Motivation durch Manipulation?


Ausarbeitung, 2012

18 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Gliederung des Themas

1. Problemstellung

2. Unternehmenskultur als Managementziel
2.1 Kultur im Unternehmen
2.2 Führung

3 Definitionen zur Motivation
3.1 Motiv
3.2 Motivation

4. Motivationstheorien
4.1 Maslow
4.2 Herzberg

5. Motivation= Manipulation?

6. Motivationstechniken = Manipulation?

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

1. Problemstellung

Das Management of Change wird als Konzept zur Prävention bei unternehmerischer Ungewissheit verwendet. Zu einem ist sie Mittel zu Kontrolle von externen Unsicherheiten und auf der anderen Seite auch Mittel zu Kontrolle von internen Unsicherheiten. Das bedeutet, dass sowohl das Umfeld und die Umwelt, als auch die Mitarbeiter als Unsicherheitsfaktoren betrachtet werden müssen. Die Unsicherheitsquelle Mitarbeiter wird durch die folgende Ausarbeitung genauer betrachtet. Es soll sich dabei um die Verhaltenssteuerung Motivation handeln. Motivation ist ein häufig verwendeter Begriff, der uns im Alltag immer wieder begegnet. Die Beweggründe einer Person können vielschichtig sein und mehr oder weniger bewusst ablaufen. Wenn sich ein Unternehmen vornimmt die Mitarbeiter zu motivieren, gilt es einige Anreize zu schaffen. Das beliebteste Motivationsmittel ist die Schaffung einer Unternehmenskultur. Sie bewirkt eine Identifikation mit dem Unternehmen und somit eine gesteigerte Loyalität diesem gegenüber. Diese Motivation gilt es als Manager, bedingt zu erzeugen, aber zu lenken und zu halten. Demnach ist Motivation eine Form der Führung und wird extern beeinflusst. Dabei stellt sich die Frage, ob eine externe Beeinflussung von Mitarbeitern nicht eher an Manipulation als an Motivation grenzt. Die Wissenschaft hat diesbezüglich nur wenig aktuelle Literatur vorzuweisen. Das Gebiet der Motivation scheint in die unterschiedlichsten Richtungen ausreichend erforscht. Wenn es jedoch um Manipulation geht, hält sich die Literaturlage in Grenzen. Es scheint sogar nicht erwünscht Motivation aus diesem Blickwinkel zu betrachten.

Das ist auch der Grund warum sich diese Arbeit auf genau dieses unerforschte Gebiet bezieht. Um einen einheitlichen Zusammenhang herstellen zu können wird zunächst auf die Unternehmenskultur sowie Führung eingegangen und deren Ziele. Diese Unternehmenskultur wird durch eine gewisse Führung gestaltet. Dabei soll es nicht um eine ausführliche Darstellung gehen, sondern um den erkennbaren Zusammenhang von Unternehmenskultur und Motivation. Das nächste Kapitel widmet sich ganz dem ausführliche erforschten Thema der Motivation. Motivation ist das Hauptziel der Unternehmen zur Leistungssteigerung der Mitarbeiter und in dieser Arbeit der Vergleichspunkt zur Manipulation. Daher wird überblicksartig der Begriff des Motivs aufgegriffen, um anschließend den Bogen zur Motivation zu schlagen. Dabei wird auf extrinsische und intrinsische Motivation eingegangen. Auf eine ausführliche Darstellung des aktuellen Wissensstands über Motivation wird dabei verzichtet, da dies den Rahmen der Arbeit sprengen würde. Wichtig war es mir ein Grundverständnis zu schaffen, um einen anschließenden Vergleich mit der Manipulation möglich zu machen.

Etwas konkreter werden in dem Folgekapitel zwei ausgewählte Motivationstheorien beschrieben. Der Begriff der Motivation ist durch das vorherige Kapitel verständlich geworden. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es jedoch keine konkreten Maßnahmen, die eine motivierende Handlung rechtfertigen würde. Um welche Faktoren es sich dabei handelt wird im Kapitel vier deutlich. Auf Grund der Vielfalt der Theorien wurden nur die zwei berühmtesten und trotz Kritik, verbreitesten Theorien beschrieben. Diese aufgezählten Faktoren können beim Vergleich ebenfalls kritisch unter dem Blickpunkt der Manipulation eingebracht werden.

In den beiden Kapiteln sechs und sieben geht es dann letztendlich darum, das erforschte Führungsinstrument der Motivation unter dem Blickwinkel der Manipulation zu betrachten. Dabei werden ausgewählte Beispiele gebracht, die bei Perspektivenwechsel als Manipulationstechniken erkennbar werden können. Einen Anspruch auf Vollständigkeit kann nicht gewährleistet werden, da es sich bei den Manipulationstechniken ebenfalls nur um eine Auswahl einiger handelt. Da es zu dem Teilgebiet der Manipulation kaum ausführliche Literatur zu finden ist, bezieht sich das Kapitel sechs auf zwei Hauptquellen, die Manipulation aus betriebswirtschaftlicher Sicht zusammengetragen haben. Alle vorher genannten Theorien oder der Unternehmenskulturansatz erscheinen in einem neuen Licht. Ziel dabei sollte es sein, dass die aktuelle Forschungslage zur Motivation überblicksartig dargestellt wird. Diese aktuelle Forschung sollte auf Grund des Blickwinkels zu Manipulation zum Nachdenken anregen und zur Erkenntnis führen, dass nicht alles was in der Wissenschaft gut kling, unter einer anderen Perspektive auch so gut ist.

Kann die Frage beantwortet werden wo die Grenze zwischen legalem Führungsinstrument Motivation und dem negativ behafteten Wort der Manipulation verläuft? Vielleicht sind die beiden im Bezug auf das Change Management am Ende sogar ´nur´ ein Synonym füreinander?

2. Unternehmenskultur als Managementziel

Betrachtet man die japanischen Unternehmen entwickeln deren Mitarbeiter eine Identifikation mit der jeweiligen Unternehmenskultur. Diese sorgt bei den Mitarbeitern für eine gesteigerte Motivation und einer loyalen Haltung gegenüber seinem Unternehmen (vgl. Degener 2004, S. 45). Das Potenzial dieser Haltung gegenüber dem Unternehmen, erkannte man dann auch im europäischen Raum. Im Folgenden werden die Rolle der Kultur im Unternehmen und die Führung mit Blick auf die Motivation betrachtet.

2.1 Kultur im Unternehmen

Die Kultur eines Unternehmens formt sich aus unterschiedlichen Einflüssen. Sie spiegeln zum einem Werte der Mitarbeiter wieder und zum anderen kann sie auch in Gebäudeformen, Logos und Traditionen Ausdruck finden. In Bezug darauf merken Allaire und Firsirotu über die verschiedenen Gesellschaften an: „…are still expended in search of culture’s influence on the structures and processes of organizations and on the attitudes, needs and motivations of managers. “ (Allaire/Firsirotu 1984, S. 194). Dies beschreibt noch einmal die Verbindung von Kultur, organisationale Strukturen und dem Einfluss auf das Management. Ergänzend dazu erwähnen sie auch, dass mit zunehmender Unternehmensgeschichte eine spezifische Unternehmenskultur aufgebaut wird und Legenden, Mythen und Rituale entstehen. Die Werte, Glaubensvorstellungen und die Unternehmensphilosophie bilden die Grundlage der Unternehmenskultur (vgl. Allaire/Firsirotu 1984, S.194 & Allaire/Firsirotu 1984, S.213). Eine der Hauptstärken der Kulturmetapher besteht darin, dass dabei die Aufmerksamkeit auf symbolische Bedeutungen innerhalb der Organisationsablaufes gelenkt wird (vgl. Morgan 2008, S. 191). Morgan beschreib die Vorzüge einer Unternehmenskultur zusammenfassend: „Die Kulturmetapher zeigt ein anderes Mittel zur Schaffung organisierter Aktivitäten auf, und zwar die Beeinflussung von Sprache, Normen, überlieferten Geschichten, Zeremonien und anderen sozialen Abläufen, welche die Grundideologie, die Werte und grundlegenden Überzeugungen bestimmen.“ (Morgan 2008, S. 192). Sie wird somit zu einem unternehmerischen Führungsinstrument.

2.2 Führung

Nach von Rosenstiel ist Führung eine zielbezogene Einflussnahme. Bei dieser Einflussnahme sollen die Geführten dazu gebracht werden ganz bestimmte Ziele zu erreichen. Diese Ziele ergeben sich meistens aus den Unternehmenszielen heraus (vgl. von Rosenstiel 2001, S. 317f.). Die Führung soll eine motivierende Arbeitssituation schaffen, die auf der Unternehmenskultur aufgebaut ist.

Während die Manager sich zu früheren Zeiten als rationale Menschen bezeichnet haben, die Pläne entwickeln, Aufgaben beschreiben, Strukturen aufbauen und somit die Mitarbeiter zu motivieren, können sie in der heutigen Zeit als symbolische Akteure bezeichnet werden. Die Aufgabe besteht nun bei den Managern wünschenswerte Bedeutungsstrukturen zu fördern und zu entwickeln (vgl. Morgan 2008, S. 192). Zusammengefasst bedeutet dies, dass sie heute dafür sorgen sollen, dass auf Grund der Firmenstruktur und der Firmenkultur ein motivaler Anreiz geschaffen wird. Die Frage dabei ist nur ob diese gewünschte Motivation nicht eher einer ideologischen Überwachung ist oder an Machtspielchen grenzt.

Das zentrale Problem liegt demnach in der Verhaltensbeeinflussung der Mitarbeiter durch den Manger und das Management. Der Kern der Führungstheorien liegt im leistungssteigernden Antreiberverhalten (vgl. Frey/ Osterloh 2002, S. 63). Kann man den Menschen einen gewissen Reis aussetzen und eine gewünschte Reaktion erhalten? Wo liegen da die Grenzen zur legitimen Verhaltensbeeinflussung im Change Management? Den heutigen Rahmen dieser Anwendung bilden unteranderem psychologische und ideologische Kenntnisse (vgl. Baritz 2011, S. 96 ff.; vgl. Gertz 2012, S. 37; vgl. Sprenger 2010, S. 22 & vgl. Stickling 2012, S. 45).

Das Ziel ist es durch eine strukturelle indirekte Führung des Managements eine Organisationskultur und Anreizsysteme zu schaffen, um eine Motivation bei den Mitarbeitern zu erzeugen (vgl. Frey/ Osterloh 2002, S. 61).

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Motivation durch Manipulation?
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Veranstaltung
Management of Change II
Note
2,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V203198
ISBN (eBook)
9783656292920
ISBN (Buch)
9783656293347
Dateigröße
498 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mitivation, Manipulation
Arbeit zitieren
Master of Arts Elisa Bohms (Autor), 2012, Motivation durch Manipulation?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203198

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Motivation durch Manipulation?



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden