Omnivorizität als Distinktionsmerkmal?

Empirisches Lehrforschungsprojekt


Projektarbeit, 2013
110 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsstand und Theorie
2.1. Pierre Bourdieu
2.2 Omnivore-These

3. Methoden und Datenbeschreibung
3.1 Hypothesen
3.2 Operationalisierung
3.3 Messung
3.4 Datensatz

4. Ergebnisse und Interpretation
4.1 Überprüfung der Hypothese 1
4.2 Überprüfung der Hypothese 2
4.3 Überprüfung der Hypothese 3
4.4 Überprüfung der Hypothese 4

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Fungiert Omnivorizität als neue Distinktionsmethodik der herr- schenden Klassen zu den beherrschten Klassen? Omnivorizität als neue Art sich durch grenzüberschreitenden Kulturkonsum von an- deren sozialen Klassen oder Milieus abzugrenzen kann als Weiter- entwicklung von Bourdieu gedacht werden. Ob und wie Omnivori- zität in Deutschland vorkommt ist Gegenstand dieser Arbeit.

Im zweiten Kapitel gehen wir deshalb in einer knappen Zusam- menfassung auf Bourdieus Distinktionstheorie ein und anschlie- ßend auf den Forschungsstand der Omnivorizitäts-These. Im darauffolgenden Kapitel werden die von uns zu überprüfenden Hypothesen vorgestellt. Die Operationalisierung und Messung von Omnivorizität wird erläutert und der uns zugrunde liegende Da- tensatz mit dem wir die statistischen Analysen durchführen wer- den wird beschrieben. Die Ergebnisse und die daraus resultieren- den Interpretationen werden im Kapitel 4 erläutert. Abschließend wird in der Zusammenfassung versucht Theorie und Ergebnisse zusammenzuführen.

2. Forschungsstand und Theorie

Ziel dieses Kapitels ist es einen kurzen Überblick über zentrale Theorieelemente von Pierre Bourdieu und dem gegenwärtigen Forschungsstand der Omnivorizitätsthese zu geben. Die For- schung der Omnivorizitätsthese baut auf der Distinktionstheorie Bourdieus auf widerspricht ihr aber zugleich in elementaren Tei- len.

2.1 Pierre Bourdieus Distinktionstheorie als Ausgangsmoment

Pierre Bourdieu legt die Distinktion zweifelsfrei als zentrales Ele- ment in seiner Gesellschaftstheorie dar. Einen distinktiven Wert erhalten kulturelle Güter, indem sie mit verschiedenen ästheti- schen Urteilen belegt werden. Ein sehr bekanntes Beispiel ist die unterschiedliche Bewertung von abstrakter Kunst. Die jeweilige Höhe des kulturellen Kapitals und die Güte der sozialen Herkunft haben einen exorbitant hohen Einfluss darauf, wie Kunstwerke gedeutet werden. Für eine Person, die einen relativ einfachen Hin- tergrund hat (wie z.B. Landwirte oder Mechaniker) hat der abs- trakte Wert der Kunst wenig bis gar keine Bedeutung, da hier der funktionelle Aspekt im Vordergrund steht. Konträr dazu werden Personen, welche über ein im Vergleich hohes Kapital verfügen (durch Institutionen wie Schule/Universität oder Familie werden entsprechend kulturelles Kapital angehäuft, welches in anderen Konstellationen eher gering ausfällt) die Form der Kunst anders reflektieren, also nicht (nur) den funktionalen Aspekt betrachten, sondern auch die tiefgründige Ebene zu beleuchten.

Relevant für die vorliegende Arbeit ist dies, weil die Komponente der sozialen Wirklichkeit, welche die manifeste Ebene der Hand- lungen und Praktiken widerspiegelt und dem entspricht, was Bourdieu in seinem Konzept des Habitus als „Handlungsschemata“ bezeichnet (Bourdieu 1987:112). Also unterscheidet sich nicht nur die reflektierende Haltung je nach sozialem Hintergrund, sondern auch die konkrete Wahl von Objekten, welche zugehörig zu einem sind. Der soziale Raum ist in seiner Wirkung so beschaffen, dass Personen in der Gesellschaft sich mit sehr hoher Wahrscheinlich- keit kulturelle Güter wählen, mit denen sie sich identifizieren kön- nen, vertraut wirken und gleichzeitig eine Form der Distinktion darstellen.

Ergänzend ist festzuhalten, dass die oben genannten kulturellen Güter durch Übernahme in das alltägliche Leben des Individuums praktischen Wert erlangen, sie also nicht nur von theoretisch- abstrakter Bedeutung, sondern ganz konkret auf den jeweiligen Wirkungskreis des Einzelnen Einfluss nehmen.

