Systemische Krisenintervention. Beratung, Coaching und Training


Diplomarbeit, 2011

19 Seiten, Note: Note C (gut)


Leseprobe

Inhalt

Systemische Krisenintervention

1 Inhaltsverzeichnis

2 Vorwort
2.1 Weshalb „systemische“ Krisenintervention?

3 Einleitung
3.1 Wie es zu dieser Arbeitsidee kam
3.2 Mein Arbeitsziel

4 Grundbegriffe
4.1 KriseS
4.2 Intervention
4.3 Erst- oder Kennenlerngespräch
4.4 Klärungsgespräch
4.5 Krisengespräch

5 Hauptteil
5.1 Teil A (Konzepte)
5.1.1 A1) Konzept nach G. Sonneck: Krisenintervention kurzgefasst
5.1.2 A2) NLP – Physiologien oder Wahrnehmungen bestimmter Zustände
5.1.3 A3) Systemisches Gespräch nach der Methode von Schnyder
5.2 Teil B (Gespräch)
5.2.1 Gesprächsführung mit der BELLA – Methode 1 Sitzung (ca. 50 – 60 Min.)
5.2.2 Beschreibung der Atemübung
5.2.3 Wichtig für meine Arbeit
5.2.4 2. – 10. Sitzung
5.2.5 Gesprächsauswertung
5.3 Teil C (Reflexion)
5.3.1 Fallbeispiel und Auswertung mit den verschiedenen Konzepten
5.3.2 Ihr Beziehungsnetz aufzeigen

6 Schlussteil
6.1 Zusammenfassung
6.2 Meine Fragen
6.3 Anregung für Daheim

7 Anhänge und Literaturverzeichnis
7.1 Krisenintervention
7.2 Fragebogen
7.3 Selbstübeprüfungsarbeit
7.4 Literaturverzeichnis
7.5 Internetzugangsadresse
7.6 Verzeichnis von Vorlagen und Abbildungen

2 Vorwort

2.1 Weshalb „systemische“ Krisenintervention?

Als „systemisch“ wird ein therapeutischer Ansatz dann beschrieben, wenn Zusammenhänge und interpersonelle Beziehungen in ihrer Gesamtheit als Grundlage für die Diagnose und Therapie von gesundheitlichen Beschwerden oder Konflikten betrachtet werden. Der Mensch in seinem ganzen „System“ – und nicht für sich isoliert – wird für die Diagnose und Therapie ins Zentrum aller Überlegungen gestellt.

Die Anerkennung und wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit dieser Therapieform erfolgte in der Schweiz und in Österreich bereits in den 1990er Jahren. In Deutschland ist diese Herangehensweise seit 2008 anerkannt.

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Systemische Therapie)

Im NLP wird der systemische Ansatz mit dem Modell der logischen Ebenen verknüpft, welches von Robert Dilts entwickelt wurde:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Die logischen Ebenen des NLP

Modell von Robert Dilts

Mit Hilfe dieser logischen Ebenen werden bei Klienten in der Therapie die Wahrnehmungsschwerpunkte von einer Aussen- in eine Innenwahrnehmung der Problemsituation geführt. Durch diese gezielte Lenkung der Aufmerksamkeit kann ein Veränderungsprozess eingeleitet werden.

Die typischen Fragestellungen, die den Klienten in den Veränderungsprozess hineinführen, sind die Folgenden:

1.Wer kann helfen/unterstützen? - Freunde/Familie/Bekannte?
2.Was kann/muss selbst getan werden, damit sich etwas verändert?
3.Wie kann etwas verändert werden? Mit eigenen Ressourcen? Mit Kommunikation?
4.Was ist wichtig? Entscheidung?
5.Was denkst du über dich in dieser Situation (positiv/negativ)?
6.Wie könnte das Leben, die Situation verändert werden? Persönliche Vorstellung davon? Hoffnung vermitteln…!

(Quelle: http://nlpportal.org/nlpedia/wiki/Logische_Ebenen)

Ich halte in meiner Arbeit als Coach und Berater den systemischen Ansatz für ausgesprochen wichtig und elementar erfolgsentscheidend. Daher ist er für mich aus meiner täglichen Arbeit nicht wegzudenken.

So habe ich mich entschieden, diese Arbeit ganz bewusst der systemischen Krisenintervention zu widmen.

3 Einleitung

3.1 Wie es zu dieser Arbeitsidee kam:

Vor einem Jahr hatte ich ein unvergessliches Erlebnis mit meiner ersten Coaching-Klientin. Ich fragte sie am Ende der Sitzung, ob ihr etwas gefehlt habe während der Sitzung und falls ja, ob sie das benennen könne. Sie antwortete sofort, ohne lange zu überlegen: „Stellen Sie mir bitte n o ch m e h r Fragen!“

Ich bin Systemischer Coach, Beraterin und Trainerin. Mich interessiert das Thema Krisenintervention, weil jeder Klient nicht einfach ohne Grund fremde Hilfe sucht. Wenn Menschen bei sich erste Anzeichen erkennen von einem wahrgenommenen Symptom wie Anspannung, Unsicherheit, Angst, Hilflosigkeit, Irritation und Aggressivität, die auf eine Krisensituation hinweisen, dann sind sie oft hilflos und fühlen sich gefangen in der Situation. Sie haben keine Idee, wie eine Veränderung eingeleitet werden kann.

Durch das Coaching habe ich die Möglichkeit, Menschen von diesem „Stuck-State“ (Gefangensein in einer Situation) wieder in einen „Ressource-State“ (Situation, in der ich mir meiner Stärken und Ressourcen bewusst bin) zu führen.

In der oben geschilderten Situation erkannte die Klientin ihr Problem und sie sprach dieses in einem einzigen aussagekräftigen Satz aus. Mit meiner Gesprächsführung und den entsprechenden Fragen redete sie darüber. Sie bezog auch ihre Gefühle ein, die sie wahrnahm und sprach offen darüber. Sie beschreib was sie fühlte und wo im Körper dieses Gefühl war (Ort).

Dieses Aussprechen führte zu einer grossen emotionalen Entlastung, die den Beginn der Veränderung zeigte und langfristig sehr gesundheitsförderlich war. Die Versöhnung mit diesem Erlebnis begann.

3.2 Mein Arbeitsziel:

Mein Arbeitsauftrag besteht also generell darin, im Coaching die eigenen Lösungen, die eigenen Ressourcen und somit die eigenen Bewältigungsstrategien der Klientin wieder zu aktivieren (vgl. Aufgabe des Erstgesprächs, Dross, 2001, S.37). So kann eine akute Krise nach ca. 4 - 6 Wochen abgeschlossen sein. Auch das Führen eines Nachgesprächs ist sinnvoll. Wie geht jemand in einer nächsten Krise mit Copingstrategien um? Was hat die Klientin aus der gerade überwundenen Krise gelernt? (Dross, 2001, S. 42)

Um diesen Krisenprozess mit der gebotenen Sensibilität und klaren Zielführung begleiten zu können, bewegen mich die folgenden Fragen, die ich in dieser Arbeit beantworten möchte:

- Wie führe ich konstruktive Krisenberatungsgespräche?
- Auf was achte ich bei meiner Klientin?
- Wie unterstütze ich sie kompetent?

4 Grundbegriffe

4.1 Krise (Definition)

Griech., Krisis, „die Meinung“, „Beurteilung“, „Entscheidung“, „die Zuspitzung“, eine problematische, mit einem Wendepunkt verknüpfte Entscheidungssituation.

(Quelle: http://woerterbuch.babylon.com/krise/)

4.2 Intervention (Definition)

Ein Übergriff (Dazwischentreten eines Beraters, Helfers oder eines Ankers) über alle Massnahmen und Prozesse, die eine Person mit sich oder mit anderen macht, um eine innere oder äussere Wirkung zu erzielen.

(Quelle: Das Wörterbuch des NLP).

4.3 Erst- oder Kennenlerngespräch (Definition nach Wolfgang Widulle)

Dieses Gespräch dient der Kontext- und Auftragsklärung. Die Fragestellung bezieht sich auf den persönlichen und sozialen Kontext (Vorgeschichte). Die Klientin vertraut mir ihren Auftrag erst an, wenn sie spürt, dass ich sie unterstützen kann mit ihrem Anliegen. Die evtl. Auftraggeberin testet mich als Beraterin. Es kann auch ein erstes Klärungsgespräch stattfinden.

Nach dem Erstgespräch wurde uns klar, dass wir gemeinsam an ihrem Thema arbeiten werden.

4.4 Klärungsgespräch (Definition nach Wolfgang Widulle)

Das ist ein systemisch und Klienten zentriertes orientiertes Konzept des Beratungsgesprächs mit meiner Klientin. Es hat die Selbst-, Kommunikations-, Persönlichkeits- und die Systemklärung der Klientin zum Thema.

4.5 Krisengespräch (Definition nach Wolfgang Widulle)

Dieses Gespräch ist ein Teil einer Krisenintervention. Das ist ein an Krisensituationen angepasstes Beratungsgespräch, in dem aktiv, stark strukturiert, zeitlich begrenzt und direktiv die unmittelbare Bewältigung der Krise angestrebt wird.

Verschiedene Anwendungskonzepte bei der Fragestellung zeige ich auf um eine positive Veränderung zu erreichen. Manchmal muss ich auch akzeptieren, dass jemand noch nicht bereit ist über etwas zu reden, auch das ist ein Teil der abgefragt und geklärt werden muss.

Wollen sie etwas verändern?

Sollen wir jetzt darüber reden?

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Systemische Krisenintervention. Beratung, Coaching und Training
Hochschule
Fachhochschule St. Gallen  (Angewandte Wissenschaften)
Veranstaltung
CAS GHS Zertifikationslehrgang Krisenintervention
Note
Note C (gut)
Autor
Jahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V232861
ISBN (eBook)
9783656502685
ISBN (Buch)
9783656504023
Dateigröße
2332 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Kommentar des Dozenten: Das ist eine qualifizierte Arbeit. Ihrer Aufgabe, die Inhalte dieses Kurses vor dem Hintergrund ihrer beruflichen Praxis wissenschaftlich zu reflektieren, ist sie gut nachgekommen. Die vorgelegte Ausarbeitung ist engagiert geschrieben und entspricht weitgehend wissenschaftlichen Standards. Ihre theoretische Argumentationslinie ist anspruchsvoll, bedingt durch die Komplexität jedoch nicht immer komplex genug. In der Reflektion eines konkreten Praxis-Beispieles versucht sie, einen Theorie-Praxis-Transfer möglich zu machen. Das ist weitgehend gelungen.
Schlagworte
Krise, Beratung, Fachhochschule St. Gallen, CAS-Modul-Lehrgang, Weiterbildung, Soziale Arbeit
Arbeit zitieren
Renate Good (Autor), 2011, Systemische Krisenintervention. Beratung, Coaching und Training, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232861

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