Revolution der Neuen Medien? Facebook, Twitter & Co. während des politischen Umbruchs in Tunesien 2011


Hausarbeit, 2012
18 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Neue Medien und ihre Rolle innerhalb der modernen Gesellschaft

3. Tunesiens Medien im Schatten des Autoritarismus

4. Der Faktor Al Jazeera

5. Die neue Freiheit der medialen Kommunikation

6. Facebook, Twitter & Co. im postrevolutionären Tunesien

7. Schlussbetrachtung

8. Literatur

1. Einleitung

Am 17. Dezember 2010 kommt es im tunesischen Hinterland zu einem folgenreichen Ereignis. Der 26 Jahre junge Mohamed Bouazizi vollzieht in der Kleinstadt Sidi Bouzid eine Selbstverbrennung.1 Ob es sich dabei um einen drastischen Akt der Verzweiflung handelt oder um ein reines Versehen, lässt sich heute nicht mehr rekonstruieren.2 Bekannt ist allerdings, dass Bouazizi als Gemüsehändler für gerade einmal umgerechnet 125 Euro im Monat leben und davon seine Familie ernähren muss.3 Er hat mit ständigen Schikanen der Polizei zu rechnen und führt aus Sicht seiner Angehörigen ein perspektivloses Leben.4 Als er am 4. Januar 2011 an den Folgen der Selbstverbrennung stirbt, ahnt noch niemand, welche Konsequenzen seine bereits zu dieser Zeit Aufsehen erregende Tat haben wird.5

In kürzester Zeit verbreiten Augenzeugen die Nachricht seiner Selbstverbrennung über den Mobilfunk und das Internet. Zum Einsatz kommen dabei verstärkt die sogenannten Neuen Medien, wie das soziale Netzwerk Facebook, der Kurznachrichtendienst Twitter oder die Videoplattform YouTube6 Mit ihrer Hilfe durchbricht eine Welle der Empörung die Zensur der traditionellen und vollständig von der Regierung gesteuerten Medien, die es bisher vermieden hatten über Aufregung fördernde Ereignisse zu berichten.7 Die seit Jahren aufgestaute Wut der tunesischen Bevölkerung gegen den autokratisch regierenden Präsidenten Zine Ben Ali und die kleptokratische Clique um dessen Ehefrau Leila Trabelsi bekommt damit ein neues Vehikel.8 Landesweit kommt es zu Demonstrationen, Plünderungen und Auseinandersetzungen mit der Polizei.9 Als sich das Militär weigert gegen die Proteste des Volkes vorzugehen, flieht Ben Ali schließlich am 14. Januar 2011 aus Tunesien.10

Bouazizis Selbstverbrennung ist zum Auslöser für die vermutlich größten politischen Umwälzungen geworden, die die arabische Staatenwelt in den vergangenen Jahrzehnten gesehen hat. Denn nicht nur in Tunesien stürzt das Volk nach einer Epoche politischer Ohnmacht in kürzester Zeit das herrschende Regime.11 Die Ereignisse lösen auch in zahlreichen Nachbarländern, wie Ägypten, Libyen oder Syrien ähnliche Vorgänge aus und führen somit zum sogenannten „Arabischen Frühling“12, der sich vom Maghreb über die Levante bis in den Süden der Arabischen Halbinsel erstreckt und von vielen Beobachtern in seinen Ausmaßen mit den politischen Umbrüche in Mittel- und Osteuropa zwischen 1989 und 1991 verglichen wird.13 Entscheidend ist jedoch, dass noch während der Ereignisse vor allem die Neuen Medien zu einem Schlüssel für die sogenannte „Arabellion“14 erklärt werden.15 Bouazizi selbst steigt über das Internet zum „heroischen Märtyrer einer neuen (...) Revolution“16 auf und die Vorgänge in Tunesien werden als „Facebook-Revolution“17 betitelt.

Es stellt sich daher die Frage, welche explizite Bedeutung die Neuen Medien für den Verlauf oder die Entstehung des politischen Umbruchs in Tunesien spielen. Im Folgenden soll aus diesem Grund neben einer Analyse der medialen Kommunikation vor und nach der Revolution, die Rolle der traditionellen und der Neuen Medien in Tunesien beleuchtet werden. Berücksichtigung findet dabei auch der internationale Satellitensender Al Jazeera, der bis zuletzt eine Sonderstellung innerhalb der arabischsprachigen Fernsehlandschaft inne hatte.18

Aufgrund der unmittelbaren Aktualität der Ereignisse, steht allerdings nur eine geringe Auswahl an publizierter Presse und Literatur zur Verfügung.19 Für eine wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit der Thematik kann jedoch auf Interviews mit Vertretern aus der Politik, den Medien und der Jugend zurückgegriffen werden. Diese wurden im Rahmen einer Forschungsreise der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik an der Universität Bonn unter der Schirmherrschaft von Bodo Hombach im März 2012 in Tunesien durchgeführt.20