Natürlich ist es bei einer solchen Distinktionsmaßnahme so, dass es Verhaltensweisen und Güter gibt, die als „passend“ für die ge- sellschaftliche Stellung einer Person in der Gesellschaft empfun- den werden und deswegen bevorzugt gewählt werden, konträr dazu gibt es natürlich wiederum welche, die unpassend sind und daher nicht praktiziert bzw. konsumiert werden. Zumeist fasst die Person, welche sich der jeweiligen Verhaltensweisen oder Güter bemächtigt, dies als Ausdruck der Individualität bzw. Freiheit auf. Nichts scheint individueller als der persönliche Geschmack zu sein, obwohl die Sozialisation und die damit verbundene massive Prägung in früheren Instanzen maßgeblich zur Geschmacksbil- dung beitrug. Der Habitusbegriff, den Bourdieu prägte, greift un- ter anderem genau dies auf: „Als einverleibte, zur Natur gewor- dene und damit als solche vergessene Geschichte ist der Habitus wirkende Präsenz der gesamten Vergangenheit, die ihn erzeugt hat.“ (Bourdieu 1987: 105).

Ebenfalls zu den Gütern, die sich Menschen einverleiben, zur Dis- tinktion nutzen und eine Form des kulturellen Konsums darstel- len, gehört die Musik. Bezogen auf Bourdieu lässt sich allgemein sagen, dass Personen aus der jeweiligen „herrschenden Klasse“ bessere Kenntnisse in der Hochkultur aufweisen und sehr häufig eher solche Musik konsumieren und auch mögen als Personen aus dem „Kleinbürgertum“ oder der „unteren Klasse“ (Bourdieu 1987: 34-36, 54-57). Ebenfalls zu bemerken ist, dass der Musikge- schmack in gewisser Art und Weise auch klassenabhängig ist (ebd.).

Bourdieu verwendet eine Unterscheidung, die sehr streng zwi- schen Hoch- und Populärkultur unterscheidet. Demnach ist also eine Mischung der jeweiligen Genres eher unwahrscheinlich, möchte doch jede Klasse ihre distinktiven Güter wahren und sich in ihrem Status reproduzieren und widerspiegeln. Konkret bedeu- tet dies, dass wir spezifische Muster vorfinden, je nachdem, wo wir uns im sozialen Raum befinden: die herrschende Klasse kon- sumiert vornehmlich als hochkulturell empfundene Musik (Klassik, teilweise avantgardistische Strömungen). Ihr vorherrschendes Merkmal ist, dass sie sich streng von anderen Formen der Kultur (z.B. Populärkultur) abgrenzt. Im Gegensatz dazu ist die be- herrschte Klasse der Populärkultur zugeneigt und lehnt die Hoch- kultur ab, da sie für diese über keinen Zugang verfügt. Die mittle- re Klasse zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie die herr- schende Klasse (mit geringem Erfolg) nachahmen möchte, weil diese immer wieder neue Distinktionen hervorbringt und sobald die mittlere Klasse die Imitation vollzogen hat, bereits neue Dis- tinktionsformen vorliegen.

Zusammenfassend lässt sich zur Gesellschaftstheorie von Bour- dieu sagen, dass jeder Musikgeschmack im Grunde einer Deter- mination folgt, man konsumiert also die Form der Musik, welche einem die Gesellschaft vorgibt. Handlungsspielräume gibt es we- nige, denn Grenzziehungen wie Hoch- und Populärkultur sind symbolisch aufgeladen und somit hierarchisch angeordnet. Alle vorgegebenen Grenzen sind sehr limitiert und eine Überschreitung sollte äußerst selten vollzogen werden. Also wären Geschmäcker, welche die Musik betreffen nach Bourdieu leicht zu erkennen und ebenso leicht voneinander zu trennen.

2.2 Entstehung und aktueller Forschungsstand der „Omnivore“ -These

Der US-amerikanische Kultursoziologe Richard Peterson stellte 1992 in seinem Aufsatz „Understanding audience segmentation: from elite and mass to omnivore and univore“, in einer Sekundär- analyse im Jahre 1992 (mit Simkus) und in einer Schrift, die er zusammen mit Kern veröffentlichte (Peterson & Kern 1996) grundlegende Theoriefragmente, wie dem Habituskonzept, und den Distinktionsmechanismen von Bourdieu in Frage.

Das Phänomen der „Omnivorousness“1, zu deutsch „Allesfresserei“, wurde ab den 1990er Jahren ein weltweit zentraler Forschungsgegenstand.

Aus der Sekundäranalyse von Peterson und Simkus im Jahre 1992 ging hervor, dass nur noch 25% der Personen mit hohem Status klassische Musik als ihre Lieblingsmusik bezeichneten. Dieser pro- zentuale Abstieg in positiv bewerteter elitärer Musik von status- hohen Personen war mit dem Konzept Bourdieus nicht mehr ver- einbar und man ging davon aus, eine Verschiebung der Ge- schmackshierachie hatte stattgefunden. Die Daten des nationalen „ Survey of Public Participation in the Arts“ zeigten dem For- schungsteam außerdem, dass Personen mit hohem Status im Ge- gensatz zu Statusniedrigeren mehr Genres mögen (vgl. Peterson/ Simkus 1992). Der Begriff der „Omnivores“ ( der AllesfresserIn- nen) wurde geboren. Dem gegenübergestellt ist der „Univore“, der nur wenige Genres wertschätzt und im Gegensatz zu den „Omnivores“ Personen zugeordnet wird mit nur sehr niedrigem sozialen Status. Nun stellten sich der Soziologie einige Fragen nach den Hintergründen des Wandels. Warum wenden sich elitäre Milieus von der symbolisch aussagekräftigen Hochkultur teilweise ab und fangen an sich mit Populärkultur auseinanderzusetzen, zu konsumieren und rezipieren? Kulturkonsum und -rezeption unterliegen zu großen Anteilen gesellschaftlichen Strukturen. Diese offensichtlich veränderten Strukturen, die zu einer Verschiebung von Kulturkonsum führten, wurden von Forschern und Forscherinnen untersucht und teilweise kontrovers diskutiert.

Peterson und Kern gehen davon aus, dass der Strukturwandel die Abgrenzung zu anderen Schichten oder Milieus immer mehr er- schweren und somit die Exklusivität der Eliten nicht mehr sichtbar wird. Der Lebensstandard hat sich allgemein erhöht, durch die Bildungsexpansion erhöhte sich die soziale Mobilität, geographi- sche Mobilität und der schnelle Zugang zu Kunstformen aller Art durch die neuen Technologien und Massenmedien wurde der Zu- gang für nicht elitäre Klassen erleichtert und die „traditionellen“ Distinktionsmethode durch die Massen entwertet (vgl. Peter- son/Kern 1996).

Weiterhin führen die US-Amerikanischen Forscher die Verbrei- tung des gesellschaftlichen Wertewandels an. Weg vom engstirni- gen Menschen mit rassistischem Gedankengut zu mehr Toleranz gegenüber anderen Personen(gruppen). Toleranz als grundlegen- de Voraussetzungen der „Omnivores“ in Bezug auf sozialen Grup- pen, wie auch im Kunst- und Kulturkonsum. (Peterson 2005: 275).

Die Flexibilität und Anpassungsfähigkeiten, die im modernen westlichen kapitalistischen System verlangt wird, sind Menschen heterogeneren, weil vermehrten, Einflüssen ausgesetzt und haben eine Durchmischung der Milieus zufolge, somit wird auch die „Omnivorizität“ gefördert (vgl. Erickson 1996).

Paul DiMaggio kommt zu ähnlichen Schlüssen, denn weitläufigere bzw. verschiedenartigen Milieus, mit denen Menschen mit zuneh- mend hohem beruflichem Status in Kontakt kommen, fordert die Geschmacksbreite „ [...] wide-ranging networks require broad re- pertoires of taste“ (DiMaggio 1987: 444). Gebesmair formuliert eine These zur Erfahrungsvielfalt, die er mit der zunehmenden geographischen wie auch der sozialen Mobilität erklärt. „ Je viel- fältiger die Erfahrungsräume sind, in denen die Begegnung mit Musik möglich ist, und je leichter der Wechsel zwischen unter- schiedlichen Erfahrungsräumen ist, desto eher wird der Musikge- schmack nicht lediglich auf einige wenige Genres beschränkt sein, sondern eine Vielfalt unterschiedlicher Genres umfassen“ (Ge- besmair 2001: 112).Die heterogenen Eindrücke, die im komple- xen Netzwerk gesammelt werde, schlagen sich positiv im kulturel- len Kapital der Personen nieder. Die Forscherin Bethony Bryson erweiterte 1996 das kulturelle Kapital von Bourdieu mit der Ein- führung eines „multikulturellen Kapitals“. Omnivorizität ordnet Sie diesem multikulturellen Kapital zu. Von diesem Kapital kann aber nur profitiert werden, wenn die Kapitalsorte sich gut in andere Kapitalsorten transformieren lassen - wie es bei der „Allesfresse- rei“ der Fall ist; denn Menschen, die einen weitgefächerten Kul- turkonsum aufweisen können (hohes multikulturelles Kapital), können sich und ihr Wissen in verschiedenartigen Netzwerken einbringen (Steigerung des sozialen Kapitals). Zusätzlich muss mit dem dazugehörigen neuen kulturellen Code umgegangen werden und dieser innerhalb der Gesellschaft auch akzeptiert werden. Dieser Kreislauf von einer Verschiebung kultureller Codes und dem legitimen Geschmack wird von Bourdieu übernommen. Aufgrund der „Definitionsmacht“ der statushohen Gesellschafts- schichten, ließen Sie schlichtweg ihren kulturellen Code der „Al- lesfresserei“ als legitim erscheinen und es wurde als legitim be- trachtet.

