Die griechische Geschichte: Von der Frühgeschichte bis zur Antike


Referat / Aufsatz (Schule), 2011
19 Seiten, Note: 1.0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Prolog

2. Kapitel 1: Von den Anfängen bis 1000 v. Chr

3. Kapitel 2: Von 1000 – 500 v. Chr

4. Kapitel 3: 500 – 400 v. Chr

5. Kapitel 4: 400 – 336 v. Chr

6. Kapitel 5: 336 – 146 v. Chr

7. Anhang

8. Literatur- und Bildverzeichnis

1. Prolog

Vor über zwei Tausend Jahren sagte der griechische Schriftsteller Xenophon (* 430 v. Chr., † 355 v. Chr.):

„Nicht ohne Grund darf man annehmen, dass die Stadt Athen ungefähr in der Mitte Griechenlands, ja auch der ganzen Welt liegt. Je weiter man sich nämlich von ihr entfernt, desto lästiger wird die Kälte oder Hitze, die einen umfängt, und wer immer von einem Ende Griechenlands zum anderen gelangen will, der muss an Athen wie einem Mittelpunkt eines Kreises vorbeisegeln[1] “.

Die geschichtliche Entwicklung Griechenlands von der Antike über das Mittelalter bis zur Neuzeit zeigt jedoch, dass Athen seine überragende Stellung verliert. Es würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen, die Geschichte Griechenlands bis zur Neuzeit darzulegen. Das Schwergewicht soll deshalb auf die Anfänge (Frühgeschichte) und die Antike bis 146 v. Chr. gelegt werden.

Kapitel 1: Von den Anfängen bis 1000 v. Chr.

Ausgrabungen belegen, dass es bereits 3000 bis 2500 v. Chr. Einwanderungen aus Vorderasien und Ägypten nach Griechenland gab. Vor allem durch die Immigration der Minoer auf die griechische Insel Kreta entstanden beeindruckende Palastbauten[2]. Um 1600 v. Chr. beherrschten die griechischen Mykener vorwiegend das Festland und bauten mit Hilfe von Sklaven Burgen[3]. Um 1250 v. Chr. kam es zu einer neuen Einwanderungswelle, der sogenannten „Ägäischen Wanderung“, weil Illyrer von Mitteleuropa zum Mittelmeer vorstießen[4]. Fünfzig Jahre später (1200 bis 1000 v. Chr.) verursachte die „Dorische Wanderung“ (auch „Griechische Völkerwanderung“ genannt) der Nordwestgriechen und der Dorier nach Süden, dass ein Teil der Achaier auf die jonischen Inseln verdrängt wurden[5]. Nur durch neue Kampftechniken konnten die Einwanderer ihre Überlegenheit erlangen: „Reiterkrieger mit Eisenwaffen gegen Streitwagenkämpfer mit Bronzewaffen.[6]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Die "Griechische Völkerwanderung" (siehe Anlage)

Kapitel 2: 1000 – 500 v. Chr.

Erst mit der Zeit bildete sich in Griechenland eine ausgeprägte politische Ordnung, was auf das Fehlen einer politischen Tradition und die Umstände der Wanderbewegungen zurückzuführen war[7]. Im 8. Jahrhundert v. Chr. wurde Griechenland immer mehr durch den Adel regiert, der den Randzonen Makedoniens und Epirus immer mehr Bedeutung zuschrieb.

„Die Adeligen begrenzten allmählich die Macht des Königs und verschoben das Schwergewicht hin zu den einzelnen Funktionen, die sie selbst seit der Zeit der Wanderungen innehatten. (...) Aus der Königsherrschaft (Monarchie) wurde eine Adelsherrschaft (Aristokratie). Voraussetzung für die Führungsrolle des Adels war, dass sein Grundbesitz durch untergebene Verwalter, Bauern und Sklaven gepflegt wurde[8].“

Auch die Städte expandierten wirtschaftlich und politisch, was zur Gründung der Stadtstaaten, auch Poleis (Singular Polis) genannt, führte[9]. Zudem entwickelte sich das griechische Alphabet aus der Schrift der Phöniker, das zusammen mit der Sprache und den Epen Homers dem Land die erste Einheit verlieh[10].

Im Laufe des 8. Jahrhunderts v. Chr. traten außerdem für Griechenland relevante wirtschaftliche Änderungen ein. Dazu zählten u.a. das Handwerk, das in einigen Regionen an Bedeutung gewann. Weiter kam es zu einer Ausweitung des Handels mit der Folge eines starken Preisverfalls. Insbesondere die Armut bei kleinen Bauern nahm zu, da sie sich hoch verschuldeten, um ihre Höfe weiter unterhalten zu können. Die soziale Not und Überbevölkerung[11] sowie der Mangel an fruchtbarem Boden[12] verursachten in Griechenland und Kleinasien um 760 v. Chr. die große Kolonisationsbewegung nach dem Westen[13]. Zu den wichtigsten griechischen Gründungen zählten:

1. Kyme (757)
2. Naxos (734)
3. Katane und Leontinoi (728)
4. Megara Hyblaia (727)
5. Tarent, Sybaris, Kroton, Metapont und Ostygia (706)
6. Gela (688)
7. Selinus (627) und am Anfang des 6. Jahrhunderts Neapel, Himera und Massilia[14].

Aus den Niederlassungen in den neueroberten Gebieten wurden Kolonien, in denen die alte Heeresordnung, dazu zählte die Versammlung von König und freien Kriegern, aufgegeben wurde[15]. Der Adel als Großgrundbesitzer hatte die vollkommene Macht inne[16]. Durch die Kolonisation entstand ein gesamtgriechisches Gefühl. Weitere Konsequenzen waren:

„Aufschwung des Handwerks, Ausweitung des Seehandels, Bevölkerungsüberschuss, (...), Verschuldung der Bauern, politische Emigration [und] soziale Gegensätze.[17]

In Athen entwickelte sich schnell eine ausgeprägte innere Ordnung, die auf den Adel Attikas (Region um Athen) zurückzuführen war[18]. 683 v. Chr. wurde das Königtum durch ein Archontat (drei Jahresbeamte) ersetzt, die „an der Spitze der Stadt[19] “ standen. Der Versuch, eine Tyrannis in der Hauptstadt Griechenlands zu errichten, misslang Kylon 632 v.Chr.[20]. Auf Grund der schlechten sozialen Faktoren für die Bauern war eine Reform dringend erforderlich. Drakons Gesetzgebung um 624 v. Chr. brachte einen Fortschritt, beseitigte aber nicht die starke soziale Ungleichheit der Bevölkerung:

„Die gesellschaftlichen Gegensätze, hervorgerufen durch das Bevölkerungswachstum, die Konzentrierung des Grundbesitzes in den Händen

weniger, eine große Zahl von verarmten Bauern und sozial Entwurzelten, vermochte die alleinige Herrschaft des Adels nicht mehr zu überbrücken; sie erwies sich als überholt[21].“

[...]


[1] [FuHiNeScWaWo90] Fuchshuber – Weiß, Elisabeth; Hirschfelder, Heinrich; Neudecker, Alfons; Schell, Reiner; Wanek, Emil; Wolters, Stefan: Von der attischen Demokratie bis zum aufgeklärten Absolutismus. Auflage 3. Buchners Verlag, Bamberg, 1990. Seite 8. (Karten: Von Brandt, Bernd; Umschlaggestaltung: Berner, Rotraut Susanne)

[2] Vgl. [WuRiAn76] Wucher, Albert; Riemerschmidt, Ulrich; Ansprenger, Franz: Illustrierte Weltgeschichte.

Band 1. Sonderausgabe für den Lingen Verlag, Köln, 1976. Seite 85.

[3] Vgl. [MaHe62] Seite 677, 1. Spalte.

[4] Vgl. [MaHe62] Mann, Golo; Heuß, Alfred und weitere Mitarbeiter: Propyläen Weltgeschichte. Band 3. Verlag Ullstein GmbH, Frankfurt a. M./Berlin, 1962. Seite 677, 2. Spalte. (Zeichnungen: Huber, Uli; Einband und Schutzumschlag: Jacob, Felix)

[5] Vgl. [KiHi64] Kinder, Hermann; Hilgemann, Werner;: dtv – Atlas zur Weltgeschichte. Band 1: Von den Anfängen bis zur Französischen Revolution. Auflage 18. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München, 1964. Seite 47, 2. Spalte. (Umschlaggestaltung: Piatti, Celestino)

[6] [KiHi64] Seite 47, 2. Spalte.

[7] Vgl. [MaHe62] Seite 677, 2. Spalte.

[8] [FuHiNeScWaWo90] Seite 17: Die Entwicklung zur Polis -Von der Monarchie zur Aristokratie, Absatz 1.

[9] Vgl. [MaHe62] Seite 677, 2. Spalte.

[10] Vgl. [MaHe62] Seite 677, 2. Spalte.

[11] Vgl. [MaHe62] Seite 677, 2. Spalte.

[12] Vgl. [FuHiNeScWaWo90] Seite 17: Der wirtschaftliche und soziale Wandel im 7. Jahrhundert, Absatz 1.

[13] Vgl. [MaHe62] Seite 677, 2. Spalte.

[14] Vgl. [MaHe62] Seite 677, 2. Spalte.

[15] Vgl. [KiHi64] Seite 47, 2. Spalte.

[16] Vgl. [KiHi64] Seite 47, 2. Spalte.

[17] [KiHi64] Seite 51, 1. Spalte.

[18] Vgl. [MaHe62] Seite 678, 1. Spalte.

[19] [MaHe62] Seite 678, 1. Spalte.

[20] Vgl. [MaHe62] Seite 678, 1. Spalte.

[21] [FuHiNeScWaWo90] Seite 20: Die Reform Solons, 1. Absatz.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Die griechische Geschichte: Von der Frühgeschichte bis zur Antike
Note
1.0
Autor
Jahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V265637
ISBN (eBook)
9783656554721
ISBN (Buch)
9783656554783
Dateigröße
1176 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geschichte
Arbeit zitieren
Anne Udelhoven (Autor), 2011, Die griechische Geschichte: Von der Frühgeschichte bis zur Antike, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265637

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