2. Neue Medien und ihre Rolle innerhalb der modernen Gesellschaft

Mit dem Aufkommen des sogenannten „Web 2.0“21 ab 2003 hat sich die gesellschaftliche Rolle des Internets deutlich verändert. Es dient nicht mehr nur noch der bloßen Informationsübermittlung, sondern fungiert als eine Art Sphäre der Interaktion und dient der zielorientierten Massenkommunikation.22 Die technischen Neuerungen und die Entwicklung sozialer Netzwerke oder interaktiver Plattformen, wie etwa Facebook oder MySpace, haben die Vernetzung der Weltbevölkerung vorangetrieben.23 Längst ist das Internet außerdem zu einem souveränen Vehikel für politischen Aktivismus geworden, das je nach Region und gesellschaftlicher Entwicklung unterschiedlich stark und zu verschiedenen Zwecken genutzt wird.24 Für die Politik ist das Internet daher zu einer wahren Herausforderung geworden und für einen Teil der etablierten Politelite auch zu einer konkurrierenden Macht.25 Ohne Zweifel stellt es somit für eine Reihe von vorzugsweise soziokulturellen und politischen Entwicklungen innerhalb der modernen Gesellschaft einen unabdingbaren Motor dar.26

Kurznachrichtendienste, wie Twitter, oder die Videoplattform YouTube, ermöglichen jedem Nutzer zu jeder Zeit und mit Hilfe des Mobilfunks im Prinzip auch an jedem beliebigen Ort Inhalte über das Internet zu verbreiten. Text-, Bild- und Filmmaterial gelangen somit weltweit ungefiltert in unzählige Haushalte. Das Internet hat auf diese Weise nicht nur im Bereich der Unterhaltung traditionellen Medien den Rang abgelaufen, sondern stellt auch für journalistische Nachrichtenverwerter aus Presse und Rundfunk eine zunehmende Konkurrenz dar.27 Insbesondere in Staaten mit beschränkter Presse- und Meinungsfreiheit werden nämlich die sogenannten Blogs, in denen meist politische Aktivisten über die Lage im Land schreiben, teilweise als unabhängige Quellen der meinungsbildenden Berichterstattung wahrgenommen.28

3. Tunesiens Medien im Schatten des Autoritarismus

Unter einer beschränkten Presse- und Meinungsfreiheit leidet vor der Revolution auch Tunesien.29 Das Land wird von einem bürokratisch-autoritären, äußerst patrimonialen Regime gelenkt, dessen ideologische Legitimation vor allem nationalistisch gefärbt ist. Neben Partei- und Gewerkschaftsverboten, hoher Korruption und einer geringen Rechenschaftspflicht der Regierung, wird eine durchgehende Zensur der Medien betrieben.30 Tunesien zählt damit vor den politischen Umbrüchen zusammen mit anderen arabischen Staaten zu der am autoritärsten geführten Region der Welt.31 Das Defizit politischer Rechte und bürgerlicher Freiheiten beeinflusst daher auch die Medien.32 Der Rundfunk und sämtliche Zeitungen des Landes stehen entweder aus personellen oder finanziellen Gründen unter direkter Einwirkung des Regimes, bzw. der Clique um Präsident Ben Ali. Die Berichterstattung fällt regimetreu und zumeist nur deskriptiv aus.33 Eine zwischen 2003 und 2007 voran getriebene Liberalisierung des Rundfunks scheitert des Weiteren an strengen Auflagen, die die neu gegründeten Privatsender erfüllen müssen, bzw. durch die sie in Abhängigkeit zu staatlichen Kontrollbehörden gelangen.34

Ab 2000 nehmen allerdings die Neuen Medien in Tunesien eine bedeutendere Rolle ein. Der Zugang zu Mobilfunk und Internet wird immer erschwinglicher. Wie in ganz Afrika wächst auch in Tunesien der Markt der mobilen Kommunikation. Das 2004 gegründete Netzwerk Facebook ermöglicht schließlich ab 2006 erstmals auch Personen außerhalb der USA die Mitgliedschaft. 2008 folgt eine französischsprachige Version, die für das bilinguale Tunesien - neben Arabisch ist auch Französisch vor allem in der Mittel- und Oberschicht allgegenwärtig - entscheidend wird.35

Damit beginnt ein über das Internet geführter Diskurs über die Zustände im Land und die seit Jahren meist für jugendliche Tunesier unkomfortable Lage, denn die sozioökonomische Situation der Bevölkerung gestaltet sich problematisch.36 Mangelnde Effizienz der staatlichen Transferleistungen und eine Verstärkung der Privilegien gegenüber der städtischen Mittelschicht schüren verstärkten Frust.37 Von den rund 10 Millionen Einwohnern sind etwa 30 Prozent Jugendliche. Etwa 15 Prozent der Bevölkerung ist arbeitslos, unter Akademikern sogar ganze 45 Prozent.38 Die Hälfte aller arbeitsfähigen Beschäftigten ist zudem im informellen Sektor tätig. Alle betreffen gleicher Maßen jedoch die stetig wachsenden Konsumpreise. Nicht nur für die rund 13 Prozent der in absoluter Armut lebenden Tunesier geht es Anfang des 21. Jahrhunderts immer noch um das pure Überleben.39 Der Ausbau der Internetverbindungen schafft daher ein neues Medium, über das erstmals offen über die Probleme im Land aber auch im gesamten arabischen Raum kommuniziert werden kann. 2008 führt die steigende Kritik am herrschenden System allerdings zur zeitweisen Sperrung zahlreicher Internetangebote, wie Facebook oder YouTube, aber auch der Internetpräsenz von Al Jazeera40

4. Der Faktor Al Jazeera

Mit fast 300 Millionen potentiellen Zuschauern ist Al Jazeera das wichtigste Medienorgan des arabischsprachigen Raumes.41 1996 vom katarischen Emir Hamad Al-Thani mit dem Ziel gegründet, einen privatrechtlichen und finanziell unabhängigen Satellitensender zu etablieren,42 entwickelt sich Al Jazeera - als zu Anfang einziger überregional empfangbarer Nachrichtenkanal zwischen Marokko und dem Irak - zu einer neuen Macht innerhalb der arabischen Öffentlichkeit.43

Die Konkurrenz untersteht zumeist den jeweiligen Informations- oder Rundfunkministerien der vor der Revolution fast vollständig autokratisch geführten Staaten.44 Schnell entwickelt sich der Sender daher zu einer beliebten Anlaufstelle für unzensierte Berichterstattung, ersetzt damit sogar die bis dahin im arabischen Raum immer noch prosperierenden, überregionalen Tageszeitungen.45 Das rund um die Uhr ausgestrahlte Programm zeigt ungeschminkt laufende Ereignisse und brisante Themen. Dank Korrespondenten in allen Regionen Nordafrikas sowie des Nahen und Mittleren Ostens umgeht der Sender zudem militärische Blockaden oder gewalttätige Konflikte.46 Denn der Erfolg und die kontroversen Inhalte Al Jazeeras führen auch zu vereinzelten Sendeverboten, Ausweisungen oder Anschlägen auf Dependancen des Unternehmens.47

Täglich erreicht Al Jazeera rund 50 Millionen Haushalte.48 So auch Zuschauer in Tunesien. Von Anfang an heizt der Sender mit riskanten Formaten und neuartigen Diskussionsrunden den politischen Diskurs im Land und der gesamten Region an. Über Al Jazeera kommen zudem erstmals Vertreter der politischen Opposition, aber auch überwiegend vom Regime unterdrückter, klerikaler Kreise zu Wort.49 Während der Revolution berichtet der Sender aus Katar ununterbrochen mit meist brutalen Aufnahmen von den Ereignissen in Tunesien und heizt damit nicht nur die Stimmung auf,50 sondern transportiert die sogenannte „Jasmin-Revolution“51 in die Wohnzimmer der Ägypter, Libyer oder Syrer.52 Das Filmmaterial stammt überwiegend von den amateurhaften Handyaufnahmen der Tunesier, die sich auf den Straßen ihrer Heimatdörfer und -städte Schlachten mit der Polizei liefern und die sie entweder von Telefon zu Telefon senden oder im Internet auf den einschlägigen Plattformen hochladen.53

Als nach weniger als einem Monat Ben Ali gestürzt wird und sich die Lage beginnt zu normalisieren, eine Übergangsregierung gebildet wird und der Termin für freie Parlamentswahlen bekannt gegeben wird, verliert Al Jazeera zunehmend für die nun in neuen Realitäten lebenden Tunesier an Bedeutung.54 Ohnehin ist das Programm während der Revolution vor allem für diejenigen wichtig, die über keinen Internetzugang verfügen. Die Inhalte setzen sich meist aus Aufnahmen aus dem Internet zusammen, die die hauptsächlichen Protagonisten der Revolution längst kennen. Für diese - die aufbegehrende und in den 1980er und frühen 1990er Jahren geborene Jugend des Landes - spielt der Sender eine untergeordnete Rolle.55 Kontroversen ruft Al Jazeera zudem aufgrund seiner ununterbrochenen Verbindung zum katarischen Emir hervor und dem Vorwurf politisch motivierter Berichterstattung.56 War Al Jazeera vor der Revolution noch einsamer Pionier eines modernen und freien arabischsprachigen Rundfunks, ändert sich die Lage für das Medienunternehmen nach dem Sturz der zahlreichen Regime schlagartig.57

5. Die neue Freiheit der medialen Kommunikation

Zu den Neuen Medien, die während der Revolution aufgrund ihrer Unkontrollierbarkeit „zu gefährlichen Feinden der Diktatoren geworden sind“58, gesellen sich nach dem Sturz des Regimes auch die traditionellen Medien. Während der sich überschlagenden Ereignisse entstehen hastig gedruckte Flugblätter, kleinauflagige Zeitungen und eine Reihe von privat organisierten Radiosendern.59 Doch die altgedienten Kommunikationswege müssen ihre neu gewonnene Freiheit erst verarbeiten und sich der neuen Situation auch fachlich anpassen.60 Zu lange haben etablierte Journalisten des Landes aus ökonomischen Gründen mit dem Regime und der Zensur zusammen gearbeitet. Ihre Berichterstattung wirkt meist überambitioniert und überkritisch, nach purer Anerkennung des Publikums eifernd. Zudem vermeiden die meisten staatlich abhängigen Medien jegliche Meldungen über die Unruhen im Land.61

Für die eigentlichen Protagonisten der Revolution sind die traditionellen Medien eher hinderlich. Als es im Dezember 2010 zu den ersten Unruhen kommt und die Auseinandersetzungen ihren Lauf nehmen, sind es die Neuen Medien, die der um „Würde“62 kämpfenden Jugend als Vehikel dienen. Während im sogenannten „Westen“ zuerst den Bloggern eine wichtige Rolle zugesprochen wird, die sie vor der Revolution durchaus inne haben, sind es vor allem aber die bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken aktiven Nutzer, die die tragende Rolle übernehmen.63 In der nötigen Anonymität dieser Plattformen können sie ungehindert und für ein großes und vernetztes Publikum von Versammlungen, Demonstrationen oder Übergriffen der Behörden berichten.64 Möglichkeiten, die die nur untereinander vernetzten Blogger nicht besitzen.65

Doch immer wieder stockt die Kommunikation über das Internet. Zeitweise wird das Mobilfunknetz sowie das Internet blockiert. Auch werden kritisch berichtende Redaktionen geschlossen oder Onlineaktivisten, die über die Ereignisse schreiben, inhaftiert.66 Die Sperre von Facebook und Twitter führt vermutlich aber zu noch mehr Widerstand, den die im Internet aktive Jugend nun vermehrt auf die Straße trägt.67

In den Phasen, in denen die Kommunikation möglich ist, werden die Neuen Medien zum Mittel der Organisation. Und in der Tat nutzt man bereits 2008 das Internet, um vereinzelte Demonstrationen gegen unbeliebte Maßnahmen der Regierung zu planen.68 Hinzu kommt während der Revolution neben der aktiven Mobilmachung auch die Verbreitung von einschlägiger Kunde über Vergehen der Staatsgewalt. Bilder geschlagener oder getöteter Jugendlicher während der Straßenschlachten oder Razzien der Polizei animieren die Massen, sich mit den bereits aktiven „Revolutionären“ zu solidarisieren oder selbst auf die Straße zu gehen.69 Das ist auch notwendig, denn einen Anführer hat die Revolution nicht. Die beteiligten Menschen übernehmen dank der Neuen Medien gemeinsam den koordinierenden Part, den ansonsten eine Gewerkschaft oder einzelne Kader oppositioneller Gruppierungen inne hätten.70

6. Facebook, Twitter & Co. im postrevolutionären Tunesien

Nach der Revolution ändert sich die Rolle der Medien schlagartig. Die neu gewonnene Freiheit und das Ausbleiben einer staatlichen Zensur animiert viele Journalisten dazu, sich zu neuen Formaten zusammen zu schließen. Die bislang regimetreue Presse verliert an Bedeutung. Problematisch ist jedoch, dass es in der Folge der Demokratisierungsprozesse zu einer überkritischen Auseinandersetzung mit der Politik kommt und aus Sicht vieler Beobachter einige Transformationsvorgänge dadurch ins Stocken geraten.71

Die Neuen Medien nehmen dabei eine besonders problematische Rolle ein. Diente bspw. Facebook während der Revolution noch als Mittel zur Mobilmachung für freiheitliche Ziele, wird es nun zu Propagandazwecken der verschiedenen politischen Lager missbraucht, die vor Streuung von Gerüchten und Diffamierungen einzelner Akteure keinen Halt machen.72

Während die Zensur abgeschafft wurde, herrscht weiterhin eine unveränderte Gesetzeslage in puncto Medien. So besteht auch nach der Revolution für einzelne Blogger oder Onlineaktivisten die Gefahr, mit harschen Konsequenzen rechnen zu müssen.73 Für den politischen Diskurs spielt das Internet jedoch ein Jahr nach der Flucht Ben Alis keine große Rolle mehr.74 So hat die Realität die virtuelle Ebene am Ende übertrumpft und vermehrt erobern Diskussionsrunden in den neu errichteten Fernsehprogrammen die Wohnzimmer der tunesischen Bevölkerung zurück.75 Die Auseinandersetzung mit den Geschehnissen findet des Weiteren nach der Schaffung einer weitgehenden Meinungsfreiheit vermehrt innerhalb traditioneller Medien, wie etwa dem Film, statt.76 Zwar veröffentlichen viele Tunesier auch weiterhin Bild- und Filmmaterial über die nicht enden wollenden Demonstrationen im ganzen Land oder animieren darüber ihre Landsleute, sich politisch mehr zu engagieren, doch die einstige Wirkung scheint auszubleiben.77