Auch wenn es durch „Omnivorizität“ keine klaren Grenzen des le- gitimen Geschmacks innerhalb der Musik mehr gibt, zeigt auch die „Allesfresserei“ klare Regeln und Muster, durch symbolische Grenzziehung. Symbolische Grenzziehung wird definiert als: „conceptual destinctions made by social actors to categorize social objects, people, practices, and even time and space“ (Lamont & Molnar 2002: 168).

Omnivorizität löst die klassischen Distinktionsmerkmale also nur aber löst sie nicht auf, wie man nach dieser kurzen Zusammen- fassung in diesem Kapitel meinen könnte. Ganz im Gegenteil. Die Abgrenzung zur Mittel- und Unterschicht durch Hochkulturkonsum wurde erfolglos, da immer mehr statusniedrigere Menschen an- fingen Hochkultur zu konsumieren- und rezipieren. „ Je mehr Personen mit den hochkulturellen Gütern vertraut gemacht wer- den, je größer die Wahrscheinlichkeit wird, auf Personen zu tref- fen, die einen ebenso erlesenen Geschmack besitzen, desto weni- ger eignet sich dieses Kapital als Zahlungsmittel, das Zugang und Ausschluss im Kampf um Positionen regelt“ (Gebesmair 2001:199).

Toleranz und Offenheit werden als neue Werte, als neuer Code, akzeptiert und übernommen, wobei dies eine Ablehnung be- stimmter Kulturarten nicht ausschließt. Es gibt Länderspezifische Genrekategorien, die statusniedrigeren Menschen zugeordnet werden kann und folglich abgelehnt werden. Grenzüberschreiten- der Geschmack wird zur Distinktion zum Hochkultursnobismus genutzt (vgl. Olivier 2008: 134), sowie zur Abgrenzung zum Sta- tusniederem „Univore“ durch Ablehnung bestimmter Genres, die eben diesen zugeordnet werden können (vgl. Bryson 1996: 885).

Der aktuelle Forschungsstand zeichnet ein relativ einheitliches Bild, wenn auch mit unterschiedlichen Teilergebnissen, über die Voraussetzungen bzw. Handlungsweisen von „Omnivores“ bzw. ihrem Gegenstück den „Univores“ der Musik. Ob es auf der Grundlage US-amerikanischer Daten basierte mit denen Peterson und Kern arbeiteten, Van Eijck forschte mit niederländischen Da- ten, Warde auf Datenbasis Großbritanniens, Couangeon/ Lemel lagen französische Daten zugrunde und Emmison australische (vgl. Binder 2011: 46).

Wobei die Omnivorizitäts-Hypothese für Deutschland von Neuhoff falsifiziert worden ist (vgl. Neuhoff 2001)

3. Methoden und Datenbeschreibung

Im nachfolgenden Teil der Arbeit stellen wir unsere Hypothesen in kurzer Form dar, die wir in dieser Arbeit getestet haben. Anschließend zeigen wir unsere Operationalisierung und Messung von Omnivorizität auf.

3.1 Hypothesen

Innerhalb dieser Arbeit werden folgende vier Hypothesen getes- tet:

H1: Höhere Bildung hat einen positiven Effekt auf die Geschmacksbreite
H2: Höheres Einkommen hat einen positiven Effekt auf die Geschmacksbreite
H3: Höherer Status hat einen positiven Effekt auf die die Geschmacksbreite
H4: BewohnerInnen von urbanen Räumen tendieren zu einem höheren Grad an Omnivorizität

3.2 Operationalisierung von Omnivorizität

Es herrscht in der aktuellen Forschung kein Konsens über die bestmögliche Operationalisierung für Omnivorizität. In unserer Arbeit verfahren wir mit Einstellungsfragen zu 17 unterschiedlichen Genrekategorien. Wir gehen davon aus, dass sich positive Einstellungen von bestimmten Genres auch auf den Konsum und auf die Rezeption niederschlagen. Aufgrund der weit verbreiteten und sehr leicht zugänglichen Möglichkeiten innerhalb des Internets, kostenfrei, Musik zu konsumieren, vernachlässigen wir den Kritikpunkt, dass die Einstellung von Musik sich nicht zwingend auf das Verhalten auswirken muss.

Verhaltensfragen finden wir zusätzlich kritisch, da man von Ver- zerrungen der Daten ausgehen kann. Zuerst einmal versucht man die Besuche von Konzerten mit retrospektiv Fragen zu erfragen. Der Zeitrahmen in unserem Datensatz bezog sich auf die letzten 12 Monate. Aufgrund des langen Zeitrahmens und der Seltenheit der Ereignisse muss man mit verzerrten Ergebnissen rechnen, da davon ausgegangen werden muss, dass teilweise die Antworten geschätzt worden sind (vgl. Binder 2011: 50). Zusätzlich muss bedacht werden, dass Konzertbesuche einen finanziellen; für Menschen außerhalb städtischer Gebiete, einen zeitlichen Auf- wand bedeuten. Eltern mit kleinen Kindern, Menschen, die in Nachtschichten arbeiten oder vermehrt an Wochenenden wird der Besuch von kulturellen Veranstaltungen erschwert und auch für körperlich beeinträchtigte sind Veranstaltungen stellenweise nur schwer zugänglich. Diese und noch weitere Kritikpunkte haben uns davon abgebracht Konzerthäufigkeiten als valideres Messin- strument zu sehen und diese in unsere Messung aufzunehmen.

Das theoretische Konstrukt der „Omnivorizität operationalisierten wir, indem wir einen Summenindex erstellten. Aufgrund unserer vorliegender Daten und der mangelhaften theoretischen Fundie- rung wäre es nicht zielführend, feste Grenzen für grenzüber- schreitenden Musikgeschmack festlegen zu wollen. Letztendlich empfinden wir einen Index als Messinstrument dafür, ob eine be- stimmte Gruppe „mehr“ oder „weniger“ omnivor ist als eine an- dere, als das Verfahren, welches die höchste Validität verspricht. Hier muss ganz klar benannt werden, dass eine zu ähnliche Fest- setzung von Musikgenres zu klaren Verzerrungen führen kann, da die befragte Person mitunter gar nicht wissen kann, was man un- ter einem bestimmten Genre zu verstehen hat. Ein Summenindex ist eine einfache Form, Unterschiede zwischen Gruppen auszu- machen, welche nicht allzu exakt sein sollen. Aufgrund der Ge- samtheit der Umstände, ist es uns nur möglich, eine annähernde Tendenz zu beschreiben und nehmen den Informationsverlust, der durch unsere Operationalisierung entsteht, in Kauf. Da wir, wie bereits geschildert, eine alternierende Operationalisierung für ineffizient und theoretisch nicht zu begründen halten, sehen wir ihn als wichtigen Maßstab für unsere Interpretationen. Ein weite- res Problem ergibt sich ferner dadurch, dass der Begriff der Om- nivorizität keine exakte Definition erfahren hat, sodass jede empi- rische Arbeit eine unikate Operationalisierung aufweist. Dies ist auch wenig verwunderlich, hängt doch die Definition von Omnivo- rizität immer davon ab, welche Indikatoren man misst (Binder 2011: 53). Der wichtigste Kritikpunkt ist der, dass bei einer un- terschiedlichen Grenzziehung der Genres auch unterschiedlich breite Geschmäcker gemessen werden und daher eine Vergleich- barkeit oder gar eine Verallgemeinerung nicht gewährleistet ist.

3.3 Messung von Omnivorizität

Bei den uns zugrunde liegenden Daten wurden 17 Musikgenres abgefragt, die auf einer 5-Stufigen Skala beantwortet werden konnten. Die Antwortmöglichkeiten reichten von „Gefällt mir sehr“ bis „Gar nicht“.

Zur Messung von Omnivorizität erstellten wir einen Summenin- dex. Jedes Musikgenre, das mit „ Gefällt sehr“ beantwortet wor- den ist erhält 2 Punkte, die Antwort „Gefällt eher“ erhält 1 Punkt.

Ziel der Messung ist es, festzustellen, ob bestimmte Gruppierungen einen höheren Grad an Omnivorizität vorweisen als Andere und ob diese mit Bildung, Status, Einkommen oder Größe des Wohnortes korrelieren.

3.4 Der Datensatz

Der hier verwendete Datensatz entstammt aus dem Lehrfor- schungsprojekt „Kulturkonsum und Rezeption“, das von Studie- renden der Philipps-Universität Marburg via Telefoninterviews im Zeitraum vom 18.02.2013 - 04.03.2013 jeweils von 16-20 Uhr erhoben wurde.

Mittels Gabler-Häder Design wurden die Telefonnummern erstellt und von GESIS bereitgestellt. Um Verzerrungen vorzubeugen wurden die Zielpersonen mit Hilfe der „Last- Birthday-Methode“ ausgewählt.

Insgesamt wurden 10.659 Nummern angewählt, wovon 5 223 nicht existent waren. 162 InterviewerInnen haben die Befragung vorzeitig abgebrochen. 314 Interviews wurden vollständig abge- schlossen, das ergibt einen Ausschöpfungsquotient von 5,8%. 2878 Nummern wurden nicht erreicht, fasst man diese als Stich- probenneutral zusammen ergibt das eine Ausschöpfungsquote von 12,3 %.

Folgende Verzerrungen sind im Rahmen dieser Untersuchung entstanden: Es wurden nur Festnetzanschlüsse kontaktiert, die Zahl der Menschen, die ausschließlich ein mobiles Telefon nutzen werden somit von der Erhebung ausgeschlossen.

Im Vergleich zum Mikrozensus 2009 haben wir mit 60,1 % Män- neranteil ( zu 50.9%) eine Überrepräsentation der Männer. Zu- sätzlich sind im Vergleich zum Mikrozensus 2009 nicht Akademi- kerInnen in unserer Studie unterrepräsentiert und Personen mit hohem Einkommen überrepräsentiert, dies ist mit dem Bildungsbias zu erklären ist (vgl. Binder 2013)

4. Empirische Prüfung

Für unsere statistische Prüfung der folgenden Hypothesen verwendeten wir das Statistikprogram IBM SPSS Statistics 21. Ergebnisse werden im Fließtext genannt, zentrale und mittelzentrale Ergebnisse befinden sich im Anhang. Innerhalb der Grafiken entspricht ein Stern dem Signifikanzniveau 0.05. Für das Signifikanzniveau 0.01 vergeben wir zwei Sterne, drei Sterne entspricht einem Signifikanzniveau von 0,001.

4.1 Überprüfung der Hypothese 1

Die erste zu prüfende Hypothese ist H1: Höhere Bildung hat einen positiven Effekt auf die Geschmacksbreite. Der Verdacht, dass ei- ne höhere Bildung eine höhere Omnivorizität bedingt, ergibt sich durch die bereits vorgestellten Theorien von Peterson/Kern et al.. Diese besagen, dass Anhänger statushoher Gruppen eine hohe Tendenz zur Omnivorizität aufweisen. Im klassischen Bour- dieu’schen Sinne wählen wir Bildung als Indikator für kulturelles Kapital, weswegen wir Personen mit hoher Bildung als solche mit hohem Status klassifizierten. In einer bivariaten lineraren Regres- sion mit der abhängigen Variable des Summenindexes der ver- schiedenen Musikgenres (Omnivorizitätsindex) und der unabhän- gigen Variablen der Bildung wird geprüft, ob ein Zusammenhang zwischen den Variablen besteht.

Die Variable Bildung wurde in fünf Kategorien separiert, die von „kein Schulabschluss/Hauptschulabschluss“ bis „Promotion“ rei- chen. Anschließend dummy-codierten wir diese Variablen, um innerhalb der verschiedenen (Hoch)-schulabschlüsse Vergleichsmöglichkeiten zu schaffen.

Die Variable „kein Schulabschluss/Hauptschulabschluss“ diente hierbei als Referenzkategorie und wies einen Omnivorizitätsindex von 7,558 Punkten auf. Die Bildungsabschlüsse „Abitur“ und „Hochschule“ wiesen beide moderat steigende Regressionskoeffi- zienten von 0,426 bzw. 0,648 auf. Der Mittlere Schulabschluss wies einen moderat sinkenden Regressionskoeffizienten von - 0,329 auf, der Bildungsabschluss der Promotion zeigte hingegen einen negativen B-Wert von -1,78. Alle Ergebnisse waren deutlich insignifikant, das R² zeigte nur eine sehr geringe Erklärungskraft von 1,9 % und die nicht standardisierten Residuen lagen in einem sehr hohen Bereich.

Laut der Theorie von Peterson/Kern wären signifikante Ergebnisse zu erwarten gewesen, da dies nicht zutrifft, gehen wir von einem Drittvariableneffekt aus; genauer mit einem Interaktionseffekt mit dem Alter, da zu erwarten wäre, dass die neue Distinktionsme- thode der Omnivorizität in einem fortgeschrittenen Altersstadium noch nicht greift. Um dies zu testen, führten wir einen Korrelati- onstest mit der Bildungskategorie „Promotion“ und „hohem Alter“ aus. Der Korrelationskoeffizient R nach Pearson beträgt lediglich - .025 und ist deutlich insignifikant.

Dadurch, dass die Korrelation nicht signifikant ist, können Interaktionseffekte ausgeschlossen werden. Ein Alterseffekt innerhalb der Bildung hätte verschleiert sein können, durch den Korrelationstest können wir dies ebenfalls ausschließen.

Die Hypothese H1: Höhere Bildung hat einen positiven Effekt auf die Geschmacksbreite ist somit zu verwerfen.

4.2 Überprüfung der Hypothese 2

Die zweite zu überprüfende Hypothese ist H2: Höheres Einkommen hat einen positiven Effekt auf die Geschmacksbreite.

