat vergleichsweise den geringsten Erfolg, obwohl die Gestaltung grundsätzlich die vielfältigste von den Beispielen ist. Der Nachhaltigkeitseffekt wird in der Analyse von Netcycler angeführt und kommt nach meiner Ansicht durch die aktiven Bemühungen durch die nachhaltige Gestaltung des Services zustande. Neben der formellen Planung von Nachhaltigkeit, zeigt besonders Craigslist, dass der informelle Charakter eines Services zum Erfolg führt. Bei Frents kann man beobachten, dass die Reduktion des Blicks auf die Anwendungsfunktionen und das Weblayout und dabei die Nachhaltigkeit scheinbar aus den Augen verloren haben. Das Vermieten wiederum in der Nachbarschaft, ist meiner Meinung nach die beste Nachhaltigkeitsstrategie.

Schwachstellen der Vermittlungsportale

Die Energie für die Webserver könnte erneuerbar sein. Es könnte die Vermittlung von nachhaltigen Produkten und/ oder Produkte, die intensiver Nutzung standhalten, gefördert werden. Die Einbindung von Partnern für nachhaltige Kooperationen ist ebenfalls ausbaubar. Anstatt Bewertungen mittels eines Statistikprogramms anzubieten (Netcycler), Abzeichen zu verteilen (Frents) oder auf Bewertung zu verzichten (Craigslist), wären Kommentare eine transparentere Möglichkeit Warenaustauschvorgänge zu beurteilen (Ebay).

Reflexion der Methoden und Massnahmen

Wird die Anwendbarkeit der Massnahmen betrachtet, stellt man fest, dass sie auf die Warenaustauschformen Verkauf, Tausch und Verleih mit gebrauchten Produkten abzielen. Die Methoden könnte aber in beinahe jeder Unternehmung angewendet werden. Da die Methoden aber auf nachhaltige Massnahmen ausgerichtet sind, wird angenommen, dass die Auswirkungen der Methoden ebenfalls nachhaltig sind. Genauer untersucht werden könnte das in einer qualitativen oder quantitativen Studie anhand von Fallbeispielen. Die Anwendungsbeispiele und Vorschläge der Methodengestaltung wurden in der Entwicklung nur exemplarisch aufgeführt. Die Massnahmen und Methoden sind in Hinsicht auf die Betrachtung der Fallbeispiele und deren augenscheinlichen Defiziten erstellt worden. Ob sie zu mehr Nachhaltigkeit führen, müsste in einer Studie bewiesen werden.

5.2 Kollaborativer Konsum im grösseren Kontext

Der kollaborative Konsum hat sich bis jetzt gegen den üblichen Konsum nicht durchgesetzt. Der Zuwachs des kollaborativen Konsums macht aber darauf aufmerksam, dass am gängigen Konsum das Ökosystem und somit auch der Mensch zu stark in Mitleidenschaft gezogen werden, weil der kollaborative Konsum zum Beispiel in Form des gebrauchten Produktaustauschs nachhaltig sein kann. Einige Konsumenten realisieren den kollaborativen Konsum als eine nachhaltige Alternative zu dem üblichen Konsum. Entscheidend ist dabei, dass die Vermittlungsportale vielen Menschen zugänglich sind und Kommunikation schnell und bequem geführt werden kann. Und nicht zuletzt realisieren die Konsumenten den kollaborativen Konsum auch gerne.

Dass der Wert eines Produkts mehr Ansehen durch den kollaborativen Konsum bekommen kann, ist ein weiterer Aspekt. Die Wertschätzung eines Produktes steigt, wenn man sieht, wie alt die Gebrauchsgüter teilweise sind, die auf Netcycler angeboten werden und dass sie trotzdem begehrte Produkte sind. Die Patina zeigt teilweise den guten Umgang der Eigentümer mit dem Produkt. Das Produkt soll nach dem Warenaustausch bei einem selbst auch noch lange im guten Zustand bleiben. Bei der Betrachtung von gebrauchten Produkten entstehen auch neue Kaufideen. Denn jede Betrachtung von Produkten, ob neu oder gebraucht, bedeutet generell Werbung für Produkte, die Bedürfnisse weckt. Aber durch den kollaborativen Konsum können Menschen in erster Linie dabei trotzdem eine Alternative finden, wie sie mit ihren Gebrauchsgüter-Konsum nachhaltiger umgehen können. Der Vorteil für den Konsumenten liegt einerseits beim niedrigeren Preis des gebrauchten Produkts andererseits in der bequemen Sichtung der Produkte über das Internet. Meiner Meinung nach kann es ein möglicher Nachteil sein, dass die Anbindung an soziale Netzwerke dazu führen könnte, dass die kommerziellen Anbieter Informationen über die Verhaltensweise von Benutzern mit ihren Produkten erfahren. Darum könnten sich kommerzielle Anbieter bemühen. Das ist aber ebenso eine persönliche Spekulation. Aber mit Sicherheit kann man sagen, dass der kollaborative Konsum mit seiner nachhaltigen und somit auch produktionsmindernden Wirkung kein ausschliesslich gewinnorientiertes Konzept ist. Elmar Altvater spricht sogar im Kontext von erneuerbaren Energien von einer Antihaltung gegenüber der Wirtschaft zur Nachhaltigkeit:

„Gegen alternative Ansätze einer solidarischen und nachhaltigen Ökonomie wirken sämtliche Institutionen des globalisierten Kapitalismus [,..].“[141]

5.3 Schlusswort

Warenaustauschportale Ausblick

Da im World Wide Web immer mehr Warenaustauschportale angeboten werden, müssten sich diese spezialisieren, um sich somit voneinander abzugrenzen und am Warenaustauschmarkt bestehen zu können. Wenn die alternativen Konsumkonzepte in der Zukunft stärker gefragt würden, dann wäre der Anspruch an die Produktvermittlungsanbieter höher, ihre Konzepte am Markt zu verteidigen. Möglicherweise wird es im Zuge dieser Entwicklung auch noch nachhaltigere Vermittlungsplattformen als Netcycler.de geben. Entscheidend bei allen Entwicklungen könnte der Preis von Rohstoffen und Energie sein. Wenn die Energiepreise stark steigen würden, wären auch Rohstoffe, die schon in Produkten verarbeitet sind, sehr gefragt. Darauf hin könnten Dienstleistungen entstehen, die gebrauchte Produkte einsammeln, um sie dem Warenaustausch zur Verfügung zu stellen. Damit könnten Konsumenten Zeit sparen und sich ohne schlechtes Gewissen von gebrauchten Produkten trennen. Selbst der Trend, dass mehr Produkte produziert werden, spricht für den virtuellen Warenaustausch, weil durch die immer kürzer werdenden Produktzyklen[142] [143] Produkte von neuen Produkten ersetzt werden und alte Produkte dafür nicht mehr benötigt werden.

Abschliessend lässt sich im Hinblick auf die gestellte Frage sagen, dass wenige wesentliche Unterschiede zwischen den vorgestellten Plattformen bestehen, zum Beispiel im Design. Viele Gemeinsamkeiten gibt es bei der Einbindung der Kunden. Bezüglich der Nachhaltigkeit haben alle Plattformen Nachholbedarf. Implizit macht die Warenaustauschplattform Craigslist.org den nachhaltigen Warenaustausch möglich. Explizit machen die Warenaustauschplattformen Frents.com und Netcycler.de den nachhaltigen Warenaustausch möglich. Die identifizierten Methoden und Massnahmen könnten ein erster Schritt sein, um die Nachhaltigkeit auch explizit auf den Plattformen zu stärken. Wenn sich im Zuge des kooperativen Konsums die „Benutzen statt Besitzen" Philosophie durchsetzt, könnte die Frage immer lauter werden: "Kaufe ich ein Produkt um es alleine zu besitzen?" Elinor Ostrom (2011), die die Thematik des gemeinschaftlichen Zugangs zu Gütern (Allgemeingut) erforscht, macht das Ergebnis einer Studie über kooperatives Verhalten von Menschen bekannt:

„Menschen stellen ihr Eigeninteresse zum Wohl der Allgemeinheit zurück, wenn sie davon ausgehen, dass sich auch andere kooperativ verhalten.'443

Die Transparenz der Warenaustauschaktivitäten auf den Warenaustauschportalen könnte die Benutzer vom Interesse der Warenaustauschteilnehmer in Kenntnis setzten, dass die Benutzergruppe ihre Käufe von neuen Produkten zu Gunsten des Umweltschutzes zurück stellten. Dadurch würden sich die Benutzer gegenseitig motivieren, ihre Konsumbedürfnisse zu reduzieren und zu elementarisieren. Das könnte eine Studie versuchen zu belegen.

QUELLENVERZEICHNIS

Literaturverzeichnis Altvater, Elmar (2006)

Das Ende des Kapitalismus wie wir ihn kennen. Eine radikale Kapitalismuskritik, 3. Auflage, Münster 2006

Botsman, Rachel/Rogers, Roo (2011)

What's Mine is Yours. How Collaborative Consumption is Changing the Way We Live, 2. Auflage, London 2011

Bosshart, David (2011)

The Age of Less. Die neue Wohlstandsformel der westlichen Welt, Hamburg 2011

Griesshammer, Rainer (2007)

Der Klima-Knigge. Energie sparen, Kosten senken, Klima schützen, Berlin 2007

Henkels, Jochen (1993)

Gesellschaftlicher Treffpunkt „Waschsalon". In: Gemeinsam nutzen statt einzeln verbrauchen. Eine neue Beziehung zu den Dingen, hrsg. v. Internationales Forum für Gestaltung Tagung 1992, Ulm 1993, S.142 ff.

Osterwalder, Alexander/Pigneur, Yves (2010)

Business Model Generation. A Handbook for Visionaries, Game Changers, and Challengers, Chichester 2010

Ostrom, Elinor (2011)

Was mehr wird wenn wir teilen. Vom Gesellschaftlichen Wert der Gemeingüter, München 2011

Rifkin, Jeremy (2000)

Access. Das Verschwinden des Eigentums, 2. Auflage, Frankfurt/Main 2000

Sammelband

Kristof, Kora/Nanning, Sabine/Becker, Chrisitane (2002)

Tauschringe und Nachhaltigkeit. In: Die Zukunft von Dienstleistungen. Ihr Auswirkung auf Arbeit, Umwelt und Lebensqualität, hrsg. v. Gerhard Bosch, Peter Hennicke, Josef Hilbert, Kora Kristof, Gerhard Scherhorn, Frankfurt/Main 2002, S. 374

Tagungsbänder Stahel, Walther R. (1993)

Intendant am Internationales Forum für Gestaltung Ulm, Gemeinsam nutzen statt einzeln verbrauchen. Eine neue Beziehung zu den Dingen, Ulm 1993, S. 23 ff.

Henkels, Jochen. (1993)

Gesellschaftlicher Treffpunkt „Waschsalon". In: Gemeinsam nutzen statt einzeln verbrauchen, 1992. Eine neue Beziehung zu den Dingen, Ulm 1993 S. 142 ff.

Checkliste

Krištof, Kora/Barthel, Claus (2002)

Ökoeffiziente haushaltsnahe Dienstleistungen im Handel - ein SchrittRichtung Nachhaltigkeit. In: Die Zukunft von Dienstleistungen. Ihr Auswirkung auf Arbeit, Umwelt und Lebensqualität, hrsg. v. Gerhard Bosch, Peter Hennicke, JosefHilbert, Kora Kristof, Gerhard Scherhorn, Frankfurt/Main 2002, S. 335

Essay

Erlhoff, Michael (1995)

Nutzen statt Besitzen,

Göttingen 1995

PDF's

Schriftreihen

Jasch, Christine/Hruada, Gabriele (2000)

Ökologische Dienstleistungen. Markt der Zukunft, Schriftenreihe 28/00 des Institut für ökologische

Wirtschaftsforschung

Wien 2000, S.91

Scholl, Gerd Ulrich/Hirschl, Bernd/Tibitanzl, Frank (1998)

Produkte länger und intensiver nutzen. Zur Systematisierung und ökologischen Beurteilung alternativer Nutzungskonzepte, Schriftenreihe 134/98 des Ökologische Entlastungspotentiale, Umsetzungsprobleme und Entwicklungsperspektiven von Strategien zur Nutzungsdauerverlängerung und Nutzungsintensivierung Heidelberg/Berlin 1998 S. 23

Berichte

Brundtlandbericht (1987)

Report of the World Commission on Environment and Development. Our Common Future, hrsg. v. World Commission on Environment and Development (Brundtland-Kommission) i.A. United Nations - General Assembly 1987, S. 24.

Enquete-Kommission (1994)

Die Industriegesellschaft gestalten. Perspektiven für einen nachhaltigen Umgang mit Stoff- und Materialströmen, hrsg. v. Enquete-Kommission: Kommission für Schutz des Menschen und der Umwelt, Bonn 1994

KeepingTrack (2011)

Keeping Track of Our Changing Environment. From Rio to Rio+20 (1992-2012), hrsg. v. United Nations Environment Programme Nairobi 2011, S. 16, S. 40 & S. 50

Internetseiten

Alle Websites wurden zuletzt am 19. Februar2012 aufgerufen.

www.Netcycler.de

http://blog.netcycler.de

http://support.netcycler.com/forums/255922-faq-haufig-gestellte-fragen?locale=8 www.Frents.com

http://www. frents.com/about.html

http://frents.uservoice.com/forums/42817-frents-feedback www.Craigslist.org

http://www.craigslist.org/about/help/de

https://forums.craigslist.org/?forumID=9&areaID=1

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: http://market.swap.com/haves/casauri-aol-laptop-bag-stealfinder-661914

Abbildung 2: http://wwwnetcycler.de/thing/roller-akzeptabel/e8gjet44002/?lang=de-de

Abbildung 3: http://www.frents.com/item/Fitness-Laufen/Apple-Nike-iPod-Sport-Kit-Modell-2010- MA365ZM-E.html?itemId=1076734&sortByRentalPrice=true&cid=322009

Abbildung 4: http://losangeles.craigslist.org/sfv/mob/2834901285.html

Abbildung 5: http://www.thisisjanewayne.com/news/2011/08/30/zum-nehmen-und-geben-die- gift-box/

Abbildung 6: eigene Abbildung

Abbildung 7: http://www.njuuz.de/beitrag11322.html

Abbildung 8: http://de.airbnb.com/rooms/204418

Abbildung 9: http://www.kleiderkreisel.de/kleidung/damenmode/oberteile-und-t-shirts/blusen/3304422- karierte-bluse-slash-hemd-mit-ruschen-barock-stil-tom-tailor

Abbildung 10: https://www.nachbarschaftsauto.de/cars/details/639 Abbildung 11: http://leih-ein-buch.de/index.php?&action=buecherdetails&bookid=1160

Abbildung 12: http://www.netcycler.de/browse/?type=offer

Abbildung 13: http://www.frents.com/member/groups/viewGroup.html? accountGroupId=100251&apage=1&itemSort=title&ipage=1&accountSort=distance# Abbildung 14: http://berlin.en.craigslist.de/sss/

Abbildung 15: http://www.netcycler.de/thing/anzug-48-trachtenanzug-einfarbig-dunkelgrun- gut/ej5rtg1001/?lang=de-de Abbildung 16: http://www.frents.com/index.html Abbildung 17: http://geneva.craigslist.ch/

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: eigene Darstellung Tabelle 2: eigene Darstellung

ANHANG

Reflexion

Diese schriftliche Reflexion soll meine Erfahrungen transparent machen, die im Arbeitsprozess nicht sichtbar sind. Dazu äussere ich mich offen und ehrlich zu meinen Erlebnissen während meiner Master Thesis. Die Arbeit an der Master Thesis dauert vom Februar bis zum Juni 2012. Das Thesis Abschlussprojekt ist in einen praktischen (Projekt) und einen schriftlichen Teil (wiss. Text) unterteilt.

Was bedeutet der Text für die praktische Arbeit und die praktische Arbeit für den Text?

In dem Projekt „SALZ & BROT Umzug" ging es mir zu Beginn um einen nachhaltigen Umzug. Nach der genaueren Betrachtung von Umzügen stellte ich fest, dass ein Umzug das Leben immer nachhaltig verändert. Weiter wollte ich mich stärker auf den Umweltschutzaspekt konzentrieren und begann mir Dienste auszudenken. Doch dann schrieb ich meine Thesis die mich auf andere Gedanken brachte. Bei den Recherchen zu dieser Arbeit stellte ich nämlich fest, dass keine Dienstleistung mit dem Verbrauch von neuen Produkten die Lösung ist, sondern ein vorhandenes Produkt weiter am „Leben" zu erhalten. Ausserdem fand ich bei der Auseinandersetzung mit dem Begriff Nachhaltigkeit heraus, dass der Begriff aus der Forstwirtschaft kommt, in der Wirtschaft seinen grossen Hype hatte, und nun langsam in den Kontext des Menschen als soziales Wesen rückt. Weshalb ich mir dann auch die Frage stellte: Was macht mein Umzugsservice direkt für das soziale Wohlergehen meiner Kunden? Dann entschloss ich mich es mit einem Kennlern-Spiel, das ich von Christoph Zellweger kannte, zu versuchen. Das Experiment „Speedfriend" ist geglückt und deswegen wird das Spiel als der Serviceteil „vernetzen" angeboten. Ob der Service nachhaltig ist, liegt bei dem Letzteren selbst. Denn jede Person entscheidet selbst nach dem Kauf eines gebrauchten Produkts selbst, wie sie oder er es nutzt und behandelt bzw. ob die neuen Bekannten zu engeren Bekannten werden. Denn diese Aktivitäten gehen von den Personen aus, deren Veränderung ich nur anregen kann.

In der schriftliche Thesis setzte ich mich mit dem Thema auseinander, wie Dienste Menschen dabei unterstützen im Internet ihre gebrauchte Güter an eine neue Besitzerinn oder Besitzer zu vermitteln. Das hat mich dazu inspiriert in der praktischen Thesis den Recycling-Service zu entwickeln und als einen von drei Serviceteilen anzubieten. Bei dem Service werden Gebrauchsgüter up-gecycelt (aufgewertet), repariert, verkauft, als tauschbar deklariert, verschenkt oder fachgerecht entsorgt. Der kooperative/ kollaborative Handel passiert virtuell auf der Homepage des Umzugsservices , in sozialen Netzwerken und real in einem dafür eigens gestalteten Trash-Design Shop in Basel. Durch die Auseinandersetzung in der schriftlichen Thesis habe ich verstanden, dass man das Ökosystem, das die Menschen zum Leben brauchen, vor allem durch die Weiterverwendung von gebrauchten Produkten schützen kann.

Ausserdem erschloss sich mir bei den Recherchen der Nachhaltigkeitseffekt des Tauschhandels. Den die Option, Geld zu sparen durch den Tausch von unbeliebten Produkten mit einem begehrten Produkt, ist ein Anreiz Gebrauchsgegenstände zu schätzen, zu pflegen und sich von ihnen mit „Gewinn" wieder zu trennen. Laut der Umzugs AG Studie werden in Deutschland jährlich 38,7 Milliarden Euro für umzugsbedingte Ausgaben verwendet. Hauptsächlich würde das Geld für Lampen, Möbel, Teppiche und Accessoires ausgegeben werden. Auch beim nächsten Umzug sind Neukäufe hauptsächlich in dieser eben genannten Produktgruppe wieder in Planung.[144] Die schriftliche Arbeit hat mich dazu angeregt, den privaten Handel von Gebrauchsgegenstände durch ein Bonussystem zu unterstützen. Das ist nun der Serviceteil Tauschen.

Während der Auseinandersetzung mit der Zielgruppe nutze ich zum Beispiel kleine Experimente, um die drei Serviceteile zu testen. Mit Jonas A. testete ich den Recycel Service, wobei ich seine Produkte an ein Atelier und an zwei Brokenstuben verschenkte. Ausserdem vermittelte ich über das Internet dem Versuchskunden Jonas A. Käuferinnen von drei weiteren Produkten. Mit Nora G. testete ich neben dem Umzug, den Trash-Design Shop, in dem ich ihre Second-Hand Produkte dort zum Kauf anbot. Es wurden auch zwei Gegenstände verkauft. Ausserdem tauschten meine Umzugshelfer (Thomas C. und Lea B.) mit Nora G. Arbeit gegen Essen und Trinken. Und Nora G. gab mir die Rechte an den Dokumentationsfotos und einigen gebrauchten Produkten, wofür ich den Umzug organisierte und die Kleintransportbusmiete zahlte. Durch die Auseinandersetzung mit der Praxis ergaben sich für mich drei Erfahrungen, die das Wissen aus der schriftlichen Thesis wesentlich ergänzten.

Zum Einem wird der Tausch erst dann wichtig, wenn er im Leben dringend gebraucht wird, wie im Falle eines Wohnungswechsels ohne grosses Budget. Zum Anderen ergab sich aus der praktischen Arbeit die Erfahrung, dass Produkte und Dienstleistungen auch miteinander getauscht werden können. Die letzte und gleichzeitig wichtigste Erfahrung ist die Tatsache, dass persönliche Kontakte bzw. die soziale Vernetzung die nachhaltige Entwickelung im Kontext der gebrauchten Produktvermittlung erst möglich machen bzw. macht.

Für die Zukunft hat mir die Master Thesis in vielerlei Hinsicht Türen geöffnet. Zunächst verstehe ich nun genau, warum ein persönliches Netzwerk für einen lokalen kooperativen Konsum im Gegensatz zum virtuell organisierten Konsum von zentraler Bedeutung ist. Diverse Versuche haben mir gezeigt, dass Interesse daran besteht für einen kooperativen Handel zusammengebracht zu werden. Zwei Personen boten in meinem Versuch der virtuelle Brokenstube (Trödelladen) sogar unaufgefordert ihre Produkte den anderen Gruppenmitgliedern an. Ich habe, wie oben schon erwähnt, auch real gebrauchte Produkte an Private und Geschäftsleute vermittelt. Durch diese Erfahrungen kann ich mich mit der Idee des Zweiten-Hand-Marktes (Secondhand) identifizieren. Somit ergeben sich für mich in der Zukunft verschiedenste Szenarien, wie ich mit diesem gewonnen Wissen und dem guten Gefühl es anzuwenden weitermachen kann. Ich kann privat, angestellt oder selbstständig Menschen dabei helfen kooperativ zu konsumieren oder ich vertiefe mein wissenschaftliches Wissen über ein Thema in dem Kontext „Vermittlung von gebrauchten Produkten." Was mir auch als wichtig erscheint, ist die Reflexion über Gelerntes. Denn diese ist es, die den Gedanken zulässt, welche Erkenntnis gewonnen wurden und welches Problem sich dabei ergaben. Durch eine Reflexion kann man Probleme bewusst wahrnehmen, sich Aufgaben stellen und somit auch leichter bewusst lernen.

Welche Lehren ergaben sich aus der schriftlichen und der praktischen Master Arbeit?

Kooperationen, die Personen zusagten und dann nicht einhielten, mussten schnell durch kompetentere Personen ersetzt werden. Dazu bat ich oft viele Personen um Unterstützung. Dazu habe ich folgende Kanäle genutzt:

E-Mail, Website von der Uni Basel, Ron Orp (ein Stadt Newsletter), Pinnwände und das Telefon, um mir bekannte und unbekannte Personen zur Projektunterstützung dazuzuholen. Und dies für diverse Aufgaben: Feedback, Brainstorming, Prototypen Test und Analyse. Ich habe also nicht aufgegeben, sondern mich intensiv um ihre

Mitarbeit bemüht. Eine wichtige Erkenntnis war es, zu lernen, wie man sich auch bei grosser persönlicher Enttäuschung fest vornimmt weiter zu machen, den Plan zu realisieren und die Absage nicht persönlich nimmt. Die Lösung lag also darin Ersatz zu finden.

Meine Freude Projektideen und Geschäftsideen zu kreieren und bei Nichtrealisierbarkeit wieder zu verwerfen führt oftmals zu einem Verlust von Vorhaben. Den mit dem Verwerfen von Ideen einhergehenden Strukturverlust wieder auszugleichen ist oftmals sehr zeitaufwendig. Damit mir das in der MA Thesis nicht passiert, entschloss ich mich dazu eine unverrückbare Säule aufzustellen, den Umzugsservice. Im laufe des Projekts entschloss ich mich dennoch den Umzug als Anlass für die drei Dienste „Recycling", „Tauschen" und „Vernetzen" zu nehmen. Mit diesen drei Serviceangeboten löste ich das Problem des Nachhaltigkeitsanspruchs meinerseits an die Dienstleistung. Denn ich ordnete die mir aus der Recherche bekannten Bereiche Umwelt,- Wirtschafts,- und Sozialverträglichkeit den drei Diensten zu. Damit löste ich den Versuch auf, die Möbelspedition möglichst Co2 arm zu gestalten. Denn der Verbrauch von Co2 bei der Neuwarenherstellung ist grösser, als beim Umzugstransport.

Ich hatte das Problem, dass ich ohne Führerschein und ohne die Kräfte des Seemann's Poppey, keinen Umzug alleine umsetzten kann. Mir wurde schnell klar, jetzt muss ich damit anfangen mit anderen Personen über mich, mein Projekt und meine benötigte Hilfe zu sprechen. Meist bin ich diejenige, die stets sehr gern geholfen hat. Diese Angewohnheit trainiere ich mir gerade ab. Nun helfe ich nur noch dann, wenn ich dazu konkret um Hilfe gebeten werde. Es war an der Zeit, dass ich zugab, dass ich Hilfe brauchte. Und ich verstand: Ich musste zuerst sagen was ich benötige, um Unterstützung zu finden.

Vor der MA Thesis wollte ich ein Projekt, das unternehmenstauglich ist. Zu Beginn der MA Thesis wollte ich noch für mich den Service Design Prozess am Beispiel des Umzugsprozesses erlernen. Dann den Projektoutput unentgeltlich zu Verfügung stellen. Nach dem ich wieder zu der Unternehmensidee zurückkehrte, sagte mir Karin W. mit Nachdruck, dass das Projekt so hochgradig sozial ist und sich nicht rentieren würde. Darüber muss ich noch nachdenken, denn das Projektthema Umzug hatte ich mir zuvor mit selbst gestellten Kriterien ausgewählt (Gesellschaftsrelevanz, Unternehmenstauglichkeit, Spass usw.)

Ich definierte die Kriterien in Hinblick auf die Zukunft. Und der Motor war die mögliche Selbstständigkeit mit der Umzugsdienstleistung. Das merkte ich daran, dass sich plötzlich alle privaten Bedürfnisse hinter dem Projekt anstellten. Nun hat sich aber der Serviceschwerpunkt mittlerweile vom Umzugsdienst zu der Erfüllung des Nachhaltigkeitsanspruch verschoben. Das Ziel zu lernen, wie ich einen Service nach dem Service Design Prinzip innoviere, ist mir allerdings nebenbei, in meinen Augen, geglückt.

Bei der Auseinandersetzung über meine schriftliche Thesis, hätte ich mir durchaus mehr Treffen und inhaltlich eine tiefere Auseinandersetzung vorstellen können. Schlussendlich ist aber die Idee der Thesis die selbstständige Bearbeitung eines Themas. Schön wäre es gewesen der von mir ausgehende Versuch hätte geklappt, einen schriftlichen oder mündlichen Dialog mit externen Dozierenden zuführen, die sich auf einem ähnlichen wissenschaftlichen Niveau mit meinem Thema befassen. Dazu müsste allerdings das Exposé viel früher besprochen und das Thema viel früher feststehen. Denn institutsfremde zu einem Dialog zu gewinnen braucht Zeit in vielerlei Hinsicht. Ausserdem wurde mir bewusst, dass die vorhanden Gesprächstermine mit internen Dozierenden, die von aussen festgelegt wurden, meinem Arbeits- und Schreibrhythmus eher schlechter gerecht werden konnten, als meine frei gewählten Termine, mit meiner externen Mentorin Frederike Hoffmann.

In der Kommunikation meines Vorhabens und meiner Ideen habe ich mich verbessert. Lea B., eine Mitarbeiterin meines Projekts, zeigte sich kooperativ was die Mitbenutzung ihres Raumes betraf, der wiederum ihr Bachelor Projekt am HyperWerk (FHNW) ist. Deshalb nutzte ich die Gelegenheit, das offene Atelier „JETZT" für meine Zwecke zu nutzen. Zum Einem nutze ich die Gelegenheit und eröffnete einen Trash-Design-Shop. Zum Anderen fand in dem Raum das „Speedfriend" (Vernetzungstreffen) statt. Ausserdem bot ich drei Wochen im JETZT am Dienstagabend zwei Stunden einen „Trash-Design" Workshop an, der von Tai S. schon genutzt wurde. Ausserdem konnte ich bei den zwei Versuchs-Umzügen drei freiwillige Helferinnen überzeugen, sich bei beim nächsten Umzug „einstellen" zu lassen (Sabina R., Thomas C. und Lea B.)

Ausserdem zeigten sich Heinz und Moritz S. begeistert, gegebenenfalls Schreinerarbeiten für Kunden anzufertigen.

Im Bereich Marketing fiel es mir leichter als früher zu gestalten und Werbetexte zu schreiben. Im Managementbereich ging mir nicht leichter von der Hand, Treffen zu organisieren und Abläufe zu planen. Den grössten Durchbruch habe ich jedoch in meiner Art zu präsentieren erlebt. Die freiwillig absolvierte Zwischenpräsentation hat mir zum ersten mal grosse Freude bereitet. Spass hatte Vroni H. bei meiner Präsentation, die nach dieser zu mir sagte, die Präsentation wäre sehr unterhaltsam gewesen. Sicher lag meine lockere Art auch an dem Gelingen meines Projekts.

Ein negatives Erlebnis war der Kommentar von Axel Vogelsang, dass sich meine erste Version der schriftlichen Thesis wie ein Glossar lese. Daraufhin konnte ich einfach beim besten Willen nicht auf einem Haus mit einem zerrissenen Fundament bauen. Deswegen beschloss ich mich seiner Kritik voll und ganz zu stellen und überlegte noch einmal grundsätzlich was ich in dem Text überhaupt beweisen wollte. Den Text dann ohne Sichten und Korrigieren durch eine dozierende Person abzugeben, ist mein riskantester Alleingang.

Positiv war es, dass ich mich selbst offener gegenüber anderen Personen erlebte. Sowohl persönlich als auch auf das Projekt bezogen. Wenn ich mich anderen Menschen öffne, ist es leichter mir die Meinung von anderen Personen zu Herzen zu nehmen. Neben den vielen Tests erhielt ich auch in den beiden Workshops in Basel und in Luzern Feedback auf mein Pojekt. Ausserdem habe ich mich der Kritik gerne gestellt, weil sie mir die Einsicht in die Kundenperspektive bot. Das war z.B. bei meinem Entrümplungsversuch Jonas A., bei meinem Fahrradanhänger-Umzugsversuchs mit Lea B., bei dem Speedfriendversuch und bei dem dreiteiligen Service Prototypentest Nora G.

Positiv war auch, das ich merkte wie hilfreich es ist, negative Kritik anzunehmen. Deswegen konnte ich Empfehlungen und Anregungen folgen, die für mein weiterkommen sehr wichtig waren. Ich war nun bereit, diese anderen Ansichten zu unterschiedlichsten Bereichen in meine Entscheidungen und in mein Projekt aufzunehmen. Der Serviceprozess und seine einzelnen Teile haben sich durch Kritik von diversen Leuten leicht verändert und dadurch verbessert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Brokenstubengruppe Basel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Meine Aktivität auf Frents.com

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Entwurf zum Online-Shop auf der Webiste Salzundbrot.ch

Co Design Workshop in Basel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Trash-Design Schwein Recycling vor dem Umzug

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Modelle für einen Fahrradanhänger

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Speedfriend Versuch im JETZT

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Medienpräsenz des gemeinschaftlichen Konsums

Diese Liste istnur ein Ausschnitt der deutschsprachigen Medien über den gemeinschaftlichen Konsum.

Alle Websites wurden zuletztam 9. Februar2012 aufgerufen.

Fernsehsendungen

http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/forum/internethandell01.html

http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/156802/index.html (davon Video

http://www.youtube.com/watch?v=K_2_ajqgr9E)

Zeitungen

http://wwwzeit.de/2011/51/Meins-ist-Deins

http://www.tagesspiegel.de/berlin/geschenkt-givebox-projekt-schenken-ist-dasneueshoppen 4571686.html

http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/online-verleihplattformen-teilen-fuer-fortgeschrittene- 11583144.html

http://www.collaborativeconsumption.com/buzz-andpress

Enorm_Meins_ist_Deins3.0_Jun.pdf

Web

http://reverbmag.de/2011/11/the-collaborative-living-teil-1

http://www.geo.de/GEO/kultur/gesellschaft/68332.html

http://wwwfuereinebesserewelt.info/meins-ist-deins-das-zeitalter

http://www.fastcompany.com/tag/the-sharing-economy

http://wwwimpulse.de/management/:Ende-der-Wegwerfgesellschaft--Nutzenstattbesitzen 1022982.html

Radio

http://www.drs2.ch/www/de/drs2/319083.hoerpunkt-anders-wirtschaften.html

http://soundcloud.com/info-858/meins-ist-deins-wie-tauschen

Die Liste des virtuellen gemeinschaftlichen Konsums

Diese Liste ist nur ein Ausschnitt des international vorhanden Angebots. Die Websites sind nach den Bedürfnisfeldern im Handel sortiert.

Essen und Trinken

Garten

http://www.communitygarden.org

http://wwwlandshare.net

http://wwwmeine-ernte.de

http://wwwprinzessinnengarten.net

http://www.gartendeck.de

http://www.urbanacker.net

http://www.urbangardenshare.org

http://www.landshare.net

http://www.sharedearth.com

http://www.sharingbackyards.com

Essen

http://www.grubwithus.com

https://www.gobble.com

Lebensmittel

http://www.coopdirectory.org http://www.coops.bombina.net/wiki/Hauptseite Küche und Essraum http://www.gekreuztemoehrchen.de

Bauen und Wohnen

http://www.homelink.de

http://www.haustauschferien.com

http://www.homeforhome.com

http://www.airbnb.com

http://www.9flats.com/de

http://www.couchsurfing.org

https://www.tripping.com

http://www.homelink.de

http://www.gloveler.de

http://www.wg-zimmer.ch

Bekleidung

Kleider

http://www.klamottentausch.net

http://www.swapinthecity.com

http://www.kleiderkreisel.de

http://www.i-ella.com

Taschen

http://www.bagborroworsteal.com

Körper und Gesundheit

http:// www.callabike-interaktiv.de

http://www.bcycle.com

http://www.en.velib.paris.fr

Kinder

http://www.thredup.com

http://www.rent-a-toy.com

http://www.dimdom.fr

http://www.babyplays.blogspot.com

http://www.zwaggle.com

Freizeit und Kultur

Film

http://www.netflix.com

Bücher

http://www.bookcrossing.com

http://www.bookmooch.com

Mobilität

Autos

http://www.autonetzer.de

http://www.zipcar.com

http://www.tamyca.de

https://www.rent-n-roll.de

https://www.nachbarschaftsauto.de

http://www.whipcar.com

http://www.getaround.com

https://www.relayrides.com

http://www.car2go.com

http://www.stattauto.com

http://www.cambio-carsharing.de

http://www.greenwheels.de

https://www.drive-now.com

Mitfahrgelegenheit

https://www.flinc.org

http://www.mitfahrgelegenheit.de

http://www.mitfahrangebot.de

http://www.mitfahrzentrale.de

http://www.mifaz.de

http://www.public.zimride.com

Büros/Arbeitsräume

http://www.coworking.de

http://www.loosecubes.com

http://wwwliquidspace.com

http://www.offene-werkstaetten.org

Diverse Gebrauchsgüter

http://www.frents.com

http://www.neighborgoods.net

http://www.beta.neighborrow.com

http://wwwleihdirwas.de

http://www.zilok.com

http://www.snapgoods.com

http://www.my.freecycle.org

http://www.netcycler.de

http://www.market.swap.com

http://www.makeupalley.com

http://www.sharesomesugar.com

Geld

http://www.zopa.com

Tauschbörsen

http://www.tauschring.de

http://wwwde.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Internet-Tauschb0rsen

Tauschen von Arbeitszeit

http://www.tauschnetz.ch

http://www.exchange-me.de

http://wwwmindmyhouse.com

http://www.taskrabbit.com

http://www.skillshare.com

http://www.exchange-me.de

Gebrauchte Produkte werden in Gratis-Boxen und Umsonst-Läden verschenkt.

Checkliste mit Leitfragen zur Beurteilung von Dienstleistungen hinsichtlich Nachhaltigkeit nach Krištof und Barthel (2002).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Zusammenstellung, nach Enquete-Kommission 1994

Massnahmen und Methoden zur leichteren Handhabung (eigene Darstellung).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Die abgeleiteten Massnahmen nach den Leitfragen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Methoden, denen die Massnahmen zugeordnet sind.

[...]


[1] Erlhoff 1995, S.28.

[2] Brundtlandbericht 1987, S. 24.

[3] Bericht von der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung.

[4] Keeping Track 2011, S. 16, S. 40 & S. 50.

[5] Das World Wide Web macht seit dem Jahr 1995 den Zugang zum Internet für Menschen von zu Hause aus möglich.

[6] Nach der hier verwendeten Definition von Nachhaltigkeit ist der kollaborative Konsum nachhaltig.

[7] Grimm & Kunze, 2011 S. 16 ff.

[8] Bosch, Hennicke, Hilbert 2002, S.335.

[9] Leasing eines Autos durch eine Firma oder einer Privatpersonen bei einer Firma. Oder der Buchverleih durch eine staatliche Bibliothek an eine Privatperson.

[10] http://www.lets-muenchen.de/history.html Zugriff am 9.02.2012.

[11] Becker, Kristof & Naning 2002, S. 372 f.

[12] Becker, Kristof & Naning 2002, S. 380.

[13] Becker, Kristof & Naning 2002, S. 371 f.

[14] Becker, Kristof & Naning 2002, S. 371 f.

[15] Becker, Kristof & Naning 2002, S. 375 f.

[16] Becker, Kristof & Naning 2002, S. 371.

[17] Aus dem Marketing als effektive Werbung bekannt, die „Mouth to Mouth" Strategie.

[18] Zum Beispiel der berliner Trödelmarkt auf der Strasse des 17. Junis.

[19] http://systemfehler-berlin.de.vu Zugriff am 9.02.2012.

[20] http://www.hamburg-bist-du.de/tauschkiste.html Zugriff am 9.02.2012.

[21] http://blog.netcycler.de/2011/11/02/heute-wird-gefeiert Zugriff am 9.02.2012.

[22] So wird der persönliche C02 Verbrauch seit einer Umweltschutzkampagne bezeichnet.

[23] http://www.netcycler.de/page/about Zugriff am 9.02.2012.

[24] http://blog.netcycler.de/tag/so-funktioniert-netcycler Zugriffam 9.02.2012.

[25] http://blog.netcycler.de/category/netcycler/tauschen Zugriffam 9.02.2012.

[26] Interview mit dem Gründer Philipp Sebastian Rogge http://www.youtube.com/watch?v=bhhkPUXHvGs&feature=related Zugriff am 9.02.2012.

[27] Das Wort „Frents“ ist eine Mischung aus dem Wort „rent“ (leihen) und dem Wort „friends“ (Freunde).

[28] http://netzwertig.com/2010/03/12/frents-berliner-startup-launcht-social-network-fuer-sachen/ Zugriff am 9.02.2012.

[29] Ein Beispiel dafür ist das Video über die Geschichte „Der kleine Prinz“ zu dem gleichnamige Buch von Antoine De Saint-Exupéry http://www.youtube.com/watch?v=AHE_acb9bYE&feature=player_embedded#! Zugriff am 9.02.2012.

[30] Ein Beispiel dafür ist die Gruppe „Schwimmen“ http://www.frents.com/member/groups/viewGroup.html? accountGroupId=121063&apage=1&itemSort=distance&ipage=1&accountSort=distance Zugriff am 9.02.2012.

[31] Ein Beispiel dafür ist die Gruppe „Coworking Cologne“ http://www.frents.com/member/groups/viewGroup.html? accountGroupId=165438&apage=1&itemSort=distance&ipage=1&accountSort=distance Zugriff am 9.02.2012.

[32] Ein Beispiel dafür ist die Gruppe „Heidelberg“http://www.frents.com/member/groups/viewGroup.html? accountGroupId=559950&apage=1&itemSort=distance&ipage=1&accountSort=distance Zugriff am 9.02.2012.

[33] http://www.craigslist.org/about/factsheet Zugriff am 9.02.2012.

[34] http://www.craigslist.org/about/expansion Zugriff am 9.02.2012.

[35] http://www.facebook.com/pages/Craigslist/74561112489?sk=info Zugriff am 9.02.2012.

[36] http://www.alexa.com/siteinfo/craigslist.org#reviews Zugriff am 9.02.2012.

[37] Beispielsweise gibt es die Themenfelder Gemeinschaft, Persönliches, Arbeit und Unterkünfte.

[38] http://www.craigslist.org/about/best/all/ Zugriff am 9.02.2012.

[39] Barthel und Kristof (nach den „Enquete Kommissionszielen" von 1994) 2002, S. 355.

[40] Zum Beispiel: „Gemeinsam nutzen - staatliche Förderung, staatliche Hemmnisse" oder „Was heisst Eigentum".

[41] Beispiele dafür sind die Gestaltungsansätze für einen Waschsalon und ein Kombinationssystem für den Verkehr von Lastkraftwagen und Zügen sowie das Projekt „Sammeltaxi", das sich für ein Stipendiat des IFG bewarb.

[42] Bosshart bezeichnet mit dem kollaborativen Konsum das gemeinschaftliche Einkaufen, Nutzen, Kontrollieren und Entsorgen (Bosshart 2011, S.150).

[43] Scholl, Hirschl, Tibitanzl 1998, S. 23.

[44] Botsman & Rogers 2011, S. 73.

[45] Beispiele für soziale Netzwerke sind Facebook, Twitter oder StudiVZ.

[46] Bosshart 2011, S. 150.

[47] Zum Beispiel durch chemische Abfälle.

[48] Botsman und Rogers 2011, S.107.

[49] http://blog.netcycler.de/tag/netcycler-experience/ Zugriff am 9.02.2012.

[50] http://news.bbc.co.uk/2/hi/5167388.stm Zugriff am 9.02.2012.

[51] MacDonald 2007 S.10.

[52] Henkels 1993, S.142.

[53] Jasch & Hruada 2000, S. 91.

[54] http://www.darmstadt-online.de/waschsalon/salon.htm, http://www.trommelwirbel.de/ausstattung.php, http://www.waschsalon- chemnitz.de/waschsalon_chemnitz/content/ausstattung.html Zugriff am 9.02.2012.

[55] Griesshammer 2007, S. 146.

[56] Barther & Kristof in Hrsg. 2002, S.331.

[57] Barther & Kristof 2002, S.335.

[58] Hrsg. Enquete-Kommission des deutschen Bundestages 1994.

[59] http://www.servicedesigntools.org/tools/10 Zugriff am 9.02.2012.

[60] „Free! Why $0.00 is the Future of Business“ http://www.wired.com/techbiz/it/magazine/16-03/ff_free?currentPage=all Zugriff am 9.02.2012.

[61] Beispiele dafür sind: www.netroom.de,www.biohost.de und www.greensta.de Zugriff am 9.02.2012.

[62] Kristof& Barthel 2002, S.355.

[63] http://www.netcycler.de/page/about/ Zugriff am 9.02.2012.

[64] http://www.wiwo.de/erfolg/gruender/gruene-pioniere-umweltdaten-leihgegenstaende-und-oel-aus-reifen/6021460-10.html Zugriffam 9.02.2012.

[65] Ein Startup ist ein neu gegründetes Unternehmen.

[66] Botsman & Rogers 2011, S. 75.

[67] Durch Methodengestaltung werden Methoden definiert, die den Massnahmen entsprechen.

[68] Im Anhang auf der letzten Seite befinden sich die Massnahmen und Methoden auf einer ausklappbaren Doppelseite zur besseren Handlichkeit.

[69] http://support.netcycler.com/entries/307050-was-kann-ich-auf-netcycler-tauschen?locale=8 Zugriff am 9.02.2012.

[70] Entgeltmussgespendetwerden.

[71] http://support.netcycler.com/entries/307050-was-kann-ich-auf-netcycler-tauschen Zugriff am 9.02.2012.

[72] http://support.netcycler.com/entries/307024-wie-finanziert-sich-netcycler Zugriff am 9.02.2012.

[73] http://blog.netcycler.de/2011/07/07/mehr-freizeit-weniger-stress-mit-der-netcycler-express-1-0-iphone- app Zugriff am 9.02.2012.

[74] Magic™ Software von Netcycler.

[75] Produktbeschreibung erst nach Anmeldung einsehbar.

[76] Bei einem Netcycler Facebook- und Twitteraccount.

[77] http://www.facebook.com/events/217722674930136/ http://blog.netcycler.de/2012/01/11/tauschmob/ Zugriff am 9.02.2012.

[78] Treffen von vielen Menschen für eine gemeinsame Aktivität, die meist über das Web 2.0 organisiert werden.

[79] http://blog.netcycler.de/2012/01/11/tauschmob/ Zugriff am 9.02.2012.

[80] http://blog.netcycler.de/2011/11/30/weihnachtsfreude-mit-weniger-konsum/ Zugriff am 9.02.2012.

[81] http://blog.netcycler.de/category/netcycler/tauschen/ Zugriff am 9.02.2012.

[82] http://www.netcycler.de/thing/videospiele-fear-effect-playstation-1-gut/jrgkdk16001/?lang=de-de Zugriff am 9.02.2012.

[83] http://support.netcycler.com/entries/306883-wie-kann-ich-meine-treffpunkte-bearbeiten Zugriff am 9.02.2012.

[84] http://www.frents.com/about.html Zugriff am 9.02.2012.

[85] http://www.frents.com/about.html Zugriff am 9.02.2012.

[86] http://www.frents.com/faq.htmltta16 Zugriff am 9.02.2012.

[87] Hier mit einem Facebookaccount. Zugriff am 9.02.2012.

[88] http://www.frents.com/model/Krimi-Thriller/Rita-Falk-Winterkartoffelknoedel-Ein-Provinzkrimi.html?modelId=4486209 Zugriffam 9.02.2012.

[89] http://www.frents.com/model/Krimi-Thriller/Jussi-Adler-Olsen-Erbarmen-Thriller.html?modeHd=1085829 Zugriffam 9.02.2012.

[90] http://www.frents.com/index.html Zugriff am 9.02.2012.

[91] Kann man erst nach Anmeldung bei der Produkt Erstellung einsehen.

[92] http://www.frents.com/documents/frents_Leihvertrag_Vorlage.pdf Zugriff am 9.02.2012.

[93] http://www.frents.com/model/Krimi-Thriller/Jussi-Adler-Olsen-Erbarmen-Thriller.html?modeHd=1085829 Zugriff am 9.02.2012.

[94] Es gibt diverse Rubriken für Anzeigen siehe Abbildung 17 auf der Seite 31.

[95] http://www.craigslist.org/about/help/posting_fees Zugriff am 9.02.2012.

[96] Botsman & Rogers 2011, S. 208.

[97] http://www.craigslist.org/about/factsheet Zugriff am 9.02.2012.

[98] Ein Beispiel: „Looking for some people to befriend" von http://berlin.de.craigslist.de/stp/2851796829.html Zugriff am 9.02.2012.

[99] http://craigslist-tv.com/ Zugriff am 9.02.2012.

[100] Im Anhang auf der letzten Seite befinden sich die Massnahmen und Methoden auf einer ausklappbaren Doppelseite zur besseren Handlichkeit.

[101] http://support.netcycler.com/entries/307050-was-kann-ich-auf-netcycler-tauschen Zugriff am 9.02.2012.

[102] http://support.netcycler.com/entries/307050-was-kann-ich-auf-netcycler-tauschen Zugriff am 9.02.2012.

[103] http://blog.netcycler.de/about-netcycler-service/ Zugriff am 9.02.2012.

[104] Materialfluss ist der Weg den Ressourcen durchlaufen, während der Lebensdauer eines Produkts.

[105] Erlös wird gespendet.

[106] Reaktionsgrad, für Geschwindigkeit der Antwort auf Tauschvorschläge, Annahmegrad zeigt wie viele Tauschvorschläge akzeptiert wurden, die Bewertung zeigt die Bewertung des Tauschhandels.

[107] http://blog.netcycler.de/category/netcycler/tauschen/ Zugriff am 9.02.2012.

[108] http://www.youtube.com/watch?v=JEU7Azt2BlM Zugriff am 9.02.2012.

[109] http://www.netcycler.de/browse/?type=offer Zugriff am 9.02.2012.

[110] http://www.facebook.com/NetcyclerDeutschland und https://twitter.com/#!/netcycler_de Zugriff am 9.02.2012.

[111] http://www.frents.com/about.html Zugriff am 9.02.2012.

[112] Es ist vom Benutzer abhängig .welche Daten transparent gemacht werden sollen.

[113] Verleih (mit / ohne Endgeld), Verkauf, Schenken und diverse weitere Kombinationen unter diesen Warenaustauschformen sowie mit welchen Benutzern (Freunden, übrigen Kontakten und Nachbarn).

[114] Medial erlebbar werden die Produkte durch ausführliche Beschreibungstexte, Videos und Kommentare von Twitter zu dem Produkt.

[115] Zeigt Produkte in der Nachbarschaft an.

[116] Sobald man beispielsweise einige Bücher online stellt ist man ein „Bookcollector“ usw.

[117] http://frents.uservoice.com/forums/42817-frents-feedback Zugriff am 9.02.2012.

[118] Barrieren sind beispielsweise Anmeldungen oder Kontaktbestätigungen.

[119] http://www.craigslist.org/about/help/de Zugriff am 9.02.2012.

[120] http://www.craigslist.org/about/help/system-status.html Zugriff am 9.02.2012.

[121] https://forums.craigslist.org/?forumID=3&areaID=1 Zugriff am 9.02.2012.

[122] http://www1.wdr.de/themen/panorama/tausch102.html Zugriff am 9.02.2012.

[123] http://blog.netcycler.de/2012/01/11/tauschmob/ Zugriff am 9.02.2012.

[124] http://blog.netcycler.de/2011/09/05/neue-kooperation-rettet-den-regenwald-im-interview/ Zugriff am 9.02.2012.

[125] Schwerpunkte von Robin Wood sind hauptsächlich die Themen: Wald, Tropenwald, Energie und Verkehr.

[126] NABU steht für Natur- und Umweltschutz.

[127] Utopia will dazu beitragen, das Menschen ihren Lebensstil nachhaltig gestalten und steht unter anderem für den strategischen Konsum.

[128] netcyclerflyerhttp://bit.ly/oi4Yn6 Zugriffam9.02.2012.

[129] Die Produktbeschreibung von Amazon kann bei identischen Produkten übernommen werden.

[130] http://www.uservoice.com/ Forum von Frents.comhttp://frents.uservoice.com/forums/42817-frentsfeedback Zugriff am 9.02.2012.

[131] http://indieflix.com/ Zugriff am 9.02.2012.

[132] 24 Hours on Craigslist USA 2005.

[133] http://www.craigslist.org/about/thanks Zugriff am 9.02.2012.

[134] Linux, Apache, mySQL, Perl,GNU, Haraka, Postfix, Morzilla, Firefox, Pine

[135] Meist Software-Programm bezogene Informationstechnologie.

[136] http://www.facebook.com/events/217722674930136/ Zugriff am 9.02.2012.

[137] http://www.netcycler.de/page/info/ Zugriff am 9.02.2012.

[138] http://www.netcycler.com/signup Zugriff am 9.02.2012.

[139] http://forums.craigslist.org/?forumID=3&areaID=1 Zugriff am 9.02.2012.

[140] Anzeigen werden zum Beispiel gesperrt, wenn sie in einer falschen Kategorie auftauchen.

[141] Elmar Altvater 2006, S. 179.

[142] Rifkin 2000, S.128.

[143] Ostrom 2011, S118.

144 http://www.focus.de/immobilien/mieten/studie-volkssport-wohnungswechsel_aid_402208.html

61 von 61 Seiten

Details

Titel
Gebrauchte Produkte nachhaltig vermitteln
Untertitel
Über die Funktion und Form von Dienstleistungen, die mit Hilfe von Internetportalen gebrauchte Produkte vermitteln im Kontext der Nachhaltigkeit
Hochschule
Hochschule Luzern  (Masterstudio)
Autor
Jahr
2012
Seiten
61
Katalognummer
V200597
ISBN (Buch)
9783656267614
Dateigröße
47045 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gebrauchte Produkte, Nachhaltigkeit, Online Marketing, Online Verkauf
Arbeit zitieren
Susanne Lindau (Autor), 2012, Gebrauchte Produkte nachhaltig vermitteln, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200597

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