7. Schlussbetrachtung

Am Ende stellt sich die Frage, aus welcher Sicht man die Rolle der Neuen Medien für die Revolution in Tunesien betrachtet. Für viele Beobachter steht nämlich fest, dass vor allem Vertreter des jungen Mittelstandes die antreibende Kraft hinter den Unruhen und dem Sturz Ben Alis sind.78 Für eine Reihe von Augenzeugen liegt der Kern der revolutionären Bewegung allerdings im Hinterland Tunesiens, fern ab der modernen Kommunikation oder der westlich orientierten Onlinewelten.79

Eine der propagierten Parolen verdeutlicht jedoch den Wunsch der revoltierenden Massen nach einem Leben samt Menschenrechten, Demokratie und Wohlstand, „wie sie zwischen Los Angeles und Warschau selbstverständlich sind“.80 Dieser Wunsch resultiert aus der Bevölkerungsentwicklung des Landes. Als es zur Revolution kommt, befindet sich die wichtige Gruppe der jungen Tunesier schlichtweg im entsprechenden Alter. Sie sind an der Schwelle von der Ausbildung in die Arbeitswelt, doch Perspektiven gibt es für sie keine.81 Gleichzeitig mehren sich die bereits seit Jahren stattfindenden Proteste gegen das Regime.82 Verstärkt wird ihre Wirkung von den Neuen Medien, die sich der staatlichen Zensur weitestgehend entziehen können und zu denen die junge Bevölkerungsgruppe vermehrt Zugang hat.83

Ein grober Vergleich mit der Dissidenz in Mittel- und Osteuropa zeigt, dass Facebook, Twitter & Co. für den Widerstand der tunesischen Jugend das moderne Pendant zum System der Untergrundpresse in den 1980er Jahren darstellen. Viel mehr können über diese Internetangebote aber z. B. die wirkungsvollen Videoaufnahmen zu noch mehr Aufruhr führen. Sie sind das Vehikel der bildgewordenen Wut. Doch sie sind nur der Anfangsmoment der eigentlichen revolutionären Vorgänge, der auf den Straßen stattfindenden Auseinandersetzungen und dem sich anbahnenden Gewaltkonflikt. Entscheidend bleibt vor allem für den Ausgang und Erfolg der Revolution nicht etwa der Einsatz der Neuen Medien, sondern die Bereitschaft der Menschen auf die Straße zu gehen. Abschließend ist es jedoch das Eingreifen des Militärs, welches sich den Anweisungen des Despoten widersetzt und seiner Macht ein Ende bereitet.84

[...]


1 Vgl. Ben Jelloun, Tahar: Arabischer Frühling. Vom Wiedererlangen der arabischen Würde, 5. Aufl., Berlin 2011, S. 36 f.

2 Vgl. Putz, Ulrike: Selbstverbrennung in Tunesien. Was vor Mohammeds Martyrium geschah, in: Spiegel Online, 23.01.2011, online: www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,740901,00.html (abgerufen am 28.04.2012).

3 Vgl. Schmid, Thomas: Tunesien. Die Jasmin-Revolution, in: Frank Nordhausen u. Thomas Schmid (Hrsg.): Die arabische Revolution. Demokratischer Aufbruch von Tunesien bis zum Golf, 2. Aufl., Berlin 2011, S. 17-38, S. 17 f.

4 Vgl. Ben Jelloun, Tahar: Arabischer Frühling. Vom Wiedererlangen der arabischen Würde, 5. Aufl., Berlin 2011, S. 35 f.

5 Vgl. o. V: Tunisian who sparked rare protests dies, in: Reuters, 05.01.2011, online: www.reuters.com/ article/2011/01/05/ozatp-tunisia-suicide-idAFJ0E70408420110105 (abgerufen am 24.04.2012).

6 Vgl. Meinardus, Ronald: Facebook und der „Arabische Frühling“, in: Magazin der Stiftung für die Freiheit, Ausg. 1/2012, S. 10-11, S. 11.

7 Vgl. Rugh, William A.: Arab mass media. Newspapers, radio, and television in Arab politics, Westport 2004, S. 219.

8 Vgl. Ben Jelloun, Tahar: Arabischer Frühling. Vom Wiedererlangen der arabischen Würde, 5. Aufl., Berlin 2011, S. 27 f.

9 Vgl. Werenfels, Isabelle: Vorreiter Tunesien, in: Bundeszentrale für politische Bildung, 12.10.2011, online: www.bpb.de/internationales/afrika/arabischerfruehling/52395/tunesien (abgerufen am

29.04.2012).

10 Vgl. Ben Jelloun, Tahar: Arabischer Frühling. Vom Wiedererlangen der arabischen Würde, 5. Aufl., Berlin 2011, S. 18.

11 Vgl. Perkins, Kenneth J.: A history of modern Tunisia, 2. Aufl., Cambridge 2008, 185 f.

12 Witterauf, Peter: Der tunesische Weg. Ein Modell für den Arabischen Frühling?, in: Argumentation Kompakt, Ausg. 2/2012, S. 1-7, S. 2.

13 Vgl. Lerch, Wolfgang G.: Die arabische Revolution. Das Ende der „orientalischen Despotie“ ist eingeleitet, in: Die politische Meinung, Ausg. 5/2011, Jg. 56, S. 42-47, S. 73.

