Unterrichtsentwurf Geschichte LK 12 (Gymnasium) – Vergleich Kreuzzüge und Dschihad


Unterrichtsentwurf, 2008

10 Seiten, Note: sehr gut


Leseprobe

Planungsskizze für den 1. Unterrichtsbesuch im Fach Geschichte

Fach: Geschichte

Klasse/Kurs: 12 LK

Datum: 9. Mai 2008

I. Einordnung der Stunde in die Unterrichtsreihe

1.1 Thema der Unterrichtsreihe

- Der Islam und das Abendland – friedliche Koexistenz oder heiliger Krieg?

1.2 Themen der vorangegangenen Stunden:

- Was ist eigentlich der Islam? – Entstehung, Frühzeit und Grundlagen der jüngsten Weltreligion.
- Mit Feuer und Schwert? – Die arabisch-muslimische Expansion unter den ersten Kalifen.
- „Al-Andalus“ – Ein Modell religiöser Toleranz?

1.3 Themen der nachfolgenden Stunden:

- Zwei Jahrhunderte Kreuzfahrerstaaten–Gegen- oder Miteinander?
- Saladin – Idol für Freund und Feind?
- Das Osmanische Reich – Sinnbild für Niedergang und Verfall islamischer Macht und Kultur?
- Die türkische Republik – ein europäisches Land?
- Test the West? – Frauen im Islam und die Kopftuchdebatte.
- Islam und der Westen – „Clash of civilizations“?

II. Zur Unterrichtstunde

2.1 Thema der Unterrichtsstunde

- Die Kreuzzüge und der Dschihad – Die gleiche Kriegshetzerei mit unterschiedlichen religiösen Vorzeichen?

2.2 Schwerpunktziel der Unterrichtsstunde

- Die SuS sollen in dem Kreuzzugsaufruf Papst Urban II. und dem Dschihad-Aufruf Osama bin Ladens die genannte Ausgangslage erkennen und implizit verwendete Überzeugungsstrategien zur Instrumentalisierung der Adressaten herausfinden, indem sie arbeitsteilig die genannten Quellen untersuchen und im Plenum Parallelen und mögliche Unterschiede zwischen diesen herausarbeiten.

2.3 Konkretisierung der Ziele

- Die SuS sollen anhand der Einstiegsfolie die Leitfrage der Stunde selber formulieren.
- Die SuS sollen in der Gruppenarbeit Situationen, Forderungen und Überzeugungsstrategien der Quellen nachweisen.
- Die SuS sollen anhand der von ihnen erarbeiteten Poster Gemeinsamkeiten und mögliche Unterschiede zwischen den mittelalterlichen Kreuzzügen und modernem Dschihad aufzeigen und diese anhand der 2. Folie problematisieren und vertiefen.
- Die SuS sollen erkennen, dass die gewaltsamen Auseinandersetzung in den Kreuzzügen bis heute eine Belastung zwischen der westlichen Welt und dem Islam darstellt.
- Die SuS sollen (in der Hausaufgabe) die Mehrdeutigkeit des Begriffs Dschihad erkennen und hinsichtlich der Rechtfertigung von Gewalt problematisieren.

III. Hausaufgabe zur Unterrichtsstunde

- Keine, da mit der letzten Stunde die Blütezeit des Islams im 10. Jahrhundert im maurischen Iberien abgeschlossen wurde.

IV. Geplanter Verlauf

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

V. Hausaufgabe zur nächsten Stunde

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kampf der Interpretationen

Friedlich oder gewalttätig? Unter den Geistlichen in der islamischen Welt ist heute hinsichtlich des Dschihadbegriffes ein Kampf der Interpretationen im Gange. Gewalt sei im Koran latent vorhanden, sagen die einen; der Terror gegen die Ungläubigen nicht zwangsläufig, die anderen.

Arbeitsauftrag: Versuchen Sie anhand der Koranübersetzungen zu einer vorläufigen Definition des Begriffes Dschihad zu kommen.

„Sure 4, 74: Diejenigen aber, die das diesseitige Leben um den Preis des Jenseits verkaufen, sollen um Gottes willen kämpfen. Und wenn einer um Gottes willen kämpft, und er wird getötet – oder er siegt – , werden wir ihm (im Jenseits) gewaltigen Lohn geben.

Sure 4, 84: Kämpfe nun um Gottes willen! Du hast (dereinst) nur die Last für deine eigenen Handlungen zu tragen. Und feure die Gläubigen (zum Kampf) an! Vielleicht wird Gott die Gewalt derer, die ungläubig sind, (vor euch) zurückhalten (so dass sie euch nichts anhaben können).

Sure 8, 59: Und diejenigen, die ungläubig sind, sollen ja nicht meinen, sie würden uns davonlaufen. […] Sie können sich unserem Zugriff nicht entziehen.

Sure 8, 60: Und rüstet für sie, soviel ihr an Kriegsmacht und Schlachtrossen (aufzubringen) vermögt, um damit Gottes und eure Feinde einzuschüchtern, und andere außer ihnen, von denen ihr keine Kenntnis habt, (wohl) aber Gott! […]

Sure 9, 29: Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Gott und den jüngsten Tag glauben und nicht verbieten (oder: für verboten erklären), was Gott und sein Gesandter verboten haben und nicht der wahren Religion angehören – von denen, die die Schrift erhalten haben – (kämpft gegen sie), bis sie kleinlaut aus der Hand Tribut entrichten!

Sure 47, 4: Und wenn ihr (auf einem Feldzug) mit den Ungläubigen zusammentrefft, dann haut (ihnen mit dem Schwert) auf den Nacken! Wenn ihr sie schließlich vollständig niedergekämpft habt, dann legt (sie) in Fesseln, (um sie) später entweder auf dem Gnadenweg oder gegen Lösegeld (freizugeben)!“

Quelle: Der Koran. Übersetzt, kommentiert und eingeleitet von Rudi Paret. Stuttgart, Berlin, Köln 2001. Die in Klammern gesetzten Stellen sind mögliche Varianten der Übersetzung.

VI. Geplantes Tafelbild

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

VII. Anhang:

1. Material:

1.1 Folien

Folie I

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Veränderte Version einer Karikatur von www.cartoonstock.com.

Folie II

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Veränderte Version einer Karikatur von www.cartoonstock.com.

1.2 Gruppenarbeitsmaterialien

Gruppe 1 und 2:

Auszug aus der Ansprache Papst Urbans II. vom 27. November 1095

Am 27. November 1095 hielt Papst Urban II. die folgende Ansprache auf der Synode von Clermont-Ferrand.

[…] „Die Wiege unseres Heils nun, das Vaterland des Herrn, das Mutterland der Religion, hat ein gottloses Volk in seiner Gewalt. Das gottlose Volk der Sarazenen1 drückt die heiligen Orte, die von den Füßen des Herrn betreten worden sind, schon seit langer Zeit mit seiner Tyrannei und hält die Gläubigen in Knechtschaft und Unterwerfung. Die Hunde sind ins Heiligtum gekommen, und das Allerheiligste ist entweiht. Das Volk, das den wahren Gott verehrt, ist erniedrigt; das auserwählte Volk muß unwürdige Bedrückung leiden. Das königliche Priestertum muß als Sklave Ziegel brennen; die Fürstin der Länder, die Stadt Gottes, muß Tribut zahlen. Will einem nicht die Seele darüber zergehen, will einem nicht darüber das Herz zerfließen? Liebe Brüder, wer kann das mit trockenen Augen anhören? Der Tempel des Herrn, […] ist nun Sitz des Teufels geworden. Die Stadt des Königs aller Könige, die den andern die Gesetze des unverfälschten Glaubens gegeben hat, muß heidnischem Aberglauben dienstbar sein. Die Kirche zur heiligen Auferstehung, die Ruhestätte des Herrn, steht unter der Herrschaft derer, die an der Auferstehung keinen Teil haben, sondern als Stoppeln zur Erhaltung des ewigen höllischen Feuers werden dienen müssen. Die ehrwürdigen Orte sind in Schafkrippen und Viehställe verwandelt. Dem preiswürdigen Volke werden die Söhne entrissen und gezwungen, heidnischer Unreinheit dienstbar zu werden und den Namen des lebendigen Gottes zu verleugnen oder mit lasterhaftem Munde zu schmähen, und wenn sie sich den gottlosen Befehlen widersetzen, so werden sie wie das Vieh hingeschlachtet, […]. Den Tempelschändern gilt jeder Ort, jede Person gleichviel; sie morden die Priester im Heiligtum. Wehe uns, die wir in den Jammer der gefahrvollen Zeit versunken sind, von der der fromme König David, sie im Geiste voraussehend, klagend gesprochen hat: ,,Gott, es sind Heiden in dein Erbe gefallen; die haben deinen heiligen Tempel verunreinigt. Herr, wie lange wirst du zürnen und deinen Eifer wie Feuer brennen lassen?" . . . ,,Wehe uns, daß wir dazu geboren sind, unseres Volkes und der Heiligen Stadt Zerstörung sehen und dazu stille sitzen zu müssen und die Feinde ihren Mutwillen treiben zu lassen!"

