Handhabung eines Vermessungsgerätes, Höhenmessung mit Hilfe eines Nivellierinstrumentes (Unterweisung Baugeräteführer/Baugeräteführerin)


Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2013
16 Seiten, Note: 2+ ( 86 Punkte )

Leseprobe

Inhalt

1. Beschreibung der Ausgangsituation
1.1 Ausbildungsberuf
1.2 Auszubildender
1.3 Vorkenntnisse

2. Präzise Lernzielbeschreibung
2.1 Richtlernziel
2.2 Groblernziel
2.3 Feinlernziel
2.3.1 Kognitiver Lernbereich
2.3.2 Psychomotorischer Lernbereich
2.3.3 Affektiver Lernbereich

3. Einsatzmethoden und –mittel
3.1 Unterweisungsmethode
3.2 Begründung der Lehrmethode
3.3 Ausbildungsmittel
3.4 Lernort
3.5 Lernerfolgssicherung
3.6 Ausbildungsziel

4. Ablauf der Arbeitsunterweisung nach der Vier-Stufen-Methode
4.1 Vorbereiten der Auszubildenden
4.2 Vormachen und Erklären des Arbeitsablaufes
4.3 Nachmachen und Erklären durch den Auszubildenden
4.4 Üben durch den Auszubildenden und Auswertung

5. Anhang
5.1 Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan der Baugeräteführer
5.2 Aufbau und Inbetriebnahme eines Nivelliergerätes

1. Beschreibung der Ausgangssituation

1.1. Ausbildungsberuf

Es handelt sich um den Ausbildungsberuf „Baugeräteführer / Baugeräteführerin“

1.2. Auszubildender

Der 17-jährige Auszubildende Dieter Linke befindet sich im 1.Ausbildungsjahr zum Baugeräteführer.

Nach Ausbildungsrahmenplan wird diese Ausbildungseinheit am Anfang des 1.Lehrjahres vermittelt und besitzt einen zeitlichen Richtwert von 5 Wochen.

Herr Linke hat einen Realschulabschluss mit mittlerer Reife und einem Notendurchschnitt von 2,4 erworben. Er besitzt eine gute Auffassungsgabe und erfüllt seine Aufgaben stets vorbildlich. Auch sein Verhalten gegenüber anderen Azubis und Ausbildern ist stets aufgeschlossen und freundlich. In seinem Ausbildungsbetrieb zeigt sich Herr Linke hilfsbereit und interessiert.

1.3. Vorkenntnisse

Dieter Linke verfügt über die grundlegenden Kenntnisse der Vermessungsarbeiten. Im Umgang mit dem Gliedermaßstab und dem Bandmaß ist er bestens vertraut und hat im Baustellenbetrieb die Erfahrung gemacht, dass Vermessungsarbeiten die Grundlagen für eine sorgfältige Bauausführung sind.

2. Präzise Lernzielbeschreibung

Das Lernziel beschreibt, über welche Fähigkeiten und Kenntnisse der Auszubildende am Ende der Unterweisung verfügen soll.

2.1. Richtlernziel

Das Richtlernziel ist der Umgang und die Handhabungvon Vermessungsgeräten nach § 3 Nr. 9 Ausbildungsrahmenplan der Baugeräteführer.

2.2. Groblernziel

Der Auszubildende ist in der Lage selbstständig mit dem Nivellierinstrument zu arbeiten.

Nach der Ausbildungseinheit kann der Auszubildende ein Nivelliergerät fachgerecht aufstellen und auf der Baustelle Höhenmessungen durchführen.

Bei der Vermittlung des Feinlernzieles sollen folgende Lernbereiche angesprochen werden:

2.3.1. Kognitiver Lernbereich

Kognitive Lernziele beziehen sich auf Wissen und intellektuelle Fähigkeiten. In dieser Unterweisung erlernt der Auszubildende den detaillierten Umgang mit dem Nivelliergerät. Er versteht, dass Bauwerke maßgerecht nach Planungsunterlagen errichtet werden müssen. Er weiß, wie das Umsetzen eines Höhenpunktes auf eine gesicherte Stelle durchzuführen ist.

Psychomotorische Lernziele beziehen sich auf manuelle Fähigkeiten und Fertigkeiten. Der Auszubildende lernt den fachgerechten Umgang mit dem Nivellierinstrument. Der Auszubildende ist in der Lage, das Stativ fachgerecht aufzustellen, das Nivelliergerät ordnungsgemäß aufzusetzen und ein genaues Messergebnis abzulesen.

2.3.3. Affektiver Lernbereich

Affektive Lernziele beziehen sich auf Änderungen innerer Einstellungen, Interessen und Werthaltungen. Der Auszubildende ist bereit das Messgerät sorgfältig zu behandeln, er bemerkt Messfehler und weiß, welche Auswirkungen sie haben können. Damit wird sich der Auszubildende der hohen Bedeutung der Aufgabe bewusst und sein Verantwortungsbewusstsein wird geschärft.

3. Einsatzmethoden und –mittel

3.1. Unterweisungsmethode

Als Unterweisungsmethode wurde die Vier-Stufen-Methode gewählt. Das Kernstück dieser Methode lautet "Vormachen und Nachmachen". Sie dient der Vermittlung von Fertigkeiten und Fachtheorie, sowie der Herausbildung von Werten und Verhaltensweisen.

3.2. Begründung der Lehrmethode

Die 4-Stufen-Methode eignet sich in der Ausbildung, da sie wenige Vorkenntnisse voraussetzt. Der Auszubildende steht im Zentrum. Der Ausbilder transferiert seine Berufserfahrung auf den Lehrling. Außerdem werden bei dieser Methode alle Lehrbereiche angesprochen, welche einen nachhaltigen Lerneffekt versprechen. Bei dem eng umrissenen Thema der Unterweisung verspricht diese Methode auch die optimale Zeiteffizienz. Eine reine Demonstration hätte demgegenüber den wesentlichen Nachteil, dass der psychomotorische Lernbereich nicht angesprochen würde.

Die Umsetzung der Theorie in die Praxis ist aber ein wesentliches Merkmal dieser Unterweisung.

3.3. Ausbildungsmittel

- Stativ
- Nivelliergerät
- Messlatte
- Arbeitsblatt (Aufbau eines Nivelliergerätes)
- Taschenrechner
- Papier
- Stift

3.4. Lernort

Die Unterweisung findet im Unterrichtsraum statt. Hier sind keine Störungen der Unterweisung zu erwarten und alle benötigten Arbeitsmittel und -materialien vorhanden.

3.5. Lernerfolgssicherung

Durch entsprechende Maßnahmen (wie Wiederholung und Anwendung des Erlernten) soll der Lernerfolg längere Zeit erhalten bleiben. Dies wird in der Unterweisung durch Verständnisabfragen sowie das selbständige Anwenden des Gelernten durch die Auszubildende sichergestellt. Der Ausbilder überwacht und greift nur gegebenenfalls korrigierend ein. Außerdem wird der Auszubildende durch diese Lernerfolge zusätzlich motiviert.

3.6. Ausbildungsstil

Die Unterweisung erfolgt im kooperativen Ausbildungsstil. Hier soll der Auszubildende zu selbstständigen Denken und Handeln animiert werden um eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zu fördern.

Fehler werden gemeinsam besprochen. Motivation ist ein großer Bestandteil dieses Führungsstils.

Die Selbstständigkeit und Leistungsfähigkeit werden gefördert.

4. Ablauf der Arbeitsunterweisung nach der Vier-Stufen-Methode

4.1. Stufe 1 : Vorbereiten des Auszubildenden (2min)

In der 1. Stufe der Unterweisung soll der Auszubildende auf die bevorstehende Tätigkeit vorbereitet werden. Weiterhin soll er ausreichend motiviert werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Handhabung eines Vermessungsgerätes, Höhenmessung mit Hilfe eines Nivellierinstrumentes (Unterweisung Baugeräteführer/Baugeräteführerin)
Note
2+ ( 86 Punkte )
Autor
Jahr
2013
Seiten
16
Katalognummer
V209761
ISBN (eBook)
9783656385547
ISBN (Buch)
9783656386490
Dateigröße
1968 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Praktische Prüfung mit Tendenz zur Note 1 absolviert. Inhaltlich und fachlich ist es eine 1. Die Höhenmessung von 2 Punkten einfach weglassen, denn es wird zu knapp für eine 15minütige Präsentation. Einfach auf die Handhabung, das heisst Aufbau und Einstellen eines Nivelliergerätes konzentrieren und Azubi üben lassen.
Schlagworte
handhabung, vermessungsgerätes, höhenmessung, hilfe, nivellierinstrumentes, unterweisung, baugeräteführer/baugeräteführerin
Arbeit zitieren
André Kuczera (Autor), 2013, Handhabung eines Vermessungsgerätes, Höhenmessung mit Hilfe eines Nivellierinstrumentes (Unterweisung Baugeräteführer/Baugeräteführerin), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209761

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