14 Scholl-Latour, Peter: Arabiens Stunde der Wahrheit. Aufruhr an der Schwelle Europas, Berlin 2011, S. 179.

15 Vgl. Matthes, Stephanie: Die ambivalente Rolle der sozialen Medien bei der Durchsetzung internationaler Menschenrechtsnormen. Eine Analyse der Chancen und Grenzen am Beispiel der Islamischen Republik Iran, in: Politik und Gesellschaft, Ausg. 2/2011, Jg. 7, S. 72-98, S. 72 f.

16 Vgl. Worth, Robert F.: How a single match can ignite a revolution, in: The New York Times,

32.01.2011, S. 4, online: www.nytimes.com/2011/01/23/weekinreview/23worth.html?_r=1&src=twrhp (abgerufen am 28.04.2012); engl. „heroic martyrs of a new (...) revolution“.

17 Gerlach, Julia: Wir wollen Freiheit! Der Aufstand der arabischen Jugend, Freiburg im Breisgau 2011, S. 76.

18 Vgl. Al-Mikhlafy, Abdo J.: Al-Jazeera. Ein regionaler Spieler auf globaler Medienbühne, Marburg 2006, S. 168 f.

19 Vgl. Perthes, Volker: Der Aufstand. Die arabische Revolution und ihre Folgen, München 2011, S. 11 f.

20 Vgl. Becker, Manuel: Forschungsexkursion nach Tunis, in: Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik, 05.04.2012, online: www.bapp.uni-bonn.de/veranstaltungen/26.-2013-29.- maerz-2012-forschungsexkursion-nach-tunis (abgerufen am 29.04.2012).

21 Schmidt, Jan u. Martin Welker: Grundlagen und Methoden des Social Web, in: Ansgar Zerfaß, Martin Welker u. Jan Schmidt (Hrsg.): Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web, Bd. 1, Köln 2008, S. 12-40, S. 12.

22 Vgl. O'Reilly, Tim: What is Web 2.0? Design patterns and business models for the next generation of software, in: O'Reilly, 30.09.2005, online: www.oreilly.com/web2/archive/what-is-web-20.html (abgerufen am 02.04.2012).

23 Vgl. Norris, Pippa: Digital divide. Civic engagement, information poverty, and the internet worldwide, 5. Aufl., Cambridge 2006, S. 39 f.

24 Vgl. Medosch, Armin: Demonstrieren in der virtuellen Republik. Politischer Aktivismus im Internet gegen staatliche Institutionen und privatwirtschaftliche Unternehmen, in: Christiane Schulzki- Haddouti (Hrsg.): Bürgerrechte im Netz, Bonn 2003, S. 261-306, S. 261 f.

25 Vgl. Hombach, Bodo: Neue Medien. Die Herausforderungen demokratischer Gesellschaften im 21. Jahrhundert, in: Bodo Hombach (Hrsg.): Politik und Medien. Bonner Vorträge und Diskurse, Bd. 1, Essen 2012, S. 25-36, S. 26 f.

26 Vgl. Nayar, Pramod K.: An introduction to new media and cybercultures, Chichester 2010, S. 136 f.

27 Vgl. Beck, Klaus: Neue Medien, alte Probleme? Blogs aus medien- und kommunikationsethischer Sicht, in: Ansgar Zerfaß, Martin Welker u. Jan Schmidt (Hrsg.): Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web, Bd. 1, Köln 2008, S. 62-77, S. 62 f.

28 Vgl. Hewitt, Hugh: Blog. Understanding the information reformation that's changing your world, Nashville 2005, S. 105 f.

29 Vgl. Schlumberger, Oliver: Autoritarismus in der arabischen Welt. Ursachen, Trends und internationale Demokratieförderung, Baden-Baden 2008, S. 55.

30 Vgl. Schlumberger, Oliver: Autoritarismus in der arabischen Welt. Ursachen, Trends und internationale Demokratieförderung, Baden-Baden 2008, S. 233 f.

31 Vgl. ebd., S. 40 f.

32 Vgl. ebd., S. 43.

33 Vgl. Interview vom 27.03.2012 mit Frau Dozentin Hana Ben Abda und Studenten der Fakultät für Rechts-, Politik und Sozialwissenschaft an der Universität Karthago; Tonaufnahmen der in französischer Sprache geführten Interviews können beim Autor eingeholt werden.

34 Vgl. Julliard, Jean-Frangois: Tunisia. "You have no rights here, but welcome to Tunisia!", in: Reporters without Borders, 01.06.2005, online: www.rsf.org/IMG/pdf/rapport_tunisie_EN.pdf (abgerufen am 30.04.2012)

35 Vgl. Baloun, Karel: Inside Facebook. Life, work and visions of greatness, Bloomington 2006, S. 39 f.

36 Vgl. Loewe, Markus: Soziale Sicherung in den arabischen Ländern. Determinanten, Defizite und Strategien für den informellen Sektor, Baden-Baden 2010, S. 108.

37 Vgl. ebd., S. 87 f.

38 Vgl. Ben Jelloun, Tahar: Arabischer Frühling. Vom Wiedererlangen der arabischen Würde, 5. Aufl., Berlin 2011, S. 43.

39 Vgl. Loewe, Markus: Soziale Sicherung in den arabischen Ländern. Determinanten, Defizite und Strategien für den informellen Sektor, Baden-Baden 2010, S. 223 f.

40 Vgl. Ben Mhenni, Lina: Vernetzt euch!, Berlin 2011, S. 9 f.

41 Vgl. Versteegh, Kees: The Arabic language, Edinburgh 1997, S. 109 f.

42 Vgl. Jurkiewicz, Sarah: Al-Jazeera vor Ort. Journalismus als ethische Praxis, Berlin 2009, S. 18.

43 Vgl. Miles, Hugh: Al-Dschasira. Ein arabischer Nachrichtensender fordert den Westen heraus, Hamburg 2005, S. 30 f.

44 Vgl. Rugh, William A.: Arab mass media. Newspapers, radio, and television in Arab politics, Westport 2004, S. 201 f.

45 Vgl. ebd., S. 123.

46 Vgl. Rugh, William A.: Arab mass media. Newspapers, radio, and television in Arab politics, Westport 2004, S. 8 f.

47 Vgl. Jurkiewicz, Sarah: Al-Jazeera vor Ort. Journalismus als ethische Praxis, Berlin 2009, S. 19 f.

48 Vgl. Miles, Hugh: Al-Dschasira. Ein arabischer Nachrichtensender fordert den Westen heraus, Hamburg 2005, S. 56.

49 Vgl. Rugh, William A.: Arab mass media. Newspapers, radio, and television in Arab politics, Westport 2004, S. 37 f.

50 Vgl. Meinardus, Ronald: Dominoeffekt in Arabien? Zu den regionalen Auswirkungen des Umsturzes in Tunesien, in: Bericht aus aktuellem Anlass, Ausg. 6/2011, S. 1-4, S. 3.

51 Lüders, Michael: Tages des Zorns. Die arabische Revolution verändert die Welt, München 2011, S. 18.

52 Vgl. Rosiny, Stephan: Ein Jahr „Arabischer Frühling“. Auslöser, Dynamiken und Perspektiven, in: Giga Focus, Ausg. 12/2011, S. 1-8, S. 2.

53 Vgl. Asseburg, Muriel: Zur Anatomie der arabischen Proteste und Aufstände, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Ausg. 39/2011, Jg. 61, S. 3-9, S. 6.

54 Vgl. Interview vom 27. u. 28.03.2012 mit Studenten der Fakultät für Rechts-, Politik und Sozialwissenschaft an der Universität Karthago und Herrn Journalist Ridha Kefi; Tonaufnahmen der in französischer Sprache geführten Interviews können beim Autor eingeholt werden.

55 Vgl. Interview vom 27. u. 28.03.2012 mit Studenten der Fakultät für Rechts-, Politik und Sozialwissenschaft an der Universität Karthago und Herrn Journalist Ridha Kefi; Tonaufnahmen der in französischer Sprache geführten Interviews können beim Autor eingeholt werden.

56 Vgl. Zayani, Mohamed: The Al Jazeera phenomenon, London 2005, S. 83 f.

57 Vgl. Lynch, Marc: Voices of the new Arab public. Iraq, Al-Jazeera, and Middle East politics today, New York 2006, S. 127 f.

58 Jaeger, Kinan: „Revolution in Arabien. Eine strategische Analyse, in: Der Mittler-Brief, Ausg. 3/2011, Jg. 26, S. 1-8, S. 1.

59 Vgl. Thelen, Raphael: Die Radio-Revolution, in: Unicum, Ausg. 2/2012, S. 16, ebd.

60 Vgl. Knipperts, Alexander: Tunesien vor der Wahl. Das neue Tunesien vor seiner ersten Prüfung, in: Bericht aus aktuellem Anlass, Ausg. 42/2011, S. 1-5, S. 2 f.

61 Vgl. Interview vom 28.03.2012 mit Herrn Journalist Ridha Kefi; Tonaufnahmen der in französischer Sprache geführten Interviews können beim Autor eingeholt werden.

62 Mudhoon, Loay: Regime-Stürze und politische Umbrüche in den Maghreb-Staaten und der arabischen Welt, Zusammenfassung des Köln-Bonner Gesprächskreises zur Außen- und Sicherheitspolitik, moderiert von Sepideh Parsa und Siebo M. H. Janssen, 03.11.2011, Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn.

63 Vgl. Interview vom 29.03.2010 mit Frau Dozentin Hana Ben Abda der Fakultät für Rechts-, Politik und Sozialwissenschaft an der Universität Karthago; Tonaufnahmen der in französischer Sprache geführten Interviews können beim Autor eingeholt werden.

64 Vgl. Ghonim, Wael: Revolution 2.0. Wie wir mit der ägyptischen Revolution die Welt verändern, Berlin 2012, S. 113 f.

65 Vgl. Egger, Pepe: Zum Zeitpunkt der Revolution war das Internet abgeschaltet, in: Inamo. Informationsprojekt Naher und Mittlerer Osten, Ausg. 69/2012, Jg. 19, S. 54-56, S. 54.

66 Vgl. Fischer, Jonathan: Generation Revolte, in: Süddeutsche Zeitung, 22.02.2011, online: www.sueddeutsche.de/kultur/rapper-el-general-generation-revolte-1.1063690 (abgerufen am

29.03.2012)

67 Vgl. Egger, Pepe: Zum Zeitpunkt der Revolution war das Internet abgeschaltet, in: Inamo. Informationsprojekt Naher und Mittlerer Osten, Ausg. 69/2012, Jg. 19, S. 54-56, S. 55.

68 Vgl. Gerlach, Julia: Wir wollen Freiheit! Der Aufstand der arabischen Jugend, Freiburg im Breisgau 2011, S. 77.

69 Vgl. Gerlach, Julia: Wir wollen Freiheit! Der Aufstand der arabischen Jugend, Freiburg im Breisgau 2011, S. 78 f.

70 Vgl. Armbruster, Jörg: Der arabische Frühling. Als die islamische Jugend begann, die Welt zu verändern, Frankfurt am Main 2011, S. 66.

71 Vgl. Interview vom 28. u. 29.03.2012 mit Herrn Journalist Ridha Kefi und Frau VizeParlamentspräsidentin Meherzia Labidi-Maiza; Tonaufnahmen der in französischer Sprache geführten Interviews können beim Autor eingeholt werden.

72 Vgl. ebd.

73 Vgl. o. V: Reporters without Borders opens bureau in Tunis, in: Reporters without Borders,

12.10.2011, online: www.en.rsf.org/tunisie-reporters-without-borders-opens-12-10-2011,41171 .html (abgerufen am 29.03.2011)

74 Vgl. Wiedemann, Charlotte: Tunesisch denken, in: Le Monde Diplomatique, 11/2011, S. 2.

75 Vgl. Lerch, Wolfgang G.: Erfolge und Misserfolge der Arabellion. Zur weltgeschichtlichen Verwandlung einer Region und das Ringen in Syrien, in: Die politische Meinung, Ausg. 3/2011, Jg.

57, S. 4-9, S. 5

76 Vgl. Ghozali, Faiza: A revolution in arab cinema, in: The Africa Report, Ausg. 39/2012, S. 112-115, S. 112 f.

77 Vgl. Braune, Elisabeth: Eine schwere Geburt? Im post-revolutionären Tunesien wächst die Anspannung im Hinblick auf die ersten freien und demokratischen Wahlen, Berlin 2011, S. 3.

78 Vgl. Nordhausen, Frank u. Thomas Schmid: Die Rebellion des jugendlichen Mittelstandes, in: Frank Nordhausen u. Thomas Schmid (Hrsg.): Die arabische Revolution. Demokratischer Aufbruch von Tunesien bis zum Golf, 2. Aufl., Berlin 2011, S. 12-16, S. 13 f.

79 Vgl. Dietrich, Helmut: Die Anfänge der sozialen Revolution am Mittelmeer, in: Inamo. Informationsprojekt Naher und Mittlerer Osten, Ausg. 69/2012, Jg. 19, S. 13-17, S. 13.

80 Lerch, Wolfgang G.: Die arabische Revolution. Das Ende der „orientalischen Despotie“ ist eingeleitet, in: Die politische Meinung, Ausg. 5/2011, Jg. 56, S. 42-47, S. 42

81 Vgl. Todd, Emmanuel: Frei! Der arabische Frühling und was er für die Welt bedeutet, München 2011, S. 23 f.

82 Vgl. Gerlach, Julia: Wir wollen Freiheit! Der Aufstand der arabischen Jugend, Freiburg im Breisgau 2011, S. 82 f.

83 Vgl. El Difraoui, Asiem: Die Rolle der neuen Medien im Arabischen Frühling, in: Bundeszentrale für politische Bildung, 03.11.2011, online: www.bpb.de/internationales/afrika/arabischer- fruehling/52420/die-rolle-der-neuen-medien (abgerufen am 02.04.2012)

84 Vgl. Armbruster, Jörg: Der arabische Frühling. Als die islamische Jugend begann, die Welt zu verändern, Frankfurt am Main 2011, S. 66.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Revolution der Neuen Medien? Facebook, Twitter & Co. während des politischen Umbruchs in Tunesien 2011
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie)
Veranstaltung
Der arabisch-islamische Raum und neue sicherheitspolitische Herausforderungen
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V265846
ISBN (eBook)
9783656555063
ISBN (Buch)
9783656555148
Dateigröße
529 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
revolution, neuen, medien, facebook, twitter, umbruchs, tunesien
Arbeit zitieren
Christoph Kotowski (Autor), 2012, Revolution der Neuen Medien? Facebook, Twitter & Co. während des politischen Umbruchs in Tunesien 2011, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265846

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