Pariser Friedensverträge von 1947 und die kommunistische Wende von 1947-48

Geschichte und Gegenwart der ungarischen Außenpolitik


Seminararbeit, 2011
14 Seiten, Note: 1
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte

3. Drei Konferenzen
3.1 Konferenz in Teheran
3.2 Konferenz in Jalta
3.3 Konferenz in Potsdam

4. Pariser Friedenskonferenz

5. Die kommunistische Wende in Ungarn

6. Zusammenfassung

7. Literatur

1. Einleitung

Die Pariser Friedensverträge von 1947 und die kommunistische Wende von 1947-48 kann man nur im Kontext der Vorgeschichte und den Abläufen nach dem Ersten Weltkrieg und während des Zweiten Weltkriegs analysieren. Deswegen untersucht die Arbeit in einem kurzen Abspann die Pariser Vorortverträge, die zwei Wiener Schiedssprüche, die drei Konferenzen während und nach dem Zweiten Weltkrieg, und geht dann zum Schluss auf die Situation in Ungarn nach 1945 und die kommunistische Wende von 1947-48 ein.

2. Vorgeschichte

Die Pariser Vorortverträge sind ein gemeinsamer Oberbegriff für die Friedensverträge der alliierten und assoziierten Siegermächte des Ersten Weltkrieges mit den unterlegenen Mittelmächten. Die Bezeichnung ergibt sich aus der Tatsache, dass jeder der Verträge an verschiedenen Orten im Umland von Paris, meist in ehemaligen Palästen, unterschrieben wurde. Die Verträge wurden in der Folge der Pariser Friedenskonferenz von 1919 ausgehandelt und beendeten formal den Ersten Weltkrieg. Der Inhalt enthält nicht nur spezifische Punkte für die jeweiligen Kriegsgegner,1 sondern auch die Satzungen des Völkerbundes und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).2 Es wurden mit den Verlierern fünf verschiedene Verträge geschlossen: Der Vertrag von Versailles am 28. Juni 1919 mit dem Deutschen Reich, der Vertrag von Saint-Germain-en-Laye mit Deutsch- Österreich (später dann Republik Österreich) am 10. September 1919, der Vertrag von Neuilly-sur-Seine mit Bulgarien am 27. November 1919, der Vertrag von Sèvres mit dem Osmanischen Reich, unterzeichnet am 10. August 1920, der später zugunsten der Türkei revidiert wurde und der Vertrag von Trianon mit Ungarn, unterzeichnet am 4. Juni 1920. Durch den Vertrag von Trianon musste Ungarn völkerrechtlich verbindlich zur Kenntnis nehmen, dass zwei Drittel des Territoriums des historischen Königreichs, Nachbar- und Nachfolgestaaten zufielen.3 Allerdings bestätigte der Vertrag zumeist nur die faktisch bereits bestehende Situation, denn das Königreich Ungarn begann schon vor den Pariser

Vorortsverträgen zu zerfallen. Die Grenzen waren allerdings noch nicht exakt festgelegt. So entstand bereits am 28. Oktober 1918 die Tschechoslowakische Republik, die Einzelstaaten des am 1. Dezember 1918 entstandenen SHS-Staates, Kroatien, Slowenien, Serbien deklarierten ihre Unabhängigkeit im Laufe des Oktobers 1918 und zu dem am 1. Dezember 1918 entstandenen Rumänien gehörte auch Siebenbürgen.4

Wegen der Abtrennung der Gebiete entstand in Ungarn ab dem Jahr 1926 eine verstärkte Revisionspolitik, die auch in das Regierungsprogramm des Ministerpräsidenten Gyula Gömbös aufgenommen wurde. Am Anfang bezog sich die Revisionspolitik allerdings nur auf die Grenzgebiete, wo zum Großteil Ungarn wohnten, das gesamte ehemalige Königreich Ungarn rückte erst später in den Blickpunkt. Aus diesem Grund suchte Ungarn auch die Unterstützung des Deutschen Reiches und Italiens, die es im Revisionsbestreben unterstützten.5 So entstanden mit Hilfe dieser zwei Länder die beiden Wiener Schiedssprüche. Der erste wurde von den Außenministern Joachim von Ribbentrop, Deutsches Reich und Galeazzo Ciano, Italien in Wien am 02.11.1938 unterzeichnet, daher auch der Name. Der Schiedsspruch besagte, dass die Gebiete wieder zurück an Ungarn fallen sollten in denen gemäß der letzten ungarischen Volkszählung zur Zeit Österreich-Ungarns im Jahr 1910 der Anteil der ungarischen Bevölkerung mindestens 50 % ausmachte. Das bedeutete eine Fläche von etwa 11.927 km², von denen 10.390 km² in der heutigen Slowakei, der Rest in den ukrainischen Karpaten lagen, mit über 1 Million Einwohnern.6 Die zweite Entscheidung wurde am 30. August 1940 ebenfalls von Joachim von Ribbentrop und Galeazzo Ciano im Schloss Belvedere in Wien unterzeichnet, und besagte, dass Ungarn ein weiteres Gebiet mit einer Fläche von etwa 43.500 km² auf rumänischem Territorium mit 2,5 Millionen Einwohnern, darunter über eine Millionen Rumänen zugesprochen wurde. Im Gegenzug bekam Rumänien die Grenzen des übrigen Siebenbürgens von den Achsenmächten garantiert.7

3. Drei Konferenzen

Die drei Hauptalliierten Großbritannien, die Sowjetunion und die Vereinigten Staaten von Amerika trafen sich während und nach dem Zweiten Weltkrieg zu drei Konferenzen um über die Koordinierung und Organisation Europas nach der Beendigung des Krieges zu beraten. Die Ergebnisse dieser Besprechungen flossen auch in die Pariser Friedenskonferenz ein.

3.1 Konferenz in Teheran

Bei der ersten Konferenz in Teheran, die vom 28. November bis zum 1. Dezember 1943 abgehalten wurde, waren für die USA US-Präsident Franklin D. Roosevelt, für Großbritannien Premierminister Winston Churchill und für die Sowjetunion Staatschef Josef Stalin sowie deren jeweilige militärische Berater vertreten. Gegenstand der Beratungen waren die Absprachen über die weitere Vorgehensweise auf dem europäischen Kriegsschauplatz im Jahr 1944 und die Zeit nach einem Sieg der Alliierten über Deutschland. Eine Einigung erzielten die Alliierten bezüglich der Festlegung der sowjetisch-polnischen Grenze auf die Curzon-Linie; die Rückgabe des Gebiets Białystok an Polen, wofür die Sowjetunion das nördliche Ostpreußen mit Königsberg erhielt; die Oder sollte - vorbehaltlich endgültiger Regelungen bei künftigen Verhandlungen - die neue Grenze zwischen Polen und Deutschland werden und der Partisanenführer Josip Broz Tito wurde als selbständiger alliierter Befehlshaber in Jugoslawien betrachtet. Streit herrschte bei der Unabhängigkeit Finnlands, auf der die Westalliierten beharrten, und der geforderten Wiederholung von Wahlen im Baltikum, die Stalin rigoros ablehnte. Angedacht wurde auch bereits die komplette Aufteilung Deutschlands, über die allerdings kein Konsens gefunden werden konnte.8

[...]


1 20. Századi Egyetemes Történet, I. Európa, István Németh, Osiris Verlag 2006, III. Európa nemzetközi rendezése a két világháború között, Európa újjárendezése a párizsi békekonferencián (1919-1920), Seite 43-46

2 http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Pariser_Vorortvertr%E4ge.html

3 20. Századi Egyetemes Történet, I. Európa, István Németh, Osiris Verlag 2006, III. Európa nemzetközi rendezése a két világháború között, Európa újjárendezése a párizsi békekonferencián (1919-1920), Seite 43-46

4 20. Századi Egyetemes Történet, I. Európa, István Németh, Osiris Verlag 2006, II. Az Osztrák-Magyar Monarchia felbomlása, A Monarchia felbomlása (1918. október-november), Seite 127

5 eben da: III. Európa nemzetközi rendezése a két világháború között, A második világháború felé (1929-1939), Seite 61

6 http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Wiener_Schiedsspruch.html

7 http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/aussenpolitik/wienerschieds/index.html

8 20. Századi Egyetemes Történet, I. Európa, István Németh, Osiris Verlag 2006, VI. Európa megosztása (1945- 1949), Bipoláris béke - a szövetségesek konferenciáinak döntései (1943-1945), Seite 226

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Details

Titel
Pariser Friedensverträge von 1947 und die kommunistische Wende von 1947-48
Untertitel
Geschichte und Gegenwart der ungarischen Außenpolitik
Hochschule
Andrássy Gyula Budapesti Német Nyelvü Egyetem
Note
1
Jahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V267557
ISBN (eBook)
9783656581956
Dateigröße
498 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
pariser, friedensverträge, wende, geschichte, gegenwart, außenpolitik
Arbeit zitieren
Anonym, 2011, Pariser Friedensverträge von 1947 und die kommunistische Wende von 1947-48, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267557

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