Höheres Einkommen dient hier ebenso als Indikator für statusho- he Personengruppen. Die statistische Prüfung hat einer bivariaten Regression mit der abhängigen Variable des Omnivorizitätsindex und der unabhängigen Variable „Äquivalenzeinkommen“ folgendes ergeben: 3,8 % der Varianz wird von der Variable „Äquivalenz- einkommen“ erklärt. Die beiden Variablen korrelieren schwach mit r= .195, die Korrelation ist jedoch auf dem 10-%-Niveau signifi- kant. Problematisch hierbei ist, dass wir lediglich die Variable „Äquivalenzeinkommen“ nutzen können, da eine Variable „persön- liches Einkommen“ nicht bei der Datenerhebung berücksichtigt worden ist. Nur mit der Variable „Äquivalenzeinkommen“ ist nicht zu bestimmen, über welches persönliches Nettoeinkommen die befragte Person verfügt. Auch eine rechnerische Annäherung ist schwierig, da sich hohe Verzerrungen ergeben können, weil nicht zu bestimmen ist, wie sich das Haushaltsnettoeinkommen zu- sammensetzt, sondern ein statistischer gewichteter Mittelwert aus dem gesamten Haushaltsnettoeinkommen gebildet wird ohne dar- zustellen, welche Person welchen Anteil an dem Einkommen hat. Für die Interpretation heißt das, dass wir nicht mit Sicherheit feststellen können, ob höheres Einkommen einen positiven Ein- fluss auf eine höhere Geschmacksbreite hat, zumal der Regressi- onskoeffizient b= 0,000 beträgt. Dies bedeutet für unsere Inter- pretation, dass sich das Äquivalenzeinkommen nicht auf den Om- nivorizitätsindex auswirkt. Es könnte sein, dass es kein linearer Zusammenhang ist, außerdem muss beachtet werden, dass nur mit Äquivalenzeinkommen gearbeitet worden ist. Es wird vermu- tet, dass man bei einer Rechnung mit „persönlichem Nettoeinkommen“ zu einem anderen Ergebnis kommen würde.

Die Hypothese H2: : Höheres Einkommen hat einen positiven Ef- fekt auf die Geschmacksbreite ist in unserem Fall zu verwerfen.

4.3 Überprüfung der Hypothese 3

Die dritte zu überprüfende Hypothese ist H3: Höherer Status hat einen positiven Effekt auf die die Geschmacksbreite.

Hier setzen wir direkt an dem Forschungspunkt von Peterson an, der einen Zusammenhang von hohem beruflichen Status mit dem Konsum von hochkulturellen sowie auch popularkulturellen Musikgenres feststellte (Peterson/Simkus: 1992 S. 152-186).

In unserem Datensatz stellt sich die Variable „Status“ als Stellung im Beruf nach der Autonomie des Handelns dar. Diese Skala reicht von 1 (niedrig) bis 5 (hoch). In der bivariaten lineraren Re- gression stellt sich ein schwacher positiver, aber auf dem 5 %- Niveau signifikanter, Zusammenhang (r =.137) von hohem Status und Grad von Omnivorizität heraus. Die Variable „Status“ erklärt 1,9 % der Varianz. Wenn der Status um einen Punkt steigt, steigt der Omnivorizitätsindex um 0,548 Einheiten und ist auf dem 5%- Niveau signifikant.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eine mögliche Erklärung hierfür legt Erickson vor, die in ihrer Pub- likation aus dem Jahre 1992 erörtert, dass sich das Verhältnis in- nerhalb der Arbeitswelt verändert hat. Hierarchien sind zuneh- mend flacher geworden und projektbasierte Arbeit nimmt zu was zur Folge hat, dass ein heterogeneres Arbeitsmilieu geschaffen wird und eine Vermischung von kulturellen Interessen geschieht. Durch eine breitere soziale Vernetzung innerhalb der Arbeitswelt ist man einer höheren Anzahl von verschiedenen Menschen aus- gesetzt, somit ist es wahrscheinlich, dass diese Menschen sich auch innerhalb ihres kulturellen Spektrums annähern. Status korreliert mit klassischer Musik (r = .226; signifikant auf dem 1 %-Niveau), Oper (r = .129; signifikant auf dem 5 %- Niveau), Jazz (r = .124; signifikant auf dem 5 %-Niveau), Soul/Funk/Reggae (r = .134; signifikant auf dem 5 %-Niveau) positiv und signifikant, hingegen negativ mit Deutschem Schlager (r = -.174; signifikant auf dem 1 %-Niveau).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Soul, Funk und Reggae 0,134 0,11*

Dies deutet darauf hin, dass eine Distinktion von statushohen Personen zu Musikgenres, die mit statusniedrigen Personen asso- ziiert wird, stattfindet. Diese Erkenntnis kann man sowohl für die Omnivorizitätstheorie als auch für Bourdieus Distinktionstheorie verwenden. Einerseits spricht für die AllesfresserInnen-These, dass hoher Status sowohl mit klassischen kochkulturellen Musik- genres korreliert sowie mit Soul/Funk/Reggae, welches eher als Musikgenre der Populärkultur zugeschrieben werden kann. Ande- rerseits spricht für die Bourdieu’sche Distinktionstheorie, dass fast ausschließlich Musikgenres hoch korrelieren, die der Hochkultur oder eher der Hochkultur zugeschrieben werden können. Um eine akkurate Aussage zu tätigen, welche Theorie hier zutrifft, müsste der Datensatz ausdifferenziertere Musikgenres aufweisen. Die Hy- pothese H3: Status wirkt sich positiv auf die Omnivorizität aus, wurde verifiziert.

4.4 Überprüfung der Hypothese 4

Die vierte zu überprüfende Hypothese bezieht sich auf das Leben in urbanen/ländlichen Regionen und lautet

H4: BewohnerInnen von urbanen Räumen tendieren zu einem höheren Grad an Omnivorizität

Die theoretische Vorüberlegung basiert darauf, dass Menschen, die in urbanen Regionen leben, mehr Zugang zu kulturellen Angeboten haben und mit immer unterschiedlicheren sozialen Milieus in Kontakt kommen und dies sich auf den Grad der Omnivorizität auswirkt. (vgl. Gebesmair 2001).

Die lineare Regression mit der dummy-codierten Variable des Wohnortes ergab keine signifikanten Ergebnissen ein Zusammenhang ist nicht feststellbar. Dies spricht für einen Anstieg von komplexeren Netzwerken und Eindrücken in urbanen Räumen sowie in ländlichen Regionen. Eine Durchmischung verschiedener Milieus findet sowohl in der Stadt wie auf dem Land statt und hat keine Auswirkungen auf den Kulturkonsum.

Somit wird die Hypothese 4: BewohnerInnen von urbanen Räu- men tendieren zu einem höheren Grad an Omnivorizität verwor- fen.

5. Zusammenfassung

In unserer empirischen Arbeit haben wir zeigen können, dass Sta- tus und Omnivorizität signifikant zusammenhängen. Eine mögli- che Interpretation ist, dass sich innerhalb des vollzogenen Wer- tewandels geforderte Toleranz und Offenheit innerhalb Statusho- her Personenkreisen etabliert hat und in einer Auslegung von ei- nem breiteren Musikgeschmack niederschlägt. Der Verdacht liegt nahe, dass „omnivore“ Personen diese Haltung nicht bewusst ein- nehmen, sondern durch ihre Sozialisation Toleranz und Offenheit internalisiert haben. Diese Toleranz und Offenheit ist nicht nur gegenüber sozialen Gruppen sondern auch im Kulturkonsum sichtbar.

Kritisch zu betrachten hierbei ist, dass Status als „Stellung im Beruf nach Autonomie des Handelns“ definiert ist. Daraus ergibt sich ein sehr spezifizierter Begriff des Status, welcher aufgrund seiner Struktur schlecht zu verallgemeinern ist.

Die übrigen drei Hypothesen wurden verworfen.

Bildung und Einkommen nahmen wir mit in die Analyse auf, da sie als Indikatoren für die Positionierung im sozialen Raum und somit zu einer Schichtzugehörigkeit gelten. Durch die insignifikanten Ergebnisse, können wir keine Aussagen darüber machen, ob es für die Aktualität der Bourdieu´schen Theorie spricht oder für die Omnivorizitäts- These.

Eine Messung von Omnivorizität gestaltete sich sehr schwierig. In diesem Zusammenhang wären vorhergehende qualitative Unter- suchung über die Abgrenzung bzw. Zusammenfassung verschie- dener Musikgenres zielführender gewesen. Durch unsere Items, die teilweise mehrere Musikgenres zusammenfassten wurde eine differenzierte Analyse der Musikpräferenzen erschwert. Deshalb wählten wir für unsere Untersuchung einen Summenindex, der nur eine Tendenz aufzeigen kann, aber keine Aussage darüber treffen ob eine Person eine symbolische Grenze überschreitet o- der nicht. Weiterhin muss von einer Verzerrung ausgegangen werden, die durch eine entsprechende qualitative Erhebung ver- mindert werden können.

Neben der für unsere Fragestellung unzureichend differenzierten Items verschlechterte sich die Qualität der Studie durch eine zu geringe Fallzahl und einem Bildungs- und Altersbias. Weitere Untersuchungen zu diesem Thema mit anderen Fallzahlen und ausdifferenzierteren Items wären hilfreich um die hier gewonnen Ergebnisse zu verifizieren oder zu entkräften.

[...]


1 Omnivorousness, Omnivorizität, Allesfresserei, AllesfresserInnen-Hypothese und grenzüberschreitender Geschmack wird in dieser Arbeit synonym verwendet.

Ende der Leseprobe aus 110 Seiten

Details

Titel
Omnivorizität als Distinktionsmerkmal?
Untertitel
Empirisches Lehrforschungsprojekt
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Empirisches Lehrforschungsprojekt: Kulturkonsum und -rezeption
Note
1,7
Autor
Jahr
2013
Seiten
110
Katalognummer
V264861
ISBN (eBook)
9783656542438
ISBN (Buch)
9783656543329
Dateigröße
1049 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Es handelt sich hierbei um ein empirisches Lehrforschungsprojekt mit Studienergebnissen aus eigenen CATI-Erhebungen.
Arbeit zitieren
Gjergj Binakaj (Autor), 2013, Omnivorizität als Distinktionsmerkmal?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264861

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