Bewaffnet euch mit dem Eifer Gottes, liebe Brüder, gürtet eure Schwerter an eure Seiten, rüstet euch und seid Söhne des Gewaltigen! Besser ist es, im Kampfe zu sterben, als unser Volk und die Heiligen leiden zu sehen. Wer einen Eifer hat für das Gesetz Gottes, der schließe sich uns an. Wir wollen unsern Brüdern helfen. Ziehet aus, und der Herr wird mit euch sein. Wendet die Waffen, mit denen ihr in sträflicher Weise Bruderblut vergießt, gegen die Feinde des christlichen Namens und Glaubens. Die Diebe, Räuber, Brandstifter und Mörder werden das Reich Gottes nicht besitzen; erkauft euch mit wohlgefälligem Gehorsam die Gnade Gottes, daß er euch eure Sünden, mit denen ihr seinen Zorn erweckt habt, um solch frommer Werke und der vereinigten Fürbitten der Heiligen willen schnell vergebe. Wir aber erlassen durch die Barmherzigkeit Gottes und gestützt auf die heiligen Apostel Petrus und Paulus allen gläubigen Christen, die gegen die Heiden die Waffen nehmen und sich der Last dieses Pilgerzuges unterziehen, alle die Strafen, welche die Kirche für ihre Sünden über sie verhängt hat. Und wenn einer dort in wahrer Buße fällt, so darf er fest glauben, daß ihm Vergebung seiner Sünden und die Frucht ewigen Lebens zuteil werden wird. […]"

Wilhem von Tyrus. Historia rerum in partibus transmarinis gestarum I, S. 14 ff. In: Lautemann, Wolfgang und Schlenke, Manfred (Hg.). Geschichte in Quellen: Mittelalter. Reich und Kirche. München 1989, S. 366-367.

Arbeitsauftrag:

Gruppe 1: Skizzieren Sie die dargestellte Situation im Heiligen Land und beschreiben Sie die von Papst Urban II. geforderten Gegenmaßnahmen. Fassen Sie diese stichpunktartig auf einem Plakat zusammen.

Gruppe 2: Arbeiten Sie heraus, wie die Adressaten von der Bedeutung und den möglichen Gefahren der dargestellten Situation überzeugt werden sollen und wie der Autor sie zu motivieren versucht. Fassen Sie diese stichpunktartig auf einem Plakat zusammen.

Gruppe 3 und 4:

Gründungserklärung der internationalen Front für den Dschihad gegen Juden und Kreuzritter vom 23. Februar 1998

Am 23. Februar 1998 druckte Al-Quds al-Arabi, eine arabische Zeitung, die folgende Erklärung Osama bin Ladens und weiterer führenden Islamisten.

[…] Keine Macht hat die arabische Halbinsel […] jemals so heftig angegriffen wie die Armeen der Kreuzfahrer, die sich wie Heuschrecken in all ihren Ländern ausbreiten, ihre Reichtümer verschlingen und ihre Pflanzungen zerstören. Gleichzeitig greifen alle Nationen die Muslime an, als würden sie sich um einen Teller mit Essen streiten. […]

Niemand kann heute drei unwiderlegbare Tatsachen bestreiten, die wir hier auflisten, um sie allen in Erinnerung zu rufen:

1. Seit mehr als sieben Jahren besetzt Amerika das Land der zwei heiligen Stätten, die arabische Halbinsel. Es plündert ihre Schätze, gibt seinen Regierungen Befehle, demütigt ihre Bewohner, terrorisiert ihre Nachbarn und macht aus seinen Militärbasen auf der Halbinsel Speerspitzen im Kampf gegen benachbarte muslimische Völker. […]

2. Trotz der furchtbaren Zerstörungen, die dem irakischen Volk durch die Allianz der Kreuzfahrer und Zionisten1 angetan wurden, und trotz der über eine Million zählenden Opfer, wiederholen die Amerikaner diese furchtbaren Massaker immer wieder. […]

3. Abgesehen vom wirtschaftlichen und religiösen Aspekt der amerikanischen Kriegsziele haben die Amerikaner das Ziel, dem Kleinstaat der Juden zu nützen und von der Besetzung al-Quds2 und den Morden an den dortigen Muslimen abzulenken. […]

Alle diese Verbrechen und Sünden der Amerikaner sind eine Kriegserklärung an Gott, Seinen Propheten und alle Muslime. Ulama3 aus allen Perioden des Islam erklären einstimmig, dass der Dschihad eine Pflicht für jeden Einzelnen ist, wenn ein Feind ein muslimisches Land zerstören will.

[…]Auf dieser Grundlage und Gottes Befehl folgend, sprechen wir für alle Muslime folgendes Urteil aus:

Das Urteil lautet: Die Amerikaner und ihre Verbündeten zu töten, ob Zivilisten oder Soldaten, ist die Pflicht jedes Muslims, der dazu fähig ist, egal, in welchem Land er die Möglichkeit dazu hat, um die Al-Aksa-Moschee und die Große Moschee aus ihren Klauen zu befreien und ihre Armeen aus allen Gebieten des Islam zu vertreiben, besiegt und unfähig, einen einzigen Muslim zu bedrohen. […]

Mit Gottes Hilfe rufen wir jeden Muslim, der an Gott glaubt und von Ihm belohnt werden möchte, dazu auf, dem Befehl Gottes Folge zu leisten, die Amerikaner zu töten und ihren Besitz zu plündern. Wo auch immer er sie findet, und wann immer er kann. Wir rufen die muslimische Ulama, die muslimischen Anführer, ihre jungen Leute und ihre Soldaten dazu auf, die amerikanischen Soldaten des Satans und ihre Verbündeten, Ausgeburten des Satans, anzugreifen und ihre Anführer zu verjagen. Dann lernen sie vielleicht ihre Lektion.

Der Allmächtige sagte […]: „O ihr, die ihr glaubt, was ist mit euch, dass ihr euch schwer zur Erde sinken lasset, wenn euch gesagt wird: ‚Zieht aus auf Gottes Weg’? Würdet ihr euch denn mit dem diesseitigen Leben statt mit jenem im Jenseits zufrieden geben? Doch der Genuss des irdischen Lebens ist gar gering, verglichen mit dem des Jenseits. Wenn ihr nicht auszieht, wird Er euch mit schmerzlicher Strafe bestrafen und wird an eurer Stelle ein anderes Volk erwählen, […]. Und Gott hat Macht über alle Dinge.“4 […]

Abou-Taam, Marwan und Bigalke, Ruth (Hg.). Die Reden des Osama bin Laden. Frankfurt a. M. 2006, S. 73-78.

Arbeitsauftrag:

Gruppe 3: Skizzieren Sie die dargestellte Situation in der muslimischen Welt und beschreiben Sie die von Osama bin Laden geforderten Gegenmaßnahmen. Fassen Sie diese stichpunktartig auf einem Plakat zusammen.

Gruppe 4: Arbeiten Sie heraus, wie die Adressaten von der Bedeutung und den möglichen Gefahren der dargestellten Situation überzeugt werden sollen und wie der Autor sie zu motivieren versucht. Fassen Sie diese stichpunktartig auf einem Plakat zusammen.

2. Antizipierte Ergebnisse (Die Ergebnisse müssen nicht alle und nicht in dieser Reihenfolge erscheinen)

Auszug aus der Rede Papst Urban II. vom 27. November 1095

Gruppe 1:

- Sarazenen überziehen das Heilige Land mit Tyrannei.
- Gläubige werden geknechtet, unterworfen, erniedrigt.
- Priester werden versklavt.
- Jerusalem und das Heilige Land werden finanziell ausgebeutet.
- Entweihung der Heiligen Stätten durch Heiden.
- Bewaffnung der Gläubigen seelisch (Eifer Gottes) und praktisch (Schwerter).
- Bereitschaft zum Tod für die gerechte Sache.
- Gewaltsame Bekämpfung der Feinde des christlichen Glaubens.
- Einsatz für die Glaubensbrüder.

Gruppe 2:

- Autoritätsargument: Das besetzte Land ist das Land Jesu – wer das Land angreift, greift Gott an.
- Persönlicher Bezug zwischen jedem Christen und dem Heiligen Land (Wiege unseres Heils, Vaterland).
- Abwertung des Gegners (gottlos, heidnisch).
- Appell an religiösen Zorn („Das Allerheiligste ist entweiht.“).
- Appell an religiösen Stolz (Christen werden erniedrigt.).
- Dämonisierung des Gegners (Tempel des Herrn ist Sitz des Teufels geworden.).
- Appell an Gerechtigkeitsempfinden (Zwang zur Gottesverleugnung).
- Sündenerlass, ewiges Leben.

