Nahrungs- und Nährstoffströme (Export, Import, Produktion, Nachfrage)

Deutschland und China


Hausarbeit (Hauptseminar), 2012
27 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Nahrungsmittel im 21. Jahrhundert mit Fokus auf Deutschland und China

2 Nahrungs- und Nährstoffströme
2.1 Globaler Handel mit Nahrungsmitteln
2.1.1 Ländervergleich
2.1.2 Produktions- und Preisentwicklung
2.2 Nahrungsmittel in Deutschland
2.2.1 Produktion
2.2.2 Nachfrage
2.2.3 Handel
2.3 Nahrungsmittel in China
2.3.1 Produktion
2.3.2 Nachfrage
2.3.3 Handel
2.4 Nährstoffströme am Beispiel Phosphat (P2O5)
2.4.1 Abbau, Produktion und Verbrauch
2.4.2 Nährstoffflüsse in unserer Nahrung

3 Zukunft mit Konflikten?

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Handelsvolumen einzelner Länder

Abbildung 2: Handelsüberschuss bzw. Defizite nach Ländern

Abbildung 3: Produktionszahlen von Gütern

Abbildung 4: Preisindex von Beispielgütern

Abbildung 5: Agrarhandel Deutschland 1970 bis 2009 in Mrd. €

Abbildung 6: Selbstversorgungsgrad Deutschland

Abbildung 7: Importe Deutschland nach Menge

Abbildung 8: Exporte Deutschland nach Menge

Abbildung 9: Produktion China nach Menge

Abbildung 10: Getreideproduktion China 1988 bis 2030

Abbildung 11: Importe China nach Menge

Abbildung 12: Exporte China nach Menge

Abbildung 13: Import und Exportentwicklung in Zusammenhang mit Beitritt zur WTO

Abbildung 14: Phosphor: Abbau, Produktion und Preis

Abbildung 15: Phosphatfluss bei Fleisch

Abbildung 16: Phosphatfluss beim Mensch

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Import/Exportpartner Deutschland

Tabelle 2: Hochrechnung Pro-Kopf Verbrauch Deutschland auf Einwohnerzahl China

1 Nahrungsmittel im 21. Jahrhundert mit Fokus auf Deutschland und China

Nahrungsmittel, anders gesagt, Lebensmittel sind, wie der Name schon ausdrückt, lebensnotwendig. Deshalb ist es für Nationen wichtig, ihre Bevölkerung ausreichend mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Zum einen ist hierbei die Produktion der Güter im Land selbst von entscheidender Bedeutung, zum anderen auch deren Im- und Export. Vor allem am Beispiel hochindustrialisierter Länder wie Deutschland verdeutlicht sich die Abhängigkeit vom internationalen Nahrungsmittelhandel. Die eigene Produktion hält bei vielen landwirtschaftlichen Erzeugnissen, wie Fleisch, Fisch oder Obst, längst nicht mehr der nationalen Nachfrage stand (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz 2010). Hier ist es insbesondere wichtig, die Importabhängigkeiten zu erkennen und zu regulieren. Ähnlich dem Energiesektor sind diversifizierte Handelspartner in diesem Bereich von Vorteil. Selbige Probleme herrschen auch im Reich der Mitte vor: China gilt zwar als eines der prosperierendsten Länder der Welt, allerdings setzt mit der wirtschaftlichen Entwicklung auch eine Veränderung der Lebens- und Ernährungsweise ein. Chinas Bewohner orientieren sich mehr und mehr an wetlichen Essgewohnheiten und bevorzugen mehr Fleisch, Milch und Fast Food. Die aufwendigere Herstellung von Fleisch und der Bevölkerungszuwachs zwingen die Regierung spätestens seit dem Beitritt zur WTO im Jahr 2001 zu deutlich höherer Importtätigkeit. Auch die eingeführte Produktionssteigerung der Grundnahrungsmittel zieht Konsequenzen mit sich, denn dadurch steigt der Düngerverbrauch enorm an. China wird heute schon als größter Verbraucher von Düngemitteln wie Phosphat geführt. Der virtuelle Nährstofftransport lässt sich allerdings nur schwer ermitteln. Fakt ist, dass China mittlerweile 60% des weltweit hergestellten Soja importiert (Ruili o.J.). Produzentenländer wie Brasilien setzten durch die große Nachfrage vermehrt auf Düngemitteleintrag in die landwirtschaftlichen Flächen.

Die folgende Arbeit soll die Ströme von Nahrungsmitteln und Nährstoffen der beiden Länder Deutschland und China vergleichen und in den globalen Handel der lebensnotwendigen Produkte einordnen.

2 Nahrungs- und Nährstoffströme

In den folgenden Gliederungspunkten soll die Situation in Deutschland und China anhand der Faktoren Handel, Produktion und Verbrauch analysiert und bewertet werden. Anschließend wird der Fluss von Nahrungsmittel und deren Nährstoffe, am ausgewählten Beispiel Phosphat, im globalen Zusammenhang betrachtet.

2.1 Globaler Handel mit Nahrungsmitteln

Wie jedes andere Produkt werden auch Lebensmittel auf den Märkten weltweit gehandelt und vertrieben. Der Anteil von Ernährungsmittel beträgt mit einer Milliarde US-$ genau 1/15 am Gesamthandel (WTO 2010). Jedoch variiert die Beteiligung der einzelnen Länder stark.

2.1.1 Ländervergleich

Im Vergleich zu anderen Nationen, wie beispielsweise den USA oder Brasilien, ergibt sich für Deutschland und China eine recht ähnliche Situation (vgl. Abb.1): In beiden Nationen herrscht ein Importüberschuss von Nahrungsmitteln vor. Während Deutschland ein halb so großes Gesamthandelsvolumen (Import und Export) wie der Spitzenreiter USA (322 Mrd. US-$) hat, liegt China derzeit mit 104 Mrd. US-$ noch etwas zurück.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Handelsvolumen einzelner Länder

Quelle 1: eigene Darstellung nach WTO 2011

Es verdeutlicht sich dabei auch die Position von extrem importabhängigen Ländern wie Japan, als auch exportträchtigen wie Brasilien.

Hervorgehoben wird die Situation von Import- bzw. Exportländern bei der Betrachtung des Handelsüberschuss oder – Defizit (vgl. Abb. 2):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Handelsüberschuss bzw. Defizite nach Ländern

Quelle 2: eigene Darstellung nach WTO 2010

Deutschland und China gehören zu den sechs Ländern mit den größten Handelsdefiziten weltweit. 13 bzw. 15 Mrd. US-$ Verlust verzeichnen die Staaten im Jahr 2010. Nur noch die Länder Russland, das Vereinigte Königreich und allen voran Japan (mit einem Defizit von 59 Mrd. US-$) verzeichnen größere Ausgaben.

Besonders zu beachten ist für spätere Betrachtungen zum Thema Soja der Handelsüberschuss Brasiliens. Mit über 51 Mrd. US-$ Einnahmen 2010 setzt sich das Land deutlich von den restlichen Handelsteilnehmern ab. Der massenhafte Export von Agrargütern hinterlässt allerdings Spuren im Land: Rodung der geschützten Regenwaldflächen für Ackerland, Straßenbau und Transportwege führen zu Bodendegradation. So trägt vor allem die eigene Bevölkerung die Lasten an der Produktion (WWF 2011). Durch den steigenden Fleischkonsum wird die Nachfrage nach dem Futtermittel Soja und durch die Energiefrage die nach dem Nebenprodukt Sojaöl in den nächsten Jahren noch weiter steigen.

2.1.2 Produktions- und Preisentwicklung

Nicht nur die steigende Binnennachfrage in den thematisierten Nationen fordert steigende Produktionszahlen von agrarischen Erzeugnissen, auch die weltweite Nachfrage verhält sich ähnlich. Dies fordert ein effizienteres und produktiveres Agrarsystem in dem immer höhere Erträge generiert werden können. So stieg beispielsweise die Reisproduktion weltweit von etwa 300 Mio. Tonnen (1970) auf 685 Mio. Tonnen (2010) um mehr als Doppelte (vgl. Abb. 3).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Produktionszahlen von Gütern

Quelle 3: eigene Darstellung nach Industrieverband Agrar 2011, S.55

Da Nahrungsmittel global an den Lebensmittelmärkten gehandelt werden, entscheidet auch der Preis über die Verfügbarkeit der Produkte. In China stiegen 2011 die Lebensmittelkosten um rund 9,1% (Deutsche Mittelstands Nachrichten 2012a). Auch das US-Landwirtschaftsministerium sieht die Entwicklung ähnlich, denn nachdem im letzten Jahr die Preise gestiegen sind, geht die Regierung auch dieses Jahr von einer überdurchschnittlichen Nahrungsmittelinflation aus. In Deutschland ergab sich für 2011 eine Teuerungsrate von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei der Betrachtung des Durchschnittswertes müssen allerdings bestimmte Produktgruppen gesondert erwähnt werden: Die Preise für Brot, Fleisch und Milchprodukte stiegen deutlich mehr an, Kaffee und Kakao verteuerten sich sogar im zweistelligen Bereich. (Deutsche Mittelstands Nachrichten 2012b). Die Prognosen decken sich mit der weltweiten Entwicklung der Preise (vgl. Abb. 4).

[...]

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Nahrungs- und Nährstoffströme (Export, Import, Produktion, Nachfrage)
Untertitel
Deutschland und China
Hochschule
Universität Augsburg  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
Oberseminar „Kulturräume/Lebensstile und Ernährung. Ein Vergleich zwischen China und Deutschland“
Note
1,7
Autor
Jahr
2012
Seiten
27
Katalognummer
V229520
ISBN (eBook)
9783656453222
ISBN (Buch)
9783656453918
Dateigröße
2296 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stoffstrom, Nahrung, Import, Export, Lebensmittel, Deutschland, China, Vergleich
Arbeit zitieren
Andreas Auberger (Autor), 2012, Nahrungs- und Nährstoffströme (Export, Import, Produktion, Nachfrage), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229520

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