Ressourcenströme und Produktionsketten von Alltagsprodukten: Schokolade


Hausarbeit, 2012

19 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Das Alltagsprodukt Schokolade

2 Produktion und Herstellung von Schokolade und Kakao
2.1 Herkunft des Kakaos
2.2 Anbau und Herstellungsverfahren
2.2.1 Anbau und agrarische Herstellung von Kakao
2.2.2 Industrielle Weiterverarbeitung
2.3 Produktion und Verbrauch
2.4 Wertschöpfungskette Schokolade
2.5 Konsequenzen durch Schokoladenanbau – bzw. handel
2.5.1 Umweltprobleme
2.5.2 Soziale Probleme

3 Schokoladenproduktion unter Einbezug des Fair Trades

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Anbaugebiete von Kakao weltweit

Abbildung 2: Ernte und Aufschlagen der Kakaofrüchte

Abbildung 3: Vorbereitung der Fermentation

Abbildung 4: Trockungsprozess der Kakaobohne

Abbildung 5: Eigene Darstellung nach Fair Trade e.V

Abbildung 6: Lebenszyklus Schokolade

Abbildung 7: Gesamtproduktion Schokolade

Abbildung 8: Pro-Kopf-Verbrauch Deutschland

Abbildung 9: Rohkakaolieferländer Deutschlands

Abbildung 10: Darstellung der Wertschöfpungskette einer 100g Tafel Schokolade

Abbildung 11: Externer Wasserfussabdruck Deutschland für versch. Rohstoffe

Abbildung 12: Umweltschäden bei Schokoladenproduktion

Abbildung 13: Umweltschäden nach Schokoladenart

Abbildung 14: Verlauf des Kakaoweltmarktpreises (10.2009 bis 09.2010)

1 Das Alltagsprodukt Schokolade

Die folgende Arbeit behandelt das Produkt Schokolade in mehreren Aspekten. Einleitend werden die Ursprünge und geschichtlichen Eckdaten aufgeführt, sowie die globale Verbreitung durch die Eroberung des neuen Kontinents. Entlang des thematischen Schwerpunkts der Produktionskette werden dann Anbau und Verarbeitung, sowie verschiedene Problemfelder im Zusammenhang mit der Produktion von Schokolade beschrieben. Beispiele sind vor allem die klare Arbeitsteilung zwischen Industrie- und Entwicklungsnationen, damit verbunden die ungleichen Anteile an der Wertschöpfungskette, sowie die einseitige Belastung der Umwelt während der gesamten Produktion. Im Gegenzug dazu wird die u.a. von GEPA und Fair Trade e.V. durchgeführte Initiative des fairen Handels als eine gerechte Lösung für die Kleinbauern dargestellt. Sie soll die Probleme im Zusammenhang mit Kakao und Schokolade beseitigen, bzw. zumindest minimieren.

2 Produktion und Herstellung von Schokolade und Kakao

2.1 Herkunft des Kakaos

Die Ursprünge von Kakaoverarbeitung gehen zurück bis 1500 v. Christus. Die Olemeken in Zentralamerika züchteten als erste die Kakaobohne in größeren Mengen. Während den nachfolgenden Kulturen wuchs die Wertschätzung des Agrarproduktes, sodass die Maya- und Azteken-Kulturen (bis 16.Jhdt.) Kakaobohnen als Zahlungsmittel etablierten und über große Distanzen damit Handel durchführten (Hütz-Adams 2009).

Im Zuge der Kolonialzeit während des 16.Jhdt nahmen Konquistadoren die, als wertvoll erachtete Kakaobohne, mit an den spanischen Königshof. Von dort aus breitete sich das, jetzt süße Kakaogetränk über die europäischen Adeligen Höfe aus. Zucker wurde dem Kakao zugegeben, da es für europäische Verhältnisse als zu bitter empfunden wurde. Erst im 17. Jhdt. fand auch das Bürgertum durch die Eröffnung von Schokoladenstuben Zugang zu dem bislang elitären Getränk. Um die steigende Nachfrage zu decken, brachte man fortan nicht mehr afrikanische Sklaven nach Amerika, sondern den Kakaoanbau nach Afrika. Bis heute sind die Länder mit den höchsten Produktionsmengen dort verortet (Hütz-Adams 2009).

Ab dem 19. Jhdt. prägte vor allem die Industrialisierung und Massenfertigung die Schokoladenproduktion. Durch Innovationen am Produkt bzw. in der Herstellung wurde Schokolade für eine breite Bevölkerungsschicht zugänglich, da preiswerter. Im Gegensatz dazu hat sich der landwirtschaftliche Anbau der Kakaobohnen im Vergleich zu den frühzeitlichen Kulturen kaum verändert (Hütz-Adams 2009).

2.2 Anbau und Herstellungsverfahren

Bei der Produktionskette wird geographisch und wirtschaftlich deutlich zwischen zwei Bereichen differenziert: Dem „Süden“, den tropisch gelegenen Entwicklungsländern und dem „Norden“, also den europäischen Entwicklungsländern. Im Süden findet der agrarische Anbau der Kakaobohne statt, sowie erste Schritte der Vor-Ort-Verarbeitung. Im Anschluss wird per Schiff die gesamte Kakaobohnenfracht in die meist europäischen oder US-amerikanischen Verarbeitungsstätten versendet und dort startet die industrielle Weiterverarbeitung des Grundstoffes (Fold 2003).

2.2.1 Anbau und agrarische Herstellung von Kakao

Der Anbau von Kakao beschränkt sich fast ausschließlich auf tropische Gebiete rund um den Äquator (siehe Abbildung 1). Vor allem die westafrikanischen Gebiete produzieren mit fast 75% einen Großteil der weltweiten Kakaomengen. Der Boden sollte möglichst feucht, tiefgründig und reich an organischen Stoffen sein, um den Baum gut mit Nährstoffen zu versorgen. Beim Klima und Niederschlag spielt Konstanz eine entscheidende Rolle. Der Kakaobaum bevorzugt gleichmäßige Temperaturen um die 25 °C, sowie Niederschlagswerte von 1200 bis 2000 mm. Mindestens 100mm pro Monat sind notwendig, um Kakaoanbau betreiben zu können. Da Kakao ein Schattengewächs ist, pflanzt man innerhalb der Plantagen größere, breit gefächerte Baumarten an, um den notwendigen Schatten generieren zu können. Dadurch ergibt sich auch das charakteristische Bild einer Kakaoplantage mit vereinzelt groß gefächerten, Schatten spendenden Bäumen. Der Anbau ist im Normalfall bis zu einer Höhe von ca. 700 m möglich, vereinzelt aber auch bis zu 1000 m (Theobroma-cacao.de (10.11.2011))

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Anbaugebiete von Kakao weltweit

Quelle 1: HOMBORG, K.: http://www.theobroma-cacao.de/typo3temp/pics/255f67b998.jpg (10.11.2011)

Die Ernte der Kakaobohnen gestaltet sich als sehr zeitaufwendig. Die einzelnen Früchte reifen zu unterschiedlichen Zeiten während der Erntezeit. Diese verläuft konstant über das ganze Jahr, typisch sind aber zwei Höhepunkte der Reife. Dadurch ist es notwendig, dass Plantagenarbeiter täglich durch die Felder gehen und gegebenenfalls die reifen Früchte entnehmen. Im Anschluss werden die Fruchtkörper aufgeschlagen und die Kakaobohnen samt Fruchtfleisch (Baba) gesammelt (siehe Abbildung 2) (Presilla 2001).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Ernte und Aufschlagen der Kakaofrüchte

Quelle 2: Infozentrum-Schokolade (o.J.)

Der nächste Schritt in der Verarbeitung ist die Fermentation. Die gewonnenen Kakaobohnen werden mitsamt Fruchtfleisch durch Pflanzenblätter, meist Bananen- oder Paradiesfeigenblätter, verpackt (siehe Abbildung 3). Durch das Einwickeln entsteht ein geschlossener Luftkörper, in dem sich der Gärungsprozess vollzieht. Hierbei vergärt Zucker aus dem hohen Anteil im Fruchtfleisch zu einer Azetylsäure. Zudem steigt die Temperatur in den Blättern an und im Gegenzug sinkt der pH- Wert durch die Säuren Bildung. Das Zusammenspiel der einzelnen Faktoren bewirkt das Absterben der Keimlinge, sowie das Verflüchtigen der meisten Bitterstoffe in der Bohne. Während dieses Vorgangs verflüssigt sich das Fruchtfleisch und läuft langsam ab (Presilla 2001).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Vorbereitung der Fermentation

Quelle 3:Infozentrum-Schokolade (o.J.)

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Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Ressourcenströme und Produktionsketten von Alltagsprodukten: Schokolade
Hochschule
Universität Augsburg  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
Seminar Ressourcenströme und Produktionsketten von Alltagsprodukten WS 2011/2012
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
19
Katalognummer
V229518
ISBN (eBook)
9783656455431
ISBN (Buch)
9783656456216
Dateigröße
2391 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ressourcen, Kakao, Produktionskette, Geographie, Alltag, Schokolade
Arbeit zitieren
Andreas Auberger (Autor), 2012, Ressourcenströme und Produktionsketten von Alltagsprodukten: Schokolade, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229518

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