Erklärung Osama bin Ladens vom 23. Februar 1998

Gruppe 3:

- Arabische Halbinsel wird vom Westen angegriffen und zerstört..
- Angriff aller westlichen Nationen auf die Muslime.
- Besetzung der Heiligen Stätten, Plünderungen, Demütigungen und Terrorisierungen.
- Handlungen werden im Interesse Israels vollzogen.
- Aufruf zum Dschihad (Verteidigung des Islams).
- Töten der Amerikaner und ihrer Verbündeten.
- Keine Unterscheidung zwischen Zivilisten und Soldaten (weltweit).
- Vertreibung der westlichen Armeen aus islamischen Gebieten.
- Plünderung westlichen Besitzes.

Gruppe 4:

- Diffamierung der Amerikaner (Heuschreckenvergleich, Kreuzfahrervergleich).
- Aufbau eines bedrohlichen Feindbildes (alle Nationen greifen die Muslime an - David gegen Goliath-Prinzip).
- Aufwertung von Behauptungen zu Fakten („Niemand kann heute drei unwiderlegbare Tatsachen bestreiten …“).
- Verhalten der Amerikaner ist Kriegserklärung an Gott (Gott muss verteidigt werden.).
- Rechtfertigung der Fatwa durch Autoritäten (Ulama und Befehl Gottes).
- Aussicht auf Belohnung für Mudschahids im Jenseits.
- Androhung von Strafe bei Verweigerung des Dschihads.

3. Literaturangaben

- Abou-Taam, Marwan und Bigalke, Ruth (Hg.). Die Reden des Osama bin Laden. Frankfurt a. M. 2006.
- Heine, Peter. Terror in Allahs Namen: Extremistische Kräfte im Islam. Freiburg 2004.
- Khoury, Adel Theodor. Der Islam und die westliche Welt: Religiöse und politische Grundfragen. Darmstadt 2001.
- Küng, Hans. Der Islam: Wesen und Geschichte. München, 2007.
- Lautemann, Wolfgang und Schlenke, Manfred (Hg.). Geschichte in Quellen: Mittelalter. Reich und Kirche. München 1989.
- Der Koran. Übersetzt, kommentiert und eingeleitet von Rudi Paret. Stuttgart, Berlin, Köln 2001.
- http://www.cartoonstock.com. Stand: Mai 2008.

[...]


1 Bezeichnete bei antiken Autoren die Araber in einem Teil Nordwestarabiens; im Mittelalter christliche Pauschalbezeichnung für Araber oder Muslime.

1 Anhänger einer politischen (nationalen) und sozialen Bewegung zur Errichtung eines jüdischen Staates in Palästina; der Begriff wurde 1893 geprägt.

2 Die arabische Bezeichnung Jerusalems.

3 Rechtsgelehrte des Islam.

4 Koran; Sure 9,38-39.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsentwurf Geschichte LK 12 (Gymnasium) – Vergleich Kreuzzüge und Dschihad
Hochschule
Studienseminar Münster
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2008
Seiten
10
Katalognummer
V209324
ISBN (eBook)
9783656739838
ISBN (Buch)
9783656740384
Dateigröße
624 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Thema d. Reihe Der Islam und das Abendland – friedliche Koexistenz oder heiliger Krieg? Thema d. Stunde Die Kreuzzüge und der Dschihad – Die gleiche Kriegshetzerei mit unterschiedlichen religiösen Vorzeichen? Ziel d. Stunde Die SuS sollen in dem Kreuzzugsaufruf Papst Urban II. und dem Dschihad-Aufruf Osama bin Ladens die genannte Ausgangslage erkennen und implizit verwendete Überzeugungsstrategien zur Instrumentalisierung der Adressaten herausfinden, indem sie arbeitsteilig die genannten Quellen untersuchen und im Plenum Parallelen und mögliche Unterschiede zwischen diesen herausarbeiten
Schlagworte
unterrichtsentwurf, geschichte, vergleich, kreuzzüge, dschihad
Arbeit zitieren
Dörte Marckhoff (Autor), 2008, Unterrichtsentwurf Geschichte LK 12 (Gymnasium) – Vergleich Kreuzzüge und Dschihad, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209324

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Unterrichtsentwurf Geschichte LK 12 (Gymnasium) – Vergleich Kreuzzüge und Dschihad



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden