Alemania es diferente? Analyse der zentralen deutschen Kulturstandards aus Sicht spanischer Studierender in Deutschland


Bachelorarbeit, 2012

74 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1. Der Kulturbegriff
2.2. Das Konzept der Kulturstandards
2.2.1. Definition
2.2.2. Funktion und Merkmale
2.2.3. Historische Entstehung
2.2.4. Generierung von Kulturstandards
2.2.5. Kritik
2.3. Interkulturelles Lernen und Handeln
2.3.1. Kulturbedingte Kommunikationsprobleme
2.3.2. Grundhaltungen
2.3.3. Entwicklungsstufen interkultureller Kompetenz
2.3.4. Fazit

3. METHODIK UND UNTERSUCHUNG
3.1. Vorläufige Hypothesen
3.2. Die Erhebung kritischer Interaktionssituationen
3.2.1. Die Interviewmethode
3.2.2. Die Interviewteilnehmer
3.2.3. Ablauf des Interviews
3.2.4. Auffälligkeiten bei der Befragung
3.2.5. Übersicht über die Interviews
3.3. Die Auswertung der Interviews
3.3.1. Transkription und Erhebung von Statistiken
3.3.2. Selektionskriterien
3.3.3. Qualitative Inhaltsanalyse der CIs
3.4. Chronologische Darstellung der Untersuchung

4. ERGEBNISSE
4.1.1. Allgemeine Erkenntnisse
4.1.2. Verteilung der Themenfelder und Critical Incidents
4.1.3. Abweichungen von den zentralen deutschen Kulturstandards
4.1.4. Zusammenführung der Ergebnisse

5. KRITISCHE WÜRDIGUNG DER EIGENEN STUDIE

6. ALLGEMEINES FAZIT

LITERATURVERZEICHNIS

INTERNETQUELLENVERZEICHNIS

ANHANG
I. Das halbstrukturierte Interview
II. Übersicht über die Critical Incidents
III. Transkription der Interviews
IV. Kurzfragebogen

EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abb. 1 Kulturunterschiede und kulturelle Toleranzbereiche

Abb. 2 Wechselwirkungen in der interkulturellen Begegnung

Abb. 3 Grundhaltungen interkultureller Kontaktsituationen

Abb. 4 Entwicklungsstufen interkulturellen Verstehens

Abb. 5 Die Interviewpartner

Abb. 6 Rahmenbedingungen der Befragung

Abb. 7 Verteilung der Themenfelder und Critical Incidents

Abb. 8 Chronologische Darstellung der Untersuchung

Abb. 9 Zentrale und handlungsspezifische Kulturstandards in einer vergleichenden Darstellung

Abb. 10 Übersicht über Critical Incidents

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. EINLEITUNG

„Spain is different!“ – so lautet der berühmte Werbeslogan, welcher die Singularität der spanischen Kultur zum Ausdruck bringen soll. Ursprünglich stammt er von Manuel Fraga, Spaniens ehemaligem Tourismus- und Informationsminister, welcher Spanien in den 60er Jahren mit diesem Siegel versehen und als Tourismusdestination interessant gemacht hat. Heute gehört der Slogan fest zum spanischen Kollektivbewusstsein und wird immer wieder in Politik und Werbung zitiert.

In Zeiten der Euro-Krise gewinnt der Ausdruck indessen an völlig neuer Bedeutung: Mit 51,8 Prozent[1] weist Spanien derzeit Europas höchste Jugendarbeitslosigkeit auf. Vor diesem Hintergrund sehen sich viele junge spanische Akademiker gezwungen, über Spaniens Grenzen hinweg nach Arbeitsplätzen zu suchen. Angesichts der volkswirtschaftlichen Leistungskraft[2] bei gleichzeitigem Fachkräftemangel gewinnt Deutschland als Studien- und Arbeitsstandort dabei zunehmend an Attraktivität. Diese Tendenz spiegelt sich auch in den Statistiken des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) wieder: Spanische Studierende bilden mit über 3.300 Studierenden noch vor Frankreich (3.250) und Polen (2.120) die derzeit größte Ländergruppe an deutschen Hochschulen.[3] Zugleich ist ein enormer Anstieg der Nachfrage nach Deutschkursen in Spanien zu verzeichnen: Mit 35 Prozent Anstieg von 2010 bis 2011 stellt Spanien das Land mit der weltweit höchsten Zunahme an Sprachkursteilnehmern des Goethe-Instituts dar.[4] Folglich kann konstatiert werden, dass die Anzahl der in Deutschland lebenden Spanier in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat und angesichts der negativen Wirtschaftsprognosen voraussichtlich weiterhin expandieren wird. Interkulturelle Begegnungen mit Spaniern, ob an der Universität oder am Arbeitsplatz, beschränken sich damit längst nicht mehr nur auf touristische Erfahrungen. Sie gehören zum Alltag vieler Deutscher.

Besonders im Zeitalter der Globalisierung und der damit einhergehenden Intensivierung internationaler Zusammenarbeit gewinnen unterdessen interkulturelle Kompetenzen rapide an Bedeutung. Neben fachlichen und sprachlichen Qualifikationen gehören sie fraglos zu den beruflichen Schlüsselqualifikationen des 21. Jahrhunderts.[5] An vielen deutschen Universitäten wird dieser Thematik jedoch noch immer unzureichend Beachtung geschenkt, was sich beispielsweise in der mangelhaften Integration vieler ausländischer Studierender –insbesondere der Erasmus-Studenten[6] – widerspiegelt. Laut einer Studie zeigen sich viele Universitäten enttäuscht über den mangelnden Austausch ihrer multikulturellen Studentenschaft.[7] Es wird oftmals von der „Kontakthypothese“ ausgegangen, die besagt, dass Interaktionen zwischen Individuen verschiedener Kulturkreise automatisch für bessere Beziehungen sorgen, respektive Spannungen zwischen diesen verringern.[8] Dabei widerlegt die Praxis ständig aufs Neue die Annahme, dass die Quantität an Kulturbegegnungen per se zum Erwerb interkultureller Kompetenzen führt. Eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung interkultureller Handlungskompetenz (IHAKO) stellen sowohl fundierte Kenntnisse der Fremdkultur, als auch der eigenen kulturellen Denk- und Handlungsmuster dar. Nicht umsonst lautet eine 3000 Jahre alte chinesische Erkenntnis in Bezug auf Kontakte mit Fremden: „Nur wer den anderen und sich gut kennt, dem ist in tausend Begegnungen Erfolg beschieden“[9].

Aus diesem Kontext heraus soll in der vorliegenden Arbeit untersucht werden, welches Deutschlandbild spanische Studierende in Deutschland dokumentieren. Ziel der Arbeit ist es, aus dem erhobenen und analysierten Datenmaterial die zentralen deutschen Kulturstandards zu überprüfen, und mögliche Ursachen für handlungsspezifische Kommunikationsprobleme zwischen deutschen und spanischen Studierenden herzuleiten.

Zu Beginn der Arbeit werden zunächst die theoretischen Grundlagen expliziert, welche für das Gesamtverständnis grundlegend sind. Anschließend werden im methodischen Teil die Erhebungs- und Analysemethoden des gewonnenen Datenmaterials ausführlich dargestellt und drei vorläufige Hypothesen formuliert. Basierend auf den Ergebnissen der Interviews werden im vierten Teil allgemeine Erkenntnisse vorgestellt, die aufgestellten Hypothesen überprüft und die zentralen deutschen Kulturstandards mit den in der vorliegenden Arbeit detektierten Kommunikationsproblemen kontrastiert, um anschließend gewonnene Erkenntnisse zusammenzuführen. Im fünften Teil findet eine kritische Würdigung der eigenen Studie statt. Abschließend werden in einem allgemeinen Fazit zentrale Aussagen und Erkenntnisse der Untersuchung resümiert, die zukünftige Relevanz des Forschungsgebiets beleuchtet und Anregungen für integrativ günstigere Rahmenbedingungen studentischer Austauschprogramme gegeben.

Die vorliegende Arbeit soll einen Beitrag zur Frage nach der Problematik der kulturellen Integration ausländischer Studierender in Deutschland am konkreten Beispiel spanischer Studierender leisten. Bislang existieren keine Studien über dieses konkrete Handlungsfeld. Zwar gibt es zahlreiche Autoren, die interkulturelle Anregungen und Ratschläge für die Berufswelt bereitstellen[10], doch weist das studentische Interaktionsfeld bisher insbesondere zwischen Deutschland und Spanien ein großes Forschungsdefizit auf.

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN

Im folgenden Abschnitt werden die für diese Arbeit relevanten theoretischen Grundlagen zusammenfassend vorgestellt. Zentrale Begriffe stellen dabei Kultur, Kulturstandards und interkulturelles Lernen dar. Diese werden im Folgenden definiert, und die Konzepte, welche für das weitere Verständnis von substanzieller Bedeutung sind, genauer erläutert.

2.1. Der Kulturbegriff

Der Begriff „Kultur“ gehört zweifelsohne zum trivialen Sprachgebrauch. Dennoch stellt sich bei genauerer Betrachtung die Frage: Was bedeutet Kultur eigentlich? Sind damit künstlerische Artefakte, eine bestimmte Lebensart, unterschiedliche Lebensgewohnheiten zwischen den Völkern und/oder landwirtschaftliche Aktivitäten gemeint? Der Versuch, diesen Terminus in gedanklich einheitlicher und strukturierter Form so zu determinieren, dass er allen bedeutungsrelevanten Bereichen in angemessener Weise Rechnung trägt, stellt ein nahezu unmögliches Unterfangen dar. Je nach Kontext und Benutzer meint „Kultur“ unterschiedliche Phänomene, Spezifizierungen und ruft mannigfaltige Assoziationen hervor.[11]

Analog dazu findet sich in der Literatur eine unüberschaubare Anzahl an Definitionen des Kulturbegriffs, welcher im Laufe der Geschichte immer wieder neu und von unterschiedlichen Wissenschaftszweigen her definiert und interpretiert wurde.[12] So beschäftigt sich eine Vielzahl an Ethnologen, Anthropologen, Soziologen, Kulturphilosophen, Politologen, Psychologen und Wirtschaftswissenschaftlern mit der Begebenheit „Kultur“.[13] Zu den bekanntesten interkulturellen Studien der letzten Jahrzehnte zählen die Untersuchungen und Modelle von Edward Hall, Geert Hofstede, Fons Trompenaars, David Pinto, Harry Triandis und Alexander Thomas.[14]

Etymologisch leitet sich „Kultur“ vom lateinischen Begriff „colere“ her, wo er ursprünglich im Zusammenhang mit Handlungen aus der bäuerlichen Arbeitswelt verwendet wurde: Übersetzt bedeutet er so viel wie „pflegen, bebauen, bestellen“, aber auch „anbeten“.[15] Dabei spielt der Eingriff des Menschen in die Natur eine wichtige Rolle. Kultur kann als etwas verstanden werden, das die Natur bewusst oder unbewusst ändert. Hierbei wird die Gegenüberstellung der Kultur zur Natur deutlich. Die natürliche Ordnung wird demnach durch eine vom Menschen geschaffene ersetzt. Entsprechend dieser Kulturauffassung determiniert der US-amerikanische Psychologe Harry Triandis Kultur als „the human–made environment“.[16]

Der holländische Kulturpsychologe Geert Hofstede definiert Kultur metaphorisch als „the collective programming of the mind“.[17] Folglich betrachtet er Kultur als einen von einer kulturellen Gemeinschaft geteilten Wissensvorrat über traditionelle Werte, Weltbilder, Normen, Konventionen und gruppenspezifisches Kulturwissen.[18] Die Quellen dieser „mentalen Programme“, wie Hofstede sie nennt, liegen im sozialen Umfeld.[19] Mit anderen Worten: Während des Hineinwachsens des Einzelnen in die Gesellschaft, auch als „Enkulturation“ bezeichnet, erlernt ein Individuum die jeweils spezifischen sozial relevanten Verhaltensweisen seines Kulturkreises. Dies geschieht meist automatisch und unbewusst.[20] Verhält sich eine Person innerhalb der im jeweiligen sozialen Umfeld existierenden Normen und Regeln, erfährt sie Bestätigung. Vice versa werden abweichende Verhaltensmuster mit Ablehnung und direkter oder indirekter Missbilligung „bestraft“, und führen zu einer eventuellen Veränderung der eigenen Denk- und Handlungsmuster.[21] Auf diesen Punkt wird im folgenden Kapitel genauer Bezug genommen.

Der Fokus dieser Arbeit richtet sich auf die Analyse der zentralen deutschen Kulturstandards aus Sicht spanischer Studierender in Deutschland. Daher soll an dieser Stelle auf denjenigen Aspekt des Kulturbegriffs Bezug genommen werden, welcher für die interkulturelle Kommunikation und Kooperation von Relevanz ist. Daher bildet folgende Definition des Kulturbegriffs die Grundlage der vorliegenden Arbeit:

„Kultur ist ein universell verbreitetes, für eine Nation, eine Gesellschaft, eine Organisation, eine Gruppe, also für jedes soziale Gebilde, zu denen Menschen sich zugehörig fühlen, sehr spezifisches, typisches und identitätsstiftendes Orientierungssystem. Dieses Orientierungssystem manifestiert sich in spezifischen Symbolen (z.B. Sprache, nichtsprachliche Symbole, Gestik, Mimik, Etiketten, Sitten, Gebräuche, Werte, Normen, Verhaltensregeln, Verhaltensskripts) und wird in der jeweiligen sozialen Gemeinschaft über den Prozess der Sozialisation und der Enkulturation tradiert. Das kulturspezifische Orientierungssystem beeinflusst die Wahrnehmung, das Denken, Werten, Urteilen, die emotionalen und motivationalen Prozesse und das Handeln aller Mitglieder der Gemeinschaft und definiert somit deren Zugehörigkeit zur jeweiligen sozialen Gemeinschaft.“[22]

Im Mittelpunkt dieser Definition steht das „Orientierungssystem“, welches den Angehörigen eines bestimmten Kulturkreises eine sinnstiftende Wirkung und damit wiederum Handlungssicherheit verleiht. Dieses System, bestehend aus kollektiven sozialverbindlichen Normen und Regeln, kann als „kulturelle Brille“ verstanden werden, durch welche Menschen die Welt beobachten und strukturieren.[23]

2.2. Das Konzept der Kulturstandards

Diese Normen und Regeln werden „von der Mehrheit der Mitglieder einer Kultur als normal, selbstverständlich, typisch und verbindlich angesehen“[24] und können somit als „Kulturstandards“ (KSs) bezeichnet werden. Je mehr ein Individuum die KSs eines bestimmten Kulturkreises –inklusive des eigenen– versteht und respektiert, desto einfacher wird er sich innerhalb dieser Kultur bewegen können.[25]

Das Modell der KSs wurde von einer Gruppe von Theoretikern um Alexander Thomas an der Universität Regensburg (UR) entworfen. Es zielt darauf ab, grundlegende kulturelle Ausprägungen von Menschen respektive Kulturkreisen zu veranschaulichen. Dabei wird immer von zwei Kulturen ausgegangen, die in Relation zueinander gesetzt werden. Bei der Kulturstandardmethode handelt es sich um eine hermeneutische[26] Wissenschaft, das heißt, durch die Perspektivenübernahme der „fremden“ Handlungsperspektive, und der damit verbundenen Selbstreflexion, sollen sowohl das Fremd- als auch das Selbstverständnis gefördert und sensibilisiert werden.[27]

