Essen und Trinken im mittelalterlichen Köln


Hausarbeit, 2009
17 Seiten, Note: 2,1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Essen
2.1. Salz, Zucker und Gewürze
2.1.1. Anschaffung
2.1.2. Preise und Benutzung
2.2. Getreide, Brei und Brot
2.2.1. Getreidearten
2.2.2. Brotarten
2.2.3. Bäcker
2.3. Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte
2.3.1. Das Fleisch und der Fleischmarkt
2.3.2. Der Fisch und der Fischmarkt
2.3.3. Geflügel
2.3.4. Butter und der Buttermarkt
2.3.5. Honig

3. Das Trinken
3.1. Wein
3.1.1. Die Bedeutung des Weins für die Wirtschaft
3.2. Bier
3.2.1. Herstellung und Bedeutung

4. Besteck, Gläser und Kochgeräte
4.1. Entwicklung und Bedeutung

5. Festtagsmenüs und Küchenrezepte
5.1. Küchenrezepte
5.1.1. Bekannte Gerichte aus Köln
5.2. Festlichee Menüs
5.2.1. Beispiele aus dem 14.Jahrhundert

6. Zusammenfassung

7. Quellen- und Literaturverzeichnis

1.Einleitung

Zu heutigen Zeiten wird die nordrheinwestfälische Stadt als erstens mit ihrem Dom verbunden. Dieser wurde schon im Mittelalter erbaut, war zu damaligen Zeiten jedoch noch nicht annähernd so berühmt, wie er heute ist. Vielmehr wurde die Stadt Köln mit ihrer Essens- und Trinkkultur verbunden, weiche einerseits ziemlich vielfältig an Gerichten war und andererseits eine sehr hohe Quantität hätte.

Was die Berühmtheit der Gerichte ausmachte, möchte ich probieren, in dieser Arbeit zu beantworten. So kann man sich die Frage stellen, was so besonderes an den damaligen Gerichten, am damaligen Essen, ich möchte sogar weiter gehen und sagen an der damaligen Essenskultur war. Gab es Dinge, die man heute wohl nicht mehr im Kölner Raum zu sich nehmen würde? Sind einige der Gerichte noch heute auf Kölner Mittagstischen zu finden? Gab es im Mittelalter, den Schichten entsprechend auch verschiedene Speisen für ärmere und reichere Menschen? Und wie nahmen sie das Essen zu sich? Und wo war der Bezug zur Wirtschaft? Da es vor tausend Jahren noch keine Autos, Züge, Flugzeuge oder ähnliches gab, ist außerdem interessant zu hinterfragen, wie und ob es bereits Ex- bzw. Importgeschäfte gab.

Betrachtet man die Getränke im Mittelalter, so wäre es interessant zu wissen, ob Alkohol bereits im Zusammenhang mit Vergnügen getrunken wurde oder ob er andere Verwendungen hatte.

Deswegen möchte ich nun die beliebtesten Gerichte, die häufigsten Lebensmittel, ihre Produktion und ihren Handel präsentieren, die beliebtesten Getränke vorstellen, die Art und Weise ihres Konsums darlegen und abschließend einige besonders geglückte und zu damaliger Zeit erfolgreiche Rezepte niederlegen, um so einen tieferen Einblick in das Leben im Mittelalter zu geben und die Stadt Köln ein wenig von ihrem Image als Domstadt erlösen.

2. Das Essen

2.1. Salz, Zucker und Gewürze

Heutzutage haben Salz, Zucker und Gewürze eine ganz andere Bedeutung als früher. Früher waren sie lebenswichtig für die Kölner. Damals hat man mehr Salz verbraucht als heute, weil mit Salz Lebensmittel konserviert wurden. Heute werden große Mengen Salz als ungesund gesehen, da sie die Cholesterin-werte in die Höhe jagen. Außerdem hat es leider nicht mehr so viel Bedeutung für die Menschen wie 1000 Jahre früher. Man sagte, dass Salz so wichtig wie das Leben war.

Zucker war im mittelalterlichen Köln sehr teuer. Die Kaufleute brachten Zucker aus dem Mittelmeerraum mit Schiffen. Er war nicht so billig und nicht so fein wie heute, er war in Rohrzuckerform, er kam in größeren Klumpen, als dickflüssiger, gelber Zuckersaft und als Kandiszucker auf den Markt. Man konnte Zucker nicht auf die Art benutzen, wie wir ihn heute benutzen, weil er damals selten und somit teuer war. Man benutzte Honig um Speisen zu süßen.

Wie viele Waren, kamen auch Gewürze aus dem Mittelmeerraum. Sie spielten eine große Rolle beim Kochen. Die Preise der verschiedenen Gewürze lagen ebenfalls ziemlich hoch, manche überschritten sogar den Preis des Goldes um einiges, schließlich waren sie Importe aus weit entfernten Ländern wie Indien und da die Transporte damals noch sowohl qualitativ, als auch quantitativ noch nicht besonders fortschrittlich waren, galten Gewürze als etwas Besonderes, kennzeichneten sogar den Reichtum der Leute.

2.1.1. Anschaffung

Köln hatte keine Salinen, das heißt Orte, an denen Salz geschöpft werden kann, im Mittelalter. Salz kam aus Portugal, trotzdem hat man Salz in kleinen oder großen Mengen weiter verkauft. Das portugiesische Salz wurde in Kölner Fässern mit dem Brandstempel gesiegelt und weltweit als Kölner Salz verkauft.

Wie oben schon erwähnt, kauften die Kölner Zucker und Gewürze aus dem Mittelmeerraum, die Händler brachten sie mit Schiffen. Der Zucker war nicht so fein wie heute, er war dickflüssig und gelb-farbig. Er wurde als Kandiszucker und Rohrzucker verkauft. Die Gewürze, die aus dem Mittelmeerraum gebraucht wurde, waren hauptsächlich Pfeffer, Zimt, Muskat, Nelken, Kardamom, Ingwer und Safran. Die Kölner konnten auch eigene Gewürze in ihrem Garten pflanzen, sie besaßen Petersilie, Knoblauch, Kümmel, Mehrrettich, Kerbel, Minze, Salbei und viele mehr.

2.1.2. Preise und Benutzung

Vor vielen hundert Jahren war das Salz am günstigsten - vor allem für die Kölner, wenn man die Preise mit denen von Zucker und Gewürzen vergleicht. Die Kölner brauchten viel Salz im Winter um ihre Lebensmittel zu konservieren. Zucker war, genau wie die Gewürzarten, purer Luxus. Man brauchte Zucker beispielsweise beim Kuchen backen.

„Für einen Zuckerklumpen von 500 Gramm musste man soviel Geld ausgeben wie für 16 Liter Honig.“¹

Safran war fast so teuer wie Gold. Heute kennen wir ihn nur noch aus dem Kinderlied „Backe, backe, Kuchen“, das uns zugleich auch den Verwendungszweck angibt: “Safran macht den Kuchen Gel“². Er wurde vor allem zum Färben der Speisen benutzt. Man konnte viele verschiedenen ausländische Gewürze benutzen, aber sie waren um einiges teurer als die heimischen Gewürzarten.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Essen und Trinken im mittelalterlichen Köln
Hochschule
Universität Paderborn  (Historische Institut)
Note
2,1
Autor
Jahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V209789
ISBN (eBook)
9783656375968
ISBN (Buch)
9783656376118
Dateigröße
576 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
essen, trinken, köln
Arbeit zitieren
Bachelor/ Staatexam Gökhan Canikati (Autor), 2009, Essen und Trinken im mittelalterlichen Köln, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209789

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