Rezeption des Sündenfalls bei Paulus und im Qur’an


Bachelorarbeit, 2008

34 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundzüge der paulinischen Theologie
2.1. Gesetz und Tod bei Paulus
2.1.1. Das Gesetz bei Paulus
2.1.2. Der Tod bei Paulus
2.2. Die Sünde und Ihre Herkunft bei Paulus

3. Der Sündenfall
3.1. Augustinus und die Erbsünde
3.2. Erlösung bei Paulus

4. Der Sündenfall im Qur’an
4.1. Das Sündenverständnis im Qur’an
4.2. Der Trieb (an- Nafs) im Qur’an

5. Abschließende Gegenüberstellung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Als Sündenfall wird in der christlichen Theologie das Vergehen des ersten Menschen, Adam, im Paradiesgarten bezeichnet, in welchem er, verführt von seiner Frau Eva, von den verbotenen Früchten des Baumes der Erkenntnis isst. Diese Übertretung wird im 3. Kapitel des Buches Genesis beschrieben.

Der Sündenfall ist bis heute aktuell. Er begegnet uns nicht nur in theologischen Sachlektüren sondern inspiriert ebenso Romane und Drehbücher. In der Kunst scheint er derzeit am Meisten vertreten zu sein. Eva wurde inzwischen dem Schönheitsideal unserer Zeit angepasst, so dass überwiegend die Assoziation von Verführung im erotischen Sinn im Vordergrund steht. Die tückische Schlange, der tiefe Fall, die ewige Sünde- diese Dinge rücken in den Hintergrund. Der Sünde wird eine verschwindend geringe Bedeutung zugeschrieben. Ihre Bedeutung befindet sich in einer epochalen Wende. Der Begriff Sünde scheint dem Mittelalter zugeordnet zu werden, und das Bewusstsein sündig sein zu können scheint immer mehr zu verdunsten. Hauptsächlich würde das Essen eines kalorienreichen Stückes Torte als solche betitelt werden, oder die Kombination unpassender Kleidungsstücke, die Modesünde. Sünde ist inzwischen, wie Thomas Mann sagt ein „gutmütiges und versuchsweise humoristisches Wort[1] “ geworden. Was früher ein Gefühl der Sünde war oder als sündig galt, würde heute wohl eher als geschmacklos oder pathologisch bezeichnet werden, wenn es überhaupt noch anstößig wirke. Das Gefühl der Schuld ist hingegen öfter anzutreffen- meistens in Form von Gewissensbissen. Dabei handelt es sich bei der Sünde um dieselbe moralische Schuld, von der auch die Ethik spricht, jedoch nicht als Schuld vor dem Gewissen, auf Grund der Wertevorstellung, sondern als Schuld vor Gott.

Die Überlegung über gut und böse, oder richtig und falsch bleibt meist auf einer persönlichen Basis bestehen. Da der Mensch jedoch instinktiv das für richtig hält, was ihm gefällt, möchte ich in dieser Hausarbeit anhand der Schriften des Paulus wie des Qur’ans die Thematik des Sündenfalls, wie auch der Sünde aus überindividueller Sicht, gegenüberstellen.

Hinsichtlich der Sündhaftigkeit des Menschen sind die zwei monotheistischen Religionen, das Christentum und der Islam sich einig, hinsichtlich der Konsequenzen, die der Sündenfall mit sich bringt, der Begrifflichkeiten der Erb-, Wesens-, und Personensünde und der Erlösung von diesen hingegen, spalten sich die Ansichten.

2. Grundzüge der paulinischen Theologie

Wie bei den meisten Theologen ist auch bei Paulus die Basis der Sündenlehre eine theologische Anthropologie. Der Mensch wird als aktives Subjekt verstanden. Bezüglich der Sünde ist der Mensch jedoch vorerst in seiner Freiheit etwas eingeschränkt.

Um dies besser verstehen zu können, ist es hilfreich, zuvor sein Verständnis von Gesetz und Tod zu behandeln.

2.1. Gesetz und Tod bei Paulus

2.1.1. Das Gesetz bei Paulus

Beim Gesetz , was für Paulus die Tora ist, ist erstmal davon auszugehen, dass es den Willen Gottes vermittelt, obgleich es im Galaterbrief als solch eine überragende Macht bezeichnet wird, die den Menschen bedrängt. Eine solch lebensbedrohliche Macht könne nicht von Gott kommen, weswegen die Verbindung des Gesetzes zu Gott in einigen Passagen des Galaterbriefes[2] abgeschwächt wird. Nach Galater 3,17 kann das Gesetz als zeitlich zweitrangig gedeutet werden, da es erst 430 Jahre nach der Verheißung Abrahams auftaucht. Hinzu kommt, dass es nur durch Engel erlassen und durch Mittler bekannt gemacht worden ist. Es ist also nicht unmittelbar auf Gott zurückzuführen und wird dadurch von Gott distanziert[3] .

Die Funktion des Gesetzes ist in seiner Wirkung zeitlich begrenzt[4] und gilt demnach nur bis zum Kommen Christi. Weitaus positiver wird das Gesetz im Römerbrief gesehen. Obwohl die Grundhaltung, das Gesetz könne nicht zum Heil führen, weiter beibehalten wird, wird das Gesetz weiter als Willensäußerung Gottes gesehen, die auch erfüllt werden muss.

Der Jude wird gerecht durch das Halten der Gebote. Dies wird in Röm 10,5 klar, wobei Paulus Moses aus der Tora zitiert: „Der Mensch der die Gerechtigkeit aus dem Gesetz tut, wird durch sie leben.[5] “ Aber nicht nur der Jude, sondern jeder Mensch, auch die Heiden, die das Gesetz weder gelesen noch davon gehört haben, kennen es, da es ihnen ins Herz geschrieben ist. Sie sind also durch ihr Gewissen unter dem Willen Gottes, ob sie das Gesetz halten oder nicht.

Denn vor Gott sind nicht gerecht, die das Gesetz hören, sondern die das Gesetz tun, werden gerecht sein. Denn wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun, was das Gesetz fordert, so sind sie, obwohl sie das Gesetz nicht haben, sich selbst Gesetz. Sie beweisen damit, daß in ihr Herz geschrieben ist, was das Gesetz fordert[6]

Wie Gott den Heiden seinen Willen in ihre Herzen schrieb, so gab er den Juden die Tora. Die Juden kennen also den Willen Gottes, wie er sich in der Tora offenbart, doch auch sie erfüllen den Willen Gottes nicht. Bezüglich ihres Tuns besteht kein Unterschied zwischen Juden und Heiden. Beide sind im negativen Sinne gleich: Sie scheitern am Gesetz.

Doch auch, wenn sie es befolgen, kann das Gesetz allein sie nicht zum Heil führen, da es nicht in der Lage dazu ist. Der Sinn und Zweck des Gesetzes liegt hauptsächlich darin die Sünde voll zu machen, wodurch die Gnade umso deutlicher werde. Das Gesetz wird jedoch trotz seiner lebensfeindlichen Auswirkungen im 7.Kapitel des Römerbriefes als „heilig, gerecht und gut“ bezeichnet[7] . Das Gesetz bewirkt demnach die Erkenntnis der Sünde, hat aber zunächst nicht weiter mit ihr zu tun. Es ist die Willensäußerung Gottes. Allerdings gelangt der Mensch durch das Gesetz nicht nur zur Einsicht der Sünde, sondern auch zu der Sünde selbst, welche in ihm wohnt. Dies führt zu einem inneren Konflikt des Gläubigen, wie bei Paulus:

„ Denn ich begreife mein Handeln nicht: Ich tue nicht das, was ich will, sondern das, was ich hasse. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, erkenne ich an, dass das Gesetz gut ist. Dann aber bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde. Ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist bei mir vorhanden, aber ich vermag das Gute nicht zu verwirklichen. Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, dann bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde.[8]

Mit der Auslegung dieser Stelle durch Augustinus werden wir uns im Folgenden noch beschäftigen. Entscheidend ist, bei der paulinische Darstellung dieses Problems, das Aufzeigen der beschränkten Freiheit des Menschen, die nicht von Außen eingeschränkt wird, sondern durch sein Innerstes, durch die in ihm hausenden Sünde. Die Bedrohung „wohnt“ in seinem „Fleisch“[9] . Die Sünde bedeutet in dem Sinn den Verlust der menschlichen Freiheit, da der Mensch sich nicht mehr durch seine Vernunft steuern kann, sondern dieser sinnlichen Kraft der Sünde folgt, wodurch seine Handlungen nicht mehr seiner Gottebenbildlichkeit entsprechen[10] .

2.1.2. Der Tod bei Paulus

Mit „Tod ist nicht das Ableben gemeint, welches wir sonst unter Tod verstehen, der biologische Tod, sondern der „Tod“ unter theologischem Aspekt, der schlimmere Konsequenzen mit sich bringt[11] . Tod bedeutet „die Trennung von der Quelle allen Lebens, von Gott[12] “. Für Paulus ist es wichtig, dass der Mensch sich eingesteht, dass er keinen Einfluss auf die Existenz von Sünde und Tod hat. Durch Adam[13] kam die Sünde in die Welt, und mit ihr der Tod. Der Mensch ist also für das Leben bestimmt, läuft jedoch Gefahr zu sterben. Der Tod ist Schicksal und Strafe für die Sünde, die Übertretung des Gesetzes[14] oder die Ignoranz gegenüber Gott, die es bedeutet, wenn das Gesetz nicht gehalten wurde, bevor es durch Christi aufgehoben wird. Da man sich an das Vergängliche klammert, und nicht an den Glauben, wird man auch nur das Vergängliche bekommen, bekommt also nicht das ewige Leben und ist in diesem Sinne schon tot. Der Tod wird im Horizont der persönlichen Entscheidung des Menschen wahrgenommen. Zu ihm gehört also nicht nur das körperliche Ableben, sondern auch die Abwendung des Menschen von Gott, der Zustand einer dumpfen Geistlosigkeit.

2.2. Die Sünde und Ihre Herkunft bei Paulus

Die Sünde kann bei Paulus als übergeordnete Macht gesehen werden, die dem Menschen ein fundamentales Nein seinem Schöpfer gegenüber aufbürgt, indem er ihm die Ehre und den Gehorsam verweigert. Auf diese Weise verfehlt der Mensch die Bestimmung seiner Erschaffung, nach Gottes Willen und für Gott zu leben . Dieses Verfehlen wird, wie bereits erklärt, durch das Gesetz entlarvt. Dass Paulus die Sünde als solche Unheilsmacht betrachtet, wird daraus deutlich, dass das Wort „Sünde“ als eigenständige Macht im Römerbrief 48 mal erwähnt wird, die einzelne Tatsünde des Menschen, das „Sündigen“ also, im Vergleich dazu nur 7 mal.

Für Paulus ist die Sünde primär nicht das selbstverschuldete Fehlverhalten des Einzelnen, sondern eine gesellschaftliche Realität, eine herrschende, versklavende Macht, die den Menschen zum Verstoß gegen das Gesetz zwingt, worauf erst die einzelnen Tatsünden folgen. Diese wiederum sind nahezu Nahrung für die Sündenmacht, und behindern weiteres Denken und Handeln[15] . Für einen Juden, wie Paulus, muss es schmerzhaft gewesen sein, sich einzugestehen, dass die Sünde die Macht besitzt, sich dem Gesetz überzuordnen.

Im Römerbrief kann die Sünde regelrecht als aktive Handlungsträgerin erkannt werden:

Sie kommt in die Welt, herrscht, macht sich den Menschen zum Sklaven, lebt auf, täuscht, haust in ihm und tötet ihn. Der Ursprung dieser Macht liegt in der Verfehlung Adams, durch welche die Sünde in die Welt kommt und seit jeher über den Menschen herrscht. Dennoch ist die Herrschaft der Sünde keine Entschuldigung, weswegen die Sünde der Menschen von Paulus auch nicht als unverschuldete Erbsünde gesehen wird. Die Sündenmacht, die den Menschen belastet, bekommt ihr Gewicht als unheilvolle Tat der Stellvertretung als Sündenfall der Menschheit. Jeder vollzieht die Verfehlung Adams aufs Neue und bestätigt durch seine Fehlbarkeit die Herrschaft der Sünde. Jede einzelne Tatsünde bleibt also des Einzelnen eigene Schuld, woraus ein unvermeidbarer Teufelskreis resultiert. Solange der Mensch auf dieser Welt, im Diesseits, lebt, ist er unweigerlich „im Fleisch“ gefangen, soll jedoch nicht gemäß diesem leben[16] , da im Fleisch Strebungen und Kräfte vorhanden sind, die den Menschen von Gott abbringen und ihn zur Sünde verleiten. Die Sünde bedeutet allerdings nicht nur Schuld, sondern im weiteren Sinne auch Tod. Das Halten des Gesetzes kann den Menschen auch nicht aus seiner Situation helfen, denn laut Paulus wird niemand durch Werke gerecht, sondern nur durch die Gnade Gottes[17] . Was Paulus tut ist in dem Sinne Prioritäten zu setzen, die mal schwieriger zu deuten, mal leichter zu erkennen sind. Die durch Rechtfertigung geschenkte Freiheit vom Gesetz, dass trotzdem vom Paulus nicht abgeschafft wird, dient dazu, Gott zu dienen. Der Christ steht somit nicht mehr unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade. Doch gerade dies ist die zentrale Problematik, die unmittelbar mit dem Sündenfall in Verbindung steht und das Christentum bis heute prägt. Wenn der Mensch nicht durch sein Handeln, sondern nur durch die Gnade Gottes gerecht wird, die er nicht verdienen kann, da der Mensch nach Adams Fehltritt als Sünder auf die Welt kommt, die Gnade also der Willkür Gottes entspringt- wie kann Gott da gerecht begnadigen und bestrafen?

3. Der Sündenfall

Die Geschichte des Sündenfalls ist bekannt. Gott schafft den ersten Menschen Adam nach seinem Ebenbild und aus seiner Rippe seine Gefährtin Eva. Beide leben im Paradiesgarten. Ihnen wird jedoch verboten von den Früchten des Baumes der Erkenntnis zu essen, wozu die Schlange Eva jedoch erfolgreich verführt. Durch ihre freie Entscheidungskraft lässt sie sich darauf ein. Sie wird zur ersten Verführten und zur zweiten Verführerin, indem sie Adam ebenso dazu verlockt[18] . Der Mensch lieferte sich selbst dieser Problematik aus. Der erste Stein wird angestoßen und die Tragödie nimmt ihren Lauf. Das Verführte wird zum Verführenden[19] . Der Apfel wird gegessen. Adam schiebt die Schuld auf Eva. Kain tötete Abel und der Mensch ist bereits nicht mehr, was er einmal war. Die Beziehung zu Gott bleibt nachhaltig gestört[20] .Paulus greift diese Thematik auf. In seinem autoritären und absoluteren Sprachgebrauch schildert er diese Trennung von Gott nach dem Sündenfall, indem er in Verallgemeinerungen Vorlieb nimmt, wie in folgenden Beispielen: „Alle sind sie abgewichen, zusammen verdorben. Keinen gibt es, der Gutes tue; keinen gibt es, auch nicht einen.[21] “, „Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt[22] “, A lle sind sie durch das Vergehen eines einzigen Sünder und verdammt. (omnes unius delicto peccatores et damnati sunt)“[23] . Adam hat gewissermaßen durch sein Sündigen der Macht der Sünde die Tür geöffnet. In Adam aber sind nun alle Menschen vereint und damit auch mit seinem Schicksal verknüpft. Sein Schicksal wirkt in seinen Nachkommen weiter. Paulus meint dabei zwar nicht, dass seine Sünde auf alle anderen Menschen vererbt worden wäre, jedoch dass alle Nachkommen Adams so sündigen, wie ihr Stammvater gesündigt hat und somit in einen Teufelskreis aus Verhängnis und Schuld gezogen werden, das von Generation zu Generation weiterwirkt.

[...]


[1] Über den Begriff der Sünde, S. 3

[2] Galater 3,17-26

[3] Galater 3,19

[4] Galater 3,25 f.

[5] vgl. Lev.8,5

[6] Röm 2,13f.

[7] Röm 7,7-14

[8] Röm 7,15-20

[9] Schöpfung und Sünde, S. 273

[10] J. Gründel, Schuld und Versöhnung, S. 103

[11] Laut Sailer ist die Todsünde nach diesem Phänomen benannt. Die Sünde wird Todsünde genannt, wenn sie für die Seele den Tod des Gnadenlebens bedeutet. Das geschieht in der vollen Trennung von Gott. […]. Das totale Ausschließen der Liebe zu Gott besagt, dass der Mensch mit Gott überhaupt nichts zu tun haben will. Deswegen möchte er auch seine Existenz leugnen und nur den Neigungen seines Willens folgen. Sie ist die Selbstsucht des Menschen, die nicht erlauben möchte, dass der Mensch wieder zu Gott zurückgeht. (Sünde und Versöhnung, S. 125f.) Mit der Größe der Trennung hängt also auch die Größe der Sünde zusammen. (Sünde und Versöhnung, S. 39)

[12] Sünde und Versöhnung, S. 98

[13] Adam ist als ursprünglicher Gattungsname des Menschen, beziehungsweise der Menschheit ein sprechender Name. „Adamah“ bedeutet auf Hebräisch „die rote Erde“, „Erdboden“ oder „Ackerboden“, wovon „Adam“ abgeleitet wird, was „Mensch“ bedeutet (vornamen.com/ de.wiktionary.org/wiki/Adam). Adam, von Gott aus Erde als Mensch erschaffen, ist repräsentativ für die gesamte Menschheit. Sein Vergehen zeigt unsere Sündhaftigkeit und unsere Schwäche auf, Gottes Gebote rechtmäßig zu befolgen oder überhaupt befolgen zu können.

[14]Die solches tun, sind des Todes würdig.“ (Röm 1, 32.)

Als das Gesetz kam, wurde die Sünde lebendig, ich aber starb.“ (Röm. 7,9-10.) „Das Trachten des Fleisches ist der Tod.“ (Röm. 8,6.)

[15] Hierzu Sailer: Der Mensch tut den ersten Schritt, meinend, keine Folgen zu verursachen, „…aber mit dem ersten ist auch schon der zweyte halb gethan- und mit dem dritten gränzt der Fuß schon an den Abgrund. Sobald wir den Reiz des Bösen aus Erfahrungen kennen, hat das Böse gesiegt, das Gewissen wird eingeschläfert, der Reiz erhöht, die Begierde herrschend, die Sünde Gewohnheit, und die Gewohnheit eine zweyte Natur.“ (Sünde und Versöhnung, S. 110f.)

[16] 2. Kor. 10,3

[17] Röm 3,23 f.

[18] Sünde und Versöhnung, S. 105

[19] Sünde und Versöhnung, S. 105

[20] Die Beziehung zwischen Gott und Israel wird im Alten Testament immer wieder mit der Ehe verglichen, und Israels Untreue Jahwe gegenüber mit Ehebruch. Der von Jahwe geforderte Monotheismus gleicht also einem Treueid, zu dessen Einhaltung der Ehemann seine Frau auffordert. Der strengen Ermahnung ihrem Ehemann treu zu bleiben zum Trotz machte sie sich des Ehebruchs schuldig, der von einigen alttestamentlichen Propheten beschrieben wird.

Ezechiel heißt sogar das gesamte 16.Kapitel in „Gleichnis: Jerusalem, die trotz aller Liebesbeweise untreu gewordene Frau“ Lutherübersetzung 1912, in der Einheitsübersetzung „Gegen Jerusalem, die treulose Frau

[21] Röm 3,12

[22] Röm 3,10f.

[23] Schöpfung und Sünde, S. 377

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Rezeption des Sündenfalls bei Paulus und im Qur’an
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Geschichts- und Kulturwissenschaften)
Note
1,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
34
Katalognummer
V202712
ISBN (eBook)
9783656298595
ISBN (Buch)
9783656298960
Dateigröße
793 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rezeption, sündenfalls, paulus, qur’an
Arbeit zitieren
Husna Korani-Djekrif (Autor), 2008, Rezeption des Sündenfalls bei Paulus und im Qur’an, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202712

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