2.2.1. Definition

Dem im vorherigen Abschnitt beschriebenen Orientierungssystem liegen kulturspezifische Verhaltens- und Bewertungsstandards zugrunde, welche idiomatisch als „Kulturstandards“ bezeichnet werden. Hierbei kann zwischen zentralen und peripheren KSs unterschieden werden. Während zentrale KSs weite Bereiche des Denkens, Wertens und Handelns regulieren, beziehen sich periphere KSs nur auf bestimmte Situationen oder Personengruppen.[28] Der Analysegegenstand dieser Arbeit beschränkt sich weitgehend auf die zentralen KSs, da diese zum einen besser nachprüfbar, und zum anderen im Rahmen einer interkulturellen Betrachtung von größerer Signifikanz sind. Nach Thomas werden KSs definiert, als

„die von den in einer Kultur lebenden Menschen untereinander geteilten und für verbindlich angesehenen Normen und Maßstäbe zur Ausführung und Beurteilung von Verhaltensweisen. KSs wirken als Maßstäbe, Gradmesser, Bezugssysteme und Orientierungsmerkmale. KSs sind die zentralen Kennzeichen einer Kultur, die als Orientierungssystem des Wahrnehmens, Denkens und Handelns dienen. [...] Ein Standard ist dabei ein als normal gebräuchlich, richtig, passend, usw. empfundenes Maß der Beschaffenheit eines Gegenstandes, eines Ereignisablaufes oder eines individuellen Verhaltens.“[29]

Als KSs sind sie für das Handeln der Menschen in einer bestimmten Nation, Gesellschaft oder einem bestimmten Kulturraum charakteristisch.[30] Es handelt sich ergo um abstrakte, hochgeneralisierte und hypothetische Konstrukte, die nicht direkt beobachtbar, beziehungsweise erfassbar, sind.[31] Sie werden erst dann erkennbar, wenn Menschen unterschiedlicher kultureller Kontexte in Kommunikation zueinander treten, und es zu sogenannten „kritischen Interaktionssituationen“ (KIs) kommt, das heißt, unterschiedliche Bezugssysteme und Verhaltensweisen aufeinandertreffen. Beispielsweise können KSs, welche in einer bestimmten Kultur von zentraler Bedeutung sind, in einer anderen eine nur nebensächliche Rolle spielen, oder sogar gänzlich fehlen.[32] Ferner können KSs in verschiedenen Kulturen unterschiedliche hierarchische Ebenen und Toleranzbereiche aufweisen, was im folgenden Abschnitt genauer erläutert wird.

2.2.2. Funktion und Merkmale

KSs können als charakteristische „Spielregeln“ des gesellschaftlichen Lebens verstanden werden, die das jeweilige kulturspezifische Verhaltensmuster determinieren.[33] Sie ermöglichen den Mitgliedern eines Kulturkreises, sich gegenseitig als Interaktionspartner berechenbar zu machen.[34] Auf diese Weise nehmen sie als komplexreduzierende und handlungsleitende Elemente eine wichtige Rolle bei der Informationsverarbeitung und Umweltbewältigung ein.[35] Das Bewegen innerhalb eines fixierten Handlungsraums legitimiert das eigene Denk- und Verhaltensmuster, da dieses als maßgebliche Richtlinie angesehen und von anderen Mitgliedern des eigenen Kulturkreises akzeptiert wird. KSs beziehen sich dabei auf die in einer gesamten Nation oder Gemeinschaft existierenden Wesenszüge, das heißt, sie erheben nicht den Anspruch, Individuen per se zu beschreiben.[36] Nach Thomas weisen KSs folgende fünf Merkmale auf:

- KSs sind Arten des Wahrnehmens, Denkens, Wertens und Handelns, die von einer Mehrzahl der Mitglieder einer bestimmten Kultur für sich und andere als normal, typisch und verbindlich angesehen werden.
- Eigenes und fremdes Verhalten wird aufgrund dieser KSs gesteuert, reguliert und beurteilt.
- KSs besitzen Regulationsfunktion in einem weiten Bereich der Situationsbewältigung und des Umgangs mit Personen.
- Die individuelle und gruppenspezifische Art und Weise des Umgangs mit KSs zur Verhaltensregulation kann innerhalb eines gewissen Toleranzbereichs variieren.
- Verhaltensweisen, die sich außerhalb der bereichsspezifischen Grenzen bewegen, werden von der sozialen Umwelt abgelehnt und sanktioniert.[37]

KSs verfügen demzufolge über einen „Toleranzbereich“ (siehe Abb. 1). Demnach wird angenommen, dass KSs einen gewissen Erwartungswert aufweisen, also einen Durchschnittswert, dem die quantitative Mehrheit der Mitglieder einer Kultur entspricht, beziehungsweise sich annähert.[38]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Kulturunterschiede und kulturelle Toleranzbereiche[39]

Dieser Durchschnittswert kann als Idealwert des jeweiligen KS verstanden werden. Mit anderen Worten: Die in einem bestimmten Kulturkreis A lebenden Individuen zeigen gehäuft Verhaltensweisen, die in einer anderen Kultur B in dieser Häufigkeit nicht beobachtet werden können. Dabei sind die beobachteten Verhaltensweisen der Individuen unterschiedlich stark ausgeprägt und bewegen sich in einem Toleranzbereich, also einem den Durchschnittswert eingrenzenden Bereich, in dem abweichende Verhaltensmerkmale noch akzeptiert werden.[40] Zeigen Personen ein Verhalten, welches sich außerhalb der bereichsspezifischen Grenzen bewegt, wird dies von der sozialen Umwelt als fremd, unnormal und inakzeptabel aufgenommen und mit Ablehnung und gegebenenfalls Sanktionen erwidert.[41]

Beim Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen werden in der Regel primär die interkulturellen Unterschiede wahrgenommen. Diese wirken oft größer, als sie de facto sind. Dies liegt daran, dass sich oft zunächst die kulturellen Unterschiede manifestieren, ohne dass eventuelle Gemeinsamkeiten wahrgenommen werden. Zudem wird häufig das Ausmaß der Unterschiede im Erwartungswert überbetont.[42] Grundsätzlich wird eine zunächst unbekannte Person anhand der zentralen KSs gemessen. Je mehr sie den in einem bestimmten Kulturkreis vorherrschenden KSs entspricht, desto mehr wird sie anerkannt.[43] Oftmals werden an Fremde sogar strengere Maßstäbe angelegt, als Menschen des eigenen Kulturkreises.[44] Somit stellt die Erkennung und Beachtung von KSs neben der Sprache ein fundamentales Schlüsselelement zur kulturellen Integration dar.

2.2.3. Historische Entstehung

Die Herausbildung von KSs in einer Gesellschaft vollzieht sich nicht arbiträr. Vielmehr sind KSs als Resultat historischer Entwicklung und Auseinandersetzungen mit der Umwelt zu verstehen.[45] So sahen sich verschiedene Kulturkreise im Laufe der Geschichte immer wieder gezwungen, ihre Lebensweisen an die veränderten vorherrschenden Umweltzustände anzupassen. Dazu gehörten beispielsweise Veränderungen in der „Ernährungslage, Bevölkerungsdichte, dem Klima, der Religion, Technik, Wissenschaft, Wirtschaft oder Politik“[46]. Demzufolge sind KSs keineswegs als statische oder zeitlose Attribute aufzufassen. Vielmehr sind sie umweltbedingten Anpassungsreaktionen unterworfen, das heißt variabel, wenngleich dieser Prozess in der Regel einen relativ langen Zeitraum in Anspruch nimmt und sich sukzessive über mehrere Generationen vollzieht.[47] Vor diesem Hintergrund scheint es evident, dass sich in unterschiedlichen Kulturen zum Teil sehr heterogene Orientierungssysteme herausgebildet haben.[48]

2.2.4. Generierung von Kulturstandards

KSs unterscheiden sich von Stereotypen und Vorurteilen aufgrund der Tatsache, dass sie aus real und alltäglich erlebten Handlungssituationen empirisch gewonnen werden. Stereotypisierungen hingegen beruhen auf der allgemeinen Basis kulturdivergenter Meinungen, Eindrücke und Bemerkungen, die in den meisten Fällen einem hohen Grad an Wahrnehmungsverzerrung unterliegen.[49]

Für die Generierung von KSs wurde in der interkulturellen Psychologie eine Methode zur Erhebung und Analyse von sogenannten „Critical Incidents“ (CIs) entwickelt.[50] KIs und CIs sind im Folgenden als Synonyme zu betrachten. Bei dieser Methode wird im Rahmen von teilstrukturierten Interviews nach denjenigen Verhaltensweisen gefragt, die aus der einen kulturellen Perspektive mit Mitgliedern der anderen Kultur nicht zu erwarten gewesen wären, beziehungsweise von den gewohnten Verhaltensstrukturen abweichend wahrgenommen worden sind. Denn „erwartungswidriges Handeln des fremdkulturellen Partners ist [...] ein entscheidendes Kriterium für den Kontrast vonKSs[51].

Nach der Durchführung der audiographisch aufgezeichneten Interviews werden diese anschließend transkribiert und mit Blick auf KSs inhaltsanalytisch ausgewertet.[52] Eine wichtige Aufgabe besteht darin, nicht allgemein beobachtete Verhaltensweisen, sondern konkrete KIs im Detail zu erschließen.[53] Im Rahmen der erstmaligen Erfassung von KSs werden zudem die redaktionell überarbeiteten KIs in einem zweiten Schritt „Experten“[54] aus der Ausgangs- und Zielkultur vorgelegt, welche die jeweiligen Schilderungen nochmals analysieren und interpretieren.[55] Da sich diese Arbeit jedoch als Ziel setzt, die bereits erhobenen KSs aus der konkreten Sicht spanischer Studierender in Deutschland zu analysieren, wird in der vorliegenden Arbeit von Expertenmeinungen abgesehen.

In der Regel lassen sich, nach dem Wegfall der Situationswiederholungen, am Ende sechs bis zehn „kulturspezifische KSs“ formulieren, wobei diese ferner mit zielkulturspezifischen Darlegungen versehen werden.[56] Die „zentralen KSs“ für ein bestimmtes Zielland werden wiederum anhand einer weiteren komparatistischen Analyse erhoben. Dabei werden diejenigen KSs, welche von unterschiedlichen Nationen in Bezug auf ein bestimmtes Zielland repetitiv aufgeführt werden, als „zentrale KSs“ herausgestellt.

2.2.5. Kritik

Der 2003 von Alexander Thomas publizierte Beitrag „Interkulturelle Kompetenz. Grundlagen, Probleme und Konzepte“ hat eine der bislang umfangreichsten Debatten innerhalb der interkulturellen Forschung evoziert.[57] Einer der Kritikpunkte, auf welchen Thomas selbst hinweist, ist die oft „einseitige, vom euroamerikanischen ‚westlichen‘ Kulturverständnisdeterminierte[58] Darstellung von IHAKO.

Ferner unterliegt das Kulturstandardmodell der Kritik, die komplexe Wirklichkeit stark zu reduzieren, was sich unter anderem in seinen bipolaren Kategorisierungen äußert.[59] So wird beispielsweise zwischen „monochronem“ versus „polychronem“ Zeitverständnis, oder „individualistischem“ versus „kollektivistischem“ Lebensstil polarisiert, ohne feinere Nuancierungen vorzunehmen. Kritiker befürchten eine daraus resultierende Begünstigung von Stereotypisierungen.[60] Aus diesem Grund muss an dieser Stelle nochmals betont werden, dass es sich bei dem Kulturstandardmodell um vorherrschende Tendenzen einer nationalen Gruppe als Ganzes handelt. Diese können nicht automatisch auf einzelne Personen übertragen werden, da ein Individuum allein meist nicht dem genauen Durchschnittswert des ihm zugehörenden Kollektivs entspricht. Ferner sind bei kulturellen Begegnungen eine Reihe von „persönlich-individuellen“ und „situativ-strukturellen“ Faktoren wirksam (siehe Abb. 2).[61]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Wechselwirkungen in der interkulturellen Begegnung[62]

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den Erhebungsprozess der KSs. Zum einen werden sie in einem bestimmten zeitlichen und räumlichen Kontext erhoben und können folglich nur auf eine ausgewählte Zielgruppe, ein determiniertes Handlungsfeld und einen bestimmten Zeitpunkt bezogen werden. Gleichzeitig erheben sie den Anspruch, für eine gesamte Nation -losgelöst von deren intrakultureller Vielschichtigkeit- Gültigkeit zu besitzen. Dabei ist die Gleichsetzung von Kultur mit geographischen und politischen Grenzen äußerst umstritten.[63]

KSs müssen im Allgemeinen als ein Versuch der komplexen Wirklichkeitsdeutung und nicht als statische Gesetzmäßigkeiten verstanden werden. Die zentrale Herausforderung besteht darin, „kulturelle Komplexität so zu reduzieren, dass sie einerseits noch sichtbar bleibt, aber gleichzeitig auch operationalisierbar ist.“[64]

2.3. Interkulturelles Lernen und Handeln

In der interkulturellen Forschung wird die Bezeichnung „kulturelle Überschneidungssituation“ verwendet, wenn sich Menschen unterschiedlicher Kulturen[65] begegnen und füreinander bedeutsam werden.[66] Die Herausforderung der kulturellen Überschneidungssituation manifestiert sich darin, dass unterschiedliche Orientierungssysteme aufeinandertreffen, während das geteilte Hintergrundwissen nur partiell vorhanden ist. Folglich kommt es bei kulturellen Überschneidungssituationen oft zu KIs. Altbewährte Kommunikations- und Verhaltensmuster funktionieren auf einmal nicht mehr. Vieles erscheint fremd, unpassend, unverständlich und unlogisch.[67] Kritisch verlaufende kulturelle Überschneidungssituationen aktivieren als psychologische Grenz- und Sondersituationen gewisse Prozesse, in denen die beteiligten Personen über die jeweilige KI reflektieren und versuchen, Klärungs- und Lösungsansätze zu suchen.[68]

In dieser Phase des Nachdenkens, der Verunsicherung und der Desorientierung sind unterschiedliche Typen der langfristigen Verhaltensregulation möglich, auf welche in den folgenden Kapiteln genauer Bezug genommen wird. Wichtig ist, dass es nicht bei einer dauerhaften Desorientierung bleibt, sondern interkulturelle Probleme konstruktiv bewältigt werden. Dafür müssen gewisse Lernprozesse stattfinden. Entsprechend ist das grundlegende Bestreben der interkulturellen Forschung, verschiedene Formen des interkulturellen Lernens zu entwickeln.[69]

2.3.1. Kulturbedingte Kommunikationsprobleme

Wie der österreichische Kommunikationswissenschaftler Watzlawick 1921 feststellte, kann der Mensch „nicht nicht kommunizieren“[70]. Sobald sich zwei Personen gegenseitig wahrnehmen, kommunizieren sie automatisch miteinander, bewusst oder unbewusst, verbal oder nonverbal, da jedes Verhalten einen kommunikativen Charakter hat. Dementsprechend findet interkulturelle Kommunikation statt, sobald sich zwei Personen unterschiedlicher Kulturen wahrnehmen.

In Anbetracht der Tatsache, dass es bereits bei Personen des gleichen Kulturkreises -also intrakulturell- zu kommunikativen Missverständnissen kommen kann, birgt die interkulturelle Kommunikation ein besonders hohes Potenzial an möglichen Kommunikationsproblemen. Neben der sprachlichen Barriere stellen divergierende paralinguistische Elemente, wie beispielsweise Mimik, Gestik, Sprechtempo/-intensität oder Intonation eine große Herausforderung dar. Je nach Abweichung des reziproken Wissens können dabei mehr oder weniger Kommunikationsprobleme entstehen.[71] Durch Beseitigung der sprachlichen Barriere kann demzufolge das Fehlen von kulturspezifischem Wissen nicht kompensiert werden.[72] Beide Elemente sind in einem gewissen Mindestmaß für die interkulturelle Kommunikation unabdingbar. Mangelt es an einem oder sogar an beiden Elementen, werden innerhalb einer kommunikativen Situation die auftretenden Phänomene nicht verstanden oder falsch interpretiert und es entstehen KIs.[73]

2.3.2. Grundhaltungen

Der kanadische Psychologe John W. Berry unterscheidet fünf Typen von akkulturierenden[74] Personengruppen bezüglich der Grundhaltung und Anpassungsfähigkeit gegenüber einer anderen Kultur (siehe Abb. 3).[75]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Grundhaltungen interkulturellen Kontaktsituationen[76]

Je nachdem, welche Wertschätzung der Eigen-, respektive der Fremdkultur entgegengebracht wird, finden unterschiedliche Formen der „Akkulturation“ statt.[77] Die in der Graphik aufgeführten Begriffe werden im Folgenden erläutert:

- Eine „dominante Grundhaltung“ impliziert, dass eine Person die Standards der eigenen Kultur als verbindlich festsetzt und Personen aus anderen Kulturen dazu auffordert, diesen Standards zu folgen.
- Unter „Assimilation“ versteht man die vollkommene Anpassung an eine andere Kultur, indem die Standards der anderen Kultur komplett in das eigene Orientierungssystem übernommen werden.
- „Divergenz“ bezeichnet das Phänomen, bei dem Standards der eigenen und fremden Kultur miteinander vermischt werden. Dabei geht man oft Kompromisse ein, welche für die beteiligten Personen zwar im Toleranzbereich liegen, jedoch de facto nicht zufriedenstellend sind.
- Im Gegensatz dazu entsteht bei der „Synthese“ (Integration) eine dritte Ebene, welche auf den unterschiedlichen Orientierungssystemen aufbaut und eine zufriedenstellende Basis für künftige Kooperation darstellt.
- Konträr dazu wird beim „sozialen Rückzug“ (Marginalisierung) weder die eigene noch die fremde Kultur akzeptiert. Ein Individuum entzieht sich dabei vollkommen der interkulturellen Kontaktsituation.

Das langfristige Ziel des interkulturellen Lernens und Handelns ist es, Synergieeffekte anhand einer integrativen Synthese der verschiedenen Orientierungssysteme zu erreichen. Dies kann nur geschehen, wenn sowohl für die eigene, als auch die fremde Kultur Wertschätzung entgegengebracht wird.

2.3.3. Entwicklungsstufen interkultureller Kompetenz

Entsprechend der in den vorherigen Kapiteln angestellten Überlegungen lässt sich IHAKO anhand eines Stufenmodells ausdifferenzieren:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Entwicklungsstufen interkulturellen Verstehens[78]

[...]


[1] Vgl. IQV: Datos Macro Statistiken, Stand: März 2012.

[2] Die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft wird anhand des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gemessen. Deutschlands BIP betrug 2011 2570,8 Mrd. Euro (Quelle: Statistisches Bundesamt); damit stellt D. nach USA, China und Japan die viertstärkste Volkswirtschaft der Welt dar.

[3] Vgl. IQV: DAAD-Bericht über akademischen Austausch mit Spanien: S. 2.

[4] Vgl. IQV: Pressemitteilung des Goethe-Instituts.

[5] Vgl. Rehbein (2009): S. 11.

[6] Das „Erasmus-Programm“ ist ein Programm der Europäischen Union, welches 1987 gegründet wurde. Mit einem jährlichen Gesamtbudget von 450 Millionen Euro fördert es finanziell europäische Studenten bei ihren innereuropäischen Auslandssemestern.

[7] Vgl. Hiller (2007): S. 4.

[8] Vgl. Ebd.

[9] Schroll-Machl (2002): S. 9.

[10] Vgl. Buchserie „Beruflich inLand“, bei denen Alexander Thomas jeweils Mitherausgeber ist.

[11] Vgl. Triandis (1994): S. 22.

[12] Vgl. Hiller (2007): S. 14.

[13] Vgl. Ebd.

[14] Vgl. Blom (2004): S. 47.

[15] Vgl. Slawek (2009): S. 16.

[16] Hößler (2011): S. 99.

[17] Thomas (2003a): S. 21.

[18] Vgl. Hiller (2007): S. 19.

[19] Vgl. Hofstede (2006): S. 2.

[20] Vgl. Thomas (2003a): S. 23.

[21] Vgl. Ebd.

[22] Hößler (2011): S. 100.

[23] Vgl. Thomas (1996): S. 21.

[24] Thomas (2003a): S. 25.

[25] Vgl. Hiller (2007): S. 19.

[26] Unter Hermeneutik versteht man im Allgemeinen das Auslegen und Verstehen von Texten bzw. die Erklärung menschlichen Handelns. Im kulturellen Kontext bezieht sich der Begriff auf die Erfassung der Lebenswirklichkeit und das Verstehen von Sinnzusammenhängen in interkulturellen Lebensäußerungen. Das menschliche Verständnis beruht hierbei auf Symbolen, also Zeichen, welche von der Hermeneutik herausgearbeitet und interpretiert werden.

[27] Vgl. Feichtinger (1998): S. 76f.

[28] Vgl. Ebd.

[29] Schroll-Machl (2002): S. 28.

[30] Vgl. Rehbein (2009): S. 14f.

[31] Vgl. Hößler (2011): S. 107.

[32] Vgl. Ebd.: S. 108.

[33] Vgl. Markowsky (1995): S. 7.

[34] Vgl. Schroll-Machl (2002): S. 28.

[35] Vgl. Ebd.: S. 22.

[36] Vgl. Schroll-Machl (2002): S. 29.

[37] Thomas (2003a): S. 25.

[38] Vgl. Vgl. Schroll-Machl (2002): S. 29f.

[39] Eigene Darstellung auf Basis von Schroll-Machl (2002): S.29.

[40] Vgl. Ebd.

[41] Vgl. Rehbein(2009): S. 15.

[42] Vgl. Schroll-Machl (2002): S. 30.

[43] Vgl. Ebd.

[44] Vgl. Ebd.

[45] Vgl. Markowsky (1995): S. 7.

[46] Ebd.

[47] Vgl. Schroll-Machl (2002): S. 28.

[48] Bei allen, aus der historischen Perspektive abgeleiteten Konzepten, ist anzumerken, dass sie keinen Anspruch auf Verifizierbarkeit erheben. Es handelt sich lediglich um mögliche oder wahrscheinliche Erklärungsmodelle.

[49] Vgl. Ebd.: S. 34.

[50] Vgl. Thomas (1988): S. 9.

[51] Molz (1994): S. 80.

[52] Vgl. Hößler (2011): S. 109.

[53] Vgl. Ebd.

[54] Unter sog. „Experten“ versteht man Personen, die sowohl die Herkunfts- als auch die Zielkultur sehr gut kennen und, wenn möglich, kulturvergleichend geforscht oder gearbeitet haben.

[55] Vgl. Hößler (2011): S. 110.

[56] Vgl. Ebd.

[57] Vgl. Hößler (2011): S. 55.

[58] Thomas (2003a): S. 149.

[59] Vgl. Schroll-Machl (2002): S. 31.

[60] Vgl. Ebd.

[61] Vgl. Schroll-Machl (2002): S. 31f.

[62] Eigene Darstellung auf Basis von Thomas (2003a): S. 435.

Anm. zu Abb. 2: Neben der Kultur wird unser Verhalten maßgeblich von der jeweiligen Person und Situation beeinflusst. Daher können individuelle Verhaltensweisen nicht direkt auf gesamte Kulturkreise übertragen werden.

[63] Vgl. Yousefi (2011): S. 112.

[64] Bolten (2002): S. 6.

[65] „Kulturen“ beziehen sich hier nicht zwangsläufig auf Menschen unterschiedlicher Nationalitäten. So kann es beispielsweise auch zwischen Individuen unterschiedlicher Berufsgruppe zu kulturellen Überschneidungssituationen kommen. Entscheidend ist das gemeinsam geteilte Hintergrundwissen über das, was in der Interaktionssituation relevant wird.

[66] Vgl. Hößler (2011): S. 101.

[67] Vgl. Ebd.

[68] Vgl. Ebd.: S. 102.

[69] Vgl. Thomas (2003a): S. 126f.

[70] Watzlawick (2007): S. 50.

[71] Vgl. Hiller 2007): S. 22.

[72] Vgl. Ebd.

[73] Vgl. Hiller (2007): S. 23.

[74] „Akkulturation“ bezeichnet die oftmals nicht bewusst ablaufenden interkulturellen Lern- und Anpassungsprozesse einer Person, welche sich in einen zunächst fremdkulturellen Kontext begibt. Im Gegensatz zur „Enkulturation“ ist bei der „Akkulturation“ der Sozialisationsprozess bereits weitgehend abgeschlossen und eigenkulturellen Elemente internalisiert.

[75] Vgl. Berry (1997): S. 17.

[76] Eigene Darstellung auf Basis von Thomas (2003a): S. 434ff.

[77] Vgl. Thomas (2003a): S. 127.

[78] Engelhardt (2009): S. 6.

Ende der Leseprobe aus 74 Seiten

Details

Titel
Alemania es diferente? Analyse der zentralen deutschen Kulturstandards aus Sicht spanischer Studierender in Deutschland
Hochschule
Universität Regensburg  (Institut für Romanistik)
Veranstaltung
Deutsch-Spanische Studien
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
74
Katalognummer
V233458
ISBN (eBook)
9783656500742
ISBN (Buch)
9783656501343
Dateigröße
1690 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutschland, Spanien, Kulturstandard, Kulturbegriff, Interkulturelle Kommunikation, Critical Incident, Spain is different
Arbeit zitieren
Lars Oehler (Autor), 2012, Alemania es diferente? Analyse der zentralen deutschen Kulturstandards aus Sicht spanischer Studierender in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233458

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